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Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
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manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 15:51:29    Titel:

Hi Moscha ,

ich konzentrier mich einfach auf : Versuche Natur und Mitmenschen zu lieben , wobei unter brüderlicher Liebe zu verstehen ist , dass man alle
Güter gleich und fair teilt - im Zweifelsfall liebevoll - und einander gegenseitig
beisteht . Das ist das Leben , das wir Menschen in Hunderten , Tausenden
oder mehr Jahren erreicht haben sollten .
Und wir müssen den Weg dazu , der ja schon weit vor uns begonnen wurde ,
weiterführen .
Dazu müssen die Menschen irgendwie dazu gebracht werden , umzudenken
( radikal ) weg von diesem selbstzerstörerischen Egoismus , den ich für den
Hauptfeind der Menschheit halte - in manchen Religionen fälschlicherweise
als Satan oder Teufel benannt - hin zur Mitmenschlichkeit .
Aus jetziger Sicht ist das nur in winzigen , langwierigen Schritten möglich .
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 16:20:59    Titel:

Zitat:
dass man alle
Güter gleich und fair teilt

... die man auch gemeinsam erarbeitet, jeden Fähigen dazu einbeziehend und auffordernd. Wer sich dem entzieht, der kann nicht erwarten, durchgefüttert zu werden. Wer nicht oder wenig zum Wohle der Gesellschaft beitragen kann, der soll den Durchschnitt der Gesellschaft genießen und vielleicht sogar mehr. Ein körperlich oder geistig Behinderter der braucht unter Umständen mehr Mittel, um in der Gesellschaft nicht benachteiligt zu sein.
Luna123
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Anmeldungsdatum: 04.05.2007
Beiträge: 754

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 17:01:30    Titel:

Ist ja schön und gut zu versuchen, Mitmenschen und Natur zu lieben. Stimme ich vollkommen zu.
Aber: Es ist Utopie, dass dieses Motto das Motto jedes Menschen wird. Das ist für den Menschen doch absolut widernatürlich. Neid, Konkurrenzdenken und Eifersucht sind typisch menschliche Eigenschaften. Wahrlich keine löblichen, aber so ist es nunmal. Nehmen wir an, die Menschheit würde aus 100 Personen bestehen. Nach deinem Modell der fairen Verteilung müssten sich also alle 100 nach Kräften an der Beschaffung von Gütern beteiligen. Es werden aber immer mindestens 10 dabei sein, die sich denken "hey, es bekommt sowieso jeder das gleiche, warum sich also anstrengen?!". Dann sind mindestens weitere 10 dabei, die denken "hey, ich hätte aber gerne mehr als die anderen! Ich erwirtschafte jetzt einfach mal mehr und teile nicht, oder ich nehme es den anderen einfach weg!"......
Das ganze hat in der Geschichte nie funktioniert und wird es auch in Zukunft nicht, weil eine solche Gleichbehandlung einfach nicht in der Natur des Menschen liegt.

Wie stellst du dir das ganze vor? Du sagst ja, dass die Menschen diese Art zu Leben (getreu deinem Motto) in Zukunft erreichen sollen/müssen/werden. Wie willst du die typisch menschlichen Eigenschaften auslöschen? Denkst du, durch Überzeugungsarbeit verlieren die Menschen irgendwann ihr Konkurrenzdenken, ihr Streben nach Mehr, ihren Neid?
Nichts für ungut, ich finde es löblich, dass du nach deinem Motto lebst!
Dennoch ist es für mich fehlinvestierte Energie, wenn man sich in Utopien verbohrt.
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 17:45:15    Titel:

Zitat:
"hey, es bekommt sowieso jeder das gleiche, warum sich also anstrengen?!"

Dieses Problem als Rückbleibsel der Klassengesellschaft, in welcher der Kampf um Anteile lebenswichtig ist, bzw. das Aufstützen auf anderer Arbeit erstrebenswert (manden beschreibt das hier immer als "Egoismus unserer Zeit"), lässt sich im Übergang durch eine klare Leistungsgesellschaft lösen. Leistungen aller Art sind bewertbar und so kann man auch unterschiedliche Ergebnisse dem einzelnen zukommen lassen.
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 17:53:05    Titel:

Hi go , das ist natürlich schwer zu beurteilen . Natürlich soll jeder nach seinen
Fähigkeiten und Möglichkeiten beitragen . Aber wer nicht beitragen kann ,
soll dasselbe haben . Und wer nicht will , eben viel weniger ( bis zur Hälfte )
- so in etwa meine (nachsichtige) Einstellung . Richtig , und Behinderte
brauchen eventuell mehr .
Aber das ist von meinem Grundsatz alles gedeckt , leider in utopischer
Ferne !
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 18:18:33    Titel:

Hi Luna 123 , Du hast die Lage dieser Welt ganz gut erkannt . Nach meiner
Beurteilung ist sie noch viel katastrophaler . Aber in Kontakten zu den
einzelnen Menschen schöpfe ich wieder Hoffnung . Da ist das nötige Potential
durchaus da , es muss nur aktiviert werden .
Das ist allerdings äusserst schwierig und - ich schätze - sehr langwierig :
Hunderte oder Tausende von Jahren oder mehr .
Aber wir müssen auf den jahrtausendealten Anfängen weitermachen und
nach und nach werden die Menschen es schaffen (radikal) umzudenken vom
selbstzerstörerischen Egoismus zum Miteinander .
Manchmal kann man doch im eigenen Umfeld kleine Erfolge sehen .
Ich bin Optimist . Weisst Du warum ?
Der Schöpfer hat in uns die Fähigkeit und Möglichkeit zur Liebe zu Natur und Mitmenschen angelegt , und die wird sich im Endeffekt trotz all unseres idiotischen Egoismus - den ich für den Hauptfeind der Menschheit halte -
durchsetzen - auch wenn es (sehr) lang dauert .
Moscha
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Anmeldungsdatum: 01.03.2011
Beiträge: 225
Wohnort: CH

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 19:05:28    Titel:

Hallo manden (Thread: Das Christentum und seine Konfessionen) etwas, worüber Du ja - nach eigenen Angaben - nicht philosophieren willst.

Deine Politik: Radikal! Aha, Zwang - Diktatur. Daher also 'brüderliche Liebe' in Anführungs- und Schlusszeichen. Habe ich mir fast gedacht, so nach dem Motto: Bist du nicht willig, ... widerlich - wider die menschliche Natur!

visionen à la manden

Mein Abschlussgedanke
Ist die Natur nicht um einiges intelligenter als der Mensch? Kippt uns Mutter Erde von unserem angemassten Sockel? Krone der Schöpfung Btw, Naturkatastophen dienen der Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts. Auch menschliche Erfindungen, ABC-Waffen, könnten die Menschheit auslöschen, den Planeten Erde lange Zeit - bis zum Keimen neuen Lebens - unfruchtbar machen. Da der Mensch jedoch eher zu halben Sachen neigt, räume ich Intelligenz der Natur Naturkatastrophen eine bessere Chance ein, sich vom Parasit Mensch zu befreien.

Liebe Grüsse
Moscha


Zuletzt bearbeitet von Moscha am 02 Jan 2013 - 19:34:20, insgesamt einmal bearbeitet
golomjanka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2012
Beiträge: 2449
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 19:14:02    Titel:

manden
Zitat:
Aber das ist von meinem Grundsatz alles gedeckt , leider in utopischer Ferne!

Was denkbar ist, ist auch machbar. Das Machbare wird dabei ohnehin von dem Notwendigen gedrängt. Der wichtigste Prozess ist das Zusammenwachsen der Völker durch die zunehmende Arbeitsteilung und der Handel begleitet es. Dieser Prozess scheint ein sich selbst beschleunigender zu sein. Und er hat Folgen: Die "nationale Karte" ist immer weniger ausspielbar. Die Information immer weniger unterdrückbar. Die Ausbeutung durch bestimmte Unternehmen immer mehr sichtbar.
Eines der größten Probleme der Zukunft ist weltweit in Diskussion. Die großflächige Agrarwirtschaft durch wenige Monopole. Wir haben das in Europa ja nicht so mitbekommen als vor zwei Jahren der Anstieg der Preise wegen Verschiebungen Richtung Öl-Sprit-Produktion in Asien, Afrika und Südamerika fast Revolutionen auslöste.

Die Menschen unserer Erde werden sich der zunehmenden Entwicklung eines Weltstaates gegenüber sehen. Sie werden darunter leiden und die Unfreiheit und Ungerechtigkeiten in diesem erkennen. Sie werden die Monopolisierung in immer größere und wenigere Kapitalien beobachten, kritisieren und bekämpfen.
Stell Dir das so vor, wie jetzt in Europa oder den USA. Noch geht alles, aber die Krisen werden immer drastischer, die Lösungen immer komplizierter. Es gibt immer einen Punkt, wo Widersprüche nicht verschoben sondern durch neue Verhältnisse aufgehoben werden.

Im Zuge dessen werden Deine Wünsche des Humanistischen als Prinzip formuliert werden, statt Staat gesellschaftliche Entscheidungsgremien geformt werden, alle Individuen als Mensch gleichgestellt ihrer Rechte sein. Je nach regionaler Relevanz werden in Entscheidungsgebieten dortige Menschen per Computer wählen und wenn es sich um Entscheidungen mit der Relevanz der ganzen Menschheit handelt, dann eben alle vielleicht 15 Milliarden, die die Erde bevölkern werden.
Das geht alles. Das ist machbar und notwendig.

Wir sind davon nicht soweit entfernt!
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 20:12:57    Titel:

Hi Moscha , da hast Du einiges falsch verstanden .

ich rede selbstverständlich übers Christentum , nur ich bin kein Freund der
nutzlosen Philosophiererei darüber .

Was soll das mit Zwang ? Davon habe ich mich klar distanziert !!!

Und wenn wir so weitermachen , machen wir uns das Leben selbst zur Hölle .
( was glaubst Du , warum einige Menschen versuchen dagegen zu arbeiten )
manden
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 292
Wohnort: Roth

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2013 - 20:31:28    Titel:

Hi go , deine positve Sicht der globalen Entwicklung würde ich gerne teilen ,
und es sind auch Ansätze erkennbar ( wie Internet ), aber wenn ich die
heutige Weltlage betrachte , kann das noch Jahrhunderte dauern .
Und , was Du nicht berücksichtigt hast , ist der ungeheuere , selbstzerstörerische Egoismus der Menschen von heute ( Motto : nach mir
die Sintflut ) . Die Menschen brauchen einen Grund , die Schöpfung - Natur
und Mitmenschen - zu lieben . Ich glaube zwar , dass die Fähigkeit und
Möglichkeit dazu im Menschen angelegt ist , aber sie kommt gegen den
ungeheuren Egoismus nur bei wenigen zum Zug .
Ohne einfachen Glauben an den Schöpfer , der diese Liebe zur Schöpfung
von uns möchte , und der uns irgendwann das "wahre" Leben geben wird ,
geht es nicht .
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