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Doktorarbeit ohne Praxiserfahrung?
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ytmg
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Anmeldungsdatum: 29.11.2006
Beiträge: 38
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 20:05:19    Titel: Doktorarbeit ohne Praxiserfahrung?

Meine Frage ist, ob man eine Doktorarbeit schreiben kann, obwohl man bisher noch kein Praktikum oder sonstiges gemacht hat.
Geht das überhaupt?
Wer darf denn alles eine Doktorarbeit schreiben?
Netjerduai
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 228

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 22:14:02    Titel:

Du darfst eine DR- Arbeit schreiben, wenn du Prädikatsexamen hast oder mind. 6,5 Punkte iM examen und die restl. Voraussetzungen wie zb seminarscheine etc mit dem Prof besprichst, bei dem du die Arbeit schreiben darfst bzw. der dir dabei hilft auch Doktorvater genannt Wink

Wenn du kein Praktikum gemacht hast, wirst du doch gar nicht zu den Examensprüfungen zugelassen???
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 22:41:46    Titel:

Mach dir darüber keine Sorgen, nachdem ich deinen Beitrag las, bin ich zum Schluss gekommen, dass dich dieses Problem nicht berührt.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2007 - 22:43:27    Titel:

Netjerduai hat folgendes geschrieben:
Du darfst eine DR- Arbeit schreiben, wenn du Prädikatsexamen hast oder mind. 6,5 Punkte iM examen und die restl. Voraussetzungen wie zb seminarscheine etc mit dem Prof besprichst, bei dem du die Arbeit schreiben darfst bzw. der dir dabei hilft auch Doktorvater genannt Wink


Nicht ganz richtig. Du darfst eine Diss. schreiben, wenn du vom Promotionsausschuss einer deutschen Hochschule mit Promotionsrecht zur Promotion zugelassen wirst. Die Chancen dafür steigen rapide, wenn du entweder Prädikat hast oder durch Seminarscheine einen Prof. überzeugt hast, dich zu betreuen. Die Voraussetzungen variieren natürlich von Uni zu Uni.
ytmg
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Anmeldungsdatum: 29.11.2006
Beiträge: 38
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 19 Apr 2007 - 12:25:54    Titel:

Das Problem berührt mich nicht?
Ein Freund von mir schreibt eine Doktorarbeit und hat noch kein Praktikum gemacht. Ich wollte nur wissen, ob das überhaupt möglich ist.

Very Happy
Labus
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Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beiträge: 2598
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

BeitragVerfasst am: 19 Apr 2007 - 14:02:29    Titel:

Eine Promotion hat erst einmal nicht zwangsläufig etwas mit "Praxis" zu tun. Weder ist ein Praktikum vorher Pflicht noch, dass du über ein praxisrelevantes Thema schreibst. Ob das allerdings sinnvoll ist, ist eine ganz andere Frage.
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2007 - 02:19:08    Titel:

Labus hat folgendes geschrieben:
Eine Promotion hat erst einmal nicht zwangsläufig etwas mit "Praxis" zu tun. Weder ist ein Praktikum vorher Pflicht noch, dass du über ein praxisrelevantes Thema schreibst. Ob das allerdings sinnvoll ist, ist eine ganz andere Frage.


Man braucht für eine Promotion das erste Staatsexamen. Um zum Examen zugelassen zu werden, braucht man m. W. in allen Bundesländern Praktika. Natürlich kann man schon vorher seine Diss. schreiben und sie dann in Petto haben, wenn man zugelassen werden sollte, aber das gehört zum dümmstdenkbaren.
BostonLegal
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2007 - 08:40:47    Titel:

Schwarze Strümpfe hat folgendes geschrieben:
Man braucht für eine Promotion das erste Staatsexamen. Um zum Examen zugelassen zu werden, braucht man m. W. in allen Bundesländern Praktika. Natürlich kann man schon vorher seine Diss. schreiben und sie dann in Petto haben, wenn man zugelassen werden sollte, aber das gehört zum dümmstdenkbaren.


Man benötigt an erster Stelle ein Prädikatsexamen ab 9 Punkten, sonst könnte ja jeder promovieren. Nur so wird man in den Doktorandenpool eines Lehrstuhls aufgenommen.

Das ist an jeder juristischen Fakultät in Deutschland so. Im Übrigen ist ein Doktortitel in der Praxis derzeit weniger Wert als ein Master of Laws.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2007 - 09:00:35    Titel:

Das stimmt nicht ganz. In der Regel benötigt man Prädikat. In der Promotionsordnung von Mainz (und sicher auch anderen Unis) steht aber, dass es ausnahmsweise ohne Prädikat möglich ist:

http://www.jura.uni-mainz.de/fileadmin/Dokumenten-Pool/Dokumente/Pruefungsordnungen/promotionsordnung.doc

(§ 5 III, IV:)

(III) Von der Voraussetzung des Absatzes I Nr. 2 kann der Fachbereichsrat in begründeten Ausnahmefällen auf Antrag des Bewerbers absehen. Ein begründeter Ausnahmefall liegt in der Regel vor, wenn ein Professor, ein Hochschuldozent oder ein Privatdozent des Fachbereichs dies schriftlich befürwortet und der Bewerber mindestens einen mit "gut" oder besser bewerteten Seminarschein vorweisen kann. Wird auch die Voraussetzung von Absatz I Nr. 3 durch erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar erfüllt, dürfen die beiden Seminarscheine nicht von demselben für die Lehrveranstaltung Verantwortlichen ausgestellt sein.

(IV) Von der Voraussetzung des Absatzes I Nr. 2 kann der Fachbereichsrat auf Antrag des Bewerbers auch absehen, wenn der Bewerber eine mindestens mit "vollbefriedigend" oder einem entsprechenden Ergebnis bewertete Abschlussprüfung an einer wissenschaftlichen Hochschule in einem anderen Fachgebiet oder eine Abschlussprüfung an einer Fachhochschule mit herausragendem Ergebnis abgelegt hat und die Voraussetzungen von Absatz I Nr. 1b und 3 vorliegen.


In Mainz hat der "schlechteste" mit 6,5 Punkten promoviert, so wurde mir zumindest von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter mitgeteilt.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2007 - 09:02:58    Titel:

BostonLegal hat folgendes geschrieben:

Im Übrigen ist ein Doktortitel in der Praxis derzeit weniger Wert als ein Master of Laws.


Nicht, wenn man Prof. werden will. Für die wissenschaftliche Laufbahn ist das nach wie vor unerlässlich. Man muss da schon unterscheiden, für WAS es nichts wert ist. Nichts wert ist es z.B. für den Staatsdienst.
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