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Schulsysteme USA
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swulff
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Anmeldungsdatum: 04.06.2006
Beiträge: 21
Wohnort: Sarstedt

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 13:46:51    Titel: Schulsysteme USA

Hallo zusammen,

ich komme bei folgender Aufgabe nicht weiter:

Stellen Sie Vor- und Nachteile der Systeme der beruflichen Erstausbildung in Frankreich, in den USA und in Deutschland gegenüber!

Für Deutschland und Frankreich habe ich ja ausreichend Vor- und Nachteile gefunden. Nur irgendwie finde ich keine für die USA. Ich hoffe mir kann jemand weiter helfen. Sad

mfg Sabine
pfuchti
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Anmeldungsdatum: 29.01.2007
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 19:03:45    Titel:

mal ne einfache frage?
haben die in den usa eigentlich sowas wie bestimmte berufsausbildungen?
Question Question Question
J.C.Denton
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 20:15:03    Titel:

pfuchti hat folgendes geschrieben:
mal ne einfache frage?
haben die in den usa eigentlich sowas wie bestimmte berufsausbildungen?
Question Question Question


Nein. Das vergleichbare zur Berufsschule ist ein Community College. Sonst ist alles ganz anders.
pfuchti
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Anmeldungsdatum: 29.01.2007
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 21:20:50    Titel:

J.C.Denton hat folgendes geschrieben:
pfuchti hat folgendes geschrieben:
mal ne einfache frage?
haben die in den usa eigentlich sowas wie bestimmte berufsausbildungen?
Question Question Question


Nein. Das vergleichbare zur Berufsschule ist ein Community College. Sonst ist alles ganz anders.



hmm. und wie läuft das dann bei denen ab nach der highschool??
sofern sie nicht auf ein college oder eine university gehen?
würde mich auch sehr interessieren!
J.C.Denton
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 22:02:05    Titel:

So wie ich es weiß werden die Handwerksarbeiten und einfache Bürojobs anders gemacht. Dazu reicht in Amerka eine Anlernzeit von 6 Wochen. Natürlich kann die Qualität der arbeit nicht mit deutschen Facharbeitern verglichen werden, da diese eine mehrjährige Berufsausbildung haben.
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 22:49:48    Titel:

In den USA studieren weit mehr Leute als hier in D. Kaufmännische Berufe, technische oder Informatik-Berufe werden zum großen Teil von Bachelor-Absolventen ausgeübt. Desweiteren gibt es die Community Colleges, in denen man z.B. einen Abschluß als Preschool Teacher (zu deutsch Kindergärtner/in) machen kann. Im Bereich des Handwerks gibt es sogenannte Trade Schools, in denen man z.B. in einem Jahr ein Certificate als Heizungsmonteur usw, erwerben kann. Für einfachere Tätigkeiten (Fließband, Verkäufer usw.) wird man im jeweiligen Unternehmen angelernt.

Insgesamt kann man jedoch sagen, daß der Bereich der Berufsausbildung in den USA weitaus weniger reglementiert ist als hier in D. Das deutsche duale Berufsbildungssystem basiert ja auf der institutionalisierten Trennung von akademischer und beruflicher Bildung. Relativ früh entscheidet es sich, ob ein Kind durch den Besuch eines Gymnasiums auf die Universität vorbereitet wird oder ob es die berufsorientierte Bildungsschiene einschlägt. Zwei in sich so abgeschlossene Bildungssysteme mit wenig Übergangsmöglichkeiten konnten nur in einer klassenorientierten Gesellschaft entstehen, in der die sozialen Aufstiegsmöglichkeiten beschränkt sind. Dies ist in Amerika anders.
ceggert
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Anmeldungsdatum: 10.07.2006
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2007 - 09:10:18    Titel:

Ergänzen sollte man vielleicht noch, daß in den USA, wie auch sonst im Rest der Welt, eine ganze Reihe von Möglichkeiten des Teilzeitstudiums neben der Arbeit bestehen. So etwas hat in Deutschland im Hochschulbereich keine Tradition - außer in der ehemaligen DDR -, beginnt aber sich auch hier immer mehr durchzusetzen.
Dazu gehören Abend- und Fernstudiengänge, die es Interessaenten gestatten, Bachelor- oder Master-Grade zu erwerben und so auch noch nach einer Erstausbildung (oder wenn diese fehlt) ein Studium ermöglichen, das neue Chancen eröffnet. Die gestuften Abschlüsse sind aufgrund der geringeren Zeitdauer weitaus besser dafür geeignet als die bisherigen deutschen Diplom-Studiengänge.

Im Bereich der beruflichen Ausbildung im Handwerk usw. wurden ja die Trade Schools (also etwa "Berufsschule") genannt. Die dortigen Lehrgänge können durchaus auch viel kürzer sein als ein Jahr. Daneben und neben den Community Colleges und anderen Schulen des außeruniversitären Bereichs gibt es eine Vielzahl von innerbetrieblichen Bildungsmöglichkeiten, die aber meist auf das ausbildende Unternehmen zugeschnittene Fähigkeiten vermitteln.
Also insgesamt ein weitaus flexibleres System als das deutsche. Ob es besser ist, darüber möchte ich mich hier und jetzt nicht auslassen - aber die Amerikaner können mit den Deutschen doch ganz gut mithalten, oder ? Wink
J.C.Denton
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2007 - 09:33:28    Titel:

ceggert hat folgendes geschrieben:
Ergänzen sollte man vielleicht noch, daß in den USA, wie auch sonst im Rest der Welt, eine ganze Reihe von Möglichkeiten des Teilzeitstudiums neben der Arbeit bestehen. So etwas hat in Deutschland im Hochschulbereich keine Tradition - außer in der ehemaligen DDR -, beginnt aber sich auch hier immer mehr durchzusetzen.
Dazu gehören Abend- und Fernstudiengänge, die es Interessaenten gestatten, Bachelor- oder Master-Grade zu erwerben und so auch noch nach einer Erstausbildung (oder wenn diese fehlt) ein Studium ermöglichen, das neue Chancen eröffnet. Die gestuften Abschlüsse sind aufgrund der geringeren Zeitdauer weitaus besser dafür geeignet als die bisherigen deutschen Diplom-Studiengänge.

Im Bereich der beruflichen Ausbildung im Handwerk usw. wurden ja die Trade Schools (also etwa "Berufsschule") genannt. Die dortigen Lehrgänge können durchaus auch viel kürzer sein als ein Jahr. Daneben und neben den Community Colleges und anderen Schulen des außeruniversitären Bereichs gibt es eine Vielzahl von innerbetrieblichen Bildungsmöglichkeiten, die aber meist auf das ausbildende Unternehmen zugeschnittene Fähigkeiten vermitteln.
Also insgesamt ein weitaus flexibleres System als das deutsche. Ob es besser ist, darüber möchte ich mich hier und jetzt nicht auslassen - aber die Amerikaner können mit den Deutschen doch ganz gut mithalten, oder ? Wink


Wahrscheinlich nicht. Ich habe schon öfter gehört, daß die Bachelor dort so einen Bildungsstand haben wie deutsche technische Zeichner. Das Niveau ist nicht vergleichbar.
Gottesschaf
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Anmeldungsdatum: 13.03.2007
Beiträge: 2211

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2007 - 14:25:49    Titel:

ab

Zuletzt bearbeitet von Gottesschaf am 26 Mai 2018 - 10:38:01, insgesamt einmal bearbeitet
Foerster
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Anmeldungsdatum: 08.01.2007
Beiträge: 901

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2007 - 00:24:55    Titel:

Da stimme ich dir zu. AP kurse sind auf hohem Niveau. Die Inhalte werden noch um einiges mehr vertieft als es im Leistungskurs einer deutschen Oberstufe der Fall ist.

Allerdings sind die lokalen Unterschiede zwischen den Public High Schools extrem ausgeprägt. Manche haben 14.000$ andere nur 1500$ pro Schüler und Jahr zur Verfügung (je nach Area). Dementsprechend ist auch die allgemeine Lehre unterschiedlich. Auch bieten nicht alle Schulen AP Kurse an und nur ein geringer Prozentsatz an Schülern besucht überhaupt jemals einen AP Kurs.

Wenn man die richtigen Kurse wählt (als Austauschschüler bekommt man im Normalfall sehr einfache Kurse zugeteilt) kann man sich auf Wunsch auch einen unschaffbaren Schedule zusammenstellen. Ebenfalls sollte man in einem Ranking immer auch auf die Kurse schauen die jemand belegt hat. Wer einen GPA von 4,0 hat, muss nicht zwangsläufig Akademisch besser sein als jemand mit 3,0.

Da ich aus NRW komme und die Lehrpläne hier auf 13 Jahre abgestimmt sind (=weniger Wissen nach dem 10. Schuljahr), fand ich die AP Kurse in den USA schon "Hammerhart". Zum Glück kommt ein Großteil der Inhalte in Deutschland später wieder, jedoch bleibt das Niveau meiner Meinung nach weit unter dem des AP Kurses. Zum Vergleich: Mein Oberstufen Biobuch hat knapp 500, mein US-Buch über 1600 Seiten (der Stoff wurde in einem Jahr komplett durchgenommen!).

Auch fällt auf, das AP Kurse von Doktoren (bzw. PH.D.'s) unterrichtet werden was in Deutschland wohl eher selten der Fall ist.
Es gibt übrigens verschiedene Arten von Kursniveaus die ich jetzt einfach mal nach eigenem Ermessen ins deutsche System übersetzt habe:

Standart (Hauptschule)
Academic (Realschule bzw. Oberstufe Grundkurs)
Accelerated (Oberstufe Leistungskurs)
Advanced Placement (Abitur + 1/2 Jahr).

Bei einigen Fächern z.B. Matthematik gab es an meiner High School über 12 verschiedene Leistungsstufen zur Wahl. Man konnte insgesamt über 78 Fächer wählen. Von Holzschnitzerei über Fishing bis hin zu Marketing und Stock Market Trading. In allen Kursen sitzen die Schüler von der 9-12 Klasse gemischt je nach persönlichem Leistungsstand.

Jeder Schüler nimmt dort wo er gut ist einen eher schwierigen Kurs (meistens Accelerated) und wo er schwächer ist, einen einfachen.
Somit hat der GPA ohne das Wissen welche Kurse jemand belegt hat wirklich keine Aussagekraft. Ein sehr guter GPA von 4,0 kann von Hauptschulniveau bis weit über Oberstufenniveau reichen. Man muss immer bedenken das die Schülerschaft ja gemischt (und nicht wie in Deutschen Gymnasien selektiert) ist.

Ich würde somit sehr vorsichtig sein wenn von niedrigen Leistungsniveaus an amerikanischen High Schools gesprochen wird. Diese mögen zwar im Schnitt etwas geringer sein als im Vergleich zu deutschen Gymnasien (zum Glück schicken wir keine Hauptschüler zum Austausch, sondern nur gute Gymnasiasten aus netten Familien) aber ich kann euch versichern das die TOP 20 an meiner High School besser als 99% aller 1,0 Gymnasiasten gewesen währe (19 davon waren National Merit Finalists).


Zuletzt bearbeitet von Foerster am 08 Mai 2008 - 17:53:45, insgesamt einmal bearbeitet
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