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ÖffR HA Fußnoten
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QuarionX
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 25 März 2007 - 11:47:27    Titel: ÖffR HA Fußnoten

Hi!

Ich schreibe gerade an meiner ÖffR HA und bin im ersten Semester. Ich habe sehr viele Fußnoten, auf Seite 13 schon über 120 und die HA darf maximal 17 Seiten haben. In der Zulässigkeit habe ich oft gute Zitate gefunden und habe dann auch in der Fußnote geschrieben: Zitat aus .....

Später fand ich dann einfach keine passenden Textstellen mehr und habe selbst formuliert, habe jedoch meist sehr viel Literatur gefunden welche eben meine Denkweise untermauerte und habe das ganze dann auch mit einer Fußnote versehen: So auch ....

Ist das so richtig? Und sind diese Fußnoten gleichwertig mit Zitatfußnoten?

Liebe Grüße
Discokandi
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Anmeldungsdatum: 29.06.2006
Beiträge: 587

BeitragVerfasst am: 25 März 2007 - 12:12:38    Titel:

Also bei meiner ersten ÖRecht-HA hatte ich auf 24 Seiten knapp 100 Fussnoten.
Fasst Du die FN denn auch zusammen oder nimmst Du für jedes Zitat eine eigene Fn? Ich meine, wenn Du mehrere Zitate bzw. Literaturverweise in einem Satz hast, dann fass die doch einfach zusammen (vgl. Maunz/Dürig, xy; Degenhart xy)
QuarionX
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 25 März 2007 - 12:16:41    Titel:

In den Formalienblatt unserer Hausaufgabe steht das wir nur einzeilige Fußnoten nutzen sollen, wenn ich dann wenn ich dann zwei Leute reinschreibe , dann geht es manchmal und manchmal nicht, um ein einheitliches Schriftbild zu erschaffen mach ich dann jeden Beleg einzeln.

Für viele, viele Dinge habe ich daher mehrere Fußnoten, vor allem wenn etwas der herrschenden Meinung entspricht.

Vielen Dank für deine Antwort.

Wie sieht es mit dem Verhältnis von Zitaten zu "so auch" aus?
Discokandi
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Anmeldungsdatum: 29.06.2006
Beiträge: 587

BeitragVerfasst am: 25 März 2007 - 12:19:04    Titel:

Diese normalen Formulierungen, wie "so auch", "siehe auch", "vgl." sind absolut in Ordnung.
Aber ehrlich gesagt, finde ich es beknackt, für jedes Zitat eine eigne Fn hinzuschreiben... Aber naja Wink
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 25 März 2007 - 12:44:25    Titel:

Du brauchst in die Fn. nicht "so auch" zu schreiben, nur weil es in dem zitierten Werk nicht wortwörtlich so steht, wie in deiner Hausarbeit. Solange es dort sinngemäß steht, kannst du einfach die Quelle in die Fußnote schreiben und dies bitte auch ohne "Zitat aus". Wortwörtliche Zitate sollten ohnehin die absolute Ausnahme bleiben.
Die Verwendung von Fn.-Erläuterungen wie "so auch", "siehe auch" sind wohl nicht zu bemängeln; ich würde sie in einem Gutachten gleichwohl vermeiden.
Das einzige, was man ggf. verwenden sollte, ist das "vgl." Zur Erläuterung: Das "vgl." verwendet man für, um ansonsten unzulässige Konkretzitate zu vermeinden.
Wenn du also bspw. schreibst: "Der A müsste hier mit mit Wissen und Wollen zur Verwirklichung eines Straftatbestands gehandelt haben", so musst die zitierte Stelle mit "vgl." belegen, da der Autor deinen A nicht kennt.
Schreibst du stattdessen: "Vorsatz ist das Wissen und Wollen zur Verwirklichung eines Straftatbestands", so kannst du direkt die Quelle in die Fn. setzen.

Generell solltest du dir einmal den folgenden Leitfaden durchlesen:
http://www.uni-konstanz.de/FuF/Jura/koch/lehre/ws06/gutinform_formalia.pdf
QuarionX
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 25 März 2007 - 13:16:55    Titel:

Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Aber ich zitiere mal die Formalien:

Zitat:
Die Fußnoten sollen klar erkennen lassen, in welcher Weise sie die Textaussage belegen (z.B. „a.A.“, „zusammenfassend“ etc.) ‑ wird nichts genannt, hat dies die Bedeutung von „ebenso“ – der Begriff „vgl.“ deutet darauf hin, dass der Verweis nur teilweise richtig ist, aber offen bleibt, inwieweit – er sollte daher unterbleiben. Die Fußnoten ersetzen kein Sachargument. „Blindzitate“, d.h. Stellen, die nicht nachgelesen wurden, sind zu unterlassen; dann sollten lieber weniger Zitate angegeben werden. Als Belege für eine herrschende Meinung genügt nicht ein einziger Nachweis.


Die raten uns von vgl. bewusst ab.
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 25 März 2007 - 13:55:03    Titel:

QuarionX hat folgendes geschrieben:
Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Aber ich zitiere mal die Formalien:

Zitat:
Die Fußnoten sollen klar erkennen lassen, in welcher Weise sie die Textaussage belegen (z.B. „a.A.“, „zusammenfassend“ etc.) ‑ wird nichts genannt, hat dies die Bedeutung von „ebenso“ – der Begriff „vgl.“ deutet darauf hin, dass der Verweis nur teilweise richtig ist, aber offen bleibt, inwieweit – er sollte daher unterbleiben. Die Fußnoten ersetzen kein Sachargument. „Blindzitate“, d.h. Stellen, die nicht nachgelesen wurden, sind zu unterlassen; dann sollten lieber weniger Zitate angegeben werden. Als Belege für eine herrschende Meinung genügt nicht ein einziger Nachweis.


Die raten uns von vgl. bewusst ab.


Manchmal möchte man aber belegen, obwohl die zu belegende Stelle sich auf den Sachverhalt bezieht. Dann geht es aber nur so. (Vgl. zu Konkretzitaten bspw. Ibler, Öffentliches Baurecht, Fall 2 Rn. 18 )
QuarionX
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 25 März 2007 - 16:43:24    Titel:

Okay ich verstehe, aber du wirst lachen, auch davon wurde uns abgeraten. Wink

Auf jeden Fall danke für die Antwort, ich bin beruhigt und werde dann Mo - Mi endlich beruhigt zu ende schreiben können.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 26 März 2007 - 16:17:15    Titel:

Den Hinweis, dass man mit "vgl." in Hausarbeiten sparsam umgehen soll, findet sich auch in dem "Gut in Form".

@Shafirion
Dass man einen Definition/Subsumtion-Mix mit einem Zitat hinterlegt, wird doch allerorts untersagt. Den Trick mit "vgl." finde ich zwar interessant, aber wo kann man etwas dazu nachlesen? Im auch von dir geposteten Link zu "Gut in Form" findet man folgende Aussagen (S. 19):

Zitat:
Aussagen zum konkreten Fall dürfen keine Fußnote erhalten. Denn kein Lehrbuchautor oder Gericht kennt den Täter A, den Schuldner B oder den Antragsgegner C des Falles. Schreiben Sie also nicht im Text: „Folglich benutzte B eine ungeladene Schusswaffe, also kein gefährliches Werkzeug.2“ und sodann in der Fußnote: „2 Krey/Hellmann, Strafrecht BT 2, Rdnr. 197“!


Zu deinem Trick finde ich nichts.
QuarionX
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 26 März 2007 - 17:13:05    Titel:

Soll man nicht auch gerade bei er Subsumtion selbst urteilen und so Sachverhalt und Theorie vergleichen. Ich meine das ist ja letztendlich gesehen die einzige wirkliche Eigenarbeit, oder? Der Rest ist ja nur qualifiziert abschreiben.
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