Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 126, 127, 128, 129, 130  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
 
Autor Nachricht
LaChatte
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2007 - 15:42:35    Titel:

Hallo exphysiker

Zitat:
Genau, sie sind von ihm geschaffen worden, waren aber nicht Teil von ihm. Du könntest ja auch einen Roboter mit künstlicher Intelligenz bauen, aber der würde trotzdem nicht dein Kind sein. Jesus dagegen ist ein Teilaspekt Gottes.


Womit die Frage aufgeworfen wird: wenn es etwas ausserhalb von Gott gibt, das nicht Teil von ihm ist - so wie das Metall des Roboters nicht Teil des Ingenieurs ist - woher kommt denn das? Kommt man da nicht gefährlich nahe an die Idee, der Teufel (oder wer da auch immer das Material zur Verfügung gestellt hat) sei gleich mächtig wie Gott, oder sogar noch mächtiger, da er etwas kann, was Gott nicht konnte? Dann ist aber Sense mit Monotheismus, und noch nicht mal wegen Trinitätsproblemen.

Zitat:
Jesus hat durch seine Qualen und durch seinen Tod die Strafe für die Sünden der Menschen auf sich genommen. Er ist sozusagen freiwillig für dich in den Knast (sogar in die Todeszelle) gegangen, obwohl du die Tat begangen hast.


Und welche Tat soll ich begangen haben? Für die paar Fehler, deren ich mir bewusst bin, stehe ich auch gerne selbst gerade. Und keiner davon benötigt eine Kreuzigung als gerechte Strafe, ausser, ich würde einem ausgesprochenen Sadisten in die Hände fallen.

Es passt auch nicht mit dem Jesuswort zusammen, dass jeder Mensch SELBST "ins Gefängnis kommt und erst raus kommt, sobald der letzte Rappen bezahlt ist." - wenn denn da eine Schuld zu begleichen ist.

Zitat:
Merkwürdig, ja. Deswegen Glaube und nicht wissen


Merkwürdig, aber auch widersprüchlich und unberechenbar. Mir fehlen offenbar einfach die geistigen Kapazitäten zu verstehen, worum es geht. Und Christen sollen ja die Wahrheit lieben..? Wie kann ich das, wenn ich nicht begreife, worum es geht?

Zitat:
(D.h. es ist falsch zu behaupten, dass die Oma im Himmel ist, der dürfte nämlich ziemlich leer sein.


und was tut sie in der Zwischenzeit, die Oma?

Zitat:
Du empfindest also keine echte Reue und du hälst dich auch nicht an diese einfachen und undiskutablen Grundlagen. Du kommst nicht in den Himmel ausser durch Gottes Gnade. (Mal angenommen du willst dahin)


Ich halte mich an Jesus, der sagte, dass wir unseren Mitmenschen vergeben sollen, dann wird uns auch vergeben. Er sprach auch von Umkehr. Aber nicht von Reue in dem Sinn, dass man sich irgendwie erniedrigen muss oder quälen muss.

Zitat:
Gott interessiert sich für alle Menschen, auch für klauende kleine Mädchen. Und da du es nicht bereust ist er dir immer noch böse.


Na, auf den Gott verzichte ich gerne. Da sind ja meine Eltern noch liebevoller, die mir so manchen Unsinn verziehen haben, ohne dass ich zu Kreuze gekrochen bin, sondern einfach so. Und sie sind ja "nur" Menschen - es kann doch nicht sein, dass Menschen liebevoller sind als Gott, der ja die Liebe ist?


Zitat:
Wir sind nicht im Buddhismus. Der Weg ist nicht das Ziel.


Ja, wir sind im Christentum, wo es heisst "ich bin der Weg", und wo es um einen schmalen Weg geht, den man gehen kann, wenn man will. Es ist nie die Rede davon, dass man zu Lebzeiten irgendwann angekommen sein soll.

Zitat:
Es ist dann allein seine Entscheidung, ob er dir Gnädig ist oder nicht. Es geht ja auch nicht nur um die nächsten 70, 80, oder 100 Jahre, sondern um die Ewigkeit.


dieser Gott ist ein ziemlicher Sadist, nicht?
The_Trooper
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 10.03.2007
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2007 - 15:44:09    Titel:

Dann würde mich dies aber zutiefst beunruhigen Wink
murania
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 2602

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2007 - 16:45:48    Titel:

@LaChatte:
Zitat:

Und warum nicht umgekehrt: Weil Jesus so konsequent in der Liebe lebt, fällt er als eine ganz besondere Persönlichkeit auf? Der Fischer Petrus und der Zöllner Matthäus sind ihm schliesslich nicht darum gefolgt, weil ein Etikett "Gottes Sohn, special edition" an seiner Stirn klebte, sondern weil Jesus einen so tiefen Eindruck auf sie gemacht hat als Persönlichkeit, als Therapeut.


Die Bibel ist für andere geschrieben worden, nicht für Jesus Jünger. Da musste man schon solche Sachen erwähnen. Für die Jünger war das klar.

Zitat:

Erbsünde heisst ja, dass wir als Menschen in unserer besonderen Situation von Gott getrennt sind, bzw uns getrennt fühlen. (ganz getrennt kann man ja nie sein. Dann wär man tot).


Kann man so sagen.


Zitat:
Da gäbe es doch höchstens etwas zu vergeben, wenn man von der Idee ausgeht, dass ich mich selbst dazu entschlossen hätte, Mensch zu werden - eine Idee, die im Christentum eher nicht vertreten wird. Da ja auch die Präexistenz der Seele nicht vertreten wird, sondern die Seele entsteht irgendwie parallel zum Körper während der Schwangerschaft.

Warum also muss da etwas vergeben werden, was ich sowieso nie beschlossen habe? Vergebung bedingt ja, dass vorher ein böswilliger und frei-williger Akt geschah.


Im Christentum wird sehr wohl die Idee des Menschsein vertreten. Es geht im Christentum schließlich um das Leben. Seele und Körper werden dort nicht weiter behandelt. Man kann zwar ableitungen machen, wie das der Körper zum Leben notwendig ist.


Nach der Bibel ist jeder Mensch mit der Erbsünde (Essen von der Verbotenen Frucht und der daraus folgernde Ausschluss aus dem Reich Gottes) belastet. D.h. solange der Mensch noch sie Erbsünde in sich trägt, ist das Reich Gottes dem Menschen verwehrt. Dir muss also das vergeben werden, was deine Ur-Ur-...-Vorfahren gemacht haben. Durch Jesus Tod ist dir aber diese Sünde vergeben.


Zitat:

Und warum um Himmels Willen braucht Gott ein solches Drama mit Folter und Kreuzigung, um sein Reich hier zu installieren? Er hätte das doch einfach beschliessen können, und Punkt?


Er hätte es machen können, tat es aber nicht. Klingt unbefriedigend? Kann ich auch nichts für. Aber hätte man Gottes Gehör genausoviel Aufmerksamkeit geschenkt, wenn er das im Stillen gemacht hätte. Wer hätte das mitbekommen. Heute ist es keineswegs anders (siehe G8, wo nur die Idioten von Randalierer Aufmerksamkeit bekommen). Zudem wurde Jesus auf Geheiß des Hohen Rates gefoltert und da Pilatus sich keinen Bürgerkrieg leisten durfte, hatte er der Kreuzigung zugestimmt (nur die Römer durften kreuzigen).

Zitat:

Jesus hat aber gesagt, dass wir alles tun werden, was er tut - und sogar noch Grösseres. Da hätte er also korrekterweise die Auferstehung ausnehmen müssen? Und was war denn mit Elias geschehen, der auch körperlich und lebendig aufgefahren ist? Auferweckung wars ja nicht, da er gar nicht tot war.


Guter Einwand! Er hätte es ausnehmen müssen, aber willst auch du dich foltern lassen?
Zu Elias: Er ist mit seinem Feuerwagen aufgefahren. Das bedingt schon ein Hilfsmittel. Also konnte er es nicht aktiv tun.


Zitat:


Da ich daran glaube, eine unsterbliche Seele zu haben, reicht es doch eigentlich, wenn ich meinen Fokus etwas verschiebe. Mein Körper wird mal sterben, meine Seele nicht - da braucht meine Seele doch auch nichts zu überwinden.


Eigentlich nicht. Wenn man den ganzen Zeichnungen im Mittelalter glauben schenkt, so wird dein Körper auch wieder mit aufgeweckt.


Zitat:

Es wird aber ziemlich deutlich betont, dass der Körper von Jesus nicht mehr im Grab war. Gut, man kann sagen, orientalische Übertreibung... womit die Frage gestellt wird, was man denn überhaupt ernst nehmen soll von den ganzen Geschichten. Und wenn man alle Wunderberichte weglässt, bleibt nicht mehr viel Besonderes von Jesus übrig, ausser dass er ein weiser Mann war. Aber ein weiser Mann wie es viele andere auch gab und gibt, folglich überhaupt kein Grund, noch zweitausend Jahre später über ihn zu sprechen. Und trotzdem tun wirs. Warum ?


Wir müssen uns bei der Bibel etwas von unsere westlichen Weltanschauung verabschieden. Es ist nicht wichtig ob es so sein kann, sondern das es so ist und was es für Konsequenzen hat. Somit sind alle Wundergeschichten als Beweis für die Herrlichkeit von Jesus und Gott aufzufassen. Die Auferstehungsgeschichte soll nur zeigen, dass Jesus Gottes Sohn ist.

Warum? Manche sehen das als einen Beweis für die Richtigkeit an. Ansonsten würd ich sagen das dies ein Themafür eine Dissertation in Psychologie sein könnte.
LaChatte
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2007 - 19:23:42    Titel:

Hallo murania

Zitat:
Die Bibel ist für andere geschrieben worden, nicht für Jesus Jünger. Da musste man schon solche Sachen erwähnen. Für die Jünger war das klar.


ich weiss nicht... was da alles passieren müsste, wenn da einfach so ein Mensch käme, ein Unbekannter, irgendwo einen Vortrag hält, und ich nach diesem Vortrag es gerade noch knapp schaffe zuhause anzurufen "rechnet nicht mehr mit mir, ich bin dann weg..." und nochmal was Anderes ist es, wenn ein Familienvater das macht, wie es die meisten Jünger wohl waren.

Andererseits war Jesus für viele Menschen einfach ein Störenfried und so schnell wie möglich zu beseitigen, aber bestimmt nicht Gottes Sohn, bestimmt nicht der Messias. "Klar" ist und war da überhaupt nichts.

Andererseits ist es heute auch für viele Teeniegirls klar, dass Robbie Williams ein Gott sein muss. Aber ob man über den in 2000 Jahren noch sprechen wird? Razz

Zitat:
Nach der Bibel ist jeder Mensch mit der Erbsünde (Essen von der Verbotenen Frucht und der daraus folgernde Ausschluss aus dem Reich Gottes) belastet. D.h. solange der Mensch noch sie Erbsünde in sich trägt, ist das Reich Gottes dem Menschen verwehrt. Dir muss also das vergeben werden, was deine Ur-Ur-...-Vorfahren gemacht haben. Durch Jesus Tod ist dir aber diese Sünde vergeben.


Also nochmals: Gott stellt einem Paar, das Gut und Böse nicht kennt, einen Baum in den Garten Eden und verbietet ihnen davon zu essen. Doch da das Paar gut und böse nicht kennt, können sie natürlich nicht wissen, dass es böse ist, davon zu essen. Und da sie den Tod auch noch nicht kennen, können sie nicht wissen, was es bedeutet, sterblich zu sein. Also essen sie und gewinnen Erkenntnis von Gut und Böse, was sie von Gott trennt und sie sterblich macht.

Die einzige vernünftige Folgerung aus dieser Geschichte ist, dass Gott WOLLTE, dass sie davon essen. Sonst hätte er den Baum woanders pflanzen können und dem Erzengel Michael den Auftrag geben können, er solle dafür sorgen, dass die Schlange draussen bleibt, dann wäre es nämlich gar nie so weit gekommen.

Auf alle Fälle gibts nichts, was Gott dem Menschen vergeben müsste, denn die Menschen haben nur nach ihrer (von Gott geschaffenen, übrigens) Natur gehandelt. Und dazu noch in Unkenntnis von Gut und Böse.

"durch Jesu Tod ist diese Sünde vergeben"... nein, meine nicht. Es gibt immer noch mehr als genug Anlässe in meinem Leben, wo ich mich eindeutig gottverlassen fühle. Wörtlich gottverlassen. Und so geht es allen Menschen hin und wieder, die ich kenne.

Zitat:
Aber hätte man Gottes Gehör genausoviel Aufmerksamkeit geschenkt, wenn er das im Stillen gemacht hätte. Wer hätte das mitbekommen.


Es fand relativ still statt. Israel/Palästina zu jener Zeit war der A... der Welt, sehr weit weg von einer grossen Metropole wie Rom. Jesus war Teil eines Volkes, das von Ausländern besetzt gehalten wurde, unter der Steuerlast stöhnte und vermutlich nicht der Ort, wo die schicken Römerinnen in die Ferien gingen. Ähnliche Hinrichtungen dürfte es noch diverse andere gegeben haben, und darunter dürften noch diverse andere Messiase und Propheten gewesen sein. Es hätte zu jener Zeit wirklich bessere Bühnen gegeben für eine grosse Öffentlichkeit.

Die Randalierer gabs damals auch - die Zeloten - die ebenfalls Kravall machten und bestimmt noch weniger zimperlich waren als die heutigen Exemplare. Doch von denen spricht man heute wirklich nicht mehr.

Zitat:
Er hätte es ausnehmen müssen, aber willst auch du dich foltern lassen?


Lieber nicht, wenn es sich vermeiden lässt. Aber "Grösseres tun" bezog sich wohl eher auf die Fähigkeiten wie Menschen zu heilen, nicht auf die Schmerztoleranz. Wobei auch zu sagen ist, dass seither viele Menschen stärker und länger und grausamer gelitten haben als Jesus.

Zitat:
Eigentlich nicht. Wenn man den ganzen Zeichnungen im Mittelalter glauben schenkt, so wird dein Körper auch wieder mit aufgeweckt.


nun, das stellt Gott vor diverse logistische Probleme, da die Moleküle, die sich während meinem Tod in meinem Körper befinden, verrotten, in die Erde gehen, von anderen Wesen aufgenommen werden... da dürfte es einige Moleküle geben, die schon in fünf oder zehn verschiedenen Menschen waren. Wer kriegt die nun bei der Auferstehung? Oder werden sie einfach geklont?Shocked

nein, das kanns wirklich nicht sein. Mr. Green

Zitat:
Es ist nicht wichtig ob es so sein kann, sondern das es so ist und was es für Konsequenzen hat. Somit sind alle Wundergeschichten als Beweis für die Herrlichkeit von Jesus und Gott aufzufassen. Die Auferstehungsgeschichte soll nur zeigen, dass Jesus Gottes Sohn ist.


