Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Gensonden und genetische Herstellung von Insulin
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Abi-Forum -> Gensonden und genetische Herstellung von Insulin
 
Autor Nachricht
theperfection
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 13:10:13    Titel: Gensonden und genetische Herstellung von Insulin

hallo ihr alle!

Ich habe probleme mit dem thema gensonden und die genetische Herstellung von Insulin! Kann mir das bitte mal jedand eklären oder mir etwas dazu schicken Lisa.Schoen@gmx.de

Das wäre echt super nett!

Also wünsche allen nächsten samstag oder wann auch immer viel Glüüüccckkk!
iki87
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beiträge: 162

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 13:16:54    Titel:

also ich hab mir dazu das folgende aufgewchrieben und gelernt...
Verfahrensschritte der gentechnischen Herstellung von Insulin:
Insulin:
Insulin ist ein für Menschen und alle Tiere lebenswichtiges Hormon, das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich nur in den so genannten Langerhansschen Inseln. Die Hauptfunktion des Insulins ist die Regulation der Konzentration von Traubenzucker (Glukose) im Blut. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme kohlenhydratreicher Nahrung an. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet (sezerniert). Das Hormon erreicht über das Blut alle Körperzellen, hat aber in Abhängigkeit von der Zellart unterschiedliche Wirkungen. Für die Regulation der Blutzuckerkonzentration stehen vor allem die Wirkungen auf die Leber- und Muskelzellen im Vordergrund. Einerseits wird durch den Insulineinfluss mehr Glukose in das Zellinnere aufgenommen und in Form von Glykogen gespeichert, andererseits wird die Glukose in den Zellen abgebaut und in Energie umgewandelt (siehe Glykolyse). Beide Mechanismen bewirken, dass die Blutglukosekonzentration sinkt. Darüber hinaus hat Insulin weitere wichtige Wirkungen, z.B. auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Die Blutglukosekonzentration wird auch durch andere Hormone reguliert, z.B. Glukagon, Adrenalin, Kortison und Schilddrüsenhormone. Sie alle erhöhen den Blutzuckerspiegel im Blut. Von den genannten Hormonen ist Glukagon aber das einzige, dass in Abhängigkeit von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet wird, sodass man es als den direkten Gegenspieler vom Insulin bezeichnen kann.
Insulin ist das einzige Hormon, das in der Lage ist den Blutzuckerspiegel zu senken. Wird vom Körper zu wenig Insulin produziert oder kann er nicht adäquat darauf reagieren, so entsteht Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
Herstellung:
Der Gentechniker nimmt dazu menschliche Zellen und isoliert daraus das gesamte Erbmaterial (DNS). Mit den geeigneten Restriktionsenzymen trennen sie das Insulin-Gen aus der DNS heraus. Dieses muss anschließend in ein Bakterium eingeschleust werden. Dies geschieht mit Hilfe so genannter Plasmide. Das sind kleine ringförmige DNS-Stücke, welche in Bakterien vorkommen. Die Bakterien sind nicht in der Lage, Lactose abzubauen. Deshalb wird in das Plasmid das Lactose-Operon eingebaut, in das als Stukturgen das Insulingen integriert ist. Lactose wirkt in diesem Fall nur als Induktur und es wird Insulin produziert statt Lactose gespalten. Ein solches Plasmid wird mit denselben Restriktionsenzymen ebenfalls an einer bestimmten Stelle aufgetrennt und mit dem menschlichen Insulin-Gen in ein Röhrchen gegeben. Die Zugabe von Ligasen bewirkt, dass das Insulin-Gen in das Plasmid eingefügt wird. Danach muss das neu kombinierte Plasmid zurück ins Bakterium geschleust werden, wo es vermehrt wird. Ist die Übertragung geglückt, produziert dieses Bakterium sowie jede einzelne seiner Nachkommenzellen fortan menschliches Insulin-Protein. Das Schneiden der Kette und die Herstellung der Form der Doppelkette finden außerhalb des Bakteriums statt, das diese die speziellen Enzyme für diesen Vorgang nicht besitzen. Um große Mengen produzieren zu können, geschieht die Vermehrung der Bakterien in großen Behältern, so genannten Fermentern. In diversen Reinigungsschritten wird dann das Insulin von allen anderen Proteinen und Zellkomponenten getrennt, welche sich ebenfalls im Inneren des Bakteriums befinden. Nach mehreren Reinigungsschritten ist das Insulin dann so sauber, dass es als Medikament für Zuckerkranke verwendet werden kann.
Herstellung und Anwendungsbereich von Gensonden:
Um ein bestimmtes Gen in Bakterienklonen mit Hybridvektoren aufzufinden, muss man zumindest einen kleinen Teil der Aminosäursequenz des Genproduktes kennen. Man synthetisiert unter Berücksichtigung des genetischen Codes einstränige, radioaktiv markierte DNA-Stücke mit definierter Basensequenz. Diese bezeichnet man als Gen-Sonde Mit einer Gensonde kann man Kolonien von Bakterien mit Vektoren identifizieren, die ein Fred-DNA-Fragment mit einem zur Sonde komplementären DNA-Abschnitt erhalten. Zur Klonidentifizierung lässt man Bakterien in rekombinanten DNA auf einem Nährboden wachsen und überträgt das Koloniemuster auf eine Folie. Auf dieser lysiert man die Bakterien mit NaOH-Lösung und denaturiert, d.h. zerlegt die freigesetzt DNA in Einzelstränge. Die hinzugefügten, radioaktiven markierten Sonden-DNA hybridisiert mit einem komplementären DNA-Abschnitt. Dadurch kann das gesuchte Gen vervielfältigt werden.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Abi-Forum -> Gensonden und genetische Herstellung von Insulin
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum