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Bucerius Law School in Hamburg
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Bucerius Law School in Hamburg
 
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petz9
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Anmeldungsdatum: 21.10.2007
Beiträge: 118

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 13:42:19    Titel: Re: Wo ist das Problem?

Legal_Eagle hat folgendes geschrieben:
Leute, Leute.



Wir machen am Ende alle das gleiche Staatsexamen, und jeder über 9 Pkt. hat was zu feiern, wenn man einem Spiegel-Artikel glauben darf. Und da die Law-School - schenkt man den Berichten Glauben, dass dort kein Straf- oder Öffrecht vernünftig unterrichtet wird, lediglich ein Drittel des Examensstoffes anbietet, dürfte dies den Law-Schoolern nie gelingen und die Schule wird bald dicht machen müssen Wink

Und damit dürfte das Thema dann doch erledigt sein, oder?


und wie erklärst Du Dir dann dass über 80% aller bisherigen Absolventen ein Prädikatsexamen vorweisen konnten? (Durchschnittsnote 2006: 11 Punkte).
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 13:56:48    Titel:

Auch wenn ich ein großer Fan der BLS bin (wäre selbst gerne dort) - dieses Argument ist recht faul. Jemand, der an der BLS genommen wird, hat i.a.R. ein sehr gutes Abitur, die entsprechenden Fähigkeiten und die nötige Motivation. Solche Topleute würden auch nach der Ausbildung an einer staatlichen Universität ein Prädikatsexamen bekommen. Der Unterschied ist weniger das Juristische, als viel mehr das "Nebenbei" (ich sprach es oben schonmal an: Obligatorische Auslandserfahrung, Softskilling bin zum Abwinken, BWL-Bachelor, ferner besuche von Hamburger Anwaltskanzleien bereits in der Erstiwoche, also kontinuierlichen Praxisbezug). Das Drumherum macht den BLS-Absolventen zum BLS-Absolventen, nicht das (mehr oder weniger zwingende) Prädikatsexamen.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 14:01:29    Titel:

Legal_Eagle hat folgendes geschrieben:
Das können die einem nachträglich aberkennen?? Das glaube ich nicht, Tim!
Dennoch würde mich interessieren warum es Strafrechtler an einer Uni, die drei Strafrechtslehrstühle für 400 Leute hat (einen für Wistra, den nichtmal die staatliche Universität in Hamburg hat) schwerer haben als an anderen Unis...



Weil der einzige strafrechtliche Schwerpunkt ein Wistra-Schwerpunkt ist. "Klassisches" Strafrecht gibt es als Schwerpunkt also nicht. Für eingefleischte Strafrechtler ist das schon hart. Auch das klassische Staatsrecht oder die Grundlagen des Rechts fallen hier zugunsten der Wirtschaftsorientierung unter den Tisch. Gegen diese Profilierung ist ja nichts zu sagen, nur sollte nicht der Eindruck erweckt werden, die BLS umfasse all das, was eine staatliche Uni in der Regel anbietet.
petz9
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Anmeldungsdatum: 21.10.2007
Beiträge: 118

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 14:15:31    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Auch wenn ich ein großer Fan der BLS bin (wäre selbst gerne dort) - dieses Argument ist recht faul. Jemand, der an der BLS genommen wird, hat i.a.R. ein sehr gutes Abitur, die entsprechenden Fähigkeiten und die nötige Motivation. Solche Topleute würden auch nach der Ausbildung an einer staatlichen Universität ein Prädikatsexamen bekommen. Der Unterschied ist weniger das Juristische, als viel mehr das "Nebenbei" (ich sprach es oben schonmal an: Obligatorische Auslandserfahrung, Softskilling bin zum Abwinken, BWL-Bachelor, ferner besuche von Hamburger Anwaltskanzleien bereits in der Erstiwoche, also kontinuierlichen Praxisbezug). Das Drumherum macht den BLS-Absolventen zum BLS-Absolventen, nicht das (mehr oder weniger zwingende) Prädikatsexamen.