Ich bin mir sicher, dass es seither jede Menge Sektenführer gegeben hat, die ähnliche Geschichten um ihre Person haben verbreiten lassen, und dennoch spricht man nicht mehr von ihnen. Da muss wirklich noch etwas mehr dahinter stecken.

Wenn man die Wundergeschichten wegnimmt, bleibt nur noch die Aussage "er ist Gottes Sohn", was dann irgendwie gar nichts mehr heisst, da Jesus ja auch gar nichts Besonderes mehr getan hat.
murania
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 2602

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2007 - 20:50:58    Titel:

Zitat:

Andererseits war Jesus für viele Menschen einfach ein Störenfried und so schnell wie möglich zu beseitigen, aber bestimmt nicht Gottes Sohn, bestimmt nicht der Messias. "Klar" ist und war da überhaupt nichts.

Andererseits ist es heute auch für viele Teeniegirls klar, dass Robbie Williams ein Gott sein muss. Aber ob man über den in 2000 Jahren noch sprechen wird?


Jesus war vor allem für die mittleren und höheren Schichten ein Dorn im Auge. Dennoch muss Jesus ziemlich polarisierend gewesen sein, ähnlich wie die heutigen 'Stars'.


Zitat:
Also nochmals: Gott stellt einem Paar, das Gut und Böse nicht kennt, einen Baum in den Garten Eden und verbietet ihnen davon zu essen. Doch da das Paar gut und böse nicht kennt, können sie natürlich nicht wissen, dass es böse ist, davon zu essen. Und da sie den Tod auch noch nicht kennen, können sie nicht wissen, was es bedeutet, sterblich zu sein. Also essen sie und gewinnen Erkenntnis von Gut und Böse, was sie von Gott trennt und sie sterblich macht.

Die einzige vernünftige Folgerung aus dieser Geschichte ist, dass Gott WOLLTE, dass sie davon essen. Sonst hätte er den Baum woanders pflanzen können und dem Erzengel Michael den Auftrag geben können, er solle dafür sorgen, dass die Schlange draussen bleibt, dann wäre es nämlich gar nie so weit gekommen.


Gott stellt Adam und Eva das Paradies zur Verfügung mit einer Bedingung: Sie dürfen nicht von der verbotenen Frucht essen. Sie wussten zwar die Konsequenzen nicht,aber sie hätten es auch nicht tun brauchen, sie hatten doch Alles. Man könnte es auch als einen Test auffassen. Gott muss dies aber nicht gewollt haben, dass sie davon essen. Er hat zwar die Möglichkeit eröffnet, aber er muss es nicht gewollt haben.


Zitat:

"durch Jesu Tod ist diese Sünde vergeben"... nein, meine nicht. Es gibt immer noch mehr als genug Anlässe in meinem Leben, wo ich mich eindeutig gottverlassen fühle. Wörtlich gottverlassen. Und so geht es allen Menschen hin und wieder, die ich kenne.


Die Sünde ist jedem vergeben. Was du meinst ist das Reich Gottes. Das Leben muss jeder selber bewältigen. Das Reich Gottes hilft nur dabei das Leben zu bewältigen. Dennoch bewegt sich das Reich Gottes in einem exchatologischem Vorbehalt. Gott löst keine Probleme für dich, er kann sie nur erträglicher machen.


Zitat:

Es fand relativ still statt. Israel/Palästina zu jener Zeit war der A... der Welt, sehr weit weg von einer grossen Metropole wie Rom. Jesus war Teil eines Volkes, das von Ausländern besetzt gehalten wurde, unter der Steuerlast stöhnte und vermutlich nicht der Ort, wo die schicken Römerinnen in die Ferien gingen. Ähnliche Hinrichtungen dürfte es noch diverse andere gegeben haben, und darunter dürften noch diverse andere Messiase und Propheten gewesen sein. Es hätte zu jener Zeit wirklich bessere Bühnen gegeben für eine grosse Öffentlichkeit.

Die Randalierer gabs damals auch - die Zeloten - die ebenfalls Kravall machten und bestimmt noch weniger zimperlich waren als die heutigen Exemplare. Doch von denen spricht man heute wirklich nicht mehr.


Es war überhaupt nicht still. Israel durfte immerhin noch einen eigenen König haben. Zudem blühte dort auch der Handel mit anderen Städten/Ländern. Es geht hier um das Volk von Israel. Schließlich ist nur vom Volke Gottes (das fing mit Abraham an und ging über das Reich Davids weiter) die Rede. Jesus konnte nirgendwo anders auftreten, denn sonst hätte er keine Verbindung zum Volke Israels. Wie du bestimmt weißt gab es damals 3 größere Gruppen. Die Zeloten waren damals auch eine Randgruppe. Aber nach dem Krieg 70 n.Chr. hatten sie keine Existenz mehr, weil sie natürlich von den Römern besonders hart verfolgt wurden. Warum Jesus übrig geblieben wurde, lässt sich nicht so einfach beantworten.


Zitat:
Lieber nicht, wenn es sich vermeiden lässt. Aber "Grösseres tun" bezog sich wohl eher auf die Fähigkeiten wie Menschen zu heilen, nicht auf die Schmerztoleranz. Wobei auch zu sagen ist, dass seither viele Menschen stärker und länger und grausamer gelitten haben als Jesus


Es bezieht sich auf beides, wobei vor allem gemeint ist das der Mensch den anderen respektiert im Sinne von Nächstenliebe.


Zitat:
nun, das stellt Gott vor diverse logistische Probleme, da die Moleküle, die sich während meinem Tod in meinem Körper befinden, verrotten, in die Erde gehen, von anderen Wesen aufgenommen werden... da dürfte es einige Moleküle geben, die schon in fünf oder zehn verschiedenen Menschen waren. Wer kriegt die nun bei der Auferstehung? Oder werden sie einfach geklont?Shocked

nein, das kanns wirklich nicht sein. Mr. Green


Aber im Mittelalter hatten die Menschen ja einen besonders guten Draht zu Gott, vor allem während der Kreuzzüge und während der Hexenverfolgungen. Wink Ich weiß es nicht, aber für mich ist es auch nicht wichtig, da ich mir über mein sein oder nichtsein nach dem Tod keine Gedanken mache.


Zitat:
Ich bin mir sicher, dass es seither jede Menge Sektenführer gegeben hat, die ähnliche Geschichten um ihre Person haben verbreiten lassen, und dennoch spricht man nicht mehr von ihnen. Da muss wirklich noch etwas mehr dahinter stecken.

Wenn man die Wundergeschichten wegnimmt, bleibt nur noch die Aussage "er ist Gottes Sohn", was dann irgendwie gar nichts mehr heisst, da Jesus ja auch gar nichts Besonderes mehr getan hat.


Jesus hat immer noch die Erbsündesache erledigt. Wäre mal interessant zu überlegen, warum er übrig geblieben ist. Eine Erklärung ist ganz schnell vorbei: Er ist wirklich Gottes Sohn, dann ist es wichtig das er weiterhin erwähnt wird und nach seinem Willen gehandelt wird.
Wenn er aber nur ein Prophet ist, dann muss er irgendwas anders gemacht haben, als die anderen, sonst wäre er kaum in Erinnerung geblieben.
LaChatte
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2007 - 07:10:43    Titel:

Zitat:
Gott stellt Adam und Eva das Paradies zur Verfügung mit einer Bedingung: Sie dürfen nicht von der verbotenen Frucht essen. Sie wussten zwar die Konsequenzen nicht,aber sie hätten es auch nicht tun brauchen, sie hatten doch Alles. Man könnte es auch als einen Test auffassen. Gott muss dies aber nicht gewollt haben, dass sie davon essen. Er hat zwar die Möglichkeit eröffnet, aber er muss es nicht gewollt haben.


Adam und Eva hatten so ungefähr die Naivität eines kleinen Kindes... und kleine Kinder fassen nun mal alles an. Und dass die Herdplatte tatsächlich heiss ist (und was das bedeutet) wissen sie auch frühenstens dann, wenn sie einmal darauf gefasst haben. Und wenn dann die Eltern noch zusätzlich das Kind schlagen, weil es ungehorsam war... naja. Rolling Eyes

Hier ziehe ich die parallele Geschichte vom verlorenen und wiedergefundenen Sohn bei weitem vor. Bzw den Gott-Vater, der darin dargestellt wird: einer, der den Willen der Kinder respektiert, ihnen das Erbe auszahlt, und noch nicht mal Vorwürfe macht, wenn sie völlig kaputt und ohne Geld und nichts zurück kommen. Sondern der eine Party organisiert und sich freut.

Zitat:
Die Sünde ist jedem vergeben. Was du meinst ist das Reich Gottes. Das Leben muss jeder selber bewältigen. Das Reich Gottes hilft nur dabei das Leben zu bewältigen. Dennoch bewegt sich das Reich Gottes in einem exchatologischem Vorbehalt. Gott löst keine Probleme für dich, er kann sie nur erträglicher machen.


*stirnrunzel* und was soll da jetzt wieder der Unterschied sein? Wenn mir vergeben ist, ist dann nicht alles in Ordnung? Ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass Gott so kleinlich und emotional-menschlich sein könnte, dass ich ihn durch mein Verhalten ärgern könnte. Das wäre eine ziemliche Anmassung, dass ich als Menschlein die Macht haben könnte, Gott zu bestimmten Emotionen zu zwingen, wenn ich mich nur schlecht benehme.

Ich ging immer davon aus, dass durch das Vergeben (ich vergebe meinen Nächsten) sich das himmlische Königreich manifestieren wird. Dass die Gottverlassenheit ein Ende haben wird.

Zitat:
Jesus konnte nirgendwo anders auftreten, denn sonst hätte er keine Verbindung zum Volke Israels.


Da sehe ich den Zusammenhang nicht, er hätte genauso gut Chinese oder Indianer oder Afrikaner sein können, Menschen heilen können, sterben können... Das hätte für die Botschaft "Liebe Gott, deinen Nächsten, dich selbst" doch keinen Unterschied gemacht.

Aber ich gebe zu, dass er sich durchaus noch schlechtere Orte hätte aussuchen können.

Zitat:
Es bezieht sich auf beides, wobei vor allem gemeint ist das der Mensch den anderen respektiert im Sinne von Nächstenliebe.


und woher weiss man, was Jesus damit gemeint hat? Und dass er nicht die Fähigkeit zur Auferstehung gemeint hat? Soviel ich weiss, geht das aus dem Text nicht wirklich hervor...

Noch konsequenter zu lieben als Jesus, der noch am Kreuz den Folterknechten vergibt, stell ich mir äussert herausfordernd vor. (apropos: Jesus hat auch nicht darauf gewartet, bis die andern Reue zeigen. Er hat auch einfach so vergeben)

Zitat:
Jesus hat immer noch die Erbsündesache erledigt.


Erbsünde ist doch auch so ein Konzept, das noch nicht mal alle christlichen Kirchen teilen. Meines Wissens tun es die orthodoxen zB nicht.

Zitat:
Er ist wirklich Gottes Sohn, dann ist es wichtig das er weiterhin erwähnt wird und nach seinem Willen gehandelt wird.


nun, mit dem Gottessohnkonzept hab ich so meine Probleme - wir alle sind doch Gottes Kinder. Bzw die ganze Schöpfung ist das Kind von Gott. Und Jesus in dem Fall eher sowas wie ein grösserer Bruder, der mich an der Hand nimmt und mir mal ein paar Dinge beibringt, die er viel besser kann als ich. Aber er ist nicht ein Wesen, dass so verschieden von mir selbst ist, dass ich in Verehrung erstarren müsste.
murania
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 2602

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2007 - 08:40:59    Titel:

Zitat:

Adam und Eva hatten so ungefähr die Naivität eines kleinen Kindes... und kleine Kinder fassen nun mal alles an. Und dass die Herdplatte tatsächlich heiss ist (und was das bedeutet) wissen sie auch frühenstens dann, wenn sie einmal darauf gefasst haben. Und wenn dann die Eltern noch zusätzlich das Kind schlagen, weil es ungehorsam war... naja. Rolling Eyes


Naja, aber das Kinder neugierig sind, heißt nicht das sie sich nicht an Regeln halten können. Ist eigentlich auch egal wie, da sich die Sache eh geklärt hat.

Zitat:

*stirnrunzel* und was soll da jetzt wieder der Unterschied sein? Wenn mir vergeben ist, ist dann nicht alles in Ordnung? Ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass Gott so kleinlich und emotional-menschlich sein könnte, dass ich ihn durch mein Verhalten ärgern könnte. Das wäre eine ziemliche Anmassung, dass ich als Menschlein die Macht haben könnte, Gott zu bestimmten Emotionen zu zwingen, wenn ich mich nur schlecht benehme.

Ich ging immer davon aus, dass durch das Vergeben (ich vergebe meinen Nächsten) sich das himmlische Königreich manifestieren wird. Dass die Gottverlassenheit ein Ende haben wird.


Dir ist nicht alles vergeben. Es ist vielmehr für einen Neuanfang gesorgt. Gott gibt dir wieder eine Chance das Reich Gottes zu empfangen. Was verstehst du unter Gottverlassenheit? -Leid und Schmerz?

Zitat:


Da sehe ich den Zusammenhang nicht, er hätte genauso gut Chinese oder Indianer oder Afrikaner sein können, Menschen heilen können, sterben können... Das hätte für die Botschaft "Liebe Gott, deinen Nächsten, dich selbst" doch keinen Unterschied gemacht.

Aber ich gebe zu, dass er sich durchaus noch schlechtere Orte hätte aussuchen können.


Es geht aber nicht um Chinesen oder Afrikaner, sondern um das Volk Gottes. Klar kann die Botschaft auch von jedem anderen getragen werden, aber diese Botschaft war ganz konkret für das Volk Gottes bestimmt. Deshalb war Palästina kein schlechter Ort, denn es geht um weitaus mehr als die Botschaft der Nächstenliebe.


Zitat:
und woher weiss man, was Jesus damit gemeint hat? Und dass er nicht die Fähigkeit zur Auferstehung gemeint hat? Soviel ich weiss, geht das aus dem Text nic
ht wirklich hervor...

