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Krieg als Mittel der politischen Auseinandersetzung
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Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 19:35:12    Titel:

So wie das eben im Leben so ist: Die einen verhandeln, gehen Kompromisse ein, weil ihnen die größtmögliche Freiheit ALLER an einem Problem Beteiligten wichtig ist. Andere wiederum hauen dem Konkurrenten schon mal eher eins in die Fresse. Vielleicht auch, weil sie sich dem anderen überlegen fühlen.
Es hat lange und zwei schlimme Weltkriege gebraucht, bis sich wenigstens in einem Teil der Welt - Europa - die Ansicht durchgesetzt hat, daß Krieg KEIN Mittel der politischen Auseinandersetzung ist.
Leider ist diese Erkenntnis in den vergangenen Jahren wieder etwas vergessen worden.

Ich akzeptiere kriegerische Aktionen nur dann, wenn sie von der Völkergemeinschaft in Gestalt des Weltsicherheitsrates der UNO beschlossen werden, z.B. zur Abwehr humanitärer Katastrophen. Damit dürfte klar sein, daß ich sowohl gegen den nicht von der UNO beschlossenen Krieg der NATO-Staaten (einschließlich Deutschlands) gegen Serbien (auch Kosovo-Konflikt genannt) als auch gegen den letzten Irak-Krieg bin. Im übrigen deckt sich meine Auffassung mit dem deutschen Grundgesetz und dem 2+4-Vertrag, der die Wiedervereinigung Deutschlands ermöglichte :
"Nach der Verfassung des vereinten Deutschlands sind Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, verfassungswidrig und strafbar. Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik erklären, daß das vereinte Deutschland keine seiner Waffen jemals einsetzen wird, es sei denn in Übereinstimmung mit seiner Verfassung und der Charta der Vereinten Nationen."
asdf.jklö
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Anmeldungsdatum: 13.03.2007
Beiträge: 117

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 20:34:34    Titel:

veteran hat folgendes geschrieben:


asdf.jklö hat folgendes geschrieben:
Ich halte Krieg für ein legitimes Mittel. Er sollte allerdings immer die letzte Möglichkeit sein und erst eingesetzt werden, wenn alle anderen diplomatischen Wege erschöpft sind. Außerdem sollte man sich an rechtliche Grundlagen halten (Kriegserklärung, Genfer Konventionen), was in letzter Zeit ja oftmals nicht getan wurde. Ich finde auch nicht, dass man einen Präventivkrieg als Angriffskrieg bezeichnen kann, da er ja in gewisser Weise der Verteidigung dient.

Das ist eine unglaubliche Heuchelei. Denn es ist egal, was du für legitim hältst, und was nicht: wer militärisch zu schwach ist, kann keinen gerechten Präventivkrieg führen, auch wenn er es dürfte.
Es gilt das Recht des Stärkeren in dieser unserer zivilisierten Staatengemeinschaft. Die USA halten sich fest an diese Regel.


Jap, ist mir klar. Ich meinte auch eher die Theorie. Einen wirklich gerechten Krieg kann es meiner Meinung nach nicht geben, da die Kräfteverhältnisse nie ganz und gar ausgeglichen sind.
W.Kaiser
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Anmeldungsdatum: 09.01.2006
Beiträge: 1623
Wohnort: BGL

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 20:54:05    Titel: Re: Krieg als Mittel der politischen Auseinandersetzung

calma hat folgendes geschrieben:
Welche Argumente sprechen dafür,welche dagegen?

Die proArgumente finde ich sehr problematisch, aber es muss ja Gründe geben, auch für angriffskriege.


In der Sanskrit-Sprache bedeutet Krieg „Wunsch nach mehr Kühen“.

Goethe, aus dem Erlkönig:
„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.«
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan!“–


Am Anfang unsrer europäischen Kultur stand ein Problem in der Türkei. Ein Königssohn aus Troja stahl einem griechischen König seine schöne Frau. Die griechischen Könige hatten für diesem Fall ein Beistandsbündnis geschlossen. Zehn Jahre kämpften sie nun vor Troja, bis sie endlich siegten und die Königsgattin dem rechtmäßigen Ehemann wieder zugeführt werden konnte. Die Kämpfer, denen diese Königsgattin vor der Rückgabe gezeigt wurde, sollen ob ihrer Schönheit der Meinung gewesen sein, dass sich der Kampf gelohnt hatte.

Der Neid und das Wegnehmen sind gefährlich. Wer sieht schon ein, dass es gerecht ist, wenn dir andere von dem was du dir erarbeitet hast, etwas nehmen. Handel ja, Tausch ja, aber nur nehmen? Fügen wir Stolz und Eitelkeit noch als Ursachen hinzu. Es sind die Eigenschaften von uns kleinen Göttern, nicht politische Gegebenheiten, die zum Kriege führen. Heute wird das Ganze natürlich anders verpackt und es entstanden Rüstungsindustrie und Diplomatie.

Gruß,
W.Kaiser
K2K
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Anmeldungsdatum: 03.12.2006
Beiträge: 106
Wohnort: SalZgiTTer

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 22:48:47    Titel:

Noch was hinterher....ohne edit.


Ein Krieg ethisch, human und mit dem Willen des ausgeglichenen Starts ist unmöglich zu gewinnen, oder nicht?
Was nicht gewonnen werden kann sollte nicht begonnen werden.

Es ist aber auch gearde zu lächerlich:

Wir haben:
-Rüstungsindustrie(Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum, Forschung ect.)
-Wir haben die Wehrpflicht(*Die ich abschaffen würde*)
- Wir haben Spezialeinheiten(KSK ect.)
-Wir haben einen Bundesnachrichtendienst
- usw.

All das benutzt man doch besonders im Krieg.

Andererseits sagen wir aber auch:
- Kein Angriffkrieg, nur Verteidigung. Wer wil uns den angreifen!? Die Schweiz!?
- Menschenleben/rechte sichern JEDEM das Recht auf ein glückliches Leben. Erschossen zu werden oder unter Granatenbeschuss zu stehen wäre für mich nie glücklich


Ich würde ja mal sagen, dass es in einer nicht geeinten Welt all jene schönen Menschenrechte nicht gesichern geben kann. Besonders, wenn man gegen einen Feind kämpft der es ernst meint.

Idea Ist es daher gerechtfertigt einen Krieg zu führen um die Welt zu einigen?
(Natürlich nicht wie Hitler, Stalin oder andere Extreme) Idea

Als Beispiel möchte ich hier Japan vorbringen.
Es war einst geteilt in viele kleine Staaten, jene bekriegten sich oft und heftig. Nachdem sehr viel Blut vergossen wurde; hatten die Japaner es geschaft das Land zu einen.
In der Zeit wo es geeint war und nicht im Krieg(falls wer das dämliche Argument bringen möchte, dass dadurch der 2WW. eingeleitet/vorbereitet wurde), gab es Blüte und Wohlstand.


Also? Was sagt Ihr dazu, dass ein Krieg zur "Einigung" akzeptabel ist, auch als Angriffkrieg!? Question



Idea
veteran
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Anmeldungsdatum: 24.07.2005
Beiträge: 709
Wohnort: Eurabia, Almanistan

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 23:36:46    Titel:

K2K hat folgendes geschrieben:
Als Beispiel möchte ich hier Japan vorbringen.

Und wo war es anders? In Deutschland? In Frankreich? In Großbritannien?
Sogar die Mongolen haben zuerst sich selbst bekämpft, bis der Stärkste - Dschingis Khan - zum Alleinherrscher wurde.


K2K hat folgendes geschrieben:
Was sagt Ihr dazu, dass ein Krieg zur "Einigung" akzeptabel ist, auch als Angriffkrieg!?

Welche Einigung? Willst du die europäische Zivilisation vernichten? Da draußen sind nämlich 1300 Millionen Chinesen, 1000 Millionen Inder, 850 Millionen Afrikaner und insgesamt 1300 Millionen Muslime.
Adiaphora
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Anmeldungsdatum: 07.04.2007
Beiträge: 299

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2007 - 14:34:03    Titel:

zu eurem ewigen feind usa

als beispiel das es 2 sinnvolle kriege der usa gab


einstieg in den zweiten weltkrieg


einstieg in den koreakrieg (unomandat)


erster golfkrieg (angriff auf allierte)

nato angriff auf serbien (alle) (völkerrechtlich gerechtfertigt..allerdings zu pro uck im letzten gewesen)


einmarsch in afgahnistan (aber sowas von ok)


Hilfsmissionen in Afrika en mass

der irakkrieg (2ter) war n zweischneidiges schwert, denke aber das es durchaus ok war diesen herren zu beseitigen

und ein angriff auf den iran wäre aufgrund der gefahr das sie einestages atomare waffen besitzen könnten und die dazu verbundene antiisraelische hetze...auch vorstellbar bis ligitim


über die letzten beiden kann man sich streiten aber der rest war ok und unomäßig abgesichter somit ok..also usa nicht gleich evil...oder wurde da ne niederlage nicht verkraftet...???
calma
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Anmeldungsdatum: 18.03.2007
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2007 - 16:10:01    Titel:

Aber ab wann ist es gerechtfertigt einen Krieg anzufangen?

Sicher hatten diese Kriege allen eine Rechtfertigung aber sie haben auch leid gebracht und hatten negative folgen, denk an hiroshima und nagasaki im 2.WK, das war nicht ok!Aber das hat wohl mehr mit der Kriegsführung zu tun.

Wenn ein Land z.b einen Präventivschlag macht gefährdet es doch damit auch beziehungen zu anderen Ländern,also freunde des angegriffenen landes mit denen sie bisher kein problem hatten sind wenig begeistert, unbeteiligte länder sind nicht begeistert und verweigern die Beteiligung,etc.
Ich denke da z.b an die Situation zwischen USA und deutschland nach dem Beginn des letzten Irakkrieges.Das hat das Verhältis ja nicht verbessert.Wenn ein Land also in einen Krieg verwickelt ist, muss es doch auch bedenken, dass die Folgen weitreichender sind, globaler.
z.B Vietnam und Koreakrieg haben den Kommunismus-Kapitalismus konflikt auch angeheizt, ideologisch aber auch bei einzelnen Ländern die auf der einen oder anderen Seite standen und sich dann richtige Blöcke gebildet haben.
Eine Regierung müsste doch auch die Folgen in bezug auf andere unbeteiligte Länder abschätzen und abwägen,oder?
Ein Krieg kann dass internationale politische Klima gefährden,verändern.

Ich hab USA als beispiel,aber das ist abstrakter gemeint, nur fällt mir kein anderes Beispiel als die USA ein.


Seht ihr das mit dem politischen Klima ähnlich?Was haltet ihr von diesem Argument/These?
neofelis
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Anmeldungsdatum: 20.12.2006
Beiträge: 642

BeitragVerfasst am: 17 Apr 2007 - 16:33:30    Titel:

calma hat folgendes geschrieben:
Aber ab wann ist es gerechtfertigt einen Krieg anzufangen?

Rechtfertigungen für Kriege kannst Du immer suchen - und auch finden. Denn deren Sinn oder Unsinn liegt letztlich nur im Auge des Betrachters. Hitler hat seine Feldzüge auch "rechtfertigen" können; die "Überlegenheit" der "arischen Rasse" war für NS-Anhänger eben mit bestimmten territorialen Ansprüchen verbunden. Also, wo der eine sagt, der Krieg um Rohstoffe wäre "intelligent", würde der andere das vielleicht auch für einen Krieg behaupten, bei dem es um die Durchsetzung der eigenen Ideologie geht.
Insofern ist es NIE gerechtfertigt, einen Krieg zu führen. Denn er dient immer nur dazu, die Interessen einiger, auf Kosten sehr vieler Menschen durchzusetzen.

calma hat folgendes geschrieben:
Seht ihr das mit dem politischen Klima ähnlich?Was haltet ihr von diesem Argument/These?

Natürlich hast Du mit Deiner These recht. Um bei dem Thema USA/Irak zu bleiben: Es ist doch ganz klar, dass sich auch die angeblich "Besiegten" heutzutage nicht mehr so leicht unterbuttern lassen wie vor ein paar hundert Jahren (s. Irak). Wirkliche "Sieger und Verlierer" gibt es doch gar nicht mehr.
Ein Krieg beeinflusst also nicht nur das globale politische Klima, sondern gefährdet zunächst einmal ganz konkret die Siegermacht selbst. In Zeiten, wo sich praktisch jeder Depp mittels Internet-Infos eine Bombe zusammenbasteln kann, sollte - bei Unstimmigkeiten - wieder sehr viel mehr Wert auf effektive(!) diplomatische Bemühungen gelegt werden und diese Kriegsspielerei endlich ein Ende haben. Denn das gegenseitige Wettrüsten führt über kurz oder lang nur zum Super-GAU.
K2K
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Anmeldungsdatum: 03.12.2006
Beiträge: 106
Wohnort: SalZgiTTer

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 17:07:09    Titel:

veteran hat folgendes geschrieben:
K2K hat folgendes geschrieben:
Als Beispiel möchte ich hier Japan vorbringen.

Und wo war es anders? In Deutschland? In Frankreich? In Großbritannien?
Sogar die Mongolen haben zuerst sich selbst bekämpft, bis der Stärkste - Dschingis Khan - zum Alleinherrscher wurde.


K2K hat folgendes geschrieben:
Was sagt Ihr dazu, dass ein Krieg zur "Einigung" akzeptabel ist, auch als Angriffkrieg!?

Welche Einigung? Willst du die europäische Zivilisation vernichten? Da draußen sind nämlich 1300 Millionen Chinesen, 1000 Millionen Inder, 850 Millionen Afrikaner und insgesamt 1300 Millionen Muslime.



Zum ersten: Dann habe ich also recht. Die Kriege die geführt wurden und die Toten hatten einen Sinn und waren legitim. Denn unser großes, aktuelles Deutschland finden wir doch alle gut Smile Wink !!!


Zum zweiten:

Ich habe nicht gesagt, dass ich, wie Hitler, Krieg gegen alle anfangen würde.
Ich habe nicht gesagt, dass ich keine Bündnisse eingehen würde. Bündnisspartner sind sich in der Regel einig.
Ich will keinen Völkermord begehen, ich würde einen klugen Krieg führen wollen.
Der wenig Tote fordert und zu schnellen Ergebnissen führt.


Gruß
K2K
calma
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Anmeldungsdatum: 18.03.2007
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 18:11:13    Titel:

Jeder Krieg führ tod und Leid mit sich , egal ob gewollt oder einfach nur hingenommen, ich hab ein Zitat gefunden, dass Krieg "stattlich organisierter Massenmord" sei...

Wie steht es mit den Menschenrechten?
Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit und das Recht auf Freiheit und Sicherheit auch in Notstandslagen.
Ein Krieg gefährdet diese Rechte ungemein, zwar gibt es ja auch dieses Kriegsvölkerrecht und die Genfer Konventionen aber in einem Krieg können Die Menschenrechte nie gewährleistet werden.
Sind diese "Kollateralschäden" nicht zumindest moralisch ein Verstoß gegen die Menschenrechte?

Was wiederum für einen Krieg sprechen kann ist wenn dies im Zuge einer humanitären Intervention geschieht, um zum Beispiel in einem Land die Menschenrechte zu gewährleisten,
Aber in Saudiarabien gibt es ja auch "Prügelstrafen" und in Amerika die Todesstrafe aber da sagt niemand dass man humantitär eingreifen müsste weil die Menschenrechte missachtet werden...

Aber v.a. bei diesen Humanitären Interventionen finde ich es widersprüchlich durch einen Krieg der ja Menschenrechte verletzt zu versuchen Menschenrechte zu gewährleisten.
Und das man eben OPfer bringen müsse ist doch wirklich kein Argument!!!
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