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Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
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Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 23 Dez 2012 - 23:11:37    Titel:

Zitat:
Hi Erzkind , habe ich alles schon beantwortet .

Ja, aber ich wollte jetzt nicht einfach aus einem anderen Zusammenhang zitieren Smile

Zitat:
Ein Atheist ( der logisch handelt ) glaubt zu wissen , dass er nur dieses Leben hat: er wird für sich herauszuholen versuchen , was einigermassen möglich ist ( das ist meistens ein schönes Leben in Wohlstand).

Diese Schlussfolgerung unterstellst du dem Atheismus. Das einzige Kriterium für Atheismus (als Weltanschauung) ist aber, dass man nicht an Gott glaubt.
Von Wohlstand und Egoismus ist da gar nicht die Rede. Was die Überzeugung, dass man nur dieses eine Leben hat, bedeutet liegt bei jedem einzelnen selbst. Und da kann man genauso zu dem Schluss kommen, dass es gar nicht auf Wohlstand ankommt, sondern darauf, das Leben mit anderen Menschen zu verbringen oder damit sich mit etwas intensiv zu befassen, z.B. mit Mathematik oder Kunst. Was ich sagen will ist, dass Atheismus (als soziales Phänomen) sich vor allem durch Diversität charakterisiert, weil es hier bei der Auseinandersetzungen mit existenziellen Fragen das Sicherheitsnetz der Religion nicht gibt.

Zitat:
Dass einige es schaffen sich auch ohne Glauben an einen Schöpfer für die "Menschheit" einzusetzen , liegt mMn. daran , dass der Schöpfer (wer sonst ?) die Liebe zu Natur und Mitmenschen im Menschen angelegt hat .

Sorry, aber das klingt schon ein bisschen misanthropisch. Was für ein Menschenbild hast du denn? Ist der Mensch grundsätzlich böse und nur der Glaube an einen Gott kann seiner Zerstörungswut Einhalt gebieten? Ist das einzig Gute am Menschen nicht das Menschliche, sondern das Göttliche?
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 24 Dez 2012 - 08:22:56    Titel:

Hi go , das müsstest Du eigentlich mittlerweile mitbekommen haben :
Wer w i r k l i c h an den Schöpfer glaubt , versucht Natur und Mitmenschen
zu lieben - zugegebenermassen gibt es da nicht allzu viele Menschen .
Und zugegebenermassen können das - in gewissem Umfang - auch Menschen , die nicht w i r k l i c h an den Schöpfer glauben ( weil der Schöpfer diese Fähigkeiten in uns angelegt hat ) . Aber viel schwerer -
wie es die Realität auch jeden Tag deutlich zeigt !
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 24 Dez 2012 - 09:03:44    Titel:

Hi Erzkind , belüg dich doch nicht ständig selbst .
Du siehst doch jeden Tag , was die "Atheisten" tun - auch persönlich in
deiner direkten Umgebung - das sind doch (fast) alles "Atheisten" .
Mein Satz stimmt ganz genau - bei einigen kommt es nicht (nur) auf
Wohlstand an , sondern man findet seine ( ebenso egoistische ) "Erfüllung"
in z.B. Mathematik oder Kunst .
Atheismus weist den Weg zum ( eventuell kontrolliertem ) Egoismus , und
wo der hinführt , überlasse ich deiner Fantasie .

Mein Menschenbild ist ganz einfach : Gott hat im Menschen die Fähigkeit
zum guten Handeln - die Liebe zur Natur und zum Mitmenschen - angelegt . Frag dich mal selbst , ob du das noch empfinden kannst ? Oder ob es
diese Gesellschaft schon überdeckt hat ? ( ich muss mich selbst immer
wieder aufrütteln ).
Der Mensch kann diese Fähigkeit nutzen oder nicht ! (zur Zeit nicht ! )
mMn. nach kann nur der " richtige" Glaube an einen Schöpfer , so einfach ,
wie ich ihn beschrieben habe ( 3-Satz-Glaube ohne jede Person ) die
Menschheit auf den richtigen Weg bringen , da sie ohne Glauben an den
Schöpfer ihren Egoismus nicht in den Griff bekommt - siehe komplette
Menschheitsgeschichte und katastrophale Gegenwart ) .
Das Gute am Menschen ist das " Menschliche " , aber ohne Glauben an den Schöpfer geht es im EGOISMUS unter . Einzelne Ausnahmen möglich ,
denke ich , aber das reicht nicht .
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24 Dez 2012 - 09:09:21    Titel:

Zitat:
Wer w i r k l i c h an den Schöpfer glaubt , versucht Natur und Mitmenschen zu lieben

Ja, Manden, das hast du jetzt bestimmt schon 20 mal wiederholt, doch was bedeutet das praktisch für Dich? Was genau tust Du mehr, als alle anderen Menschen, denen Du pauschal unterstellst, Natur und Menschen nicht zugeneigt zu sein?
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 24 Dez 2012 - 10:44:13    Titel:

Hi go , das "muss" jeder ausfüllen nach und mit seinen jeweiligen Fähigkeiten
und Möglichkeiten .
In punkto Natur z.B. möglichst wenig Ressourcen verbrauchen , sich für den
Wald , Natur engagieren ...
In punkto Mitmenschen : was jeder machen kann ( und wo es sehr krankt ) :
alle Menschen ( die einen wahrnehmen ) freundlich grüssen , helfen wo es
nötig ist , möglichst bescheiden leben und was am Monatsende übrig bleibt ,
den Allerärmsten in Afrika , usw . zukommen lassen .
Und natürlich versuchen , andere darauf aufmerksam zu machen , dass wir
endlich umdenken müssen : weg vom Egoismus hin zur Mitmenschlichkeit .
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24 Dez 2012 - 12:16:12    Titel:

Zitat:
In punkto Natur z.B. möglichst wenig Ressourcen verbrauchen , sich für den
Wald , Natur engagieren ...
In punkto Mitmenschen : was jeder machen kann ( und wo es sehr krankt ) :
alle Menschen ( die einen wahrnehmen ) freundlich grüssen , helfen wo es
nötig ist , möglichst bescheiden leben und was am Monatsende übrig bleibt ,
den Allerärmsten in Afrika , usw . zukommen lassen .


@ Manden
Das ist so schön formuliert, das es daran nichts auszusetzen gibt. Nichts. Vielleicht müsste man noch klären, wie man Mittel der Hilfe am besten einsetzt, ob als konsumtionelle Spende oder Investition, aber das moralische Prinzip ist erkennbar humanistisch.

Die einzige Frage bleibt, warum Du dieses Paket nur oder hauptsächlich Personen zuordnest, die eine bestimmte Glaubensauffassung tragen.
Ich teile Deinen Humanismus auch so. Milliarden andere auch.

Lass uns auf Deine genannten Inhalte konzentrieren, auch ohne, dass Du andere denunzierst, sie würden aus Glaubensgründen, bzw. Nichtglauben weniger Soziales wünschen und tätigen.
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 24 Dez 2012 - 13:14:22    Titel:

Hi go , schön , dass wir in dem (ziemlich) übereinstimmen , was wir Menschen tun müssten .
Ich ordne dieses "Paket" allen Menschen zu . Aber dass Milliarden diesen
Humanismus teilen , stimmt einfach nicht !
Mit Milliarden Menschen , die zu wirklichen Humanismus bereit wären ,
könnte man etwas auf dieser Welt verändern - müssten nicht täglich
ca. 24000 Menschen verhungern und ca. 1000 Millionen im Elend hungern .
Und auch wenn Du es nicht glauben willst , fällt es Menschen , die nicht
einen einfachen Glauben an den Schöpfer haben ( den der Religionen halte
ich für weitgehend falsch ) , schwer , ihren Egoismus zu überwinden , und
sich w i r k l i c h für ihre Mitmenschen einzusetzen .
Der Grund ist ganz einfach : sie glauben , sie haben nur dieses Leben und
wollen es voll auskosten - ohne mehr als die unbedingt nötige Rücksicht
auf Mitmenschen . Das ist die Realität dieser Welt !
Es gibt natürlich einige "gute" Menschen unter den Atheisten (wie dich) und etwas mehr unter den Religionen - aber insgesamt v i e l zu wenig !
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24 Dez 2012 - 14:13:20    Titel:

@ Manden
Unzweifelhaft finden sich zivilisatorische Zustände, die weit entfernt sind von Gerechtigkeit und praktizierter Liebe.
Der beste Weg zur Beseitigung von Misständen scheint mir die Beseitigung der Ursachen von Gewalt, Unterdrückung, Ausbeutung, Entrechtung zu sein. Gleichzeitig ist neben diesem strategischen Ziel die größte Not, so weit wie möglich zu lindern.
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 24 Dez 2012 - 14:20:07    Titel:

Zitat:
Hi Erzkind , belüg dich doch nicht ständig selbst .
Du siehst doch jeden Tag , was die "Atheisten" tun - auch persönlich in
deiner direkten Umgebung - das sind doch (fast) alles "Atheisten" .

Ich sehe was Menschen jeden Tag tun, aber mit Atheismus hat das für mich nichts zu tun. Es reicht ja schon die letzten 1000 Jahre zurück zu gucken um sich klar zu machen, dass Theismus keine Garantie für Mitmenschlichkeit ist. Und nein, das waren keine heimlichen Atheisten.
Wikipedia hat folgendes geschrieben:
Theismus (von gr. θεός, theós, „Gott“) bezeichnet im engeren Sinn den Glauben, dass es (genau) einen personalen, transzendenten, über alles herrschenden Schöpfergott gibt. Im weiteren Sinn ist damit der allgemeine Glaube gemeint, dass es mindestens einen Gott gibt.

Die Menschen die an Hexenverfolgung, Kreuzzügen, Glaubenskriegen etc. teilgenommen haben, haben sich dabei von ihrem Glauben an einen Gott lenken lassen, demnach waren es Theisten.
Aus der Überzeugung, dass es keinen Gott gibt, folgt nicht, dass man sein Leben egoistisch leben müsse. Es heißt, dass man die Entscheidung, wie man sein Leben lebt, ganz allein treffen muss, ohne dass man ein transzendentes Maß dafür hat, ob das richtig ist (siehe auch transzendentale Obdachlosigkeit).
Ich glaube, dass eigentliche Problem ist, dass die wenigsten die Entscheidung für ihr Leben bewusst treffen. Sie fragen sich nicht, was sie selbst für richtig halten und warum, sondern lassen sich dabei von anderen Maßstäben leiten und das ist für mich der Dreh- und Angelpunkt bei dem, was du Egoismus nennst. Ein Beispiel für so einen Maßstab wären die gesellschaftlichen Vorstellungen; ich glaube, dass gerade in den Industrieländern die Frage ob jemand ein guter Mensch ist daran geknüpft wird, ob er auch fleißig ist (was man als Überbleibsel der protestantischen Ethik, wie sie von Weber beschrieben wurde, betrachten kann, womit wir wieder beim Theismus wären) und Ausdruck des Fleißes ist persönlicher Wohlstand. Diese Struktur ist nach wie vor in unserer Gesellschaft vorhanden und wird überall als Rechtfertigung dafür benutzt, dass man andere Menschen und die Natur ausbeuten darf. Dass die Wirklichkeit ganz anders aussieht, dass es für persönlichen Wohlstand völlig egal ist, wie man sich abrackert, kann einem jeder Altenpfleger bestätigen.

Natürlich ist der Atheismus nicht das Non plus ultra; vielmehr gibt es ein solches Non plus ultra überhaupt nicht. Wenn du wirklich was an der Welt ändern willst, wirst du mit stereotypen Feindbildern nicht weit kommen.



Ich wünsche euch allen frohe Weihnachen Very Happy

Liebe Grüße,
Alex
cyrix42
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Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24252

BeitragVerfasst am: 24 Dez 2012 - 16:42:03    Titel:

manden hat folgendes geschrieben:
Hi Erzkind , belüg dich doch nicht ständig selbst .
Du siehst doch jeden Tag , was die "Atheisten" tun - auch persönlich in
deiner direkten Umgebung - das sind doch (fast) alles "Atheisten" .


Diese These würde ich mal stark bezwifeln. In Deutschland beknnen sich je ca. ein Drittel der Bevölkerung zum katholischen oder evangelischen Christentum, weitere ca. 5% zum Islam. Und dann gibt s noch eine ganze Reihe an Splittergruppen, die aber durchaus Mitgliederzahlen im Hunderttausenden-Bereich besitzen...

Unser Bundespräsident ist ehem. Pfarrer, die Bundeskanzlerin Pfarrerstochter, die Spitzen-Kandidatin der Grünen Präses der EKD. Bundestagpräsident Lammert und Bundesratpräsident Kretschmann (protokolarisch die Nummern Zwei und Drei im Lande) sind tief katholisch.


In Thüringen, wo ich lebe, sind sowohl ministerpräsidentin als auch ihr Vize Theologen.

usw. usf...
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