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adaptive radiation
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addy
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Anmeldungsdatum: 31.12.2006
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2007 - 20:29:50    Titel: adaptive radiation

hallo hab p3 in niedersachsen..

also radiative adaption setzt ja eine Vielfalt an ökologische Nischen,
also auch wenig Fressfeinde, voraus.

Ich habe gelesen, dass die radiation einer geografischen seperation (inseln bei darwinfinken) bedarf, um die Panmixie zu unterbinden.

Allerdings hab ich auch irgenwo gelesen, dass auch ohne geo seperation die adaptive radiation erfolgt, aufgrund des hohen Selektionsdruckes zu ökölogischer einischung.

bin jetzt ein wenig verwirrt was die bedingungen für adaption betrifft.

addy
coaoroo
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2007 - 20:49:43    Titel:

ich glaube zu wissen dass das was du als "ohne geographische isolation" beschreibst quasi der nächste schritt der adaptiven radiation ist. zuerst wird eine art geographisch isoliert und kann sich stark ausbreiten. 2.: da so viele Tiere durch die starke ausbreitung vorhanden sind, mamgelt es an platz und nahrung(innerartliche konkurrenz) es entsteht selektionsdruck und somit suchen sich die tiere einelne eigene ökologische nieschen um den anderen aus den weg zu gehen und eigene nahrung zu haben die ausreichend ist.

das kann also auch in der gleichen ökologischen nische passieren, wenn ein paar individuen auf eine andere (dort auch vorhandene) nahrung umsteigen
addy
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Anmeldungsdatum: 31.12.2006
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2007 - 20:55:40    Titel:

aber kann es so schnell zu einer öklogischen Isoation kommen?
coaoroo
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2007 - 20:56:58    Titel:

wie so schnell?!
addy
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Anmeldungsdatum: 31.12.2006
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2007 - 21:00:23    Titel:

es muss ja schlagartig zu einer ökologischen isolation kommen,
damit keine panmixie erfolgen kann, das ja eigentlich durch die geo seperation bedingt ist.
coaoroo
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2007 - 21:05:54    Titel:

warum? ich versteh das problem grad nicht so ganz! ich mein kurz nach ner öko isolation können sich die doch noch paaren. ausserdem muss es ja keine okö isolation sein, weil die sich auch im gleichen ökosystem auf verschiedene nahrung spezialisieren können
addy
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Anmeldungsdatum: 31.12.2006
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2007 - 21:13:01    Titel:

also mein problem ist, dass ich nicht weiß ob es bei einer radiativen adaption
eine geo seperation geben muss.

Gehen wir ma davon aus das es keine gibt.

eine ausgangsart besiedelt ein unbewohntes gebiet mit vielen ökö nischen.
es kommt zur starken vermehrung / intraspezifische Konkurrenzdurck steigt
durch Überbevölkerung a NAhrungsmangel (Selektionsdruck).
Tiere die durch Mutation bzw Rekombination Merkmale erhalten sich
auf andere nahrungsqullen zu spezialliseren, haben einen Selektionsvorteil (bessere Fitness).

Mein Prolbem ist jetzt das die Gene die diesen Vorteil bewirken doch sofort in der ganzen Population wieder veteilt werden, da es ja keine geo seperation gibt. Oder kommt es schlagartig zu einer Isolation ausf ökologischer/ethologischer oder sonst was Ebene?
coaoroo
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2007 - 21:20:56    Titel:

naja ich sag mal so: mit wie vielen tieren kann sich ein tier paaren während es lebt? ausserdem muss die spezialisierung von einem tier ja nicht heissen dass die nachkmmen alle die selben merkmale haben ! mit der zeit isolieren sich diese tiere, die sich spezialisiert haben entweder geografisch, von der nahrung her oder von zb. den zeiten an denen sie aktiv sind (tag-nachtaktiv) oder durch versch. paarungszeiten von den anderen, das passiert aber nicht schlagartig
sugamaren
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Anmeldungsdatum: 08.03.2007
Beiträge: 77
Wohnort: Garbsen

BeitragVerfasst am: 07 Apr 2007 - 21:09:32    Titel:

Es ist so: eine Vogelpopulation z.B. frisst anfangs die gleiche Nahrung... irgendwann steigt die innerartliche Konkurrenz, d.h. es ist nicht mehr genug Nahrung für alle da, da sich die Population stark vermehrt hat. Ein paar dieser Vögel haben durch Mutationen z.b. einen härteren Schnabel und sind fähig, Hartschalenfrüchte zu knacken, was der Rest mit weicherem Schnabel nicht ist. Die Hartschnabelvögel (^^) haben also eine ökologische Nische bezüglich der Nahrung gefunden und es ist ausreichend Nahrungsangebot für sie vorhanden, da die Populationsanzahl dieser Vögel noch gering ist. Also überlebt von ihnen ein größerer Anteil. Von den Vögeln mit weicherem Schnabel stirbt ein größerer Anteil, da die innerartliche Konkurrenz so hoch ist. D.h. die Hartschnabelvögel können mehr Gene in den Genpool einbringen und der Anteil der Vögel mit hartem Schnabel in den Nachfolgegenerationen wächst, wohingegen der Anteil der Weichschnabelvögel sinkt. Irgendwann pendelt sich der Wert ein (glaub ich jedenfalls), da auch wieder weniger Weichschnabelvögel existieren, wodurch die innerartliche Konkurrenz bezügl. Nahrung sinkt. Ich denke es ist keine geographische Isolation zwingend notwendig für so einen Prozess, da sich die Tiere nur in einem bestimmten Naturraum aufhalten, in denen die Gegebenheiten für sie optimal sind. Zudem ist deren Nahrung auch nur auf einen bestimmten Raum begrenzt. Und wenn sich die Populationszahl stark vergrößert, werden Raum und Futter so oder so bald knapp, was zur Verstärkung des Selektionsdrucks führt.

Kann man das so stehen lassen? Wenn Denkfehler drin ist, bitte verbessern. Wink
III
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Anmeldungsdatum: 18.01.2007
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 07 Apr 2007 - 22:06:40    Titel:

Alles korrekte Ansätze und auch gut weiter geführt.
(Auch sollte dieser Thread ins Bio-Forum)
Allerdings ist adaptive Radiation an sich ja schon die Anpassung.... Durch Anpassung(Adaption) erfolgt die Ausbreitung(Radiation).

Die Varietät der Allele im Genpool der "einwandernden" Population muss ausreichend groß sein, was auch eine gewisse Polpulationsgröße vorraussetzt. Allein das lässt bereits Teilpopulationen entstehen, weil, wie oben bereits beschrieben, einige besser harte Nüsse essen können, andere eher weiche, wiederum andere Insekten, usw. Natürlich trifft das nicht auf alle Individuen der Gesamtpopulation zu.
Aber es finden sich dann trotzdem "Grüppchen", welche bereits in der 2. Nachkommen-Generation eine klar definierbare ökologische Nische einnehmen.

Adaptive Radiation ist schlicht und einfach nur die Ausbreitung durch Anpassung!!! Dadurch, dass die Population in Teilpopulationen aufgeht, breitet sie sich auf unterschiedliche ökologische Nischen aus.

Etwas unklar?
Ashe
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Anmeldungsdatum: 28.12.2005
Beiträge: 1989

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2007 - 16:22:36    Titel:

Zitat:
Adaptive Radiation ist schlicht und einfach nur die Ausbreitung durch Anpassung!!! Dadurch, dass die Population in Teilpopulationen aufgeht, breitet sie sich auf unterschiedliche ökologische Nischen aus.


Aber wo ist da der Unterschied zur sogenannten allopatrischen Artbildung? Ich dachte, "Radiation" bedeute Rückkehr, dass die neue Art also zum Gebiet der Ausgangspopulation zurückkehrt und dort neben ihr in unterschiedlichen ökologischen Nischen lebt. Zu einer Durchmischung der beiden Genpoole kommt es hierbei nicht mehr, deshalb haben wir hier auch eine neue Art.
Ashe
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 28.12.2005
Beiträge: 1989

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 20:50:35    Titel:

So, habe nochmal recherchiert:

Bei der adaptiven Radiation kommt es

1. zur Separation (z.B. Schnecken werden auf eine benachbarte Insel geschwemmt),

2. entstehen dann dort viele unterschiedliche Formen durch Mutation, die sich aus Mangel an Konkurrenz und/oder Fressfeinden stark verbreiten können

und

3. besetzen diese vielen Formen dann unterschiedliche ökologische Nischen und entwickeln sich zu eigenen Arten
Katja87
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Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 21:11:48    Titel:

Also ich würd mal sagen dass die DARWIN FINKEN da sehr gut zu passen und von der Konzipierern unserer Erwartungshorizonte gern gehört werden wollen, da Darwin ja nun auch die Evolutionstheorie begründet hat...
Inseln spielen übrigens auch eine wichtige Rolle da dort sehr schnell zB durch geografische Abtrennung einer Teilpopulation eine adaptive Radiation vonstatten gehen kann
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