Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5 ... 118, 119, 120, 121, 122, 123, 124 ... 127, 128, 129, 130, 131  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
 
Autor Nachricht
golomjanka
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 25 Dez 2012 - 20:03:51    Titel:

Zitat:
was ist ungerechte Verteilung ?
mMn. muss nicht jeder genau das Gleiche haben .
Wer viel mehr leistet , soll z.B. auch das Doppelte haben - aber ungefähr
da muss mMn. die Grenze gezogen werden


Ich glaube, man muss keine Grenze ziehen. Gerechtigkeit ist der Beibehalt eigener Leistung. Fertig.
Alle gesellschaftlichen Abgaben (Steuern) und den sozialen Bedarf (Steuern oder Versicherungen) können aus diesen Leistungen, gerecht eingefordert, bezahlt werden.

Eine Grenze zu ziehen im Leistungsausgleich würde bedeuten, die gesellschaftlichen Möglichkeiten der Leistungserbringung künstlich zu stoppen. Das wäre gesellschaftsschädlich.

Wer sich die großen Anhäufungen der kapitalistischen Gesellschaft genauer anschaut, wird schnell feststellen, es ist meist nicht die eigene Arbeit, die dazu führt. Dort liegt der Hase im Pfeffer. Die Aktionäre von Nokia oder Deutsche Bank haben nie auch nur eine Sekunde für die Einnahmen gearbeitet.
Es müssen Grundbedingungen geschaffen werden, dass solches Spekulanten- und Ausbeutertum aus der Gesellschaft verbannt wird.
manden
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 25 Dez 2012 - 20:27:45    Titel:

Hi , das wird natürlich ohne Grenze äusserst schwierig .
Wer beurteilt Leistung wie ?
Für mich ist die Leistung eines Behinderten , der nur leichte Tätigkeiten
verrichten kann dieselbe wie die eines Spitzenwissenschaftlers .
Jeder soll seinen Teil beitragen , den er kann .
Wer dagegen keine oder nicht viel Lust hat , muss sich eben mit weniger
begnügen .
Die Menschen müssen irgendwann erkennen , dass man sich für das Gemeinwohl nicht einsetzt , um mehr Geld zu verdienen .
Das ganze kapitalistische System ist auf Egoismus aufgebaut und gehört
abgeschafft .
Bis wir Menschen soweit sind , vergehen noch Hunderte und Tausende von
Jahren . ( und mMn. wird es ohne ganz einfachen Glauben an den Schöpfer
nicht gehen , weil wir (als Menschheit) sonst unseren Egoismus nicht in den
Griff kriegen - siehe Geschichte und Gegenwart )
golomjanka
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 25 Dez 2012 - 22:29:41    Titel:

Zitat:
Das ganze kapitalistische System ist auf Egoismus aufgebaut und gehört
abgeschafft

Jawoll!
manden
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 26 Dez 2012 - 09:22:13    Titel:

Hi go , schön , dass wir da übereinstimmen .
Aber leider ist der Trend genau gegenläufig . Und das überall auf der Welt .
Der Satz : Geld regiert dieWelt , ist leider allzu wahr !
Und darum sage ich , die Menschen müssen völlig umdenken . Im Sinne :
versuche Natur und Mitmenschen zu lieben , und damit den Schöpfer .
Das ist im Moment in einer fast gottlosen Welt natürlich fast ebenso utopisch
wie ein funktionierender Kommunismus , wobei letzterer aus Gründen des
menschlichen Egoismus nicht funktionieren kann .
Ein Kommunismus mit Schöpfer kann hoffentlich in Hunderten oder Tausenden von Jahren einmal funktionieren - natürlich ohne jeden Zwang -
wenn die Menschen bereit sind dazuzulernen .
Erzkind
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2012 - 18:24:02    Titel:

manden hat folgendes geschrieben:
Hi Erzkind , ich erklär meine Sicht noch mal : Gott ist der Schöpfer von allem . Und ermöchte von uns , dass wir versuchen , Natur und Menschen
zu lieben , und damit auch ihn .
Was andere , insbesondere die Religionen , aus den Begriffen Gott und
Schöpfer gemacht haben , halte ich für falsch !
Auch die herrschende religiöse ( z.B. protestantische ) Ethik zum sehr grossen Teil . Die meisten Menschen in den christlichen Kirchen sind längst
Atheisten . Auch wer sagt , dass es wahrscheinlich schon einen Gott gibt ,
aber nicht danach lebt , ist natürlich Atheist .
Leider passen sich die Menschen nur allzu leicht den egoistischen Vorgaben
dieser Gesellschaft an.

Besinnliche Feiertage .


Hallo manden,

für die Frage ob jemand Theist oder Atheist ist, ist das woran man glaubt und was man daraus macht ja völlig egal, sondern nur ob man an etwas glaubt. Du sagst es ja ganz richtig:
Zitat:
wer sagt , dass es wahrscheinlich schon einen Gott gibt , aber nicht danach lebt , ist natürlich Atheist

In Zeiten der Hexenverfolgung haben die Menschen danach gelebt, dass sie geglaubt haben, ihr Gott würde von ihnen wollen, dass sie die "Hexen" bekämpfen. Gleiches gilt für die Kreuzzüge und Glaubenskriege.
Was du aus den Begriffen Gott und Schöpfer machst, halten sicherlich auch einige für falsch. Vor 300 Jahren wärst du mit der Auffassung, dass Jesus ein fehlbarer Mensch ist auch in ziemliche Bedrängnis gekommen und auch heute würdest du mehr Leute finden, als du zählen kannst, die zu deiner Vorstellung von Jesus sagen würden, dass du einfach egoistisch bist und dir von der Lehre Jesu herausnimmst was für dich bequem ist und den Rest aus Egoismus einfach weglässt, weil dir der Wille fehlt daran zu glauben. Was der "wahre" Glaube ist, wird man (meiner Meinung nach) nie einwandfrei feststellen können. Vielleicht ist ja die Frage nach dem "wahren Glauben" das Äquivalent zu der Frage an die Naturwissenschaft, was der Ursprung des Universums ist.

Alex
manden
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2012 - 19:22:30    Titel:

Hi Erzkind , das sehe ich ganz anders :
wenn ich Gott als Schöpfer von allem ansehe , liege ich ganz sicher richtig ,
wenn ich Gott voraussetze , was ich tue .
Ich kann nicht sagen , dass ich 100% - ig den wahren Glauben habe , aber
ich bin überzeugt , dass die zwei weiteren Sätze richtig sind :
Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben . ( dass man damit auch den
Schöpfer liebt ist "nur" meine Überzeugung )
Sei dankbar für alles , was Du hast .
Die letzten 2 Sätze ( ohne Klammer ) können nicht falsch sein !
(Für mich der erste dazu auch nicht)

Zu Jesus ist zu sagen : selbst anhand der Bibel kann man klar feststellen ,
dass Jesus ein fehlerhafter Mensch war . Das haben sogar einige ehemalige
Theologieprofessoren erkannt . Die Kirche belügt sich wider besseres Wissen selbst - ich habe mich sehr lange damit beschäftigt .
Und nichts anders bei den anderen Religionen - teilweise lächerlich , was
da geglaubt wird : Judentum , Islam , Hinduismus ...
und von Archäologie und Wissenschaft widerlegt .
Erzkind
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2012 - 21:53:29    Titel:

Hallo manden,

ob du den wahren Glauben hast ist ja nicht das Thema (und es ist meiner Meinung auch egal; du hast deinen Glauben und das Maß dafür, ob dieser Glaube "wahr" ist, ist einfach ob du daran glauben kannst und wenn du das kannst ist das gut Very Happy ), sondern nur, dass man dann Theist ist, wenn man sich von seinem Glauben in seinem Handeln führen lässt. Kreuzritter und Inquisitoren haben sich von ihrem Glauben führen lassen und ziemlich scheußliche Dinge getan, also (das ist der eigentliche Punkt) ist auch Theismus keine Garantie für Menschlichkeit.

Dass man aus der Bibel selbst erkennen kann, dass Jesus ein Mensch mit Fehlern war ist ja schön und gut, aber erzähl das mal einem Kreuzritter, der für seinen Glauben an die Unfehlbarkeit von Jesus in den Krieg zieht. Wie früher Naturwissenschaft betrieben wurde, weißt du wohl selbst. Will sagen: was in religiösen Schriften steht ist für die Frage ob jemand Theist ist egal, sondern nur ob er daran glaubt.

Ich stimme deinen Sätzen völlig zu und bin auch von deren Richtigkeit überzeugt, aber man braucht nicht viel Fantasie um sich auszumalen, wie man diese Sätze bei einer Hexenverfolgung missbrauchen kann.

Liebe Grüße,
Alex
manden
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2012 - 09:17:01    Titel:

Hi Erzkind ,
was Du sagst , bestreite ich entschieden .
Es kommt N U R darauf an , dass der Glaube der richtige ist !!!
Kreuzritter hatten doch so gut wie keine Ahnung von ihrem Glauben , sie
machten einfach , was die Geistlichkeit sagte - das ist sogar noch heute ein
bisschen so .
Der Glaube muss richtig sein - auch "menschlich" nachvollziehbar .
Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben - ausser von völlig Perversen
lässt sich da gar nichts missbrauchen !
Und da besteht auch gar keine Gefahr !
Der Satz selber wird von den Menschen als Aggression angesehen , denn
er greift ihren Egoismus an . Da werden sie tatsächlich aggressiv - und das
erlebe ich laufend ! ( das deutet auf die Wahrheit dieses Satzes hin )
Erzkind
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2012 - 14:08:30    Titel:

Hallo manden,

Zitat:
Es kommt N U R darauf an , dass der Glaube der richtige ist

Womit wir aber wieder bei dem Problem wären, dass sich nicht feststellen lässt, was der "richtige" Glaube ist. Für Islamisten ist es genauso richtig sich in die Luft zu springen, wie es für Inquisitoren richtig war Hexen zu verfolgen.

Zitat:
Kreuzritter hatten doch so gut wie keine Ahnung von ihrem Glauben , sie
machten einfach , was die Geistlichkeit sagte - das ist sogar noch heute ein
bisschen so .

Zum einen waren die Menschen zu Zeiten der Kreuzzüge insgesamt ziemlich bibelfest und zum anderen brauch ich dir wohl nicht zu sagen, dass du dir statt eines Kreuzritters auch gerne eine andere Figur aus der Zeit vorstellen kannst, z.B. einen Geistlichen.

Zitat:
Der Glaube muss richtig sein - auch "menschlich" nachvollziehbar .
Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben - ausser von völlig Perversen
lässt sich da gar nichts missbrauchen !

Aber wer setzt das Maß dafür, was richtig ist? Und menschlich nachvollziehbar ist auch kein fester Begriff. Ich geb dir Recht, dass eine gewalttätige Auslegung deines Satzes ziemlich pervers ist, aber man muss bei sowas berücksichtigen, dass pervers vom momentanen kulturhistorischen Hintergrund der Gesellschaft abhängt, oder wie Foucault sagen würde: vom geführten Diskurs (Foucault hat das an der Frage, was eigentlich ein psychisch kranker Mensch ist sehr eindrucksvoll dargestellt). Und ich hab keine Lust jetzt mit dir die möglichen Auslegungen des Satzes durchzukauen, weil das zu nichts führt, deswegen nur ein Beispiel:
Stellen wir uns einen Geistlichen vor, der als Inquisitor Hexen verfolgt und tötet und er folgt dem Leitspruch: Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben. Seine Auslegung davon wäre, dass Hexen dem Teufel verfallen sind und das Wohl der Menschen und Natur bedrohen und deshalb getötet werden müssen. Das ist für uns pervers, aber es ist eine mögliche (missbräuchliche) Auslegung des Satzes. Ich will mich jetzt aber nicht über diese Auslegung streiten, sondern nur sagen, dass sich an diesen Satz zu halten kein Garant dafür ist, dass jemand zu anderen Menschen lieb und nett ist.
manden
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2012 - 18:20:09    Titel:

Hi Erzkind ,
dass der Glaube richtig ist , muss jeder genauestens prüfen .

Kreuzritter und selbst Geistliche haben alles kritiklos geglaubt und der
Obrigkeit gehorcht ! - das ist kein Glaube !

Wer setzt das Mass ? jeder selbst !

Versuche Natur und (alle) Mitmenschen zu lieben . Da wissen die Menschen
schon , was da gemeint ist . Das ist menschlich nachvollziehbar .
Dein konstruiertes Beispiel ist für die Menschen von heute längst nicht mehr
gültig .
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5 ... 118, 119, 120, 121, 122, 123, 124 ... 127, 128, 129, 130, 131  Weiter
Seite 121 von 131

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum