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Hetze gegen Hauptschüler
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questionable_content
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Anmeldungsdatum: 10.05.2006
Beiträge: 3934

BeitragVerfasst am: 30 März 2007 - 22:15:30    Titel:

Zitat:
Nein, wir brauchen zwar viele hochqualifizierte, gerade eben in Zeiten von Globalisierung, aber wir brauchen auch noch Leute die arbeiten, genau das wird gern vergessen.


Warum wird das vergessen? Ein Arbeitgeber, der überzogene Forderungen an den Tag legt, findet halt nicht genügend Bewerber, um seine freien Stellen zu besetzen. Dadurch muss er zwingenderweise den Anspruch runterschrauben - oder eben mit weniger Arbeitern auskommen.

Übrigens, letztens habe ich einen Bericht in der FAZ gelesen, wonach sich die Arbeitsmarktsituation von älteren Arbeitnehmern verbessert hat - tja, warum wohl? Ein 30-Jähriger (Ex-)Student mit mindestens 5 Jahre Berufserfahrung, Promotion, einer Vielzahl an Praktika und Auslandserfahrungen ist nun mal Wunschträumerei und nur in den seltensten Fällen auffindbar.
Bayern_Mone
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Anmeldungsdatum: 08.07.2006
Beiträge: 131

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 11:16:01    Titel:

Stimmt und genau das ist ja das Problem:
Die Arbeitgeber verlangen einfach Sachen die für einen Menschen fast schon "unerfüllbar" sind.
Ich seh das jetzt am Beispiel meiner Cousine.
Die ist jetzt 24 und mit ihrem Studium (telekommunikationswissenschaften) fertig. Sie hat ein halbes Jahr in Spanien studiert und spricht
Deutsch
Englisch
Französisch
"Latein" (da kann man ja eig. nicht von "sprechen" reden)
Spanisch
Italienisch
Schwedisch
ist jetzt kein Witz...
Sie hat im Abitur einen Schnitt von 1,0 und auch ihr Studium mit Auszeichung abgeschlossen.
Und was ist jetzt das Ende vom Lied:
Sie findet keine Arbeit...die Begründung der Chefs: mit 24 biste einfach schon zu alt wenn du keine Berufserfahrung hat...toll nicht?!?!
J.C.Denton
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 12:47:29    Titel:

questionable_content hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Nein, wir brauchen zwar viele hochqualifizierte, gerade eben in Zeiten von Globalisierung, aber wir brauchen auch noch Leute die arbeiten, genau das wird gern vergessen.


Warum wird das vergessen? Ein Arbeitgeber, der überzogene Forderungen an den Tag legt, findet halt nicht genügend Bewerber, um seine freien Stellen zu besetzen. Dadurch muss er zwingenderweise den Anspruch runterschrauben - oder eben mit weniger Arbeitern auskommen.

Übrigens, letztens habe ich einen Bericht in der FAZ gelesen, wonach sich die Arbeitsmarktsituation von älteren Arbeitnehmern verbessert hat - tja, warum wohl? Ein 30-Jähriger (Ex-)Student mit mindestens 5 Jahre Berufserfahrung, Promotion, einer Vielzahl an Praktika und Auslandserfahrungen ist nun mal Wunschträumerei und nur in den seltensten Fällen auffindbar.


Das habe ich auch schon oft gehört. Die sowas fordern, sind selbst unterqualifiziert und haben keine Ahnung vom echten Leben.
W.Kaiser
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Anmeldungsdatum: 09.01.2006
Beiträge: 1623
Wohnort: BGL

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 14:01:07    Titel:

Bayern_Mone hat folgendes geschrieben:
Stimmt und genau das ist ja das Problem:
Die Arbeitgeber verlangen einfach Sachen die für einen Menschen fast schon "unerfüllbar" sind.
Ich seh das jetzt am Beispiel meiner Cousine.
Die ist jetzt 24 und mit ihrem Studium (telekommunikationswissenschaften) fertig. Sie hat ein halbes Jahr in Spanien studiert und spricht
Deutsch
Englisch
Französisch
"Latein" (da kann man ja eig. nicht von "sprechen" reden)
Spanisch
Italienisch
Schwedisch
ist jetzt kein Witz...
Sie hat im Abitur einen Schnitt von 1,0 und auch ihr Studium mit Auszeichung abgeschlossen.
Und was ist jetzt das Ende vom Lied:
Sie findet keine Arbeit...die Begründung der Chefs: mit 24 biste einfach schon zu alt wenn du keine Berufserfahrung hat...toll nicht?!?!


Du kannst sicher sein, bei deiner Cousine ist nicht das Alter, sondern ihr Auftreten Ursache dafür, dass sie keinen Arbeitsplatz findet. Eine Ingenieurs-Ausbildung, da brauchst du in der Entwicklung nur Englisch. Will die mit ihren vielen Sprachen in der technischen Dokumentation Bedienungsanleitungen schreiben oder im Vertrieb Angebote fürs Ausland erstellen oder im Marketing fremde Angebote und Artikel auswerten oder zum Abschluss als Späßle, im Projektmanagement in sieben Sprachen fragen, „Ja, was machen wir denn jetzt, das kann so nicht weitergehen?“ Wozu soll ein Arbeitgeber die einstellen, um ihre Potenziale nutzen zu können?

Gruß,
W.Kaiser
Gruwe
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Anmeldungsdatum: 24.03.2004
Beiträge: 5286
Wohnort: Saarbrücken

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 15:33:42    Titel:

Bayern_Mone hat folgendes geschrieben:

Sie findet keine Arbeit...die Begründung der Chefs: mit 24 biste einfach schon zu alt wenn du keine Berufserfahrung hat...toll nicht?!?!


Das glaubst du ja wohl selbst nicht...mit 24 zu alt? Normalerweise macht man mit ~19 das Abi, mit 23-24+ ist man dann fertig mit studieren.
Wie soll man da, wenn man eh in der Norm liegt, zu alt sein? Vor allem ist 24 nie im Leben zu alt Wink
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 15:43:05    Titel:

Hmm...

bei den Qualifikationen kanns eigentlich nur an ihr, ihrem Auftreten, ihrer Persönlichkeit und möglicherweise ihren Gehaltsvorstellungen liegen, das sie nix findet...

Ansonsten ist das schon richtig, was der Kaiser sagt. Englisch wird ohnehin vorrausgesetzt, weitere Fremdsprachen sind schön, aber kein großer Bonus...
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 16:07:40    Titel:

Falls die Person weiblich ist kann ich nur folgendes Zitat eines Bewerbungstypen meiner Uni weitergeben (O-Ton!) "Gerade als Frau sollte ihre Bewerbung nicht zu intelligent klingen, das mögen Personaler nicht so gerne". D.h. konkret: Streichen bei den Fremdsprachen, Qualifikationen, die über die geforderten hinaus gehen, verschweigen. (das ist nicht unüblich. Auch Dr. Titel werden zunehmend von Bewerbern nicht erwähnt.)
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 19:10:30    Titel:

HÄÄÄÄ?? Ich würde lieber den Dozenten feuern, der so ein Zeug verbreitet.
Gibt es irgendeinen Beleg dafür, dass Unternehmen lieber dumme oder unterqualifizierte Frauen einstellen?

Gruß
Pauker
neofelis
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Anmeldungsdatum: 20.12.2006
Beiträge: 642

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 19:29:47    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Gibt es irgendeinen Beleg dafür, dass Unternehmen lieber dumme oder unterqualifizierte Frauen einstellen?

Na ja, so plakativ muss man es sicherlich nicht ausdrücken - und ob das ein geschlechtsspezifisches Problem ist, wage ich auch zu bezweifeln. Ich würde mal darauf tippen, dass es sich hierbei um die angebliche "Überqualifizierung" handelt, die immer häufiger als Ablehnungsgrund angeführt wird und von der ich im Bekanntenkreis leider auch immer wieder höre...Confused

Sie sind überqualifiziert!
borabora
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Moderator


Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 19:47:15    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
HÄÄÄÄ?? Ich würde lieber den Dozenten feuern, der so ein Zeug verbreitet.
Gibt es irgendeinen Beleg dafür, dass Unternehmen lieber dumme oder unterqualifizierte Frauen einstellen?

Gruß
Pauker
Das ist ein Angestellter des "Career Centers" gewesen. Es geht tatsächlich darum, dass man seine Fremdsprachen auf 3-4 maximal begrenzen sollte. Wenn man beim Vorstellungsgespräch danach gefragt wird kann man immer noch ergänzen (sofern das überhaupt von Belang ist für eine Stelle).
Es scheint in der Praxis so zu sein, dass man als Stellensuchende plötzlich Bewerbungsgespräch-Einladungen erhält sobald der Lebenslauf runtergeschraubt wird auf ein weniger nach "Überflieger" klingendes Niveau.
Woran das liegt ist mir ebenfalls ein Rätsel. Auf der einen Seite werden in sämtlichen Stellenanzeigen eierlegende Wollmilchsäue gesucht, andererseits haben die wenigen Exemplare oftmals die oben geschilderten Schwierigkeiten bei Bewerbungen.
Vielleicht haben manche Unternehmer auch Angst davor, dass sie so einen Mitarbeiter schnell verlieren sobald ein besseres Angebot kommt oder diese sehr hohe Gehaltsforderungen hätten.
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