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Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
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Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
 
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manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2012 - 22:11:44    Titel:

Hi Moscha ,
mein Satz ist vollkommen richtig , sogar wenn man nicht an den Schöpfer
glaubt ( dann - und damit auch den Schöpfer - weglassen ) .
Die Zeugen Jehovas kenne ich wahrscheinlich weit besser als Du - ich
habe ihre Lehren angehört und angeschaut . Einer , ein Jugendfreund von
mir , besucht mich noch ab und zu - aber mehr privat .
Ich habe die Lehren geprüft ( anhand der Bibel ) - auch die der Kirchen -
und grösstenteils für falsch befunden ( sogar logisch nachweisbar ! ) !

Wie bringt man die Menschen dazu , hast Du aus dem Zusammenhang gerissen , es bezieht sich auf meinen Grundsatz : versuche Natur und Mitmenschen zu lieben .
Dieser Grundsatz hat mit Gehirnwäsche ( Kirche , Zeugen Jehovas ) absolut
n i c h t s zu tun , sondern er stellt die e i n z i g e Möglichkeit dar , wie
wir unseren Egoismus in den Griff kriegen können ! Und das müsstest Du
eigentlich auch wissen - wenn Du w i l l s t !
Luna123
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Anmeldungsdatum: 04.05.2007
Beiträge: 754

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 02:41:22    Titel:

Oh, was für ein schöner Thread- dass der mir hier so lange nicht aufgefallen ist! Eine Schande!
Ich habe nicht alle 25 Seiten gelesen, nur einzelne Beiträge. Sehr anregend was man hier teilweise liest. Ich werfe jetzt selbst mal ein paar Sätze ein.
Ich möchte den (von mir sehr geschätzten) Ansatz Karl Barths zum Thema Glauben ansprechen. Vllt spricht dieser Ansatz ja auch den ein oder anderen Moslem an?
Gott hat dem Menschen die Freiheit zu Glauben geschenkt. Der Glaube an sich ist die Freiheit. Mancher mag sich jetzt fragen, was daran Freiheit ist, sich an Gesetze aus staubigen alten Büchern etc. zu halten. Ebenso wird mancher sagen, dass er sich auch ohne irgendwelchen Glauben frei fühlt. Aber: Diejenigen kennen das erfüllende Gefühl nicht, Nachfolger Gottes zu sein, trotz aller menschlicher Schwächen. Es geht nicht darum, durch Regeln in Ketten gelegt zu sein, sondern sich gerade durch diese Regeln frei zu fühlen. Ich bin gläubige Christin, das war ich nicht immer. Im Gegenteil, früher habe ich den Glauben radikal abgelehnt. Heute Glaube ich und das macht mein Leben erst vollkommen. Wenn ich Mist gebaut habe, bereue ich es zutiefst. Nicht, weil ich Angst vor einer Strafe habe. Sondern weil ich Gottes Nachfolge antreten möchte und es mir nicht gut tut vom Weg abzukommen. Freiheit bedeutet für mich, gewisse Regeln zu befolgen. Und das Befolgen der Regeln ist keine Last, sondern eine Freude. (Würde ein wirklich gläubiger Moslem das Kopftuch als Last bezeichnen? Ich denke nicht oder?)
Nur das ist wahrer Glaube. Wer Gesetze nur aus Angst vor Strafen befolgt, der ist meiner Meinung nach nur schein-gläubig.
Man möge mich belächeln und mich verblendet nennen, aber ich weiß wie es ist ohne Glauben zu leben. Und so möchte ich nie wieder leben.
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 09:41:45    Titel:

Hi Luna123 , schön , dass Du hierher gefunden hast . Immer nur Atheisten
ist etwas anstrengend .
Hoffentlich bist Du kritikfähig . Wer an einen falschen Gott glaubt , glaubt
nämlich auch nicht an Gott . Und da sind Juden , Muslime , auch Christen
in grosser Gefahr . Die anderen Religionen sowieso .
Was bedeutet Dein Satz , Du möchtest Gottes Nachfolge antreten ?
( ich kenne natürlich die Bibel genau - lese ich jetzt komplett zum 3. Mal ,
aber auch Koran und die meisten anderen Religionen )
Du befolgst Dir selbst gegebene Regeln - woher ? Selbst aus der Bibel aus-
gewählt ? Mit welcher Kompetenz ?
Nehmen wir die Muslime : da ist es krasser - mit den (gläubigen) Frauen
kann man weder sprechen noch sie grüssen . Daraus folgt : dieser Glaube
ist falsch ! Es gibt noch vieles anderes - aber das reicht schon !
Soll ich weitermachen ? Das nächste Mal mit Juden und Christen .
Ich glaube an Gott , den Schöpfer von allem , eine unvorstellbar höhere
"Intelligenz" , von dem wir hoffen dürfen , dass er uns irgendwann das
"wahre" Leben gibt . Und das völlig überzeugt !
Aber nicht an die Märchen , den religiösen Wahn , und die Lügen der Religionen . Am meisten Wahrheit enthält die Erkenntnis Jesu : Du sollst
deinen Nächsten (Mitmenschen) lieben wie dich selbst .
Nicht einmal das haben die Kirchen im Ansatz geschafft , weil sie sich
auf allerlei Blödsinn konzentriert haben - bis heute !
Ohne Glauben zu leben , ist furchtbar . Da hast Du vollkommen recht !
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 09:42:43    Titel:

Zitat:
Würde ein wirklich gläubiger Moslem das Kopftuch als Last bezeichnen? Ich denke nicht oder?

Hunderttausende Frauen, die unter dem Zwang leben und ein paar Männer, die sich trauen, das Thema zur Sprache zu bringen.
http://www.transparency-for-iran.org/politik/zwangsverschleirung-hat-negative-folgen-fur-unsere-gesellschaft
Luna123
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Anmeldungsdatum: 04.05.2007
Beiträge: 754

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 11:10:02    Titel:

Eine Zwangsverschleierung widerspricht doch jeglichem aufrichtigem Glauben. Wenn eine Frau dazu gezwungen wird, Kopftuch zu tragen, dann trägt sie das Tuch nicht aus religiösen Gründen. Dann ist das Kopftuch bzw. Verschleierung einfach nur ein Zeichen der Unterdrückung. Und das ist natürlich absolut inakzeptabel! Was unter Zwang, Druck und Angst geschieht hat mit Religion doch nichts mehr zutun, da dient die Religion mal wieder nur als Vorwand um eigene Machtinteressen durchzusetzen.
veteran
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Anmeldungsdatum: 24.07.2005
Beiträge: 686
Wohnort: Eurabia, Almanistan

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 13:05:07    Titel:

Luna123 hat folgendes geschrieben:
Eine Zwangsverschleierung widerspricht doch jeglichem aufrichtigem Glauben. Wenn eine Frau dazu gezwungen wird, Kopftuch zu tragen, dann trägt sie das Tuch nicht aus religiösen Gründen. Dann ist das Kopftuch bzw. Verschleierung einfach nur ein Zeichen der Unterdrückung. Und das ist natürlich absolut inakzeptabel! Was unter Zwang, Druck und Angst geschieht hat mit Religion doch nichts mehr zutun, da dient die Religion mal wieder nur als Vorwand um eigene Machtinteressen durchzusetzen.

Und was ist mit der Zwangsbeschneidung von Jungen?
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 15:58:46    Titel:

Hallo manden,

zuerst mal:
Zitat:
auch wenn die meisten es (noch) nicht begreifen wollen !

Da du eine eigene Meinung hast, weißt du auch, wie es ist, wenn "der zwanglose Zwang des besseren Arguments" (Habermas) einen von etwas überzeugt; da spürt man manchmal, dass etwas richtig ist, noch bevor man es wirklich verstanden hat und obwohl man gerne an der alten Überzeugung festhalten möchte, kann man es aufgrund dieses Zwanges nicht. Man könnte also sagen, dass ein Argument umso besser ist, je größer sein zwangloser Zwang ist.
Natürlich gibt es Leute, die sich diesem zwangslosen Zwang dann verschließen, aber wenn man davon überzeugt ist, so einen vor sich zu haben, wozu diskutiert man dann noch mit ihm?
Wenn jemand ohnehin nicht bereit ist, seine Meinung aufgrund besserer Argumente zu ändern, wird man an seiner Überzeugung auch mit noch so guten Argumenten nichts ändern können, dann wird das Ziel ihn zu überzeugen unerreichbar.
Wenn man andere ohnehin nicht überzeugen kann, so bleibt ja als möglicher Diskussionsgewinn nur, dass man die eigenen Argumente an ihrem Widerspruch schärft. Dafür aber ist es doch viel pragmatischer, die Überzeugungsbereitschaft der Anderen einfach anzunehmen, so zu tun als ob, weil man dadurch die eigenen Argumente so umgestaltet (= weiter präzisiert und zu begründet) dass man die in ihnen steckende Überzeugungskraft so gut es geht herausholt. Oder anders:
Martin Wehrle hat folgendes geschrieben:
Wer mit dem Talent zum kritischen Denken gesegnet ist, sollte es vor allem auf den einzigen Menschen anwenden, den er aus eigener Kraft verändern kann: auf sich selbst!
(Das Zitat... und Ihr Gewinn)


Zitat:
Die Aussage : Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben - ist für uns Menschen allgemeingültig

Also, zuerst einmal ist der Satz "Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben" keine Aussage, sondern ein Imperativ. Er sagt ja nichts über etwas aus, sondern ist eine Handlungsanweisung. Da er nichts über etwas aussagt, hat er auch keinen Gültigkeitsbereich, weshalb er auch nicht allgemeingültig ist.
Wir können also lediglich Aussagen über diesen Satz (diesen Imperativ) machen, z.B. "Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben - ist für uns Menschen allgemeingültig", denn die Aussage "ist für uns Menschen allgemeingültig", sagt etwas über den Imperativ aus. Aber diese Aussage ist falsch, denn zu sagen, dass dieser Imperativ allgemeingültig ist, ist in etwa so, als würde man sagen: "In der Wüste ist alles Wasser der Welt", was aber nicht stimmt, denn die Wüste ist ja deshalb eine Wüste, weil es in ihr kein Wasser gibt.
Wir können aber auch sagen: Aus dem Aphorismus "Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben" lassen sich die Antworten auf alle existentiellen Fragen ableiten. Ist das so? Dann hätte ich aus diesem Aphorismus gerne die Antworten auf folgende Fragen abgeleitet:
Logik: Wenn der Sinn von A B ist, und der Sinn von B ist C und man diese Reihe fortführt, wie lässt sie sich logisch beenden?
Theologie: Wenn Gott als Schöpfer die Ursache von allem ist, warum hat er das Böse geschaffen?
Epistemologie: Ist der Himmel wirklich blau?
Ethik: Was ist gerecht?
Ontologie: Was ist das Sein?
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 17:06:06    Titel:

Hi Erzkind , was ich an Deiner Argumentation überhaupt nicht mag , ist Dein
"supertheoretischer" Stil , weil der fast nichts bringt ! Und ich will , wahrscheinlich
im Gegensatz zu Dir , was erreichen !
Dein erster Abschnitt enthielt den Hinweis , dass die ganze Überzeugungs -
arbeit nichts bringen kann , wenn die Empfängerseite gar nicht bereit ist ,
sich überzeugen zu lassen .
Damit handelt es sich tatsächlich um das Hauptproblem : die Menschen sind
vorfestgelegt ( so wie ich Dich auch einschätze ) .

Die Aussage " Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben " ( Imperativ spielt überhaupt keine Rolle ) zu analysieren , wäre sehr interessant für
D I C H , allerdings auf eine produktive Art und Weise - n i c h t wie Du
es versucht hast - supertheoretisch ! Vielleicht versuchst Du es mal .
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 18:11:02    Titel:

Hallo manden,

ich glaube (im Gegensatz zu dir) nicht daran, dass man anderen die eigene Meinung aufdrücken muss um was an der Welt zu ändern, sondern dass es vor allem darauf ankommt, dass man darüber redet. Es geht mir also auch gar nicht darum dich oder sonst jemanden von meiner Meinung zu überzeugen, sondern darum, mir Kritik an meiner Meinung zu holen und zu überlegen, wie ich diese Meinung unter Berücksichtigung dieser Kritik noch beibehalten kann oder ob ich sie vielleicht doch ändern sollte. Was andere aus einem solchen Gespräch machen - ob es ihnen also bspw. nur darauf ankommt andere zu überzeugen und die eigene Meinung unangefochten zu lassen - ist mir herzlich egal. Recht enttäuschend ist es dann natürlich, wenn der Diskussionspartner die Grundlagen seiner Kritik nicht offenlegt, sondern sowas sagt wie "das ist doch offensichtlich".
So lerne ich aus der Diskussion mit dir über Themen wie Gott und Ethik zu diskutieren und dabei auf Begriffe wie Sinn des Lebens oder Willensfreiheit, in denen wir unterschiedlicher Meinung sind, weitgehend zu verzichten. Man könnte auch sagen: miteinander über ein Thema zu diskutieren ohne dafür zu den angrenzenden Themen einer Meinung sein zu müssen. Dazu hatte ich aber schon mal was geschrieben, was allerdings ohne Antwort blieb.
Da Themen wie Gott und Ethik nun nicht gerade trivial sind, finde ich, dass man ihnen mit einer trivialen Bearbeitung nicht gerecht wird, was du dann "supertheoretisch" nennst. Wenn du dich daran störst, dass ich Themen bevorzugt mit dem ihnen gebührenden Anspruch zu besprechen versuche, ist das dein Problem.
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 18:26:35    Titel:

Na gut , Erzkind , das war verständlich .
Du möchtest , wie ich auch , von der Diskussion profitieren . Das ist okay .

Dein Beginn der Analyse des Satzes " Wir müssen versuchen Natur und Mitmenschen zu lieben " würde mich interessieren .
Ich bin mir in den Feinheiten natürlich selbst noch nicht ganz klar .
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