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Einteilung des Reststudiums bei nicht bestandener Übung
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MemphisBlues
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Anmeldungsdatum: 19.04.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 19 Apr 2007 - 12:36:48    Titel: Einteilung des Reststudiums bei nicht bestandener Übung

Hallo!

Ich wollte was zur Organisation des restlichen Studiums fragen, wenn einem qua nicht bestandener Hausarbeit vom 5. zum 6. Semester eine Übung schiefläuft.

"Im Einzelnen gilt Folgendes" (Medicus):

Ich stell mir gerade (wohl auch wegen Übermüdung) die Frage, ob sich das Jura-Weitermachen noch lohnt. Ich bin jetzt im 6. Semester, das ist mir eigentlich für einen Absprung zu spät (das könnte ich auch meinen heimischen Sponsoren nicht mehr "kommunizieren", wie das auf Neudeutsch heißt). Deswegen würde ich das Ganze erstmal auf die Frage der praktischen Durchführbarkeit reduzieren.

Meine "Karriere" ist nach nem problemlosen Abi (was hätte ich alles Freundliches machen können!) bisher so verlaufen:

Grundstudium

1. Semester - vier von sieben Klausuren, alle bestanden
keine HA
2. Semester - drei Klausuren bestanden
Propädeutische HA von Krankheit unterbrochen, durchgefallen
3. Semester - drei Klausuren bestanden
Propädeutische HA mit Hängen & Würgen überm Strich

Hauptstudium

4. Semester - Übung StR, mäßige Klausuren, aber keine unterm Strich
HA in StR und ÖR in den Sommerferien, beide bestanden
5. Semester - Übung ÖR, BGB, an den Klausuren nicht gescheitert
HA BGB

Ich bin mir in der Nachbetrachtung sehr sicher, dass ich etwas so Wesentliches in der nämlichen HA übergangen habe (entscheidende, sehr neue, nicht gar so einfach zu findende, und noch nicht besprochene Entscheidung, ich habe das Problem aus Mangel an Fantasie mehr oder weniger ignoriert, bin damit (wohl iE unvertretbar) zu einem anderem Ergebnis gekommen) dass es einem Wunder gleichkäme, wenn der Rest das ganze Ding über den Strich heben würde. Es waren zwar auch (hoffentlich) brauchbare und einfallsreiche Gedanken dabei, aber im Großen und Ganzen war die Sache juristisch viel zu dünn, handwerklich zu ungenau und dogmatisch oftmals zu inkonsequent, um irgendwen zu beeindrucken.

Die HAen sind in dieser Übung jeweils nur in den Ferien (zweifelhafter Service, aber so isses).

Nun muss ich laut PO vom 6. aufs 7. eine seminaristische HA schreiben. Die Übungs-HA ist natürlich (teilweise) in derselben Zeit, Genaueres weiß ich aber logischerweise von der Seminarseite her noch nicht. Die Seminaristische zählt aber in die Schwerpunktnote, weswegen ich da gerne den Kopf frei hätte.

Die Frage ist folgende: Gesetzt, das Kind fällt in den Brunnen. Ist es realistisch, die beiden HAen parallel zu schreiben? Wenn nein, wann soll ich denn bitte die Übung dann schreiben?

Dazu kommt, dass ich mir in jeder Hinsicht juristisch inadäquat vorkomme. Ich bringe es seit zwei Jahren kaum fertig, auch nur Mittelmäßiges in Jura zu leisten, von Erfolgserlebnissen ganz zu schweigen. Das frustriert mich, weil ich weiß, dass es keinen echten Grund gibt, warum ich es nicht können sollte. Ich spreche die Sprache, ich kenne die Logik, ich kann brauchbar argumentieren, es macht mir Spaß, Dinge nachzuvollziehen, die Bessere vor mir gedacht haben und meine eigene Meinung zu bilden.

Ich bin mit viel Optimismus und Goldgräberstimmung in die HA reingegangen und hab mir zum Ende hin mit meinem Geschreibsel viele Nächte um die Ohren geschlagen (mein Schlafrhythmus ist immer noch nicht wieder da wo er hingehört). Ich war am Ende so blass und hatte so schlechte Haut, dass (unnötig) besorgte Menschen mich zum Arzt schicken wollten. Und nun geht dieses Ding wahrscheinlich wieder den Bach runter.

Repetitorien mögen vieles leisten, dagegen helfen sie nicht.

Über Erfahrungen und/oder Meinungen wäre ich extrem dankbar, gerne auch von Leuten die in ähnlichen Situationen raus wollten (und dann vielleicht doch erfolgreich drin geblieben sind).

Das richtige Leben im zunehmend falsch scheinenden suchend,
Max
jones49
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Anmeldungsdatum: 04.06.2006
Beiträge: 373

BeitragVerfasst am: 19 Apr 2007 - 15:30:47    Titel:

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe hast du die zwischenprüfung schon absolviert. die großen scheine kannst du dann ja ohne termindruck machen. selbst wenn die HA nun im teich sein sollte, würde ich den kopf nicht in den sand stecken. sicherlich ist es verdammt frustrierend wochenlang zu arbeiten und dann "scheisse" wiederzukriegen.
letztendendes ist es aber so, dass man da ab und an durchmuss. und grade in dem fall, dass du eher mit den HA schwierigkeiten hast und die klausuren ansich ganz ok klappen, würde ich weitermachen, denn im examen will keiner von dir wissen, was in den HA gelaufen ist, da zählen nur klausuren und die gelingen dir ja offensichtlich besser.

spaß hast du grundsätzlich auch an der sache, ich würd mich durchbeißen! Wink
ds112
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Anmeldungsdatum: 17.03.2007
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 19 Apr 2007 - 16:24:50    Titel:

Also ich bin auch im 6. Semester und habe ziemliche Probleme mit Verwaltungsrecht. Ansonsten habe ich schon die große Übung im Strafrecht und mache grad BGB.

Mich stört es auch, dass nicht wunderbar alles nach meinem Zeitplan läuft. Nur muss man eben mit Rückschlägen leben. Hausarbeiten oder Klausuren sind manchmal eben nicht nur von einem selbst abhängig.

Ich habe die Erfahrung gemacht (auch jetzt gerade in Bezug auf Verwaltungsrecht), dass wenn man im Kontakt mit den Dozenten steht, schon einiges besser laufen kann. Diese können in gewissen Fällen auch echt gute Ratgeber sein. Mein Ratgeber zur Zeit ist eine wiss. Assistentin, die als erstes auf jeden Fall meinte, dass ich in ihre Ag kommen sollte. Zudem habe ich meine letzte Klausur mit ihr ausführlich besprochen und sie konnte mir sagen, dass ich von Grundauf falsch gelernt hätte (nur Theorie ohne die konkrete Anwendung in den Fällen). Das hatte mir sodann das Genick gebrochen.

Also mein Rat an dich: GEBE NICHT AUF, KÄMPFE DICH DURCH UND GLAUBE WEITER AN DICH!!! AUßERDEM SUCHE DEN KONTAKT ZU DOZENTEN!!!
BostonLegal
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 19 Apr 2007 - 16:25:43    Titel:

Ich würde an deiner Stelle auch weitermachen, zumal du ja dargelegt hast, dass dir die juristische Arbeitstechnik zumindest zusagt. Du bist also nicht gänzlich ungeeignet für das Studium.

Ich denke, dass du momentan eine leichte-mittelschwere Sinn- und Motivationskrise erfährst, weswegen ich mir meine beruflichen und Lebensziele für die Zeit nach dem Studium einfach einmal vor Augen führen oder auf ein Blatt Papier schreiben würde. Das kann ungemeine Anreize auslösen. Rein studientechnisch sehe ich mit Hinblick auf die relativ freie Einteilbarkeit der großen Übungen absolut keine Probleme. Es kann ja nicht jeder nach dem 8. oder 9. Semester sein erstes Staatsexamen machen, oder? Und wer weiß, vllt. schaffst du ja selbst das.

Viel Glück bei deiner Entscheidung! Du solltest dich - wie bereits gesagt - durchbeißen. Erinner' dich doch einfach an deine Großeltern, Verwandten, Eltern, wen auch immer, die dir nach dem Abitur immer gesagt haben "Mensch Junge, mit Jura kannste wirklich alles werden! Mach das doch!"

Ich weiß, wenig tröstlich, aber so isses halt. Wink
derjim
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Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beiträge: 906

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2007 - 11:16:00    Titel: re

Hallo Max,

zieh es durch! Das du dir ungenügend vorkommst, geht den meisten bei Jura so! Wie unser AS-Rep meinte: "dieses Gefühl der Ungenügsamkeit das sie nun kennenlernen-das geht nie wieder weg" Denk dran wieviel du schon geschafft hast. Ausserdem zwingt dich ja keiner, nach dem Abschluss dabei zu bleiben und nicht was neues oder ergänzendes zu beginnen! Ich hab die große ÖR Übung dreimal machen müssen *brech* soviel mal zur Aufmunterung

wird schon

derjim
Netjerduai
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 228

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2007 - 19:03:02    Titel:

Hallo

Auch von mir: weitermachen!

Bin im 6. Semester und hab die große Übung BGB gerade hinter mir. Bin aber in einem Studiensystem. Wir schreiben "nur" 3 Hausarbeiten und diese 3 sind dann die großen Scheine!
StR hab ich auch schon hinter mir.
Du liegst also nicht schlecht in der Zeit.
Das mit dem nächtlichen Schreiben kenne ich zur Zeit nur zu gut!
Aber vllt ist das Ergebnis ja doch noch bestanden...

Als kleiner Tipp: wenn du dir ungenügend vorkommst, dann kuck mal um dich.
Wieviele deiner Mitstudenten hast du in der Zeit hinter dir gelassen, weil sie weniger bestanden haben? Wieviele haben aufgehört und sehen jetzt zu denjenigen auf, die noch weitermachen?!

Ein kleines Beispiel: wegen unserem Studiensystem kann man schön die Zahlen derer erkennen, die aufhören oder wiederholen müssen.
Im 1 und 2 Semester waren es ca. 250 - 300 Studenten.
Im 3. und 4 Sem. dann noch 200- 230.
Im 5 nur noch ca 160... tja... und wieviele davon sitzen jetzt wegen dem System im 6. SEmester und wissen, dass sie es nicht schaffen werden?

Über 30 Leute haben wiederholt. Einige davon wiederholen zum 3. Mal das 3 und 4. Semester.
Andere haben das 1 und 2 wiederholt und wiederholen jetzt das 3 und 4.

Also: lass dich nicht hängen und mach dich nicht schlechter als du bist !!!

Fröhlich und mit neuem Mut ran an den Feind Wink
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