Ich stimme Dir zu, "Ausschlussprinzip-Jura-Studenten" wird man an der BLS nicht finden, die Studenten dort sind im Schnitt sicher motivierter und wohl auch fähiger (...). Was das "sehr gute Abitur" damit allerdings zu tun haben soll ist mir nicht klar. Ich denke die Abiturnote hat die geringste Aussagekraft über eine mögliche Studiumseignung / möglichen Studiumserfolg überhaupt. Ich selbst habe eine miserable Abiturdurchschnittsnote (ja, ich habe lieber party gemacht, gelernt eigentlich garnicht. Im nachhinein würde ich das anders machen aber hinterher ist man ja immer schlauer) Trotzdem habe ich großen Erfolg in meinem Studium, weil ich mich endlich mit den Dingen beschäftigen kann die mich auch wirklich interessieren.
Die Abiturnote ist meines Erachtens nur ein Indikator dafür wie motiviert jemand war, oberflächlich betrachtete Themen und Sachverhalten stupide wiederzugeben.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 14:49:05    Titel:

petz9 hat folgendes geschrieben:
StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Auch wenn ich ein großer Fan der BLS bin (wäre selbst gerne dort) - dieses Argument ist recht faul. Jemand, der an der BLS genommen wird, hat i.a.R. ein sehr gutes Abitur, die entsprechenden Fähigkeiten und die nötige Motivation. Solche Topleute würden auch nach der Ausbildung an einer staatlichen Universität ein Prädikatsexamen bekommen. Der Unterschied ist weniger das Juristische, als viel mehr das "Nebenbei" (ich sprach es oben schonmal an: Obligatorische Auslandserfahrung, Softskilling bin zum Abwinken, BWL-Bachelor, ferner besuche von Hamburger Anwaltskanzleien bereits in der Erstiwoche, also kontinuierlichen Praxisbezug). Das Drumherum macht den BLS-Absolventen zum BLS-Absolventen, nicht das (mehr oder weniger zwingende) Prädikatsexamen.


Ich stimme Dir zu, "Ausschlussprinzip-Jura-Studenten" wird man an der BLS nicht finden, die Studenten dort sind im Schnitt sicher motivierter und wohl auch fähiger (...). Was das "sehr gute Abitur" damit allerdings zu tun haben soll ist mir nicht klar. Ich denke die Abiturnote hat die geringste Aussagekraft über eine mögliche Studiumseignung / möglichen Studiumserfolg überhaupt. Ich selbst habe eine miserable Abiturdurchschnittsnote (ja, ich habe lieber party gemacht, gelernt eigentlich garnicht. Im nachhinein würde ich das anders machen aber hinterher ist man ja immer schlauer) Trotzdem habe ich großen Erfolg in meinem Studium, weil ich mich endlich mit den Dingen beschäftigen kann die mich auch wirklich interessieren.
Die Abiturnote ist meines Erachtens nur ein Indikator dafür wie motiviert jemand war, oberflächlich betrachtete Themen und Sachverhalten stupide wiederzugeben.


Es besteht durchaus eine gewisse Korrelation zwischen Abitur- und Examensnote. Anhand der Abiturnote kann man - zwar nur sehr grob, aber immerhin - im Regelfall intellektuelles Potenzial und Fleiß ablesen. Dass es da einige Ausreißer nach oben oder unten gibt, ist klar, aber der Abischnitt ist ein einigermaßen belastbares Kriterium, insbesondere wenn man nach Land und Schulform gewichtet, denn dass ein sächsisches Gymnasium ein anderes Abitur als die niedersächsische Gesamtschule vergibt, pfeifen ja die Spatzen von den Dächern.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 14:50:16    Titel:

Klaro, der Abischnitt ist Schall und Rauch und eher Mittel zum Zweck. Deshalb hat die BLS ja so ein hartes Auswahlverfahren. Wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass da keine Gurken sitzen, sondern wirklich in jeder Hinsicht hervorragende Leute.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 14:52:19    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Klaro, der Abischnitt ist Schall und Rauch und eher Mittel zum Zweck. Deshalb hat die BLS ja so ein hartes Auswahlverfahren. Wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass da keine Gurken sitzen, sondern wirklich in jeder Hinsicht hervorragende Leute.


