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Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
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Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
 
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Mindworm
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Anmeldungsdatum: 04.11.2007
Beiträge: 1064

BeitragVerfasst am: 10 März 2008 - 18:06:22    Titel:

@Abdallah:
Zitat:
Das waren alle Propheten, darin liegt auch der Unterschied zwischen ihnen und den normalen Menschen, sie zeigen als perfekte Vorbilder wie der Mensch leben soll.

Das steht vielleicht so im Koran, da kenne ich mich nicht aus.
Aber die biblischen Propheten waren alle Sünder. Mose durfte deshalb nicht ins gelobte Land. Jona floh vor Gott auf einem Schiff. Elia sagte "ich bin nicht besser als meine Väter", um Gottes Auftrag zu entgehen. David ließ jemanden ermorden. Das lässt sich so endlos fortsetzen.
Laut der Bibel ist jeder Mensch Sünder - außer Jesus. Propheten müssen und können nicht sündlos sein.
Zitat:

Da müsste man die entsprechenden Stellen wieder so auslegen, wie es im Zusammenhang mit der restlichen Bibel passen würde. Notfalls also, dass Jesus damit meinte, Gott hätte ihm die Botschaft gegeben, dass von "soundso" die Sünden vergeben sind und er diese Botschaft eigendlich nur übermittelte, selber aber anderen nicht vergeben konnte.

Hier setzt du voraus, was du beweisen willst. Zirkelschluss Smile
Zitat:
Ok, nun schriebst du ja bereits, andere Propheten taten auch Wunder, aber nur weil sie zu Gott beteten und Gott ihnen diese Wunder erfüllte. Allerdings betete Jesus auch:

Richtig, das erwähnte ich bereits. Jesus betete sehr, sehr oft. Aber Jesus tat auch selbst Wunder(Stillung des Sturms z.B.)
Zitat:
Hier frage ich mich, kann ein Gott überhaupt sterben?

Nunja. Jesus war Mensch und Gott. Er konnte als irdischer Mensch durchaus sterben, was nicht heißt, dass er dann in dem selben Zustand wäre, wie tote Menschen. Aber es geht hier um den geistlichen Tod. Die Bibel sagt, wer vor Gott nicht gerecht ist, wer sich nicht von Jesus seine Sünden vergeben hat, wird geistlich sterben, das ist in diesem Zusammenhang mit der Hölle gleichzusetzen. Und dort war Jesus auch, er hat Trennung erfahren ("Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen"). Natürlich war er danach nicht tot, eben weil er Gott ist.
Zitat:

Prophetische Ankündigungen sind ein Beweis für die Göttlichkeit Jesus? Eher im Gegenteil - oder?

Dann schau sie dir mal an:
(Joh 1, 23)
Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Richtet den Weg des HERRN! wie der Prophet Jesaja gesagt hat. 24Und die gesandt waren, die waren von den Pharisäern. 25Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, so du nicht Christus bist noch Elia noch der Prophet? 26Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennt. 27Der ist's, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich nicht wert bin, daß ich seine Schuhriemen auflöse.

Bereitet dem Herrn einen Weg. Ich meinte nicht Prophetien von Jesus sondern über Jesus, war vielleicht falsch ausgedrückt...

Zitat:
Auch bei Propheten gibt es Ränge.

Alle Menschen sind gleich vor Gott, sie sind alle Sünder. In der christlichen Gemeinschaft darf sich niemand über die anderen stellen (auch nicht gestellt werden).
Zitat:
Was meinst du damit?

Der Teufel tritt generell nicht persönlich auf. In Hiob wird ein rechtschaffener Mann sein Spielball, ab und zu sind Menschen von Dämonen besessen. Aber um den Sohn Gottes zu versuchen benutzt der Teufel keine Wunder, die er auch tun kann, sondern bequemt sich selbst auf die Erde, um mit ihm zu reden. Er benutzt sogar die Bibel für seine Versuchung, also das Alte Testament.
Zitat:
Außerdem macht er ja wieder den Unterschied zwischen ihm und dem Vater. Er sagt nicht "niemand kommt zu mir, denn durch mich", sondern, "niemand kommt zum Vater denn durch mich." Er unterscheidet zwischen sich und Gott.

Er unterscheidet zwischen sich und dem Vater. Ich habe dazu schon mal was geschrieben.
Zitat:

Das würde erstmal nur im Widerspruch zu den ganzen anderen Versen stehen, vorallem denen, in dem Jesus selbst erklärt was "Gottes Sohn" bedeutet und nicht wie hier, wo er von jemand anderen als Gott bezeichnet wird. Ich zweifel nicht daran, dass die Bibelautoren Jesus als Gott sahen, und dass diese Meinung dementsprechend auch so in die Bibel miteinfließte. Ich zweifel aber daran, dass Jesus selbst von sich behauptete Gott zu sein. Das ist der Unterschied.

Wir wissen von Jesu Reden überhaupt nur, was andere über ihn geschrieben haben. Die Paulusbriefe waren sogar früher als die Evangelien (?) (zumindest als das Johannesevangelium). Jesus hat nicht selbst geschrieben. An sonsten ist hier wieder der Zirkelschluss. Und zu "Gottes Sohn" habe ich ja schon gesagt, dass das nicht der einzige Hinweis ist, den Jesus selbst gibt. Die Diskussion hier ist schon müßig, da gebe ich schelm recht. Das wurde im Laufe der Kirchengeschichte schon von wesentlich gebildeteren Leuten diskutiert. Aber für mich ist es schon wichtig, dass ich verstehe, woran ich glaube. Und das sehe ich daran, wie gut ich es anderen erklären kann. Smile
@schelm:
Zitat:
Und wer ist eigentlich die Summe der Einzelnen ?! Oder ganz , ganz einfach : Wenn kein Einzelner zurückschlagen darf - nach göttlichem Willen - wie könnten " viele Einzelne " eine ihm wohlgefallene Struktur bilden, um dies zu umgehen ?!

Es ist ein Unterschied, ob ich zurückschlage, oder ob ein Richter, der emotional hoffentlich unbefangen ist, entscheidet, dass jemand nach weltlichem Recht bestraft werden muss. Ich kann nur wiederholen, die Bibel sagt, dass wir uns der Obrigkeit unterordnen sollen. Mit allen Gesetzen und Strafen.
Zitat:
Im übrigen - du solltest nicht einfach den Beitrag vom Theologen dornbusch übergehen. Da las ich doch plötzlich folgendes :

Den las ich auch, ohne zu wissen, was ein Dekalog ist. Ich beziehe mich nicht gerne auf Beiträge, die ich nicht verstehe, hast du vielleicht schon gemerkt Very Happy und ohne zu wissen, wie viel von dem, worüber wir diskutiert haben, der Dekalog ist, hat ein Bezug darauf wenig Sinn.
Gott ist Liebe
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
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BeitragVerfasst am: 10 März 2008 - 19:26:43    Titel:

Zitat:
Es ist ein Unterschied, ob ich zurückschlage, oder ob ein Richter, der emotional hoffentlich unbefangen ist, entscheidet, dass jemand nach weltlichem Recht bestraft werden muss.


Jesus predigte die bedingungslose Gewaltlosigkeit.

Vor ein paar Jahren befasste ich mich ausführlich mit den Rechtfertigungstheorien zum Strafrecht: Generalprävention, Spezialprävention etc.... Die einzige Theorie, die wirklich überzeugt, ist die historische Rechtfertigung, kurz zusammengefasst: Es ist besser, wenn der Staat das Gewaltmonopol innehat, aber das verpflichtet ihn, es auch anzuwenden, sonst verfällt die Gesellschaft zurück in die Lynchjustiz.

Ich finde es daher richtig, zwischen weltlichem und göttlichem Recht zu unterscheiden. Der Islam tut das nicht. Wo schon im alten Testament stand: "Mein ist die Rache", verlangt Allah von einem Muslim Mordtaten übelster Art, vor allem gegen "Ungläubige": Man soll sie hinterrücks angreifen, sie terrorisieren, köpfen, die Finger einzeln abhacken etc. (Sure 8,55/2,216/4,89/8,12/9,5 etc.). Da wird einem regelrecht schlecht.

Von einer BEDINGUNGSLOSEN Liebe gegenüber ALLEN Menschen, auch gegenüber den fehlbaren, ist im Koran nichts zu spüren.

GIL
Gott ist Liebe
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
Beiträge: 1105
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BeitragVerfasst am: 10 März 2008 - 20:20:54    Titel:

Lieber Abdallah

Die Dreifaltigkeit Gottes, insbesondere die Göttlichkeit Jesu Christi, ist ein zentrales Element des christlichen Glaubens, so wie die Offenbarungen Mohammeds, die wortwörtliche Überlieferung des Korans durch Engel Gabriel, zentral ist für den muslimischen Glauben.

Was mich an Religionen allgemein stört, ist das Trennende: Anstatt dass Religionen die Menschen in Gott zusammenführen, was eigentlich das höchste Ziel jedes religiösen Menschen sein sollte, sähen Religionen unüberwindbaren Zwist. Wo aber Glauben die Menschen entzweit, kann etwas nicht ganz richtig sein.

Ich empfinde daher jede Form von Rechthaberei, die mit Religion einhergeht, als eine Belastung, auch und vor allem im spirituellen Sinn. Jede Form von religiöser Einbildung, die einzige Wahrheit zu BESITZEN, führt dazu, sich vor dem unmittelbaren transzendenten Erlebnis zu verschliessen. Gott in seiner unendlichen Grösse, ohne Anfang und Ende, in seiner Allmacht, Barmherzigkeit und Allwissenheit lässt sich nicht in ein Schema pressen, und wer es dennoch tut, hängt einem menschlich definierten Begriff nach, einem Gedankenkonstrukt, das definitionsgemäss menschlich begrenzt ist. Besser wäre, sich dem Göttlichen zu öffnen.

In diesem Punkt habe ich ein Problem im Kontakt mit Angehörigen von Sekten, aber auch mit Muslimen, die meinen, mit unerschüttlichem Glauben an Dogmen, Glaubenssätzen, Nachplappern von Formeln etc. habe man Gott in der Tasche. Was für ein Irrtum!

Nun zu Deinem "Problem": Im alten Testament steht, Gott habe uns nach seinem Abbild geschaffen, Jesus nannte uns Schwestern und Brüder, wir alle glauben, dass Gott uns eine Seele schenkte, das ist der göttliche Teil in uns, und wir alle wissen, dass wir mit der Seele sorgfältig umgehen sollten, auch mit den Seelen unserer Mitmenschen. Wenn Jesus die Nächstenliebe predigte, so tat er es, weil dieser göttliche Teil in jedem von uns Menschen den vollen Respekt abverlangt, egal ob es sich um einen ungläubigen oder sündigen Menschen handelt. Du tötest Gott, wenn Du einen Menschen umbringst, Du beleidigst Gott, wenn Du einen Menschen beleidigst.

Was aber Jesus von einem "Normalsterblichen" unterscheidet, ist die grosse Einheit von Jesus Christus mit Gott Vater und dem heiligen Geist. Diese Bedingungslosigkeit in der Liebe zum Mitmenschen und bei der Ablehnung von Gewalt war - und ist immer noch - revolutionär. Der von Jesus vorgezeigte Weg zur Spiritualität ist nach wie vor einmalig in der Religionsgeschichte, wobei ich einschränke: Dieser Weg hat jüdische Wurzeln.

Noch ein letztes Wort: Von Muslimen höre ich häufig, die Christen würden an denselben Gott glauben. Meine Frage: Warum denn wird ein zum Christentum übergetretener Muslim mit dem Tod bedroht?

GIL
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4310

BeitragVerfasst am: 10 März 2008 - 20:29:20    Titel:

Mindworm schrieb :
Zitat:
Es ist ein Unterschied, ob ich zurückschlage, oder ob ein Richter, der emotional hoffentlich unbefangen ist, entscheidet, dass jemand nach weltlichem Recht bestraft werden muss. Ich kann nur wiederholen, die Bibel sagt, dass wir uns der Obrigkeit unterordnen sollen. Mit allen Gesetzen und Strafen.

Ja, Bruder Paulus hat da im ersten Römerbrief sich dazu geäußert. Aber Paulus ist keine Autorität, bei allem Respekt.

Auch hab ich langsam keine Lust mehr, mich ständig zu wiederholen Mindworm - und ich denke, wir können hier langsam beenden. Steinigung, Hand ab und ähnliches blutiges Zeugs - ist staatlich sanktionierte Rache am Täter - da diskutier ich nicht länger mit dir darüber. Sense !
Zitat:
Den las ich auch, ohne zu wissen, was ein Dekalog ist. Ich beziehe mich nicht gerne auf Beiträge, die ich nicht verstehe, hast du vielleicht schon gemerkt und ohne zu wissen, wie viel von dem, worüber wir diskutiert haben, der Dekalog ist, hat ein Bezug darauf wenig Sinn.

Muß man auch nicht wissen - allerdings, was lernt ihr denn heute so in den Bildungseinrichtungen ? " Deka ... " Klingelt es da nicht 10x bei dir ?!

Freundliche Grüße, schelm
Mindworm
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Anmeldungsdatum: 04.11.2007
Beiträge: 1064

BeitragVerfasst am: 10 März 2008 - 20:37:36    Titel:

Zitat:
Muß man auch nicht wissen - allerdings, was lernt ihr denn heute so in den Bildungseinrichtungen ? " Deka ... " Klingelt es da nicht 10x bei dir ?!

Deka kriege ich grad noch hin, auch ohne griechisch zu können (Dekan, C10H22)
Aber die Erfahrung lehrt, dass solche logischen Schlüsse wenn es um Geschichte, historische Größen, Namen o.ä. geht meist nicht zutreffen.
Also sind hier die 10 Gebote, und nur die 10 Gebote gemeint, ja?
Zitat:
und ich denke, wir können hier langsam beenden. Steinigung, Hand ab und ähnliches blutiges Zeugs - ist Rache am Täter - da diskutier ich nicht länger mit dir darüber.

Wenn das Gesetz der Juden historisch gewachsen ist, wie dornbusch sagt, mag das sein.
Aber wenigstens scheinen wir uns langsam darauf verständigt zu haben, dass der Staat richten und strafen darf bzw. muss. Smile
Ich hab jetzt auch nicht wirklich Lust, nochmal über die Autorität von Paulus zu streiten, obwohl ich da auch anderer Meinung bin.
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4310

BeitragVerfasst am: 10 März 2008 - 20:52:19    Titel:

Mindworm schrieb :
Zitat:
Also sind hier die 10 Gebote, und nur die 10 Gebote gemeint, ja?

Jo --- das hättest du aber auch googeln können : " Dekalog " Wink
Zitat:
Aber wenigstens scheinen wir uns langsam darauf verständigt zu haben, dass der Staat richten und strafen darf bzw. muss.

Mein lieber Mindworm ... ich habe dies nie bezweifelt. Liest du eigentlich ab und zu meine Antworten an dich ? Shocked

Ich verweise seit etlichen Postings stets darauf, die erlaubte Gesetzgebung muß in ihrer Ausrichtung mit dem kompatibel sein, was Jesus für unser allgemeines zwischenmenschliches Verhalten vorgibt. Und staatlich sanktioniertes Blutvergießen passt da einfach nicht ... das mußt du zugeben ...?
Zitat:
Ich hab jetzt auch nicht wirklich Lust, nochmal über die Autorität von Paulus zu streiten, obwohl ich da auch anderer Meinung bin.

Ich auch nicht. Und ich hab nix gegen Bruder Paulus - nur vergleiche ich seine Aussagekraft in keinster Weise mit der von Jesus - das wirst du mir hoffentlich auch zubilligen .. Wink

Also, bis demnächst mal wieder. Danke für die interessante Diskussion !

Freundliche Grüße, schelm
Abdallah
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Anmeldungsdatum: 11.08.2007
Beiträge: 660

BeitragVerfasst am: 12 März 2008 - 18:41:26    Titel:

Hallo alle zusammen!

Eigendlich gibt es auch aus meiner Seite nicht mehr viel zu sagen, denn ab hier haben wir mit unseren Sichtweisen (vorallem bzgl. der Propheten) keine gemeinsame Basis mehr auf der wir sinnvoll diskutieren könnten. Einige Diskussionsverläufe oder Beiträge möchte ich trotzdem nochmal kurz kommentieren.

Ich fang mal bei Schelm an:

Während der gesamten Diskussion kamen wir eigendlich auf keinen gemeinsamen Nenner, das war bei uns besonders so, weil deine Auslegung bzgl. Moses und dem AT m. E sehr von den anderen christlichen Lehren abschweift. Du klammerst dich so energisch an die Stelle "...ich aber sage euch" fest, dass du andere Verse völlig ignorierst, und wenn das nicht möglich ist, sie so stark umintepretierst, dass man grob gesagt schon von einer theologischen "Vergewaltigung" dieser Verse reden könnte. Das Propheten wie Moses in deinen Augen Tyrannen sein sollen, widerspricht stark der christlichen Lehre und da gehst du wohl auch eher emotional als wissenschaftlich an diese Sache ran, was du dir teilweise ja auch selbst schon eingestanden hast.

@Dornbusch & Mindworm

Soweit ich das beurteilen konnte, standen sich eure Auslegungen doch recht nahe, hängt das wohlmöglich mit der selben Konfessionszugehörigkeit zusammen, oder muss das zwangsläufig nicht der Fall sein? Gut, so tief sind wir in die Materie nun auch nicht eingegangen, aber ihr habt euch relativ selten oder gar nie widersprochen, deshalb die Frage.

Ansonsten zum Inhalt der Diskussion kann ich nur sagen, dass ich mir gewünscht hätte, ihr würdet mit mehr Bibelversen gegenargumentieren um eure These(n) zu bekräftigen. Ich weiß nicht so gut wie es in innerchristlichen Debatten abläuft, vielleicht erscheint das mir auch nur so, weil ich es aus innerislamischen Diskussionen sehr gewohnt bin, dass erstmal tatkräftige (nachlesbare) Beweise für Behauptungen aufgelegt werden müssen, um überhaupt Gehör zu finden. Dann werden sie manchmal sogar in hundert- oder tausenden Zusammenhängen zu anderen Versen oder Überlieferungen analysiert, Gelehrte schrieben so schon über kleine Koranverse oder Überlieferungen ganze Werke. Findet man sowas in der christlichen Literatur auch? Das würde mich sehr interessieren.

Was ich bis zur Diskussion hier auch noch nicht wusste und auch immer noch nicht recht verstehe, ist, wieso Propheten in der christlichen Lehre als Sünder angesehen werden; welchen Zweck erfüllen sie denn für die Menschen, wenn sie gegen die eigenen, von Gott gesandten Botschaften verstoßen und somit kein Vorbild für andere sein können? Wieso hat Gott sie überhaupt den Menschen geschickt? Darauf hätte ich vielleicht noch gerne eine Erklärung.


Und zum Nutzer Gott ist Liebe:

Bitte schreibe in Zukunft Einwände, Fragen oder Kritik zum Islam auch in den Sammelthread Islam rein, hier im Christentumthread sind sie völlig fehl am Platz. Ich selber habe auch keinen einzigen Koranvers in dieser Diskussion zitiert, sondern ledeglich Bibelverse aus islamischer Sicht betrachtet und intepretiert. Darin liegt ein sehr großer Unterschied, denn die Beiträge bleiben so noch im Rahmen des Themas und es stellt auch keine Probleme dar, im Islamthread Koranverse aus christlicher Sicht zu betrachten.

Mein Fazit:

Für mich persönlich harmonieren diese Verse (nach wie vor) aus der Sicht, aus der ich sie intepretiere am besten zusammen und erscheinen mir in der Gesamtbetrachtung auch viel logischer und passender zum Rest der Bibel. Das wird so manch anderer sicherlich anders sehen, aber das ist zum Glück auch unser aller Recht. Smile


Viele Grüße,
Abdallah
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4310

BeitragVerfasst am: 13 März 2008 - 08:39:55    Titel:

Abdallah schrieb :

Zitat:
Was ich bis zur Diskussion hier auch noch nicht wusste und auch immer noch nicht recht verstehe, ist, wieso Propheten in der christlichen Lehre als Sünder angesehen werden; welchen Zweck erfüllen sie denn für die Menschen, wenn sie gegen die eigenen, von Gott gesandten Botschaften verstoßen und somit kein Vorbild für andere sein können? Wieso hat Gott sie überhaupt den Menschen geschickt? Darauf hätte ich vielleicht noch gerne eine Erklärung.

Meine Ausführungen dazu erachte ich als plausibel. Und welche Botschaften bzw. Gesetze die Propheten von Gott erhielten, ist hier auch nicht von Belang. In der Diskussion ging es lediglich darum, zu hinterfragen auf welcher plausiblen Grundlage die Durchsetzung der entsprechenden Gebote / Gesetze mittels Bestrafungen bei Verstößen, von Gott angeordnet wäre oder nicht. Was dir dabei als Pro erscheint, habe ich entkräftet – Widerlege es doch einfach mit zwingenden Argumenten !

Ich interpretierte die christliche Sicht keinesfalls um als ich darauf verwies, das die These der Erbsünde eine fundamentale Glaubensgrundlage des Christentums ist. Aus ihr ergibt sich die Begründung, warum außer Jesus keinerlei sündenfreie Menschen auf Erden verweil(t)en.
Folglich sind andere Propheten auch nicht mit der Position von Jesus gleichzusetzen. Und somit im übrigen – die Sündenfreiheit von Jesus wird nirgends in Zweifel gezogen – kann dieser auch kein einfacher Mensch gewesen sein - aus christlicher Sicht.

Und folglich kann kein göttlicher Auftrag an sündhafte Menschen erteilt worden sein, die Durchsetzung der Gebote mittels harter Strafen zu gewährleisten – denn dafür würde es bereits schlicht an geeigneten – also sündenfreien – Personal fehlen.
Wäre dem anders, hätte Jesus dafür plädieren müssen, Maria Magdalena den entsprechend " rechtschaffenen " Menschen zu übergeben.

Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein – kann also nur darauf beruhen, das es keine irdische Instanz gibt, welche auf Grund eigener Unbeflecktheit berechtigt wäre ein solches Urteil ( Steinigung ) zu sprechen und auch zu vollziehen.

Das aus ich aber sage euch bzw. und ich sage euch sinnhaft dieselbe Bedeutung werden kann, legte ich ebenfalls linguistisch plausibel dar.
Im übrigen vertrat auch dornbusch, das die außerhalb der 10 Gebote diskutierte mosaische Rechtsprechung als Rechtsprechung der Stammesältesten etc. anzusehen wäre und ein göttlicher Bezug keinesfalls als gegeben zu erachten sei.

Zitat:
Für mich persönlich harmonieren diese Verse (nach wie vor) aus der Sicht, aus der ich sie intepretiere am besten zusammen und erscheinen mir in der Gesamtbetrachtung auch viel logischer und passender zum Rest der Bibel.

Zusammenfassendes Fazit : Christentum ( nicht meine Interpretation davon ) - geht von Erbsünde aus - daraus folgt : Es gibt keinerlei sündenfreie Menschen. Ohne sündenfreie Menschen gibt es keine berechtigten Menschen, welche andere für ihre Sünden bestrafen dürfen. Folglich macht es keinen Sinn, das Gott angeblich jemals die Sünder aufforderte, andere Sünder zu bestrafen ( z.B. durch Steinigung für Ehebruch ) - wenn voraussetzend die eigene Sündenfreiheit gewährleistet sein müßte - Was sie nicht sein kann - siehe Erbsünde .. und das ganze wieder von vorn ...

Also : Was daran ist nicht plausibel im Vergleich zu deiner Plausibilität ?!

@ Mindworm : Der Lohn der Sünde ist der Tod ... Ich vermute mal, dies hat dich ziemlich erschreckt, oder ?! Siehe es einfach als Information, denn : Es sagt ohne hineininterpretierende Aussagen zuerst mal nur folgendes aus : Der Mensch wandte sich im Paradies von Gott ab. ( 1. Sünde ). Da Gott ihm nicht gestattet, eigener - unsterblicher - Gott zu sein, ist seine Zeit in Eigenverantwortung begrenzt - und endet mit dem Tod - dies das Ergebnis, der Lohn der eigenen Abwendung, des Wunsches nach Unabhängigkeit.

Freundliche Grüße, schelm
Mindworm
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Anmeldungsdatum: 04.11.2007
Beiträge: 1064

BeitragVerfasst am: 13 März 2008 - 23:07:31    Titel:

Zitat:
Der Lohn der Sünde ist der Tod ... Ich vermute mal, dies hat dich ziemlich erschreckt, oder ?! Siehe es einfach als Information, denn : Es sagt ohne hineininterpretierende Aussagen zuerst mal nur folgendes aus : Der Mensch wandte sich im Paradies von Gott ab. ( 1. Sünde ). Da Gott ihm nicht gestattet, eigener - unsterblicher - Gott zu sein, ist seine Zeit in Eigenverantwortung begrenzt - und endet mit dem Tod - dies das Ergebnis, der Lohn der eigenen Abwendung, des Wunsches nach Unabhängigkeit.

Hm. Das Zitat war mir schon bekannt, auch die Bedeutung. Man sollte vielleicht hinzufügen, dass es auch eine zweite Bedeutung hat (niemand ist würdig, nach dem Tod zu Gott zu kommen, Hölle=ewiger Tod usw.). Aber was willst du mir damit sagen?
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4310

BeitragVerfasst am: 14 März 2008 - 07:56:17    Titel:

Mindworm schrieb :
Zitat:
....Aber was willst du mir damit sagen?

Fürchte dich nicht ... Das sagte Jesus.

Du schriebst mal, er hätte sogar die Gesetze verschärft ... z.B. in dem der bereits Ehebruch begeht, der eine andere begehrend ansieht..

Klar - das machen fast alle früher oder später einmal. Das unterstreicht wiedermal zweierlei : Es gibt keine wirklich sündenfreien Menschen. Also : Meinst du, wer glaubt sündenfrei zu sein - ein Leben lang - kann durchatmen, denn seine Eintrittskarte zu Gott wäre gebucht ? Und damit wäre sicher, er wäre auch in alle Ewigkeit frei des begehrlichen Blickes ..?!

So läuft das nicht .... Deswegen ist die Frage der Vergebung der Sünden, welche Jesus alle auf sich nahm so entscheidend, nicht der falsche Glaube, vor dieser Frage außen vor zu stehen und über andere richten zu können.

Freundliche Grüße, schelm
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