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jurastudium noch lohnenswert?
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Herr Dr. Alexander Körbel
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Anmeldungsdatum: 18.02.2007
Beiträge: 108

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 19:40:19    Titel:

Muss man da wirklich gut in Mathe sein?
BostonLegal
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 20:01:55    Titel:

Na gut, dann bringe ich mich eben doch noch zum allgemeinen Erkenntnisgewinn in diesen Thread ein, vllt. habe ich Exelmes' Frage ja auch einfach falsch gewertet. Für mich klang sie einfach sehr stark nach unüberlegter, Hauptsache viel Geld bringender Karrierewahl. Schlagt mich, wenn ich mich irre... Confused

Also...

... in Mathe muss man eigentlich nicht gut sein. Es heißt zwar immer, dass Mathe das logische Denken schult, aber ich bin eigentlich auch als absoluter "Mathe-Loser" recht gut und zügig durch's Studium gekommen. Was allerdings stimmt, ist, dass man teilweise sehr komplizierte und unübersichtliche Sachverhalte analysieren und strukurieren muss, um sie anschließend - wie die gute Marina bereits sagte - in einem umfassenden Rechtsgutachten einer brauchbaren Lösung zuzuführen.
In diesem Sinne ist es zweifellos von Vorteil über eine gewisse logische Denkweise zu verfügen, allerdings halte ich das mathematische Denken für übertrieben, denn juristische Sachverhalte sind immer an konkret existierende Tatbestände geknüpft und nicht vollkommen losgelöst jedweder Realität, was das Fach ja insgesamt auch so spannend macht.

Ach ja, du solltest schon über ein gutes Ausdrucksvermögen im Bereich der deutschen Sprache verfügen, denn es gibt nichts schlimmeres als Korrektoren (diejenigen, die deine Klausuren berichtigen) mit abgedroschener Stichpunktsprache zu langweilen.

Bevor ich noch was falsches zu Exelmes' Zukunftsplänen sage...ich bin dann mal weg. Cool
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 20:54:22    Titel:

Gut gerettet Very Happy
Exelmes
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 772

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 23:33:00    Titel:

natürlich geht es ums geld, um was sonst? ich würde gerne gar nichts studieren, nur zu hause rumhocken, kuchen in mich hineinfressen und den ganzen tag pc spielen und party machen!

aber von irgendetwas muss man ja leben! ALSO ist die bildung die wichtigste investition. und da frage ich mich, ob juristen viel verdienen und schnell einen arbeitsplatz finden! denn irgendwo muss man sich ja überlegen, ob es sich LOHNT das studienfach zu studieren.

natürlich ist das interesse auch wichtig, aber man kann nicht alles haben. die lehrerin meint, dass ich über eine sehr exakte begriffswahl verfüge, aber ich bekomme schwierigkeiten, wenn ich texte sinnvoll und struckturiert gliedern muss. da fehlt mir schlicht die zeit z.b. in einer klausur und das zieht meine wertung runter. weil mir fällt ein argument ein, dann ein argument zum nächsten thema und dann wieder ein argument zum ersten thema und immer so weiter und was soll man machen? es ist einfach zum verzweifeln!

außerdem finde ich es irgendwie lustig, BostonLegal, dass du dich so über fremde beiträge ärgerst? ich meine, hast du den ganzen tag nichts besseres zu tun? Very Happy - sry, aber das musste irgendwie raus Very Happy
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 23:52:48    Titel:

Exelmes hat folgendes geschrieben:
natürlich geht es ums geld, um was sonst? ich würde gerne gar nichts studieren, nur zu hause rumhocken, kuchen in mich hineinfressen und den ganzen tag pc spielen und party machen!

aber von irgendetwas muss man ja leben! ALSO ist die bildung die wichtigste investition. und da frage ich mich, ob juristen viel verdienen und schnell einen arbeitsplatz finden! denn irgendwo muss man sich ja überlegen, ob es sich LOHNT das studienfach zu studieren. (...)

Ich finde die Frage wichtig und richtig. Und ich sage meine: Um Jura erfolgreich studieren zu können, muss man Überzeugungstäter sein. Klar kann man vor Studienbeginn nicht genau wissen, ob sich eine gewisse Juraeuphorie auch im entsprechenden Eifer materialisiert. Aber ich würde mich auf dieses Wagnis nur einlassen, wenn bei mir wirklich das Interesse im Vordergrund steht oder wenn ich aus Erfahrung weiß, dass mir Selbstdisziplin generell keine großen Probleme bereitet. Von daher kann ich nur jedem davon abraten, "einfach mal so" Jura zu studieren. Dafür stehen Einsatzerfordernis und Arbeitsmarktchancen einfach in einem viel zu unausgewogenen Verhältnis.

Kurz gesagt: Wenn du irgendwas anderes auch spannend findest und die entsprechenden Qualifikationen mitbringst, studier lieber das. Die Chance, mit Jura durchzustarten, stehen vergleichsweise schlecht. Da kommt man mit anderen Studiengängen erheblich einfacher und schneller zum Ziel...
Exelmes
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 772

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 23:59:18    Titel:

selbstdisziplin ist in allen studienfächer mein hauptproblem. ich habe keine REINE leidenschaft. z.b. bin ich nicht NUR mathematiker oder nicht NUR biologie. mich interessiert von allem ein bisschen und zu viel details muss ich auch nicht wissen. aber das nur nebenbei.

aber genau solche beiträge möchte ich lesen. einschätzungen von juristen. in jura sehe ich ein mittel über meine rechte, pflichten und mächte bescheid zu wissen. sowas braucht man einfach im leben, daher reizt es mich schon ein wenig für jura. aber ich habe eine bekanntin die findet noch immer keinen arbeitsplatz in deutschland, hat sogar schon promoviert, geht aber ins ausland.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2007 - 07:10:59    Titel:

Ohje, also, wenn du in Jura keine Selbstdisziplin hast... das ist wirklich gar nicht gut. Und Durchhaltevermögen brauchst du, denn bei den allermeisten läuft es nicht immer gut...

Im Übrigen stimme ich Tobi zu. Um Erfolg zu haben, muss man "Überzeugungstäter" sein, denn nur dann hat man Spaß. Und nur wenn man Spaß hat, hat man Erfolg. Und eins kann man auch jetzt schonmal sagen: Du musst bereit sein, viel zu lernen (und das kann man auch wiederum nur dann, wenn es einem Spaß macht). Auch wenn einige was anderes sagen, in Jura reicht es nicht, wenn man ein paar Stunden am Tag was nacharbeitet. Ich bin von morgens bis abends dabei... im Semester meist jeden Tag. Das ist in anderen Studienfächer schon anders. Und darüber sollte man sich vorher schon klar sein. Allein die Tatsache, dass man denkt, mit Recht kann man immer was anfangen oder so, das bringt dir im Studium recht wenig.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2007 - 07:24:06    Titel:

Exelmes hat folgendes geschrieben:

natürlich ist das interesse auch wichtig, aber man kann nicht alles haben. die lehrerin meint, dass ich über eine sehr exakte begriffswahl verfüge, aber ich bekomme schwierigkeiten, wenn ich texte sinnvoll und struckturiert gliedern muss. da fehlt mir schlicht die zeit z.b. in einer klausur und das zieht meine wertung runter. weil mir fällt ein argument ein, dann ein argument zum nächsten thema und dann wieder ein argument zum ersten thema und immer so weiter und was soll man machen? es ist einfach zum verzweifeln!


Exakte Begriffswahl ist eine gute Voraussetzung, die fehlende Strukturiertheit ist aber wesentlich wichtiger - viel mehr noch als in der Schule! Wie gesagt, das kann man lernen, wenn man es unbedingt will! Aber wenn man nur mal "reinschnuppert", um zu gucken, ob es einem gefällt und dabei schon weiß, dass es mit Formalitäten (und der Selbstdisziplin) schwierig werden könnte, dann würde ich auch eher was anderes anfangen. Es gibt viel zu viele, die "einfach mal so" anfangen. Aber du informierst dich hier, was ich schonmal gut finde. In Jura ist das Formale sehr wichtig und ZUSÄTZLICH musst du noch sehr schnell denken und eben diese Gedanken in Worte fassen. Du hast in einer Klausur meist 2 h Zeit und JEDER gerät da in Zeitnot. Da muss der Rest (also das Formale) nach einer gewissen Zeit schon so kommen...
Lord Pride
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Anmeldungsdatum: 04.08.2005
Beiträge: 221
Wohnort: Bei Frankfurt/Main

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2007 - 15:57:05    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Ohje, also, wenn du in Jura keine Selbstdisziplin hast... das ist wirklich gar nicht gut. Und Durchhaltevermögen brauchst du, denn bei den allermeisten läuft es nicht immer gut...

Im Übrigen stimme ich Tobi zu. Um Erfolg zu haben, muss man "Überzeugungstäter" sein, denn nur dann hat man Spaß. Und nur wenn man Spaß hat, hat man Erfolg. Und eins kann man auch jetzt schonmal sagen: Du musst bereit sein, viel zu lernen (und das kann man auch wiederum nur dann, wenn es einem Spaß macht). Auch wenn einige was anderes sagen, in Jura reicht es nicht, wenn man ein paar Stunden am Tag was nacharbeitet. Ich bin von morgens bis abends dabei... im Semester meist jeden Tag. Das ist in anderen Studienfächer schon anders. Und darüber sollte man sich vorher schon klar sein. Allein die Tatsache, dass man denkt, mit Recht kann man immer was anfangen oder so, das bringt dir im Studium recht wenig.



Dann bin ich mal wieder einer derer, die "was anderes sagen". Wink Der Lernaufwand hängt von der Person ab. Natürlich ist Jura kein Fach, in dem man einen Tag vor einer Klausur mal kurz (evtl. erstmalig) in die Bücher schaut und dann besteht (wie es in der Schule bisweilen möglich ist). Aber dass man täglich praktisch rund um die Uhr nur über den Büchern sitzen muss ist Unsinn - das magst du so handhaben, andere aber nicht, und die Noten stimmen trotzdem. Ich kenne auch Kommilitonen, die sich kaputtpauken, und dann dennoch durchfallen.

Manchmal bin ich schon froh, dass ich mir Beiträge alà "gib deine Freizeit bei der Immatrikulation mit ab" nicht vor Studienantritt durchgelesen hab, das hätte mich womöglich abgeschreckt.


Wesentlich problamtischer ist es, wenn einem grundlegende Voraussetzungen fehlen, und da seh ich bei Exelmes Schwierigkeiten, wenn er mit Textarbeit schon in der Schule regelmäßig Probleme hat.
BostonLegal
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2007 - 17:32:17    Titel:

Stimme meinem Vorredner zu, der Erfolg hängt ihm Jurastudium ganz entschieden von der eigenen Lernpersönlichkeit ab. Ich kenne auch unzählige, die sich tagtäglich abgeschuftet haben, aber eben auch solche, die ein regelmäßiges, aber "moderates" Lernpensum eingehalten haben und auch damit sehr gut gefahren sind. Ich denke, man kann nicht pauschal sagen, wie viel jeder lernen muss, um das Studium zu bewältigen. Ist individuell sehr verschieden.

@ Exelmes:

Die Sprache ist die Waffe des Juristen.

Bei aller Form und Logik, die einem juristische Klausuren und Hausarbeiten abverlangen (Strukturieren des Sachverhaltes, Erkennen der Anspruchssystematik, Bilden von Argumentationsketten, etc.), sollte man auch über einen überdurchschnittlichen Sprachstil verfügen, denn Juristendeutsch wird - vor allem unter Nicht-Juristen - immer unbeliebter.
Insofern würde ich mir an deiner Stelle noch einmal sehr gut überlegen, ob ich mich für das Studium entscheide, denn mit einem weniger sprach- und argumentations-orientierten Fach wie BWL lässt sich später bestimmt auch Geld verdienen; und du sagtest ja, dass du in erster Linie daran interessiert bist, so oft wie möglich Kuchen zu essen und Computer zu spielen... Smile
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