Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
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Großmutter Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 16.07.2008 Beiträge: 14
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Verfasst am: 23 Jul 2008 - 16:26:46 Titel: |
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| Mindworm hat folgendes geschrieben: | | Wer der Bibel folgt, kann das per definitionem nur freiwillig tun. |
Sonst Hölle?
Ai, ai, ai... die Jugend von heute: Von nichts 'ne Ahnung, aber zu allem eine Meinung. |
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Mindworm Senior Member

Anmeldungsdatum: 04.11.2007 Beiträge: 1064
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Verfasst am: 23 Jul 2008 - 23:25:20 Titel: |
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| Zitat: | | Ai, ai, ai... die Jugend von heute: Von nichts 'ne Ahnung, aber zu allem eine Meinung. |
Ich habe die Bibel gelesen. Manche Bücher mehrmals. Du?
Weißt du, was die Hölle ist? Geh mal ein paar Seiten zurück. Wir haben schon einiges zur Hölle geschrieben in diesem Thread (Zusammenfassung: Ohne Hölle kein freier Wille, dein Argument geht also furchtbar nach hinten los). Aber selbst wenn die Hölle die Rache eines zornigen Gottes wäre, dann wäre sie trotzdem nicht der Grund dafür, dass jemand Christ wird. Bevor man Christ wird, glaubt man nämlich auch nicht an die Hölle. "Ich glaube an Gott, weil ich sonst in die Hölle komme" ist ein Zirkelschluss. _________________ Despite the high cost of living, it remains popular. |
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Veritas1 Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.07.2008 Beiträge: 22
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Verfasst am: 01 Aug 2008 - 21:02:03 Titel: Jesus Christus - die Wahrheit |
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Wissenschaftlich endlos oft, philosophisch, mathematisch und
experimentell (physikalisch) bewiesen ist:
1. Die reale Existenz Gottes
www.gtodoroff.de/gottbew.htm
2. Der Verfasser der Bibel ist Gott
www.gtodoroff.de/Bibel.htm
3. Die RTh von Dumm-wie-Ein-Stein, gewonnen mittels
Teilung durch Null, ist verlogener Schwachsinn
www.gtodoroff.de/lt-null.htm
4. Einen Urknall hat es nie gegeben
www.gtodoroff.de/uth.htm
5. Evolution hat es nie gegeben
www.gtodoroff.de/evoluth..htm
6. Es gibt keine Naturgesetze
www.gtodoroff.de/naturges.htm
7. Es gibt keinen Zufall - Gott ist allein Handelnder in Seiner Schöpfung
www.gtodoroff.de/schlusel.htm
Römer 1,20
Seit Erschaffung der Welt wird Gottes unsichtbare Wirklichkeit an den
Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, Seine ewige Macht
und Gottheit. Daher sind die Gottlosen und Ungerechten unentschuldbar.
Der Antichrist: www.gtodoroff.de/antichr.htm
Das Schöpfungsgesetz: www.gtodoroff.de/edg.htm
Die sechs Jahrhundertlügen: www.gtodoroff.de/jhl.htm
Die Dreiteilung der Welt - ein naturwissenschaftlicher
Beweis der realen Existenz Gottes: www.gtodoroff.de/dreiteil.htm
Die satanische Lüge vom dreieinigen gott: www.gtodoroff.de/dreiei.htm
Wahrheit ist. Um Wahrheit kann man wissen. Glauben muß man Lügen
und Irrtümer (RTh, ETh, UTh).
Gott ist die einzige Realität. Wer Gott leugnet, der ist realitätsfremd bis krank.
Niemand soll AN Gott glauben, sondern Gott glauben statt seinen Mördern.
Jedoch lassen sich Fanatische MaterieFundamentalisten (FMF) nicht durch
Tatsachen, Fakten oder wissenschaftliche Beweise von Ihren
Wahnvorstellungen abbringen, lehrt die Erfahrung.
Es gilt nicht, die Welt zu interpretieren (Idealismus)
und auch nicht, sie zu verändern (Materialismus),
sondern sie zu überwinden in und durch Jesus Christus, sagt Gott. _________________ Vater im Himmel,
im Namen meines Herrn und Bruders Jesus Christus bitte ich Dich,
rette den Lesenden.
Ich segne ihn. |
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murania Senior Member

Anmeldungsdatum: 23.10.2005 Beiträge: 2602
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Verfasst am: 02 Aug 2008 - 13:32:02 Titel: |
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Wunderbar: Zitat: "...Beschreibungsmöglichkeit des Lichtäthers, dessen Existenz experimentell mehrfach bewiesen ist." -Ohne Worte-
einfach nichts verstanden. er nicht ich. _________________ Es gibt Gute und Böse. Wer die Bösen sind entscheiden die Guten. |
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Knalltüte Senior Member

Anmeldungsdatum: 31.08.2007 Beiträge: 2932 Wohnort: gleich um die Ecke
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Verfasst am: 05 Aug 2008 - 13:34:42 Titel: |
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Die Bibel hat Recht!
| spiegel.de hat folgendes geschrieben: | Den bisher stärksten Hinweis auf epigenetische Vererbung haben Forscher im Tierversuch beobachtet. Sie spritzten schwangeren Ratten eine Substanz in den Körper, welche die Fruchtbarkeit senkt. Daraufhin gebaren die Tiere männliche Junge mit eingeschränkter Fertilität und erhöhtem Krebsrisiko. Aber auch deren Söhne, Enkel und Urenkel waren noch beeinträchtigt: Vier Generationen lang blieb das krankhafte Methylierungsmuster erhalten.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,569871,00.html |
_________________ Ich stell mich manchmal dumm, damit ich nicht allein dastehe. |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 05 Aug 2008 - 17:49:17 Titel: |
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| Ach du Scheiße. Was sind denn hier für Leute unterwegs? |
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luiserl65 Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 02.08.2008 Beiträge: 66 Wohnort: Latsch
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Verfasst am: 05 Aug 2008 - 20:09:58 Titel: Jesus |
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nun, wenn man die heutige Welt, und das der letzten 2000 Jahren so ein bischen betrachtet, kann man nur sagen: GELOBT SEI JESUS CHRISTUS - IN E::::::::: AMEN _________________ ich weiß, daß ich nichts weiß (Sokrates) |
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blumengirl2005 Junior Member

 Anmeldungsdatum: 06.08.2008 Beiträge: 12 Wohnort: Iserlohn
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Verfasst am: 06 Aug 2008 - 06:33:16 Titel: |
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Ihr habt alle euren Glauben nicht recht verstanden... denn im Koran und in der Bibel steht dass man an einen Gott glauben soll, und wer dies tut kommt ins Himmelreich, wenn er sich denn menschenwürdig verhält. Und keiner kommt in den Himmel weil er die Bibel oder der Koran oder auch beides gelesen hat. Und in beiden Büchern steht, dass man alle Menschen achten soll die ein redliches Leben führen von einem Gott begleitet... und das ist doch der selbe für uns alle... oder wollen die mohammedaner behaupten ihr gott wäre ein aderer als der christliche oder umgekehrt... das wären dann nämlich schon ein zugeständnis an einen zweiten gott. und das würde alle in die hölle bringen... den juden, den christen und den mohammedaner. und es steht im koran und in der bibel dass man die religion des anderen nicht bekriegen darf wenn sie den glauben an einen gott beinhaltet, überhaupt darf man keinen krieg beginnen... man darf seinen glauben nur verteidigen, wenn man angegriffen wurde. Wir glauben fast an das selbe. Nur das die Mohammedaner, einen Propheten bereits erhalten haben, auf den die Christen noch warten, den letzten eben. Aber ausser Mohammed haben beide Religionen den gleichen Gott und die selben Propheten, wie auch die Juden, nur denen fehlt Jesus und Mohammed. Alle haben die selben Regeln wenn es um ein vernünftiges Zusammenleben geht!!! Kein Töten, Kein Lügen, Kein stehlen, kein fremdgehen und für seine familie dasein. Also warum müssen wir ständig darum streiten wer denn jetzt die richtige religion hat. die haben wir wahrscheinlich alle, denn das letzte das Gott betrachtet wird unser pass sein, wo drinnen steht katholisch, jüdisch, islamisch, evangelisch... usw. erstmal kommt unser herz zur inspektion... unsere Taten auf die Wagschale! dann unser glaube an den einen gott. dann unsere gedanken, und ich denke dass danach nicht mehr viel kommen wird... unser pass wird irgendwo verrotten auf erden. und gott ist ewig und gerecht und gütig, und diese eigenschaften schliessen eine ungerechtigkeit doch aus, dass ein mensch der seinen mitmenschen gut gesinnt war und ein gerechtes leben führte aufgrund seiner religionszugehörigkeit in die hölle müsste und ein ewiger sünder aufgrund der richtigen in den himmel. Wer an Gott glaubt, sollte auch an seine Unfehlbarkeit glauben und dass er keine falschen bücher in dieser welt bestehen lassen würde über sich schliesst das mit ein... und thora bibel und koran bestehen nun schon verdammt lange, und höchstens menschenhand hat einige exemplare vernichtet, aber ich habe noch nicht gehört dass gott von einem alle exemplare zerstörte, und gott ist allmächtig, und jedes andere buch das von ihm angeblich stammt, geriet nach spätestens zwei generationen in vergessenheit... von ganz alleine... das ist doch auch gottes allmacht. und ich glaube auch nicht dass es gott gefällt wie wir uns seinetwegen anfeinden anstatt wo wir doch alle von ihm geschaffen und an ihn glaubend in frieden vereint leben sollten. und der koran wurde den menschen gesandt, die noch keinen gott kannten oder ihn schlichtweg vergassen, als ermahnung. Muss denn ein Christ der bereits gott kennengelernt hat und in seinem sinne lebt noch an ihn erinnert und an ihr ermahnt werden??? Gott ist unfehlbar, er macht keine fehler, also rechtleitet er alle die an ihn glauben. Die fehler machen nur die menschen, er versucht sie zu ermahnen, aber gott hat auch gesagt, er prüft den menschen auf erden, doch wenn er sieht dass dieser ihm nicht folgen will wird er ihn gehen lassen, denn er hat dem menschen nach seinem abbild (geistig) geschaffen, mit einem freien willen. den der ihm folgen will den wird er weiterprüfen ob er nur ein heuchler ist, oder wirklich zu jeder zeit in jeder situation zu ihm steht. das ist wahrscheinlich auch der grund das es schlechten menschen wie es scheint manchmal besser geht als gottgefälligen. Gott wird es auch nicht zulassen dass gute menschen einer nicht von ihm geschaffenen religion zugehören! denn gott macht keine fehler!!! Und wenn hier jemand behauptet bei dem christentum wäre alles falsch oder im judentum oder sonstwo, dann zweifelt er zugleich an der unfehlbarkeit gottes und an seiner allmacht, das heisst er zweifelt an gott!!! _________________ Was uns treibt ist nur die Ewigkeit. Wir geniessen in ihr eine kurze Zeit, und um in dieser das ganze zu erfassen sind wir zu denken bereit. |
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blumengirl2005 Junior Member

 Anmeldungsdatum: 06.08.2008 Beiträge: 12 Wohnort: Iserlohn
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Verfasst am: 06 Aug 2008 - 06:46:25 Titel: Re: Jesus Christus - die Wahrheit |
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Du zweifelst an Gott!!! Und das ist eine der grössten Sünde!!! GOTT IST ALLMÄCHTIG, UNFEHLBAR, GÜTIG, GERECHT, und er liebt die ALLE menschen die recht handeln und ALLE die an ihn glauben!!! Aber du verstehst bestimmt nicht was ich sagen möchte... Du bist in meinen Augen weder Israelit, noch Christ, noch Mohammedaner. Du scheinst mir ein Heide zu sein, der Anerkennung nicht vor Gott sondern vor den Menschen sucht!!! Und der seinen Gott nur auf der Zunge trägt und nicht im Herzen, denn dann würdest du ihn für dich geniessen, und zu ihm beten und ihm danken und nicht gegen ihn hetzen. Oder behaupten er wäre ein anderer Gott für die Christen! Denn dadurch gibst du zu dass für dich zwei götter existieren. TRAURIG TRAURIG... und Mohammed schätzte die Christen und akzeptierte sie, also scheinst du auch mit deinem Propheten nicht einer Meinung zu sein, und als er verfolgt wurde hörte er auf gottes wort und suchte schutz bei ihnen als er fliehen musste. denn gott riet ihm seinen glauben und sein leben den christen anzuvertrauen. (bestimmt nicht weil diese so ungläubig und schlecht waren) NOCH MEHR TRAURIG! Du bist für mich ein Heide... jemand der Menschen folgt, und nicht Gott. Menschen verfolgen anderer und greifen ihren glauben an.... Gott tut dies nicht. _________________ Was uns treibt ist nur die Ewigkeit. Wir geniessen in ihr eine kurze Zeit, und um in dieser das ganze zu erfassen sind wir zu denken bereit. |
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luiserl65 Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 02.08.2008 Beiträge: 66 Wohnort: Latsch
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Verfasst am: 06 Aug 2008 - 13:07:51 Titel: Antwort |
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blumengirl hallo
weißt du ich habe ja mächtigen Respekt vor dir, und vor der christlichen Religion aber wenn ich zweifle, hast du doch bitte die besseren Argumente als ich komm in die ewige Hölle?
Lies doch mal unter Psychologie das kleine Gedicht über 100%ige verurteilungen Verwünschungen und Anschuldigungen und lass doch dein überaus mächtiges Intelligenzinstrument ein bischen arbeiten
Die kath. Kirche hat zB eine anscheinend hochintelligenten Philosoph sogar als Kirchenvater ernannt, aber seine Obskuren und eher einer massiv schweren pipolaren Störung zugehörenden Hauptansichten, können mich wirklich nicht Erwärmen!
Jahrhundertelang gelangte selbst ein unschuldiges, nichtgetauftes Kleinkind (ohne Tufe) in die ewige Hölle
Hauptsächlich die Mütter, was sind die verzweifelt.
nun ja, kannst einige Informationen Gedanken über das eine und andere unten nachlesen , --kann stimmen, oder nicht auch ist ein bischen lang, hoffentlich hats Platz.
schönes Studium!Gedanken über die Bibel, Philosophen und Sonstiges
Peter Abaelard (christlicher Denker) 1079 - 1142 n.Ch.
Abaelard bildete sich ein, der einzige Philosoph dieser Welt zu sein (sagt er selber) war seiner Meinung nach schwer erkrankt, (Hoffart und Sinnlichkeiten waren die Krankheiten, die Gottes Gnadenhand eingreifen lassen müsste, um Einhalt zu gewähren) Er hatte eine große Schar Schüler und auch Neider, um seines Wissens, um sich geschart. Liebte eine Schülerin, die von ihm schwanger wurde und ein Kind gebar. Wurde vom Onkel der Schülerin aus Rache kastriert. Beide treten in ein Kloster ein und er nimmt seine Lehrtätigkeit wieder auf. Muss demütigende Anklagen über sein Buch über die Dreifaltigkeit erdulden, und wird gezwungen sein Werk eigenhändig ins Feuer zu werfen, was ihm mehr Leid bereitet als die ruchlose und abscheuungswürdige Kastration. Er stellt in seiner Schrift “sic et non” 158 Widersprüche der Kirchenväter zusammen. Er fügte zu diesem mit über 1800 Streitfragen nichts hinzu, ließ dem Leser sich selbst seine Meinung bilden, was glauben und was nicht. Der Glaube steht vor dem Problem, dass der ursprüngliche Sinn der heiligen Schrift durch Interpretationen erst ermittelt werden muss. Er wünschte sich, zu den Widersachern des christlichen Glaubens, den Heiden, zu gehen, um dort nicht dem einzwängendem und bevormundenden Kirchenhäuptlingen ausgesetzt zu sein, um dort christlich zu leben. Er hat in seinen Schriften, über die Entstehung Gottes geschrieben, dass Gott sich selbst gezeugt hätte, worauf ihm ein Leiter der Domschule eine Falle stellt, und ihm wörtlich mit dem Geschriebenen konfrontiert. Peter kann sich jedoch entlasten, indem er auf der nächsten Seite auf folgendes hinweist: Augustinus Zitat:” Wer da glaubt, Gott hätte die Macht sich selbst zu erzeugen, der irrt gewaltig”, diese Fähigkeit kommt Gott nicht zu, sie kommt keiner geistigen, oder Leiblichen Kreatur zu, es gibt schlechthin nichts, was sich selbst erzeugt. Da las ich in einem Artikel unter der Überschrift: “Warum Gott nicht existiert”, dass Gott von einem überdimensionalen Nichts geschaffen sein müsste, somit dieses Nichts viel mächtiger sein müsste, als Gott. Weiteres schreibt der Autor: Wenn eine Person Wahnvorstellungen hat, so wird er für Paranoid , verrückt erklärt, wenn aber eine Masse Menschen Wahnvorstellungen haben, nennt man es Religion (z. gegenwärtigen Beispiel: radikaler Islamismus, zerstörerische und unsagbares Leid und todbringende Terror - Selbstmordanschläge, das alles im Auftrag des großen islamischen Propheten Mohamed, ein Wahnsinn so etwas, und die Akteure erwarten sich noch für so
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abscheuliche Taten, ewige Belohnung bei Allah???).
Abaelard nannte jenen einen Ketzer, der behauptet, Gott sei sein eigener Sohn. (Viele Atheisten können sich eine Gottesentstehung nicht erklären, und glauben, alle übernatürlichen Wunder, magische Begebenheiten und unerklärliche Phänomenen ignorierend, lieber an einen, nur Evolutionsbedingten naturwissenschaftlich krampfhaft erklärbaren Anfang, und Entstehung der gegenwärtigen Existenz. Doch ehe ich glauben kann, dass sich das Heute nur durch Zufall erklären kann, glaube ich eher an eine zufällige, mit dem Anfang der Zeit verbundene Entstehung Gottes. “Gott war immer schon!” behaupten viele, ohne Anfang? Das Universum und die Erde ist Gott, und existiert seit ewig? 15 Milliarden Jahre seit dem wissenschaftlich angenommenen, aber kaum erklärbarem Urknall. Aber was war vor 1.000 Mrd. Jahre; oder einer Mrd. Mrd. Jahren? Oder einer Mrd. Mrd. Mrd. Mrd. usw. Jahren? Ich weiß, dass ich nichts weiß, oder ein Englischer Philosoph vor ca. 300 Jahren sagte:” das was der Mensch erkennen kann, ist nur ein Punkt zu dem was er nicht erkennen kann!” Sicher, bei den ganzen Ungerechtigkeiten, Kriege, Krankheiten, Unheil, Naturkatastrophen der letzten Tausenden von Jahren, Ungereimtheiten und Widersprüche in der Bibel, oder auch sonstigen heiligen Büchern, macht es einem Menschen leicht, nur an einem boshaften, eifersüchtigen Gott zu glauben, oder ihn ganz abzulehnen. Der Atheismus boomt, spätestens seit Nietzsche, Schopenhauer, und Kant. Das Leben endet mit dem Tod und es gibt kein Jenseitiges Dasein, was uns auch für unsere irdischen, besonders bewussten Abartigkeiten, und Ungerechtigkeiten beurteilt und bestraft. Diese Ansicht zu verbreiten ist sehr gefährlich, und macht den Verbreitern dieser Anschauungen mitschuldig am Leiden und Tod vieler Menschen. “Es gibt keinen scheiß Gott” schrieb ein Amokläufer vor seiner hassverbundenen und menschenverachtenden Tat an einer deutschen Schule 2006, wo er glücklicherweise nur 37 Personen verletzte, und sich dann selbst tötete. Er wollte morden, wie in X Fällen in den USA und anderen Ländern geschehen und so zur
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Berühmtheit gelangen, mit dem Scheinwissen, dass nach seinem Massaker ihn niemand zur Rechenschaft zieht, sondern dass es einfach aus ist. Alles rächt sich bereits auf Erden, meinte Goethe, ich aber glaube dass da bei einigen das Leben zu kurz wäre, und es noch eine gerechte Strafe im Jenseits gibt, nach dem wichtigsten, und gerechtestem Gesetz des Universums: ALLES GUTE KOMMT ZURÜCK, ALLES BÖSE KOMMT ZURÜCK! Das Weihegebets Salamos spricht davon : So höre du es im Himmel und greif ein, verschaff deinen Knechten Recht, VERGILT dem Schuldigen, und lass sein Tun auf ihn selbst zurückfallen,
den Schuldlosen aber sprich frei, und vergilt ihm, wie es seine Gerechtigkeit entspricht!!!!(Könige1-8/32 oder Chronik 2- 6/23.)
Jesus spricht in der Bergpredigt genau von dieser Gerechtigkeit: Was du willst, was dir geschehe, das tue den anderen- oder- was du nicht willst was man dir tu, das füge keinem Andern zu! Das ist das Gesetz und die Propheten !(Goldene Regel 7/12) Aber sowie Salomo bittet Gott ihm und die Seinen zu vergeben und nicht nach ihren Taten zu bestrafen; sowie auch Jesus verkündet totale Sündenvergebung nach der Beichte und Reue, auch der noch so verwerflichsten Sünden. Ja, sogar: je größer der Sünder, je abscheulicher seine Tat, umso mehr hat er Anspruch auf seine Barmherzigkeit. Auf der anderen Seite schickt er Menschen wegen Unterlassungssünden in die “ewige Hölle, das ewige Feuer”(Ich war nackt, und ihr habt mich nicht bekleidet, ich war im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht usw. : ins ewige Feuer mit euch ?)”?? - auf der anderen mit Beichte in den ewigen Himmel?? Wenn man von ewig spricht muss man acht geben!! man müsste erschaudern vor so einem Gott, der einen in Ewigkeit Qualen bereitet, wegen Unterlassungssünden, und auf der anderen Seite abscheulichen Verbrechern und Kindsmissbrauchern das ewige Himmelreich, ohne Abbüßung einer Strafe verkündet. Das ist da wie russisches Rollet . Wer vor dem Sterben seine schweren Sünden imstande ist zu beichten, kommt ungeschoren davon, der andere, der aber ohne reuende Beichte stirbt, wird ewig verdammt. DAS IST SICHER KEINE GÖTTLICHE BARMHERZIGKEIT!!!! Da gehe ich schon lieber den sicheren Leidensweg des Gesetzes mit dem Glauben an einen gutmütigen, alles verzeihendem(nicht vergebenden) Gott, mit der Bitte an Ihn, mir meiner Verfehlungen Strafe erträglich zu gestalten, (Verfehlungen, bei dem ich niemanden geschadet habe (zB. 6. Gebot) nicht zu streng zu bewerten) bis ich schließlich gereinigt das Licht meines Vaters, meines Gottes schauen kann, von Ewigkeit, zu , Ewigkeit!
Ein Bekannter hat mir, in Bezug auf den Amoklauf in der deutschen Schule 2006, versichert, das der jetzt in der ewigen Hölle ist. Ich
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antworte ihm: “die ewige Hölle gibt es gar nicht”! Darauf er spontan: ”dann gibt es auch keinen ewigen Himmel”! Ich antworte: ”vielleicht ist der ewige Himmel auch mit der Hölle verbunden, d.h.: Der im Himmel ist, darf nicht nur Freuden erleben, sondern muss auch ab und zu erträglich Leiden, denn wenn er dauernd nur Freude empfinden würde, dann würde er nach einiger Zeit die Freude nicht mehr empfinden, weil er sich daran gewöhnt hätte, es eine Steigerung, bis ins Unendliche dieser Freude bräuchte, um sie auch so zu empfinden, aber in Kombination, mit erträglichem Leiden die Freude einem jederzeit bewusst wird, und das Individuum sich daran laben kann von Ewigkeit zu Ewigkeit!” Laut
Einstein: Wo kein Leid, da keine Freude! Universumsgesetz! Aber es ist nicht so zu verstehen, dass heute in Afrika, in Russland, und in so vielen unterernährten Teilen der Erde, Menschen leiden und sterben müssen, damit wir in den Wohlstandsländern Freude empfinden können. Nein so nicht ! So war es nicht gerechnet vom Schöpfer! Ein jedes Individuum muss in sich selbst leiden, um dann um so mehr Freude empfinden zu können!
Offenbarungen des Johannes: 18/7 Gott ZAHLT IHR MIT GLEICHER MÜNZE HEIM!! aber dann folgt: gibt ihr doppelt zurück was sie getan hat?? Wieso jetzt doppelt, wo bleibt da die Gerechtigkeit, aber das geht noch (das Leiden hat irgendwann ein Ende)! Aber dann 20/10: und der Teufel, ihr Verführer, wurde in den See von brennenden Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind. Tag und Nacht werden sie gequält in alle Ewigkeit???? Dann: 20/12 Ich sah die Toten vor dem Thron stehen, die großen und die Kleinen. Und Bücher wurden aufgeschlagen; auch das Buch des Lebens wurde aufgeschlagen. Die Toten wurden nach ihren Werken gerichtet!!!.... Sie wurden gerichtet, Jeder nach seinen Werken!!! Aber: 20/15 Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet war, wurde in den Feuersee geworfen.???
21/8 : Aber die Feiglinge und die Treulosen, die Befleckten, die Mörder und Unzüchtigen, die Zauberer, die Götzendiener und alle Lügner - ihr Los wird der See von brennendem Schwefel sein. (sie werden gequält, bei Tag und bei Nacht in Ewigkeit????) Die Zeugen Jehovas berufen sich auf: 20/14 Der Tod und die Unterwelt aber wurden in den Feuersee geworfen. (Der Tod ist nicht mehr, und die Menschen würden unsterblich in einem irdischen Paradies leben?) Oder: 21/4 er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Aber die Ankündigung der ewigen Verdammnis, des ewigen Quälens, auch nur einer Kreatur, ist niemals gerecht und sicher nicht Gottgewollt! Wie groß die begangenen Abscheulichkeiten, Verfehlungen und Süden eines Individuums auch
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gewesen sein mögen wie z.B. Hitler (auch geistige Wesen, Satan, der Widersacher, der falsche Prophet oder das Tier, u.a. auch alle abgefallenen Engel von Gott, Dämonen usw. usw.) haben eine Strafe verdient, aber niemals eine ewige!!!
Der christliche Denker Augustinus, war der Meinung, dass der Gottesstaat, im Gegensatz zum irdischen - teuflischen Staat existiert. So war er der Meinung, die Paradiesmenschen konnten ihre Genitalien vollständig durch den Willen beherrschen. Nicht einmal eine unwillkürliche Erektion des männlichen Gliedes hätte es gegeben. Ohne Sündenfall, ohne Begierde und Lust, betätigte er willentlich das Fortpflanzungsorgan um seines Weibes Schoß zu befruchten (In voller Ruhe des Geistes und des Körpers und ohne Verletzung ihrer
UNVERSEHRTHEIT!??). Die von Gott, dem Menschen mitgegebene Freude an diesem Akt wird als schwere Sünde gegen den Geist betrachtet. Selbst verheiratete Ehepaare dürften die Organe der Fortpflanzung nur lustlos und willentlich, zur Zeugung eines Kindes betätigen. Die Selbstliebe sollte gegen die Gottesliebe getauscht werden, obwohl das Gebot lautet: Liebe Gott aus ganzem Herzen, mit ganzer Seele und all deinen Kräften, und den Nächsten liebe wie dich selbst!
Wie dich selbst! Also muss man zuerst sich selbst auch lieben, um den Nächsten lieben zu können. Alle irdische Freude, Lust, Trieb ist zu verwerfen, (essen trinken schlafen, Sex usw. alles schwere Sünde??)
dem Irdischen ist zu entsagen, um für dem Göttlichen Platz zu machen.
Durch den SÜNDENFALL Verlor die Seele ihre frühere Herrschaft über dem Leib. “Damals fing das Fleisch an zu Gelüsten wider dem Geist”. Der gefallene Mensch hat verderbte und verdammte Nachkommen gezeugt. Das Unheile, das Krankhafte, das Faule liegt bereits darin , dass die ganze Nachkommenschaft einen wollüstigen Leib hat und fleischliche Lust empfindet. Hütet euch vor fleischlichen Gelüsten, sie führen geradewegs durch das jüngste Gericht in die Verdammnis. Auf der einen Seite stehen die, die Gott zur ewigen Seligkeit vorherbestimmt hat - auf der anderen Seite die, die mit “ewiger Verdammnis”??? gerecht??? bestraft werden. Über seine Jugend urteilt Augustinus: Wahnsinn wilder Wollust, Sumpf fleischlicher Begierde. Im Alter von 33 Jahren hatte er ein entscheidendes Erlebnis: “Ich aber warf mich in bitterster Zerknirschtheit zur Erde und weinte. Da hörte ich vom Nachbarhause den Tonfall eines singenden Kindes: > Nimm und lies, nimm und lies!< Sogleich wandelte sich meine Miene, und angestrengt dachte ich nach, ob wohl Kinder bei irgendeinem Spiel so zu singen pflegten, doch konnte ich mich nicht entsinnen, dergleichen je vernommen zu haben. Da ward der Tränen Fluss zurückgedrängt, ich stand auf und konnte mir´s nicht
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anders erklären, als dass ich den göttlichen Befehl empfangen habe, die Schrift aufzuschlagen und die erste Stelle zu lesen, auf die meine Blicke träfen. Ich griff sie auf, öffnete und las stillschweigend den ersten Abschnitt, der mir in die Augen fiel:> Nicht ein Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid, sondern ziehet an den Herrn Jesus Christus und hütet euch vor fleischlichen Gelüsten.<
Mich durchströmten in dem Moment die Gewissheit und alle Schatten des Zweifels waren verschwunden.” Er lässt sich daraufhin taufen, wird Priester und dann Bischof. Wo ist Gott? Die letzten 2000 Jahre anscheinend unter der Herrschaft des Sohnes Gottes, Jesus Christus, Tote um Tote, Schwangere, Kinder oder Greise , Unschuldige alles im Glauben an den einen Gott?????? Freveltaten um Freveltaten.
Wer wirft die Waffen ins Feuer? Wer besiegt den Krieg und stiftet Frieden? Wem kommen Königinnen entgegen, mitsamt ihren Freundinnen? Wem gehorchen fremde Völker, wenn er nur spricht? Vielleicht erst in 100 Jahren? Ich hoffe früher!! _________________ ich weiß, daß ich nichts weiß (Sokrates) |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 06 Aug 2008 - 13:12:46 Titel: |
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Gott liebt ausnahmslos ALLE Menschen, für ihn gibt es keine Sünder. Der Mensch glaubt, er habe sich von Gott abgetrennt, aber dem ist nicht so. Es gibt KEINE Hölle, es gibt nur Liebe, aber die Menschen machen sich selbst lieber in irgendwelchen spitzfindigen Diskussionen das Leben schwer. Die Hölle ist eine Erfindung der Menschen, bei Gott sind ALLE Polaritäten aufgehoben, Gott ist kein Mensch, der Vergeltung sucht, sondern ein liebendes Wesen, dass uns schon verziehen hat, bevor wir "sündigen". Wer frei werden will, ist aufgerufen sich von Richtig, Falsch, Gläubig, Ungläubig zu verabschieden. Lebt nicht nach Regeln, lebt nach der Liebe. Gott könnt ihr nur in eurem Herzen finden, nicht in der Bibel, nicht im Koran. Das ist MEIN Glaube, ob es auch euer sein kann, muss jeder selbst entscheiden.
Tipp: "Ein Kurs in Wundern". |
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KamiKami Senior Member

Anmeldungsdatum: 17.08.2007 Beiträge: 1792 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 06 Aug 2008 - 14:35:48 Titel: |
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| Zitat: | | GOTT IST ALLMÄCHTIG, UNFEHLBAR, GÜTIG, GERECHT |
Kaum dreht man sich um, da tauchen sie auch schon wieder auf. Die Wurzel aller Probleme, denn ich glaube kaum, das Du eine Theodizee hervorbringen kannst, die deinen All-Gott (allmächtig, allgegenwärtig, allwissend, allgütig) in irgendwelchen Anklagepunkten entlastet oder?
Fast alle Theodizeeversuche scheitern früher oder später an den "All-Attributen" Gottes. Allein der Widerspruch im Falle der Willensfreiheit, dort reicht es schon den Blick auf die Allwissenheit zu wenden.
Nehmen wir einfach mal die Legitimität dieses Argument der Willensfreiheit an, so sehe ich Gott in vielen Teilen immer noch schuldig. Wie bitte lassen sich sonst zwischenmenschliche Übel bzw. Plagen und / oder natürliche Katastrophen entschuldigen? An welchem Punkt – um noch mal auf die Willensfreiheit zurückzukommen - in Deiner Argumentation würde Gott den freien Willen einschränken, wenn derartige Plagen schlicht nicht vorkommen würden?
Die Widersprüchlichkeit dieser All-Attribute sollte eigentlich veranschaulichen, dass ein vehementes Festhalten an diesen nur bedeutet, dass eine Assoziation dieser mit einem Gott jedes Weltbild in das er interagiert wird, durcheinander werfen muss.
Gruß |
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luiserl65 Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 02.08.2008 Beiträge: 66 Wohnort: Latsch
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Verfasst am: 07 Aug 2008 - 02:45:10 Titel: Barmherzigkeit Jesu? |
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Einige Gedanken über Gott (einem einzigen!) Götter, dem Teufel (einem Einzigen) und mehrere Teufel, Geistige Unwesen, aktuelle Menschheitsituation uvm.
wünsche gute Unterhaltung, Studium und bitte um fachbezogene, kompetente Kritik und Ansichten
Barmherzigkeit
Jesus sagt von sich, er ist die ganze Barmherzigkeit, die von keinem Geschöpf jemals ergründet werden kann!? Er sagt auch: er besitzt die ganze Macht im Himmel und auf Erden???
Er ist der eingeborene Sohn Gottes, der zu seiner Rechten sitzt, und richtet über die Lebenden und die Toten. “Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird ewig leben auch wenn er stirbt. Nur durch mich könnt ihr in das Himmelreich gelangen,” sagt er und stellt sich somit über dem allmächtigen Vater?? 2000 Jahre Herrschaft Jesu Christi, und was hat es gebracht? Kriege um Kriege, Tote um Tote, Ungerechtigkeit in unausdrücklichem Ausmaß, Jahrelanges dahinvegetieren, unerträgliches Leiden, besonders der alten Menschen. (Er legte den Alten ein zu großes Joch auf), Bibelzitat!! Unwürdiges Leben, nur von Leid, Schmerz und Trauer durchdrungen. Kleine Kinder, an Krankheit, unheilbar erkrankt, seelische Erkrankungen, von Millionen, die den Suizid suchen. Neid, Hass und Verleumdung. Mord, Totschlag und Massenhinrichtungen. Selbstmordattentäter, die Hunderte mit sich in den Tod reißen. Tausende Religionen, Sekten, Atheisten, Gotthasser, Teufelsanbeter und vieles mehr. WO BLEIBT DA DIE GERECHTIGKEIT UND BARMHERZIGKEIT DES GOTTESSOHNES???? Südenvergebung im Jenseits, ist damit die Barmherzigkeit Jesu gemeint. Er hat das kommen des Gottesreiches angekündigt und zu seinen Jüngern gesagt: ”Diese Generation wird nicht vergehen und das Reich Gottes wird kommen auf die Welt.” 2000 Jahre sind jetzt vergangen und seine Worte sind immer noch nicht eingetroffen.
Man könnte sagen:” DAS HÖLLENREICH IST EINGETROFFEN”.??
Zauberer, Magie, schwarze Messen, noch und nöcher. Lobens- und Anbetungsdenkmäler für den Teufel und Dämonen.
Spott- und Hassdenkmäler gegen Gott??? Weltweit, Tausende um Tausende. Milliarden Menschen mit Dämonen in sich, Hexen und Hexenmeister. All dies in einem ungeahnten und unvorstellbaren Ausmaß. Sie nahmen alle Zuflucht zur Lüge, (BIBEL) ob einfacher Bürger, Pfarrer, Bi oder sogar der P..?? Alles ein Hexenzauber und Teufelswerk, undurchschaubar. Wo ist Gott??? Es erschauderten die Himmel, es erbebten die Gewalten, als sie vor Tausenden von Jahren die große Freveltat, die Abwendung des Gottes der Erde vom Urgottvater sahen. (Er wandte sich, von unzähligen Beratern und Zukunftschauenden ermuntert, gegen seinem Schöpfer, der ihm alles geschenkt hatte, und ihm soviel Gutes getan hat.) Der Allherrscher muss diesem Verräter bestimmte Zugeständnisse gemacht haben, Vereinbarungen, die er nicht brechen darf, nur so ist alles Leid, all die Toten und Dahinsiechenden dieser Welt erklärbar, ohne dass er eingreift. Er kann momentan nicht eingreifen, muss tatenlos zusehen, wie die Welt zugrunde geht, und die Menschen die Schuld daran noch auf ihn schieben. Tausend Jahre sind für Gott wie ein Tag, für uns Menschen unerklärlich. Aber es wird die Zeit kommen, wo Gott die Verräter bestraft, und wieder eingreift. Wo Blinde wieder sehen und Lahme gewaltige Sprünge machen. Die Gefangenen werden die Freiheit erblicken, die Hungernden werden satt und die Kranken gesund!! (Bibel)
Und eines ist sicher: Gott meint es selbst mit diesen Oberverrätern (Wodan, Harlekin, Satan und wer auch immer) nur gut!!! Sie wären dem Teufel, ja dem Oberteufel auf den Leim gegangen, und hätten unsagbar und unerträglich leiden müssen, und das von Ewigkeit zu Ewigkeit!! Während sie und ihre Anhänger bei der gerechten Strafe durch Gott erträglich leiden dürfen und das für eine angerechnete bestimmte Zeit!! Der Gott der Erde muss überzeugt worden sein, (durch den Teufel) dass Gottvater im Grunde Böse, Eifer- und Rachsüchtig sei, und erst durch ihn selbst, (mit Hilfe des Teufels) zum wahrlich Gutem gebracht werden könne.?? Was für ein wahnsinniger Trugschluss!! Gott ist die wahre Liebe, das wahre Erbarmen, die Unschuld in Person, größer noch als die eines kleinen Kindes, die Weißheit, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, und das nicht erst durch Jesus Christus!!!! Ich bin auch überzeugt, dass Gott die furchterregenden, Tod- und Leidbringenden letzten tausender Jahre, nicht vorhergesehen hat, denn dann hätte er so ein Horrorszenario niemals zugelassen!!!
Widersprüche von Jesus
In der Bergpredigt sagt er: richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
Was tut dann er selbst? Er stellt die größten Richter auf, die jemals existiert haben, die über Himmel oder Hölle eines Menschen entscheiden können??? Genau mit den Worten: denen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben, wem ihr sie verweigert, dem sind sie nicht vergeben???
Weiters in der Bergpredigt, die goldene Regel: Was du willst, was dir geschehe, das tue den Anderen; oder was du nicht willst was man dir tu, das füge keinem Andern zu!! das ist das Gesetz und die Propheten!!
Also frage ich mich: möchte er ewig leiden?? Wieso verdammt er dann Andere auf ewig???
Oder, wenn er ja alle Sünden einem Menschen vergibt, also kommt auf ihn keine Strafe (seine Boshaftigkeit kommt nicht auf ihn zurück); er setzt somit die Goldene Regel, das Gesetz und die Propheten außer Kraft???
usw. usw.
wer kennt noch einen anderen Widerspruch? _________________ ich weiß, daß ich nichts weiß (Sokrates) |
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Knalltüte Senior Member

Anmeldungsdatum: 31.08.2007 Beiträge: 2932 Wohnort: gleich um die Ecke
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Verfasst am: 07 Aug 2008 - 17:11:57 Titel: |
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Und Gott sprach: wenn du viel zu sagen hast, so fasse dich kurz. _________________ Ich stell mich manchmal dumm, damit ich nicht allein dastehe. |
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luiserl65 Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 02.08.2008 Beiträge: 66 Wohnort: Latsch
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Verfasst am: 07 Aug 2008 - 17:52:23 Titel: |
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...nimms kurz! ein guter Spruch
Nun ja Gott hin, oder her, auch wer nicht an Gott glaubt, kann in den Himmel kommen !!! Oder wer die Sonne, den Mond oder die Sterne usv. mehr, anbetet, wenn er dadurch in seinem GUT sein (SOKRATES) gestärkt wird, absolutt POSITIV!!
Mann sollte nur auf das wichtigste Gesetz des UNIVERSUMS achten (bitte in meinen Beiträgen stöbern)
Wenn er aber Schlechtes tut,(auch wenn er absolutt an gott glaubt) kommt er in die sogenannte Hölle, so lange bis seine Verfehlungen gebüßt sind! (niemals Ewig???) ist halt meine Vorstellung! kann stimmen und nicht auch usw.
Danke für deine Meinung!
Luis _________________ ich weiß, daß ich nichts weiß (Sokrates) |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 08 Aug 2008 - 05:25:22 Titel: |
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Liebes Blumengirl
| blumengirl2005 hat folgendes geschrieben: | | oder wollen die mohammedaner behaupten ihr gott wäre ein aderer als der christliche oder umgekehrt... |
Ja das tun sie: In muslimischen Ländern steht auf christliche missionarische Tätigkeit sogar die Todesstrafe. Du siehst: Nur weil zwei Menschen dem Monotheismus anhängen, muss es sich beim angebeteten Geschöpf nicht notwendigerweise um denselben Gott handeln. Für mich ist ausgeschlossen, dass Gott ein Geschöpf schafft, dem er den Befehl erteilt, andere Geschöpfe umzubringen.
@Clarice
Bin ganz Deiner Meinung!
Auch sogenannt bibeltreue Sektierer glauben an ein Produkt ihrer Phantasie, indem sie genau zu wissen meinen, was Gott will und was Gott tut. Ihr vorurteilsbehafteter Blick schiebt sich wie eine Kulisse vor den wahrhaften Gott, so dass sie zu echten göttlichen Erfahrung nicht mehr fähig sind; ihr Blick ist verbaut, und sie unterliegen ihrer eigenen Projektion (psychologisch ausgedrückt). Dazu zähle ich auch ein Kleben am Wortlaut der Bibel. Die göttlichen Weisheiten ergeben sich bei der Lektüre zwischen den Zeilen.
Verstehe mich recht: Auch ich habe - wie jeder gläubige Mensch - in meinem Herzen ein bestimmtes Gottesbild, selbst wenn es in der Bibel heisst: "Du sollst von Gott kein Bildnis machen", denn ich kann nicht zu einem eigenschaftslosen Ding beten (wobei ich mir, wenn ich mir die buddhistischen Weisheiten ansehe, da nicht so ganz sicher bin). Für mich ist Gott der bedingungslos Liebende. Er ist mein persönlicher Gott.
GIL |
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Lifthrasir Newbie

Anmeldungsdatum: 07.08.2008 Beiträge: 3
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Verfasst am: 08 Aug 2008 - 18:15:12 Titel: |
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hallo ihr
ihr redet alle so verdammt überzeugt davon dass es gott wirklich gibt. aber könnt ihr mir mal bitte sagen woher ihr euch da so sicher seid? ich will jetzt damit nicht sagen dass ihr idioten seid, ganz im gegenteil, ich frag mich blos warum ihr sooo fest davon überzeugt seid. ich ging früher auch in die kirche und betete aber mein leben war da auch nicht anders als es jetzt ist. gott hat meinen "weg" auch nicht erhellt oder verbessert... ich frage mich was ihr schon elebt habt damit ihr euch da so sicher sein könnt.
grüße von mir |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 08 Aug 2008 - 19:23:52 Titel: |
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| Hallo Lifthrasir, du hast natürlich recht. Vollkommende Gewissheit gibts (noch) nicht. Ich ging früher auch in die Kirche, habe gebetet, die Bibel gelesen, es hat mir null gebracht. Bis ich mich vor einigen Jahren entschlossen habe, Gott wirklich in mein Herz zu lassen und einige unkonventionelle spirituelle Schriften gelesen habe. Seit dem hat sich mein Leben laufend verbessert, auch im praktischen Sinne. Ich habe das Gefühl einen Kontakt zu Gott zu haben. Ich bin der Meinung, dass Regeln und Gebote einen eher von Gott trennen als dass sie einen zu ihm führen. Letzlich muss da jeder seinen Weg selbst finden. Viele Christen sind aber so verbohrt und pochen darauf, die einzige wirkliche Wahrheit zu kennen und verbreiten, man käme in die Hölle, wenn man nicht das oder dies tue. Finde ich furchtbar, deterministisch und rückständig, aber wenn sie es brauchen, dann sollen sie an einen solchen Gott glauben. Letztlich gibt es wohl soviel unterschiedliche Gottesbilder wie es Menshen gibt. |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 08 Aug 2008 - 20:32:23 Titel: |
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Lieber Lifthrasir
| Lifthrasir hat folgendes geschrieben: | | ihr redet alle so verdammt überzeugt davon dass es gott wirklich gibt. aber könnt ihr mir mal bitte sagen woher ihr euch da so sicher seid? |
Ich habe mir einmal vor Jahrzehnten die gegenteilige Frage gestellt, als ich Atheist war: Woher bin ich mir so sicher, dass es keinen Gott gibt? Das war eine sehr rationale Phase, die ich durchmachte. Für meinen Glauben ausschlaggebend war in dieser Anfangsphase meine Einsicht, dass man als Atheist eigentlich auch bloss glaubt und dass es einen Nichtglauben nicht gibt. Der Atheist glaubt beispielsweise an den Zufall, oder er glaubt, dass alles letztlich eine naturwissenschaftliche Erklärung hat, der Mensch jedoch bloss noch nicht überall dahinter sieht etc. Der Atheist bricht vorschnell die Überprüfung seines Weltbilds ab, weil für ihn Gott zum vornherein nicht in Frage kommt, was letzlich eine irrationale - und übrigens auch unwissenschaftliche - Haltung ist, unwissenschaftlich deswegen, weil sie sich auf unbewiesene Behauptungen stützt und daher auch unter die Kategorie Glauben fällt.
Ich musste in meiner Suche nach Gott den rationalen Weg gehen, weil ich ja schliesslich nicht jeden Sch* glauben mag. Dabei stellte ich mir die Frage, zu welchem Ziel führt das atheistische und zu welchem das theistische Weltbild, wenn man es konsequent zu Ende denkt, wobei ich diese Fragen noch gar nicht mit der Ethik in einen Zusammenhang bringen wollte. Ich fragte mich: Was ist plausibler, der Glaube daran, dass es aus dem Nichts per Zufall ein Etwas gegeben hat, dass die Zeit mit dem Urknall begonnen habe und sich das Universum seither ausdehne (sprich: endlich sei), oder dass man an die unbedingte Unendlichkeit glaubt, nämlich dass die Unendlichkeit unbegrenzt ist, sowohl zeitlich als auch räumlich (weil es hinter dem sich ausbreitenden Universums nicht ein Nichts geben kann), und ist es plausibel zu glauben, dass es schon vor dem Urknall - falls es einen gab - schon immer ein Etwas gegeben hatte? Die Glaubensfrage begann bei mir in dieser rationalen Anfangsphase mit simplen Plausibilitätsfragen. Als ich eine Mathematikerin frug: "Sag' mal, gibt es ein Indiz, dass der Mensch je erfahren wird können, woraus Materie besteht", antwortete sie mir nicht, sondern sagte schlagartig: "Du musst eines wissen, ich bin Atheistin." Weisst Du warum? Man weiss, aber die Wissenschaft gesteht es sich noch nicht zu, dass man die Bestandteile der Materie nicht unendlich weiterzerlegen wird können. Früher glaubte man, die Materie bestehe aus Atomen, dann erkannte man, dass sich das Atom aus Protonen bzw. Neutronen und Elektronen besteht, dann kamen die Quarke, Bosonen etc. hinzu, und ich bin sicher, dass selbst das Higgs-Teilchen, sofern es am Cern gefunden wird, nicht der Weisheit letzter Schluss wird sein. Aber was dann? Woraus soll denn die Materie denn letztlich bestehen?
Ich muss allerdings beifügen: Das rationale Begreifen befriedigt nicht. Es braucht für den Glauben noch die spirituelle Komponente. Der religiöse Mensch bleibt sein Leben lang auf der Gottessuche bzw. eigentlich sucht Gott den Menschen. Clarice hat es sehr schön auf den Punkt gebracht. Ich meine, wer aufhört, Gott zu suchen, sich Scheuklappen anzieht und stur seine Bibelfestigkeit zur Schau stellt oder sein Leben sklavisch nach dem Koran ausrichtet, der hat noch nicht begriffen, dass die spirituelle Wahrheit unaussprechlich ist und bestenfalls durch Demut und Gnade erfahren werden kann. Es ist sehr schwierig, von Gotteserfahrungen erzählen, ohne dabei Schaden zu nehmen, denn der betreffende verrät höchstpersönliche Dinge, so dass sich darüber leicht die Demut verlieren lässt.
GIL |
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Lifthrasir Newbie

Anmeldungsdatum: 07.08.2008 Beiträge: 3
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Verfasst am: 09 Aug 2008 - 00:43:58 Titel: |
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okay das klingt alles recht einleuchtend und verständlich. ABER wenn ich mir jezt so überlege, wie auch schon gesagt wurde, "woher bin ich mir sicher dass es keinen gott gibt", dann is dass ja eig. 50 - 50, man weiß nicht ob es ihn gibt oder eben nicht. und wenn ich mir das überlege, dann bin ich eben dafür dass es ihn nicht gibt. weil wie ja auch schon gesagt als ich in die kirche ging und wirklich an ihn glaubte war es auch nicht anders als es jetzt ist. und dann weiß ich, okay, mir hat er nicht gezeigt, dass es ihn gibt und somit lass ich es bleiben an ihn zu glauben.
und dann kommt noch dass 2te hinzu und zwar, dass jede kultur an etwas anderes glaubt. die einen an gott, die andren an allah, die andren an buddah wieder andere glauben an gleich 5 götter. und woher will man sich dann so sicher sein das gott DER GOTT ist und nich die 5 andren götter aus einer anderen kultur. und jede kultur ist von ihren göttern überzeugt. da denk ich mir dann ganz einfach, ihr wisst doch alle nicht was ihr wollt und glaube eben an gar nichts. bevor ich dran glaub und mir es dann trotzdem nicht besser geht und ich eben nicht weiß dass es ihn gibt. das ist für mich eig. das größte problem.
z.B. meine familie die gibt es wirklich, dass weiß ich 100% und daher liebe ich sie auch.
wenn ich jetzt gott nehme und ich kann nicht einmal sicher wissen ob oder dass es ihn gibt, kann ich ihn doch nicht lieben wie meine familie.
angenommen ich sag euch jetzt es gibt ein kleines, grünes schaf im himmel an das ich sicher glaube. dann würdet ihr euch sicher an den kopf langen und mir den vogel zeigen. doch eig. ist es doch genauso mit gott. es kann genauso gut das grüne schaf im himmel geben.
und jetzt zu meinem letzten punkt.
ich habe schon mal mit einem wirklichen christen der verdammt hart von gott und der bibel überzeugt ist, diskutiert. und da stellte ich nach einer zeit fest, dass er mich richtig verurteilt. es kamen sätze vor wie "Wenn du nicht an gott glaubst wirst du schon noch sehen, nach deinem tod ist er dann nicht für dich da". und dann denk ich mir wieder, steht nicht in der bibel gott liebt JEDEN menschen?!?! sprich er liebt mich doch auch, auch wenn ich nicht an ihn glaube. jedenfalls hat die diskussion eig. keinen zweck erbracht, weil derjenige so überzeugt davon war was er sagte, dass er mir eig. gar nicht mehr zuhörte und meine meinung nicht achtete. und dass ist doch eine totale versessenheit. und da frag ich mich dann auch... sonst gehts dir aber schon noch gut.
grüße von mir |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 09 Aug 2008 - 12:00:28 Titel: |
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Lieber Lifthrasir
| Lifthrasir hat folgendes geschrieben: | | ... "woher bin ich mir sicher dass es keinen gott gibt", dann is dass ja eig. 50 - 50, man weiß nicht ob es ihn gibt oder eben nicht. |
Es gibt verschiedene Formen des Ahteismus. Entscheidend ist, dass die Frage letztlich eine reine Glaubenssache ist und mit Wissen nichts, aber rein gar nichts zu tun hat. Aber wir bewegen uns hier in bester Gesellschaft: Die Naturwissenschaft glaubt - sie glaubt nur - dass sie über Wissen verfüge. Na ja, sie ist immerhin ehrlich genug zu sagen, dieses Wissen gelte nur so lange, bis es falsifiziert sei, und da haben wir ja schon diverse Falsifikationen über die Jahrhunderte hinweg erlebt, so dass wir annehmen dürfen, alles naturwissenschaftliche "Wissen" ist so vage, das man nicht von einem 100pro-sicheren Wissen ausgehen darf, ohne sich selber wieder in eine Glaubensposition zu versetzen. Erkenntnistheoretisch ist Evidenz bloss ein Gefühl, das einem überkommt, wenn man eine Schlussfolgerung für zutreffend hält.
| Lifthrasir hat folgendes geschrieben: | | okay, mir hat er nicht gezeigt, dass es ihn gibt und somit lass ich es bleiben an ihn zu glauben. |
Ich kann Dich verstehen. Mit dem Glauben ist es wie mit dem Hefeteig: Er muss gehen, und falls er zusammenfällt, muss man einen neuen Teig ansetzen. Vielleicht warst Du auf Deiner Suche den falschen Weg gegangen. Schlage einen neuen ein!
| Lifthrasir hat folgendes geschrieben: | | ... jede kultur an etwas anderes glaubt. die einen an gott, die andren an allah, die andren an buddah wieder andere glauben an gleich 5 götter. und woher will man sich dann so sicher sein das gott DER GOTT ist und nich die 5 andren götter aus einer anderen kultur. und jede kultur ist von ihren göttern überzeugt. da denk ich mir dann ganz einfach, ihr wisst doch alle nicht was ihr wollt und glaube eben an gar nichts. |
Ich habe einmal folgende Geschichte gehört: Ein Christ machte eine lange Reise zu einem buddhistischen Guru in Indien. Auf die Frage des Guru: "Hast Du die Bibel gelesen?", antwortete der Christ: "Im Religionsunterricht habe ich etwas gehört davon, aber seither nichts mehr." Da antwortete der Guru: "Dann gehe nach hause und beschäftige Dich intensiv mit der Bibel, bevor Du wieder zu mir kommst."
Kulturen haben Vor- und Nachteile. Dieser Guru spielte darauf an, dass jeder Mensch in seiner Kultur aufwächst und von deren Menschen- und Gottesbild geprägt wird. Sich mit den Antworten zu befassen, die eine andere Kultur auf die letzten Fragen bereithält, hat daher nur einen Sinn, wenn man seine eigene Kultur kennt. Alles andere ist eine Flucht. Die Nachteile von Kulturen kennst Du ja: Überheblichkeit, Machtanspruch etc.
Letztlich aber bewegen sich die grossen Geister aller Religionen weitgehend auf dem gleichen Feld. Der Buddhismus ist dem Christentum näher als der Islam, auch wenn (oder gerade weil?) Buddha erklärte, dass die Frage nach Gott nicht zur Leidbefreiung beitrage, sondern den Menschen in endlosen und nutzlosen Diskussionen festhalte.
| Lifthrasir hat folgendes geschrieben: | | z.B. meine familie die gibt es wirklich, dass weiß ich 100% und daher liebe ich sie auch. |
Ich verstehe: Du willst keinem Phantom nachrennen, und daher glaubst Du nicht an Gott.
| Lifthrasir hat folgendes geschrieben: | | ich habe schon mal mit einem wirklichen christen der verdammt hart von gott und der bibel überzeugt ist, diskutiert. und da stellte ich nach einer zeit fest, dass er mich richtig verurteilt. |
Der hat nichts begriffen. Der Mensch darf nicht verurteilen, denn das ist ausschliesslich Gott vorbehalten ("Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, doch den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr"). Ein Christ sollte jeden Menschen, egal ob er ihm gut oder feindlich gesinnt ist, lieben, ihn akzeptieren, für ihn Gutes tun (z.B. beten).
| Lifthrasir hat folgendes geschrieben: | | es kamen sätze vor wie "Wenn du nicht an gott glaubst wirst du schon noch sehen, nach deinem tod ist er dann nicht für dich da". |
Wer aus lauter Nachteilvermeidung meint, an Gott glauben zu MÜSSEN, hockt auf dem falschen Dampfer. Das Beispiel vom barmherzigen Samariter zeigt, dass es nicht auf die richtige Religion, sondern einzig auf die tätige Nächstenliebe ankommt. Der Glaube meldet sich als urmenschliches Bedürfnis.
| Lifthrasir hat folgendes geschrieben: | | jedenfalls hat die diskussion eig. keinen zweck erbracht, weil derjenige so überzeugt davon war was er sagte, ... und dass ist doch eine totale versessenheit. |
Deine Einschätzung ist völlig richtig. Da bist Du an einen gelangt, der Religiosität mit sektiererischer Borniertheit verwechselte. Echt schade.
GIL |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 09 Aug 2008 - 13:20:19 Titel: |
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| @ Lifthrasir: Mein Gottesbild habe ich dir erklärt, das hat nicht das mindeste mit dem zu tun, was bibeltreue Christen so vermelden. Damit kann ich, wie schon gesagt, auch nix anfangen. Letztlich ist es EBEN GLAUBE und KEIN Wissen. Ich glaube an Reinkarnation, und dass Gott uns nie verurteilt und wir immer wieder eine neue Chance kriegen und uns irgendwann wieder auf das LICHT zugbewegen. Gott wartet und hat Zeit :-). Ich spüre nur für mich, dass es für mich richtig ist, wie schon gesagt, jeder muss seinen Weg selbst finden, und wenn du nicht an Gott glaubst oder glauben kannst, dann ist es für DICH ok. Keiner hat das zu verurteilen. |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 09 Aug 2008 - 13:26:34 Titel: |
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@ Gott ist Liebe: Ich glaube, Gott URTEILT nicht. Urteilen tun Menschen. Wo Polaritäten aufgehoben sind und NUR Liebe herrscht, da findet kein Urteilen, kein Bestrafen und nix dergleichen statt. Gott weiß, dass wir ALLE eines Tage zu ihm zurückkehren und uns nur unsere eigene Überzeugung an unserer Schuld daran hindert.
PS: Auch wenn ich jetzt meine Sätze als Aussagen formuliert habe, möchte ich niemanden meine Überzeugungen aufdrücken. Wenn du an einen urteilenden Gott glaubst - ist es eben dein Gottesbild. Finde ich aber schade, aber ich glaube, so denken die meisten Christen. Von dem Bild Gut und Böse, Himmel und Hölle sind die meisten überzeugt. |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 09 Aug 2008 - 16:03:57 Titel: |
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Liebe Clarice
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Ich glaube, Gott URTEILT nicht. Urteilen tun Menschen. Wo Polaritäten aufgehoben sind und NUR Liebe herrscht, da findet kein Urteilen, kein Bestrafen und nix dergleichen statt. |
Wir wissen - vielleicht zum Glück? - nicht, was auf uns zukommt. Ich kann mir vorstellen, dass das Menschenleben so etwas wie eine Vorbereitung auf das himmlische Leben ist. Vielleicht ist es nicht Gott, der urteilt, sondern der Mensch selber, und zwar schon auf Erden, indem er sich z.B. der Sünde hingibt anstatt seine Tugenden zu pflegen. Damit könnte er bereits sein eigenes Urteil gesprochen haben, denn die Sünde ist ja eine Art bewusste Abkehr von Gott, so etwas wie die verweigerte Erwiderung der Liebe Gottes. Wie die "Strafe" im Himmel aussehen könnte, weiss niemand. Ich kann mir vorstellen, dass der Mensch seine Fehler, die er im Leben machte, selber wird einsehen und dass das sehr schmerzhaft sein könnte. Auch könnte es sein, dass wir wegen dieser Fehler nicht in den Kreis gelangen, der Gott nahe steht, was uns vielleicht noch lange ärgern könnte. Die Vorstellung, unsere Fehler wiedergutzumachen, indem wir noch einmal geboren werden, finde ich sehr sympathisch.
GIL |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 09 Aug 2008 - 20:56:07 Titel: |
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Hallo Gott ist Liebe:
Die Wiedergeburtslehre ist ja angeblich auch Teil der frühchristlichen Lehre, aber da kenne ich mich zu wenig aus und will mich nicht aus dem Fenster lehnen. Vielleicht liest du einfach mal Kenneth Wapnicks Kommentare und Einführungen zu einem Kurs in Wundern. Da steht zwar nicht viel von Reinkarnation drin, aber diese Lehre finde ich sehr plausibel, die dort vertreten wird. Klar, natürlich weiß auch ich nicht, was auf mich oder andere Menschen zukommt. Ich kann nur nach menschlichen Ermessen darüber denken oder dran glauben, und mich nach meinen Erfahrungen richten, dass meine Wahrnehmungen in der Meditation immer klarer werden, mein Leben immer besser verläuft, vieles fügt sich wie von selbst, wenn ich entspannt und im Vertrauen zu Gott bin. Gut, das alles sind keine "Beweise" für Gott oder dagegen, aber für mich eine Richtschnurr durchs Leben. Ich glaube, dass unsere einzige Sünde ist, dass wir GLAUBEN, wir haben uns von Gott entfernt, unsere Seele hier auf Erden in eine Art Schule geht, um zu lernen, wieder zu Gott zurückgelangen. Aller Hass und Krieg produziert sich nur aus Selbstablehnung, weil wir Gott unbewusst zu unserem Feind gemacht haben (wir glauben schuldig zu sein und Gottes Bestrafung zu verdienen, wie sollen wir ihn da lieben, statt in ihm einen Gegner zu sehen?). Mit Hilfe des Heiligen Geistes ist Vergebung möglich, nämlich dass wir uns selbst und anderen vergeben (Gott hat uns schon vergeben). Dies ist m. M. nach eine Verantwortung und Aufgabe, die viel tiefer geht als Gott um Vergebung zu bitten und zu versuchen nach seinen "Regeln" zu leben. |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 09 Aug 2008 - 21:29:49 Titel: |
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Liebe Clarice
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Ich kann nur nach menschlichen Ermessen darüber denken oder dran glauben, und mich nach meinen Erfahrungen richten, dass meine Wahrnehmungen in der Meditation immer klarer werden, mein Leben immer besser verläuft, vieles fügt sich wie von selbst, wenn ich entspannt und im Vertrauen zu Gott bin. |
Sein Schicksal annehmen?
Ich habe einmal eine Theorie zur Determiniertheit des Menschen gehört: Was uns im Leben ereilt, ist vorherbestimmt (Vorsehung), aber über das WIE können wir bestimmen. Oder anders gesagt: Es hat keinen Sinn, über das Schicksal zu hadern, es kommt ohnehin auf uns zu, aber mit Vertrauen auf Gott lässt es sich leichter ausharren.
Meine Haltung ist eine andere (oder ist es wirklich eine andere?): Für mich ist das irdische Leben nur ein Übergang, der im Vergleich zum himmlischen Leben letztlich zweitrangig ist. Auf dem spirituellen Weg lässt sich auf Erden erahnen oder zumindest erhoffen, was uns erwartet nach dem Tod erwartet. Das Entscheidende ist, das Spirituelle zu pflegen. Das führt zu Grossmut, aber auch zur Demut, die wiederum - nebst der Gnade - eine wichtige Voraussetzung zur Mehrung des spirituellen Lebens ist. Je mehr man davon hat, desto grösser ist die süsse Sehnsucht nach dem Göttlichen.
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Gut, das alles sind keine "Beweise" für Gott oder dagegen, |
Das verlangt ja auch keiner
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Ich glaube, dass unsere einzige Sünde ist, dass wir GLAUBEN, wir haben uns von Gott entfernt, unsere Seele hier auf Erden in eine Art Schule geht, um zu lernen, wieder zu Gott zurückgelangen. |
Ich habe rein vom Text her nicht ganz verstanden, was Du sagen willst. Ich meine, dass jede Boshaftigkeit bis hin zur Verletzung des Tötungsverbots eine Sünde ist. Aber auch Unterlassung kann Sünde sein, wie beispielsweise untätiges Zuschauen, wenn ein Mensch leidet. Bei jeder Sünde entfremdet sich der Mensch von Gott, weil seine Seele dadurch verkümmert.
Ich persönlich glaube nicht, dass der Unglauben für sich allein bereits eine Sünde ist. Ich pflege dazu zu sagen: Man kann an Gott glauben, ohne sich dessen so genau bewusst zu sein, und umgekehrt, man kann einem Gedanken-Götzen dienen, selbst wenn man meint, getreu nach der Bibel einen Gott anzubeten.
GIL |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 09 Aug 2008 - 21:43:07 Titel: |
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| Sein Schicksal anzunehem klingt wirklich so, als sei alles vorherbestimmt. Ich glaube, dass es eher so ein Mischmasch ist aus Karma, Lernaufgaben, aber auch ein Selbsterschaffen von Möglichkeiten und Wirklichkeiten durch Gedanken und eben Gottvertrauen, dass sich alles fügen wird. Dies sehe ich auch nicht auf EIN Leben begrenzt, sondern auf viele Leben. Und auch, dass unser wirkliches Zuhause bei Gott ist. Die Sünde gibt es laut Gott nicht so wie wir sie kennen, weil im Himmel NUR Liebe herrscht und das irdische Leben eine Illusion ist. Als "Sünde" kann man dennoch das bezeichnen, was du aufgezählt hast, aber ich teile nicht das Sündenverständnis im klassischen Sinne wie etwa die Kirchen es deuten. Boshaftigkeit gibt es laut "Ein Kurs in Wundern" nicht. Nur Selbstablehnung und Schuldgefühle, die wir auf unsere Mitwelt projezieren und dann "Böses" tun, um der "Schuld" nicht ins Gesicht sehen zu müssen. |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 09 Aug 2008 - 21:47:24 Titel: |
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@ Gott ist Liebe: Hier noch ein Link mit Infos zu "Ein Kurs in Wundern". Dort kannst du dich auf die Schnelle über das GRundlegende informieren:
http://wwww.gggeismann.de/wunderstudien/ |
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Mindworm Senior Member

Anmeldungsdatum: 04.11.2007 Beiträge: 1064
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Verfasst am: 10 Aug 2008 - 14:43:48 Titel: |
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| Zitat: | | Als "Sünde" kann man dennoch das bezeichnen, was du aufgezählt hast, aber ich teile nicht das Sündenverständnis im klassischen Sinne wie etwa die Kirchen es deuten. Boshaftigkeit gibt es laut "Ein Kurs in Wundern" nicht. Nur Selbstablehnung und Schuldgefühle, die wir auf unsere Mitwelt projezieren und dann "Böses" tun, um der "Schuld" nicht ins Gesicht sehen zu müssen. |
Damit negierst du aber das erste Geschenk Gottes an die Menschheit: Den freien Willen.
Ohne Hölle hat der Mensch letztendlich keine Wahl. Er muss zu Gott, auch wenn er in seinem Leben alles tut, um ihm zu entkommen. Das macht uns zu Marionetten.
| Zitat: | | Die Sünde gibt es laut Gott nicht so wie wir sie kennen |
Und auf welche Äußerung Gottes beziehst du dich da? In der Bibel kann ich das nicht erkennen. "Denn siehe, wer seinen Bruder Idiot nennt, der ist des jüngsten Gerichts schuldig."
| Zitat: | | weil im Himmel NUR Liebe herrscht |
Das schließt sich nicht aus. Wenn uns unsere Sünden vergeben werden, können wir in Gemeinschaft mit dem liebenden Vater leben. Das heißt nicht, dass es keine Sünde gibt.
| Zitat: | | und das irdische Leben eine Illusion ist |
Hä?
P.S: Dein Link funktioniert nicht. Server not found. _________________ Despite the high cost of living, it remains popular. |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 11 Aug 2008 - 10:05:14 Titel: |
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Sorry: www.ggeissmann.de/wunderstudien/
@ Mindworm: Zum freien Willen: ich glaube, dass der Mensch in seinen jeweiligen Leben schon einen freien Willen hat und entscheiden kann was er will. Auf lange Sicht aber hin gesehen, führt sein Weg zurück zu Gott, weil dass das wirkliche Zuhause der Seele ist.
Die Bibel ist für mich kein Leitfaden zu Gott (oder über Gott). Deswegen interessiert es mich auch nicht sonderlich was darin steht. Ich beziehe mich auf diverse spirituelle Schriften und "Ein Kurs in Wundern". In meinen Augen gibt es keine tatsächliche Sünde im Sinne, wie sie von den Kirchen oder in der Bibel interpretiert wird. Ich glaube, dass wir uns selbst vergeben und von Schuldgefühlen befreien können (mit Hilfe des Heiligen Geistes).
Das irdische Leben ist eine Illusion, weil nur Gott und sein Reich Wirklichkeit ist. Im Übrigen finde ich es schwierig, über Glaubensinhalte zu diskutieren, weil es eben GLAUBE ist und kein WISSEN. Du magst dich an der Bibel orientieren, dein gutes Recht, ich an anderen Schriften, die mein Herz eher ansprechen und auf mich überzeugender wirken. |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 11 Aug 2008 - 12:22:14 Titel: |
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Liebe Clarice
Diese Art von "Sekundärliteratur" über die Bibel interessiert mich nicht. Früher interessierte ich mich einmal für Esoterik, bin aber inzwischen darüber hinweg. Den Klartext der Bibel, insbesondere was Jesus sagte, finde ich viel spannender und aussagekräftiger.
Pass auf, dass Du Deine spirituelle Welt nicht von der beschränkten menschlichen Wahrnehmung Dritter bestimmen lässt.
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Die Bibel ist für mich kein Leitfaden zu Gott (oder über Gott). |
Warum denn nicht?
Die Gleichsetzung von Gottes- und Nächstenliebe ist ein im spirituellen Sinne revolutionärer Bezug. Auch der Satz: "Wenn zwei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen", finde ich schlicht genial.
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | In meinen Augen gibt es keine tatsächliche Sünde im Sinne, wie sie von den Kirchen oder in der Bibel interpretiert wird. |
Und was ist denn beispielsweise mit dem Tötungsverbot?
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Ich glaube, dass wir uns selbst vergeben und von Schuldgefühlen befreien können (mit Hilfe des Heiligen Geistes). |
Keine Sünden und trotzdem Schuldgefühle? Wie geht denn das?
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Das irdische Leben ist eine Illusion, weil nur Gott und sein Reich Wirklichkeit ist. |
Hääähh?
Was Du eine Illusion nennst, ist aber ziemlich handfest. Lassen wir den Streit darüber und diskutieren wir doch über folgende Frage: Wer anders ausser Gott soll diese "Illusion" geschaffen haben?
Nebenbei bemerkt: Für mich hat die irdische Wirklichkeit Anteil am Reich Gottes. Er ist der Schöpfer des Weltalls und der Erde.
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Im Übrigen finde ich es schwierig, über Glaubensinhalte zu diskutieren, weil es eben GLAUBE ist und kein WISSEN. |
Diese Begründung ist weder logisch noch nachvollziehbar.
Der Mensch ist befähigt, über alles zu sprechen, was ihn beschäftigt, also auch über seinen Glauben. Im übrigen weiss der Mensch nichts wirklich, sondern seine ganze Realitätswahrnehmung läuft letztlich bloss auf einen Glauben hinaus. Das gilt insbesondere auch für naturwissenschaftliche Erkenntnisse.
GIL |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 11 Aug 2008 - 13:34:57 Titel: |
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Lieber oder liebe Gott ist Liebe: Ich habe das Neue Testament gelesen und das meiste was drin steht, spricht mich nicht an, also warum soll ich über was diiskutieren, was für mich keine Bedeutung hat? Du musst dich ja auch nicht mit einem Kurs in Wundern beschäftigen. Im Übrigen ist es eben Glaubenssache, ob man der Bibel folgen möchte, so wie du. Aber damit machsst du dich genauso viel oder wenig von der Meinung anderer abhängig, da Menschen die Bibel verfasst haben. Außerdem ist "ein Kurs in Wundern" eine Interpretation von Jesus Worten, aber eben NICHT (nur) nach der Bibel.
Noch mal: Ich glaube nicht an die Sünde im biblischen oder kirchlichen Sinne! Warum, das habe ich auch deutlich erklärt, denke ich.
Und was das Diskutieren über Glaubensfragen angeht: Klar, ist letztlich alles vom Glauben an sich abhängig, aber naturwissenchaftliche Aspekte kann man nach menschlichem Ermessen im irdischen Sinne "beweisen", Gott nicht.
Du kannst gern die BIbel als alleinigen Maßstab sehen und weiter an die Sünde glauben, steht jedem frei was er glaubt. Ich habe mir meine Meinung nach langer spiritueller Sinnsuche gebildet, für mich fühlt es sich gut an, erscheint mir logischer als die Bibel, also, was soll ich noch sagen, außer dass ich meinen Weg gefunden habe und glücklich damit bin. |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 11 Aug 2008 - 14:50:14 Titel: |
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Liebe Clarice
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Lieber oder liebe Gott ist Liebe |
Ich bin männlich
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Ich habe das Neue Testament gelesen und das meiste was drin steht, spricht mich nicht an, also warum soll ich über was diiskutieren, was für mich keine Bedeutung hat? |
Nein, von Müssen oder Sollen ist hier keine Rede. Und ein Streitgespräch soll es auf keinen Fall werden.
Ich denke, vielleicht wirst Du später wieder einmal die Bibel lesen, dann vielleicht mit andern Augen. In der Weltliteratur kommt niemand um die Bibel herum. Sie ist nicht nur das Buch mit den höchsten Auflagen, sondern sie gilt als ein Buch mit unschätzbaren Weisheiten. Jedenfalls ist das, was Jesus verkündete, noch heute schlicht revolutionär: Er stellte ein ganzes Weltbild auf den Kopf. Noch deutlicher, als es Jesus erklärte, geht es nicht mehr, nämlich dass das spirituelle Leben - das Reich Gottes - Vorrang vor allem andern hat. All die Gleichnisse sind ein Schatz auf dem spirituellen Weg, wie ich es im Kontakt mit andern Religionen nie so klar gesehen habe, obgleich mir andere Religionen mitgeholfen haben, mir die Augen zu öffnen und ich nach wie vor einen unbefangenen Zugang zu ihnen habe, vor allem zu den jüdischen und den buddhistischen Weisheiten.
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Außerdem ist "ein Kurs in Wundern" eine Interpretation von Jesus Worten, aber eben NICHT (nur) nach der Bibel. |
Das habe ich gemerkt. Darum sagte ich ja zu dem Kurs "Sekundärliteratur".
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Noch mal: Ich glaube nicht an die Sünde im biblischen oder kirchlichen Sinne! Warum, das habe ich auch deutlich erklärt, denke ich. |
Für mich waren Deine Ausführungen ausgesprochen undeutlich. Einmal sagtest Du, es gebe keine Sünde, um später in einem reichlich unverständlichen Satz zu erklären, dass es nur eine Sünde gebe, nämlich der Glaube, wir hätten uns Gott entfernt. Auf meine Frage, ob Tötung keine Sünde sei, schweigst Du Dich beharrlich aus. Dann sagst Du, der Mensch bekomme dank Wiedergeburt eine neue Chance, um hernach zu erklären, dass Gott nicht verurteile (wozu dann die neue Chance?), um dann doch wieder das irdische Leben als eine Illusion zu bezeichnen.
Wer soll da noch drauskommen? Das ist doch einfach bloss noch irre! Lauter Widersprüche! Da stimmt nichts mehr aufeinander.
Bei meiner Beschäftigung mit der Esoterik stellte ich fest, dass man daran psychisch erkranken kann. Die (falsche) Esoterik kann zur totalen Orientierungslosigkeit führen. Der davon betroffene Mensch bastelt seine Wirklichkeit zusammen anstatt dass er sie wahrnimmt. Für mich fällt die Esoterik unter das Verbot, von Gott ein Bildnis zu machen: Die Esoterik fabriziert ihr eigenes, geistiges Götzenbild.
GIL |
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KamiKami Senior Member

Anmeldungsdatum: 17.08.2007 Beiträge: 1792 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 12 Aug 2008 - 13:13:40 Titel: |
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| Zitat: | | Am sympathischsten ist mir die Mathematik, wo es absolute und unumstößliche Wahrheiten gibt, die sich auf wenige, elegante Axiome gründen und die selbst der Solipsist nicht anzweifeln kann. |
Nun, wäre die Mathematik so ein Super-Naturgesetz, dann gäbe es doch keinerlei weitere Annahme zu der Akzeptanz mathematischer Sätze als apriorisch, notwendig und gewiss. Du siehst, ein wenig problematisch. Diese Unumstößlichkeit gewinnt sie nur, wie übrigens auch die Logik, erst durch die Betrachtung als rein innersprachliche Angelegenheit.
| Zitat: | | Der davon betroffene Mensch bastelt seine Wirklichkeit zusammen anstatt dass er sie wahrnimmt. |
Welche Wahrheit können wir denn wahrnehmen? Das wäre so, als würdest eine A.I. annehmen, die die von ihr erbrachten Lösungen und Gedankengänge wären identisch mit denen des Programmierers, nur weil dieser jene zu Anfang programmiert hat. Das ist aber offenkundiger Unsinn. Du kannst in Bezug auf die Gesamtheit der Vorgänge deiner Wahrnehmung nicht die Position eines Außenstehenden einnehmen. Du als Experimentator bist immer Teil des Experiments.
Das, was wir wahrnehmen ist nur im menschlichen Kontext definiert und offenbart sich somit als System einer innersprachlichen Angelegenheit. In Bezug auf irgendeine Ontologie verliert dieser Kontext seine Allgemeingültigkeit.
| Zitat: | | […]unwissenschaftlich deswegen, weil sie sich auf unbewiesene Behauptungen stützt und daher auch unter die Kategorie Glauben fällt. |
Die wissenschaftliche Methodik ist weder Glaube, noch Wahrheit sondern eine Systematik, die versucht uns das zu veranschaulichen, was wir ohnehin zu wissen glaubten. Sich irgendwelchen „Beweisen“ entledigen, ist ebenso wenig die Handlungsmethode der Naturwissenschaften. Das sollte seit Karl Popper eigentlich bekannt sein.
Gut, gehen wir mal davon aus, dass die Naturwissenschaft ein Glauben – so wie Du ihn beschrieben hast - ist. Was rechtfertigt dann die Behauptung dieser sei unwissenschaftlich und ersetze im gleichen Atemzug diesen Glauben durch einen ebenso unwissenschaftlichen und vielleicht noch irrationaleren und abstruseren Glauben, solange die Fähigkeit besteht, sich aus einer Metaebene heraus zu betrachten, nicht gegeben ist? Die Wirkung wäre doch in beiden Fällen die gleiche.
Der Vorzug einer wissenschaftlichen Methodik gegenüber einer Religion ist erkenntnistheoretischer Natur. Die Naturwissenschaften sind sich als Prozess der Grenzen ihrer Semantik bewusst und dieser deshalb verändern kann -> Wieder ein Hinweis auf Karl Popper.
Gruß
Zuletzt bearbeitet von KamiKami am 12 Aug 2008 - 13:54:28, insgesamt einmal bearbeitet |
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murania Senior Member

Anmeldungsdatum: 23.10.2005 Beiträge: 2602
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Verfasst am: 12 Aug 2008 - 13:37:04 Titel: |
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Die Religion hat an sich keinen Anspruch mehr darauf die Welt zu erklären. Religion als Ersatzwissenschaft wurde erst notwendig, als die Menschen sich Sachen nicht mehr erklären konnten bzw. als Zensur eingeführt wurde. Wissenschaft und Religion tangieren sich zwar, aber haben sonst nichts miteinander zu tun. _________________ Es gibt Gute und Böse. Wer die Bösen sind entscheiden die Guten. |
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makpg Junior Member

Anmeldungsdatum: 04.07.2008 Beiträge: 39
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Verfasst am: 12 Aug 2008 - 14:50:30 Titel: |
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die Religion ist keine Wissenschaft meine liebe
Religion ist der zusammenschluss vieler menschen die an eine sache Glauben.. somit Glaubenssache!
Alles was eine Religion glaubt basiert eigentlich nur auf einer Glaubens und Vertrauenssache das es z.B. einen Gott gibt der uns alle Liebt ... so sehr das er uns sogar seinen Sohn gegeben hat.
Religion wurde erst "Wissenschaft" als die menschen begannen beweise zu fordern.. weil ihnen das glauben zu larifari wurde!  |
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murania Senior Member

Anmeldungsdatum: 23.10.2005 Beiträge: 2602
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Verfasst am: 12 Aug 2008 - 15:04:24 Titel: |
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lieber
Religion ist kein Zusammenschluss von Menschen. Er kann es sein, muss aber nicht. Auch brauch eine Religion nicht auf Glauben basieren. _________________ Es gibt Gute und Böse. Wer die Bösen sind entscheiden die Guten. |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 12 Aug 2008 - 15:34:08 Titel: |
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@ Gott ist Liebe: Habe mir schon gedacht, dass du männlich bist. So dein Argumentationsstil und deine, wie ich finde, rationale Sichtweise, ließ mich das ahnen (ist aber jetzt nicht negativ gemeint).
OK, noch mal zur Bibel, woran dir ja echt gelegen scheint. Ich habe die Bibel gelesen. Das Alte Testament als Kind, das Neue Testament bis ins junge Erwachsenenalter. Ich lehne nicht die Bibel per se ab, es gibt Stellen in den vier Evangelien (die Abschnitte danach Römer, Galather usw. spricht mich überhaupt nicht an!) bezüglich Jesus und seiner Worte, die auch in meiner Art zu Glauben eine hohe Relevanz haben. Ich interpretiere es vielleicht anders, und finde, allgemein werden seine Worte als Dogma und Anordungen interpretiert. Jesus hat aber seine Jünger (und Jüngerinnen?) immer wieder zum Nachdenken angeregt. "Ein Kurs in Wundern" interpretiert Jesu Worte auf eine andere, neue Art, die mich mehr anspricht. In denke, Sekundärliteratur oder esoterische Literatur kann eine andere Perspektive zur Bibel sein, andere Herangehensweisen an praktischen Glauben aufzeigen. Viele so genannte spirituelle Schriften beziehen sich ja auf Jesus, sie bieten eben nur eine alternative Interpretation an, das muss man ja nicht 100% annehmen, aber mich inspiriert es zumindest. Bei mir ist es umgekehrt: Erst las ich nur die Bibel, dann andere spirituelle Bücher und plötzlich geriet mein Leben in Bewegung, meine Beziehung zu Gott ist heute eine andere, viel liebevollere. Wer sich ausschließlich an der Bibel orientieren möcht, kann das ja gern tun, da muss eben jeder seinen eigenen Weg finden. Im übrigen spielt es für mich überhaupt keine Rolle, wie hoch die Auflagen eines Buches sind. Schätz mal die Auflage der Bildzeitung, lese ich dennoch nicht (wobei ich jetzt nicht die Bibel mit der B. Zeitung vergleichen will!).
Zu Sünde: "Sünde" ist nach meiner Auffassung die Tatsache, dass wir uns in diesen Schuldgefühlen verstrickt haben und glauben, wir seien von Gott getrennt (oder das Gott uns im Stich gelassen hätte). ABER, ich glaube nicht an die Sünde in Form von Vergehen, die unsere "Schuld" verstärken und eine Bestarfung nach sich zieht. So wird es ja allg. im Christentum interpretiert: Werd sündigt ist schlecht, wer nicht brav um Vergebung bittet, landet in der Hölle. Das ist eine Sichtweise, die ich nicht teile. Ich hoffe, es ist jetzt etwas deutlicher geworden, was ich meine. Die Chance der Wiedergeburt ist keine Strafe, sondern eine Möglichkeit für die Seele die Illusion der irdischen Existenz aufzuheben. Ich betrachte das Leben als Schule, klar ist es für uns hier unten gefühlt "echt", aber wenn du mehrere Jahre meditierst und mit höheren Energien in Kontakt kommst, spürst du es immer deutlicher.
Du, das ist alles ein wenig viel und komplex, um es hier zu erklären. Können uns aber gern über das Postfach weiterschreiben, wenn du magst. |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 13 Aug 2008 - 05:24:14 Titel: |
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Liebe Clarice
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | (männlich) ... deine, wie ich finde, rationale Sichtweise, ließ mich das ahnen (ist aber jetzt nicht negativ gemeint). |
Ich empfinde es sogar als Kompliment, vermute aber, dass es weniger mit meinem Geschlecht als mit meiner déformation professionelle zu tun hat (franz. für berufsbedingte Charakterveränderung).
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Ich lehne nicht die Bibel per se ab |
Ich habe schon verstanden: Dich hat die Bibel (noch) nicht angesprochen.
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | (Jesus) allgemein werden seine Worte als Dogma und Anordungen interpretiert |
Du hast richtig erkannt: Das ist die falsche Annäherung, da - im spirituellen Sinne - inhaltsleer. Der Glaube muss von innen wachsen. Was bloss von aussen herangetragen wird, verkommt zur Hülse.
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Erst las ich nur die Bibel, dann andere spirituelle Bücher und plötzlich geriet mein Leben in Bewegung |
Fast hätte ich gesagt: Willkommen im Club. Aber wie ich sehe, gehörst Du bereits zu den gut eingeführten Mitgliedern. Ich machte praktisch denselben "Umweg" wie Du. Bei mir war es vor allem Martin Buber, "Ich und DU", Erich Fromm (ich hatte seine Bücher als Teenager verschlungen), dann die Mystiker (Meister Ekkehart, Johannes Tauler "Der Meister in Dir" etc.) und Buddhistische Schriften (ich befasste mich nebenbei mit dem I Ging). Daneben las ich diverse philosophisch-psychologische Schriften (Schubart: "Religion und Eros", C.G. Jung). Zur Nachtlektüre gehörten beispielsweise die Chassidischen Geschichten von Martin Buber. Heute lese ich wieder die Bibel, und ich denke, auch Du wirst irgendwann wieder einmal die Bibel lesen, und dann wird es Dir wie Schuppen von den Augen fallen. Momentan ist für Dich halt zu viel Staub dran (aber ganz ohne Religionsunterricht geht's halt auch nicht ...).
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Sünde... |
Das Gefühl, von Gott verlassen zu sein, ist keine Sünde, sondern ein seelischer Zustand, wie er häufig für einen in der Theodizee-Denkfalle verstrickten Gottsuchenden vorkommt. Sogar von Jesus ist überliefert, dass er sich am Kreuz von Gott verlassen fühlte (ich meine aber, er betete den Psalm 22, der mit den Worten beginnt: "Mein Gott, warum hast du mich verlassen").
Du hast die Widersprüche zu Deinem Begriff von Sünde noch immer nicht aufgelöst: Warum stufst Du den Mord nicht als Sünde ein? Was für einen Sinn hat die Wiedergeburt? Warum braucht es die "Möglichkeit für die Seele, die Illusion der irdischen Existenz aufzuheben"?
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | (Leben = Illusion) wenn du mehrere Jahre meditierst und mit höheren Energien in Kontakt kommst, spürst du es immer deutlicher. |
Ich weiss genau, was Du meinst. Ich war auch einmal an dem Punkt angelangt. Nun gehe noch einen Schritt weiter auf Deinem Erkenntnispfad und merke, wie Du ein Stück echten Himmel auf dieser von Dir als Illusion bezeichneten Erde schaffen kannst ("wenn zwei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen"). Hast Du schon einmal erlebt, wie die Liebe uns Menschen beglückt? Ja, natürlich hast Du das. Na also! Was meinst Du, wer hinter der mächtigsten Kraft im ganzen Universum steckt? Was meinst Du, woraus Materie letztlich besteht (wo doch jedem Naturwissenschaftler klar ist, dass sich die Materie nicht unendlich in Korpuskularteilchen aufschlüsseln lässt)?
| Clarice hat folgendes geschrieben: | | Können uns aber gern über das Postfach weiterschreiben |
Das wäre schade. Die Diskussion mit Dir hat ein gehobenes Niveau und könnte daher auch andere Forumsmitglieder interessieren.
GIL
@murania und makpg
Lest, bevor ihr Euch streitet und Euch dabei im Kreise dreht.
Und ja: Nicht die Religion, sondern die Theologie ist die Wissenschaft. Dabei geht es nicht darum, Beweise zu liefern, sondern um Erkenntnis, nämlich Erkenntnis zu zentralen Lebensfragen auch im philosophischen Sinne.
@KamiKami
Vielen Dank. Das war klar und deutlich. |
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murania Senior Member

Anmeldungsdatum: 23.10.2005 Beiträge: 2602
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Verfasst am: 13 Aug 2008 - 11:06:20 Titel: |
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| Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben: |
@murania und makpg
Lest, bevor ihr Euch streitet und Euch dabei im Kreise dreht.
Und ja: Nicht die Religion, sondern die Theologie ist die Wissenschaft. Dabei geht es nicht darum, Beweise zu liefern, sondern um Erkenntnis, nämlich Erkenntnis zu zentralen Lebensfragen auch im philosophischen Sinne.
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Darüber brauchen wir uns nicht streiten. es steht vielmehr die Fragestellung nach Religion als Wissenschaft im Vordergrund. Vllt liefert beides dieselben Antworten. _________________ Es gibt Gute und Böse. Wer die Bösen sind entscheiden die Guten. |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 13 Aug 2008 - 15:40:08 Titel: |
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@ Gott ist Liebe: Wir können auch gern hier weiterschreiben, das war nur ein Vorschlag :-)
Soso, was ich schreibe findest du (zumindest die letzten Einträge) unlogisch und verquast. Da kann so gar was dran sein, aber ich glaube, das liegt vielleicht eher an meinem Unvermögen in ein paar Sätzen etwas zu erklären, was bei mir in Jahren gewachsen ist, Und dann schreibst du was von einem hohen Niveau. OK Ich glaube nicht, dass ich auf alte Weise noch mal zur Bibel zurückfinden werde. Du schreibst (das hatte ich erst übersehen), dass man von esoterischer Literatur erkranken kann. Auch da möchte ich nicht gänzlich widersprechen. Es gibt Literatur dazu, die äußerst zweifelhaft ist, wie vieles was den Markt überschwemmt. Erich Fromm habe ich im Rahmen meines Soziologiestudiums gelesen, aber nicht als spirituelle Literatur. Ich habe gelesen: Louise L. Hay, Shakti Gawain, Wolfgang Wellmann, Kenneth Wapnick, Petra Schneider und einige andere. Keine "großen" Mystiker und krank gemacht hat mich das sicher nicht. Im Gegenteil. Als ich vor zehn Jahren angefangen habe, mich spirituelle auch mit mir selbst auseinanderzusetzen, hat mir das sehr geholfen, auch praktisch spirituell zu wachsen. Das war gleichzeitig wie eine psychologische Therapie. Heute fühle ich mich besser als früher, viel stabilier. Heute ist mein Kontakt mit Gott sehr intensiv, und ich habe die Erkenntnis für mich, dass er auch im Alltag bei uns ist (selbst wenn ich z.B. zum Zahnarzt gehe, eine Prüfung habe, habe ich das Gefühl, ich werde von oben unterstützt). Das ist MEIN Weg. Ich glaube nicht, dass NUR EIN Weg zu Gott führt, und finde es auch gar nicht so wichtig, ob man sich ausschließlich an der Bibekl oreintiert oder an anderen Büchern. Es muss von Herzen kommen. Wenn man aus dem Herzen heraus nach Gott fragt, dann offenbart er sich (in kleinen Schritten, so wars bei mir). Ob Rationalität in dieser Frage ein Kompliment ist, musst du für dich entscheiden. Ich habe Gott mit dem Herzen entdeckt, nicht mit dem Verstand.
Zur Illusion: Natürlich ist unser Leben hier unten im gewissen Sinne echt, aber ich glaube dennoch, dass es eine Art Einbildung ist, ein Traum, aus dem wir erwachen werden. "Ich bin mitten unter euch" ist kein Widerspruch. Jesus hat es sich zur Aufgabe gemacht, uns aus diesem Traum zu erlösen. Das meinte er mit Sünde. Darum kann auch Mord im konenvtionellen Sinn keine Sünde sein. Nicht, dass ich so etwas gutheiße, nein! Nicht falsch verstehen. Die Sünde beschreibt einen Gedankenfehler, Gedanken des Egos, statt des Herzens. Jesus hat ja so oft darauf hingewiesen, nur mit dem Herzen kommen wir zu Gott. Er hat die Menschen NICHT verurteilt, aber in der Bibel kommt es m. M. nach manchmal so rüber. Ich bin mir auch nicht sicher, was wirklich seine Worte darin sind, so gibt es vier Evangelien, die voneinander abweichen. "Im Kurs in Wundern" (sorry, wenn ich noch mal darauf komme) kommt Jesus ganz oft zu Wort, aber ob ER es wirklich ist, läßt sich nicht beweisen, genauso wenig, wie sich die Bibel beweisen läßt, aber warum soll Gott keine neue Auflage der Bibel machen, da die Menschen sich spirituell nach vorn entwickeln, bekommen sie Werkzeuge, die sie verstehen. Die Menschen vor 2000 Jahren hatten eine andere Denke als wir heute, darum musste Jesus zu ihnen sprechen, dass sie es verstehen.
Wiedergeburt: Die Seele ist von Gott geschaffen, glaube ich. Aber hier unten haben wir Menschen den freien Willen, probieren dies, probieren das, verstricken uns und bewegen uns in die "Dunkelheit". Aber Gott ist immer an unserer Seite. Christus, Engel, Propheten erinnern uns an unsere wahre Herkunft. Durch Wiedergeburt lernen wir und haben logischerweise mehr Zeit, als wenn wir nur einmal leben würden. Für mich macht es Sinn. Meine persönlichen Erfahrungen dazu möchte ich hier aber nicht beschreiben. Mir ist es schon wie Schuppen von den Augen gefallen, dafür brauche ich kein Buch. Wir können doch mit Gott kommunizieren wie mit einem guten Freund. Inzwischen lese ich kaum noch spirituelle Bücher, sondern bete und meditiere viel.
Liebe Grüße und Gottes Segen. |
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KamiKami Senior Member

Anmeldungsdatum: 17.08.2007 Beiträge: 1792 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 13 Aug 2008 - 16:20:43 Titel: |
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| Zitat: | | Dabei geht es nicht darum, Beweise zu liefern, sondern um Erkenntnis, nämlich Erkenntnis zu zentralen Lebensfragen auch im philosophischen Sinne. |
Gut, in diesem Falle würde ich mich sehr darüber freuen, wenn die Begrifflichkeit „Lebensfragen“ in seiner Tiefe etwas genauer differenziert wird. Ansonsten, kann ich fast jedes System in diesen Prozess der Erkenntnis mit einbinden. Der Naturalismus, handelt nicht anders. Des Weiteren wäre es interessant zu wissen, ob ihr Religion zwingend mit Gottes Intervention als alles erklärendes Agens korreliert bzgl. den Erkenntnissen und / oder Antworten auf die zentralen Lebensfragen.
Gruß
P.S.
Zur wiederholten Postulierung von Jesus Existenz:
Selbst viele Theologen und Religionswissenschaftler (Radikalkritiker) zweifeln die Existenz von Jesus Christus an. Man geht sogar davon aus, dass das Christentum seinen Ursprung bei Paulus hat. Nichtsdestotrotz was wissen wir schon über Jesus und die entsprechenden Hintergründe?
Dieser Link ist in Bezug auf den Mythos sehr interessant.
Rober M. Price
| Zitat: | | Durch Wiedergeburt lernen wir und haben logischerweise mehr Zeit, als wenn wir nur einmal leben würden. Für mich macht es Sinn. |
Clarice, Kraft welcher Suppe kannst Du davon ausgehen, das so etwas wie "Wiedergeburt" tatsächlich existiert? |
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Clarice Senior Member

Anmeldungsdatum: 24.07.2007 Beiträge: 485
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Verfasst am: 13 Aug 2008 - 17:35:15 Titel: |
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| @ KamiKami: Beweise vorzulegen finde ich in Glaubensfragen recht schwierig. Ob Jesus gelebt hat? Wir wissen es nicht wirklich. Genauso verhält es sich mit der Wiedergeburt. Ich habe da selbst einige Erlebnisse gehabt per Rückführung, per Meditation. Gut, kann mir denken, was jetzt einige sagen: Suggestion des Gehirns, keine echten Beweise etc. Möglich. Ich kann nur sagen, dass sich meine Erfahrungen für mich stimmig anfühlen. Irgendjemand sagte mal den Satz (leider weiß ich nicht mehr wer): "zweimal geboren zu werden ist auch nicht ungewöhnlicher als einmal geboren zu werden" (wenn man Körper und Seele als etwas getrenntes ansieht). Per Reinkarnationstherapie wurden u.a. bei einigen Menschen schon unerklärliche Ängste geheilt. Aber letztlich ist es, genau wie Christentum, Islam usw. eine Glaubenssache. |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 13 Aug 2008 - 17:37:47 Titel: |
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Lieber KamiKami
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Zitat: | | Dabei geht es nicht darum, Beweise zu liefern, sondern um Erkenntnis, nämlich Erkenntnis zu zentralen Lebensfragen auch im philosophischen Sinne. |
Gut, in diesem Falle würde ich mich sehr darüber freuen, wenn die Begrifflichkeit „Lebensfragen“ in seiner Tiefe etwas genauer differenziert wird. |
Warum? Was versprichst Du Dir davon?
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Ansonsten, kann ich fast jedes System in diesen Prozess der Erkenntnis mit einbinden. Der Naturalismus, handelt nicht anders. |
Na und?
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Des Weiteren wäre es interessant zu wissen, ob ihr Religion zwingend mit Gottes Intervention als alles erklärendes Agens korreliert bzgl. den Erkenntnissen und / oder Antworten auf die zentralen Lebensfragen. |
Die Religion befasst sich mit der Transzendenz, also dem Unaussprechlichen, letztlich Unergründbaren. Darin ist der Mensch aufgrund seines Lebens hineingeworfen. Seine Sinnfrage kreist einmal enger, einmal weiter gefasst um diese nicht mit letzter Sicherheit beantwortbaren Lebensfragen. Die Frage, ob Antworten auf solche Sinnfragen den Menschen befriedigen, richtet sich im Einzelnen nach den Erkenntnisfähigkeiten und -Bedürfnissen des Menschen.
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Zur wiederholten Postulierung von Jesus Existenz: |
Na ja, immerhin gibt es für seine Existenz sehr unverdächtige historische Quellen. Selbst wenn aber Jesus nicht existiert haben sollte, haben für mich seine Lehren Bestand. Ich finde es das Genialste, was je ein Mensch zu den Fragen des spirituellen Lebens sagte.
Das ist mein persönliches Urteil, ich weiss. Dich braucht das nicht weiter zu beschäftigen.
GIL |
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Abdallah Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.08.2007 Beiträge: 660
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Verfasst am: 13 Aug 2008 - 19:23:06 Titel: |
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| murania hat folgendes geschrieben: | | Gott macht eine Verwandlung durch: Zuerst war er der Schöpfer. Danach war er Gott Abrahams (nach historischer Überlieferung war je nachdem, ob Sesshaft oder nicht eine Naturbegebenheit, wie ein Berg (man erinnere sich an die Übergebung der 10 Gebote, welche auf einem Berg erfolgte oder Fluss ). Dann kam die Flucht aus Ägypten und das Reich Davids. Es ist durchaus möglich, dass Gott im Islam andere Gesetze gestaltet. Allerdings bleibt der Vorbehalt gegenüber Mohammed als Propheten. |
Danke für die Antwort murania!
Wieso genau machte Gott diese Verwandlung durch? Hätte er nicht gleich diese vollkommenen Gesetze, die er nach christlicher Sicht in Form von Jesus den Menschen offenbarte, bringen können? Wieso musste er vorher noch das Töten erlauben?
Viele grüße,
Abdallah _________________ Vergelte Gleiches nicht mit Gleichem, sondern bedecke das Schlechte mit Gutem und du wirst sehen, jemand der dir feindlich gesinnt war, wird dein bester Freund. (Koran) |
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cyrix42 God of Posting

 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 21523
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Verfasst am: 13 Aug 2008 - 22:04:06 Titel: |
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| Abdallah hat folgendes geschrieben: | Wieso musste er vorher noch das Töten erlauben?
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Ist nicht das Menschenopfer bereits mit der Geschichte um Abraham und seinen Sohn abgeschafft?
Ok, mit dem Selbst-Opfer Jesu Christi wird generell der gesamte jüdische Opferkult ein letztes Mal auf die Spitze getrieben, und damit ultimativ und für alle Zeit abgeschafft.
Cyrix _________________ Die Wurzel
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KamiKami Senior Member

Anmeldungsdatum: 17.08.2007 Beiträge: 1792 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 14 Aug 2008 - 11:31:23 Titel: |
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| Zitat: | | Warum? Was versprichst Du Dir davon? |
Es interessiert mich nur. Nichts weiter.
Welche Erkenntnis von wirklich zentralen Lebensfragen soll den mit einer Religion beantwortet werden können? Eine Religion ist sich als Prozess der Grenzen ihrer Semantik nicht bewusst bzw. kann diesen nicht verändern und beschwört jedes Mal aufs Neue die Geister, Götter und Gespenster (vgl. Stirners "Der Einzige und sein Eigentum"), die hinsichtlich für die Beantwortung von zentralen Lebensfragen irrelevant sind, wieder herauf. Nicht, das du es getan hast, aber Sätze wie "es gibt einen transzendenten Gott" sind nicht unentscheidbar, sondern grundsätzlich unsinnig.
| Zitat: | | Zitat: | | Dabei geht es nicht darum, Beweise zu liefern, sondern um Erkenntnis, nämlich Erkenntnis zu zentralen Lebensfragen auch im philosophischen Sinne. |
Die Religion befasst sich mit der Transzendenz, also dem Unaussprechlichen, letztlich Unergründbaren. Darin ist der Mensch aufgrund seines Lebens hineingeworfen. Seine Sinnfrage kreist einmal enger, einmal weiter gefasst um diese nicht mit letzter Sicherheit beantwortbaren Lebensfragen. Die Frage, ob Antworten auf solche Sinnfragen den Menschen befriedigen, richtet sich im Einzelnen nach den Erkenntnisfähigkeiten und -Bedürfnissen des Menschen. |
Um darauf noch mal zurückzukommen. Ich könnte insofern jedes unergründbare Phänomen auf eine Religion oder von mir auch auf eine fessellose Entschlusskraft eines Schöpfers zurückführen was aber nicht heißen muss, das ich nicht mehr entscheiden kann welche Daten die Nachprüfung der Schöpfungsthese erforderlich machen könnten. Ich halte es einfach unter keinen Umständen für akzeptabel, wenn ich jede ungelöste, anscheinend unergründbare Frage durch einen "Lückenbüßergott" ausstopfe, ob nun immanent oder transzendent.
| Zitat: | | Die Religion befasst sich mit der Transzendenz, also dem Unaussprechlichen, letztlich Unergründbaren. Darin ist der Mensch aufgrund seines Lebens hineingeworfen. Seine Sinnfrage kreist einmal enger, einmal weiter gefasst um diese nicht mit letzter Sicherheit beantwortbaren Lebensfragen. Die Frage, ob Antworten auf solche Sinnfragen den Menschen befriedigen, richtet sich im Einzelnen nach den Erkenntnisfähigkeiten und -Bedürfnissen des Menschen. |
"6.41 Der Sinn der Welt muss außerhalb ihrer liegen. In der Welt ist alles, wie es ist, und geschieht alles, wie es
geschieht; es gibt in ihr keinen Wert - und wenn es ihn gäbe, so hätte er keinen Wert. Wenn es einen Wert
gibt, der Wert hat, so muss er außerhalb alles Geschehens und So-Seins liegen. Denn alles Geschehen und So-
Sein ist zufällig.[...]" (Wittgenstein - Tractatus logico-philosophicus)
Gut, aber trotz der Unergründbarkeit und / oder Transzendenz, hat und werden aber immer noch von Seite der Religion eine ganze Reihe von Aussagen getätigt, die trotz ihrer angeblichen Charakteristika einer wissenschaftlichen und / oder logischen Überprüfung zugänglich sind auf Grund der Tatsache dass diese Aussagen in einem ganz klaren Verhältnis zur Beschaffenheit der Realität stehen. Ich muss gar nicht lange überlegen und nenne bspw. die Gotteshypothese, das Postulat der Seele oder einfach nur die Annahme einer spirituellen Sphäre wie sie häufig von Supernaturalisten angenommen wird.
| Zitat: | | Aber letztlich ist es, genau wie Christentum, Islam usw. eine Glaubenssache. |
Es heißt zwar Glauben statt Wissen, aber mit derartigen Aussagen wird der von mir genannte Sachverhalt ausgedrückt. Wäre es Glauben, dann müssten die Sätze ja nur das Ausdrücken, wie der Gläubige seine Welt erlebt bzw. auszudrücken zu vermag. Dieser Sachverhalt wird aber anhand der von mir genannten Zerrissenheit ("Gott und / oder existiert") nicht erfüllt. Es wird nach wie vor der Anspruch erfüllt, dass der Gläubige eine im strengen Sinne wahre Aussage über eine objektive Beschaffenheit der Realität macht, also über seinen narrativen Charakter hinausgeht und der genannten Glaubensmaschinerie einen ontologischen Charakter zuspricht.
Dem Unergründbaren wird also hier ein objektiver Sachverhalt eingeräumt und die Sinnfragen, die sich nach dem einzelnen richten sollen erlangen ganz schnell einen kollektivistisch ausartenden Glaubenscharakter.
Gruß |
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Gott ist Liebe Senior Member

 Anmeldungsdatum: 10.03.2008 Beiträge: 1040 Wohnort: Schweiz, männlich
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Verfasst am: 14 Aug 2008 - 12:40:44 Titel: |
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Lieber KamiKami
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Welche Erkenntnis von wirklich zentralen Lebensfragen soll den mit einer Religion beantwortet werden können? |
Die letzten Fragen stellt sich jeder Mensch selber und zum Teil sehr unterschiedlich. Meinstens handelt es sich dabei um Sinnfragen, wie z.B. woher kommen wir, wohin gehen wir, warum leben wir etc. Solche Fragen versucht die Religion zu beantworten, wobei es sich hauptsächlich um Hilfestellungen handelt. Ich jedenfalls verstehe die Religionen so. Was sich als Hüterin einer einzig seeligmachenden Bewahrerin der letzten Wahrheiten aufplustert, ist für mich keine echte Religion, sondern ein Verein von an Psychose Erkrankten.
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Eine Religion ist sich als Prozess der Grenzen ihrer Semantik nicht bewusst bzw. kann diesen nicht verändern und beschwört jedes Mal aufs Neue die Geister, Götter und Gespenster (vgl. Stirners "Der Einzige und sein Eigentum"), die hinsichtlich für die Beantwortung von zentralen Lebensfragen irrelevant sind, wieder herauf. Nicht, das du es getan hast, aber Sätze wie "es gibt einen transzendenten Gott" sind nicht unentscheidbar, sondern grundsätzlich unsinnig. |
Nein, unsinnig ist es nicht, sondern eine Möglichkeit der Wirklichkeitserfahrung. Jedenfalls für mich. Die Existenz Gottes kannst Du in Zweifel ziehen, aber die Nichtexistenz kannst Du genau so wenig beweisen, wie ich dessen Existenz beweisen kann. Ich persönlich halte die Existenz Gottes für glaubwürdiger (für mich ist sie zur Gewissheit geworden), jedenfalls glaubwürdiger als die halbfertigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse, die aus naheliegenden Gründen nur erkennbare Phänomene berschreiben und diesen Erfahrungsbereich selbstredend nicht auf Bereiche ausdehnen kann, die sich zum vornherein der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit entziehen. Daraus den Schluss zu ziehen, es gäbe Gott nicht, wäre ein unzulässiger Zirkelschluss.
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Zitat: | | Zitat: | | Dabei geht es nicht darum, Beweise zu liefern, sondern um Erkenntnis, nämlich Erkenntnis zu zentralen Lebensfragen auch im philosophischen Sinne. |
Die Religion befasst sich mit der Transzendenz, also dem Unaussprechlichen, letztlich Unergründbaren. Darin ist der Mensch aufgrund seines Lebens hineingeworfen. Seine Sinnfrage kreist einmal enger, einmal weiter gefasst um diese nicht mit letzter Sicherheit beantwortbaren Lebensfragen. Die Frage, ob Antworten auf solche Sinnfragen den Menschen befriedigen, richtet sich im Einzelnen nach den Erkenntnisfähigkeiten und -Bedürfnissen des Menschen. |
Um darauf noch mal zurückzukommen. Ich könnte insofern jedes unergründbare Phänomen auf eine Religion oder von mir auch auf eine fessellose Entschlusskraft eines Schöpfers zurückführen was aber nicht heißen muss, das ich nicht mehr entscheiden kann welche Daten die Nachprüfung der Schöpfungsthese erforderlich machen könnten. |
Nein, so ist es nicht, sondern die Religion befasst sich mit Fragen über die Transzendenz, also nicht jedes unergründbare Phänomen, wobei die Buddhisten einen andern Transzendenz-Begriff haben als die abrahamitischen Religionen (ist der wirklich so anders?). Der Religion geht es nicht darum, verifizierbare Aussagen zu machen, da wären ihre Aussagen wohl schon mehrfach falsifiziert worden. Immerhin gibt es den Erfahrungsbereich der Intersubjektivität. Aber die wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich in der Theologie nicht mit solchen Fragen, sondern letztlich ist das ja eine reine Glaubenssache, und so soll es ja auch bleiben.
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Ich halte es einfach unter keinen Umständen für akzeptabel, wenn ich jede ungelöste, anscheinend unergründbare Frage durch einen "Lückenbüßergott" ausstopfe, ob nun immanent oder transzendent. |
Ich stimme Dir 100-pro zu.
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Gut, aber trotz der Unergründbarkeit und / oder Transzendenz, hat und werden aber immer noch von Seite der Religion eine ganze Reihe von Aussagen getätigt, die trotz ihrer angeblichen Charakteristika einer wissenschaftlichen und / oder logischen Überprüfung zugänglich sind auf Grund der Tatsache dass diese Aussagen in einem ganz klaren Verhältnis zur Beschaffenheit der Realität stehen. Ich muss gar nicht lange überlegen und nenne bspw. die Gotteshypothese, das Postulat der Seele oder einfach nur die Annahme einer spirituellen Sphäre wie sie häufig von Supernaturalisten angenommen wird. |
Nehmen wir die Seele als Beispiel: Für diverse Wissenschaften - nicht nur die Theologie - ist die Seele der Hort des Bewusstseins. Man könnte nun behaupten, der Mensch sei von der Materie determiniert, d.h. im Menschen läuft nichts weiter als ein von der Materie vorbestimmtes Programm ab, der Mensch sei quasi nichts weiter als eine "geölt funktionierende" Maschine, ein seelenloses, computerähnliches Wesen. Dafür gibt es genauso wenig Beweise wie für die gegenteilige Ansicht, dass der Mensch eine Seele habe, mit der er sich bewusst machen kann, was er tut, dank dem er befähigt ist, frei zu entscheiden. Verstehst Du nun, was ich mit "Lebensfragen" und mit "Hineingeworfensein" meinte?
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Es heißt zwar Glauben statt Wissen, aber mit derartigen Aussagen wird der von mir genannte Sachverhalt ausgedrückt. Wäre es Glauben, dann müssten die Sätze ja nur das Ausdrücken, wie der Gläubige seine Welt erlebt bzw. auszudrücken zu vermag. Dieser Sachverhalt wird aber anhand der von mir genannten Zerrissenheit ("Gott und / oder existiert") nicht erfüllt. Es wird nach wie vor der Anspruch erfüllt, dass der Gläubige eine im strengen Sinne wahre Aussage über eine objektive Beschaffenheit der Realität macht, also über seinen narrativen Charakter hinausgeht und der genannten Glaubensmaschinerie einen ontologischen Charakter zuspricht. |
Ja, was meinst Du, was die Naturwissenschaft anderes macht als die Religion. Ein Wissen im engen Sinne gibt es nicht, denn alle Wirklichkeitswahrnehmung baut letztlich auf einem Glauben auf. Einen gewichtigen Unterschied zwischen Religion/Theologie und Naturwissenschaft gibt es in der Auswahl der untersuchten Phänomene und der Vorgehensweise bei der Wahrnehmung und hernach bei der Überprüfung. Es gibt noch einen weiteren Unterschied: Bei der Religion "weiss" man, dass man sich in Gefielden bewegt, die letztlich unergründbar sind, bei der Naturwissenschaft tut man so, als sei das, was man heute "weiss", belegt (obschon die Geschichte zeigt, dass diverse naturwissenchaftlichen Erkenntnisse von früher heute falsifiziert sind bzw. so enorm ergänzt wurden, dass die alten Erkenntnisse infolge Unvollständigkeit als falsch hingestellt werden müssten). Trotzdem gefällt mir die Naturwissenschaft, und zwar sehr: Sie zeigt eine gewisse Unbestechlichkeit und ein Demokratieverständnis auf, wie sie andern Disziplinen abgeht.
| KamiKami hat folgendes geschrieben: | | Dem Unergründbaren wird also hier ein objektiver Sachverhalt eingeräumt und die Sinnfragen, die sich nach dem einzelnen richten sollen erlangen ganz schnell einen kollektivistisch ausartenden Glaubenscharakter. |
Ja und nein. Objektiv daran ist allenfalls die Intersubjektivität, aber nicht die Realitätswahrnehmung an sich: Die bleibt subjektiv. Von einer kollektivistischer Ausartung kannst Du sicher nicht sprechen, wenn Du die mystische Erfahrungswelt meinst, wie sie beispielsweise ein Mönch oder ein Eremit kennt, sondern dabei sprichst Du die sektiererische Unbändigkeit à la Massendemonstration oder amerikanischen Mega-Churches an. Mit Wissenschaftlichkeit würde ich solche Erscheinungsformen der religiösen Betätigung aber nicht gleichsetzen.
Schönen Tag wünscht
GIL |
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KamiKami Senior Member

Anmeldungsdatum: 17.08.2007 Beiträge: 1792 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 14 Aug 2008 - 18:16:47 Titel: |
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| Zitat: | | Nein, unsinnig ist es nicht, sondern eine Möglichkeit der Wirklichkeitserfahrung. Jedenfalls für mich. Die Existenz Gottes kannst Du in Zweifel ziehen, aber die Nichtexistenz kannst Du genau so wenig beweisen, wie ich dessen Existenz beweisen kann. Ich persönlich halte die Existenz Gottes für glaubwürdiger (für mich ist sie zur Gewissheit geworden), jedenfalls glaubwürdiger als die halbfertigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse, die aus naheliegenden Gründen nur erkennbare Phänomene berschreiben und diesen Erfahrungsbereich selbstredend nicht auf Bereiche ausdehnen kann, die sich zum vornherein der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit entziehen. Daraus den Schluss zu ziehen, es gäbe Gott nicht, wäre ein unzulässiger Zirkelschluss. |
Selbst wenn ich die Nichtexistenz Gottes beweisen wollte, es wäre mir partout auf Grund "Seiner" Natur nicht möglich ihn anhand irgendeiner mir vertrauten Systematik zu erforschen. Mir ist keine wissenschaftliche Methodik bekannt, die konkrete Aussagen über Gott oder einen Schöpfergott machen kann der sich jeglicher Empirie entzieht.
Wenn Du Dir über den Unterschied eines "existenten transzendenten Gottes" und dem "Glauben an einen transzendenten Gott" bewusst bist, sind solche Aussagen nicht unsinniger als die subjektive Wahrnehmung bzw. der künstlerische Ausdruck einer individuellen Weltsicht. Nur machen leider sehr viele Gläubige daraus einer Tatsachenbehauptung, daher auch meine Aussage bzgl. des objektiven über seinen narrativen Charakter hinausgehenden fälschlich postulierten Sachverhaltes. In solch einem Falle wird mitnichten die Art wie der Gläubige die Welt erlebt, sondern es wird der Anspruch auf eine wahre Aussage über die objektive Beschaffenheit der Realität getätigt und genau dann wird es unsinnig bzw. pathologisch.
| Zitat: | | Nehmen wir die Seele als Beispiel: Für diverse Wissenschaften - nicht nur die Theologie - ist die Seele der Hort des Bewusstseins. Man könnte nun behaupten, der Mensch sei von der Materie determiniert, d.h. im Menschen läuft nichts weiter als ein von der Materie vorbestimmtes Programm ab, der Mensch sei quasi nichts weiter als eine "geölt funktionierende" Maschine, ein seelenloses, computerähnliches Wesen. |
Na ja, lt. Descartes, ist der Geist ontologisch von der Materie getrennt, wobei darauf müssen wir uns selbstverständlich nicht festlegen. Des Weiteren ließe sich auch darüber streiten, inwiefern "Bio"computer und / oder eine A.I. wirklich seelenlos sind. Falsches Thema.
Im Ernst, ich verstehe schon was Du mir sagen willst und bin mir auch der Seele-Geist-Problematik bewusst, unfähig dazu, Dir darauf antworten zu können.
| Zitat: | | Ja, was meinst Du, was die Naturwissenschaft anderes macht als die Religion. Ein Wissen im engen Sinne gibt es nicht, denn alle Wirklichkeitswahrnehmung baut letztlich auf einem Glauben auf. |
Ich verstehe nicht, wieso den Anhängern der Naturwissenschaft immer ein Glaube vorgeworfen wird und wieso die naturwissenschaftliche Methodik gleichsam jener Religion agieren soll? "Jeder Mensch glaube an irgendwas", eine Aussage, die so ohne weiteres nur im deutschen Sprachgebraucht ihre Gültigkeit hat.
Glaube (belief) ist nicht Glaube (faith).
| Zitat: | | Einen gewichtigen Unterschied zwischen Religion/Theologie und Naturwissenschaft gibt es in der Auswahl der untersuchten Phänomene und der Vorgehensweise bei der Wahrnehmung und hernach bei der Überprüfung. Bei der Religion "weiss" man, dass man sich in Gefielden bewegt, die letztlich unergründbar sind, bei der Naturwissenschaft tut man so, als sei das, was man heute "weiss", belegt (obschon die Geschichte zeigt, dass diverse naturwissenchaftlichen Erkenntnisse von früher heute falsifiziert sind bzw. so enorm ergänzt wurden, dass die alten Erkenntnisse infolge Unvollständigkeit als falsch hingestellt werden müssten). Trotzdem gefällt mir die Naturwissenschaft, und zwar sehr: Sie zeigt eine gewisse Unbestechlichkeit und ein Demokratieverständnis auf, wie sie andern Disziplinen abgeht. |
Dir dürfte aufgefallen sein (hoffe ich), dass ich den Szientizismus für ebenso taktlos halte wie den Theismus. Trotzdem ordne ich dem Szientizismus und / oder der naturwissenschaftlichen Methodik eine erkenntnistheoretische Überlegenheit gegenüber der Dogma zu.
Des Weiteren werden Theorien grundsätzlich nie verifiziert, sondern allenfalls falsifiziert. Nicht nur dass die naturwissenschaftliche Methodik wie du bereits sagest eine gewisse Unbestechlichkeit aufweise, sie stellt auch ein mehr- oder minder gutes Model der von uns beobachtenden Wirklichkeit dar, postuliert aber niemals letztgültige Wahrheiten anhand der ihr bestehenden Grundlage eines wissenschaftlich-skeptischen Denkens. Egal wie die Grammatik auch nun gestaltet ist, eine objektive Wahrheit kann nicht erreicht oder entdeckt werden. Denn die Karte ist nie identisch mit dem Territorium.
Wenn Religionen deiner Meinung nach aber wissen, dass sie sich in Bereichen bewegt die ohnehin unergründbar sind, wieso wird diesen unergründbaren Phänomenen die häufig a-supernaturalistischer Natur sind einen ontologischen Charakter zu?
Noch weiter auszuholen braucht ich in diesem Falle gar nicht, da Du Religion und wissenschaftliche Methodik getrennt hast. Denn zu häufig sind sich Religionen ihrer eigenen Einschränkungen und ihrer extremen und / oder massenkompatiblen Ausprägungen gar nicht bewusst.
Mich persönlich, würde Dein Bild bzw. Deine Vorstellung Gottes interessiere.
| Zitat: | | Ja und nein. Objektiv daran ist allenfalls die Intersubjektivität, aber nicht die Realitätswahrnehmung an sich: Die bleibt subjektiv. |
Gut, ich gebe zu den Begriff "Religion" nicht genug differenziert zu haben. Unsere Wahrnehmung dieser Welt ist ganz klar subjektiv, als objektiv würde ich die Intersubjektivität aber dennoch nicht bezeichnen. Unsere Wirklichkeit ist und bleibt auch in naher Zukunft ein Verb im Plural, dessen Beugungen uns nicht geläufig sind, obwohl wir beide wissen dass es sie gibt. Das läuft im Endeffekt zwar darauf hinaus, dass die Intersubjektivität das höchste aller Gefühle bleibt, aber diese kann auch trügen. Schließlich ist die Anwesenheit bzw. Existenz eines transzendent immanenten Gottes und / oder Wesen schon seit langem Konsens und wenn notwendig hat der gesellschaftlich emergente Mind keinerlei Probleme durch die Beeinflussung gewisser Systeme solche „Konstrukte“ hervorzubringen.
Gruß |
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murania Senior Member

Anmeldungsdatum: 23.10.2005 Beiträge: 2602
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Verfasst am: 14 Aug 2008 - 19:51:20 Titel: |
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| Abdallah hat folgendes geschrieben: |
Wieso genau machte Gott diese Verwandlung durch? Hätte er nicht gleich diese vollkommenen Gesetze, die er nach christlicher Sicht in Form von Jesus den Menschen offenbarte, bringen können? Wieso musste er vorher noch das Töten erlauben?
Viele grüße,
Abdallah |
Die Entwicklung kann man aus der Bibel entnehmen. Wieso er das macht? Weil ich (nicht nur ich, es gibt aber auch andere Meinungen wie bei GIL) Allmächtig nicht im Sinne von Macht in Allem verstehe (z.B. Eingriff in die Welt, Verletzung der Naturgesetze). Ich sehe Gott auch nicht als existenzielles Wesen an. Soll aber hierbei keine weitere Rolle spielen. Nun zu deinen Fragen: Gott war im Alten Testament nur seinem Volk verpflichtet und keinem anderen. Er hat das Töten auch verboten (unter seinem Volk). Erst durch Jesus hat er sich auch anderen zugänglich gemacht. Er hat zu diesem Zeitpunkt auch nicht sein Gesetz gebrochen (Jesus selbst war Jude und sah sich selbst auch so), denn das Tötungsverbot gilt nur für sein Volk. Dadurch, dass er sich nun jedem öffnete, musste er seine Gesetze reformieren. Zudem hatte Jesus auch nur ein Gebot für Gottes Reich geschaffen: "Tut Buße" (i.S.v. bereuen, nicht strafen). Und Jesus predigte die Nächstenliebe als Schlüssel für das Reich Gottes. _________________ Es gibt Gute und Böse. Wer die Bösen sind entscheiden die Guten. |
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