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Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
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Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Das Christentum und seine Konfessionen – Fragen an Christen
 
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Abdallah
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Anmeldungsdatum: 11.08.2007
Beiträge: 660

BeitragVerfasst am: 16 Okt 2008 - 20:32:08    Titel:

Henrique87 hat folgendes geschrieben:

Wieso tust du es dann nicht?


Das tue ich doch!

Zitat:
Tja, die größte Schwierigkeit besteht eben darin zu erkennen, was Gott von einem will, findest du nicht auch? Was macht dich so sicher, dass du das richtig erkannt hast?


Als Muslim glaube ich, dass das Richtige, also das was Gott möchte, im Koran zu finden ist.

Zitat:
Und Gott möchte, dass ich eingreife, um das Schlechte zu verbieten und das Gute zu verbreiten. Gut wäre es, unschuldigen Menschen das Leben zu retten und schlecht wäre es, unschuldigen Menschen das Leben zu nehmen - ob aktiv (durch direktes Handeln) oder passiv (durch nichts tun) spielt dabei keine Rolle.


Zitat:
Was sagst du, wenn ein Islamist seine Taten dadurch begründet


Was für eine Tat zum Beispiel?

Grüße,
Abdallah
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Vergelte Gleiches nicht mit Gleichem, sondern bedecke das Schlechte mit Gutem und du wirst sehen, jemand der dir feindlich gesinnt war, wird dein bester Freund. (Koran)
Abdallah
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Anmeldungsdatum: 11.08.2007
Beiträge: 660

BeitragVerfasst am: 16 Okt 2008 - 20:55:58    Titel:

Hallo dornbusch!

Schelm hat dich darum gebeten, auf folgende meiner letzten Fragen einzugehen:

Zitat:
für welche Sünden starb Jesus (as) am Kreuz? Und was bedeutet das fürs Jenseits?


Ich bin mir nicht ganz sicher, ob du bereits geantwortet hast. Du hast ohne Zitat drauflos geschrieben und leider erkenne ich aus deinem Beitrag kaum einen Bezug zu meiner Frage; denn du hast ledeglich ein paar mal das Wort "Sünde" in dein Text mit hinein integriert, welches auch die einzige Spur war, die mich darauf schließen lässt, dass es sich scheinbar um eine Antwort auf meine Frage handelt.

Hier der Text:

dornbusch hat folgendes geschrieben:
Vor Gott sind wir Menschen klein. Keiner von uns hat die Weisheit, Gut und Böse unfehlbar zu erkennen. Und keiner von uns hat die Macht, nur Gutes zu tun.

Die Sünde ist unser Schatten auf unserem Weg im Lichte des Guten.

Untereinander dürfen und sollen wir uns unsere Sünden vergeben, so wie uns unser himmlischer Vater unsere Sünden vergibt

Jeder von uns hat die Freiheit (von Gott) bekommen in Richtung des Lichtes zu gehen oder sich dem Dunkel zuzuwenden. Aber auch im letzteren Fall ist eine Metanoia, eine Umkehr immer möglich. Kein Mensch ist jemals von Gott verlassen, keine Situation ist jemal Gottlos.

Wenn ein Mensch dem anderen seine Schuld vergibt, dann wird ind diesem Akt der Vergebung die letztgültige Gnade Gottes erahnbar.
Vergebung von Schuld bedarf keineswegs einer Vorleistung des Sünders (Reue, Wiedergutmachung). Die Vergebung von Schuld ist es, was die Metanoia des Sünders erst ermöglicht.



Und ich konkretisiere nochmal meine Frage:

Was bedeutet das fürs Jenseits, wenn ein Mensch, dem seine Sünden bereits vergeben sind, dann stirbt? Was geschieht mit ihm nach dem Tod?


Schöne Grüße,
Abdallah
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dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3824

BeitragVerfasst am: 17 Okt 2008 - 04:08:38    Titel:

Hallo Abdallah

In einem fiktiven Dialog am Kreuz antwortet Jesus seinem Nachbarn:
"Du wirst noch heute mit mir im Paradies sein" (Lk 23,41-43)

Mein von dir zitierter Text oben war schon als Antwort auf diese Frage geschrieben.

Gruß Dornbusch
Abdallah
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Anmeldungsdatum: 11.08.2007
Beiträge: 660

BeitragVerfasst am: 17 Okt 2008 - 08:19:27    Titel:

Hallo dornbusch,

dornbusch hat folgendes geschrieben:

In einem fiktiven Dialog am Kreuz antwortet Jesus seinem Nachbarn:
"Du wirst noch heute mit mir im Paradies sein" (Lk 23,41-43)


präzisiere das ganze doch mal bitte ein wenig. Jesus (as) antwortet also seinem gekreuzigten Nachbarn auf die Frage bzw. dem Hilferuf "Bist du Christus, so hilf dir selber und uns!" (Lk 23, 39) damit, dass er noch heute mit ihm ins Paradies gehen wird. Gut, sie waren die gekreuzigten; sie haben ihre Strafe bereits auf der Erde erhalten, was wohl ihre Sünden fürs Jenseits tilgt. Was ist aber mit ihren Bestrafern? Ihre Sünden sind ja nach dem was schelm mir geschrieben hat auch bereits vergeben. Sind sie infolgedessen mit Jesus (as) nun zusammen ins Paradies eingetreten oder nicht?

Grüße,
Abdallah
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dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
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BeitragVerfasst am: 17 Okt 2008 - 11:50:25    Titel:

Abdallah, du sagst es!

"Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" Lk 23,34

Die Nachfolge Jesu ist nicht immer einfach und die "Gerechtigkeit Gottes" steht oft im Widerspruch zu unserem Gerechtigkeitsempfinden.

"jede Schuld hat ein Ende" ist eine Idee, die seit einigen Jahren auch in Deutschland durch die "Privatinsolvenz" gesetzlichen Ausdruck gefunden hat. Für die optionale Begrenzung von Haftstrafen gilt das schon länger, auch wenn hier in den letzten Jahren die Hardliner an Einfluß gewinnen.

Gruß Dornbusch

[/quote]
Abdallah
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Anmeldungsdatum: 11.08.2007
Beiträge: 660

BeitragVerfasst am: 17 Okt 2008 - 12:18:37    Titel:

Hallo dornbusch,

bedeutet das also, dass ganz egal wieviel Schlechtes ein Mensch hier auf Erden tut; er kommt ins Paradies, denn seine Sünden sind ihm bereits vergeben? Kann ich diese Bestimmung wirklich soweit ausdehnen?

Schöne Grüße,
Abdallah
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Snapdragon
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Anmeldungsdatum: 03.04.2007
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BeitragVerfasst am: 20 Okt 2008 - 21:15:23    Titel:

Also die ehrliche Reue und das Bekenntnis zu Jesus dem Sohn Gottes sind schon unabdingbare Voraussetzungen. Der "Schächer" sagt ja ausdrücklich: Denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
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BeitragVerfasst am: 21 Okt 2008 - 09:10:28    Titel:

Lieber Abdallah

Abdallah hat folgendes geschrieben:
dornbusch hat folgendes geschrieben:

In einem fiktiven Dialog am Kreuz antwortet Jesus seinem Nachbarn:
"Du wirst noch heute mit mir im Paradies sein" (Lk 23,41-43)

präzisiere das ganze doch mal bitte ein wenig. Jesus (as) antwortet also seinem gekreuzigten Nachbarn auf die Frage bzw. dem Hilferuf "Bist du Christus, so hilf dir selber und uns!" (Lk 23, 39) damit, dass er noch heute mit ihm ins Paradies gehen wird.

Nein, nicht diesem Spötter sagte er das, sondern dem andern gekreuzigten Nachbarn. Hier ist die Bibelstelle:

Einer der beiden Verbrecher höhnte: "Bist du nun der Messias oder nicht? Dann hilf dir selbst und uns auch!" Doch der andere fuhr ihn an: "Nimmst du Gott immer noch nicht ernst? Du bist doch genauso zum Tod verurteilt wie er, aber du bist es mit Recht! Wir beide bekommen den Lohn für das, was wir getan haben, aber der da hat nichts Unrechtes getan." Dann sagte er: "Jesus, denk an mich, wenn du deine Herrschaft antrittst!" Jesus erwiderte ihm: "Ich versichere dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein."

GIL
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
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BeitragVerfasst am: 21 Okt 2008 - 10:38:47    Titel:

Lieber Abdallah

Abdallah hat folgendes geschrieben:
[Als Muslim glaube ich, dass das Richtige, also das was Gott möchte, im Koran zu finden ist.


Welche Koranstellen? Wählst Du diejenigen aus, die Dir passen, oder bist Du unter Umständen bereit, auch die Gewaltverse mordend in die Tat umszusetzen? Begründe!

GIL
Kotzi
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Anmeldungsdatum: 21.10.2008
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 16:34:53    Titel:

Hallo,

laut Bibel:

Zweites Gebot

Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht.

Meine Frage:

Verstoßen wir nicht gegen dieses Gebot wenn wir Kruzifixe tragen oder eigentlich nur in die Kirche gehen um vor dem Altar zu beten nicht gegen dieses Gebot?

Und gilt Luther nun als Reformator der Kirche oder hatte er nur die Bibel übersetzt. Ich meine er übersetzte die Bibel erst in seinem Exil.

Danke für die Antworten.
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3824

BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 16:51:35    Titel:

Hallo Kotzi,

Wenn du eines der 10 Gebote hierher bemühst, dann darfst du durchaus auch die Einleitung des Dekaloges mitlesen. Dort wird dann deutlich, daß Israel der Bündnispartner am Sinai war.

Die für die Christen verbindlichen Regeln finden sich eher im Neuen Testament, z.B. in der Bergpredigt.

Gruß Dornbusch
Snapdragon
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Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 547

BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 17:20:17    Titel:

Luther war nicht im Exil, er war lediglich eine zeitlang unter der Obhut seines Landesherrn in "Schutzhaft" auf der Wartburg. Dort hat er das Neue Testament, später dann auch das AT übersetzt.

Er gilt als Reformator, allerdings konnte er die kath. Kirche nicht reformieren, da er aufgrund seiner Thesen und späterer Aussagen sich soweit von der Lehre dieser Kirche entfernt hat, daß er ausgeschlossen wurde.

Er legte daraufhin (gemeinsam mit seinen Mitarbeitern) mit der confessio augustana 1530 eine eigene Bekenntnisschrift vor, die Grundlage einer neuen Kirche vor.

Die kath. Kirche vollzog Reformen auf dem Trienter Konzil, eine Rückkehr der Lutheraner fand aber dennoch nicht statt.
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Snapdragon
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Anmeldungsdatum: 03.04.2007
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 17:22:44    Titel:

Da Christen die Kreuze weder anbeten noch ihnen dienen, ähnliches gilt auch für Altäre, stellt das Tragen von Kreuzen, das Aufstellen von Statuen in und außerhalb der Kirchen sowie das Feiern von Gottesdiensten an Altären keinen Verstoß gegen ein Gebot dar.
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Kotzi
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Anmeldungsdatum: 21.10.2008
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 18:34:55    Titel:

Aber wenn ich zum Beispiel ein Kreuz sehe denke ich automatisch an Jesus und theoretisch ja auch direkt an Gott oder Religion. Ist doch die Definition eines Symbols oder nicht?

Also hat Luther sozusagen nur die Reformation "in Gang gesetzt"?
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 19:51:32    Titel:

Lieber Kotzi

Kotzi hat folgendes geschrieben:
laut Bibel:

Zweites Gebot

Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht.

Meine Frage:

Verstoßen wir nicht gegen dieses Gebot wenn wir Kruzifixe tragen oder eigentlich nur in die Kirche gehen um vor dem Altar zu beten nicht gegen dieses Gebot?


Ein Christ betet nicht das Kruzifix oder ein Altarbild an, sondern das sind Sinnbilder seines Glaubens bzw. es gehört zum Inventar, zum Schmuck einer Kirche.

Eigentlich ist es zum vornherein unmöglich, von etwas, das für einen Menschen unbegreiflich und unfassbar, ein Abbild zu schaffen. Wenn man Gott lästern könnte, würde ich nun sagen, schon der Versuch, ein Bildnis von ihm herzustellen, sei eine Gotteslästerung.

Wer sich eine konkrete Vorstellung von Gott macht - es braucht gar kein Bild zu sein, es genügt zu meinen, man wisse wie Gott sei, was er tue und was er wolle -, der schiebt eine Kulisse zwischen sich und Gott und verunmöglicht so den transzendenten Kontakt. Da er den Unendlichen in seinem Kopf in einen Rahmen - eine Begrenzung - gestellt hat, kann sich Gott nicht mehr unvoreingenommen öffnen, denn er macht sich selber taub gegenüber Gott, weil sich seine Gedanken auf das selbstgemachte geistige Bild konzentrieren, anstatt sich für Gott zu öffnen. Wer das tut, straft sich selbst (wie das halt so mit allen Sünden der Fall ist). Auch begeht er ein Sektierertum, weil er sich von Gott abwendet, und meistens geht dies einher mit Seelenfängerei und irdischen Machtansprüchen.

Das ist mit ein Grund, weshalb ich jede Form von Religion, die ein scharfes Bild von Gott zeichnet, als areligiös bezeichne. Zu diesen Religionen zählt auch der Islam mit seiner Hybris, der Koran mit seinen zum Teil haarsträubenden Versen stelle das wortwörtliche Wort Gottes dar.

Auf der andern Seite ist es auch für einen Gläubigen nicht leicht, sich jeglicher Vorstellung von Gott zu entziehen, denn ein Glaube kann sich nicht völlig im luftleeren Raum bewegen. Schon wenn ich sage, Gott sei unfassbar, mache ich bereits eine Aussage über ihn. Glaube ist letztlich ein Geheimnis, worüber der Ergriffene kaum mit verlässlichen Begriffen zu berichten weiss.

GIL
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Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 547

BeitragVerfasst am: 25 Okt 2008 - 12:49:25    Titel:

Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben:


Das ist mit ein Grund, weshalb ich jede Form von Religion, die ein scharfes Bild von Gott zeichnet, als areligiös bezeichne. Zu diesen Religionen zählt auch der Islam mit seiner Hybris, der Koran mit seinen zum Teil haarsträubenden Versen stelle das wortwörtliche Wort Gottes dar.
GIL


Sehr gut auf den Punkt gebracht.
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
Beiträge: 1105
Wohnort: Schweiz, männlich

BeitragVerfasst am: 26 Okt 2008 - 13:02:34    Titel:

Lieber Snapdragon

Snapdragon hat folgendes geschrieben:
Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben:

Das ist mit ein Grund, weshalb ich jede Form von Religion, die ein scharfes Bild von Gott zeichnet, als areligiös bezeichne. Zu diesen Religionen zählt auch der Islam mit seiner Hybris, der Koran mit seinen zum Teil haarsträubenden Versen stelle das wortwörtliche Wort Gottes dar.
GIL


Sehr gut auf den Punkt gebracht.

Danke für die Blumen.
Ich wollte in meiner Antwort an Kotzi noch folgendes beifügen:

Lieber Kotzi

Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben:

Wer sich eine konkrete Vorstellung von Gott macht ... kann sich Gott nicht mehr unvoreingenommen öffnen, denn er macht sich selber taub gegenüber Gott, weil sich seine Gedanken auf das selbstgemachte geistige Bild konzentrieren, anstatt sich für Gott zu öffnen.


Dasselbe gilt auch in der Liebe zu einem Menschen. Wer sich ein "Bild" von einem Menschen macht, läuft Gefahr, einer selbstfabrizierten Projektion nachzuhängen anstatt den Menschen zu lieben, den er vor sich hat.

GIL
Kotzi
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Anmeldungsdatum: 21.10.2008
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2008 - 10:02:08    Titel:

Zitat:
Das ist mit ein Grund, weshalb ich jede Form von Religion, die ein scharfes Bild von Gott zeichnet, als areligiös bezeichne.


Wie sollte man sich Gott denn sonst vorstellen. Oder steht Gott nur als Synonym. Dann kann man ja auch behaupten, dass der Zufall alles Leben sowie das Universum erschaffen hat. Ohne konkretes Bild kann ich doch nicht glauben, oder?

Zitat:
Dasselbe gilt auch in der Liebe zu einem Menschen. Wer sich ein "Bild" von einem Menschen macht, läuft Gefahr, einer selbstfabrizierten Projektion nachzuhängen anstatt den Menschen zu lieben, den er vor sich hat.


Gut, aber es steht ja nicht im Grundgesetz, dass ich das nicht darf. Aber ich würd meiner Frau auch nicht unbedingt eine Statue bauen Twisted Evil
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
Beiträge: 1105
Wohnort: Schweiz, männlich

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2008 - 19:12:10    Titel:

Lieber Kotzi

Kotzi hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Das ist mit ein Grund, weshalb ich jede Form von Religion, die ein scharfes Bild von Gott zeichnet, als areligiös bezeichne.


Wie sollte man sich Gott denn sonst vorstellen.... Ohne konkretes Bild kann ich doch nicht glauben, oder?

Na ja, ganz ohne jede Vorstellung von Gott geht's nicht. Ich bin sicher, wer ihn mit ganzem Herzen sucht, dem wird er sich offenbaren. Er tuts auf eine unerwartete Weise, und dieses Recht musst Du ihm eingestehen.

Kotzi hat folgendes geschrieben:
Oder steht Gott nur als Synonym. Dann kann man ja auch behaupten, dass der Zufall alles Leben sowie das Universum erschaffen hat.

Der Glaube, dass der Zufall alles geschaffen habe, ist auch bloss ein Glaube, und dazu noch ein sehr unplausibler Glaube.

GIL
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Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 547

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2008 - 20:25:48    Titel:

Der von Kotzi gewählte Vergleich mit der Statue der geliebten Frau ist sehr gut gewählt.
Natürlich kann ein liebender Mann seiner über alles geliebten Frau eine Statue nachbilden lassen. Aber niemand käme auf die Idee, diese Statue anzubeten, wenn die Frau nicht da oder vielleicht sogar tot wäre. Dennoch hilft sie dem Mann, sich seiner Frau zu erinnern.
Insofern ist das "sich ein Bild machen" einen höchst anthropologische Notwendigkeit, denn ohne "Anschauung" bleiben unsere Begriffe leer.
Das Bilderverbot des Alten testaments hat also eine ganz andere Bedeutung als das bloße Verbot, Statuen, Bilder, gemälde usw. aufzustellen und zu betrachten, ggf. sogar zu verehren (was etwas anderes ist als anzubeten).
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Kotzi
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Anmeldungsdatum: 21.10.2008
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 07 Nov 2008 - 09:35:15    Titel:

Zitat:
Das Bilderverbot des Alten testaments hat also eine ganz andere Bedeutung als das bloße Verbot, Statuen, Bilder, gemälde usw. aufzustellen und zu betrachten, ggf. sogar zu verehren (was etwas anderes ist als anzubeten).


Und das wäre?
QUASAR
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Anmeldungsdatum: 22.11.2006
Beiträge: 957
Wohnort: Frankfurt am Main

BeitragVerfasst am: 07 Nov 2008 - 10:55:36    Titel:

Das Bildnis von Gott wäre unweigerlich das eines Menschen
Wenn man einerseits sagt, "Gott ist allmächtig", andererseits aber im gleichen Atemzug sagt, "Du sollst dir kein Bildnis von Gott machen", so negiert man, dass Du in dir selbst Gott siehst und man negiert ebenfalls, dass man als Mensch allmächtig ist. Gott, da er ja als allmächtig dargestellt wird, könne aber durchaus menschliche Züge annehmen.
Das heißt:
Es führt zu nichts gutem, sagen die Frühen Israeliten, weil zB die Ägypter Menschen als Gott und damit als unfehlbar angesehen haben.
Das ist unter Anderem, was Jesus zur Last geworfen worden ist und weshalb er sterben sollte. Er masse sich an, göttlich, bzw. der Messias, König der Juden zu sein. (Messias heißt zwar, Gesalbter, ist aber mit König gleichbedeutend, da nur Könige damals gesalbt wurden und so zusagen von Gott erkoren wurden zu herrschen)
Nur mal so zur Aufklärung.
_________________
Ich danke für ihre aufmerksamkeit Smile
hochachtungsvoll euer QUASI
Snapdragon
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Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 547

BeitragVerfasst am: 07 Nov 2008 - 11:28:22    Titel:

Quasar hat schon eine gute Antwort gegeben. Ich würde noch ergänzen, daß alle großen antiken Religionen in ihren Tempeln Götterstatuen aufgestellt haben und diesen opfer brachten.
Nun mag ich nicht beurteilen, ob wirklich jeder Grieche, Römer, Ägypter usw. das Standbild anbetete oder sich schon so seine Gedanken machte (bei Sokrates wissen wir das zumindest), aber das Kultbild im Allerheiligsten eines Tempels war mehr als nur ein Bild. Es stand auch für die Identität eines Volkes, weshalb ja Götterbilder auch gerne verschleppt oder zerstört wurden, wenn Feinde die Stadt eroberten.
Das Gott nicht auf ein Bild reduziert werden kann, macht gerade das Alte Testament immer wieder deutlich, etwa in der Geschichte von Elias am Berg Horeb, wo Gott weder im Sturm, noch im Feuer noch im Erdbeben, sondern erst im leisen Säuseln zu Elias kommt.

Die Angst Gott in einer Statue anzubeten ist also die Angst, den "Allmächtigen" auf Menschenmaß zu reduzieren.

Interessant ist ja auch die Frage, inwiefern der Islam genau das tut, indem er zwar einerseits strikt auf die Einhaltung des Bilderverbotes achtet, andererseits aber sehr genau zu wissen glaubt, was Gott will, indem man den Koran unkritisch wörtlich nimmt.

Anders ausgedrückt: die Moslems scheuen die bildliche Darstellung ihres Gottes, aber sie pressen ihn zwischen zwei Buchdeckel.
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Kai-369
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BeitragVerfasst am: 14 Nov 2008 - 19:27:46    Titel:

@ Gott ist Liebe

Wenn man sich das Recht nimmt Gott in Form von Liebe zu definieren, gehört in einer Wahrheit auch immer das Gegenpol dazu. Das würde die ganze Sache nicht mehr so in ein helles Licht rücken. Also müsste wenn schon Gott vielmehr als nur Emotion sein oder noch weniger.
Emotionen sind Illusionen und Gott müsste wenn dann genau das Gegenteil sein. Eine Wahrheit. Wie drückst du das für dich persönlich aus? Damit ich dich besser verstehe. Denn so implizierst du, dass Gott Illusion ist.

Gott ist Freude, Hass, Liebe, Leid, Trieb, Trauer, Nichts, Alles. Spekulation.
Versteh es nicht falsch, wenn es das ist was du wirklich glaubst, dann kann ich es höchstens respektieren, aber verlange keine Akzeptanz.

Zitat:
Der Glaube, dass der Zufall alles geschaffen habe, ist auch bloss ein Glaube, und dazu noch ein sehr unplausibler Glaube.


Ja das schon, was von den beiden plausibler erscheint, bleibt eine Ansichtssache.

@Kotzi

Zitat:
Wie sollte man sich Gott denn sonst vorstellen.


Du beantwortest deine eigene Frage von alleine. In der Vorstellung stellt man sich Gott vor und die Imaginationskraft besitzt jegliche Freiheit als man auch annehmen könnte, dass Alles, sprich das ganze Universum, und alles was man durch die Sinne wahrnimmt als das wahrhaftige bezeichnet, was für einen als Gott wirkt. Vorstellung.
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BeitragVerfasst am: 27 Nov 2008 - 17:10:39    Titel:

Lieber Kai

Uuups! Da war noch was lange Zeit von mir unbeantwortet geblieben Shocked

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Wenn man sich das Recht nimmt Gott in Form von Liebe zu definieren, gehört in einer Wahrheit auch immer das Gegenpol dazu.

Vielleicht. Ich meine aber, man müsse nicht zwingend an einen Teufel glauben, im Sinne einer Voraussetzung, um an Gott glauben zu können. Ich glaube nicht an den Teufel, weil ich die Existenz eines Teufels angesichst meiner Allmachtsvorstellung von Gott nicht vereinbaren kann. Einen Gegenspieler, der die göttliche Machtfülle torpedieren oder sonst irgendwie einschränken könnte, ist nicht plausibel.

Ausserdem hat für mich Religion nur insoweit einen Sinn, als sie spiritueller Natur ist (darin unterscheide ich mich von einem Muslim, der die Religion auf Gesellschaftsverhältnisse projeziert). Ich suche in der Religion das mystische Erlebnis mittels Hinwendung zum Transzendenten, zum Überirdischen, Göttlichen. Und da Liebe die immaterielle, im besten Sinne überirdische Kraft ist, von der wir alle zehren - wir brauchen sie quasi wie ein lebenswichtiges Element -, liegt es für mich nahe, Gott als einen Gott der Liebe zu sehen. Das ist selbstverständlich eine reine Glaubenssache und daher für mich kein Anlass, in Rechthaberei zu verfallen.

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Also müsste wenn schon Gott vielmehr als nur Emotion sein

Bingo!
Genau so ist es auch mit der Liebe:
Sie ist es, die eine Beziehung tragfähig macht.
Sie ist dauerhafter als jedes Gefühl.

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Denn so implizierst du, dass Gott Illusion ist.

Es gibt tatsächlich Menschen, die glauben nicht an die Liebe, denn man kann sie nicht fassen und nur schwer definieren. Auch versteht nicht unbedingt jeder dasselbe darunter. Gleichwohl sehnen sich alle Menschen danach.

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Gott ist Freude, Hass, Liebe, Leid, Trieb, Trauer, Nichts, Alles. Spekulation.

Mit dem Gedanken, dass Gott reine Spekulation sein könnte, hatte ich mich in meiner atheistischen Phase grundlegend auseinandergesetzt. Auch ist mir klar, dass das mystische Erlebnis nichts weiter als ein selbst manipulierter Bewusstseinszustand sein könnte, wobei ich mir der Gefahren der Esoterik bewusst bin (siehe auch hier unter "Kritik"). Aber mir ist ein Glaube an einen Gott plausibler als ein gottloses Weltbild. Zudem finde ich die christliche Spiritualität - ich meine damit die Lehre Jesu gemäss den Evangelien - schlicht genial. Ein bisschen Staub wegblasen und dann mit einem aktuellem Kontext lesen, da gehen einem die Augen auf!

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Versteh es nicht falsch, wenn es das ist was du wirklich glaubst, dann kann ich es höchstens respektieren, aber verlange keine Akzeptanz.

Nein, ich verlange keine Gefolgschaft. Im Gegenteil: Sei versichert, dass ich grossen Respekt habe vor Deiner atheistischen Haltung. Ich schaue auf meine atheistische Phase mit Dankbarkeit zurück, denn sie hat mich zum Erwachsenen-Glauben geführt.

GIL
Kai-369
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Anmeldungsdatum: 05.08.2008
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BeitragVerfasst am: 27 Nov 2008 - 17:39:38    Titel:

Zitat:
Ich meine aber, man müsse nicht zwingend an einen Teufel glauben, im Sinne einer Voraussetzung, um an Gott glauben zu können.


Dann tut es mir leid, dass ich dir etwas vorwerfen wollte, da ich jetzt verstanden habe, was für ein Freidenker du trotz deines Glaubens bist.
Darf ich dich fragen ob du Protestant oder Katholik bist? Das spielt natürlich keine Rolle in puncto Spritualität, aber interessiert es mich persönlich da dies zu einem gewissen Grad den Menschen prägt.
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Wohnort: Schweiz, männlich

BeitragVerfasst am: 27 Nov 2008 - 18:58:45    Titel:

Lieber Kai

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Ich meine aber, man müsse nicht zwingend an einen Teufel glauben, im Sinne einer Voraussetzung, um an Gott glauben zu können.

Dann tut es mir leid, dass ich dir etwas vorwerfen wollte, da ich jetzt verstanden habe, was für ein Freidenker du trotz deines Glaubens bist.

Kein Problem. Ich hab's nicht als Vorwurf empfunden.

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Darf ich dich fragen ob du Protestant oder Katholik bist? Das spielt natürlich keine Rolle in puncto Spritualität, aber interessiert es mich persönlich da dies zu einem gewissen Grad den Menschen prägt.

Ich bin Katholik, bewege mich aber gerne im ökumenischen Umfeld und bedaure die Spaltung der Christenheit sehr. Anderseits denke ich, dass dieser Spalt nicht bis ins Zentrum des Christentums vorgedrungen ist und in den letzten Jahrzehnten zunehmend eine grosse Liberalität punkto krichlicher Zugehörigkeit festgestellt werden kann. Meine Kinder haben beispielsweise im Jugendchor der evangelischen Kirche gesungen, sind in der Jungschar der Methodisten ... haben aber auch in der kaht. Kirche ministriert. Du siehst: Berührungsängste sind in unserer Famile ein Fremdwort.

Ich denke schon, dass die Liturgie und andere von der katholischen Kirche bewahrte religiöse Inhalte einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Spiritualität leisten kann. Beispielsweise ist eine liebe Freundin von mir aus rein spirituellen Gründen zum Katholizismus konvertiert. Ihr zuzuhören, welchen Schatz die katholische Kirche bewahrt hat, und das von einer ehemaligen Protestantin präsentiert zu bekommen, überrascht mich selber immer wieder.

GIL
Kai-369
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BeitragVerfasst am: 27 Nov 2008 - 20:04:52    Titel:

Bei mir ist es so, dass ich die Spaltung der Sekten generell bedauere, dies aber augrund des Individualismus nicht anders geregelt werden konnte.
Ich selbst bin auch ein Katholik und mich persönlich zieht es mehr in Richtung Proteste. Trotzdem bewahre ich meinen Glauben, da mich alle möglichen Aspekte des Glaubens interessieren. Das hört sich vllt widersprüchlich an, da ich eigentlich Atheist bin. Ich vergleiche und stelle fest was wahr was manipuliert sein könnte, doch manche Aussagen in diesen Schriften zeugen von einer hohen Intelligenz, die ich nicht abstreiten kann, jedoch gibt es genauso anspruchslose Stellen.
Seit meiner Geburt unfreiwillig getauft und seitdem ich mich mit den Institutionen befasse Atheist. Ich selbst glaube, dass die Vorstellung eines Gottes aus der Notwendigkeit des Menschen entspringt. Deshalb gibt es für mich auch keinen Gott, aber naja beweisen kann das weder ich noch sonst jemand.
Es könnte jegliches Gefühl mich dazu veranlassen zu meinen, das sei Gott. Für mich sind Menschen die nur mit Zitaten aus den Schriften argumentieren hirnlos. Ein Christ bittet einen Muslim herinzukommen um sich zu setzen damit man gemeinsam plaudern kann und zusammen Tee zu trinken. Dabei wird der Muslim seinen Koran aufschlagen und lesen. Betrete nie ein Haus eines Christen sondern renn dann lieber gegen die Wand. Was mich aufregt, lassen wir die Fehlinterpretationen beiseite, das sie nicht zwischen Glauben und Tun unterscheiden können und als das wichigste, was sie wirklich wollen.
Für mich war bereits früher als Kind Gott etwas unendliches bzw. etwas dass man nicht durch Worte fassen kann sondern in sich spüren muss bis mir klar wurde dass es in meiner Vorstellung keinen Platz für einen Gott gibt. In den Vorstellungen der anderen hingegen existiert er. Wenn ich z.B versuche auf spirituelle Art Kontakt mit einem höheren Wesen aufzunehmen, das für mich nicht existiert, dann werde ich fest daran glauben und in meiner Trance wird sich dies auch wahrhaftig anfühlen. Da ich weiß, dass es nur existiert weil ich es mir einbilde, ist es für mich persönlich nicht existent. Ob dies eine Phase ist glaube ich nicht, denn ich scheine mich endlich wohl zu fühlen in meinem atheistischen Glauben und diesen möchte ich weiter vertiefen. Deswegen möchte ich alles mögliche über jede Art der Religion erfahren um gegen sie auszusagen. Dabei ist mein Ziel deren Inhalt zu entschlüsseln und nicht augrund von fundamentalistischen Argumenten zu kontern, sondern versuche mit Verstand und Logik zu erkennen das dieser eine Gott nicht zu erkennen ist. Wie? Jesus repräsentiert nichts anderes als die Sonne, das ist ein ganz kleiner Teil der fehlinterpretiert wurde, wenn man erkennt, dass die Bibel im Prinzip eine astrologisch literarische Schrift ist. Ein Leitfaden oder eine Rechtleitung wie die Muslime von ihrem Koran sprechen.
Spiritualität bin ich gegenüber kritisch aber trotzdem finde ich diese freier vom Denken als das sturre Beharren von Stellen ohne diese interpretieren zu wollen.
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BeitragVerfasst am: 27 Nov 2008 - 21:09:04    Titel:

Lieber Kai

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Trotzdem bewahre ich meinen Glauben, da mich alle möglichen Aspekte des Glaubens interessieren. Das hört sich vllt widersprüchlich an, da ich eigentlich Atheist bin.

Nein, ist es nicht. Kein Widerspruch.
Der Glaube soll - das ist jedenfalls meine Art zu glauben - ein vorsichtiges Vorantasten bleiben. Wer mit Vollgas hineinrast, übersieht die Wegweiser am Weg, der zu Gott führt.

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Ich selbst glaube, dass die Vorstellung eines Gottes aus der Notwendigkeit des Menschen entspringt.

Oder als Kapitulation vor den letzten Fragen, um nicht wahnsinnig zu werden.

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Wenn ich z.B versuche auf spirituelle Art Kontakt mit einem höheren Wesen aufzunehmen, das für mich nicht existiert, dann werde ich fest daran glauben und in meiner Trance wird sich dies auch wahrhaftig anfühlen. Da ich weiß, dass es nur existiert weil ich es mir einbilde,

Beweisen kann man, wie Du sagst, nichts. Aber man kann Gott für plausibel halten. Es ist etwas mehr als nur für möglich halten, und geht dann später in ein Fürwahrhalten (= Glauben) über. Wenn Du die Glaubensstufe erreicht hast, kannst Du zaghaft und in aller Demut mit dem Liebesspiel beginnen. Ich benutze gerne dieses Wort, um die Gottesliebe zu umschreiben, denn es ist eine im besten Sinne des Wortes sehr erotische Begegnung, ein bedingungsloses Aufgenommensein. Spiel auch deswegen, weil die Haltung eine kindliche ist und nichts von dem Ernst hat, mit dem wir uns sonst im Alltag abgeben. Da ist dann der Zeitpunkt gegeben, wo Du Dich vom kopflastigen Ballast am besten ganz befreist (z.B. Bibelzitate, wie Kamel und Nadelöhr etc.). So etwas kann Dir in Phasen innigster Versenkung ziemlich egal werden, und dann verstehst Du plötzlich, warum Jesus dem Pilatus erklärte: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt."

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Jesus repräsentiert nichts anderes als die Sonne, das ist ein ganz kleiner Teil der fehlinterpretiert wurde,

Welche Fehlinterpretation?
Auch gemäss Bibel wurde Jesus als das Licht angekündigt:
"Es ward ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes.
Dieser kam zum Zeugnis, daß er von dem Licht zeugte,"

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
wenn man erkennt, dass die Bibel im Prinzip eine astrologisch literarische Schrift ist.

Saturn und Merkur in der heiligen Schrift?
Na ja, ganz neue und für mich fremde Ansichten.

GIL
Kai-369
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 00:40:27    Titel:

mir scheint ich habe mehr gemeinsamkeiten mit dir, als ich es dachte.
naja und wenn es wirklich so erotisch ist dann würde ich es mir vllt überlegen mich darauf einzulassen^^ Twisted Evil
Die Bibel verkündet keine Fehlinterpretation sondern einen Leitfaden.
Dieser wurde so manipuliert wie es für die Institution vom Vorteil war.
Das Sternenbild diente damals zur Orientation. 12 Jünger repräsentieren die 12 Tierkreiszeichen, die Jungfrau Maria, die Jungfrau im Sternenbild, die Sonne erreicht am 22 Dez den tiefsten Punkt und nach 3 Tagen bewegt sie sich nach Norden(oben) und dies wird das Symbol der Auferstehung sein.
Und die Menschen sahen wie Jesus starb, nach 3 Tagen auferstand und in den Himmel auffuhr. Er lebte ewig weiter und sie waren seine Zeugen, Tag für Tag als die Sonne jeden Morgen erstrahlte. Dieser Kult ist ägyptischen Ursprungs und wurde übernommen. Horus wurde von Seth verkündet und unbefleckt empfangen. Er starb ebenfalls und nach 3 Tagen wurde er zum Leben erweckt. Es gibt etliche Parallelen.
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 10:22:33    Titel:

Lieber Kai

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
naja und wenn es wirklich so erotisch ist dann würde ich es mir vllt überlegen mich darauf einzulassen^^ Twisted Evil

Ungläubig? Na dann lies 'mal das: Schubart, Religion und Eros. Man kann es auch kaufen. Den philosophischen Hintergrund ziehst Du Dir mit dieser Lektrüre 'rein: Martin Buber, Ich und Du. Alles sehr hochstehend und angenehm freigeistig. Etwas einfacher zu lesen ist Erich Fromm, Die Kunst des Liebens (geht in Richtung Teenager-Literatur und weniger freigeistig).

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Die Bibel verkündet keine Fehlinterpretation sondern einen Leitfaden. Dieser wurde so manipuliert wie es für die Institution vom Vorteil war.

Eigentlich liesse sich die Bibel unmöglich als Machtinstrument missbrauchen. Man musste sie dazu regelrecht missdeuten, wie Du sagst.

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Das Sternenbild diente damals ... Es gibt etliche Parallelen.

Interessant.

GIL
dornbusch
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 13:34:43    Titel:

Hallo Kai,

Jede Agrargesellschaft braucht einen funktionierenden Kalender. Die Eckdaten dieses Kalenders sind von der Astrophysik vorgegeben und unveränderlich.
Deshalb erstaunt es mich auch nicht, daß Gemeinsamkeiten über Jahrtausende hinweg feststellbar sind. Und sicher ist es richtig, daß der , der den Kalender beherrschte auch Macht hatte.

Allerdings finde ich in der Bibel keine Ausage über das Datum der Wintersonnwende. Über das Geburtsdatum Jesu wird nichts berichtet.
Jesus ist nicht nach drei Tagen auferstanden, sondern nach einem Tag! Jedenfalls laut dem NT.

Die Zahl 12 wird vielfach verwendet, war eben eine sakrale Zahl. Kein Wunder daß sie immer wieder auftaucht. Das bedeutet aber nicht, daß die mit 12 Bezeichneten wirklich etwas miteinander zu tun hätten.

Zur Zeit Jesu gab es meines Wissens im ganzen Mittelmeerraum keinen Sonnenkult mehr, aber da lasse ich mich gerne korrigieren. Sternbilder sollen zur Orientierung gedient haben? Bei welchem Anlass denn?

Zitat:
Dieser (Leitfaden Bibel) wurde so manipuliert wie es für die Institution vom Vorteil war


Von Welcher Institution sprichst du? Und welche Manipulation kennst du?

Fragen über Fragen...

Gruß Dornbusch
Kai-369
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 14:33:01    Titel:

@Gott ist Liebe

Zitat:
Eigentlich liesse sich die Bibel unmöglich als Machtinstrument missbrauchen. Man musste sie dazu regelrecht missdeuten, wie Du sagst.


Ja, oder gar wichtige Aspekte verfälschen oder Evangelien auslassen, da diese für die Institution Kirche bedrohlich werden konnten.

@dornbusch

Zitat:
Allerdings finde ich in der Bibel keine Ausage über das Datum der Wintersonnwende. Über das Geburtsdatum Jesu wird nichts berichtet.


Doch, die Geburt der Sonne Jesus Christus ist die Wintersonnenwende. Das Geburtsdatum Jesu ist nicht bekannt, da Jesus nie zur Welt kam. Es ist die Geburt der Sonne die durch einen Stern verkündet wurde und zwar im Stern Crux***.

Zitat:
Die Zahl 12 wird vielfach verwendet, war eben eine sakrale Zahl. Kein Wunder daß sie immer wieder auftaucht. Das bedeutet aber nicht, daß die mit 12 Bezeichneten wirklich etwas miteinander zu tun hätten.


Wenn es doch nur diese eine Zahl wäre, es ist erschreckend wie viele Parallelen vorhanden sind. Vergleiche Dionysos, Horus, Krishna, Mithra, Jesus etc.

Zitat:
Jesus ist nicht nach drei Tagen auferstanden, sondern nach einem Tag! Jedenfalls laut dem NT.


Es kommt darauf an, wie etwas interpretiert wird. Sogesehen wird Jesus jeden Tag auferstehen. Dies ist die Ewigkeit. Wir alle sind Zeugen dieser Wahrheit.

Zitat:
Zur Zeit Jesu gab es meines Wissens im ganzen Mittelmeerraum keinen Sonnenkult mehr


Ja, doch etliche Riten wurden vom Sonnenkult übernommen und Jesus selbst war von da an das Licht, er repräsentiert die Sonne und stand von da an im Zentrum. Die Weisheiten wurden mit diesem Kult vermischt. Das nennt man Christentum.

Zitat:
Sternbilder sollen zur Orientierung gedient haben? Bei welchem Anlass denn?

***Du kennst doch die Geschichte von den heiligen drei Königen.

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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 16:39:57    Titel:

Lieber Kai

Kai-369 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Eigentlich liesse sich die Bibel unmöglich als Machtinstrument missbrauchen. Man musste sie dazu regelrecht missdeuten, wie Du sagst.

Ja, oder gar wichtige Aspekte verfälschen oder Evangelien auslassen, da diese für die Institution Kirche bedrohlich werden konnten.


Auf diesen Vorwurf reagiere ich gereizt, denn genau denselben Vorwurf erheben die Muslime, die sich dabei auf eine Koranstelle berufen. Das Gegenteil ist belegt durch die historische Forschung (z.B. Qumran-Rollen), und ausserdem ist nicht nachvollziehbar, in wiefern das Evangelium in seiner heutigen Form zu Machtausübung instrumentalisiert werden können soll.

Der Vorwurf ist schlicht ungeheuerlich. Wer so etwas behauptet, muss Beweise vorlegen, denn andernfalls ist es eine Beleidigung und gehört in das Kapitel Volksverhetzung.

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Alexiaa
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 17:10:05    Titel:

Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben:

Der Vorwurf ist schlicht ungeheuerlich. Wer so etwas behauptet, muss Beweise vorlegen, denn andernfalls ist es eine Beleidigung und gehört in das Kapitel Volksverhetzung.


Das Christentum lässt sich sehr leicht als Machtinstrument missbrauchen. Ein kleiner Blick ins Alte Testament genügt.
Und solange das Alte Testament in einem Buch mit dem Neuen Testament eingelegt ist, bleibt auch das Christentum - genauso wie der Islam - eine Religion, die jederzeit für Demokratie und Menschenrechte gefährlich werden kann.
Kai-369
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 17:12:21    Titel:

@Gott ist Liebe

Das ist kein Vorwurf und meine es auch nicht wie ein Muslime völlig unbegründet, der sich nur überwiegend mit seiner eigenen Schrift beschäftigt, da ihm nur dieses gestattet ist. Bzw. darf dieser den Wahrheitsanspruch nicht widerlegen.
Kennst du das Thomas-Evangelium? Dieses findet in der Bibel keinen Platz?
Man frägt sich natürlich warum. Kann mir das einer begründen?
Sämtliche Kirchenväter zählten es zu den Apokryphen, die sie als gnostische oder manichäische Schriften aus theologischen Gründen ablehnten.
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dornbusch
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 17:24:06    Titel:

Hallo Kai,

Deine Aussagen sind biblisch nicht belegbar. Warum berufst du dich denn dann auf die Bibel?
Selbstverständli8ch können und dürfen biblische Texte unterschiedlich interpretiert werden, von jedermann!
Aber das, was du hier darstellst, steht nun mal nicht in der Bibel!

Und welchen Sonnenkult kennst du für das Jahr 40 n.Chr.?

Hallo Alexia

Zitat:
Das Christentum lässt sich sehr leicht als Machtinstrument missbrauchen


An welchen Punkten würdest du denn die Verfügbarkeit des Christentums für jedwelchen Machtgebrauch sehen?
Selbstverständlich kann Demokratie in Gefahr geraten! Inwiefern kann das Christentum aber dazu gebraucht werden?
Du erwähnst auch die Menschenrechte! Sind nicht die 10 Gebote und die Gebote des Christentums in diesen Menschenrechten enthalten?
Ist dir ein einziges Christliches Gebot bekannt, das im Widerspruch zu den Menschenrechten stehen würde?

Gruß Dornbusch
schelm
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 17:27:21    Titel:

Alexiaa hat folgendes geschrieben:
Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben:

Der Vorwurf ist schlicht ungeheuerlich. Wer so etwas behauptet, muss Beweise vorlegen, denn andernfalls ist es eine Beleidigung und gehört in das Kapitel Volksverhetzung.


Das Christentum lässt sich sehr leicht als Machtinstrument missbrauchen. Ein kleiner Blick ins Alte Testament genügt.
Und solange das Alte Testament in einem Buch mit dem Neuen Testament eingelegt ist, bleibt auch das Christentum - genauso wie der Islam - eine Religion, die jederzeit für Demokratie und Menschenrechte gefährlich werden kann.

Nein, dem ist nicht so. Ich möchte dies an Hand eines simplen Vergleichs deutlich machen.

Stell dir einen Film vor, der erst am Schluss - wie üblich - das Happy End bringt. Und nun sage : So lange der Film ungeschnitten gezeigt wird, eignet er sich dafür Menschen zu animieren, sich wechselseitig weh zu tun...

Verstehst du ? Du erfasst den Film erst dann, wenn du die Wege nachzeichnen kannst, die dem Ende vorausgehen.

Und natürlich gibt es Menschen, die dies nicht verstehen. Sie bleiben am Anfang des Filmes stehen und adaptieren eben genau diese Verhaltensweisen des dargestellten Weges selbst, um anderen dann " das Gute " aufzuzwingen. Sie werden zu Fundamentalisten, die dem Paradoxon erliegen, einen freien Horizont durch einen schmalen Sehschlitz quetschen zu wollen ...

Beim Islam kommt erschwerend dessen tatsächlich gebliebene Ambivalenz hinzu. Vergebung und Bestrafung. Muslime können sich nicht abschließend auf das Happy End berufen ..., eine unverhandelbare Botschaft, nach der niemand den ersten Stein werfen darf.

Freundliche Grüße, schelm
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Kai-369
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 17:46:46    Titel:

Zitat:
Deine Aussagen sind biblisch nicht belegbar. Warum berufst du dich denn dann auf die Bibel?

Es ist logisch nachvollziehbar und näher an Tatsachen gerichtet.
Sollte ich sonst in einem anderen Buch Belege suchen? Das tue ich bereits.
Doch dieses gehört nun mal dazu.

Zitat:
Und welchen Sonnenkult kennst du für das Jahr 40 n.Chr.?


Soll ich mich wiederholen? Nagut jetzt agiere ich wie ein Muslime und kontere auf fundamentalistische Ebene.

Johannes 1,1-14

Am Anfang war das ewige Wort Gottes: Christus. Immer war er bei Gott und ihm in allem gleich.

Durch ihn wurde alles geschaffen. Nichts ist ohne ihn geworden. Von ihm kommt alles Leben, und sein Leben ist das Licht für alle Menschen. Er ist das Licht, das die Finsternis durchbricht, und die Finsternis konnte dieses Licht nicht auslöschen.

Gott schickte einen Boten: Johannes den Täufer. Er sollte bezeugen, daß Jesus Christus das Licht ist, damit alle an ihn glauben. Johannes selbst war nicht das Licht. Er sollte die Menschen nur auf das kommende Licht vorbereiten.

Christus ist dieses wahre Licht, das für alle Menschen in der Welt leuchtet. Doch obwohl er unter ihnen lebte und die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannten die Menschen nicht, wer er wirklich war. Er kam in seine Welt, aber die Menschen nahmen ihn nicht auf. Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu sein. Das wurden sie nicht, weil sie zu einem auserwählten Volk gehörten, auch nicht durch menschliche Zeugung und Geburt. Dieses neue Leben gab ihnen allein Gott.

Gottes Sohn wurde Mensch und lebte unter uns Menschen. Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, wie sie Gott nur seinem einzigen Sohn gibt. In Christus sind Gottes Barmherzigkeit und Liebe wirklich zu uns gekommen.

Zitat:
Er sollte die Menschen nur auf das kommende Licht vorbereiten.


Das Ende der Welt bezeichnet den Anfang einer neuen Ära.
Kennt jemand das Symbol des Fisches?

Dieses ist ein christliches Symbol, wie ihr bereits wisst.
Jesus ist die Figur die der Ära nach Aries zuzurechnen ist und das ist die Ära der Fische.
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 18:00:34    Titel:

@ Kai :

Ich glaube, ich weiß was du meinst. Und historisch gesehen hast du Recht. Wäre es anders, hätte es keinen Luther bedarft, der die Evangelien dem Volk zugänglich machte.

Seis drum - ob das Thomasevangelium nun echt ist oder nicht, der sinngemäße Kernsatz daraus :

Das Reich Gottes ist nicht in Gebäuden aus Stein, es ist in dir und um dich herum; Spalte ein Stück Holz - und du wirst mich finden ....

.... würde nach meinem Dafürhalten sehr gut zu Jesus passen, wie ich ihn empfinde - und er hätte die historische Machtfülle der kath. Kirche nicht möglich gemacht - bei Berücksichtigung selbigen Satzes.

Denn : Er ergänzt gut die anerkannte Prämisse : Wer mir folgen will ....

Die Päpste der Vergangenheit kehrten dies oft um in ein : Wer nicht folgt, dem werden wir Folgen folgen lassen...

Freundliche Grüße, schelm
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 18:05:50    Titel:

dornbusch hat folgendes geschrieben:

Ist dir ein einziges Christliches Gebot bekannt, das im Widerspruch zu den Menschenrechten stehen würde?

Gruß Dornbusch


"Ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben mir haben."

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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 18:08:00    Titel:

dornbusch hat folgendes geschrieben:

Selbstverständlich kann Demokratie in Gefahr geraten! Inwiefern kann das Christentum aber dazu gebraucht werden?


Was würde denn fundamentalistische Christen davon abhalten können, sich einfach auf das AT zu berufen, um damit Kriege und Gewalt zu rechtfertigen, wenn sie genug Handlungsfähigkeit besäßen? Und Beispiele aus der Geschichte brauche ich dazu jetzt nicht zu nennen, oder? Wir brauchen ja noch nicht einmal in die Geschichte zurück zu blicken um ein Exempel dafür zu finden; der amerikanische Präsident George W. Bush hat millionen von fundamentalstische christliche Anhänger dadurch gewonnen, dass er sich bei seinem Krieg gegen den Irak auf Gott berufen hat. Wo bleibt eure Kritik dagegen? Ich sehe keine, also bleiben dass auch alles reine Lippenbekentnisse und Weltreligionen wie das Christentum oder gar der Islam, stellen stets eine Gefahr für den freien Westen dar, weil sie leicht zu missbrauchen sind.
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 18:09:58    Titel:

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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 18:27:21    Titel:

Alexiaa hat folgendes geschrieben:
der amerikanische Präsident George W. Bush hat millionen von fundamentalstische christliche Anhänger dadurch gewonnen, dass er sich bei seinem Krieg gegen den Irak auf Gott berufen hat. Wo bleibt eure Kritik dagegen? Ich sehe keine


Dann mach deine Augen auf und lese auch jeweils die folgenden Beiträge:

http://www.uni-protokolle.de/foren/viewtopic.php?p=1663459&highlight=irak#1663459

http://www.uni-protokolle.de/foren/viewtopic.php?p=1630456&highlight=irak#1630456

http://www.uni-protokolle.de/foren/viewtopic.php?p=1619716&highlight=bush#1619716
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 18:47:38    Titel:

Hallo Kai

du verwendest eine Bibelübersetzung in der stehen soll:

Zitat:
Johannes 1,1-14

Am Anfang war das ewige Wort Gottes: Christus. Immer war er bei Gott und ihm in allem gleich.

Durch ihn wurde alles geschaffen. Nichts ist ohne ihn geworden. Von ihm kommt alles Leben, und sein Leben ist das Licht für alle Menschen


Ich habe gesucht und nicht gefunden! Dieser Text steht definitiv nicht in der Bibel.
Wo hast du diesen Text gefunden?
Auch im Koran gibt es diesen Text nicht.

Selbstverständlich darfst du jederzeit eigene Texte dichten, aber nenne sie dann bitte nicht Bibel.

Du verkündest hier deinen privaten Glauben. Das empfinde ich als durchaus ehrenhaft und richtig. Das darf jeder. Aber dann stehe zu dem, was du meinst, und verstecke dich nicht hinter den Alten!

Gruß Dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 18:50:53    Titel:

Hallo Alexia, du fragst:

Zitat:
Was würde denn fundamentalistische Christen davon abhalten können, sich einfach auf das AT zu berufen


Das Neue Testament?

Ein Christ beruft sich auf Jesus, oder ist kein Christ!

Oder?

Gruß Dornbusch
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 19:34:01    Titel:

@dornbusch

Zitat:
1Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. {1 Mose.1,1} 1,1
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.{1 Johannes.1,1} 1,1
Das da von Anfang war, das wir gehört haben, das wir gesehen haben mit unsern Augen, das wir beschaut haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens{Johannes.17,5} 17,5
Und nun verkläre mich du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.{Offenbarung.19,13} 19,13
Und war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprengt war; und sein Name heißt "das Wort Gottes". 2Dasselbe war im Anfang bei Gott. 3Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. {1 Korinther.8,6} 8,6
so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen HERRN, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind und wir durch ihn.{Kolosser.1,16} 1,16
Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.{Hebräer.1,2} 1,2
hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben über alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat; 4In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. {Johannes.8,12} 8,12
Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: ICH BIN DAS LICHT der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das LICHT des Lebens haben. 5Und das LICHT scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. {Johannes.3,19} 3,19
Das ist aber das Gericht, daß das LICHT in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das LICHT; denn ihre Werke waren böse.


Ich habe es nur mit eigenen Worten gesagt, aber wenn du einen fundamentalistischen Beweis brauchst.

Reicht der der Beleg immernoch nicht aus dass Jesus den Platz der Sonne eingenommen hat? Verstecken? Also jetzt bringst du mich zum lachen, ich belege anhand von Fakten.

Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet; und wenn er findet, wird er erschrocken sein; und wenn er erschrocken ist, wird er verwundert sein, und er wird König sein über das All.
Warum wascht ihr das Äußere der Trinkschale? Versteht ihr nicht, dass der, der das Innere gemacht hat, auch der ist, der das Äußere gemacht hat?

zitiert von der Sonne des Christentums.
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 19:56:27    Titel:

Ich distanziere mich gerade mal von allem esoterischen und astrologischen äh.. "Denken".

Nein, als Atheist brauche man nicht an "Sonne, Mond und Sterne" zu glauben. Wink Cool Twisted Evil Rolling Eyes
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BeitragVerfasst am: 28 Nov 2008 - 20:02:33    Titel:

Zitat:
Nein, als Atheist brauche man nicht an "Sonne, Mond und Sterne" zu glauben.


Ich distanziere mich von allen Vorwürfen, da dies belegbare Fakten sind und dies bei weitem nicht mein Glaube ist. Ich kanns auch kurz in einem Wort sagen--Lichtmetaphysik. Daran wird geglaubt und dies stammt vom Sonnenkult. Ich distanziere mich mit einer humorvollen Note davon und lächle dem autonomen selbstverantwortlichen Menschen entgegen.
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BeitragVerfasst am: 30 Jul 2009 - 16:36:29    Titel:

Hallo liebe Diskutanten,

ihr habt zu folgendem doch sehr deutlich geantwortet:

eagle05 hat folgendes geschrieben:
@ Gil
Liebt jesus Hitler?


dornbusch hat folgendes geschrieben:

Aber die Frage lässt sich leicht beantworten: Ja


Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben:

Ich denke: Ja.


Erlaubt mir doch noch einige Fragen im Nachhinein zu stellen:

@dornbusch: bekommt Hitler im Jenseits seine Abrechnung oder hat er keine weiteren Strafen mehr zu erwarten?

@GIL: du schriebst mal, du würdest alle Menschen lieben. Liebst du auch Hitler?

Wie sind da eure Sichtweisen? Bin auf eure Antworten gespannt.

Viele Grüße,
Abdallah
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