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§222 StGB vs. §§ 212, 211, 13 StGB
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lisgo2000
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Anmeldungsdatum: 14.04.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 16:52:19    Titel: §222 StGB vs. §§ 212, 211, 13 StGB

Hallo Leute,

ich suche nach Fällen, wo man zw. fahrlässiget Tötung und Mord durch Unterlassen abgrenzen soll. Bis jetzt fällt mir nur ein Fall ein:

A fährt mit seinem Auto die Straße entlang. Während er sich eine Zigarette anzünden möchte, bemerkt er den vor sich fahrenden Radfahrer R nicht und erfasst ihn so sehr, dass dieser mit starken Verletzungen auf der Straße liegen bleibt.
A steigt aus und macht sich sofort nach dem ihm klar geworden ist, dass R infolge seiner Verletzungen sterben wird, aus dem Staub.

Habt ihr vielleicht ein Paar Fälle für mich, wo ich die Abgrenzung zwischen den beiden Delikten üben könnte???

Mein Dank sei euch gewiss!
Netjerduai
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 228

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 17:20:37    Titel:

Die 20- jährige kletterunerfahrene X begibt sich mit ihrem erfahrenen Kletterlehrer K zum ersten Mal auf Tour.
K wählt eine ziemlich schwierige weit entlegene Region aus, bei der es häufiger zu Abstürzen von unerfahrenen Kletterern kommt. Eine Hilfe von ausserhalb ist meist nicht möglich.
X rutscht an einer Gletscherspalte ab und stürzt in die Tiefe. Ihr Rettungsseil hält sie schwer verletzt fest.
Blut rinnt aus Mund und Nase.
K selbst könnte sich zu X abseilen und sie retten, indem er sie an die Spitze des Berges bringt, was unter erheblichem Kraftaufwand seitens des K möglich wäre.
K selbst denkt allerdings nicht daran. Er findet, dass K schon so gut wie tot aussieht und er will seine Kräfte sparen für die Tour, die am nächsten Morgen stattfindet.
Ein Verlust mehr oder weniger, was ist das schon ?!

__________________


Der kleine Bruder A des B sind mal wieder allein. B konsumiert häufig Drogen und hat "immer etwas dabei". A macht dem Bruder B alles nach.
B lässt einmal seine Drogen offen auf dem Tisch liegen.
A nimmt sich von den Drogen etwas. Dabei nimmt er eine so hohe Dosis, dass er in einen komatösen Zustand verfällt und nur Fachkräfte ihm helfen können.
Als B zurück in den Raum kommt, sieht er A da liegen. Er fühlt noch Puls und weiß, dass er seinem Bruder noch helfen kann.
Allerdings hat er Angst vor der Strafe, die ihn wegen illegalen Drogenbesitzes erwarten wird und er verduftet.



Ich hoffe, das sind so Fälle... irgendwie nicht einfach etwas selbst zu erfinden???!!!
lisgo2000
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Anmeldungsdatum: 14.04.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 18:23:53    Titel:

Danke, @Netjerduai!

Du hast Recht, es ist ncht ganz einfach, sich solche Abgrenzungsfälle aus den Haaren herbeizuziehen...

Ich habe bis jetzt keinen Fall ausdenken können, wo man als Autofahrer Totschlag ( bzw. Mord) durch Unterlassung begehen kann, ohne dass man tateinheitlich fahllässige Tötung begeht????? Vielleicht stehe ich nur auf dem Schlauch...

ciao
Netjerduai
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 228

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 - 10:05:43    Titel:

Nunja.. als Autofahrer:


A rast mit überhöhter Geschwindigkeit durch B-stadt. Fußgänger F betritt die Straße und wird von A erfasst.
Wäre er langsamer gefahren, hätte er bremsen können, bzw wäre er nicht zur Zeit am Unfallort gewesen.
Durch den Unfall wird F schwer verletzt.
A steigt aus und begutachtet den F. Allerdings erreicht ihn da ein dringender Anruf den er unbedingt annehmen möchte und so nicht rechtzeitig den Krankenwagen rufen kann, sodass F noch auf dem Weg ins Krankenhaus verstirbt!
lisgo2000
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Anmeldungsdatum: 14.04.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 20:40:58    Titel:

ein interessanter Fall. Wenn ich heute nich Zeit habe, werde ich den mal prüfen, wobei ich jetzt schon erkenne, dass ich viel Mühe haben werde, niedrige Beweggründe zu begründen. Laughing

Danke für deine Mühe!
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