In jeder Hinsicht? Naja, darüber kann man streiten. Ich jedenfalls bin froh, dass ich an einer staatlichen Uni bin und mir nicht von meiner Uni den Hintern pudern lassen muss.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 14:56:47    Titel:

Ja, ich würde schon sagen in jeder Hinsicht. Wer nicht sozial engagiert ist, hat wenigstens den Mumm, der Auswahlkommission was vorlügen. Hart ist das Leben. Very Happy

Zitat:
(...) Ich jedenfalls bin froh, dass ich an einer staatlichen Uni bin und mir nicht von meiner Uni den Hintern pudern lassen muss.

Sicherlich, ist Geschmacksache. Die BLS hat eben mit einer Universität im Wortsinn nichts zu tun, sondern sie ist eben wirklich eine Schule. Nicht Jedermanns Sache.
FU
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Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 116

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 15:26:56    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Der Unterschied ist weniger das Juristische, als viel mehr das "Nebenbei" (ich sprach es oben schonmal an: Obligatorische Auslandserfahrung, Softskilling bin zum Abwinken, BWL-Bachelor, ferner besuche von Hamburger Anwaltskanzleien bereits in der Erstiwoche, also kontinuierlichen Praxisbezug). Das Drumherum macht den BLS-Absolventen zum BLS-Absolventen, nicht das (mehr oder weniger zwingende) Prädikatsexamen.


Da kann ich die Kritik der anderen Beiträge aber nachvollziehen. Wenn der Unterschied hauptschlich beim "Nebenbei" liegt, dann würde dies bedeuten, der Vorteil der BLS liege in der Tat allein im "Händchenhalten". Denn die ganzen Softskills, die Du angesprochen hast, stehen doch jedem anderen Studenten ebenso frei. Für ein Auslandssemster muss ich nicht an der BLS immatrikuliert sein. Sprachkurse gibts an den Unis auch zum um Abwinken. Große Kanzleien gibts nicht nur in Hamburg und mit Engagement und guten Leistungen kommst Du auch als nicht BLS-Student in große Kanzleien (im Rahmen der Pflichtpraktika z.B.).
Mag sein das die BLS mehr als öfftl. Unis dahinter ist und ihre Studenten zu den Maßnahmen zwingt, für ambitionierte Studenten muss DASS jedoch kein Vorteil sein, denn die können auch ohne Babysitter für einen guten Lebenslauf sorgen.

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Sicherlich, ist Geschmacksache. (...) Nicht Jedermanns Sache.


Das ist doch das Entscheidende!! Da gebe ich Dir zu 100% recht. Man sollte die Studenten der BLS beglückwünschen, dass sie auf einer sicherlich sehr guten Schule unter sehr guten Bedingungen studieren.

Jedoch sollten auch BLS-Studenten erkennen, dass Abseits ihrer Schule gute und manchmal auf sehr gute Juristen ausgebildet werden. Und das die eine öfftl. Uni gewählt haben, weil auch diese Vorteile gegenüber der BLS haben kann. Was ich damit sagen will: Die BLS ist nicht die einzige Wahrheit, um ein gutes Examen zu schreiben.

Wer die Voraussetzungen erfüllt und sicher sein möchte, dass seine Begabungen produktiv gelenkt und gefördert werden, ist mit der BLS sicherlich gut beraten.

Wer ein wirklich ambitionierter, konsequenter und nicht gänzlich unbegabter Student ist, kann das aber auch an einer öfftl. Uni schaffen. Und dabei evtl. in den Genuss anderer Vorteile kommen.


Zuletzt bearbeitet von FU am 04 Nov 2007 - 15:29:18, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2007 - 15:29:09    Titel:

StR-Tobi hat folgendes geschrieben:
Ja, ich würde schon sagen in jeder Hinsicht. Wer nicht sozial engagiert ist, hat wenigstens den Mumm, der Auswahlkommission was vorlügen. Hart ist das Leben. Very Happy

Zitat:
(...) Ich jedenfalls bin froh, dass ich an einer staatlichen Uni bin und mir nicht von meiner Uni den Hintern pudern lassen muss.

Sicherlich, ist Geschmacksache. Die BLS hat eben mit einer Universität im Wortsinn nichts zu tun, sondern sie ist eben wirklich eine Schule. Nicht Jedermanns Sache.


Jo, 13 Jahre Schule haben mir gereicht. Ich studier jetzt lieber.
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