Noch konsequenter zu lieben als Jesus, der noch am Kreuz den Folterknechten vergibt, stell ich mir äussert herausfordernd vor. (apropos: Jesus hat auch nicht darauf gewartet, bis die andern Reue zeigen. Er hat auch einfach so vergeben)


Naja, zum einen kann ein Mensch nicht Auferstehen und zum anderen ist dies Interpretationssache mit dem Kontext. Ich schließe Auferstehung aus, da er gewusst hat das der Mensch das nicht kann, also warum sollte er das dann verlangen. Auch imKontext verstehe ich das anders, da die Auferstehungsgeschichte nur zur Unterstreichung von Jesus Legitimität war. Und somit nicht direkt zu Jesus Handeln gezählt wird.

Zitat:

Erbsünde ist doch auch so ein Konzept, das noch nicht mal alle christlichen Kirchen teilen. Meines Wissens tun es die orthodoxen zB nicht.


Das stimmt, aber die Erbsünde ist den Menschen durch Jesus ja eh vergeben, deshalb hab ich mich damit auch nicht so genau befasst.

Zitat:

nun, mit dem Gottessohnkonzept hab ich so meine Probleme - wir alle sind doch Gottes Kinder. Bzw die ganze Schöpfung ist das Kind von Gott. Und Jesus in dem Fall eher sowas wie ein grösserer Bruder, der mich an der Hand nimmt und mir mal ein paar Dinge beibringt, die er viel besser kann als ich. Aber er ist nicht ein Wesen, dass so verschieden von mir selbst ist, dass ich in Verehrung erstarren müsste.


Das musst du ganz sicher nicht und das hätte Jesus auch bestimmt nicht gewollt, vor allem da Götzenanbetung verboten ist. Aber wie gesagt geht es um das Volk Gottes. Und Jesus ist viel näher an Gott, da er, nach Bibel, von ihm gezeugt wurde bzw. durch den Atem Gottes (Heiliger Geist).
LaChatte
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2007 - 09:01:42    Titel:

sorry doppelpost

Zuletzt bearbeitet von LaChatte am 08 Jun 2007 - 09:06:10, insgesamt einmal bearbeitet
LaChatte
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2007 - 09:04:59    Titel:

Zitat:
Dir ist nicht alles vergeben. Es ist vielmehr für einen Neuanfang gesorgt. Gott gibt dir wieder eine Chance das Reich Gottes zu empfangen. Was verstehst du unter Gottverlassenheit? -Leid und Schmerz?


Nein, nicht Leid und Schmerz. Eher das, was die Existentialisten das "Gefühl des Geworfen-Seins in die Welt" nennen. Ein Gefühl von "was soll der ganze Scheiss hier überhaupt" und "ich bin sooo allein, niemand mag mich, niemand sorgt für mich...". Dieses Gefühl kommt natürlich bevorzugt zu Zeiten von grossem Stress und Existenzängsten, aber manchmal kommts auch einfach so, ohne dass ich einen Grund dafür erkennen könnte. Und manchmal gehts objektiv, von den Umständen her gesehen, ziemlich schlecht, und dennoch fühl ich mich wohl und geborgen. Ach ja, übertriebener Konsum von Rotwein kann auch zum Gefühl der Gottverlassenheit führen. Rolling Eyes Mr. Green

Zitat:
Es geht aber nicht um Chinesen oder Afrikaner, sondern um das Volk Gottes.


Ja, und das sind doch wir alle? Wenn nicht, wäre da ganz gründlich was schiefgelaufen in Gottes Planung: die Juden, für die es eigentlich gemeint war, wollten nicht, dafür haben sich die Heiden, die es eigentlich gar nichts angeht, ganz begeistert darauf gestürzt.

Die Botschaft von Jesus ist so universal, die gilt für alle Menschen. Und von daher spielt es wirklich keine Rolle, aus welcher Kultur Jesus kommt.

Zitat:
denn es geht um weitaus mehr als die Botschaft der Nächstenliebe.


Ich kann mir kein "mehr" vorstellen als die Liebe selbst, die Gott ist. Was könnte denn grösser oder wichtiger sein als Gott? Doch bestimmt nicht irgendwelche irdische Politik...

Zitat:
Naja, zum einen kann ein Mensch nicht Auferstehen und zum anderen ist dies Interpretationssache mit dem Kontext. Ich schließe Auferstehung aus, da er gewusst hat das der Mensch das nicht kann, also warum sollte er das dann verlangen. Auch imKontext verstehe ich das anders, da die Auferstehungsgeschichte nur zur Unterstreichung von Jesus Legitimität war. Und somit nicht direkt zu Jesus Handeln gezählt wird.


