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Schlanker Staat
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Freiheitlich
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Anmeldungsdatum: 18.02.2007
Beiträge: 156

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 18:59:39    Titel: Schlanker Staat

Hallo

wie steht ihr eigentlich zum Thema schlanker Staat? Wäre es eine Möglichkeit für Deutschland?

http://www.foerderverein-insm.de/Downloads/PDF_-_Dateien/Publikationen_Kostenlose_Downloads/St_u_Fn_Themenheft4.pdf
PatrickHH
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Anmeldungsdatum: 25.01.2007
Beiträge: 1573
Wohnort: Norderstedt

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 19:14:47    Titel:

Klar, aber sensible Dinge wie Bildung, Gefängnisse, Polizei und Bundeswehr sollten schon in Staatshand bleiben.
questionable_content
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Anmeldungsdatum: 10.05.2006
Beiträge: 3934

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 21:02:49    Titel:

Eine Gesellschaft mit so wenig staatlichen Eingriffen wie möglich, ist auf jeden Fall wünschenswert. Allerdings werden weder die Beamten noch die elitären Pappnasen freiwillig auf ihre Macht verzichten. Deshalb wird der Staat ein aufgeblähtes Monstrum, das wirklich jeden Furz zu reglementieren versucht, bleiben.
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 21:12:27    Titel: Re: Schlanker Staat

Freiheitlich hat folgendes geschrieben:
Hallo

wie steht ihr eigentlich zum Thema schlanker Staat? Wäre es eine Möglichkeit für Deutschland?

http://www.foerderverein-insm.de/Downloads/PDF_-_Dateien/Publikationen_Kostenlose_Downloads/St_u_Fn_Themenheft4.pdf


Das kommt darauf an, was man unter „schlankem Staat“ genau versteht. Und für was konkret er eine Möglichkeit sein soll.

Für die Konzerneliten die Metallarbeitgeber und ihre Lobbyorganisation „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM), die das von dir verlinkte Dokument publiziert, ist ein schlanker Staat in erster Linie ein willfähriger Kollaborateur für die Förderung von Wirtschaftswillkür und den Abbau von Arbeitnehmer- und Bürgerrechten.
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 23:56:30    Titel:

Zitat:

Für die Konzerneliten die Metallarbeitgeber und ihre Lobbyorganisation „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM), die das von dir verlinkte Dokument publiziert, ist ein schlanker Staat in erster Linie ein willfähriger Kollaborateur für die Förderung von Wirtschaftswillkür und den Abbau von Arbeitnehmer- und Bürgerrechten.


eben. Die INSM will einen Staat zu ihrem Vorteil, sonst nichts.
*Ironie an*
Am besten wie in China, wenn ein Flugplatz gebaut werden soll, dann werden eben Leute, die da wohnen zwangsenteignet, wer den Mund auf macht wird verhaftet.
Die Arbeiter schufften 14 Stunden am Tag, Sozialversicherung ist ein Fremdwort, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung an der Tagesordnung.

Klar, weil Arbeitsschutz, Umweltschutz, Sozialversicherung ist doch alles unnötige Bürokratie, die niemand braucht außer irgendwelche Beamte als Daseinsberechtigung.

*Ironie aus *

natürlich gibt es in Deutschland viel Bürokratie, aber so einen schlanken Staat, wie es die INSM will, wäre nicht gut für uns, sondern nur gut für die Mitglieder der INSM.

Und Übrigens : Die INSM sagt z.b., sie wollen wieder mehr von Ludwig Erhards Politik in unserem Land.
Damals hatten wir statt 42 % Spitzensteuersatz ganze 56 % Spitzensteuersatz und es gab noch eine Vermögenssteuer.

Bin gespannt, ob die vom INSM auch das wollen.
stechus kaktus
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 - 19:13:27    Titel:

Ich weis nicht ob man einfach sagen kann (beziehe mich auf kein Vorredner, sondern auf das was man so immer hört) dass ein schlanker Staat nur etwas für Reiche ist. Das hat doch alles schon sehr ungesunde Ausmaße angenommen, wir subventionieren Obstweinbrände-Hersteller *Populismus an* die sowieso 2 Häuser und ihren 7ner haben, da sie ja „arme Bauern“ sind *Populismus aus* (der weniger Populismus ist als man glaubt)
Ich bin mir sicher dass es eher so ist, dass der dicke Staat uns arm macht.

Wir haben doch Ämter für jeden Misst und Vorschriften wie man sich den Popo abwischt, andere Staaten sich nicht unbedingt gleich im Chaos wenn etwas weniger geregelt wird und soviel Menschen für den Staat arbeiten. Die ganzen öffentlich-rechtlichen Träger könnte man locker halbieren.

Habt ihr schon versucht Menschen aus anderen Ländern zu erklären dass es ein Amt für Ordnung gibt? Das Ordnungsamt.
Wer darin nichts Absurdes sieht, der ist schon zu tief in der selbstverständlichen "Logik" der dt. Regelwut versunken.

Wenn sich der Müll auf der Strasse stapelt dann kommt eben die Polizei, aber ich brauche keine Späher des Ordnungsamtes die beim Falschparken ohne Behinderung, Nachts im Industriegebiet so tun als wären sie notwendig - als Synonym für Übertriebenes.

Es gibt so eine Regel, dass der Staat Mittel dort abschöpft wo sie produktiv und mit Rendite vermehrt würden um sie dann ohne diesen Anspruch auszugeben, das ist zwar sehr vereinfacht und man muss sich sicher den Einzellfall anschauen, aber es ist etwas dran.

Ich fordere jetzt nicht gleich privatisierte Polizei etc., will nur anmerken dass man nicht so tun kann, als ob irgendwelche Privatisierungsbestrebungen (meist in Teilbereichen) solcher so, wie soll man sagen, hochheitlicher Aufgaben dann vom dahergelaufenen Typ übernommen werden, der sich dann aufspielt und der Staat weniger seriös wird… Das ist dann keine ehrliche Diskussion mehr. Wenn jemand Regelungen unterliegt, dann kann es auch funktionieren, indem ihn der Lohn dafür gezahlt wird, er im Fall des Fehlverhaltens bestraft/entlassen wird, auch ohne 2500€ Pension zu zahlen. Durch ein „ich schwöre hiermit“ und extra Zugaben, muss es nicht besser im Arbeitsergebnis sein.


Zuletzt bearbeitet von stechus kaktus am 15 Apr 2007 - 19:58:11, insgesamt einmal bearbeitet
anagrama
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Anmeldungsdatum: 01.03.2007
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 - 19:39:19    Titel:

Es macht spaß zu lesen, was hier geschrieben wird. Ebenso viel spaß zu erkennen, wie hier Tatsachen verdreht werden.
War ist das die Politik des Staates derzeit nicht dem Großteil der Bürger zu Gute kommt. Im Gegenteil die Interessen des Souveräns werden immer weniger wahrgenommen. Die Repräsentanten (Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung) stellen sich nicht mehr in den Dienst der Wähler und ihrer Mandate.
Man kann nicht leugnen, dass Entscheidungen auf nationaler und lokaler Ebene immer häufiger populistisch und zugleich eigen-dienlich sind. Die Wirtschaft kontrolliert bereits die Regierung, Lobbyarbeit bestimmt das tägliche Geschäft und somit auch das Abstimmungsverhalten der Repräsentaten. Dabei ist Lobby-Arbeit nicht immer ein Checkbuch, verdrehte Argumente, wie in der Datei der IFNM sind auch eine beliebte Waffe.
Wenn man der Argumentation folgt und nun zu dem Schluss kommt, dass der Staat am besten ein Großteil seiner Kompetenzen gleich in Wirtschaftshand abgibt, ist verblendet und durchblickt den Themenkomplex bei weitem nicht. Der Wirtschaftsliberalismus hat bis dato keine Wohlstandssteigerung gebracht (diese wird auch in der Zukunft ausbleiben) im Gegenteil, das Leistungsprinzip (der Name tut dem Apparat keine Rechenschaft) setzt sich durch. Vorstände und Manager verdienen sich satt, Arbeiter werden immer mehr in die Arbeitslosigkeit und Frührente gedrängt. Linke Parolen sagt der FAZ Leser, inzwischen die Realität.
Deutschland verzeichnet einen Wirtschaftsboom. Die "normalen" Bürger merken davon lediglich nichts..
stechus kaktus
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 - 19:56:57    Titel:

Da hier einige Sätze geschrieben wurden und zwar nicht immer mit äquivalenten Inhalten zum Vorredner, wäre es hilfreich für die Diskussion zu erfahren wer an welcher Stelle Deiner Meinung nach, wie die " Tatsachen verdreht" hat.
Pauker
Moderator
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 - 20:56:36    Titel:

anagrama hat folgendes geschrieben:

Deutschland verzeichnet einen Wirtschaftsboom. Die "normalen" Bürger merken davon lediglich nichts..


Doch. Meine Schüler finden wieder Ausbildungsplätze. Die Vollzeitschulen leeren sich.

Gruß
Pauker
stechus kaktus
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 - 21:24:56    Titel:

Auch gut gesagt, er meint eher dass der verfluchte Kapitalismus nicht funktioniert, da der Lohn nicht einer Gewinnbeteiligung beim Erfolgsfall und einer Lohnfortzahlung selbst im Verlustfall gleicht. Eine "echte" Beteiligung will doch keiner, denn es hiesse auch Beteiligung am Verlust und müsste so oder so erkauft werden - für manche ist der Beginn der Arbeit, einer erkauften Beteiligung am Eigentum anderer gleich.
Es ist auch kaum jemand der Meinung dass vereinbarte Konditionen gelten, lieber kurz danach neue Ansprüche erpressen die erst recht zustehen wenn einer Gewinne macht, denn die reizen doch. Stolz hat man wenn es um Fressnapf geht nicht.

Es ist schon evtl. legitim nach neuen Entlohnungsmodellen zu suchen, aber dennoch eine wertefrei ausgedrückt: subjektive Logik, die Entlohnung mit Gewinnbeteiligung zu verwechseln.


Aber ich kenne das, diese Art ist so konsequent wie es die anderen betrifft, leistet man paar Überstunden und soll mehr Lohn kriegen, welcher von der progressiven Steuer angegriffen wird, ist man nicht mehr der Meinung dass „mehr haben“ auch „mehr wegnehmen„ legitimiert, obwohl man das noch kurz zuvor für andere meinte bestimmen zu müssen. Daran kann man schnell erkennen wie richtig die Ausgangsmeinung da nur sein kann.
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