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jurastudium noch lohnenswert?
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m1c
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Anmeldungsdatum: 02.04.2007
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2007 - 17:59:23    Titel:

und auch ich stimme in dem punkt zu, dass der benötigte lernaufwand, um auf gute ergebnisse zu kommen, von jedem individuel abhängt.

nicht zustimmen kann ich aber, wenn von den problemen im fach deutsch im schulbereich auf eine eignung für das jura-studium geschlossen wird. die juristische ausdrucksweise lässt sich - meines erachtens - relativ leicht und schnell erlernen. und u.a. um dieses zu erlernen, studiert man dieses fach. dazu kommt, dass das, was im fach deutsch an den schulen gelehrt bzw. von den schülern verlangt wird, in meinen augen so gut wie nichts zu tun hat.

hätte mir jemand vor meinem studiumantritt gesagt, man solle gut in deutsch sein. ich hätte es womöglich nicht studiert. bin aber sehr froh, dass ich doch dieses studiumfach gewählt habe und das bis jetzt - ohne mich nun selbst beweihräuchern zu wollen - auch mit gutem erfolg.

viel wichtiger ist, denke ich, dass man analytisch begabt ist etc., was bereits ja weiter oben schon vereinzelt herausgestellt wurde.

allerdings sollte man natürlich schon freude am schreiben haben. auch freude an der sprache. denn das ist ja letztenendes das, um was es sich bei der rechtswissenschaft dreht.

wegen den motiven, die EXELMES bei seiner wahl des studienplatzes verfolgt:
grundsätzlich habe ich nichts dagegen einzuwenden, wenn man etwas nur studiert, um damit später gut kohle zu machen.
ABER wenn man etwas nur deswegen studieren will, dann sollte das mE nicht JURA sein. begründung: die chancen, zu den besten 10% zu gehören, die später mal die "guten" jobs bekommen, die sind eher gering. auch wenn man viel investiert, ist es nicht gesagt, dass man so erfolgreich ist, dass man am ende mit vollen taschen da steht. dafür ist das ausbildungssystem im moment einfach zu unsicher. da gibt es vom "wirkungsgrad" her sicherlich andere, bessere studienfächer. sprich, in denen man mit einer größeren wahrscheinlichkeit auch dann den nämlichen job bekommt, wenn man zuvor viel investiert.
FU
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Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 116

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2007 - 19:59:44    Titel:

Mathe und Deutschnoten in der Schule sind mE kein Indiz für gute Studienleistungen in Jura. Zumindest sind sie kein besserer Indiz als Schulnoten generell. Auf keinen Fall sollte man sich abschrecken lassen vom Studium, wenn man in diesen beiden Fächern in der Schule nicht brilliert. Genauso wenig sollte man sich natürlich in Sicherheit wiegen wenn man ein sehr gut im Mathe und Deutschabi hat.

Für einen Vormittag in die Uni sezten und Vorlesungen anhören finde ich noch unsinniger. Was soll das bringen? 2-3 Vorlesungen sagen doch nichts über das aus, was in Jura erwartet wird oder was man leisten muss. Wenn ich mich ein Vormittag zu den Theologen setze, habe ich doch keine Ahnung wie der ihr Studium abläuft bzw. wie die Anforderungen sind!

Dann schließe ich mich der hier wohl hM an, dass Jura ein schlechter Studiengang ist, wenn man einzig und allein wirtschaftliche Interessen verfolgt. Es ist schon schwer genug, als Student der gute Grundvorraussetzungen mitbringt UND großes Interesse an Jura verspürt, in den Kreis derer zu kommen um den sich die Arbeitgeber mit großem Geldbeutel dann reißen. Da sind sicherlich Studiengänge interessanter, in denen sich nicht ganz so viele Studenten tummeln.

Wäre es mir nur ums Geld gegangen und hätte ich bei mir keinen Interessenschwerpunkt feststellen können, ich hätte glaub ich sowas wie Internationales Management studiert, mit vielen Praktikas und Auslandssemestern. Auch wenn diese wirtschaftlichen Studiengänge natürlich auch nicht zu denen gehören, in denen wenige Studenten ihr Glück versuchen.
Tony84
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Anmeldungsdatum: 17.03.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 11:36:11    Titel:

Richtig ist, dass man das studieren sollte, was einem viel Spass und Freude bereitet. Jedoch sollte man auch den Blick auf den Arbeitsmarkt werfen. In Jura ist die Zahl der Arbeitslosen sehr hoch. An den Unis nimmt die Zahl der Jurastudenten ständig zu. Vielen wird die unbedachte Entscheidung für das Jurastudium jedoch auch zum Verhängnis. Sie brechen es nach ein paar Semestern ab oder kämpfen in immer wieder neuen Anläufen darum, das Examen doch noch zu schaffen, damit nicht alles umsonst war.

Ich war selbst Jurastudent und würde es jedem abraten Jura zu studieren. Jura ist ein sehr lernintensives Studium, welches nur unter größtmöglichen Verzicht auf Freizeit zu leisten ist. Hat man sich aber doch für ein Jurastudium entschieden und steht man am Ende sogar mit beiden Staatsexaminas dar, so stellt sich doch die Frage, wie man an eine Beschäftigung als Jurist/in herankommt. Ich komme nicht umhin zu sagen, dass jeder 3. Taxifahrer ein arbeitsloser Jurist ist. Man darf sich doch vor den Tatsachen nicht verschliessen und die Arbeitsmarktlage für Juristen/innen beschönigen, indem man sagt: "Jeder der fleißig ist und Freude und Spass an Jura hat, wird auch ein gutes Staatsexamen ablegen." Selbst wenn man ein gutes Stattsexamen sein eigen nennen kann, so ist doch gar nicht sicher, ob er oder sie in diesem Beruf arbeiten kann. Auch Jurastudenten mit Prädikats-Examen sind nicht mal konurrenzlos.
MarenK
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 12:57:18    Titel:

@ Tony84: Eine Jobgarantie hast du aber nie, egal was du studierst.
BostonLegal
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 13:23:24    Titel:

Zitat:
Tony84 hat folgendes geschrieben:

Ich komme nicht umhin zu sagen, dass jeder 3. Taxifahrer ein arbeitsloser Jurist ist. Man darf sich doch vor den Tatsachen nicht verschliessen und die Arbeitsmarktlage für Juristen/innen beschönigen, indem man sagt: "Jeder der fleißig ist und Freude und Spass an Jura hat, wird auch ein gutes Staatsexamen ablegen." Selbst wenn man ein gutes Stattsexamen sein eigen nennen kann, so ist doch gar nicht sicher, ob er oder sie in diesem Beruf arbeiten kann. Auch Jurastudenten mit Prädikats-Examen sind nicht mal konurrenzlos.


Na, du scheinst ja wohl die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, dein unqualifiziertes Geschreibsel scheint zumindest darauf hinzudeuten.

Allein schon der Satz, dass jeder 3. Taxifahrer ein arbeitsloser Jurist sei, zeugt von einer krassen Missinterpretation der gegenwärtigen Arbeitsmarktlage. Das gleiche könnte man über BWLer sagen, dem absoluten Massenstudiengang in Deutschland.

Mein Verdacht: Da hat jemand die Zwischenprüfung nicht bestanden, wurde zwangsgeext und will den fleißigen Rest erfolgreich studierender Jurastudenten mit dem abgedroschenen Hysterie-Bockmist in Bezug auf die ach so katastrophale Arbeitsmarktlage junger Juristen vergraulen. Hab ich Recht? Cool
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 13:29:49    Titel:

Laughing

Allerdings glaube ich, dass nun auch du mal mit Ironie umgehen solltest, wenn man doch selbst so sehr damit um sich schmeißt Wink . Das mit "jeder 3. Taxifahrer = arbeitsloser Jurist" war bestimmt nicht so ernst gemeint, sondern sollte nur bildhaft die Arbeitsmarkt-Situation der Juristen verdeutlichen.
BostonLegal
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 13:44:22    Titel:

Ironisch oder eben nicht...

Ich kann einfach diese ganze Panikmache nicht mehr ab, zumal die zumeist von absoluten Jura-Losern betrieben wird - keine Ahnung, ob das auf Tony84 zutrifft bzw. traf.

Wenn man sich einigermaßen bemüht, wird sich schon etwas ergeben. Es muss ja nicht immer ein rein juristisches Betätigungsfeld sein. Außerdem ist die mittel- und langfristige Arbeitslosigkeit unter Juristen am geringsten, das lässt sich sehr schön in entsprechenden Agenturstatistika nachlesen. Gemeint sind solche der Bundesagentur für Arbeit.

Ansonsten geht man eben in die Medien und wird freier Journalist für juristische Fachthemen. In den Medien nehmen die doch eh jeden... Laughing
JusTice
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 18:49:42    Titel:

Zitat:
In Jura ist die Zahl der Arbeitslosen sehr hoch. An den Unis nimmt die Zahl der Jurastudenten ständig zu.


Quelle?

Soweit ich informiert bin, ist zumindest die Langzeitarbeitslosenquote eben nicht außergewöhnlich hoch (+/- 5 %?).

Und dass die Zahl der Jurastudierenden derzeit stiege, wäre mir auch neu.
Tony84
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Anmeldungsdatum: 17.03.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 19:45:16    Titel:

@ BostonLegal

Mit dem Satz: "Ich komme nicht umhin zu sagen, dass jeder 3. Jurist Taxifahrer ist." wollte ich keinen persönlich angreifen! Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ein Jurastudium einem viel Schweiß und Tränen abverlangt. Und diese Leistung verdient hohe Anerkennung. Wie Marina85 richtig angemerkt hat; der Satz, der dich so sauer gemacht hat, ist als Ironie zu verstehen. Ich habe vermutlich vergessen , einen Smilie Smile hinter dem "provokanten Satz" zu platzieren.

Ich wünsche mir einfach eine konstruktive Disskusion ohne dass man den anderen persönlich angreift. Trotzdem werde ich auf deine Frage, ob ich ein "absoluter Jura-Loser" bin antworten. Ich habe bis zu meiner freiwilligen Exmatrikualtion alle Klausuren bestanden. Jetzt darfst du dir überlegen, ob dein Vorstoß in meine Richtung in irgendeiner Weise aufrechtzuerhalten ist.
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