Es geht ja nicht darum, dass Jesus etwas verlangt, es geht darum, dass wir lieben sollen, und wenn wir das tun, dann werden sich automatisch und ganz von selbst gewisse Dinge einstellen: zum Beispiel die Fähigkeit, kranken Menschen Besserung zu bringen. Oder eine bessere Verträglichkeit gegenüber Giften. Und auch die Auferstehung ist für mein Verständnis eine Folge dieser Liebe, und zumindest theoretisch auch anderen Menschen zugänglich.

Zitat:
Und Jesus ist viel näher an Gott, da er, nach Bibel, von ihm gezeugt wurde bzw. durch den Atem Gottes (Heiliger Geist).


Auch Adam kriegten den Atem Gottes eingeblasen, also die Lebenskraft. Und da ich auch lebe, und du auch, haben wir auch Teil am Atem Gottes. Jesus hatte einfach einen besseren und klareren Zugang dazu - das ist aber ein gradueller Unterschied, nicht ein prinzipieller.
maik27
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 21.01.2009
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2009 - 02:18:11    Titel:

dornbusch hat folgendes geschrieben:
Abdallah, deine Fragen sind genau die, die sich jeder Christ auch selbst stellen muß:
Darf ich mich, wie auch immer, an der Vorbereitung oder der Führung eines Krieges beteiligen?

Die Bedeutung dieser Frage zeigt sich zuerst im Grundgesetz, wo dem Wehrpflichtigen eine Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen freigestellt wird.
Desweiteren gibt és keinerlei Arbeitspflicht in der Rüstungsindustrie. Dementsprechend werden Waffenlieferungen an andere Länder sehr streng durch Gesetze beschränkt. An kriegsführende Parteien werden keine Waffen geliefert.
Und in der Position eines Verteidigungsministers würde sich ein Christ durchaus betätigen können, denn sein Diensteid und die (christliche) Verfassung verbieten ihm den Krieg sowieso. Deutschland führt keine Kriege.
Dennoch stellst du deine Frage durchaus zurecht!
Sind Christen an Kriegen beteiligt? Ja, sind sie. Können sie ihr Tun durch ihre Religion rechtfertigen? Nein, das können sie nicht.

Gibt es christliche Religionsführer, die zum Krieg gegen ein anderes Land aufrufen? Mir sind keine bekannt.
Gibt es islamische Religionsführer, die Moslems zum Krieg aufrufen?

Schelm schrieb

Zitat:
der Westen versucht eigentlich nur da " aufzuräumen ", wo Muslime Probleme hinterlassen, eigene Probleme nicht regeln können oder wollen - weil jede Richtung sich als die " wahre " empfindet und notfalls bis aufs Blut bekämpft - zu Lasten Unschuldiger - siehe Irak, Sunniten vs. Schiiten


Da in den westlichen Ländern Religion und Staat nicht identisch sind, kann das Handeln der Regierungen nicht als religiöses Handeln bezeichnet werden.

Ob die Einmischung der westlichen Staaten politisch klug und richtig ist, ist eine andere Frage. Mit Christentum hat das aber nichts zu tun.

Jeden Tag fliehen tausende aus islamischen Ländern in den Westen. Wir Europäer helfen diesen Menschen.
Touristen werden von Moslems entführt.
Muslimische Piraten verunsichern die Schiffahrt.
Aus Deutschland werden junge Mädchen zur Zwangsehe in islamische Länder entführt.
Aus islamischen Ländern kommen Terroristen nach Europa.
Afghanistan ist der Hauptlieferant für illegales Heroin.


Wir Christen lehnen heute Gewalt und Krieg tatsächlich ab. Verarschen lassen wir uns deshalb aber nicht. Weder außen- noch innenpolitisch.
Wir Christen sind Nachfolger Jesu. Genauso wie er lehnen wir Gewalt ab. Aber eben genauso wie er kennen wir den biblischen Zorn.

Und mal ganz nebenbei gefragt: Wer bezahlt denn eigentlich den Palästinensern ihr Frühstück?
Wer baut Schulen und Krankenhäuser in Afghanistan?
Wer bildet die Polizei im Irak aus?

Gruß Dornbusch


ich bin pole und war christ meine eltern sind strenggläubige christen,
bin jetzt aber seit kurzer zeit moslem. naja was soll ich dazu sagen man kann es nicht verleugnen das prediger zum krieg aufrufen ,aber glaube nicht das irgend ein prediger gesagt hat greift ein land an, im islam ist selbstverteidigung pflicht. aber terroristische anschläge wie dem auf dem wtc sind dagegen verboten. ich frag dich hat muslimisches LAND amerika angegriffen ? wer gab england das recht palästina zur kolonie zu machen? wer gab der un das recht einen israelischen staat zu gründen?
wäre dieser staat jemals entstanden wenn england nicht palästina besetzt gehabt hätte ? zurecht müssen die engländer für die das volk von palästina alles wiederaufbauen, nicht der 2 weltkrieg ist an dem chaos in nahost verantwortlich , sondern england und amerika.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 126, 127, 128, 129, 130  Weiter
Seite 1 von 130

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum