Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
Gehe zu Seite Zurück 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ... 22, 23, 24, 25, 26 Weiter
|
|
|
| Autor |
Nachricht |
QUASAR Senior Member


 Anmeldungsdatum: 22.11.2006 Beiträge: 957 Wohnort: Frankfurt am Main
|
Verfasst am: 22 Okt 2007 - 15:38:24 Titel: |
|
|
im judentum und im christentum und natürlich auch in den schriften wird gesagt, das isaak und nicht ismael geopfert wurden
und diese zwei religionen gab es nun einmal früher
dann muss man auch davon ausgehen, dass diese zwei die geschichte richtig erzählen
zu deinem bibelzitat:
in dem bund zwischen gott und abraham ist die rede von dem einizgen sohn, den er LIEB hat und an dem GOTT den bund zwischen den seinen weiterführen will
könnte es unter umständen sein, dass abraham einen sohn hatte, den er lieb hatte und den anderen eben nicht so lieb?
das könnte durchaus so sein, also ist es auch so geschrieben worden, als den einzigen sohn, den du lieb hast.
also als ich die bibel gelesen habe habe ich sofort gedacht, dass er den ismael nicht so gern gemocht hat wie den isaak, obwohl mir klar war, dass er noch einen erstgeborenen sohn hat mit namen ismael
warum kommt ihr nicht auf diesen sinn?
mein guter IT_Desert
ICH beschrieb hier keines falls die islamische sicht in diesem christenthreat
ich wäre doppelt blöd dies zu tun, erstens da ich kein moslem bin und zweitens weil ich mich hier im christenthreat befinde und nicht über moslimische belange reden wollte
also müsst ihr ISAAK hier zumindest ISAAK bleiben lassen und nicht Ismael daraus machen
denn das ist noch nicht einmal im KORAN so beschrieben, dass ISMAEL fast geopfert wurde
bitte nicht in islamischer sicht hier ins christenthreat reinschreiben, zumindest solange nicht danach gefragt wird, denn dafür ist ein eigener threat für euch eingerichtet worden DANKE (mit viel sahne drumherum)
. _________________ Ich danke für ihre aufmerksamkeit
hochachtungsvoll euer QUASI |
|
 |
IT_Desert Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.05.2005 Beiträge: 565
|
Verfasst am: 22 Okt 2007 - 15:57:02 Titel: |
|
|
| QUASAR hat folgendes geschrieben: |
bitte nicht in islamischer sicht hier ins christenthreat reinschreiben, zumindest solange nicht danach gefragt wird, denn dafür ist ein eigener threat für euch eingerichtet worden DANKE (mit viel sahne drumherum)
. |
Na gut, dann nehme ich mal die biblische Sicht:
genesis,22:2
| Zitat: |
"Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen, den
du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn
dort [...]"
|
Da kann man sich streiten, wen er mehr lieb hatte, obwohl ein Vater beide Kinder lieben sollte, und erst Recht als Prophet und rechtschaffener Mann.
Aber das islamische Argument, dass es doch Ismael ist, lässt sich auch noch durch dieses zitat erlesen:
Genesis 22:12:
| Zitat: |
"Er sprach:
Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts;
denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines
einzigen Sohn nicht verschont um meinetwillen." |
Hier wird, wieder nur vom einzigen Sohn, aber nicht mit dem Adjektiv, "den du lieb hast". Aber da könnte man sich auch wieder streiten.
Genesis 17:24- 27
| Zitat: |
"Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, als er
seine Vorhaut schnitt. Ismael aber, sein Sohn, war dreizehn
Jahre alt, als seine Vorhaut beschnitten wurde. Eben auf diesen Tag wurden sie alle beschnitten, Abraham, sein
Sohn Ismael .." |
Man erkennt, dass Abraham 99 Jahre alt war und Ismael 13 war.
Dies deutet daraufhin, dass Abraham 86 Jahre alt war, als er Ismael zum Sohn bekam.
Und hier der stärkse Beweis aus der Bibel:
Genesis 21:5
| Zitat: |
"Hundert Jahre war Abraham alt, als ihm
sein Sohn Isaak geboren wurde."
|
Hier sieht man , dass die Behauptung, dass Isaak das Opfer sei, widerlegt.
Die einzige Erklärung dafür wäre, dass der Bund zwischen Gott und Abraham durch die Beschneidung in Ismael geschlossen wurde, dem
Großvater der Araber.
Aus Neid wurde laut David Benjamin der Name Ismael in Isaak umgewandelt. (David Benjamin Keldani)
Ansonsten müsste das Alter oder die Zeit in der Bibel nicht stimmen. _________________ Im Flugzeug gibt es während starker Turbulenzen keine Atheisten.
Robert Lembke
Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.
Groucho Marx |
|
 |
QUASAR Senior Member


 Anmeldungsdatum: 22.11.2006 Beiträge: 957 Wohnort: Frankfurt am Main
|
Verfasst am: 22 Okt 2007 - 15:58:58 Titel: |
|
|
DAS ERSTE BUCH MOSE (GENESIS) / 21. Kapitel
hat folgendes geschrieben: |
Austreibung Ismaels und seiner Mutter
8Und das Kind wuchs heran und wurde entwöhnt. Und Abraham machte ein großes Mahl am Tage, da Isaak entwöhnt wurde. 9Und Sara sah den Sohn Hagars, der Ägypterin, den sie Abraham geboren hatte, wie er Mutwillen trieb. 10Da sprach sie zu Abraham: aTreibe diese Magd aus mit ihrem Sohn; denn der Sohn dieser Magd soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak. 11Das Wort mißfiel Abraham sehr um seines Sohnes willen. 12Aber Gott sprach zu ihm: Laß es dir nicht mißfallen wegen des Knaben und der Magd. Alles, was Sara dir gesagt hat, dem gehorche; denn nur bnach Isaak soll dein Geschlecht benannt werden. 13Aber cauch den Sohn der Magd will ich zu einem Volk machen, weil er dein Sohn ist. |
dies ist der knackpunkt für die spätere aussage von gott über den einzigen sohn, nämlich isaak
für IT_Desert, nur die feinste sahne, büdde sehr
aber du hast schon recht wenn du sagst, dass abraham beide lieb hat
aber gott hat nicht beide lieb, so ersieht man es zumindest aus dieser erzählung
. _________________ Ich danke für ihre aufmerksamkeit
hochachtungsvoll euer QUASI |
|
 |
IT_Desert Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.05.2005 Beiträge: 565
|
Verfasst am: 22 Okt 2007 - 18:26:30 Titel: |
|
|
| QUASAR hat folgendes geschrieben: |
für IT_Desert, nur die feinste sahne, büdde sehr
aber du hast schon recht wenn du sagst, dass abraham beide lieb hat
aber gott hat nicht beide lieb, so ersieht man es zumindest aus dieser erzählung
. |
Oh je Gott hat nicht beide lieb? Naja, Aus islamischer Sicht schon, und ich auch . Naja, dann belasse ich das mal so, es ist ja auch der Christen-Thread, und soll die biblische Perspektive darstellen.
P.S: Aber aus welchem Grund ist es denn zu erschließen, dass Isaak höher steht? Weil Ismael der Sohn einer ägyptischen Sklavin war, und somit nicht als etwas "besonderes" anerkannt wurde? _________________ Im Flugzeug gibt es während starker Turbulenzen keine Atheisten.
Robert Lembke
Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.
Groucho Marx |
|
 |
Abraham-Edelmann Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 19.10.2007 Beiträge: 32
|
Verfasst am: 23 Okt 2007 - 00:28:57 Titel: |
|
|
Dem was It-Desert berichtet ist nicht allzu viel bei zu fügen, sie hat den Konflikt der Drei Weltreligion gleich alleine erklärend angeführt und meiner Meinung nach hatte sie Recht. Doch wenn Jemand Recht hat wird er gleich der Tür verwiesen.
@ Quasar es war natürlich meine Absicht so wie es erklärt habe. Und ich mische mich ungern uneingeladen in eurem Gespräch. Doch ich fand dass es aus Islamischer Sicht falsch ist was du über Abraham und den damaligen Ritten angenommen hast und wollte dir nur erklären dass du vielleicht einen Fehler gemacht hast, was natürlich passieren kann.
Jedoch während ich eurem beidseitigem höfflichem Gespräch verfolgt habe, ist mir gleich auf gefallen, dass es dir nicht darauf ankommt die Wahrheit zu erkennen, was sehr wichtig wäre, sondern deinen Standpunkt hartnäckig verteidigen willst, auch nachdem sie dir eindeutige Beweise aus der Christlichen Schrift angeführt hatte.
Deine Argumentation bei der Betrachtung der Jüdischen wie Christlichen Ansicht über die Liebe eines Vaters zum Sohn ist sehr zu kritisieren. Denn sie widerspricht der Christlichen Überzeugung von Nächstenliebe und dass Christen und Juden angeblich nicht antisemitisch sein. Ismael war auch ein Semit so wie sein Vater. Im übrigen möchte ich verdeutlichen, dass es nur eine Religion gegeben hat. Nämlich sich Gott dem Schöpfer im Dienste Hinzugeben.
Doch nach dem das „auserwählte Volk“ (Kinder Israels (Jakobs) so viele Propheten erfahren durfte nämlich über 124.000 in Zahlen, ist das Arabische damals noch heidnische Volk nur in den Genuss von insgesamt 5 Propheten gekommen. Beinhaltend des Letzen gesegneten Propheten Mohammed, der wie alle anderen Propheten reinen und edlen Charakters gewesen ist.
Das Israelische Volk konnte es unter keinen Umständen zu lassen, dass ein Mann aus einem andren Volk das Siegel der Prophetenschaft vollenden würde. Das ist natürlich purer Neid aus Unwissenheit. Gott verzeihe.
Dass ist auch die Erklärung des Tatbestand warum die Christliche und Jüdische Schrift verbessert wurde. Die Jüdischen Gelehrten habe alle Prophezeiungen verändert, damit sie bestimmen konnten wem sie die Prophetenschaft zu sprechen und wem nicht. Die warteten auf Elias und habe dabei Jesus verleugnet. Dabei blendete Sie Gott dass Elias schon vor Jesus war nur sie erkannten ihn nicht. Pech.
Die Christen wiederum haben die Evangelien Jesu akzeptiert haben aber den Fehler gamacht, dass sie die neue Religion weit in alle Welt getragen haben. Obwohl nach ausdrücklichem Befehl Jesus sie das Haus Israel sollen überzeugen und bekehren. Sie dürften jedoch nicht zu den Heiden und den Samariter gehen.
Kann mir bis hier hin jemand folgen. Und ich mache keine Annahmen es hätte Ja, wäre sonst und dann müsste, dürfte und könnte man usw. Wir sprechen von Tatsachen des Korans wie er über die Schriften spricht.
Wenn man dagegen halten will, es hätte ja sein können, das als wäre der Koran nicht von Gott offenbart worden, sondern von den Alten Schriften übernommen. BEWEIS: Der Koran übernimmt nicht die Fehler der alten Schriften.
Wenn du bei der Arbeit schummeln würdest und bei deiner Muslimischen Nachbarin abschreiben würdest, hättest du sicherlich auch ihre fehlerhaften Aussagen übernommen.
Und vergleiche bitte den Koran mit euren Schriften. Und Allah besitzt Jede Möglichkeit sich auszudrücken und Sachen wieder richtig wie er es von Anfang an gesagt hatte zu korrigieren nach dem mansche Mensche mit eingeschränktem Verständnis es verunglimpft hatten.
Aber kehren wir wieder zum Punkt zurück. Abraham wünschte sich einen Sohn und bekam einen SANFTMÜTIGEN Sohn namens Ismael der ERSTGEBORENE (dem stimmst du ja zu). Den sollte er opfern was wieder zurück genommen wurde, weil die Prüfung bestanden wurde.
(Und Allah kennt jede Aufrichtige Absicht. Außerdem was eine Prüfung für den Propheten Abraham – Ibrahim, dem Edlen der einen Edlen Sohn bekam (Isaak) der wiederum einen eben so edlen Sohn bekam (Jakob) der wiederum einen so Edlen Sohn hatte (Josef – Yousuf). So berichtet der Prophet Mohamed über den einen Stammbau Abrahams.)
Nach der Opferungs-Prüfungs- Zermunie bekam erst Abraham danach seinen Zweitgeborenen Sohn Isaak.
Ich kann nur noch den Koran dabei heranziehen und dich selbst überprüfen lassen ob es vielleicht nicht glaubwürdig wäre.
Übrigens die Sprache des Koran ist einmalig weltweit. Natürlich versteht es nur wer Arabisch kann. Aber auch die Besten berühmtesten Arabisch sprechenden Dichter konnten seinen Sprachstill und Dichtkunst nachahmen. Verständlich warum ? Es kann keiner einen Text formulieren und behaupten es wäre ein Stück vom Koran. Auch kann keiner jeh den Koran (auf Arabisch) verändern. Völlig unmöglich. Allah selber verspricht es uns ihn so zu Schützen dass er so original bleibt.
Aber nun zu Geschichte:
Koran:
| Zitat: |
Mein Herr, gewähre mir einen rechtschaffenen (Sohn)" [37:100]
Dann gaben Wir ihm die frohe Botschaft von einem sanftmütigen Sohn. [37:101]
Als er alt genug war, um mit ihm zu arbeiten, sagte er: "O mein Sohn, ich sehe im Traum, daß ich dich schlachte. Nun schau, was meinst du dazu?" Er sagte: "O mein Vater, tu, wie dir befohlen wird; du sollst mich - so Allah will - unter den Geduldigen finden." [37:102]
Als sie sich beide (Allahs Willen) ergeben hatten und er ihn mit der Stirn auf den Boden hingelegt hatte , [37:103]
da riefen Wir ihm zu: "O Abraham , [37:104]
du hast bereits das Traumgesicht erfüllt." So belohnen Wir die, die Gutes tun. [37:105]
Wahrlich, das ist offenkundig eine schwere Prüfung. [37:106]
Und Wir lösten ihn durch ein großes Schlachttier aus. [37:107]
Und Wir bewahrten seinen Namen unter den künftigen Geschlechtern. [37:108]
Friede sei auf Abraham! [37:109]
So belohnen Wir die, die Gutes tun. [37:110]
Er gehörte zu Unseren gläubigen Dienern. [37:111]
Und Wir gaben ihm die frohe Botschaft von Isaak, einem Propheten, der zu den Rechtschaffenen gehörte. [37:112]
Und Wir segneten ihn und Isaak. Und unter ihren Nachkommen sind (manche), die Gutes tun, und (andere), die offenkundig gegen sich selbst freveln. [37:113] |
Beste Glückswünsche |
|
 |
MassivesLicht² Full Member


Anmeldungsdatum: 18.08.2007 Beiträge: 496
|
Verfasst am: 07 Nov 2007 - 00:59:59 Titel: |
|
|
| Wikipedia hat folgendes geschrieben: |
| Vor dem Tod des Propheten war die Schriftsammlung abgeschlossen, und nach Abstimmung mit allen, die den Koran sowohl mündlich (Hafiz) als auch schriftlich bewahrt hatten, entstand nach dem Tode des Propheten im Jahre 11 n. H. (632 n. Chr.) zur Zeiten des ersten Kalifen Abu Bakr der erste Koran-Band (مصحف mushaf), um ihn vom Verlorengehen oder Verwechseln mit anderen Aussagen des Propheten zu bewahren. Der dritte Kalif, Uthman ibn Affan (644-656), ließ diese ersten Koran-Bänder, welche auch z. T. in anderen Dialekten und nicht dem quraischietischen Dialekt, dem Dialekt des Propheten, der dann später zum Hocharabisch werden sollte, abgefasst waren, vernichten und einen bis heute erhaltenen Koran schreiben. |
Soviel zum Thema orginalität des Korans.
Außerdem ist Jesus nur erfunden von Paulus von Tarsus. Der erste und wichtigste Theologe des Christentums. _________________ "Schlagfertigkeit ist das, was einem ca. ne Stunde später einfällt." |
|
 |
Der-Edle-Mann Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 12.11.2007 Beiträge: 2
|
Verfasst am: 12 Nov 2007 - 06:52:32 Titel: |
|
|
Friede ! Ich bin zwar neu, aber ich habe es drauf. Ich finde, dass man nicht viel schreiben muss um zu verstehen, sondern Verstehen ist eine Gabe die der Mensch bekommen hat. Er versteht dann, erst wenn es mit seinem Urteilsvermögen übereinstimmt. Ich habe nachfolgend, die persönliche Erkenntnis und Meinung einer Person zitiert und würde mich freuen wenn viele Anhänger Jesu (Frieden auf Ihm) es lesen würden um mir zu zustimmen oder eine andere Ansicht heranbringen.
Dieser Bruder hat es selbst erfahren. Ich habe es gelesen und stimme ihm dabei zu, dass was er geschrieben hat, stimmt.
Die Bibel führte mich zum Islam
Abdul-Malik LeBlanc erzählt,
wie er den Islam auf den Seiten der Bibel entdeckte!
Während meiner Zeit als Christ gab es viele Verse in der Bibel, die mich dazu brachten, die Religion, der ich folgte (Christentum) in Frage zu stellen. Da gab es einen Vers im Speziellen aus DER ERSTE BRIEF DES PAULUS AN DIE THESSALONICHER 5:17*, wo es heißt “Betet ohne Unterlass!”, der mir schwer im Gedächtnis blieb. Ich fragte mich oft, wie eine Person (Christ) ohne Unterlass beten (im Gottesdienst sein) soll? Ohne jede biblische oder göttliche Anleitung dachte ich, der einzige Weg, wie das möglich ist, ist immer gute Taten zu tun und mit der Zunge und dem Herzen immer Gott zu gedenken.
Aber ich fand das für einen Menschen unmöglich zu schaffen. Aber als ich 1987 den Islam kennen lernte, begann ich über diese Art zu leben zu lesen und mehr zu lernen. Ich fand, dass der Islam göttliche Leitung sowohl von Gott (Allah) als auch vom Propheten Muhammad sas (= sallalahu aleihi wa salam) bietet, durch die eine Person ohne Unterlass beten (also im Gottesdienst sein) kann, wenn es der Wille Gottes ist.
Ob man aufwacht, isst, schläft, seine Kleidung anzieht, sich in Gegenwart einer Frau befindet, eine Frau ansieht, einkaufen geht, ins Bad geht, in den Spiegel schaut, reist, einen Kranken besucht, in einem nicht-religiösen Meeting sitzt, ein Bad nimmt, mit seiner Frau schläft, gähnt, sich die Nägel schneidet, niest, Leute begrüßt, spricht, Gäste zu Hause empfängt, geht, Sport macht, kämpft, ins Haus geht, betet und viele andere Aktivitäten tut, der Islam und die Anleitung darin aus dem Koran und den Taten und Aussprüchen des Propheten Muhammad sas zeigen Wege, wie man 1 Thessalonicher 5:17 erfüllen kann. Außerdem erlaubte er mir, mit mir im Reinen zu sein und mich dem einen wahren Gott – Allah ta’ala zu ergeben.
Die göttliche Anleitung des Islam lehrte mich reichlich über meine Pflichten, meine Verantwortlichkeiten und meinem Geburtsrecht gegenüber meinem Schöpfer (Allah) und mehr über die Religion des Christentums. Als Muslim (dank der Gnade von Allah ta ala) empfinde ich es als notwendig, dass ich dem Leser mitteile, wie mich die Bibel zum Islam geleitet hat.
Christentum
Wenn man die Tatsache betrachtet, dass in der Geschichte der Thora, des Alten Testaments, die Religion Gottes nie nach einem Propheten benannt wurde (z.B. Abrahamismus, Adamismus, Mosaismus, etc.), kann ich hoffentlich erklären, dass Jesus nicht die Religion des Christentums gepredigt hat, sondern eine Religion, die alles Preisen und jede Anbetung auf den einen Gott richtet.
Eine der Fragen, die ich mir stellte als ich einen objektiven (zweiten) Blick auf das Christentum warf, war, wo kommt das Wort Christentum her und wurde dieses Wort je von Jesus erwähnt? Also, ich fand das Wort Christentum nicht in der Bibel, nicht mal in einem Bibellexikon. Besonders fand ich in der Bibel keine Stelle, wo Jesus sich selbst einen Christen nennt.
Das Wort Christ wurde zuerst von einem Heiden erwähnt, um die Anhänger von Jesus zu bezeichnen. Es wird einmal (von dreimal) im Neuen Testament von einem Heiden erwähnt und dann von einem Juden in Antiochia im Jahre 43 n. Chr. (Apostelgeschichte 11:26 und 26:28; 1. Petrus 4:16), lange nachdem Jesus diese Erde verlassen hat. Diese Worte eines Heiden als aussagekräftig oder in Verbindung mit Göttlichkeit, Jesus oder Gott zu akzeptieren, widerspricht den Lehren aller Propheten.
Jesus prophezeit, dass die Menschen ihn nutzlos anbeten und an Doktrinen glauben würden, die von Menschen gemacht sind (Matthäus 15:9).
„ Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen...“ Dieser Vers (Mt 15:9) wird von diesen Worten des Koran unterstützt:
"Und wenn Allah sprechen wird: O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesagt: »Nehmt mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah?« wird er antworten: "Gepriesen seiest Du. Nie könnte ich das sagen, wozu ich kein Recht hatte. Hätte ich es gesagt, würdest Du es sicherlich wissen. Du weißt, was in meiner Seele ist, aber ich weiß nicht, was Du in Dir hegst. Du allein bist der Allwissende des Verborgenen. Nichts anderes sagte ich zu ihnen, als das, was Du mich geheißen hattest: »Betet Allah an, meinen Herrn und euren Herrn.« Und ich war ihr Zeuge, solange ich unter ihnen weilte, doch nachdem Du mich abberufen hattest, bist Du ihr Wächter gewesen; und Du bist der Zeuge aller Dinge.“ (Al-Ma’idah 5:116-117)
Ich fand, dass biblische Verse wie Johannes 5:30, 12:49, 14:28, Jesaja 42:8 und Apostel 2:22 den oben erwähnten Koranvers unterstützen.
Bevor wir das Thema Christentum abschließen, möchte ich noch einen kleinen Punkt meiner Beobachtungen erwähnen. Wenn Christen wie Christus sind, warum grüßen sie sich dann nicht mit den Worten „Friede sei mit dir (Salamu aleikum)“ so wie Jesus es in Lukas 24:36 tat. Wie man ja weiß, ist der Gruß eines Muslims zu einem anderen, „Assalamu aleikum“, ein Christus-artiger Ausspruch.
Verschiedene heilige Bibeln
Es sollte erwähnt werden, dass die Bibelstellen, die zitiert werden, nicht genau der Bibel entsprechen müssen, die man selbst zu Hause benutzt. Es gibt VIELE Bibeln auf dem Markt, die von verschiedenen christlichen Sekten verwendet werden und alle diese Sekten sagen, dass ihr Buch, obwohl anders, das Wort Gottes ist. Solche Bibeln sind z.B. Die überarbeitete Standardversion (The Revised Standard Version 1952 & 1971, New American Standard Bible), Die Heilige Bibel (The Holy Bible; New International Version), die Lebendige Bibel (the Living Bible, New World Translation of the Holy Scriptures verwendet von den Zeugen Jehovas), Römisch-Katholische Version (Roman Catholic Version) und die King James Version. Noch ein Hinweis: Ich habe in keiner dieser Bibeln Stellen gefunden, wo das Neue Testament sich selbst das „Neue Testament“ nennt und nichts, wo das Alte Testament sich selbst das „Alte Testament“ nennt. Auch das Wort Bibel ist auf den Seiten der Bibel unbekannt.
Zusätzlich zu den vielen verschiedenen christlichen Sekten und Bibeln, habe ich auch noch verschiedenen Männer, nicht Propheten, kennen gelernt, die diese Sekten gründeten und verscheidende Interpretationen der Bibel und/oder von Menschen gemachten Doktrinen als ihr Credo benutzen.
Ich möchte mit dem Leser einige Gedanken teilen, die man vielleicht über die Bibel als Wort Gottes nicht gewusst hat. Ich möchte kurz erwähnen, dass am 8. September 1957 die Zeugen Jehovas in ihrem „Awake“-Magazin die Schlagzeile 50000 Fehler in der Bibel hatten. Fragt man einen Zeugen Jehovas nach diesen Fehlern, wird er vielleicht sagen, dass heute die meisten dieser Fehler ausgemerzt sind. Wie viele wurden denn ausgemerzt? 5000? Selbst wenn nur noch 50 stehen geblieben sind, würde man diese Fehler dann Gott zuschreiben?
Lassen Sie mich eine andere Frage stellen: Wenn ein „heiliges“ Buch widersprüchliche Verse enthält, würde man es dann dennoch als heilig betrachten? Wahrscheinlich würden Sie sagen, natürlich nicht. Lassen Sie mich Ihnen einige der widersprüchlichen Verse im Alten und im Neuen Testament zeigen:
II Samuel 8:4 (vs)
II Samuel 8:9-10
II Könige 8:26
II Samuel 6:23
Genesis 6:3
Johannes 5:37
Johannes 5:31
I Chronik 18:4
I Chronik 18:9-10
II Chronik 22:2
II Samuel 21:8
Genesis 9:29
Johannes 14:9
Johannes 8:14
Nur zwei der Widersprüche des Neuen Testaments sind erwähnt, aber andere werden folgen, wenn die Trinität, die Göttlichkeit Jesus Christus, die göttliche Sohnschaft Jesu, Erbsünde und Sühne besprochen werden.
Wie konnte das von Gott „inspirierte Wort“ die Abstammung Jesu unkorrekt wiedergeben (siehe dazu Matthäus 1:6-16, wo es heißt 26 Stammväter bis zum Propheten David und dagegen Lukas 3:23-31, wo es 41 heißt)? Oder was das betrifft, eine Abstammung angeben, wo Jesus KEINEN Vater hat? Sehen Sie sich II Könige 19:1-37 an. Und nun lesen Sie Jesaja 37:1-38. Warum sind die Worte dieser Verse identisch? Obwohl diese Verse doch zwei verschiedenen Autoren zugeschrieben werden, einem Unbekannten und Jesaja, die Jahrhunderte getrennt sind. Und trotz allem, die Christen behaupten, dass diese Bücher von Gott inspiriert sind.
Ich habe das Wort Ostern im Nelson Bibel-Lexikon nachgeschlagen und erfahren, dass das Wort Oster (so wie es oft bei der Apostelgeschichte 12:4 verwendet wird), eine Falschübersetzung von „Pascha“ ist, dem normalem griechischen Wort für „Übertritt/Pascha“. Aber das Paschafest ist, wie Sie wissen, ein jüdisches Fest, nicht ein christliches. Ich denke, dass menschliches, allzu menschliches Wirken in der Bibel Chaos angerichtet hat.
Wegen der kurzen Ausführungen, die oben erwähnt sind und der Tatsache, dass Bibelgelehrte selbst den menschlichen Charakter und die menschliche Komposition der Bibel bemerkt haben (Curt Kuhl, The Old Testament: Its Origin and Composition, PP 47, 51, 52), sollte es im Bewusstsein der Christen akzeptiert werden, dass möglicherweise nicht jedes Wort der Bibel Gottes Wort ist.
Als Randnotiz zu diesem Thema sei erwähnt, dass einige Christen glauben, dass die Bibel dem Propheten Mohammed sas von einem christlichen Mönch diktiert wurde und dass darum einige biblische Geschichten im Koran seien. Nach ein wenig Nachforschen fand ich heraus, dass das nicht passiert sein konnte, da es keine arabischen Bibeln im sechsten Jahrhundert nach Christus, als Mohammed lebte und predigte, gab. Darum hatte kein Araber, schon gar kein Analphabet wie der Prophet Mohammed sas die Möglichkeit das geschriebene Wort der Bibel in seiner eigenen Sprache zu studieren.
Die Evangelien
Wenn man Lukas 1:2-3 liest, erfährt man, so wie ich, dass Lukas (der keiner der 12 Apostel war und Jesus nie getroffen hatte) sagte, dass er selbst kein Augenzeuge war und die Worte, die er gesammelt hatte von Augenzeugen stammen und keine von Gott inspirierten Worte sind. Im Übrigen beginnt jedes Evangelium mit den Worten „Evangelium nach…“ Warum „nach“? Der Grund dafür ist, dass nicht eins der Evangelien die Unterschrift seines ursprünglichen Autors trägt! Sogar ein inhaltlicher Hinweis in Matthäus 9:9 zeigt, dass Matthäus nicht der Autor des ersten Evangeliums ist, das seinen Namen trägt:
"Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.."
Ohne seine Fantasie anzustrengen kann man sehen, dass die Worte „er“ und „ihm“ im Text oben sich nicht auf Jesus oder Matthäus als Autoren beziehen, sondern dass eine dritte Person schreibt, was sie gesehen oder gehört hat – eine Aussage vom Hören -Sagen, nicht Worte von Gott inspiriert.
Es ist erwähnenswert, und in der religiösen Welt wohl bekannt, dass die Wahl der vier „Evangelien“ des Neuen Testaments (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) auf dem Konzil von Nizäa im Jahre 325 n. Chr. aus politischen Gründen unter den Augen des heidnischen Kaisers Konstantins und nicht von Jesus ausgesucht wurden. Der Geist von Konstantin wurde nicht durch Studium oder Inspiration erhellt. Er war ein Heide, ein Tyrann und Krimineller, der seinen Sohn, seine Frau und tausende Unschuldige im Streben nach politischer Macht ermordet hat. Konstantin ratifizierte auch andere Entscheidungen in Nizäa Beschlüssen, wie die Entscheidung, Christus, den „, einzig vom Vater in die Welt gesetzt“ zu nennen.
Es wurden buchstäblich Hunderte von Evangelien und religiösen Schriften vor den Leuten versteckt. Einige dieser Schriften waren von Jesus’ Schülern geschrieben worden, von denen viele Jesus’ Taten mit eigenen Augen gesehen hatten. Das Konzil von Nizäa beschloss alle Evangelien, die in Hebräisch verfasst waren, zu zerstören, was mit der Verbrennung von beinahe 300 Büchern endete. Wenn diese Schriften nicht authentischer waren als die vier Evangelien, dann waren sie gleich authentisch. Einige sind immer noch vorhanden, wie die Evangelien nach Barnabas und dem Schäfer von Hermas, das mit dem Koran übereinstimmt. Das Evangelium nach Barnabas ist bis heute das einzige Dokument eines Augenzeugen vom Leben und dem Auftrag Jesu’. Sogar heute verurteilen alle Protestanten, Zeugen Jehovas, Adventisten und andere Sekten und Gemeinschaften die Römisch-Katholische Version der Bibel, da sie sieben Bücher mehr enthält. Die Protestanten haben mutig sieben ganze Bücher aus dem Wort Gottes entfernt. Einige der Ausgesonderten sind die Bücher Judith, Tobias, Baruch und Esther.
Was Jesus’ Lehren von den Evangelien (Injeel) angeht, die Evangelisten erwähnen oft, dass Jesus die Evangelien verkündet hat: Matthäus 9:35, Markus 8:35 und Lukas 20:1. Das Wort „Evangelium (engl. Gospel)“ wird immer wieder in der Bibel verwendet. Dagegen wird im Neuen Testament der griechischen Version, das Wort „Evangeline“ anstelle von „Evangelium“ benutzt, was übersetzt gute Nachricht bedeutet. Meine Frage ist nun: Was für ein Evangelium hat Jesus gepredigt? Von den 27 Büchern des Neuen Testaments kann nur ein kleiner Teil als das Wort Jesu’ betrachtet werden und nur vier der 27 Bücher werden als die Evangelien bezeichnet. Die anderen 23 sind wahrscheinlich von Paulus geschrieben. Muslime glauben, dass Jesus Gottes „frohe Botschaft“ gegeben wurde. Aber sie nehmen die vier Evangelien nicht als Äußerungen von Jesus an.
Das älteste Evangelium ist das von Markus, das ungefähr 60-75 n. Chr. geschrieben wurde. Markus war der Sohn von Barnabas’ Schwester. Matthäus war ein Steuereintreiber, ein niedriger Beamter, der nicht mit Jesus herumreiste. Lukas’ Evangelium wurde viel später geschrieben und verwendet in der Tat dieselben Quellen wie Markus und Matthäus. Lukas war Paulus’ Arzt und hat, genau wie Paulus, Jesus nie getroffen. Übrigens werden die Namen Markus und Lukas nicht bei den 12 Aposteln von Jesus aufgezählt, wie sie in Matthäus 10:2-4 genannt werden.
Heute sind die Namen der 12 Apostel diese: der erste, Simon, der Peter genannt wird und Andreas, sein Bruder; Jakobus, der Sohn von Zebedäus und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der Sohn von Alphäus, und Thaddäus; Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn auch betrogen hat.
Das Evangelium nach Johannes ist aus einer anderen Quelle und wurde ungefähr 100 n. Chr. geschrieben. Johannes sollte nicht mit dem Apostel Johannes verwechselt werden, der von Agrippa I. enthauptet wurde im Jahre 44 n. Chr., lange bevor dieses Evangelium geschrieben wurde. Sollte es überhaupt als glaubwürdiges Dokument über Jesus’ Leben betrachtet werden und sollte es in den Schriften enthalten sein?
Christen, so wie ich einmal, prahlen mit dem Evangelium nach Matthäus, nach Markus, nach Lukas und nach Johannes. Aber wenn man es genau betrachtet, gibt es kein Evangelium nach Jesus selbst. Laut dem Vorwort der neuen King James-Studienversion der Bibel wurde das Wort „Evangelium“ den Originaltiteln „nach Johannes“, „nach Matthäus“, „nach Lukas“ und „nach Markus“ hinzugefügt.
Die Erlaubnis einen Text „nach..“ in Evangelium umzubenennen, wurde nicht von Jesus oder irgendeiner anderen göttlichen Quelle erteilt. Diese Schriften; Matthäus, Lukas, Markus und Johannes, waren ursprünglich keine Evangelien. Deshalb kann Markus 1:1 keine wahre Aussage sein, dass seine Schrift das Evangelium nach Jesus sei.
Es sollte erwähnt werden, dass Muslime an alle göttlichen Schriften in ihren Originalformen und an ihre Propheten glauben und dass sie keinen Unterschied zwischen ihnen machen: die Schrift nach Abraham, die Thora (Moses), die Psalme (David), Evangelien (Jesus) und dem Koran (Mohammed). Es wird im Koran 3:3 klar gesagt, dass Allah die Torah und die Evangelien herabgesandt hat. Jedoch blieb keine dieser Schriften in ihrer originalen Form, außer dem Koran, der für die gesamte Menschheit und für alle Zeit(en) geschickt wurde.
Zusätzlich zu anderen Gründen, warum der Koran der Menschheit gesandt wurde, wie in 18:4-5 erwähnt, wurde er geschickt, um die Christen vor einer schrecklichen Strafe zu warnen, falls sie nicht aufhören zu sagen: „Allah hat einen Sohn gezeugt“.
Muslime glauben, dass alles, was Jesus (mögen Friede und der Segen Allahs auf ihm ruhen) predigte, von Gott kam; Evangelien (Injeel): die „frohe Botschaft“ und die Führung Gottes für die Kinder Israels. Es gibt keine Stelle in den vier vorhandenen Evangelien, dass Jesus ein Wort davon geschrieben hat, noch wird erwähnt, dass Jesus jemand anderem aufgetragen hat, es aufzuschreiben. Was bleibt, wenn die Evangelien heutzutage das Machwerk Dritter sind. Der Koran (2:79) sagt:
Doch wehe denen, die das Buch mit ihren eigenen Händen schreiben und dann sagen: "Dies ist von Allah!", um dafür einen geringen Preis zu erlangen. Wehe ihnen also ob dessen, was ihre Hände geschrieben und wehe ihnen ob dessen, was sie erworben haben!
Jesus als Sohn Gottes
Ist Jesus der Sohn Gottes? Matthäus 3:17 kann von Christen benutzt werden, um die Behauptung der göttlichen Sohnschaft Jesu’ zu unterlegen. Wenn Matthäus 3:17 “ Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe." dazu verwendet wird, dann sollte es keinen anderen Vers im Alten oder Neuen Testament geben, der diesem widerspricht oder göttliche Sohnschaft zu einer anderen Person oder anderen Personen gibt. Es gibt jedoch viele andere Referenzen im Alten und Neuen Testament, die Jemand Anderen als Jesus, als Sohn Gottes bezeichnen. Siehe Exodus 4:22:
"Dann sag zum Pharao: So spricht Jahwe: Israel ist mein erstgeborener Sohn."
II Samuel 7:14 (Ich will für ihn Vater sein und er wird für mich Sohn sein….) und I Chronik 22:10: "…er wird für mich Sohn sein und ich werde für ihn Vater sein (Salomon)…."
Jeremia 31:9: "...und Efraim ist mein erstgeborener Sohn." Auch in den Psalmen 2:7.
Das Wort “Sohn” muss nicht wörtlich genommen werden, da Gott viele seiner auserwählten Diener als Sohn oder Söhne anspricht. Juden betrachten auch Ezra als Sohn Gottes. Die griechischen Worte des Neuen Testaments für “Sohn” (Pias und Paida, was Diener oder Sohn im Sinne von Diener bedeutet) werden in Bezug auf Jesus als Sohn übersetzt, in Bezug auf andere Personen in einigen Bibeln dagegen - als Diener.
Weiter entspricht der Begriff „Vater“, so wie er von Jesus verwendet wird, eher dem Wort Rabb, also Einem, der ernährt und versorgt, so dass in Jesus’ Lehre, Gott, der Vater – der Ernährer und Versorger – aller Menschen ist. Das Neue Testament sieht den „Sohn Gottes“ auch aus mystischer Sicht: "Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes." (Römer 8:14). Diese mystische Sicht wird weiter unterstützt, wenn Jesus der einzige gezeugte Sohn Gottes genannt wird.
In den Psalmen 2:7 sagt Gott zu David:
"... Er sprach zu mir: «Mein Sohn bist du. / Heute habe ich dich gezeugt.."
Heißt das nun, Gott hat zwei Söhne? Jesus sagte auch, dass Gott nicht nur sein Vater, sondern auch dein Vater ist. (Mt 5:45; 48) In Lukas 3:38 heißt es:
"... Enosch, Set, Adam; (der stammte von) Gott...“
Wer wird in Hebräer 7:3 als dem Sohn Gottes gleich bezeichnet? Es ist Melchisedec, der König von Salem, wie in Hebräer 7:1. Er (Melchisedec) ist unverwechselbarer als Jesus oder Adam. Warum wird er nicht als Sohn Gottes betrachtet? Außerdem hatte Adam keine Mutter und keinen Vater, sondern war der erste Mensch, den Gott geschaffen hat und der im Garten Eden leben durfte und auf der Erde. Hätte nicht Adam mehr Rechte der Sohn Gottes, in der wahrsten Bedeutung der Worte, genannt zu werden?
Ich möchte mit euch einen offenen Widerspruch zwischen Joh 3:16, Lk 10:25-28 und Mt 19:16-17 betrachten.
Johannes 3:16 sagt:
" Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.."
Nun wollen wir Lukas 10:25-28 lesen:
„Da stand ein Gesetzeslehrer auf, und um Jesus auf die Probe zu stellen, fragte er ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach und du wirst leben.“
Diese Verse sagen uns, dass das Erbe des ewigen Lebens für jeden ist, der glaubt und niemand anderen als Gott anbetet, aber den Einen, Wahren Gott. Lukas (10:25-28) stimmt mit Matthäus (19:16-17) überein, wo es heißt:
" Es kam ein Mann zu Jesus und fragte: Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Er antwortete: Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist «der Gute». Wenn du aber das Leben erlangen willst, halte die Gebote!"
Es gibt keine Anweisung, Jesus anzubeten, sondern es heißt, dass wir Gott alleine anbeten sollen.
In Lukas 4:41 lässt sich Jesus von bösen Geistern nicht als der Sohn Gottes bezeichnen. Glaubt jemand, Jesus würde die Dämonen tadeln oder irgendjemanden sonst nur dafür, dass er die Wahrheit ausspricht? Ohne Frage, nicht. Jesus rügt die Dämonen, weil sie etwas Falsches sagten, als sie ihn den Sohn Gottes nannten. Auch, wenn die Geister wussten, dass Jesus der Christus ist, ist es ein Widerspruch zu Jesus Aufgabe, wenn er ihnen befiehlt zu schweigen, wenn sie ihn Christus nennen.
In Lukas 9:20 & 21 sagt Jesus zu seinen Jüngern:
"Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Messias Gottes. Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen."
Des Weiteren bestätigen Verse wie Joh 3:2, Joh 6:14, Joh 7:40, Mt 21:11, Lk 7:16 und 24:19, dass Jesus den Titel Lehrer und Prophet akzeptierte und sich selbst als Menschensohn bezeichnete wie in Mt 8:20, Mt 12:40, Mt 17:9&12, Mt 26:24, Lk 9:26, Lk 22:48, Lk 22:69 und Lk 24:7. Der aufschlussreichste Satz, in dem Jesus sagt, er ist der Sohn (Diener) eines Menschen ist Markus 14:26, wo Jesus den Tag der Abrechnung erwähnt. Jesus sagt, wir würden den Sohn des Menschen sehen, nicht den Sohn Gottes, an der rechten Seite der Macht und heraustretend aus den Wolken des Himmels.
Der Zeugungsakt ist ein physischer Akt und ein solcher Akt ist gegen die Natur Gottes. Der Koran (19:35) sagt:
"Es geziemt Allah nicht, Sich einen Sohn zu nehmen. Gepriesen sei Er! Wenn Er etwas beschließt, so spricht Er nur: "Sei!" und es ist." (Maryam 19:35)
Die Lehren Jesu als Sohn Gottes wurden weder von Jesus gepredigt, noch von ihm akzeptiert, sondern wurden von Paulus gelehrt, wie es in den Apostelgeschichten zu finden ist:
" und sogleich verkündete er Jesus in den Synagogen und sagte: Er ist der Sohn Gottes (Apg 9:20)."
Hat Jesus jemals selbst behauptet Gott zu sein oder gesagt, “Hier bin ich, euer Gott, betet mich an?”. Die Antwort lautet: Nein. Es gibt keine einzige, eindeutige Aussage in der Bibel, nach der Jesus selbst erklärt, „Ich bin Gott, deshalb betet mich an.“ Fast alle der mehr als 2000 Verse der Briefe des Paulus sind seine eigenen Werke, damit auch Röm 9:5, wo es, je nach Bibelausgabe, die man hat, heißt:
"...Christus, der über allem als Gott steht, er ist gepriesen in Ewigkeit."
Christen sollten bedenken, dass Paulus selbst in seinen Briefen von seiner eigenen Schrift spricht, nicht von der von Jesus, als er in Brief an die Römer (Röm, 2:16) sagt:
"- an jenem Tag, an dem Gott, wie ich es in meinem Evangelium verkündige, das, was im Menschen verborgen ist, durch Jesus Christus richten wird."
Die Briefe des Paulus an die Römer dienen heute als Grundlage des Christentums. Also sind es die Christen, deren Werke in diesem Leben vergebens sein werden, obwohl sie denken, dass sie Gutes in ihrer Arbeit tun, während sie Gott Partner an die Seite stellen, wie in Kapitel 18, Verse 103-106 des Korans geschrieben steht:
"Sprich: "Sollen Wir euch die nennen, die bezüglich ihrer Werke die größten Verlierer sind?" Das sind die, deren Eifer im irdischen Leben in die Irre ging, während sie meinen, sie täten gar etwas Gutes."Das sind jene, die die Zeichen ihres Herrn und die Begegnung mit Ihm leugnen. Darum sind ihre Werke nichtig, und am Tage der Auferstehung werden Wir ihnen kein Gewicht beimessen. Dies ist ihr Lohn - Dschahannam, weil sie ungläubig waren und mit Meinen Zeichen und mit Meinen Gesandten Spott trieben..
(Al-Kahf 18:103-106)
In der Tat ist es so seltsam und ironisch, dass keine der Briefe Paulus’ an die Römer, mehr als 430 Verse, jemals von Jesus formuliert worden sind. Paulus hätte direkte Referenzen zu den reinen Lehren Jesu’ machen sollen, wenn nur die vorherige Behauptung von göttlicher Inspiration wahr wäre. Stattdessen sind große Teile seiner Briefe (besonders der an die Römer) Bibelzitate, die aus dem Alten Testament entnommen sind – Genesis. Exodus, Levitikus, Deuteronomium, 2 Samuel, 1 Könige, Psalme, Buch der Sprichwörter, Jesaja, Ezechiel und Hosea. Seine Briefe sind in der Tat Ergebnisse von langwierigen Anstrengungen, aber das macht Paulus nicht besser als irgendeinen der anderen Autoren der Bibel, noch macht es ihn zum Propheten.
Zu anderen Praktiken, die durch Paulus eingeführt wurden, gehören folgende: der römische Sonntag (Sonn-Tag) als christlicher Sabbat; der traditionelle Geburtstag des Sonnengottes als den Geburtstag von Jesus; das Emblem des Sonnengottes (ein Kreuz aus Licht) als das Emblem der Christen; und die Einfügung aller Zeremonien, die am Geburtstag des Sonnengottes als Feiern durchgeführt wurden.
Wenn ich zu sehr an der Position von Christus gerüttelt habe, bitte ich die christlichen Leser, beugt euch nieder und betet zu Gott und bittet Ihn, euch, eure Frau, eure Söhne und Töchter mit Seinem Fluch zu belegen, wenn das, was ihr über Christus denkt (Christus ist Gott, der Sohn Gottes oder Teil der Trinität) falsch sein sollte. Genauso habe ich gelernt, dass die Muslime ehrlich zu Gott beten können, dass Er sie, ihre Frauen und Söhne und Töchter mit Seinem Fluch belegen soll, falls das, was sie über Christus denken (Prophet, Gesandter Gottes, Sein Wort) falsch sein sollte, denn die Muslime sind fest in ihrem Glauben, dass Christus nicht Gott ist, auch nicht der Sohn Gottes oder Teil der Trinität. Dieses Vorgehen, Gott zu bitten, Seinen Fluch auf einen und seine Familie zu legen, klingt vielleicht etwas grausam, aber es würde zwei Punkte zeigen: (1) man würde wissen, dass man auf dem falschen Weg ist und (2) es würde einen auf den richtigen Weg bringen.
Die Kreuzigung und Sühne
Ein ganz bedeutsamer Punkt in der christlichen Doktrin ist die Kreuzigung von Jesus. Bevor die vielen Kontroversen erwähnt werden, die die Kreuzigung umgeben, sollte erwähnt werden, dass es eine Schrift von Paulus war, die die Kreuzigung/Auferstehung von Jesus erklärt: (II Tim 2:8):
"Denk daran, dass Jesus Christus, der Nachkomme Davids, von den Toten auferstanden ist; so lautet mein Evangelium"
Außerdem ist der Bericht der Auferstehung in Markus 16:9-20 zu finden, wo er von Bibelschreibern in der Ausgabe der überarbeiteten Standardversion (Revised Standard Version) aus dem Jahre 1952 entfernt worden war und in der Ausgabe von 1971 wieder zu finden ist. In vielen Bibeln, wenn er nicht entfernt wurde, ist er in Kleinbuchstaben gedruckt oder in Klammern und mit Kommentar versehen. (siehe dazu Revised Standard Version, New American Bible und New World Translation of the Holy Scriptures).
Die traditionelle biblische Version von Jesu’ Kreuzigung ist, dass er auf Befehl und nach den Plänen der obersten Priester und jüdischen Ältesten verhaftet und gekreuzigt wurde. Diese Version wurde in den 1960er Jahren von der höchsten katholisch-christlichen Autorität, dem Papst, geleugnet. Er veröffentlichte eine Erklärung, in der er sagte, die Juden hätten mit Jesu’ Kreuzigung nichts zu tun.
Hat einer der Jünger oder der Autoren der Evangelien die Kreuzigung oder Auferstehung gesehen? Nein! In Markus 14:50 heißt es, die Jünger haben Jesus im Stich gelassen und sind geflohen. Sogar Petrus hat Jesus verlassen, nachdem der Hahn dreimal gekräht hat, so wie Jesus es vorausgesagt hatte:
„..und Petrus erinnerte sich an das, was Jesus gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.“ (Mt 26:75)
Die Personen, die am wahrscheinlichsten Augenzeugen dieses Momentes im Leben von Jesus gewesen sind, wären Maria Magdalena, Maria die Mutter von Jakobus und Josef, die Mutter auf Zebedäus und andere Frauen (Matthäus 27: 55-56). Dagegen gibt es in den Evangelien keinen Kommentar oder Nachweis dieser Frauen und darüber, was sie sahen oder hörten.
Die Jünger fanden das Grab, in das Jesus gelegt worden war, leer und zogen den Schluss, dass er auferstanden sei, da die Jünger und andere Zeugen ihn nach der Kreuzigung lebendig gesehen hatten. Niemand hatte den Moment der Auferstehung gesehen. Jesus selbst sagt in Lukas 24:36-41, dass er nicht am Kreuz gestorben ist, wie in den folgenden Abschnitten erklärt.
Früh am Sonntagmorgen ging Maria Magdalene zum Grab, das leer war. Sie sah jemanden dort stehen, der wie ein Gärtner aussah. Nach einem Gespräch erkannte sie ihn als Jesus und wollte ihn anfassen. (Johannes 20:17):
"Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen..."
Nun lesen wir Lukas 24:36-41:
"Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier?"
Hat ein geistiger oder toter Körper das Bedürfnis zu essen? Dass Jesus Nahrung gegessen hat, war ein Beweis für die Jünger, dass er kein Geist ist, sondern dass er lebendig und nicht tot ist.
Dass Jesus lebendig und nicht tot ist, wird durch seine eigene Prophezeiung weiter bestätigt (Matthäus 12:40):
" Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein."
Hat Jesus dieses Wunder erfüllt? Christen würden „ja“ sagen, da Jesus gestorben ist und drei Tage später laut Lukas 24:36 und Matthäus 20:19, um einige Verse zu nennen, wieder auferstanden ist. Aber verglichen mit dem Wunder von Jona und laut der Bibel hat Jesus nur einen Tag und zwei Nächte im Grab verbracht und nicht drei Tage und drei Nächte, wie er vorausgesagt hatte.
Jesus wurde kurz vor Sonnenuntergang am Freitag (Karfreitag) ins Grab gelegt und das Grab wurde vor Sonnenaufgang am Sonntag (Ostersonntag) leer aufgefunden. Wenn man den Zeitrahmen etwas d-e-h-n-t, kann man sagen, dass Jesus drei Tage in der Erde war, aber nie, ich wiederhole nie, kann man sagen, dass Jesus drei Nächte im Grab lag. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Evangelien uns ausdrücklich sagen, dass es „vor Sonnenaufgang“ am Sonntag war, als Maria Magdalena zum Sarg ging und ihn leer fand.
Daraus folgt, dass es einige Unstimmigkeiten gibt, ob Jesus seine Voraussage erfüllte oder nicht. Ob er tatsächlich gekreuzigt wurde oder ob der Tag (Karfreitag) seiner Kreuzigung nicht stimmt. Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass Jona im Bauch des Wales lebendig war. Die Christen sagen, Jesus war im Bauch der Erde/dem Sarg tot und das widerspräche der Prophezeiung von Jesus. Jesus sagt in Lukas 11:30:
" Denn wie Jona … war, so wird es auch der Menschensohn … sein.."
Wenn Jona am Leben war, muss es auch Jesus gewesen sein.
Ein kritisches Ereignis, das vor der angeblichen Kreuzigung statt fand, ist das Gebet von Jesus um Hilfe von Gott. Lukas 22:42:
" Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.."
Jesus’ Gebet, nicht am Kreuz sterben zu müssen, wurde von Gott laut Lukas 22:43 und Hebräer 5:7 angenommen. Also, wenn alle Gebete Jesus’ von Gott angenommen wurden, inklusive des Gebets nicht am Kreuz zu sterben, wie konnte er dann am Kreuz sterben?
In Matthäus 27:46 heißt es, dass während Jesus am Kreuz war, sagte er:
"Eli, Eli, lama sabachtani (Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?).“
Wenn Jesus diese Worte gesagt hätte, wäre das ein unverhohlener Ausdruck von Unglauben laut allen theologischen Autoritäten. Dies ist eine schwere Beleidigung, da solche Worte nur von einem Ungläubigen kommen können. Außerdem ist es unglaubwürdig, dass diese Worte von einem Propheten Gottes kommen sollen, da Gott niemals Seine Versprechen bricht und Seine Propheten sich nie über Seine Versprechen beschwert haben, besonders wenn die Aufgabe des Propheten verstanden wurde. Man könnte sagen, dass wer auch immer diese Äußerung einem Propheten (Jesus) in den Mund gelegt hat, ein Ungläubiger ist.
Muslime glauben, wie der Koran beschreibt, dass Jesus nicht gekreuzigt wurde. Es war die Absicht seiner Feinde, ihn am Kreuz zu töten, aber Allah hat ihn aus diesem Plan errettet. Koran, 4:157:
"Und wegen ihrer Rede: "Wir haben den Messias, Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Allahs, getötet", während sie ihn doch weder erschlagen noch gekreuzigt hatten..." (Die Frauen, An Nisa 4:157)
Quelle: International Edition Voice of Islam – (Internationale Ausgabe [der] Stimme des Islam), November 1998, Seite 25
* Bibelzitate sind der Einheitsübersetzung (der katholischen Bibelanstalt) entnommen. |
|
 |
schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
|
Verfasst am: 12 Nov 2007 - 11:28:55 Titel: |
|
|
Der- Edle-Mann schrieb :
| Zitat: |
| Friede! Ich bin zwar neu, aber ich habe es drauf. |
So neu wohl doch nicht. Nur mal eines zur Richtigstellung :
| Zitat: |
Jesus prophezeit, dass die Menschen ihn nutzlos anbeten und an Doktrinen glauben würden, die von Menschen gemacht sind (Matthäus 15:9).
„ Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen...“ Dieser Vers (Mt 15:9) |
Geht original so und bezieht sich nicht auf die Menschen und eine Nutzlosigkeit an ihn zu glauben, sondern Jesus bezieht es auf Schriftgelehrte und Pharisäer** aus Jerusalem, welche ihn aufsuchten :
| Zitat: |
| Ihr Heuchler, wie fein hat Jesaja von euch** geweissagt und gesprochen (Jesaja 29,13): 8«Dies Volk ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir; vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind.» |
Aber mal davon abgesehen, Stichwort Menschengebote; die Verse gehen so weiter :
| Zitat: |
| Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Hört zu und begreift's: Was zum Mund hineingeht, das macht den Menschen nicht unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein. |
Du kannst also ohne Sorge Schweinefleisch essen - wenn du schon auf Mt. 15 :9 Bezug nimmst, oder wie lautet deine Verdrehung ab Vers 10 für die Aussage von Jesus ?
Freundliche Grüße, schelm _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
|
 |
Voddy Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.09.2004 Beiträge: 2410
|
Verfasst am: 12 Nov 2007 - 12:09:07 Titel: |
|
|
| Der-Edle-Mann hat folgendes geschrieben: |
| Friede ! Ich bin zwar neu, |
Für wie blöd wird die Moderation und Administration eigentlich gehalten?
User eindeutig identifiziert als "Abraham-Edelmann" erneute Sperrung ist erfolgt.
Gruß, _________________ ICH BIN KEIN ADMIN MEHR! ! ! Keine weiteren "Wie lösche ich meinen Account" Anfragen mehr bitte! |
|
 |
dornbusch Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3824
|
Verfasst am: 15 Nov 2007 - 07:22:49 Titel: |
|
|
Neben der Verkündigung der Evangelien gibt es im Christentum die Theologie als Wissenschaft.
Wer heute christliche Positionen vertritt, die den Erkenntnissen der Theologie widersprechen, handelt im besten Fall fahrlässig.
Die Abraham Erzählung ist kein historischer, sondern ein fiktionaler Text.
Abraham ist eine literarische Figur, aber keine historische Persönlichkeit.
Mit Hilfe der Theologie können Christen sich vom Buchstaben biblischer Texte lösen und dem Sinn dieser Texte nachgehen.
Der Islam hat keine Theologie. Demzufolge ist der Moslem an den Buchstaben des Quran gebunden.
Man kann einen Text wörtlich nehmen, oder man kann ihn ernstnehmen!
Ich bevorzuge das letztere.
Gruß |
|
 |
Laserua Full Member


Anmeldungsdatum: 05.11.2006 Beiträge: 227
|
Verfasst am: 19 Nov 2007 - 00:44:32 Titel: |
|
|
Hallo,
ich schreibe gerade noch an meiner GFS.
Ich muss einen Vergleich zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche machen.
Ich habe eine wirklich dämliche Frage, auf die ich leider keine Antwort habe, weil ich selbst nicht evangelisch bin und weil ich im I-Net auch nichts dazu finde.
Gibt es von der evangelischen Kirche aus auch Klöster mit Nonnen und Mönchen?
Würde mich freuen, wenn ihr mir helfen könntet! |
|
 |
Jomira Moderator


Anmeldungsdatum: 23.10.2006 Beiträge: 3402 Wohnort: Köln
|
Verfasst am: 19 Nov 2007 - 01:16:12 Titel: |
|
|
| Klar! |
|
 |
Laserua Full Member


Anmeldungsdatum: 05.11.2006 Beiträge: 227
|
Verfasst am: 19 Nov 2007 - 01:27:33 Titel: |
|
|
| Danke =). |
|
 |
schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
|
Verfasst am: 01 Dez 2007 - 05:36:53 Titel: |
|
|
Hallo Dornbusch !
Ich hätte einige Fragen an dich als Theologen. Ich versprach Abdallah vor längerer Zeit das folgende zu erkunden, du scheinst mir der geeignete Ansprechpartner. Also :
Als Jesus einige Passagen aus dem AT revidiert ( insbesondere Gewalt legitimierende ), so eröffnet er dies ( sinngemäß ) mit den Worten :
Es ist euch gesagt worden .. ich aber sage euch ...
Fragen : Gesagt worden wäre also durch die Alten die mosaische Gesetzgebung, übermittelt von Jahwe, dem alttestamentarischen Gott.
Gehen wir von der Trinität aus, so macht dies auf mich den Eindruck, der Sohn widerspricht hier dem Vater. Oder revidiert sich selbst.. wie auch immer. Jedenfalls finde ich keine direkte Begründung für diese Korrektur. Abgesehen davon, das Jesus stets betont, den Willen des Vaters zu erfüllen, nicht gekommen sei, das Gesetz aufzuheben, sondern zu erfüllen.
Welche Erklärung bietet die christliche Theologie dafür ? ( und ich meine für diesen speziellen Widerspruch ) Das Christentum allgemein orientiert sich heute im wesentlichen an der Botschaft Jesu ( ich auch ), der " eifernde " Gott des AT mit der zum Teil archaischer Rechtsprechung ( z.B. Straffreiheit für Sklavenhalter die ihren Sklaven erschlagen - und dieser noch 1- 2 Nächte überlebt - denn es ist sein Eigentum ... ) spielt in der Wahrnehmung eigentlich keine große Rolle mehr, schließlich lehnen wir mehrheitlich ( im Christentum ) das Auge um Auge - Prinzip ab. Ist damit eigentlich hinfällig, was der Vater sagte, korrigiert durch den Sohn ? Und was eigentlich genau ? Das AT ist voll von merkwürdigen Rechtsvorschriften, auf die Jesus keinen direkten Bezug nahm.
Manchmal macht mich das etwas unsicher, ich merkte bereits in der Diskussion mit mehr oder weniger versierten Muslimen in einer ausgiebigen Diskussion in einem sunnitischen Forum, das mir hier konkrete Argumente fehlen. Denn : Wer eigentlich ist dann Gott aus unserer Sicht ? Die Liebe und Vergebung, die wir mit Jesus verbinden - dem Lamm Gottes - und einem etwas - äh .. merkwürdigen Gottvater, welcher zu Sintfluten neigt und die Tötung von Menschen befürwortet, deren stößige Kühe andere Menschen verletzen, so das sie dadurch sterben- und die Stößigkeit der Kuh bekannt war .. ?! ( siehe AT )
Muslime machen es sich hier leicht, sie behaupten alle Propheten zu respektieren. Sie warfen mir in besagter Diskussion vor, ich vertrete ein Gottesbild über einen wankelmütigen, ständig seine Meinung ändernden Gott . Hm.
Andererseits : Können sie nicht nachweisen, das die Kernbotschaft von Jesus - Liebe deinen Nächsten wie dich selbst - inkl. der Feinde - gefälscht wäre. Wenn Muslime aber davon ausgehen, das Jesus ( auch wenn er aus ihrer Sicht nur ein Prophet war ) seine Botschaft vom Schöpfer erhielt, so geht sie diesbezüglich nicht konform mit der von Mohammed - welcher wiederum die Anwendung von Gewalt unter bestimmten, definierten Bedingungen legitimiert ( Selbstverteidigung, bei Angriffen auf den Glauben und als Todesstrafe für bestimmte Vergehen ) Nun, was man mir vorwarf - das Bild der Wankelmütigkeit - könnte ich hier zurückreichen, oder ? Natürlich beanspruchen Muslime dies als Weiterentwicklung zu definieren. Wäre es schlussfolgernd zu ketzerisch vermuten zu müssen, Gott korrigierte sich selbst - vom zürnenden / eifernden - hin zum liebenden / vergebenden ? Und über Mohammed wieder back to Moses ?! Aber wäre er dann demzufolge unfehlbar ? Das verwirrt mich !
Also, berichte mir doch bitte über dein Gottesbild aus theologischer Sicht.
Freundliche Grüße, schelm _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
|
 |
dornbusch Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3824
|
Verfasst am: 01 Dez 2007 - 08:10:56 Titel: |
|
|
guten Morgen schelm
hier einige Gedanken dazu:
"wa ani omer lachem" ist die typische Einleitung eines frommen Schriftgelehrten auf hebräisch, wenn er seinen Schülern Texte aus der Tora lehrt.
Als Rebbe hat auch Jesus diese Worte an den Anfang seiner Textinterpretation gestellt.
Das was du (und viele) als einen Widerspruch, eine Revision der alten Gesetze durch Jesus herausliest, ist bedingt durch die Übersetzung, die du benutzt. "ich aber sage euch..."
Der Orginalton des Hebräischen sagt etwas anderes: "Und ich sage euch..."
In keinem einzigen Fall steht Jesus mit seinen "und ich sage euch..." Sätzen im Widerspruch zu den mosaischen Gesetzen. Das Geschriebene, das Überlieferte und das Ausgelegte bilden eine Einheit. Keinen Widerspruch.
Warum dann der "übersetzte" Widerspruch? Der Grund ist bei Übersetzern zu suchen, die Jesus entjudaisieren wollten, die eine Gegnerschaft zwischen Jesus und Juden herbeitexten wollten (Mit Erfolg)
Auge um Auge... ist eine alte Rechtsformel, die den Richter dazu auffordert, sich bei der Festlegung der Strafe, des Schadensersatzes am angerichteten Schaden zu orientieren. Aus dem Schaden soll die Höhe des Schadensersatzes ermittelt werden. Und nicht etwa vom sozialen Rang des Geschädigten her! Insofern gilt diese alte Rechtsnorm auch heute in modernen Rechtssystemen.
Wer aus dem Tallionsgesetz einen Aufruf zu blutiger Rache herausliest irrt.
Daß uns einige der alten Gesetze als archaisch, ja barbarisch vorkommen will ich doch hoffen! Für ihre Zeit waren sie modern.
Insofern sind deine beiden ersten Fragen bedingt durch Fehlinterpretationen, wie sie trotz aller Bildungsanstrengungen und Aufklärungsarbeit der Theologie weit verbreitet sind.
Liebe deine Feinde, liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Das gehört zur Kernbotschaft Jesu und ist Urgestein der Botschaft der Tora.
Unser Problem im Deutschen liegt in der Bedeutung von Liebe/lieben. Wir verstehen hier in erster Linie das Reden über ein Gefühl, über eine Einstellung...und gehen haarscharf am damals Gemeinten vorbei.
Jetzt wird es schwierig. Am ehesten kannst du dich der ursprünglichen Aussage des Liebesgebotes nähern, in dem du im deutschen Satz den Akkusativ durch den Dativ ersetzt. (alles klar?)
Jetzt erst kann erahnt werden, daß mit "Liebe" etwas gemeint ist, mit dem ich dem anderen in meinem Tun begegne. Etwas vereinfacht gesagt, ich muß den anderen nicht liebhaben, aber mein Verhalten soll ein Akt der Liebe sein.
Das Gottesbild Jesu ist das Gottesbild des Alten Testamentes. Im Einklang mit dem Satz " nach seinem Bild schuf er ihn" aus der Schöpfungsmythologie redet der Mensch in den biblischen Texten über Gott auf die einzige Weise, die ihm zur Verfügung steht: menschlich.
Nicht nur das, die Autoren der biblischen Schriften schreiben auch noch in der Sprache ihrer Zeit. Eine andere Ausdrucksmöglichkeit hatten sie nicht.
Vor 3000 Jahren war der Lebenslauf eines Menschen von Gott gewolltes Schicksal. Es gab keine Lücke der Gottlosigkeit. Dementsprechend konnte von Gott in jeder Lebenssituation geschrieben werden.
Da es im Denken der Autoren des AT keinen Teufel gab, der für das Böse hätte verantwortlich sein können, war Gott als Schicksalsmacht auch die Ursache von Leid.
(Falls in deinem deutschen AT das Wort Teufel drinstehen sollte, liegt das an den Übersetzern. Ein hebräisches Wort mit dem Sinngehalt Teufel gibt es nicht.)
Als die Texte des Quran geschrieben wurden, etwa 1500 Jahre später, hatte sich zwischenzeitlich ein Paradigmenwechsel ereignet:
Der Teufel war erfunden worden, der Fürst der Unterwelt, der böse Gegengott.
Das Gottesbild änderte sich, wurde dualistisch. Für alles Gute ist Gott zuständig, für alles Leid der Teufel. Dieser damals modernen Auffassung folgten die Autoren des neuen Testamentes ebenso wie später die Autoren des Quran. Kein Wunder also, daß der Moslem von einem anderen Gott liest als der Jude!
Inzwischen hat sich in der Neuzeit ein weiterer Paradigmenwechsel vollzogen, beziehungsweise vollzieht sich noch:
Für den Lebenslauf des Menschen sind nicht mehr Gott oder Teufel als Schicksalgeber verantwortlich, sondern der Mensch selbst. Die Idee der Freiheit und Eigenverantwortung ist geboren. Der Teufel wurde in der Theologie wieder abgeschafft.
So können Theologen heute von einem 5.Evangelium reden, das Gott in die Herzen der Menschen schreibt. Jedem einzelnen. Die Begriffe Freiheit und Verantwortung sind Schlüsselbegriffe der modernen Theologie.
(was auch bei der Frage nach Verhütungsmitteln zum Ausdruck kommt)
Wenn in arabischen Ländern, wenn von Moslems, dieser Paradigmenwechsel zur Freiheit abgelehnt wird, soll das nicht unser Problem sein. Wir haben genug eigene Probleme mit dem "Prinzip Verantwortung". (Aktuell z.B beim Thema Zukunft der Umwelt)
Mit freundlichen Grüßen Dornbusch |
|
 |
Mindworm Senior Member


Anmeldungsdatum: 04.11.2007 Beiträge: 1064
|
Verfasst am: 01 Dez 2007 - 14:46:09 Titel: |
|
|
| Zitat: |
| Da es im Denken der Autoren des AT keinen Teufel gab, der für das Böse hätte verantwortlich sein können, war Gott als Schicksalsmacht auch die Ursache von Leid |
Es gibt schon eine Teufelgestalt, z.B. im Buch Hiob. Wobei ich Teufel nicht so verstehe (und auch im NT nicht finde):
| Zitat: |
| Der Teufel war erfunden worden, der Fürst der Unterwelt, der böse Gegengott |
Der Teufel wird nirgends als Gottheit bzw. Gott gleichgestellt beschrieben. Im NT wird er als "Fürst dieser Welt" bezeichnet. Das macht ihn noch nicht zum Gott. Er ist Fürst dieser Welt, weil der Mensch sich für die Sünde entschied und ihn so zum Fürsten machte. Ich bin nicht ganz sicher, woher diese (meine) Vorstellung kommt, aber ich meine gelesen zu haben, dass der Teufel ein Engel war(ein Geschöpf Gottes), der sich von Gott abwandte. Wenn es dazu eine Bibelstelle gibt, so ist sie mir nicht bekannt. _________________ Despite the high cost of living, it remains popular. |
|
 |
schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
|
Verfasst am: 01 Dez 2007 - 17:57:56 Titel: |
|
|
dornbusch schrieb :
| Zitat: |
Das was du (und viele) als einen Widerspruch, eine Revision der alten Gesetze durch Jesus herausliest, ist bedingt durch die Übersetzung, die du benutzt. "ich aber sage euch..."
Der Orginalton des Hebräischen sagt etwas anderes: "Und ich sage euch..."
In keinem einzigen Fall steht Jesus mit seinen "und ich sage euch..." Sätzen im Widerspruch zu den mosaischen Gesetzen. Das Geschriebene, das Überlieferte und das Ausgelegte bilden eine Einheit. Keinen Widerspruch. |
Leider leuchtet mir das nicht ein. Ein Widerspruch ist nicht nur eine Unlogik innerhalb einer geschlossenen Aussage, sondern kann eben auch etwas Neues - ein Spruch wider dem Alten sein. Beispiel : Wenn bisher die Vergeltung galt und diese substituiert wird durch den Spruch : Du sollst dich dem Bösen nicht widersetzen - so handelt es sich meines Erachten nach um einen klaren Spruch wider dem Bestehenden. Weil : Es bleiben nur 2 Optionen - entweder ist Gewalt noch erlaubt oder nun verboten. Gleichgültig, ob sie im Gesetz formuliert und legitimiert war.
" und ich sage euch ..." - fügt also nicht einfach Details ( z.B. der Umsetzung, des Strafmaßes o.ä. ) in eine bestimmte Gesetzgebung ein, sondern die Alternativen die Jesus offenbart, lassen keinen Spielraum hinsichtlich der weiteren Anwendung der altestamentarischen Gesetzgebung - da , wo sie die körperliche Unversehrtheit der Person angreifen würde. Insofern entsprechen seine Intentionen, das Credo seiner Aussagen für mich in keiner Weise bestimmter Gesetze des AT - und stehen demzufolge in Widerspruch zu diesen.
Wenn das alte Gesetz z.B. fordert, eine Ehebrecherin zu steinigen und Jesus - im konkreten Fall - dem begegnet mit dem Ausspruch : Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie - so setzt er zweifelsfrei das alte Gesetz außer Kraft. Da er lehrt, das es keinen sündenfreien Mensch gibt, besitzt somit niemand jemals das Recht den ersten Stein zu werfen.
| Zitat: |
Wer aus dem Tallionsgesetz einen Aufruf zu blutiger Rache herausliest irrt.
Daß uns einige der alten Gesetze als archaisch, ja barbarisch vorkommen will ich doch hoffen! Für ihre Zeit waren sie modern. |
Was sagt die Theologie zu dieser Art von Gesetzen ? Woher kamen sie - und warum ? Wozu sollten sie dienen ? Und : Waren die Menschen zu Jesus Zeit denn irgendwie fortschrittlicher als bei der Offenbarung der alten Gesetze ?
| Zitat: |
| Jetzt erst kann erahnt werden, daß mit "Liebe" etwas gemeint ist, mit dem ich dem anderen in meinem Tun begegne. Etwas vereinfacht gesagt, ich muß den anderen nicht liebhaben, aber mein Verhalten soll ein Akt der Liebe sein. |
Nun, dies ist mir bereits verständlich. Ich hätte es so zusammengefasst : Ein jeder trage des anderen Last ...
| Zitat: |
Inzwischen hat sich in der Neuzeit ein weiterer Paradigmenwechsel vollzogen, beziehungsweise vollzieht sich noch:
Für den Lebenslauf des Menschen sind nicht mehr Gott oder Teufel als Schicksalgeber verantwortlich, sondern der Mensch selbst. Die Idee der Freiheit und Eigenverantwortung ist geboren. |
Meiner Meinung nach initiierte Jesus bereits diesen Paradigmawechsel. Denn - wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein eigenes Kreuz auf sich ... läßt für mich nicht ersichtlich erscheinen, das die Menschen kollektiv - unabhängig ihres Willens - auf ihn eingeschworen werden sollen.
| Zitat: |
So können Theologen heute von einem 5.Evangelium reden, das Gott in die Herzen der Menschen schreibt. Jedem einzelnen. Die Begriffe Freiheit und Verantwortung sind Schlüsselbegriffe der modernen Theologie.
(was auch bei der Frage nach Verhütungsmitteln zum Ausdruck kommt) |
Nach welchen Richtlinien bestimmt die moderne Theologie, was akzeptabel ist ? Liegt der Sinn in der ausschließlich befürworteten natürlichen Verhütung im Umkehrschluss, sonst Gottes Absicht zu torpedieren, einer weiteren Menschenseele das Licht der Welt erblicken zu lassen ? Findest du dies nicht etwas größenwahnsinnig, sollte der Mensch ernsthaft annehmen, er könnte durch ein Kondom oder die Pille Gott " ausbremsen " ? Wenn ein Paar den Wunsch nach einem Kind verspürt und es zeugt, so befindet sich dieser Wunsch doch im Einklang mit seinem Willen - das aus dem Paar eine Familie werden soll. Und : Er überläßt es dem Paar, diesen Wunsch über den eigenen Willen ( Selbstverantwortung ) reifen - und damit in Übereinstimmung zum Willen des Schöpfers zu bringen.
Wäre es anders, könnte man ja bereits längere bewußte Enthaltsamkeit als gegen seinen Willen gerichtet verstehen. Oder die Liebe zu einer unfruchtbaren Frau. Oder : Wenn sich jemand dem anderen Geschlecht gänzlich entzieht.
Freundliche Grüße, schelm _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
|
 |
dornbusch Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3824
|
Verfasst am: 02 Dez 2007 - 11:10:57 Titel: |
|
|
Einen guten 1. Advent an alle
Guten Morgen Schelm
Die Sentenz über die Ehebrecherin (Joh8 ) ist eine gute Wahl von dir!
Wenn das alte Gesetz z.B. fordert, eine Ehebrecherin zu steinigen und Jesus - im konkreten Fall - dem begegnet mit dem Ausspruch : Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie - so setzt er zweifelsfrei das alte Gesetz außer Kraft. Da er lehrt, das es keinen sündenfreien Mensch gibt, besitzt somit niemand jemals das Recht den ersten Stein zu werfen.
Worin bestand denn eigentlich die Herausfordrung an Jesus durch seine Kollegen? Nun darf natürlich jeder in einen Text hinein- und herauslesen was er möchte. Hier meine Lesart.
Keineswegs setzt Jesus hier ein altes Gesetz außer Kraft! Ein Vorwurf, gegen den er sich an anderer Stelle deutlich verwahrt (Mt5,17).
Im Gegenteil, Jesus erinnert seine Kollegen und die Zuhörer an geltendes Recht: Eine Verurteilung, gar die Verhängung der Todesstrafe, ist keineswegs die Sache der Ankläger. Weder er noch seine Kollegen vor Ort haben die Autorität, ein Urteil zu fällen. Sie sind keine Richter. Von keinem der Anwesenden durfte ein Urteil gesprochen werden, weder so noch so. Lynchjustiz wäre ein Verstoß gegen das mosaische Tötungsverbot.
In Mt 7 wird dies noch deutlicher ausgedrückt: richtet nicht...
Zweimal schreibt Jesus mit dem Finger in den Sand. Zu gerne würde ich wissen, was er da schrieb. Die Bedeutung dieses "in den Sand schreiben" kenne ich nicht. Weiß einer von Euch etwas dazu?
Zur Frage des bewaffneten Widerstandes gegen Rom gab es zur Zeit Jesu heftige Auseinandersetzungen unter den Juden. Da waren durchaus Widerstandskämpfer gegen die römische Tyrranei, die sich auf einen blutigen Kampf vorbereiteten, ihn führten und letztendlich verloren. Andere sahen das drohende Unheil voraus.
Jesus empfiehlt in Mt5,38ff eine Widerstandsmethode, die wir seit Ghandi alle kennen, die in der Friedensforschung als soziale Verteidigung bezeichnet wird. Welche Methode die richtige sei, ist auch heute umstritten.
mit freundlichem Gruß Dornbusch |
|
 |
Abdallah Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.08.2007 Beiträge: 660
|
Verfasst am: 02 Dez 2007 - 11:47:20 Titel: |
|
|
| dornbusch hat folgendes geschrieben: |
Weder er noch seine Kollegen vor Ort haben die Autorität, ein Urteil zu fällen. Sie sind keine Richter. Von keinem der Anwesenden durfte ein Urteil gesprochen werden, weder so noch so. |
Wer wäre denn aber in der Lage gewesen - wenn nicht Jesus (as) - ein (gerechtes) Urteil zu sprechen? Zumal ja Jesus (as) aus christlicher Sicht nicht nur ein normaler Mensch, sondern eben Gottes Sohn war. |
|
 |
schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
|
Verfasst am: 02 Dez 2007 - 22:43:23 Titel: |
|
|
Guten Abend Dornbusch !
| Zitat: |
| Keineswegs setzt Jesus hier ein altes Gesetz außer Kraft! Ein Vorwurf, gegen den er sich an anderer Stelle deutlich verwahrt (Mt5,17). |
Nun, sicher sagt er nicht explizit, er setze die alten Gesetze außer Kraft. Laut Überlieferung der Bibel sagt er :
Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
-- bis es alles geschieht --- und : sondern zu erfüllen - Das sind wichtige Punkte. Bis was alles geschieht ? Ich vermute dies hier, was Hr. Prof. Dr. Erich Zenger, Ordinarius für das Alte Testament an der Universität Münster, mit der richtigen Gesetzesanwendung meint :
| Zitat: |
| Die Formel "Auge um Auge, Zahn um Zahn" war zur Zeit ihrer Entstehung und ihrer juristischen Anwendung in biblischer Zeit genau das Gegenteil von Legitimation der Rache. Sie drückte vielmehr ein Rechtsprinzip aus, das nach meiner Meinung einen rechtsgeschichtlichen Quantensprung bedeutet: Das Prinzip der Angemessenheit und der Gleichheit aller vor dem Recht. Allerdings darf man dabei die Formel nicht so gebrauchen, wie dies umgangssprachlich meist der Fall ist: Wie du mir, so ich dir. |
Du erwähntest es sinngemäß bereits, es läge eine verbreitete Fehlinterpretation des " Auge um Auge " - Prinzips vor. Prof. Zenger :
| Zitat: |
Es geht um das rechte Maß der Strafe und der Wiedergutmachung
Die Formel kommt dreimal im Alten Testament vor, und zwar in den drei Rechtsbüchern, die in der Bibelwissenschaft Bundesbuch (Ex 20,22-23,33), Heiligkeitsgesetz (Lev 17-26) und Deuteronomisches Gesetzbuch (Dtn 5-26.2acht) heißen. Schon dieser Kontext legt nahe: Es geht hier um Fragen des Rechts.
Es geht um die juristische Klärung von drei Fällen, die man als Präzedenzfälle beziehungsweise als Musterprozesse beurteilen kann: Angemessenheit der Wiedergutmachung im Falle von fahrlässig verursachter Körperverletzung (Ex 21,22-25), Angemessenheit der Schadenersatzleistung im Falle von Sachbeschädigung oder von vorsätzlicher Körperverletzung (Lev 24,17-22) und Entsprechung in der Strafzumessung im Fall von Meineid und dem vom Meineidigen beeidigten Verbrechen (Dtn 19,16-19) - alles
also Problemfälle, mit denen sich auch unsere Gerichte befassen.
Im Alten Testament geht es an diesen Stellen immer um die Vorgabe, solche Fälle nach dem Prinzip "Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Strieme um Strieme" zu lösen. Dabei ist keine Verstümmelungspraxis gefordert (sie gab es in Israel nachweislich nie), sondern hier wird in metaphorischer(!) Sprache das Prinzip der Angemessenheit und der Gleichheit aller vor dem Recht formuliert, wie Lev 24,22 sogar ausdrücklich festhält: "Gleiches Recht soll für den Fremden wie für den Einheimischen gelten!"
Gegenüber der bis zur Einführung dieses Rechtsprinzips im 8.Jh. v.Chr. meist auch in der Umwelt Israels geübten Praxis war dieses Prinzip ein juristischer Meilenstein: Der Schaden, der "dem Auge" eines Sklaven zugefügt wurde, musste danach ebenso beurteilt werden, wie der Schaden, der "dem Auge" des Königs angetan wurde. Und der Meineid, der im Gerichtsverfahren gegen einen Kleinbauern geschworen wurde, war nicht weniger schlimm als der gegen einen Dorfältesten.
Die Formel ist Ausdruck der Forderung nach Ausgeglichenheit des Urteils
Dass die Formel meilenweit von Rache entfernt ist, zeigt die Textpassage in Ex 21,22-25, wo es um folgenden Fall geht: Zwei Männer geraten auf der Straße miteinander in Streit. Es kommt zu einer Schlägerei. Eine Frau, eventuell die Ehefrau eines der am Streit beteiligten Männer, stellt sich zwischen die Kampfhähne, um zu schlichten. Als Frau genoss sie eine gewisse Immunität. Es war schändlich, wenn einer der streitenden Männer auf die Frau einschlug. Aber es konnte relativ leicht geschehen, dass die Frau, während sie sich zwischen die Männer stellte, aus Versehen einen Stoß mit abbekam.
Im Normalfall dürften daraus keine schlimmeren Folgen entstanden sein, es sei denn, die Frau war schwanger. In einem solchen Fall konnte ein relativ harmloser Stoß auf den Unterleib zu schlimmen Folgen führen, wie beispielsweise zu einer Fehlgeburt - der Fall, der in Ex 21,22-25 juristisch abgehandelt wird. Dabei ist wichtig, dass es im Text heißt: "... dann sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn...". Es heißt nicht: "dann sollst du dir nehmen", sondern "dann sollst du geben ... Auge um Auge, Zahn um Zahn ..." Angeredet ist nicht der beziehungsweise die Geschädigte, sondern der Verursacher des Schadens. Es geht also um die Wiedergutmachung eines angerichteten Schadens, und zwar nach differenzierter Prüfung des Schadens (Auge, Zahn, Hand ...). Das hat mit Rache schlechterdings nichts zu tun, sondern mit Konfliktregelung auf dem Boden einer Rechtsordnung.
Gegen Rache, für Vernunft
Das Recht dient dem geordneten Zusammenleben, und seine Durchsetzung ist die Außenseite der Versöhnung. Es geht um Gerechtigkeit für Opfer und für Täter. Denn für den Täter fordert das Prinzip: Nur Auge für Auge, nur Zahn für Zahn ... Die Formel ist also eine Formel gegen die Rache und ein Prinzip des Rechts und der abwägenden Vernunft. |
" bis es alles geschieht .." Was also meint Jesus in Mt5;17 - gegen was " verwahrt er sich ausdrücklich " ? Das eben zitierte von Prof. Zenger bietet sicher einen Ansatz; so denn eine solche Lesart der alten Gesetze auch von Jesus gemeint war. Aber weder diese Interpretation, noch eigene andere Aussagen durch Jesus begründen dies zwingend korrelierend, weil : Bergpredigt, 5. Antithese :
Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Auge um Auge und Zahn um Zahn! Ich aber sage euch: Wehrt euch nicht gegen den Bösen, sondern wer dich auf die rechte Wange schlägt, dem halte auch die andere hin. Und wer mit dir vor Gericht gehen will und dir dein Untergewand nehmen will, dem laß auch den Mantel ...(Mt 5,38-40).
( oder eben : " und ich sage euch .. " ) Ja.., was wohl ?! Ich habe es fett gedruckt im Zitat. Jesus selbst - sei es, er zweifelt die Auslegungen der alten Gesetze an oder deren realistische, gerechte irdische Umsetzung - belegt das Auge um Auge - Prinzip somit negativ. Im Kern fordert Jesus also - doch lassen wir den Professor wieder zu Wort kommen :
| Zitat: |
Meist wird gesagt: Jesus fordere hier Verzicht auf Rache, wie sie das Alte Testament fordere. Er verlange Gewaltverzicht als Zeichen der Friedensbereitschaft und der die Gewalt überwindenden Liebe. Der jüdische Gott der Rache werde hier durch den christlichen Gott der Liebe überwunden. Das ist nicht der präzise Sinn von Mt 5,38ff. Dieser ist vielmehr: Jesus fordert in metaphorischer Sprache vom Geschädigten sowohl den Verzicht auf Vergeltung als auch auf Wiedergutmachung, wie Mt 5,40 unterstreicht, sogar den Verzicht darauf, das zugefügte Unrecht rechtlich zu klären durch Bestrafung des Täters und durch Schadenersatzregelung.
Das ist die radikale Forderung Jesu: Rechtsverzicht im Fall von Unrecht, um so die Spirale des Bösen durch die Liebe zu durchbrechen, wie dies auch im Römerbrief gefordert wird: "Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute." (Röm 12,21). Das ist eine ethische Provokation, auf die sich nur wenige Individuen einlassen. |
Wozu aber diese " ethische Provokation " ? Vielleicht deshalb, weil Gesetze immer nur Sinn machen, wenn sie auch durchgesetzt werden ? Vielleicht deshalb, weil absolute Gerechtigkeit eine irdische Illusion ist und bleiben muß ? Vielleicht deshalb, weil der sture Drang sein Recht durchzusetzen, allzuleicht das Ausmaß der eigenen Schuld, Sünde, Versäumnisse ( " Butterflyeffect " ) vergessen liese ? Und vielleicht auch, weil :
.... Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; ...
.... Jesus selbst ... der Kleinste ist ?? Der " Kleinste " durch all seine Sanftmut, Angreifbarkeit, Verletzlichkeit, Weisheit, Güte u.s.w. Vielleicht, weil dies es ist, was ihn größer .. als alles dagewesene erscheinen läßt ? Denn :
" Was ihr aber den Geringsten unter euch antut, das habt ihr mir angetan .. "
Und so jedoch endet Mt5;17. :.... wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. ( die alten Gesetze - Anm. schelm )
Warum ? Ich verstehe es nicht wirklich. Vielleicht ist die Aussage nicht original ? Vielleicht auch weiß Jesus, das seine ethische Provokation .. ( siehe oben ) den schwachen Mensch überfordert und er auch gut daran tut, im Sinne der oben zitierten Erklärung des Professors zum AT, die Gesetze anzuwenden ? Oder zielt es auf einen Unterschied im Handeln als Amts - und Privatperson ?
Vielleicht deutet er auch an, da es keine wirkliche Gerechtigkeit von Menschenhand geben kann, auf den individuellen Drang danach (also nur für sich selbst ) zu verzichten.
Da aber über diese Erkenntnis hinaus ( im irdischen ) der Vater im jenseitigen individuelle Gerechtigkeit herstellen wird, kann der Sohn die diesbezüglichen Gesetze nicht negieren, die eine ausgleichende Gerechtigkeit bereits vorwegnehmen, die jedoch im irdischen so nicht umgesetzt werden kann. ( 1 )
Trotz alldem : Es bleibt für mich in sich nicht vollständig plausibel. Damit meine ich die Erklärung des Professors und auch bestimmte angebliche Überlieferungen. Denn : Man mag diesen Erklärungsansatz für das Auge um Auge - Prinzip wohl anwenden können, jedoch :
Bei vielen Details der mosaischen Rechtsprechung greift er überhaupt nicht. Ich verzichte auf weitere konkrete Bibelstellen. Mein bereits erfolgter Verweis auf die folgenlose Tötung von Sklaven sollte genügen :
| Zitat: |
| (2. Mose 21,20-21): "Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, dass sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden. Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld." |
Auch dies wäre demzufolge eines der Tüpfelchen vom Gesetz, das Jesus angeblich nicht verändert und dessen Aufhebung er untersagen würde.
| Zitat: |
| Im Gegenteil, Jesus erinnert seine Kollegen und die Zuhörer an geltendes Recht: Eine Verurteilung, gar die Verhängung der Todesstrafe, ist keineswegs die Sache der Ankläger. Weder er noch seine Kollegen vor Ort haben die Autorität, ein Urteil zu fällen. Sie sind keine Richter. Von keinem der Anwesenden durfte ein Urteil gesprochen werden, weder so noch so. Lynchjustiz wäre ein Verstoß gegen das mosaische Tötungsverbot. |
Dann hätte er den Fall an die zuständigen Behörden abgeben müssen. Hat er nicht. Er sprach zur Ehebrecherin :
| Zitat: |
| ... Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr. |
Welche Autorität hätte dies in besagter Situation aufheben können ? Und nochmals : Jesus lehrt, es gibt keine Menschen ohne Sünde. Wenn es keine gibt, gibt es auch keine berechtigten Steinewerfer. So einfach ist das.
| Zitat: |
| In Mt 7 wird dies noch deutlicher ausgedrückt: richtet nicht... |
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden.
Für mich harmoniert dies gut mit meiner Sichtweise. ( 1 )
Freundliche Grüße, schelm _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
|
 |
dornbusch Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3824
|
Verfasst am: 03 Dez 2007 - 08:14:38 Titel: |
|
|
guten Morgen mein verehrter Schelm
Vielleicht ist die Aussage nicht original
Die Geschichte von der Ehebrecherin ist ein fiktionaler Text. Kein historischer Bericht!
Bisher habe wir über den inneren Zusammenhang der Erzählung gesprochen. Deine Frage geht nun ein Stück weiter.
Hier einige Gedanken zum Rahmen des Textes.
Bei den Synoptikern (Mt,Mk,Lk) kommt diese Erzähleinheit nicht vor.
Sie ist Sondergut des Johannes. Zur Zeit der Abfassung des Textes gab es in Judäa/Isreal kein Judentum mehr (nach römischer Auffassung). Der Tempel war zerstört. Das Allerheiligste desintegriert. Und daran änderte sich nichts bis heute.
Die mosaischen Gesetze hatten ihre Gültigkeit als öffentliches Recht verloren und traten in die private Gesetzestreue des Einzelnen. Dazu kommt, daß die jungen christlichen Gemeinden von der Synagoge ausgeschlossen waren und gleichzeitig in Rom mißtrauisch beäugt wurden.
Das mosaische Gesetz stand nicht mehr auf Steintafeln (Die Bundeslade war verloren) sondern mußte in das Herz der Menschen geschrieben werden.
Weder die überlebenden Juden noch deren christliche Sekte hatten irgend eine rechtsprechende Gewalt. Sie waren absolut entmachtet.
"Bis alles erfüllt ist". Und bis dahin sollte es gar nicht so lange mehr dauern, eher morgen als übermorgen!
Von daher sehe ich diesen fiktionalen Text aus der Sicht des Autors so:
Kümmert euch jetzt nicht um die Sünden der anderen, kümmert euch um eure eigenen Sünden, der Tag des Gerichtes kommt bald.
Das mag jetzt verwirrend sein, aber für mich sind beide Lesarten biblischer Texte wichtig. Da ist zum einen das im Text Beschriebene und da ist zum anderen der den Text Schreibende und die Situation in der er schreibt. Noch kürzer: was steht da? Und warum steht es da?
Heute, fast 2000 Jahre später, gibt es wieder einen Staat Israel. Wie sehen die Gesetze dieses neuen Isreal aus? Gelten die mosaischen Gesetze etwa wieder? Nun die Ehebrecherin wird nicht mehr gesteinigt!
Mit freundlichem Gruß Dornbusch |
|
 |
schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
|
Verfasst am: 03 Dez 2007 - 16:50:24 Titel: |
|
|
@ dornbusch :
Was genau verstehst du eigentlich unter dem, was als " frohe Botschaft " bezeichnet wird ?
Freundliche Grüße, schelm _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
|
 |
dornbusch Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3824
|
Verfasst am: 03 Dez 2007 - 17:11:42 Titel: |
|
|
Für heute wird es dies für mich sein: Paulus 1. Korintherbrief, 13
"...Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, dann aber werde ich ganz erkennen, wie ich auch ganz erkannt worden bin."
Und du, schelm? |
|
 |
schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
|
Verfasst am: 03 Dez 2007 - 20:48:28 Titel: |
|
|
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
( Jes 43,1b )
Und siehe, ich mache alles neu. (Offenbarung 21, 5 )
Freundliche Grüße, schelm _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
|
 |
schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
|
Verfasst am: 04 Dez 2007 - 12:32:24 Titel: |
|
|
Hallo Dornbusch !
Du schriebst am 1.12. :
| Zitat: |
| Das Geschriebene, das Überlieferte und das Ausgelegte bilden eine Einheit. Keinen Widerspruch. |
Ich schrieb ( und ergänze ) :
| Zitat: |
| (2. Mose 21,20-21): Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, dass sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden. Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld. |
| Zitat: |
| 1.Mose 9,6 : Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden, denn nach dem Bilde Gottes hat Gott den Menschen gemacht. |
| Zitat: |
| Was ihr aber den Geringsten unter euch antut, das habt ihr mir angetan .. |
| Zitat: |
Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz........ Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
|
Ich habe Schwierigkeiten, deine Aussage dieser Einheit und Widerspruchsfreiheit wirklich zu verstehen. Deshalb bitte ich dich darum, sie mir an Hand dieser Beispiele zu erläutern.
Was ich bereits verstehe, sind Interpretationen, welche in diese Richtung gehen :
| Zitat: |
Sklaverei ist ein Ausdruck von "des Herzens Härte" ganzer Jahrtausende der Menschheitsgeschichte. Ihre Duldung in der Bibel ist ein Zugeständnis an diese Herzenshärte, keine Rechtfertigung und schon gar nicht Ausdruck ihrer Gottgewolltheit. Und es ist ein vorübergehendes Zugeständnis. Eine Übergangslösung. Die Bibel legt zunächst den schlimmsten Auswüchsen Zügel an. Aber die christliche Botschaft setzte dann einen Stachel ins Fleisch dieser Gesellschaft der Unterdrückung.
http://www.zwischenraum.net/heiliges_buch.htm |
Was ich nicht verstehe, wenn dem so ist; dann kann dies hier :
... Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld.
... kein Tüpfelchen vom Gesetz sein; denn es legt den schlimmsten Auswüchsen keine Zügel an; sondern - aus Sicht des Gesetzes - legitimiert es die Sklavenhaltung einerseits ( " denn es ist sein Geld " ), sowie die folgenlose Tötung von Sklaven durch einen winkeladvokatischen Schachzug : ... Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben ...
Dies allerdings, widerspricht selbst der Auge um Auge - Prämisse; der Gleichheit aller vor dem Gesetz . Wer aber gebot diese Gleichheit durch seine Gesetze ? Wie könnte dann ein solches Gesetz - das ihm zuzuschreiben wäre - wirklich von Gott sein ? Was passierte mit dem Sklaven, der seinen Herrn erschlug, wenn dieser 1 - 2 Tage noch überlebte ? Laut Gesetz dies :
| Zitat: |
| 1.Mose 9,6 : Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden ... |
Wo also genau liegt hier die Einheit und Widerspruchsfreiheit ?
Freundliche Grüße, schelm _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
|
 |
BigHug Full Member


Anmeldungsdatum: 30.05.2007 Beiträge: 162
|
Verfasst am: 04 Dez 2007 - 17:01:56 Titel: |
|
|
| Zitat: |
| Was sagt die Theologie zu dieser Art von Gesetzen ? Woher kamen sie - und warum ? Wozu sollten sie dienen ? |
Diese Fragen sollten sich vor allem anderen angesichts des mit dem Tode bedrohten Grundbedürfnisses nach Selbsterkenntnis stellen, auf dem sich die abendländischen Religionen (s. Praadiesmythos) verankern - und muß man dafür selbstverständlich die Theologie verlassen, sich zur Anthropologie begebend.
Demnach stammt solch absurdes Tabu von den eigenwilligen Gruppen der Urmenschheit selbst und hat den gut gemeinten Zweck, sie den selbst erschaffenen Regel ihren selbsterschaffenen politischen Superstrukturen zu unterwerfen: der Homo Sapiens in ihnen sollte nicht mehr wie einst seinem "Selbst" folgen (- dessen Wille wurde folglich dämoniziert zum Böse [s. Schlange im Garten Eden]-), sondern den menschengemachten Gesetzen, die dem Erhalt der urpolitischen Pakte dienten...
Dies gilt heute noch immer: Der Bürger ist 'frei', so lange er nur nicht dem Staat zuwider denkt und handelt, so darf und soll er nach wie vor nicht sein "Selbst" erkennen. Denn es unterwirft sich niemanden. Unterwerfung setzt also Verdrängung des Selbst (seiner Forderungen) vom Bereich der bewussten Innen-Wahrnehmung voraus... |
|
 |
dornbusch Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3824
|
Verfasst am: 04 Dez 2007 - 18:32:02 Titel: |
|
|
Hallo schelm
Ich will auf deine Frage gerne antworten, du hast sie ja auch schon vorher gestellt.
Wenn ich deine Frage richtig verstehe, lautet sie so
Darf der Herr seinen Sklaven töten, ohne daß er bestraft wird? (zugegeben verkürzt)
Ex 21,26f schreibt die Freilassung des Sklaven vor, wenn ihm ein Zahn ausgeschlagen wurde.
Ex 21,21, von dir zitiert, verneint das Recht der Familie des Sklaven auf Blutrache. Hier steht aber die Frage nach der Berechtigung der Rache im Vordergrund. Blutrache wird zu dieser Zeit bereits vehement eingeschränkt, oft verboten. Und in den wenigen Ausnahmefällen, in denen Blutrache dennoch als erlaubt galt, mußte dem Mörder der Weg in eine Asyl-Stadt offen sein. Dort hatte er Anspruch auf ein ordentliches Gerichtsverfahren.
zurück zum Sklaven.
In vielen deutschen Bibelübersetzungen (AT) gibt es diese Wort. Der deutsche Bibelleser kann den Eindruck gewinnen, die alten Juden wären Sklavenhalter gewesen. Und wieder sind wir auf der Spur von Antisemitismus und Judenhass.
Überrascht es dich zu hören, daß die Hebräer gar kein Wort für Sklave haben? Wohl aber ihre Übersetzer! Deutsche?
äbäd wird als Sklave übersetzt. Nur wer ist dieses äbäd? Es bezeichnet Abhängigkeitsbeziehungen!
Herr-Diener, Vassal-Fürst, Minister-König, Söldner-Warlord, manchmal Frau-Mann, König-Gott, Propheten-Gott, Gläubige-Gott.
Derjenige, der in den mangelhaften deutschen Bibeltexten als Sklave übersetzt wird, war viel mehr Mitglied des Haushaltes seines Herren, nahm an allen wichtigen Ritualen teil, unterlag allen religösen Gesetzen, konnte (selten) Erbe sein, oder die Tochter seines Herren heiraten.
Wer als Bibelleser sein Bild des Neger-Sklavens Nordamerikas auf die jüdische Gesellschaft vor 3000 Jahren überträgt, folgt dem Willen der Judenhasser.
Eher treffend wäre der Vergleich mit der Beziehung von Lehrling und Lehrherren, Bauern und Knecht im feudalistischen Europa.
Die Sklaverei der Neuzeit gab es im Horizont der Tora nicht.
Mit freundlichem Gruß Dornbusch |
|
 |
schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
|
Verfasst am: 04 Dez 2007 - 19:28:10 Titel: |
|
|
Hallo Dornbusch !
| Zitat: |
Wenn ich deine Frage richtig verstehe, lautet sie so
Darf der Herr seinen Sklaven töten, ohne daß er bestraft wird? (zugegeben verkürzt) |
Meine Frage war etwas komplexer ausgerichtet. Und ich möchte bitte die komplexe Antwort, welche die komplexe Fragestellung bedingt. Und ich möchte da integriert wissen, was dies hier konkret zu bedeuten hat :
| Zitat: |
| (2. Mose 21,20-21): Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, dass sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden. Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld. |
Deine weiteren Ausführungen gehen leider nicht darauf ein, sondern versuchen - dies unbeantwortet lassend - die Begrifflichkeit Sklave zu relativieren. Ob historisch tendenziell zu Recht oder Unrecht sei dahingestellt.
Jedenfalls kennzeichnet der eben wiederholte Vers kein relativierbares Abhängigkeitsverhältnis von z.B. Bauer und Knecht. Und der Vers handelt auch nicht vom Verbot der Blutrache, sondern er ist ein Gesetzestext, welcher einen Mörder schützt.
Und ich frage also erneut : Wie kann ein Gesetz das angeblich von Gott stammt, einen Mörder schützen vor dem Gesetz ? Welches wiederum ebenfalls von Gott kommt als eines der 10 Gebote und lautet : Du sollst nicht töten. ( oder morden; in anderen Übersetzungen / Auslegungen ). Was der Sklavenhalter tut, wäre keine Vollstreckung eines gesetzlich legitimierten Todesurteil durch ein Gericht, sondern Mord. Mord unterliegt aber von Gott laut seiner eigenen altestamentarischen Gesetze der Bestrafung.
Ich bitte um eine Antwort, die meine Fragen nicht ignoriert.
Und sei es nur jene, keine Antwort zu haben.
Freundliche Grüße, schelm _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
|
 |
schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
|
Verfasst am: 05 Dez 2007 - 06:10:21 Titel: |
|
|
BigHug schrieb :
| Zitat: |
| Zitat: |
| schelm : Was sagt die Theologie zu dieser Art von Gesetzen ? Woher kamen sie - und warum ? Wozu sollten sie dienen ? |
Diese Fragen sollten sich vor allem anderen angesichts des mit dem Tode bedrohten Grundbedürfnisses nach Selbsterkenntnis stellen, auf dem sich die abendländischen Religionen (s. Praadiesmythos) verankern - und muß man dafür selbstverständlich die Theologie verlassen, sich zur Anthropologie begebend. |
Nun, im Moment richte ich meine Fragen an einen - nach eigenen Angaben - katholischen Theologen. Glaube ist eine sehr individuelle Sache. Aus dieser individuellen Sicht bzw. Wahrheitssuche, kann man schon mal behaupten, dieses oder jenes, was in Schriften steht für nicht authentisch zu halten, nachgefügt, falsch übermittelt oder gar gefälscht sein müsse - wenn es mit dem eigenen Glaubensverständnis nicht konform geht.
Als Theologe jedoch mit dem Anspruch der Widerspruchsfreiheit und Einheit der Inhalte der Schriften ( hier : AT und NT ), wäre man Teil der offiziellen Sicht, des " System Amtskirche ". Deshalb hoffe ich immer noch, das meine Fragen gelesen und auch einer adäquaten Antwort gewürdigt werden.
Andernfalls wäre es sinnhafter aus dem Diskurs hier auszusteigen, weichgespülte, ablenkende oder die Fragestellungen ignorierende Antworten bringen mir keine weiterführenden Erkenntnisse und frustrieren mich zunehmend.
Das ging an dich, lieber Theologe dornbusch.
Freundliche Grüße, schelm _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
|
 |
schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
|
Verfasst am: 05 Dez 2007 - 14:43:56 Titel: |
|
|
dornbusch schrieb :
| Zitat: |
du gibst meine Worte falsch wieder, mit Absicht? Oder ein Versehen?
Als Theologe jedoch mit dem Anspruch der Widerspruchsfreiheit und Einheit der Inhalte der Schriften ( hier : AT und NT ), ...
Da ich solches nicht geschrieben habe, solltest du es mir auch nicht in den Mund legen. |
Du bist Theologe nach eigener Auskunft, steht auch als Beruf im Profil. Du schriebst auch, katholisch zu sein. Auf meine Verweise in den Postings hier, es gäbe Widersprüche in den Darlegungen des AT zu denen des NT , welche von Jesus durch das Gewaltverbot aufgehoben wurden - und durch dessen Aussage :
.... Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz........ Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
... scheinbar wiederum nicht, wäre der Stand der Dinge bisher immer noch diese Aussage von dir :
| Zitat: |
| Das Geschriebene, das Überlieferte und das Ausgelegte bilden eine Einheit. Keinen Widerspruch. |
Wo also bitte, lege ich dir etwas in den Mund, was nicht 1:1 inhaltlich deinen Intentionen entspräche ?
| Zitat: |
| Statt daß du auf meine theologischen Gedanken eingehst, sprichst du jetzt von individuellem Glauben. Du klammerst dich an die Worte deiner deutschen Bibel. |
Und du änderst den Inhalt, wie er dir dann passend erscheint ? Das es nicht ich aber sage euch - sondern : und ich sage euch heißen würde, da legtest du großen Wert darauf. Obwohl im Ergebnis auch dabei der selbe Widerspruch entsteht, wenn das Neue das Alte nicht aufhebt. Ich klammere mich daran, das meinem Jesus große Teile der Rechtsprechung des AT wesensfremd sind, er somit unmöglich deren weitere Anwendung als Doppelstandard ( Härte und Milde ) befürwortet und legitimiert.. Wäre es anders, wäre seine 5. Antithese der Bergpredigt eine Fälschung.
http://www.dbk.de/gerechter-friede/dbk_data/html/content/fa/Bergpredigt.pdf
Denn die abzuleitende ethische Formel : Das Gesetz ist hart, die Auslegung soll jedoch milde sein - bildet keine widerspruchsfreie Einheit, wenn bereits in den Texten Doppelstandards nach sozialer Herkunft ( hier eben im Beispiel : Sklave und Sklavenhalter ) festzemmentiert werden. Und sie bildet auch keine widerspruchsfreie Einheit, wenn die harte Anwendung ( Körperstrafen ) nicht als abgeschafft zu verstehen ist. Die andere Wange hinzuhalten, würde somit zu einer juristischen Wahlmöglichkeit verkommen.
Die Einheit zwischen dieser ethischen Provokation von Jesus und den ausgleichenden Strafen des AT kann nur hergestellt sein, wenn sie stets - die Unvollkommenheit des Menschen hinsichtlich der Fähigkeit des gänzlichen Strafverzicht einkalkulierend - zumindest unterhalb einer 1:1 strafrechtlichen Spiegelung des Vergehens liegt. Dies bedingt geradezu , die Todesstrafe als aufgehoben zu verstehen. Demzufolge kann diese bereits nicht widerspruchsfrei laut Gesetzen des AT als weiterhin legitimiert betrachtet werden.
Aber ein : Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, dass sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden. Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld -- bereitet dir offenbar kein Kopfzerbrechen; ein ganz zweifelsfrei inhaltlich zu erkennender rechtlicher Winkelzug zum Schutz des Mörders ; des sozial höher gestellten Sklavenhalter.
| Zitat: |
| Einer kann die Bibel wörtlich nehmen oder er kann sie ernst nehmen. Das mit dem Ernst nehmen fällt dir scheinbar schwer. |
Geh bitte - wenn du dies für sinnvoll erachtest - so mit deinen Schülern um, Motto : Ja Ja, man muß das AT und das NT im verbindenden Kontext erkennend erfassen, dann lösen sich die vermeintlichen Widersprüche in Luft auf.
Dieses, von Theologen und Priestern weit verbreite Credo im Volk, gründet sinngemäß komprimiert darauf : Historischer Kontext ," Hartherzigkeit " der damaligen Menschen ( AT ) ; Jesus als Alternative ( NT ) - Fazit : Die blutige Rechtsprechung des AT wurde durch Jesus geradezu revolutionär erneuert .. ( Skeptiker könnten hier bereits fragen, ob hartherzige Menschen - zu Zeiten des AT - durch hartherzige Gesetze bessere Menschen werden ... )
Erneuert ... Und hier beginnt bereits das Erklärungsdilemma - was heißt " Erneuert " ; wenn im Zweifelsfall jede bisherige blutige Auslegung weiterhin legitim bleibt ? Denn, wenn nicht aufgehoben - wie Jesus angeblich später verlautbaren tut, was ist dann mit der alten Rechtsprechung eigentlich passiert ?? Wenn es passt, dürfen Ehebrecher wieder gesteinigt werden ?
| Zitat: |
| Im Text wird an verschiedenen Beispielen gezeigt, wie Mord, Körperverletzung mit Todesfolge und fahrlässige Tötung unterschiedlich beurteilt werden müssen. Nicht jeder Tote darf zu blutiger Rache führen! |
Was du hier bringst, ist völlig unangemessen dessen, was ich schrieb und dich fragte. Die Frustration steigt. Ich bin es leid, ehrlich ! Also von vorn :
Moses schrieb :
| Zitat: |
| ....Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, dass sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden. Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld .... |
Das ist doch eine glasklare Aussage - kein Gleichnis - die jeder Zweibeiner versteht, oder ?
Nicht jeder Tote darf zu blutiger Rache führen ...
Punkt 1 : Blutige private Rache ist überhaupt nicht legitimiert.
dornbusch schrieb : Lynchjustiz wäre ein Verstoß gegen das mosaische Tötungsverbot.
Punkt 2 :
Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden - gäbe es überhaupt also ein Recht zur privaten Rache, so würde dieser Vers die Rache erlauben, sollte der Sklave sofort versterben. Da es dies aber nicht gibt, kann die Strafbarkeit nur in einem regulären Gerichtsverfahren bemessen werden. Der Zusatz : .. Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; - schließt die Strafwürdigkeit und damit die Aufnahme des Gerichtsverfahrens jedoch bereits aus. Fazit : Private Rache ist prinzipiell nicht legitim. Strafe durch ein Gericht nur, wenn der Sklave durch die Schläge sofort verstirbt. Eine klassische 2 Klassen - Rechtsprechung, welche dann zu allen Überfluss auch noch Jesus in die Schuhe geschoben werden soll, denn laut Bibel verbietet er ja, das kleinste Tüpfelchen vom Gesetz aufzuheben oder anders zu lehren.
Wobei man sich fragen sollte, warum der; der es trotzdem tut ( es anders zu lehren ) , dann zwar der Kleinste genannt wird, aber immerhin doch im Himmelreich .. ( ! ) ; nicht etwa in der Hölle schmoren soll dafür..
Und all das versuchst du mir hier als ohne Widerspruch zu verklickern ?
| Zitat: |
| Bei einem Tötungsdelikt wird der Richter den Fall beurteilen und ein Urteil sprechen, das von Freispruch bis zur Höchststrafe (lebenslange Haft) variieren kann. Siehst du darin einen Widerspruch im Gesetz? Ich nicht. |
Das sind Binsenweisheiten - sorry - natürlich existiert ein Unterschied zwischen eiskalten Mord und Totschlag im Affekt. In beiden Fällen jedoch Strafwürdig. Kein normaler Mensch wird wohl nachvollziehen können, warum sich dies a ) daraus ablesen lassen sollte, das dass Opfer noch 1-2 Tage überlebt und b ) selbst der Totschlag im Affekt dadurch nicht bestraft werden sollte - mal abgesehen von der Höhe der Strafe, welche auf Grund der Umstände der Tat dann anzurechnen wäre. Aber zu alldem käme es ja nicht, wenn das Opfer noch 1 - 2 Tage überlebt.
Auflösen kann diese Widersprüche wohl nur ein Nachweis der Nichtauthenzität des zitierten Bibelverses von Moses.
Natürlich könnte man es auch so auflösen : Das Gesetz hebt Jesus nicht auf, jedoch mißbilligt er die harten Strafen. Dann jedoch, müßte die Straffreiheit für Mord und Totschlag für alle gelten, deren Opfer 1 - 2 Tage überleben ..
Schließlich steht in der Bibel auch, die Obrigkeiten wären von Gott eingesetzt und die entsprechenden Gesetze wären zu befolgen. Die Sache hätte nur einen logistischen Haken : Die Gesetze der Obrigkeiten dürfen nicht den Gesetzen Gottes widersprechen. Wenn die Obrigkeiten nun jedoch die Gesetze des AT anwenden würden, so dürften sie demzufolge nicht mehr das damit verbundene Strafrecht 1:1 anwenden, denn dies wiederum widerspräche Jesus. Denn sie können unmöglich als Amtspersonen eine Todesstrafe festlegen und privat die andere Wange hinhalten ..
Wie sollte dies funktionieren ?
Frage : Ein Gesetz, welches dem Tüpfelchen nach besteht, bestünde auch in seinen Strafauslegungen nach wie vor. Verstößt der weltliche Gesetzgeber, sollte er die Strafen anwenden, dann demzufolge gegen den Willen Gottes oder erfüllt er ihn ?
Freundliche Grüße, schelm _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
|
 |
dornbusch Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3824
|
Verfasst am: 05 Dez 2007 - 19:30:53 Titel: |
|
|
Hi schelm,( und allen im Hintergrund einen schönen Abend.)
Bin ich denn der erste Theologe, mit dem du zu tun hast? Kann ich mir nicht vorstellen. Theologen sind Studenten der Theologie. Theologie ist eine Wissenschaft.
Das Thema der Theologie ist "Gott", der "Glaube", und die "Kirche".
Wir Theologen geben Antworten, die wissenschaftlich fundiert sein sollten.
Wenn da einer glaubt, daß Jesus in Betlehem geboren sei, dann beschäftigen wir uns mit solchen Glaubensinhalten. Wenn uns der Gläubige fragt, wo war Betlehem, dann sagen wir ihm, daß es Betlehem damals nicht gab.
Wenn einer glaubt, daß es den Teufel gibt, dann sehen Theologen darin eine interessante Zeiterscheinung.
Wenn einer glaubt, Jesus hätte Antithesen zum jüdischen Glauben aufgestellt, dann sehen wir Theologen darin die Früchte der Antisemiten.
Wenn einer glaubt, daß ...
Schelm, wenn du von mir hören möchtest, daß Jesus kein Jude war, dann kann ich dir nicht zustimmen.
Ich weiß, was der Jude Jesus, der Sohn Gottes, den Menschen geschenkt hat.
Die Sklaverei war nicht sein Thema, Kondome auch nicht.
schalom |
|
 |
schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
|
Verfasst am: 05 Dez 2007 - 19:55:18 Titel: |
|
|
dornbusch schrieb :
| Zitat: |
| Wenn einer glaubt, Jesus hätte Antithesen zum jüdischen Glauben aufgestellt, dann sehen wir Theologen darin die Früchte der Antisemiten. |
Ich nicht. Und ich bezweifle auch nicht, das Jesus selbst ein Jude war. Ich sah seinen Jünger Judas schon immer als Werkzeug Gottes, um dessen Plan zu verwirklichen. Eine Position, zu der sich auch der Vatikan langsam durchringt. Antithesen kann Jesus übrigens aufstellen wie er möchte. Politisch korrekte Theologen muß er m.E. dafür nicht um Erlaubnis bitten.
Der Umgang der damaligen Obrigkeiten und Menschen in Folge mit Jesus - ihn zu kreuzigen - entspringt also dem Willen der Menschen, nicht dem von Judas.
Jesus beauftragt seine Jünger nach seiner Wiederauferstehung die Botschaft in die Welt zu tragen. Der Grund, warum sie über den Heiligen Geist befähigt wurden, plötzlich in anderen Sprachen zu sprechen. Seine Botschaft bestand also nicht nur wie ursprünglich anzunehmen auf die Reformation des jüdischen Glaubens gerichtet, sondern sollte alle Menschen inspirieren.
Sein Credo, das Böse durch die Liebe zu überwinden, gilt für alle Menschen und stellt demzufolge keine spezielle Antithese gegen Juden dar, sondern eine Antithese gegenüber dem Egoismus, der Boshaftigkeit, Engstirnigkeit und Grausamkeit von Menschen, egal welcher Zugehörigkeiten. Und : Weil sie nicht wissen was sie tun ... soll der Mensch nicht über den Menschen richten.
Unvereinbar mit der blutigen mosaischen Rechtsprechung. Das ist mein Jesus.
Amen. _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
|
 |
Ercan71 Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 23.09.2007 Beiträge: 56
|
Verfasst am: 12 Dez 2007 - 01:12:39 Titel: |
|
|
| Da sieht man ja wieder mal dass sich jeder sein Jesus selber zurechtbiegt wie er ihn haben will. |
|
 |
Ercan71 Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 23.09.2007 Beiträge: 56
|
Verfasst am: 12 Dez 2007 - 01:59:19 Titel: |
|
|
"Ich weiß, was der Jude Jesus, der Sohn Gottes, den Menschen geschenkt hat."
Er hat uns die Wahrheit geschenkt, welche dann verdreht worden ist.
Und heute haben wir den Götzendienst, sie glauben nicht mehr an den Gott von Jesus, sondern an Jesus als Gott.
Ab ins Feuer mit euch. |
|
 |
dornbusch Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3824
|
Verfasst am: 12 Dez 2007 - 05:35:52 Titel: |
|
|
Hi Ercan
Ab ins Feuer mit euch.
Als Dornbusch könnte ich dir etwas über Feuer erzählen, über ein Feuer das brennt, aber nicht verbrennt!
Und heute haben wir den Götzendienst, sie glauben nicht mehr an den Gott von Jesus, sondern an Jesus als Gott.
Ich habe ein wenig in meinen Unterlagen gesucht, ob ich etwas über diesen "Götzendienst" finden kann. Leider ohne Erfolg. Sag mal bitte, von welcher Gruppe du sprichst, zu der du dich zählst.
Gruß Dornbusch |
|
 |
Ercan71 Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 23.09.2007 Beiträge: 56
|
Verfasst am: 12 Dez 2007 - 15:35:07 Titel: |
|
|
Ich gehöre keiner Gruppe an, bin elhamdulillah ein Moslem, ohne zu einer fehlgeleiteten Gruppe anzugehören.
Was Götzendienst ist weisst du genau. |
|
 |
dornbusch Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3824
|
Verfasst am: 12 Dez 2007 - 17:37:11 Titel: |
|
|
Ercan
Du schreibst, daß du Moslem seist. Dann schriebst du:
Ab ins Feuer mit euch.
und:
Und heute haben wir den Götzendienst
Welche der islamischen Sekten vertritt denn diese Meinung? Welche Götzen meinst du denn? und von welchem Feuer sprichst du? Daß ein Moslem behauptet, seine Gruppe hätte einen Götzendienst ist wirklich neu für mich.
Wir Christen haben die Ablehnung des Götzendienstes von den Juden gelernt. Der von uns verehrte dreifaltige Gott kann in einem Kunstwerk allenfalls gepriesen werden. Aber kein Christ käme auf die Idee, ein Kunstwerk anzubeten.
Soviel ich weiß, hat Mohammed in diesem Punkt genau auf seine jüdische Ehefrau gehört, als er versucht hat, die arabischen Stammesreligionen seiner Vorfahren zu erneuern. Leider war Rom und die christliche Kirche weit weg von Medina, sonst hätte Mohammed sicher mehr christliches Glaubensgut im Koran zitiert.
Ist aber nicht so schlimm! Heute leben viele Muslime in Europa und lernen die christliche Religion kennen.
Gruß Dornbusch |
|
 |
Abdallah Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.08.2007 Beiträge: 660
|
Verfasst am: 12 Dez 2007 - 17:44:29 Titel: |
|
|
| Ercan71 hat folgendes geschrieben: |
Ab ins Feuer mit euch. |
Ercan71, ich bitte dich solche Aufrufe in Zukunft zu unterlassen. Man erreicht mit so einem Umgangston einfach nichts, außer dass es zu Ausschweifungen und gegenseitiger Intoleranz kommt und das können wir hier nicht gebrauchen.
Die nächste Entgleisung könnte zur Sperre führen! Also nimm diese Verwarnung bitte ernst und versuche in Zukunft deine Beiträge überlegter zuschreiben.
Viele Grüße,
Abdallah |
|
 |
murania Senior Member


Anmeldungsdatum: 23.10.2005 Beiträge: 2602
|
Verfasst am: 12 Dez 2007 - 17:45:43 Titel: |
|
|
| Ercan71 hat folgendes geschrieben: |
Ich gehöre keiner Gruppe an, bin elhamdulillah ein Moslem, ohne zu einer fehlgeleiteten Gruppe anzugehören.
Was Götzendienst ist weisst du genau. |
Wieso mutmasst du es dir an im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein? Was sind fehlgeleitete Gruppen für dich? Alle, die nicht deine Auffassung vertreten? _________________ Es gibt Gute und Böse. Wer die Bösen sind entscheiden die Guten. |
|
 |
Ercan71 Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 23.09.2007 Beiträge: 56
|
Verfasst am: 12 Dez 2007 - 19:59:55 Titel: |
|
|
Fehlgeleitete Gruppen sind unter anderem Sufis, welche blind ihrem Sheikh folgen, etc.
@ dornbusch Das sind meine Sätze. Damit meine ich Christen die von Jesus behaupten, er sei Gottes Sohn. Beigesellung, aus Sicht des Islam, das schlimmste Verbrechen was ein Mensch tun kann, die von Gott nicht vergeben wird, deswegen werden sich auch Moslems und Christen niemals einig werden können.
Aber Gott sei Dank erkennen immer mehr deutsche die Wahrheit, welche ja auch gar nicht zu leugnen ist.
Wenn du dir und deiner Familie etwas gutes tun willst, dann schau dir mal jeden Abend wenn du etwas Zeit hast ein paar Videos unter www.diewahrereligion.de an, ein deutscher Moslem.
Ich will niemandem etwas böses, nur das es ihm gut geht irgendwann, ich bin mir zu 100% sicher, wenn du dort einen Weile dir die Videos anschaust und genau zuhörst, dann wirst du ein Moslem. |
|
 |
Abdallah Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.08.2007 Beiträge: 660
|
Verfasst am: 12 Dez 2007 - 20:10:40 Titel: |
|
|
Ich möchte nochmal darauf aufmerksam machen, dass es in diesem Thread um das Christentum und seine Konfessionen geht, für den Islam haben wir auch einen Thread, der gerne für Diskussionen über ihn genutzt werden kann!
Viele Grüße,
Abdallah |
|
 |
dornbusch Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.10.2007 Beiträge: 3824
|
Verfasst am: 13 Dez 2007 - 20:21:58 Titel: |
|
|
@ ercan
das schlimmste Verbrechen was ein Mensch tun kann
Somit bezichtigst du mich eines Verbrechens? Dennoch darfst du mein Bruder sein. Du mußt dich nicht fürchten. |
|
 |
IT_Desert Senior Member


Anmeldungsdatum: 26.05.2005 Beiträge: 565
|
Verfasst am: 13 Dez 2007 - 20:36:04 Titel: |
|
|
| Ercan71 hat folgendes geschrieben: |
Ab ins Feuer mit euch. |
@Ercan71
Schön und gut, dass du Muslim bist und davon überzeugt bist. Ich bin es ja auch , ALhamdulillah (Gott sei dank). Aber dein Statement: Ab ins Feuer ist total daneben!! So wirst du gar nichts erreichenn, du vertreibst eher die Menschen damit.!! Statt für die Nichtmuslime, dass beste zu wünschen, in dem du sie über den Islam aufklärst und hoffst, dass sie ihn annehmen. Ich empfinde das irgendwie als Schadenfreude. Ich will, dass niemand ins Feuer geht, deshalb bete ich , dass viele den Islam als Wahrheit erkennen und ihn annehmen. Nur Gott entscheidet letztendlich ob man da hin gehört oder nicht.
@dornbusch
Mit dem "verbrechen", ist dies so zusehen, dass Gott im Koran sagt, dass er alles vergibt, außer die Beigesellung, und dies nach islamischer Sicht, ein Verbrechen gegen Gott ist. _________________ Im Flugzeug gibt es während starker Turbulenzen keine Atheisten.
Robert Lembke
Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.
Groucho Marx |
|
 |
Jomira Moderator


Anmeldungsdatum: 23.10.2006 Beiträge: 3402 Wohnort: Köln
|
Verfasst am: 13 Dez 2007 - 21:16:03 Titel: |
|
|
| Zitat: |
| Ich denke mit dem "leicht machen" ist damit gemeint, dass sich jeder Gott oder Jesus so kreirt wie er das will. Und die Regeln so ändert wie man das möchte. Ich denke, dass fast kein Christ, genau das tut was in der Bibel steht. |
Das möchte ich jetzt aber noch einmal genauer erklärt haben:
Welche christlichen Bilder gibt es denn von Gott und Jesus? Und an welche Regeln in der Bibel halten sich Christen denn nicht? Wäre schön, wenn solche Aussagen auch mal konkretisiert würden. So machen sie eher den Eindruck irgendwelcher Vorurteile, die sich in außenstehenden Köpfen breit gemacht haben. |
|
 |
Ercan71 Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 23.09.2007 Beiträge: 56
|
Verfasst am: 13 Dez 2007 - 22:25:09 Titel: |
|
|
Da kann ich dir gleich die wichtigste Regel sagen an die sich Christen nicht halten:
Glaube nur an den einen Gott.
daran hält ihr euch nicht, und laut Koran führt das für immer und ewig in die Hölle und das müsst ihr leider akzeptieren, ob ihr wollt oder nicht, der Koran ist bewiesen als das Wort Gottes.
Ich kann nicht verstehen dass ihr Leuten glaubt die das NT 100 Jahre im nachhinein zusammengetragen haben obwohl Gott vor und nach den NT immer wieder sagt, glaubt nur an einen Gott.
Echt merkwürdig, der Teufel hat hier echt gute Arbeit geleistet. |
|
 |
Jomira Moderator


Anmeldungsdatum: 23.10.2006 Beiträge: 3402 Wohnort: Köln
|
Verfasst am: 13 Dez 2007 - 22:28:02 Titel: |
|
|
Christen glauben an nur einen Gott.
Etwas Falsches wird nicht wahrer, in dem man es immer wiederholt. |
|
 |
Ercan71 Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 23.09.2007 Beiträge: 56
|
Verfasst am: 13 Dez 2007 - 22:29:58 Titel: |
|
|
| Und JEsus zu Sohn Gottes erhöht, von dem viele Hilfe Erwarten, eine Beleidigung für Gott. |
|
 |
Jomira Moderator


Anmeldungsdatum: 23.10.2006 Beiträge: 3402 Wohnort: Köln
|
Verfasst am: 13 Dez 2007 - 22:31:28 Titel: |
|
|
Wieso sollte das eine Beleidigung für Gott sein?
Und wer erwartet von Jesus Hilfe? Im Christentum ist Jesus viel mehr die erhoffte Hilfe durch Gott. |
|
 |
Frankx Senior Member


Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 518
|
Verfasst am: 07 Dez 2010 - 11:45:57 Titel: |
|
|
Eben dieses alleinige reduzieren der Sexualität auf Arterhalt und Fortpflanzung ist ja schon widernatürlich.
Wenn dann noch Priester dem Zölibat unterliegen ist es nicht verwunderlich, dass sich vermehrt Leute dort sammeln, die auf Grund ihrer natürlichen homosexuellen Veranlagung von Haus aus kein Interesse an bisexueller Lebensweise haben.
Lt. inoffiziellen Studien (offizielle Studien werden von der kathol. Kirchen aus leicht findlichen Gründen strikt abgelehnt) sind bis zu 50% der katholischen Priester homosexuell veranlagt, unabhängig davon ob sie dies dann auch ausleben, oder nicht.
(Mir ist sowieso schleierhaft, weshalb Priester nicht homosexuell veranlagt sein dürfen, da die Auslebung von Sexualität für alle kathol. Priester sowieso nicht zulässig ist.)
Da ist es nicht verwunderlich, dass dann von diesen ein gewisser Prozentsatz zum geheimen Ausleben ihrer Sexualität sich derer bedient, die am leichtesten und unauffälligsten dazu geeigenet erscheinen, Kinder.
Von ein paar vereinzelten schwarzen Schafen kann da also keine Rede sein, eher von einer ganzen schwarzen Herde, die schön mit weißen Tüchern zugedeckt wird.
MfG. Frank |
|
 |
Gott ist Liebe Senior Member


 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1105 Wohnort: Schweiz, männlich
|
Verfasst am: 30 Mai 2011 - 12:06:30 Titel: |
|
|
| tolgmaster hat folgendes geschrieben: |
http://www.youtube.com/watch?v=FdCkGLiUHS4
zufall?nur für euch |
Also, weisst Du, der von Dir verlinkte Beitrag ist nicht nur ein Sammelsurium von Spekulationen, sondern ein ziemliches Durcheinander von an den Haaren herbeigezogenen Behauptungen, wie z.B. Jesus sei dem Tod entronnen, indem er die Gestalt von Simon angenommen hätte (und umgekehrt: Simon diejenige von Jesus). Die Muslime verehren Jesus/Isa als einen Propheten, der ein Kabinettstück nach der Art von David Copperfield zustandegebracht haben soll. Dass ein solche groteske Idee die Phantasie eines Kameltreibers beflügelt, mag ja noch angehen, dass aber intelligente Menschen dies sogar glauben, obschon historische Tatsachen dagegen sprechen, ist tragisch. Wenn ich historische Tatsachen sage, dann spreche ich von der unverdächtigen, da heidnisch-römischen Geschichtschreibung und die Juden, die als einzige ein gewichtiges Interesse hätten, die Lüge - falls es eine wäre - aufzudecken, denn sie waren wegen des Mordes an Jesus über Jahrhunderte hinweg immer wieder verfolgt worden.
Der Vorwurf an die Christen, nachzulesen im Koran, sie hätten die Bibel verfälscht, fällt auf den "Propheten" und damit auf alle Muslime zurück, wenn behauptet wird, ein anderer hätte an Jesu statt den Tod am Kreuz gefunden.
Laut einer weiteren Apokryphe, dem Essener Brief, soll Jesus nach der Entnahme vom Kreuz während drei Tagen mit Kräutern wiederbelebt worden sein, was hiesse, dass er die Kreuzigung überlebt hätte. Die Frage, ob Jesus am Kreuz gestorben sei, ist vorab theologisch von Bedeutung (Jesus als Opferlamm, der die Sünden hinwegnahm). Für die spirituelle Orientierung wesentlicher sind aber die Predigten von Jesus und seine überragende Sicht der Dinge.
GIL |
|
 |
|
| Foren-Übersicht
-> Philosophie-Forum -> Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen |
 |
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde Gehe zu Seite Zurück 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ... 22, 23, 24, 25, 26 Weiter
|
| Seite 6 von 26 |
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|