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Verarbeiten - wie geht das?
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sexiestgirlalive
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Anmeldungsdatum: 06.02.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 09 März 2007 - 09:57:04    Titel: Verarbeiten - wie geht das?

hallo zusammen,
ich habe mal eine (zugegeben nicht recht intelligente) frage, aber es interessiert mich wirklich und ich bitte um ernsthafte antworten:
wie kann man etwas "verarbeiten" - was wird da in einer therapie gemacht? immer nur geredet und geredet?
tut mir leid, aber ich kann es mir wirklich nicht vorstellen. ich bin ja eher eine verdrängerin Sad.
wirklicher.held
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Anmeldungsdatum: 14.01.2007
Beiträge: 266

BeitragVerfasst am: 09 März 2007 - 14:50:00    Titel:

ich glaube es kommt sher drauaf an wie schwer das zu verarbeitende dichw irklich getroffen hat. manchmal hilft es einfach jemanden zur seite zu haben der mit dir darüber redet
Tournesol
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Anmeldungsdatum: 07.03.2007
Beiträge: 18
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 09 März 2007 - 19:45:35    Titel:

@ threadstarterin
Es kommt ganz drauf an, was für ein Problem du hast.
Wenn du z. B. ein Trauma hast, also wenn du ein schreckliches Ereignis erlebt hast wie Vergewaltigung, Zeuge eine Mordes...
dann ist es auf jeden Fall empfehlenswert eine Therapie zu machen oder sich sogar stationär behandeln zu lassen.
Auch wenn du unter z. B unter körperlichen Dingen leidest, wie Anorexie
(Magersucht) , Bulemie oder sogar Autoaggresion (Ritzen usw) ... ist es auch wichitg eine Therapie zu machen!
und auch bei anderen psychischen Problemen ( Familiär, schulisch (z. B.
Leistungsprobleme, Mobbing) kann man eine Therapie machen, wenn man das Gefühl hat, dass diese ein zu stark belasten.

Ok, ich weiß nicht ob du das wusstest, aber ich habs jetzt einfach mal geschrieben.

Therapien hängen logischerweise mit dem zu Verarbeitenden zu tun , wenn du sag wir mal Person 1 hat ein Trauma , mit der wird meistens EMDR ( Eye Movement Desensitization and Reprocessing) gemacht, dass der Patient konzentriert sich auf sein belastendes Erlebnis während seine Augen gleichzeitig den Handbewegungen des Therapeuten folgen. Später zeigte sich, dass auch andere Stimulationsformen (z.B. Fingerberührungen oder akustische Signale) entlastende Wirkungen zeigten. Und dann muss der Patient sagen wie er sich danach fühlt. Das war jetzt der Haupaspekt, es können auch andere Sachen darineinfliessen. ( so in etwa läuft das ab).

Person 2 hat z.b. Magersucht. Da ist das Ziel den Grund zu finden warum man nicht mehr essen will. sowie Körperwahrnemungsübungen, damit der Patient wieder anfängt seinen Körper mehr zu aktzeptieren. Meistens gehören dazu auch Elterngespräche.

Person 3 hat z. B schulische Probleme oder damit auch verbundene Angstzustände wo der Therapeut z.B mit einem
Muskelentspannugsübungen macht oder auch wo einen Lernzielkatalog aufschreibt usw

Also bei Person 3 spreche ich aus eigener Erfahrung, da ich selbst grad ein 2 jährige Therapie hinter mir hab.

Bei allen Fällen sind -bei Jungendlichen- meist alle paar Wochen auch ein Elterngespräch, d.h. meistens Eltern und ihr Kind und man redet über die Probleme usw. Dies kann für das therapierende Kind manchmal auch belastend und schwierig sein, weil sie z.B bei Magersucht meist Probleme mit den Eltern haben!

Wenn man mit einer Therapie anfängt, dann dauert diese meist auch Monate bzw einige Jahre lang!

Kurz gesagt: Man redet nicht immer , sonder es kommt drauf an wie der Patient sich fühlt, also du kannst z.B auch was aufmalen, aufschreiben wenn du nicht reden magst. Oder auch Entspannungsübungen mit dem Therapeuten machen. Klar, auf Dauer geht sowas nicht, reden muss man schon, sonst kann man dir nicht vollständig helfen, und der Therapeut wird dich auch mit Fragen konfrontieren aber ich denke, dass man das hinkriegen kann auch wenn es natürlich öfters belastend sein kann!

Man muss dazu trotzdem sagen, dass es auch leider Rückschläge geben kann sogar wenn man sogar schon eine Therapie oder auch mit stationärem Aufenthalt hat ! Manchmal kann es sogar schlimmer sein, als beim ersten Mal und es können auch dann andere Probleme sein ( obwohl ich dich eingetlich nicht erschreckend wollte). Ich denke aber, dass man meistens es irgendwann schafft, sein Leben in den Griff zu bekommen. Am schwierigsten ist es natürlich bei Trauma und Magersucht !

Letzer Punkt: Meistens bekommen die Patient auch noch Medikamente, die ihnen zusätzlich helfen sollen. Das ist eine gute Sache !

Ein Schlusswort: Wenn man an stationäre Behandlung denkt, dann bruach man keine Angst haben, dass du in einem 2 Bettzimmer nur mit Bett und rumliegen denkst ( wie man ssich so das Klischsee vllt von Krankenhäusern vorstellen mag) Es gibt dann für Jugendliche mit Pyschischen und körperlichen Problemen extra Stationen und dort ist es quasi wie eine WG mit Betreuern und man unternimmt auch Sachen zusammen und ist zusammen... also es ist dort auszuhalten !

Also, trau dich ruhig mal einen Psychologen in deiner Nähe anzurufen, ihm deine Probleme zu erzählen und ggf einen termin zu vereinbaren!
Dann weißt du auf jeden Fall ob du eine Therapie brauchst!

Achja, ich weiß nicht was du denkst, aber ich hatte zum Beispiel einen Mann als Therapeuten und denn fand ich ganz gut also, also Männer können durchaus auch gute therapeuten sein, aber es gibt auch welche die als Frau lieber eine Therapeutin haben wollen. Ich denke, man muss es ausprobieren, mit wem man besser klarkommt!

Ich denke, das sollte dir geholfen haben Wink
Shy 1
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beiträge: 845

BeitragVerfasst am: 09 März 2007 - 21:41:48    Titel:

wirklicher.held hat folgendes geschrieben:
ich glaube es kommt sher drauaf an wie schwer das zu verarbeitende dichw irklich getroffen hat. manchmal hilft es einfach jemanden zur seite zu haben der mit dir darüber redet



Und die Zeit heilt Wunden nach und nach
hallo123
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 12.12.2005
Beiträge: 1900

BeitragVerfasst am: 09 März 2007 - 22:35:35    Titel:

Shy 1 hat folgendes geschrieben:
wirklicher.held hat folgendes geschrieben:
ich glaube es kommt sher drauaf an wie schwer das zu verarbeitende dichw irklich getroffen hat. manchmal hilft es einfach jemanden zur seite zu haben der mit dir darüber redet



Und die Zeit heilt Wunden nach und nach
Sofern das Problem nicht aktuell bleibt, JA
sexiestgirlalive
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Anmeldungsdatum: 06.02.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 13 März 2007 - 09:37:12    Titel:

erstmal herzlichen dank für die vielen antworten vor allem für die ganz ausführliche!
tut mir leid, wenn ich da jetzt ein missverständnis provoziert habe durch meine wenigen angaben. ich habe - gottseidank - kein problem, bin auch nicht mehr ganz so jugendlich Smile
aber das thema tauchte auf, weil mein cousin vor fast 9 jahren völlig überraschend an einer plötzlichen krankheit gestorben ist (er war damals 20) und meine tante sich seither furchtbar quält. alle sagen zu ihr, sie muss verarbeiten, was damals war, aber keiner weiß, wie das geht.
da ich auch eher verdränge, hatte ich auch keinen rat und keine idee, wie man so ein schlimmes erlebnis "verarbeiten" kann und ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass es besser wird nur weil man drüber redet.
natürlich heilt die zeit alle wunden aber hier ist es so, dass sie mittlerweile fast so tut als hätte es ihren sohn nie gegeben weil sie auch nach 9 jahren noch nicht von ihm sprechen kann ohne völlig zusammenzubrechen.
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