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Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
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veteran
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Anmeldungsdatum: 24.07.2005
Beiträge: 686
Wohnort: Eurabia, Almanistan

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 21:15:58    Titel:

manden hat folgendes geschrieben:
Hi Erzkind , was ich an Deiner Argumentation überhaupt nicht mag , ist Dein
"supertheoretischer" Stil , weil der fast nichts bringt ! Und ich will , wahrscheinlich
im Gegensatz zu Dir , was erreichen !

"Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern."
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 21:35:10    Titel:

Hi veteran , damit hast Du meine Einstellung genau erfasst . Ich brauche
brauchbare Ergebnisse oder zumindest Möglichkeiten .
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 01 Jan 2013 - 21:53:34    Titel:

Hallo manden,

eines der meiner Meinung nach am Besten formulierten ethischen Prinzipien ist der sogenannte ökologische Imperativ von Hans Jonas:
Zitat:
Handle so, daß die Wirkungen deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.

Einerseits wird hier das Leben eindeutig bejaht und andererseits enthält der Satz mit dem kleinen Wörtchen "echten" einen gänzlich unbestimmten Dreh- und Angelpunkt. Denn mit welcher Bedeutung das Wort "echt" aufgeladen wird, ist eine Frage, über die wir als Menschen immer wieder neu verhandeln müssen, also darüber was echtes menschliches Leben ist, wie es sich herstellen und dann auch bewahren lässt. Das ist meiner Meinung nach die zentrale Aufgabe des Diskurses.

Auf die Frage, wie sich das Wort "echt" füllen lässt, kann man nun also verschieden Antworten geben - welche ich nachfolgend als Signifikat bezeichne - die dann in einem seriös geführten Diskurs besprochen werden. Ein Beispiel für ein Signifikat wäre dann dein Satz "Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben". Meiner Meinung nach ist er eine Handlungsanweisung dazu, wie sich echtes menschliches Leben herstellen und bewahren lässt. Da der Mensch von der Natur abhängig ist, ist es auch in seinem eigenen Interesse die Natur zu schützen. Die Abhängigkeit des Menschen von der Natur sollte meiner Meinung nach jedes Signifikat berücksichtigen.
Dafür was echtes menschliches Leben bedeuten soll gibt es ja keine Begrenzung. Im Gegenteil sind hier viele verschiedene Meinung wünschenswert. Darum kann man auch verschiedene Ideen gleichermaßen einbringen. Ich für meinen Teil würde derzeit folgende drei Ansätze empfehlen: Kants kategorischer Imperativ, das Salutogenese-Konzept von Antonovsky und Sartres Unterscheidung zwischen an-sich- und für-sich-Sein und das mauvaise foi.

Liebe Grüße,
Alex
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 10:28:49    Titel:

Hi Erzkind ,
mit der Einführung des Satzes von Jonas hast Du das eh schon gewaltige
Probleme nur noch vergrössert . Wenn man den Ausdruck " echten Lebens "
schon benutzt , muss man ihn auch erklären . Ansonsten halte ich den Satz
für wertlos .
Mit " Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben " lässt sich vielleicht im Optimalfall ideales menschliches Leben auf der Erde hervorbringen ( echt
ist das falsche Wort ! ) . Drum führt diese Schiene auch nicht weiter und jahr -
hundertealte philosophische Schriften sind da eh wenig hilfreich . Wir sind
heute schon ein Stück weiter .
Das eigentliche Problem ist die Umsetzung des Satzes " Versuche Natur und
Mitmenschen lieben " : sicherlich das existenzielle Problem der Menschheit . Und das Haupthindernis steckt natürlich in den Köpfen der Menschen .
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 11:18:12    Titel:

Zitat:
Wenn man den Ausdruck " echten Lebens "
schon benutzt , muss man ihn auch erklären . Ansonsten halte ich den Satz
für wertlos .

Eben nicht, denn wie ich schon schrieb, soll die Frage, was man darunter versteht, dem Diskurs überlassen bleiben. Der Satz soll keine Antwort auf die Frage was echtes menschliches Leben ist geben, sondern fordert dazu auf, dieses echte menschliche Leben zu schützen. Das Wort "echt" finde ich auch sehr passend, denn wenn man es auf "menschliches Leben" beschränkt, kann man darunter auch verstehen alle Menschen zu unterdrücken, damit sie nichts tun was der Welt schadet, aber das ist kein Zustand des Friedens. Und da ich wie gesagt nicht an objektive Antworten auf existentielle Fragen glaube, halte ich auch die Frage was echtes menschliches Leben ist nicht für objektiv beantwortbar. Das Ergebnis muss also immer wieder neu ausgehandelt werden.
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 11:29:55    Titel:

zitate manden
Zitat:
Das eigentliche Problem ist die Umsetzung des Satzes " Versuche Natur und
Mitmenschen lieben " : sicherlich das existenzielle Problem der Menschheit .

Zitat:
Ich brauche
brauchbare Ergebnisse oder zumindest Möglichkeiten .


Genauso ist es. Mir persönlich ist es dabei egal, an was oder wen Mitstreiter glauben. Jeder, der sich um die Menschheit sorgt und praktisch für sie eintritt, bekommt vollen Respekt.
Moscha
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Anmeldungsdatum: 01.03.2011
Beiträge: 225
Wohnort: CH

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 12:17:23    Titel:

Hallo manden

manden hat folgendes geschrieben:
Mit " Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben " lässt sich vielleicht im Optimalfall ideales menschliches Leben auf der Erde hervorbringen ( echt ist das falsche Wort ! )

Könntest Du uns eventuell ein Modell vorstellen, welches - im Optimalfall - ideales menschliches Leben auf Erden hervorbringen könnte? Ebenfalls von Interesse, Deine Definition von lieben. Besten Dank.

Liebe Grüsse
Moscha
Moscha
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Anmeldungsdatum: 01.03.2011
Beiträge: 225
Wohnort: CH

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 12:19:11    Titel:

Wilkommen im 2013 - Erzkind Smile

Bemerkenswert, Dein Engagement. Chapeau!

Erzkind hat folgendes geschrieben:
... enthält der Satz mit dem kleinen Wörtchen "echten" einen gänzlich unbestimmten Dreh- und Angelpunkt.

Einen gänzlich unbestimmten Dreh- und Angelpunkt. Richtig. Es kann, darf verhandelt/abgehandelt werden. Anstelle von 'echten' kann auch 'ideale' stehen, denn ob 'echt' oder 'ideal' - beides kann so oder anders gefüllt werden. Was ist echtes/ideales Leben; meines Erachtens eine Frage, die unmöglich und schon gar nicht allgemeingültig gelöst werden kann. Zu keiner Zeit. Dies, weil es sich dabei schlicht und einfach um persönliches Ermessen handelt.

Liebe Grüsse
Moscha
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 14:03:26    Titel:

Hi Moscha , ein ideales Lebensmodell ist da schnell vorgestellt : das wäre ,
wo jeder Mensch aus eigenem Antrieb nach dem Motto lebt :
Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben .
Die Frage ist nur , wie ist das zu erreichen ?

Deine Ablenkung , Erzkind , mit dem " echten Leben " kannst Du gern philosophisch diskutieren , aber bitte nicht mit mir .

Danke go , für deine Zustimmung .

Hier ist mit Lieben die sogenannte " brüderliche Liebe " gemeint , die Liebe
zu allen Menschen . In Bezug auf die Natur bedeutet Liebe vor allem Wert -
schätzung , Pflege und bei Tieren kann es durchaus darüber hinausgehen .
Moscha
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Anmeldungsdatum: 01.03.2011
Beiträge: 225
Wohnort: CH

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 14:41:24    Titel:

Danke manden, wir befinden uns hier ja im Forum - Philosophie

1 - Modell vs Motto: Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben.

2 - Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben. Mit lieben ist also 'brüderliche Liebe' gemeint. Wie definierst Du 'brüderliche Liebe'?

Liebe Grüsse
Moscha
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