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Der Islam und seine Richtungen – Fragen an Muslime
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Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Der Islam und seine Richtungen – Fragen an Muslime
 
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Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
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BeitragVerfasst am: 12 Okt 2008 - 11:53:08    Titel:

eagle05 hat folgendes geschrieben:
Frag die Besatzung nach. Vielleicht können sie dir helfen. Vielleicht bringen sie dir auch bei, was Demokratie ist Wink
Oder besser formuliert. Wer an Religion und Menschlichkeit denkt, wenn er an Irak und Afghanistan denkt und versucht das handeln der Mensche dort mit Religion zu beantworten der ist schlichtweg dumm.
Nur mal aus reiner neugier. Wer ist denn schuld daran, dass der Irak heute so ist wie sie ist?


Du bist also wirklich ernsthaft der Ansicht, die gegenwärtigen Vertreibungs- und Anschlagwellen auf die christliche Minderheiten gingen auf amerikanischen Einfluss zurück? Oder gibst du den Amerikanern insofern nur die Schuld daran, da sie den dicken Daumen Husseins beseitigten und sich der aufgestaute Hass nun endlich in all seiner Stärke entfalten kann?
Wenn gezielt eine religiöse Minderheit unter Druck gerät, liegt es natürlich nahe dies auch unter religiösen Motiven zu sehen. Es besteht natürlich die Möglichkeit einer Scheinkorrelation, z. B. könnte die christliche Minderheit eben auch durch ihren über die Zeit hinweg angesammelten politischen Einfluss, Reichtum o.ä. zur Zielscheibe anvanciert sein. Dies ist im Irak aber eher unwahrscheinlich, da sie keine unter Hussein priviligierte Gruppe darstellte.
Vulgo ist es so, dass eine - so hoffe ich - Minderheit im Irak das regionale Christentun in seiner Gänze ausmerzen möchte. Vermutlich sind daran sogar wirklich die Amerikaner "schuld", da sie das Machtvakuum des toten Diktators nicht zu füllen mussten.

Für den Islam ist das aber keineswegs so schmeichelhaft, wie du es darstellst...
eagle05
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Anmeldungsdatum: 30.05.2006
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BeitragVerfasst am: 12 Okt 2008 - 12:17:32    Titel:

Was ich mit meinem Post sagen will/wollte ist, dass man in einem land wie in Irak, wo moment das recht des stärkeren herrscht nicht den Islam für so ein tierisches vehalten zur rechenschaft ziehen darf und kann. Was in Irak abläuft kann nicht mit der Religion beantwortet werden, sondern wie du es gesagt hast, dass sich Bevölkerungsschichten wegen den Bodenschätzen bekriegen.
Ich gebe den Amerikaner die schuld daran, dass im irak im moment chaos herrscht. Das ist kein zufall sondern gewollt. Denn wenn Chaos herrscht können sie ihre eigenen Ziele ohne gefahr verfolgen (Öl). Würde es frieden geben so hätten die Iraker zeit zu sehen, wie man ihr land ausraubt. Oder willst du tatsächlich sagen der amerikanischen Besetzung geht es um das Wohlergehen
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Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
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BeitragVerfasst am: 12 Okt 2008 - 12:29:20    Titel:

Es geht mir nicht darum, welche Ziele die Amerikaner verfolgen, darüber diskutieren wir hier nicht wirklich. Das ist ein Nebenschauplatz, der zugegeben auch Beachtung verdienen sollte, hier aber thematisch nicht angemessen ist.
Mich persönlich erstaunt, wie leichtfertig du die Interessen der Amerikaner dämonisieren, die Übergriffe an der christlichen Minderheit aber auf das unbestimmte Chaos schieben kannst. Die christliche Minderheit verfügt über keine Bodenschätze, es ist absurd sie zu einer zufälligen Opfergruppe zu ernennen, deren Religiösität keinen Einfluss auf ihren Opferstatus hat.
Es regiert Chaos im Irak, dem kann ich über weite Strecken vorbehaltlos zustimmen. Dieses Chaos wird von einzelnen Parteien, wie du nun schon sagst, nach ihren Zwecken genutzt. Im Norden sichern Gruppen das Öl, amerikanische Unternehmen tun das gleiche - und ansonsten versuchen muslimische Gruppen sich der Christenheit und schiitische Gruppen sich der sunnitischen zu entledigen (und vice versa).
Blende doch die Amerikaner für einen Moment aus - es sei denn du unterstellst ihnen ernsthaft, dass sie gegen die christliche Minderheit hetzen. Könnte es nicht sein, dass es eines Diktators bedurfte, der die offenbar schwelenden religiösen Konflikte mit Gewalt und Militär unterdrückte?
eagle05
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Anmeldungsdatum: 30.05.2006
Beiträge: 2481
Wohnort: Essen [NRW]

BeitragVerfasst am: 12 Okt 2008 - 12:35:52    Titel:

ich sagte es doch. Was bitte hat die Religion mit der chaotischen Situation zun tun. Du kannst eine Religion nicht für das zur Rechenschaft ziehen, was da im Irak abläuft. Das wäre das gleiche, als würde ich behaupten, die bösen Christen wollen die Welt erobern. Ich bitte dich zu differenzieren
Edit:
Zitat:
Blende doch die Amerikaner für einen Moment aus - es sei denn du unterstellst ihnen ernsthaft, dass sie gegen die christliche Minderheit hetzen

Was würdest du als Unternehmer tun, wenn du ohne grosse gefahr ein Land ausplündern willst. Sie in ruhe lassen und zeit lassen, bsi sie merken, dass sie ausgeraubt werden oder die verschiedenen gruppen gegeneinander hetzen und so in ruhe das nehmen was das land ausmacht
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W.Kaiser
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Anmeldungsdatum: 09.01.2006
Beiträge: 1343
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BeitragVerfasst am: 12 Okt 2008 - 14:53:47    Titel:

Schams-ul-Islam hat folgendes geschrieben:
Aber ich kann dieses Forum nicht weiter besuchen, einfach weil mich der Verlauf dieses Dialoges betrübt.
Jetzt hängen die Trauben zu hoch.

Folgende Worte eines Teufels passen auch hier,
Mephistopheles: „..................
Warum machst du Gemeinschaft mit uns, wenn du sie nicht durchführen kannst? Willst fliegen und bist vor'm Schwindel nicht sicher? Drangen wir uns dir auf, oder du dich uns?“

Nach Kunstgriff 27 wäre fortzufahren.



Mit freundlichen Grüßen

W. Kaiser
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3824

BeitragVerfasst am: 12 Okt 2008 - 16:08:35    Titel:

Hallo Eagle

Zitat:
Was bitte hat die Religion mit der chaotischen Situation zun tun


Sunniten und Schiiten sind doch Moslems, oder? Und sind es nicht diese beiden Gruppen, die um die Macht kämpfen? Gegeneinander und gegen alle anderen?

Gruß Dornbusch
eagle05
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Anmeldungsdatum: 30.05.2006
Beiträge: 2481
Wohnort: Essen [NRW]

BeitragVerfasst am: 12 Okt 2008 - 18:11:11    Titel:

dornbusch hat folgendes geschrieben:
Hallo Eagle

Zitat:
Was bitte hat die Religion mit der chaotischen Situation zun tun


Sunniten und Schiiten sind doch Moslems, oder? Und sind es nicht diese beiden Gruppen, die um die Macht kämpfen? Gegeneinander und gegen alle anderen?

Gruß Dornbusch

Willst du etwa dafür was in Irak abläuft den islam beschuldigen. Das ist ja die Höhe. Das Land in Chaos stürzen und anschliessend den islam dafür beschuldigen
ich wiederhole es zu letzten mal. In Irak geht es um macht und ausschliesslich um macht. Wieso beschuldigt ihr den Islam dafür was da abläuft
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fightsduo
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Anmeldungsdatum: 19.04.2008
Beiträge: 151

BeitragVerfasst am: 12 Okt 2008 - 18:25:50    Titel:

Ein wahres Drama . . .
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 3344

BeitragVerfasst am: 12 Okt 2008 - 19:17:14    Titel:

Wenn eine sunnitische Gruppierung gegenüber einer schiitischen Gruppierung Gewalt anwendet nur weil jene schiitisch ist, ist es selbstverständlich ein Akt religiös-muslimisch motivierter Gewalt. Dies müsste in meinen Augen eigentlich mehr als auf der Hand liegen. Wenn auf christliche Glaubensgemeinschaften nur deshalb übergriffen wird, weil sie Christen und keine Muslime sind, ist es ein Akt religiös-muslimischer Gewalt.

Deshalb macht hier noch niemand per se "den Islam" für Gewalt verantwortlich, wohl aber religiös motivierte Gruppierungen, die sich zum Islam bekennen.

Die ewige Ausflucht auf "die Amerikaner" oder noch pauschaler "den Westen" ist im gewissen Sinne nicht mehr als ein Feigenblatt, zudem kein sonderlich kreatives.
Es sei denn du glaubst ernsthaft, dass die Amerikaner gezielt a) Sunniten gegen Schiiten und b) Muslime gegen Christen aufhetzen. Dann müsste sich dir aber immer noch die Frage stellen, weshalb denn die Muslime sich darauf einlassen - schließlich verbietet ihre Religion diese Form der Gewalt.

Vielleicht geht es im Irak wirklich nur um Macht. Aber die Kombattanten sind eben Sunniten und Schiiten, nicht Arme und Reiche, Nordländer gegen Südländer, Frauen gegen Männer. Es sind muslimische Glaubensgruppen, die die Gewalt verüben und keine weltlichen Klassen. Also geht es tatsächlich um Macht und um die Frage, ob das Christentum in einer irakisch-muslimischen Gesellschaft überleben darf. Letzteres den Amerikanern und "dem Öl" in die Schuhe zu schieben, ist in meinen Augen selbst für die meisten populistischen arabischen Medien zu platt.
eagle05
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Anmeldungsdatum: 30.05.2006
Beiträge: 2481
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BeitragVerfasst am: 12 Okt 2008 - 22:37:00    Titel:

Zitat:
Vielleicht geht es im Irak wirklich nur um Macht
Es geht um die Macht da hast du vollkommen recht. Aber ich bin auch der Überzeugung, dass was da im Irak abläuft zu gunsten der Besatzer abläuft.
ich denke du weißt, dass die probleme zwischen Sunniten und Schiiten dadurch entstehen, dass es um Macht geht. Die dortige Regierung bevorzugt Schiitische bewegung, wodurch sich die Sunniiten benachteiligt sehen.
Zum anderen ich bin nicht der, der pauschalisiert, sondern der user der dieses thema in die runde geschmissen hat.
Wie wollt ihr denn den Islam zur rechenschaft ziehen, wenn in diesem land nicht der Islam herrscht. Das ist als würde ich das Christentum und Jesus für die Hexenverfolgung verantwortlich machen
Die Welt ist viel zu einseitig geworden und dieses Einseitige macht sie gefährlich.
Zitat:
Letzteres den Amerikanern und "dem Öl" in die Schuhe zu schieben, ist in meinen Augen selbst für die meisten populistischen arabischen Medien zu platt.

Also du hälst es für Platt. Dann sage mir bitte schön wieso, sie den Irak angegriffen haben. Ging es um die Atomwaffen, die der Irak hatte. Ging es um die Gifte, die sie von der französichen Regierung bekam, um die schiitische Bevölkerung zu töten. Worum ging es dann
Ich hoffe ich erwecke bei dir nicht das bild eines ungebildeten users der nichts besseres zutun hat einfach zu behaupten der Westen will was bösen. Wenn du mein Kommentar auf der letzten Seite gelesen hättest dann wüsstest du, dass ich nicht den "Westen" für alles verantwortlich mache, sondern auch die schuld bei uns suche. Was viele hier aber tun ist nur den Islam als falsch zu bezeichnen. Über die fehler die der "westen" gemacht wurde wird häufig nicht viel gesprochen
Frage an dich. Was denkst du denn, wofür die USA den Irak besetzt haben. Dass es um Saddam ging kannst du nicht behaupten, weil sie im jahre 1991 schon die chance hatten ihn zu erledigen
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Gott ist Liebe
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
Beiträge: 1105
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BeitragVerfasst am: 14 Okt 2008 - 21:50:45    Titel:

Liebe Wurzel

wurzel635 hat folgendes geschrieben:
murania hat folgendes geschrieben:

Und ich dachte immer Moslime kennen nur die wörtliche Interpretation des Koran.

Das Problem sind ja dauernd diese Pauschalisierungen. "Ich dachte immer Moslime"... Welche Muslime meint man denn jetzt? Sunniten, Shiiten, Sophiten, Aleviten und und und... Ich denke ähnlich ergeht es vielen Christen.

Eigentlich ist das hier ein Philosophie-Forum, wo es also darum geht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Ich stellte hier am 10. Okt. 2008 diverse Fragen zum Islam als Religion und Gesellschaftssystem. Dass kein Muslim willens oder in der Lage ist, diese Fragen zu beantworeten, erstaunt mich nicht mehr. Offenbar ist hier niemand fähig, über den Islam vernunftsgemäss zu reflektieren. Meine hier gestellten Fragen werden überdies auch nicht von den Geistlichen der Al-Azhar Universität behandelt und beantwortet, und ein Dialog zwischen den gemässigten Muslim und den Islamisten über die Frage der wörtlichen Auslegung der Gewaltverse im Koran findet offensichtlich überhaupt nicht statt, denn andernfalls hätten die Teilnehmer dieses Forums entsprechende Verlautbarungen hier verlinkt (nehme ich einfach 'mal an).

Es ist daher keine Pauschalierung, dass der Islam gegenwärtig orientierungslos ist, dass es kein verlässliches ethisches und moralisches Gebäude dieser Religion bzw. Gesellschaftssystems gibt, was wiederum aber nicht rechtfertigt, dass die einzelnen Strömungen und Gruppierungen im Islam als hinzunehmende Ausgestaltungen anzusehen wären, denn dies widerspräche dem Anspruch des Islam, wonach es nur einen Islam geben könne, es nur einen Gott bzw. Allah gebe und Mohammed sein letzter und daher massgebender Prophet gewesen sei. An diesem Anspruch messe ich all das, was hier die muslimischen Teilnehmer vor sich hinlabern.

In einem Punkt sind die Muslime Meister: Sie lenken von der eigentlichen Frage ab, streuen ein paar Beleidigungen ein, machen einen Hinweis auf angebliche Fehler anderer Personen/Gruppen und sind darauf bedacht, inhaltlich so wenig als möglich in der Diskussion beizutragen, siehe die Antwort von Schams-ul-Islam, der auf mein Posting antwortete, indem er beispielsweise Lukas 19, 27 in einem falschen Zusammenhang zitierte, siehe eagle05, der uns Nichtmuslime pauschal Ignoranz vorwirft, und Abdallah, der die Christenverfolgung in islamischen Ländern (konkret im Irak) als Retourkutsche hinstellen will.

@eagle05
eagle05 hat folgendes geschrieben:

Willst du etwa dafür was in Irak abläuft den islam beschuldigen. Das ist ja die Höhe. Das Land in Chaos stürzen und anschliessend den islam dafür beschuldigen

Wie Lammashu bereits sagte, geht es hier nicht darum, über den Sinn der amerikanischen Kriegführung zu diskutieren, aber es sei die Frage erlaubt, was denn vor dem Einmarsch im Irak geherrscht hatte und ob eine Befreiung von der Diktatur Hussein zwingend zum Chaos hätte führen müssen. Es sei mir der Vergleich zu Europa erlaubt, wo erst die Befreiung vom Faschismus einen Frieden ermöglichte.

@Schams-ul-Islam
Schams-ul-Islam5 hat folgendes geschrieben:
Als Gläubiger sage ich, dass zumindest ein Militär, das von Ungläubigen angeführt wird, selbst ein zu hohes Gefahrenpotential darstellt.

Wie war denn das mit Saddam Hussein, ein Militärbefehlshaber und gläubiger Muslim, der laut eigener Darstellung über 20 Liter Blut spendete, mit dem ein Koran geschrieben wurde. Vergleiche dazu beispielsweise den französischen Verteidigungsminister Hervé Morin, der im Tschad mit dem Regime dieses muslimischen Landes Gespräche über die Frage der Christenverfolgung in Darfur führte! Wo liegt nun mehr Gefahrenpotential?

Sorry, Ihr Muslime, Eure Einbildung in das islamische Gesellschaftssystem mitsamt seiner religiösen Bemäntelung ist eine Bigotterie, die ihresgleichen sucht. Ich finde diese Art Selbstgerechtigkeit einfach nur noch zum Kotzen!

GIL
Snapdragon
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Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 547

BeitragVerfasst am: 16 Okt 2008 - 08:36:03    Titel:

Abdallah hat folgendes geschrieben:
Snapdragon hat folgendes geschrieben:

Oder hat Hunntington mit seiner These am Ende doch Recht: Wo der Islam in der Minderheit ist, fordert er massiv Rechte, wo er die Majorität stellt, unterdrückt er Andersdenke ohne Gnade.


Dieser These Huntingtons widersprechen 1400 Jahre islamische Geschichte dann doch sehr imens... Das, was heute in Ländern wie Irak und Afghanistan so alles geschieht, hat wenig mit dem Islam zu tun.
Abdallah


Nun, so kann man das freilich nur sehen, wenn man alle Fakten beiseite schiebt. Die zitierten 1400 Jahre Islam bestätigen Hunntingtons These auf höchst eindrucksvoll Weise, denn gerade die Frühgeschichte des islam war eine Geschichte des Krieges, der militärischen Aggression und Expansion und der Intoleranz gegenüber Minderheiten. Da liest du wohl die falschen Bücher.

Was im Irak und Afghanistan passiert hat nur und ausschließlich mit dem islam zu tun. Sind nicht die Taliban sehr fromme Moslems? Sind nicht Sunniten und Schiiten, die sich im Irak gegenseitig in die Luft sprengen, sehr fromme Moslems?

Und werden die Christen in Mossul von den Amerikanern verjagt oder nicht vielleicht doch von ihren ach so toleranten moslemischen Nachbarn?
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"Geschichte macht nicht klug für den Augenblick, sondern weise fürs Leben."
Abdallah
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Anmeldungsdatum: 11.08.2007
Beiträge: 660

BeitragVerfasst am: 16 Okt 2008 - 21:31:58    Titel:

Snapdragon hat folgendes geschrieben:
Da liest du wohl die falschen Bücher.


Zu diesem Thema gibt es nur eine Quelle, die für mich als Grundlage für eine Diskussion dient und das ist die Sunnah des Propheten (saw) bzw. die dementsprechend zugeordneten Hadithe, die in Form einer Biographie im Buch von Ibn Ishaq strukturiert zusammengefasst sind.

Zitat:
Sind nicht die Taliban sehr fromme Moslems? Sind nicht Sunniten und Schiiten, die sich im Irak gegenseitig in die Luft sprengen, sehr fromme Moslems?


Nein, was die tun widerspricht dem Islam.

Zitat:
Und werden die Christen in Mossul von den Amerikanern verjagt oder nicht vielleicht doch von ihren ach so toleranten moslemischen Nachbarn?


Sicherlich werden leider auch unschuldige Christen im Irak Opfer von Gewalt und das tut mir sehr Leid für sie, denn die Agressoren werden vermutlich solche Muslime sein, die den unberechtigen Einzug der Amerikaner in den Irak - welche wiederum die Flagge des Christentums für ihre Intentionen hochhalten - als einen "moderenen Kreuzzug" intepretieren und auch wirklich davon überzeugt sind, dass für diese ganze Gewalt im Irak das Christentum verantwortlich ist. Infolgedessen bekommen es dann die christlichen Minderheiten im Irak ab, da sie am nächsten sind. Das mag man sich bei uns kaum vorstellen, dass Menschen so einen Hass auf Christen haben können, denn in unserer Gesellschaft werden uns eher die Bilder des "friedfertigen" Christentums und des "gewaltvollen" Islams vermittelt, die sich damit identifizieren, dass heute in Europa Frieden und im Nahen Osten Chaos und Gewalt herrscht. In anderen Gesellschaften sieht das anders aus und je nach dem aus welchem einseitigen Blickfeld man die Geschichte betrachtet, scheint man Belege für die jeweilige Sicht zu sehen. So ist das aber leider nun mal, es gibt überall auf der Welt Menschen, denen einfach die nötige Bildung fehlt und die deshalb nicht in der Lage sind zu differenzieren. Das kann man auch an Sätzen wie solchen hier erkennen:

Zitat:
Was im Irak und Afghanistan passiert hat nur und ausschließlich mit dem islam zu tun.


Ich hoffe es kommen nie wieder Menschen an die Macht, die eine solche Denkweise über eine Religion haben.
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Vergelte Gleiches nicht mit Gleichem, sondern bedecke das Schlechte mit Gutem und du wirst sehen, jemand der dir feindlich gesinnt war, wird dein bester Freund. (Koran)
Snapdragon
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Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 547

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2008 - 15:10:06    Titel:

Hallo Abdallah
nach deiner Antwort auf meinen Beitrag habe ich ein wenig Zweifel, ob Du eine wirkliche Diskussion überhaupt führen kannst, denn es reicht wohl nicht aus, sich allein auf die von dir angegebenen „Quellen“ zu stützen, wenn es um die 1400jährige Islamgeschichte geht

Du erinnest dich:
Zitat Abdallah:
Zu diesem Thema gibt es nur eine Quelle, die für mich als Grundlage für eine Diskussion dient und das ist die Sunnah des Propheten (saw) bzw. die dementsprechend zugeordneten Hadithe, die in Form einer Biographie im Buch von Ibn Ishaq strukturiert zusammengefasst sind.

Mit dieser Basis kann man wohl kaum über 1400 Jahre Islam etwas aussagen, schon gar nicht über das heikle Thema, wie gewalttätig der Islam wirklich ist. Aber schon die Prophetenzeit selbst war ja keineswegs friedlich. Immerhin beginnt der Islam ja mit einem zehnjährigen brutalen Wüstenkrieg von Medina aus gegen Mekka, oder? Und auch die Eroberung der arabischen Halbinsel bis zum Tode Mohammeds war doch letztlich ein Akt militärischer Aggression. Daher denke ich kann man Mohammed ja kaum zu den besonders friedfertigen Zeitgenossen zählen. Die Bezeichnung Kriegsherr trifft auf ihn ganz gut zu.

Wenn also die Eroberung Mekkas und der arabischen halbinsel durch den Koran gedeckt sind, dann muss man doch erhebliche Zweifel an der wesensmäßigen Friedfertigkeit des Islam haben können.

Die zweite Frage, die mich dann schon interessiert ist doch die: wieso schließt du für die Taliban so kategorisch aus, dass sie Moslems sind? Immerhin berufen sie sich ja bei ihren Taten auf den Koran und Allahs Willen. Ähnliches gilt ja auch für die Fanatiker im Irak und auch für die Regierung im Iran. Willst du denen allen das wahre Moslemtum absprechen? Und wenn ja, mit welchem Recht?

Anders gefragt: wenn diese Leute sich auf den Koran und Allahs Willen berufen, dann muß es doch logischerweise genau solche Stellen im Koran geben, die genau das zulassen. Oder sie halten sich an der Vorbild Mohammeds, der ja auch nicht durch Reden und Überzeugen Arabien unter seine Herrschaft gebracht hat. Insofern ist deine Interpretation zumindest erklärungsbedürftig.

Ich glaube auch nicht, dass das Bild vom gewalttätigen Islam uns einfach so vermittelt werden kann, wenn es diese Facette nicht gäbe.

Diese Aggressionen auf die Politik der USA zurückzuführen ist nicht stichhaltig. Immerhin zielte ja meine Frage nicht auf die Terrorakte gegen US Truppen im Irak, sondern auf die Vertreibung der alteingessenen christlichen Familien im Irak, die ja nun wirklich nichts mit den USA zu tun haben. Oder wenn in Afghanistan zivile Einrichtungen wie Schulen von den Taliban angegriffen und zerstört werden, so trifft das weder die USA noch hat es mit dem Einsatz der US Streitkräfte etwas zu tun, denn soweit ich weiß haben die Taliban nie viel von Bildung gehalten. Die Bildung gerade von Mädchen war ihren stets ein Dorn im Auge und so sind es vor allem Schulen für Mädchen, die angegriffen werden.

Außerdem geht es doch hier in diesem Forum doch um Fragen an Muslime, nicht so sehr um die Politik der USA, die anderswo diskutiert wird.

Im übrigen möchte ich hier nicht von Dir so persönlich angegangen werden:

Zitat Abdallah:
es gibt überall auf der Welt Menschen, denen einfach die nötige Bildung fehlt und die deshalb nicht in der Lage sind zu differenzieren. Das kann man auch an Sätzen wie solchen hier erkennen

... und dann folgt ein Zitat von mir. Ich glaube nicht dass du dich über meine Bildung äußern kannst; ich verzichte auch darauf, nach der Bildung eines Menschen zu fragen, der unumwunden selber zugibt, nur ein paar Hadithen und Koransuren gelesen zu haben. Also laß uns ernsthaft diskutieren und beantworte doch einfach meine Fragen. Wenn du meine Fragen nicht beantworten oder meine Aussagen nicht widerlegen kannst, solltest du dich vielleicht nicht an der Diskussion beteiligen.

Ich stelle hier mal ganz offen die Frage, ob der Islam von seiner Gründung durch Mohammed nicht schon ein enormes, sicherlich zeitbedingtes Gewaltpotenzial in sich gehabt hat, das gerade deshalb, weil es keine „islamische Aufklärung“ in der Geschichte gegeben hat, sondern vielmehr eine geradezu pathologische Buchstabengläubigkeit vorherrscht, eben eine Humanisierung dieser Religion nicht stattgefunden hat.
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eagle05
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BeitragVerfasst am: 19 Okt 2008 - 15:00:07    Titel:

(Achtung Ironie)
Der Islam ist eine gewalttätige Religion die darauf aus ist die gesamte menschheit in Sklaven zu verwandeln. Weder will sie den menschen rechte geben noch will sie eine Aufklärung. All das schlechte was einem einfällt ist von Moslems gemacht.
Ist das alles was ihr hören wollt, oder wollt ihr noch mehr
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W.Kaiser
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BeitragVerfasst am: 19 Okt 2008 - 16:14:56    Titel:

eagle05 hat folgendes geschrieben:
(Achtung Ironie)
Der Islam ist eine gewalttätige Religion die darauf aus ist die gesamte menschheit in Sklaven zu verwandeln. Weder will sie den menschen rechte geben noch will sie eine Aufklärung. All das schlechte was einem einfällt ist von Moslems gemacht.
Ist das alles was ihr hören wollt, oder wollt ihr noch mehr
Danke nein, das ist ausreichend.


Mit freundlichen Grüßen


W. Kaiser
eagle05
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BeitragVerfasst am: 19 Okt 2008 - 18:40:58    Titel:

nachdem ihr dann gehört habt was ihr wolltet, denke ich dass wir die duskussion beenden können
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W.Kaiser
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BeitragVerfasst am: 19 Okt 2008 - 21:45:02    Titel:

eagle05 hat folgendes geschrieben:
nachdem ihr dann gehört habt was ihr wolltet, denke ich dass wir die duskussion beenden können
Das ist ein alter Hut, den du da ablieferst. Dir fällt nur kein Text als Antwort auf Snapdragons Beitrag ein.


Mit freundlichen Grüßen

W. Kaiser
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BeitragVerfasst am: 20 Okt 2008 - 21:11:15    Titel:

Huch, was ist denn jetzt los?
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Kotzi
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BeitragVerfasst am: 21 Okt 2008 - 09:10:50    Titel:

Zitat:
Das ist ein alter Hut, den du da ablieferst. Dir fällt nur kein Text als Antwort auf Snapdragons Beitrag ein.


Naja der Unterton der ganzen Diskussion klingt schon sehr danach, dass man generell den Islam als potentiel sehr gewaltätig einstufen muss/soll. Leider nimmt man dabei Beispiele menschlicher Fehlbarkeit. Demnach müsste man aber auch sagen, dass es in jeder Religion Fundamentalisten gibt. Ja, selbst heute gibt es noch Christliche Fundamentalisten, mit einem sehr prominenten Zeitgenossen dazu. Auch soll es radikale buddhistische Mönche geben. Es kommt halt immer darauf an wie man persönlich die Religion für sich auslegt.
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
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BeitragVerfasst am: 21 Okt 2008 - 10:22:41    Titel:

Lieber Kotzi

Wir sind hier in einem Philosophie-Forum. Der Islam ist ein gesellschaftlich relevantes Phänomen. Da er sich unter anderem als Rechtssystem und als Staatsordnung definiert, handelt es sich beim Islam um ein Gesellschaftssystem. Es macht daher Sinn, den Kern und den Aufbau des Islam unter die Lupe zu nehmen und sich dabei die Frage zu stellen: Was ist im Islam systemrelevant und -immanent.

Kotzi hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Das ist ein alter Hut, den du da ablieferst. Dir fällt nur kein Text als Antwort auf Snapdragons Beitrag ein.


Naja der Unterton der ganzen Diskussion klingt schon sehr danach, dass man generell den Islam als potentiel sehr gewaltätig einstufen muss/soll.

Was willst Du? Dass dem Islam das Potential zu Gewalttaten anhängt, begegnet uns tagtäglich in den Nachrichten. Es gibt Muslime, die sich bei ihren Gewalttaten auf den Koran berufen. Ob zu recht oder zu unrecht, ist hier die Frage, die man in einem Philosophie-Forum stellen darf und soll.

Einem Muslim gilt jedes Wort, jeder Buchstabe und in jedes Satzzeichen des Koran als heilig. Seit über acht Monaten frage ich in diesem Forum wiederholt, woher sich ein gemässigter Muslim das Recht nimmt, die wörtliche Auslegung von Gewaltversen als unislamisch zu verurteilen. Bis heute ist diese Frage im Forum unbeantwortet geblieben. Offenbar kann sie kein Muslim beantworten. Nachdem diese simple Frage nicht beantwortet werden kann, ist die Feststellung, dass dem Islam das Potential zu Gewalt innewohne, jedenfalls nicht leicht von der Hand zu weisen.

Kotzi hat folgendes geschrieben:
Leider nimmt man dabei Beispiele menschlicher Fehlbarkeit.

Nein, für ein Pholosophie-Forum ist das keine gültige Fragestellung, sondern es geht darum, ob die gemässigten Muslime, durch ihr Glaubenssystem befähigt sind, den extremistischen Strömungen entgegenzutreten. Das ist nicht der Fall, denn ein Islamist lacht doch bloss höhnisch, indem er sagt, er - der Islamist - halte sich im Unterschied zum gemässigten Muslim noch an die Gesetze, wie sie Mohammed von Allah geoffenbart bekommen habe.

@Snapdragon
Snapdragon hat folgendes geschrieben:
Huch, was ist denn jetzt los?

Sei nicht erstaunt. Das ist hier die Art, wie Muslime unangenehme Fragen zu beantworten bzw. ihnen auszuweichen pflegen.

GIL
Kotzi
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Anmeldungsdatum: 21.10.2008
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 21 Okt 2008 - 14:36:51    Titel:

Hallo GIL

Zitat:
Dass dem Islam das Potential zu Gewalttaten anhängt, begegnet uns tagtäglich in den Nachrichten.


Ich kann dem nicht zustimmen. Und halte es auch für sehr gefährlich wenn man stark pauschalisiert.

Zitat:
Es gibt Muslime, die sich bei ihren Gewalttaten auf den Koran berufen. Ob zu recht oder zu unrecht,...


Das ist eine rhetorische Frage oder? Alle Greueltaten in der Geschichte der Menschheit und auch die, die auf einen religiösen Grund beruhten sind unrechtens. Das sollte klar sein.

Zitat:
Einem Muslim gilt jedes Wort, jeder Buchstabe und in jedes Satzzeichen des Koran als heilig. Seit über acht Monaten frage ich in diesem Forum wiederholt, woher sich ein gemässigter Muslim das Recht nimmt, die wörtliche Auslegung von Gewaltversen als unislamisch zu verurteilen.


Vielleicht gesunder Menschenverstand.

Zitat:
...ob die gemässigten Muslime, durch ihr Glaubenssystem befähigt sind, den extremistischen Strömungen entgegenzutreten. Das ist nicht der Fall,...


Meines Wissens gibt es heutzutage viel mehr gemäßigte Muslims als radikale. Gemäß deiner Ausführung müssten dies seit Jahrhunderten schon anders sein.
Snapdragon
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BeitragVerfasst am: 21 Okt 2008 - 17:20:35    Titel:

Okay, GIL hat den Versuch unternommen, die Diskussion wieder anzuschieben und anders als Kotzi hat er auch meine Kernfrage, die auch die seine (oder ihre?) ist verstanden.

Es geht gar nicht um die Frage, ob "die Muslime" gewalttätig sind. Das wäre in der Tat eine unzuläassige Pauschalisierung.

Es geht auch nicht um die Frage, ob es Fundamentalismus in anderen Religionen gibt, weil das zu sehr nach einer platten Rechtfertigung klingt (die man in der Tat gerade bei fundamentalistischen Moslems immer wieder findet) und außerdem nicht in diesen Thread gehört, denn hier geht es ja um Fragen an die Muslime.

Es geht schlicht um die Frage, ob dem Islam schon von seiner Gründung her, also quasi in seinem innersten Kern angelegt, eine aggressive, gewalttätige Komponente innewohnt, die sich in Intoleranz und Unterdrückung anderen gegenüber äußert und von fanatischen Muslimen legitimerweise als Rechtfertigung herangezogen werden kann.

Dies scheint mir bejaht werden zu müssen, denn ein stichhaltiges Gegenargument habe ich bislang vergebens gesucht.

Daß die überwältigende Masse der Moslems durchaus friedfertig ist, ist unbestritten, aber die Tatsache, daß sie es sind, ist keine Verdienst des Islam in seiner Unbedingtheit. Also die meisten sind friedlich nicht weil sie Moslems sind, sondern obwohl sie Moslems sind.

Eine andere Frage, die ich gerne anschließen würde, wäre die, inwiefern es in der islamischen Welt ernsthafte Versuche gibt, die Religion einer "Aufklärung" zu unterziehen, wie sie das Christentum im 18. Jh. erleben musste. Das war ein schmerzhafter Prozeß, aber ein notwendiger und für die Geschichte Europas ein unbedingt nützlicher.

Gibt es also ernsthafte Bemühungen, etwa den Koran gründlich zu revidieren, ihn einer historisch kritischen Analyse zu unterziehen, zeitgeschichtliche bedingte Interpretamente von fundamentalen Glaubenswahrheiten zu trennen, seine Beziehungen und Abhängigkeiten von der jüdisch-christlichen Theologie herauszuarbeiten und zu würdigen, ja überhaupt die Geschichte des Judentums und des Christentums im arabischen Raum einmal zu untersuchen, um auf diese Weise die Quellen des Koran und damit des Islam einmal wissenschaftlich aufzuarbeiten?

Statt sich also in eine Trotzhaltung zurückzuziehen, wie es "eagle" hier vorgemacht hat oder sich überheblich über die angeblich mangende Bildung der Fragenden zu äußern , wäre doch eine offenere Diskussionskultur sehr wünschenswert.

Mal sehen ...
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BeitragVerfasst am: 21 Okt 2008 - 17:23:25    Titel:

Lieber Kotzi

Ich glaube, wir reden aneinander vorbei.

Kotzi hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Dass dem Islam das Potential zu Gewalttaten anhängt, begegnet uns tagtäglich in den Nachrichten.

Ich kann dem nicht zustimmen. Und halte es auch für sehr gefährlich wenn man stark pauschalisiert.

Ich pauschaliere nicht, sondern ich kann sehr wohl zwischen Islamisten und gemässigten Muslimen unterscheiden. Nur: Die Islamisten verstehen sich als die besseren Muslim, weil sich ihr Glauben nahe am Wort des Koran bewegt. Die wörtliche Koranauslegung ist systemimanent, da der Koran per Definition die wortwörtliche Wiedergabe von Allahs Offanbarungen an Mohamed sein soll.

Kotzi hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Es gibt Muslime, die sich bei ihren Gewalttaten auf den Koran berufen. Ob zu recht oder zu unrecht,...

Das ist eine rhetorische Frage oder? Alle Greueltaten in der Geschichte der Menschheit und auch die, die auf einen religiösen Grund beruhten sind unrechtens. Das sollte klar sein.

Jetzt pauschalierst aber Du, und zwar ganz gewaltig.
Ich denke, die Gewaltverse im Koran sind Dir geläufig. Dass sich Muslime darauf berufen, wenn sie religiös motiviert andere Menschen umbringen, ist ein Fakt. Möchtest Du das bestreiten?

Kotzi hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Einem Muslim gilt jedes Wort, jeder Buchstabe und in jedes Satzzeichen des Koran als heilig. Seit über acht Monaten frage ich in diesem Forum wiederholt, woher sich ein gemässigter Muslim das Recht nimmt, die wörtliche Auslegung von Gewaltversen als unislamisch zu verurteilen.


Vielleicht gesunder Menschenverstand.

Kannst Du den Satz oder Deinen Gedankengang zu Ende führen? Ich verstehe nicht, was Du damit sagen willst. Dem Muslim ist es verboten, den Koran mit eigenen Ansichten anzureichern. Was meintest Du konkret mit dem "gesundem Menschenverstand"?

Kotzi hat folgendes geschrieben:

Zitat:
...ob die gemässigten Muslime, durch ihr Glaubenssystem befähigt sind, den extremistischen Strömungen entgegenzutreten. Das ist nicht der Fall,...


Meines Wissens gibt es heutzutage viel mehr gemäßigte Muslims als radikale.

Das ist ein Fakt, und ich bestreite das ja auch nicht.

Darum geht es hier aber nicht. Wir diskutieren hier in einem Philosophie-Forum, wo sich das Denken und die Argumentation nicht an der Mehrheitsfähigkeit orintiert, sondern an Fragen beispielsweise über den Wesenskern von Systemen. Es geht also nicht um einen der von vielen muslimischen Gruppierungen gelebten Islam, sondern darum, ob ein gemässigter Muslim ein Recht besitzt, einem andern Muslim die wortwörtliche Auslegung von Gewaltversen im Koran als unislamisch zu verbieten. Es geht, wie Du siehst, um's Grundsätzliche.

GIL
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BeitragVerfasst am: 21 Okt 2008 - 18:09:54    Titel:

Zitat:
Es geht gar nicht um die Frage, ob "die Muslime" gewalttätig sind. Das wäre in der Tat eine unzuläassige Pauschalisierung...Also die meisten sind friedlich nicht weil sie Moslems sind, sondern obwohl sie Moslems sind.


Bitte nochma prüfen.

Zitat:
Statt sich also in eine Trotzhaltung zurückzuziehen, wie es "eagle" hier vorgemacht hat


Trotz war das glaub ich nicht.

Zitat:
sondern darum, ob ein gemässigter Muslim ein Recht besitzt, einem andern Muslim die wortwörtliche Auslegung von Gewaltversen im Koran als unislamisch zu verbieten


Woher nimmt der Islamist das Recht zu behaupten er kenne den Koran besser als alle anderen.[/code]
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BeitragVerfasst am: 21 Okt 2008 - 19:16:14    Titel:

Lieber Kotzi

Kotzi hat folgendes geschrieben:
Zitat:
sondern darum, ob ein gemässigter Muslim ein Recht besitzt, einem andern Muslim die wortwörtliche Auslegung von Gewaltversen im Koran als unislamisch zu verbieten


Woher nimmt der Islamist das Recht zu behaupten er kenne den Koran besser als alle anderen.


Ich las Deinen Satz nun fünf Mal ganz langsam durch und verstehe noch immer nicht, was Du eigentlich sagen willst. Der Islamist bemäntelt seine Verbrechen mit den Gewaltversen im Koran. Diese stehen wortwörtlich so im Koran. Man braucht sie bloss zu lesen. Von besser kennen ist hier also nicht die Rede. Falls Dir diese Verse nicht geläufig sein sollten: Es gehört heute auch unter Nichtmuslimen zur Allgemeinbildung, sie zu kennen. Lies einmal hier, was im Koran an Gewaltversen zu lesen ist.

Solche und ähnliche Verse werden denn auch laufend - und zwar wortwörtlich - von Islamisten bei Ausübung und zur Rechtfertigung ihrer Untaten zitiert, beispielsweise in den Filmchen, wo Islamisten sogenannt Ungläubige enthaupten, oder wenn Muslime sogenannte Ehebrecherinnen durch Steinigung töten oder wenn Dieben eine Hand abgehackt wird etc. Van Gogh's Mörder hatte Koranverse an der Mordwaffe angebracht.

Könntest Du auch für mich verständlich erklären, was Du mit Deinem Satz meintest.

Es geht hier um die Frage, woher der gemässigte Muslim das Recht ableitet, den Islamisten die wortwörtliche Auslegung des Koran zu verbieten. Das ist eine Frage, die man sachlich beantworten könnte, wenn man denn könnte.

GIL
Kotzi
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Anmeldungsdatum: 21.10.2008
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BeitragVerfasst am: 21 Okt 2008 - 19:52:56    Titel:

Hallo GIL

vielen Dank für den informativen Link. Aber ich muss dir leider sagen, dass ich wenig beeindruckt bin über eine Broschüre über den Koran, in der im Impressum eine christliche Organisation abgedruckt und über dessen Verfasser Salam Falaki ich überhaupt nichts näheres finden kann.

Zitat:
Es geht hier um die Frage, woher der gemässigte Muslim das Recht ableitet, den Islamisten die wortwörtliche Auslegung des Koran zu verbieten.


Gegenfrage: Woher nahm Luther das Recht die Kirche, wie sie in der damaligen Zeit war, in Frage zu stellen.

Sollten wir uns nicht lieber darüber freuen das es Muslims gibt die sich kritisch mit solchen Versen auseinandersetzen und positive Schlüsse daraus ziehen.
Snapdragon
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BeitragVerfasst am: 21 Okt 2008 - 23:03:55    Titel:

Sorry Kotzi, aber leider muß ich feststellen, daß du einer Antwort auf die gestellten Fragen ausweichst, auch eine Diskussion mit dir ist nicht möglich, weil du elementare Regeln einer Diskussion außer acht läßt.

Es wurde eine Frage gestellt und du antwortest mit einer Gegenfrage, was für sich genommen schon ziemlich hilflos ist und das umso mehr, als diese Gegenfrage nichts aufklärt. Was hat Luther und seine Kritik an der Kirche mit dem ambivalenten Verhältnis des Islam zur Gewalt zu tun.

Ich wiederhole die Frage deshalb nochmals:
Wie kann ein (gemäßigter) Moslem einem fanatischen Moslem die Anwendung von (im Koran ausdrücklich legitimierter, ja sogar erwünschter) Gewalt, vor allem gegen Nichtmuslime (denn sie sind ja Ziele des Dschihad wie die jüngsten Opfer der Bundeswehr in Afghanistan zeigen) als unmuslimisch bestreiten?

Die einschlägigen Koranstellen sind doch allgemein bekannt. Sie sind durchaus authentisch und spiegeln die allgemeinen Denkmuster und Rechtsauffassungen der Zeit, in denen Mohammed sie verfaßt hat. Und genau solche Begründungen für militärische Gewalt brauchte Mohammed doch in seiner Zeit, wollte er den Kampf um Arabien legitimieren. Seine Nachfolger handelten nicht anders, als sie das Oströmische reich, Nordafrika und Spanien überrannten und erst jenseits der Pyrenäen von den Franken gestoppt wurden. Das waren, soweit ist die historische Forschung sicher, keine Verteidigungskriege. Es ging um die Ausbreitung des Islam.
Und die zitierte Broschüre nimmt ja explizit auf diese Verse Bezug. Dabei ist es doch völlig gleichgültig, von wem die Broschüre stammt. Die Stellen sind da und niemand kann wohl ernsthaft den Versuch machen, ihre Relevanz zu leugnen, angesichts des Umstandes, daß sich eine große Zahl von Muslimen explizit auf sie beruft.
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BeitragVerfasst am: 22 Okt 2008 - 08:43:56    Titel:

Ja hast recht, es gibt keine höhere Instanz die den Koran reformiert hat und diese Passagen als altmodisch und falsch interpretieren.

Ich werde meinen muslimischen Freunden vorschlagen, sich in Zukunft wie richtige Muslims zu verhalten. Sie sollten ihre Frauen von nun an prügeln und mir und anderen andersgläubigen den Djihad androhen. Sie haben ja schließlich nicht das Recht ihre eigenen Lehren aus dem Koran zu ziehen, solange es keine Autorität vor ihnen getan hat.

Vielleicht hast du aber auch unrecht. Wer weißt das schon, niemand von uns ist perfekt, mein Freund. Nur einer ist unfehlbar, der Tod.
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BeitragVerfasst am: 22 Okt 2008 - 08:49:04    Titel:

Lieber Kotzi

Kotzi hat folgendes geschrieben:
vielen Dank für den informativen Link. Aber ich muss dir leider sagen, dass ich wenig beeindruckt bin über eine Broschüre über den Koran, in der im Impressum eine christliche Organisation abgedruckt

Das verstehe ich nicht.
Falls Du damit behaupten möchtest, der Verfasser habe die Koranverse falsch zitiert, bitte ich Dich zu substantiieren, um welche Verse es sich dabei handeln soll. Auf den einschlägigen Islam-Seiten kannst Du den Koran in verschiedenen Übersetzungen nachlesen und die von Dir angezweifelten Zitate der Broschüre wiederfinden.

Kotzi hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Es geht hier um die Frage, woher der gemässigte Muslim das Recht ableitet, den Islamisten die wortwörtliche Auslegung des Koran zu verbieten.

Gegenfrage: Woher nahm Luther das Recht die Kirche, wie sie in der damaligen Zeit war, in Frage zu stellen.

Mit andern Worten, Du hast zum vornherein gar nicht vor, auf die eingangs gestellte Frage einzugehen.
Deine Gegenfrage gehört übrigens in den Parallelthread. Die Administratoren dieses Forums wachen sehr streng darüber.

Kotzi hat folgendes geschrieben:
Sollten wir uns nicht lieber darüber freuen das es Muslims gibt die sich kritisch mit solchen Versen auseinandersetzen und positive Schlüsse daraus ziehen.

Welcher Muslim tut denn das? Nenne mir Beispiele!

Ich behaupte, dass ein innerislamischer Diskurs über die Gewaltverse nicht stattfindet. Gemässigte Muslime begnügen sich damit, Selbstmordattentäter zu verurteilen, und verzichten darauf, den systemimanenten Ursachen dieses Phänomens auf den Grund zu gehen. Solche Verurteilungen sind inhaltsleere Lippenbekenntnisse, da sie nicht wirklich ernst gemeint sind. Wären sie ernst gemeint, müsste nämlich am Kern des Islam gerüttelt werden: Schonungslos Aufarbeitung der Frage, ob der Koran heute noch als die wortwörtlich gültige Wiedergabe von Allah's Offenbarung angesehen werden könne. Solange der Koran als zeitloses Dokument und wörtlich verbürgte Wiedergabe göttlicher Offenbarungen angesehen wird, ist er einer historischen Auslegungspraxis kaum zugänglich. So lehnte beispielsweise auch Abdallah hier im Forum ausdrücklich die Hermeneutik als für den Koran unzulässiges Auslegungsmittel ab.

Auch ich freue mich natürlich über jeden gemässigten und friedliebenden Muslim. Dass solche Muslime in der islamischen Gesellschaft zur überwiegenden Mehrheit gehören, dient einem Fundamentalisten aber nicht als Argument. Philosophisch gesehen ist eine Mehrheitsmeinung ohnehin kein Argument.

Ich mache gemässigte Muslime als Mitläufer für die gegenwärtigen Vorgänge innerhalb der islamischen Gesellschaft verantwortlich, denn sie leisten den Terroristen mit ihrem Schweigen eine konkludente Unterstützung. Muslime machen sich als Vertreter des islamischen Gesellschaftssystems durch ihre zweideutige Haltung zur religiösen Bemäntelung von Verbrechen mitverantwortlich.

Gemässigte Muslime bezichtigen zwar die Fundamentalisten der Verfälschung des Islam, übersehen aber dabei, dass in den Augen der Fundamentalisten sie es sind, die sich mit einer Koranauslegung, die sich nicht an den Wortlaut hält, der Verfälschung von Allah's Offenbarungen schuldig machen. Ob die fundamentalistische Haltung inkonsequent und falsch sei, vermag ich nicht zu beurteilen, aber bislang hat mir noch kein Muslim ein stichhaltiges Argument gegen die wörtliche Auslegung des Koran geliefert. Daraus leite ich ab, dass eine innerislamischen Diskussion über diese zentrale Frage noch nicht begonnen hat.

Kotzi hat folgendes geschrieben:
Ja hast recht, es gibt keine höhere Instanz die den Koran reformiert hat und diese Passagen als altmodisch und falsch interpretieren.

Sorry, falls Du meintest, Luther habe die Bibel reformiert oder verändert, dann liegst Du falsch.
Ebensowenig wie die Bibel lässt sich der Koran reformieren, denn eine höhere Instanz als Allah, der gemäss dem muslimischen Glauben den Koran wortwörtlich dem Propheten geoffenbart haben soll, gibt es im Islam nicht.
Du sprichst hier ein Auslegungsproblem an, nennst es aber beim falschen Namen.

Kotzi hat folgendes geschrieben:
Ich werde meinen muslimischen Freunden vorschlagen, sich in Zukunft wie richtige Muslims zu verhalten. Sie sollten ihre Frauen von nun an prügeln und mir und anderen andersgläubigen den Djihad androhen.

Das brauchst Du nicht zu tun, diese Arbeit übernehmen die Islamisten.

Irgendwann wird es vielleicht so weit kommen, dass sich immer mehr Muslime fundamentalistisch ausrichten und dieser faschistoiden Gesellschaftsströmung ihrer Religion nacheifern. Du erkennst es beispielsweise daran, dass immer mehr Musliminnen den Schleier tragen. Ähnliche Mechanismen haben in Europa vor rund 70 Jahren stattgefunden. Auch damals wurden die gesellschaftlichen Umwälzungen unter anderem mit Schlägertrupps und Beschimpfungen von Juden eingeläutet. Islamische Schlägertrupps und Beschimpfungen von unverschleierten Frauen auf offener Strasse sind ja längst keine Seltenheit mehr.

Kotzi hat folgendes geschrieben:
Sie haben ja schließlich nicht das Recht ihre eigenen Lehren aus dem Koran zu ziehen, solange es keine Autorität vor ihnen getan hat.

Nein, haben sie nicht. Im Islam haben ausschliesslich die Geistlichen das Sagen. Einem gewöhnlichen Muslim ist es verboten, den Koran nach feiem Gutdünken auszulegen. Wenn er das tut, verfälscht er womöglich den Koran, wenn auch nur im Geiste, worauf als Strafe die Hölle steht.

GIL
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BeitragVerfasst am: 23 Okt 2008 - 16:38:22    Titel:

Kotzi hat folgendes geschrieben:
Ich werde meinen muslimischen Freunden vorschlagen, sich in Zukunft wie richtige Muslims zu verhalten. Sie sollten ihre Frauen von nun an prügeln und mir und anderen andersgläubigen den Djihad androhen. Sie haben ja schließlich nicht das Recht ihre eigenen Lehren aus dem Koran zu ziehen, solange es keine Autorität vor ihnen getan hat.


Laß mal, es gibt schon genug fromme Muslime, die Frauen prügeln (oder wie in Afghanistan einfach umbringen) und Andersgläubige ermorden, dann solltest du deine Freunde, die offenbar trotz Islam eine gewisse Stufe der Humanisierung erreicht haben, nicht dazu anhalten.
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W.Kaiser
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BeitragVerfasst am: 23 Okt 2008 - 20:53:06    Titel:

Es war einmal ein Betrübter: Verfasst am: 12 Okt 2008 - 00:03:19  
Schams-ul-Islam hat folgendes geschrieben:
Ich werde für euch beten. Aber ich kann dieses Forum nicht weiter besuchen, einfach weil mich der Verlauf dieses Dialoges betrübt.
Möge Allah harte Herzen weich machen. Amin.

Friede sei auf dem, der der Rechtleitung folgt



Und als die Trübung sich verflüchtigt hatte: Verfasst am: 23 Okt 2008 - 12:50:27
Schams-ul-Islam hat folgendes geschrieben:
Im Quran steht weder, dass Schweinefleisch..........

Dies ist die Bestimmung Gottes...........


Herbert Wehner formulierte einst: „Wer rausgeht muss auch wieder reinkommen.“

Ich ahnte, dass du dir die Möglichkeit des Predigens hier nicht entgehen lassen würdest.

Bist du ein echter oder auch ein nachgemachter Moslem? Willst du deiner Religion durch dein Auftreten schaden?


Mit freundlichen Grüßen

W. Kaiser
Schams-ul-Islam
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 11:16:32    Titel:

Ach Herr Kaiser, ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr Herz in Wirklichkeit so hart ist, und dass sie im normalen Alltag so sehr nach Fehlern und Angriffspunkten suchen.

Wir sind Menschen mit kleinen oder großen Schwächen. Der Dialog betrübt mich noch immer und ich habe weiterhin kein großes Interesse, die gleichen Fragen wieder und wieder zu beantworten und zu sehen zu müssen, wie mir meine Worte verdreht werden, aber vielleicht verfolgt ja so manch Stiller den Verlauf dieses Forums und bemerkt dies und erwacht im Geiste.

Als ich festgestellt habe, dass sich das Thema des Forums geändert hat, habe ich mich eben wieder zu Wort gemeldet;

Jedenfalls ist dies ein Islam-Forum und niemand sollte es stören, wenn hier Islam "gepredigt" wird.

Liebe Grüße
Snapdragon
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Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 547

BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 15:19:08    Titel:

Aber natürlich stört es hier, wenn "gepredigt" wird, das sollte man in der Moschee tun (oder in der Kirche oder Synagoge wie auch immer aber nicht hier).
Im übrigen ist dies nicht einfach ein Islamforum, sondern ein Forum, das da heißt "Fragen an Muslime".
Diese drängenden Fragen werden ernsthaft gestellt, aber sie werden leider nie wirklich beantwortet, meistens wird eben leider nur gepredigt, schlimmer noch: der Fragende wird einfach ignoriert und bewußt falsch verstanden, lächerlich gemacht und für dumm verkauft usw.
Und die Tatsache, daß uns kritsch fragende die Antworten nicht befriedigen, liegt vielleicht nicht daran, daß wir zu dumm sind, sie zu begreifen, sondern es liegt vielleicht daran, daß die Antworten eben keine Antworten sind, sondern eben Polemiken, Ausweichmanöver usw usw.

Ein Beispiel:
Schams ul islam schrieb weiter oben: Friede denen, die der Rechtleitung folgen.
Frage: was bedeutet Rechtleitung? etwa Islam?
Und was wünscht er denen, die der Rechtleitung NICHT folgen? den Krieg?
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W.Kaiser
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 17:57:14    Titel:

Ach Schams-ul-Islam, ich kann mir vorstellen, dass du leidest.
Schams-ul-Islam hat folgendes geschrieben:
Ach Herr Kaiser, ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr Herz in Wirklichkeit so hart ist, und dass sie im normalen Alltag so sehr nach Fehlern und Angriffspunkten suchen.
Jeder Spitzbube hat eine Geschichte parat, wenn er erwischt wird. Schnorrer- und Täuschergehabe lieferst du ab, genau das Vertrauensbildende in Sachen Religion.

So hinter vorgehaltener Hand gefragt, sollte ich mich denn davon leiten lassen, was du dir über mich vorstellen kannst?

Schams-ul-Islam hat folgendes geschrieben:
Wir sind Menschen mit kleinen oder großen Schwächen. Der Dialog betrübt mich noch immer und ich habe weiterhin kein großes Interesse, die gleichen Fragen wieder und wieder zu beantworten und zu sehen zu müssen, wie mir
meine Worte verdreht werden, aber vielleicht verfolgt ja so manch Stiller den Verlauf dieses Forums und bemerkt dies und erwacht im Geiste.
Respekt, ein offenes Wort. Und welches Interesse sollte ich als bayrischer Katholik daran haben, dass du hier anstatt dich unsern Fragen zu stellen, Missionsarbeit leistest?


Schams-ul-Islam hat folgendes geschrieben:
Als ich festgestellt habe, dass sich das Thema des Forums geändert hat, habe ich mich eben wieder zu Wort gemeldet;
Du glaubtest Gewinn durch Hinausgehen zu erzielen und ohne Eintritt zu zahlen wieder hereinkommen zu können? Anfänger.


Schams-ul-Islam hat folgendes geschrieben:
Jedenfalls ist dies ein Islam-Forum und niemand sollte es stören, wenn hier Islam "gepredigt" wird.
Falsch, dies ist ein Philosophie-Forum und der Thread, in dem wir uns befinden, bietet Vertretern des Islams die Möglichkeit, Fragen zum Islam kompetent zu beantworten. Erkennst du jetzt den Schaden, den du anrichtest? Denke an den alten Moslem-Wunsch nach Ansehen und gleicher Augenhöhe. Das ist der Stoff, dessen Mangel das Leiden der islamischen Welt hervorruft.

Jede gute Antwort vermehrt das Ansehen. Jedes kitschige „Friede“ mindert es. Wir wollen hier nicht in der Islam-BILD lesen. Soll ich an diesem Faden weiterziehen? Soll ich die Verbrennfahnen, die Verbrennpuppen, die Verbrennmassen, den Rushdie, die Karikaturen herausholen? Dazu benötige ich kein einziges Wort Kenntnis aus eurem Koran.

Weißt du in welchem Höllenkreis euer Mohammed in der Göttlichen Komödie sitzt? Kennst du die Umstände, wie es zu den satanischen Versen kam? In eurem Schöpfungsmythos gäb‘s auch noch was zu löcken.


Mit freundlichen Grüßen

W. Kaiser
Gott ist Liebe
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Wohnort: Schweiz, männlich

BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 19:32:35    Titel:

Ich möchte hier noch einen weiteren Punkt zur Diskussion zu Kaisers Statement stellen:

W.Kaiser hat folgendes geschrieben:
Weißt du in welchem Höllenkreis euer Mohammed in der Göttlichen Komödie sitzt? Kennst du die Umstände, wie es zu den satanischen Versen kam? In eurem Schöpfungsmythos gäb‘s auch noch was zu löcken.


In der NZZ erschien ein Bericht über medizinische Studien mit dem Thema Halluzination. Daraus ein Zitat:

"Eine der häufigsten Formen ist das Stimmenhören bei Schizophrenen, etwa 60 Prozent leiden darunter. Die aufdringlichen Stimmen können irgendwoher aus dem Verborgenen oder aus einer Steckdose kommen und kommentieren das Handeln der Patienten, meistens auf negative Art. Dies wird als sehr quälend empfunden."

Ich betone: In diesem Artikel geht es um eine medizinische Studie. Ich aber frage mich: Wer garantiert, dass Mohammed tatsächlich die Stimme von Erzengel Gabriel hörte und nicht einer Halluzination - sprich einer medizinisch erklärbaren krankhaften Selbsttäuschung - unterlag. Der Koran weist unzählige Widersprüche auf, die mit dem Anspruch eines allwissenden Gottes nicht in Einklang gebracht werden können. Auch gibt es Verse, die einen durchschnittlich vernuftsbegabten Menschen erschaudern lassen, so dass sich fragen lässt, ist ein Glaube an die göttliche Herkunft des Koran überhaupt nachvollziehbar.

Hier nochmals meine Frage leicht abgeändert: Wie kann ein vernünftiger Mensch dem Glauben verfallen, der Koran sei die verlässliche Wiedergabe einer göttlichen Offenbarung?

GIL
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 3344

BeitragVerfasst am: 24 Okt 2008 - 20:01:25    Titel:

Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben:
Hier nochmals meine Frage leicht abgeändert: Wie kann ein vernünftiger Mensch dem Glauben verfallen, der Koran sei die verlässliche Wiedergabe einer göttlichen Offenbarung?


Im Sinne des Forenfriedens und des respektvollen Umgangs miteinander möchte ich bitte von solchen Aussagen abzusehen, da sie kaum mehr als eine kaschierte Beleidung der religiösen Gefühle des Gegenübers darstellen. Es ist in meinen Augen auch mehr oder weniger befremdlich, wenn ein Gläubiger einem anderne Gläubigen Unvernunft entgegenhält, die ratio ist schlicht nicht die Grundlage eines Glaubens.

Es gibt durchaus Partein hier im Forum, die Christen respektive Muslime für grob unvernünftig oder schlicht von für weniger des kritischen Verstandes befähigt erachten, gleichermaßen wie andere Strömungen diesen Vorwurf gegen jeden erheben, der überhaupt an irgendeine spirituelle Entität jenseits der rationalen Wirklichkeit glauben möchte.

Jede dieser Gruppierungen hat davon Abstand zu nehmen, den jeweils anderen als weniger vernünftig - und damit schlicht als dumm - zu bezeichnen.

Das gilt selbstverständlich für alle Beteiligten, auch wenn ich mir der hohen Emotionalität bei streng gläubigen Diskutanten durchaus bewusst bin.

Nächtes Thema:

"Predigten" sind hier keinesfalls erwünscht, dieses Forum dient nicht der Auslebung des Missionsauftrages. Gläubige aller Religionen und Nichtgläubige sind hier als gleichberechtigt im Austausch von Meinungen und der gegenseitigen Information über die eigene Weltsicht zu verstehen, es geht nicht darum den jeweils anderen von der letztendlichen Wahrheit zu überzeugen.
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3824

BeitragVerfasst am: 25 Okt 2008 - 13:24:03    Titel:

Lamasshu

Dies ist doch wohl sowohl eine Frage an den Islam wie auch an die Ratio:

Zitat:
Hier nochmals meine Frage leicht abgeändert: Wie kann ein vernünftiger Mensch dem Glauben verfallen, der Koran sei die verlässliche Wiedergabe einer göttlichen Offenbarung?
(GIL)


Warum siehst du dich denn da genötigt, zu intervenieren?

Dann schreibst du auch noch:
Zitat:
Jede dieser Gruppierungen hat davon Abstand zu nehmen, den jeweils anderen als weniger vernünftig - und damit schlicht als dumm - zu bezeichnen.


Nun! Da die Vertreter der einen Religion den Mord an der anderen Religion praktizieren, sich somit zu einem Verbrechen hinlassen, darf Kritik daran nicht diskriminiert werden?

Frage an die Moslems:

Hat ein Moslem das Recht, die Gewaltsuren des Koran als falsch zu bezeichnen? Hat ein Christ das Recht, derartige Mordaufrufe zu kriminalisieren?

Und daß es hier im Forum Atheisten gibt, ist ein Beweis für die Freiheit in Europa. Wiesehr die der Ratio folgen, kann jeder in den Nachbarthreads (z.B. Physik oder Politik) selbst feststellen: selten!

Wer öffentlich zum Mord an Andersgläubigen aufruft, ist ein Verbrecher! Wer ein Perpetuum Mobile baut, ist ein Dummkopf! Lieber Dummköpfe als Verbrecher!

Gruß Dornbusch
murania
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Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 2602

BeitragVerfasst am: 25 Okt 2008 - 15:24:49    Titel:

Gott ist Liebe hat folgendes geschrieben:


Ich betone: In diesem Artikel geht es um eine medizinische Studie. Ich aber frage mich: Wer garantiert, dass Mohammed tatsächlich die Stimme von Erzengel Gabriel hörte und nicht einer Halluzination - sprich einer medizinisch erklärbaren krankhaften Selbsttäuschung - unterlag. Der Koran weist unzählige Widersprüche auf, die mit dem Anspruch eines allwissenden Gottes nicht in Einklang gebracht werden können. Auch gibt es Verse, die einen durchschnittlich vernuftsbegabten Menschen erschaudern lassen, so dass sich fragen lässt, ist ein Glaube an die göttliche Herkunft des Koran überhaupt nachvollziehbar.
GIL

Auch im Islam stellt sich die Frage nach dem "allwissend".
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
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BeitragVerfasst am: 25 Okt 2008 - 17:40:19    Titel:

Also dass der Quran niemals vom Menschen erdacht sein kann, belegt einfach die Tatsache, dass er zu keiner "wissenschaftlichen Erkenntnis" im Widerspruch steht.

Dass Muhammad (s) kein Lügner oder Betrüger war, ergibt sich aus seinem makelos moralischen Leben vor wie nach seiner Berufung.

Und um noch einmal etwas zu diesem Forum zu sagen: Ich habe immer wieder betont, dass der Islam meine Religion ist, die ich niemandem aufdrängen will. Ob jemand Islam (mit dessem Ziel für diese Welt "Ihsan", dh so zu leben, als sähe man Gott ständig vor sich) annimmt oder erreicht, liegt alleine bei unserem Schöpfer und Lenker.

Was aber einen Dialog mit kompetenten Antworten anbelangt, so sehen ich einen solchen wohl deswegen gefährdet, weil die Prämissen nicht ganz gleich sind. Aber jeder ist frei, sein Leben entweder nach dem Jenseits oder aber nach dem Diesseits auszurichten.

Liebe Grüße
schelm
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BeitragVerfasst am: 25 Okt 2008 - 19:01:17    Titel:

Schams-ul-Islam schrieb :
Zitat:
Dass Muhammad (s) kein Lügner oder Betrüger war, ergibt sich aus seinem makelos moralischen Leben vor wie nach seiner Berufung.

.... Aber jeder ist frei, sein Leben entweder nach dem Jenseits oder aber nach dem Diesseits auszurichten.

Ok, das bedeutet das dies zu einem makellosen moralischen Leben gehört. Nun ist bekannt, das Mohammed diese Freiheit nicht jenen grundsätzlich gewährte, denen er sein Wort predigte. Als er und seine Anhänger angefeindet wurden, hätte er sich demzufolge zurückziehen müssen, anstatt sein Wort durchzusetzen. Auch dürften Apostaten nicht vom Glauben legitimiert vom Tode bedroht sein, ebenfalls keine Missionare in einer islamischen Gesellschaft. Verbietet dies denn ein makelloser Prophet Mohammed seinen Anhängern ? Denn es gibt doch laut Islam keinen Zwang im Glauben ? Oder gilt dies nur, so lange man sich dem Glauben freiwillig unterwirft ? Was, wenn jemand seinen Glauben ändert ? Oder einen anderen Glauben verbreitet, z.B. den der Schriftbesitzer ?
Zitat:
Was aber einen Dialog mit kompetenten Antworten anbelangt ...

.. hätte ich gern darauf selbige. Und bitte : Wenn möglich ohne Nebelwerfer und Blumensprache, sondern faktuell konkret - wenns machbar wäre ? Rolling Eyes

Freundliche Grüße, schelm
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BeitragVerfasst am: 25 Okt 2008 - 20:13:00    Titel:

Der Islam selbst praktiziert keine Missionierung; in einem nicht islamischen Staat werden die Missionsarbeiten anderer Religionen jedoch toleriert.

Dass Apostaten bestraft wurden ist wohl wahr. Das ist aber im Sinne von Hochverrat zu sehen. Es wurde niemand zu Tode gerichtet, der seinen Glauben unglückseligerweise verloren hat, sondern jemand der hernach zu einem Feind Gottes und der Menschheit wurde.

Nach dem Hinscheiden des Propheten (s) und seiner rechtgeleiteten Nachfolger kann ein derartiges Urteil ohnehin nicht mehr getroffen werden.
Aber im Allgemeinen ist dazu zu sagen, dass es besser ist einen Unruhe- und Unheilstifter zu liquidieren, als ihm die Möglichkeit zu geben, Wurzeln zu schlagen. Das ist im Hinblick auf sein Jenseits und das Dies- und Jenseits der anderen Menschen besser.

Der Islam war in Person des Propheten (s) immer gerne bereit, Verträge zu schließen und Abmachungen zu vereinbaren, und die Rechte Andersgläubiger zu schützen.
schelm
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BeitragVerfasst am: 25 Okt 2008 - 20:54:26    Titel:

Schams-ul-Islam schrieb :
Zitat:
Der Islam selbst praktiziert keine Missionierung;

Doch. Das beginnt bereits in muslimischen Familien. Kinder von Muslims gelten bereits als Muslime. Damit ist systematisch vorgesorgt, das sie sich nicht frei für oder gegen eine Religion entscheiden können, ohne im ablehnenden Fall harte Sanktionen befürchten zu müssen. Ist dies im Sinne des Propheten Mohammed ?

Und natürlich soll der Islam weltweit verbreitet werden. Willst du mich verulken ?

Das Christentum im übrigen auch. Allerdings im Sinne von Jesus ausschließlich durch die Kraft des Wortes, nicht die der Sanktion. ( Bitte keinen Nebenschauplatz über diesbezügliche Verstöße der Vergangenheit eröffnen - das wird nämlich nicht bestritten. )
Zitat:
in einem nicht islamischen Staat werden die Missionsarbeiten anderer Religionen jedoch toleriert.

Warum in einem islamischen Staat nicht ? Was bleibt hier von deiner Behauptung, jeder könne sich frei entscheiden, ob er sein Leben nach dem Diesseits oder Jenseits ausrichtet ? Mohammed sagte : Ihr habt eure und ich hab meine Religion

Auf welcher Grundlage maßt sich ein islamisches Gemeinwesen also überhaupt an, andere Glaubensvorstellungen vom Jenseits dann zu sanktionieren, wenn derjeniger der sie besitzt, sie auch verbreitet ? Wenn, wie du - fälschlicher; jedoch witzigerweiser behauptest - der Islam missioniere überhaupt nicht, dann dürfte er erst recht kein Problem mit anderen Glaubensvorstellungen haben. Hat er aber.
Zitat:
Dass Apostaten bestraft wurden ist wohl wahr. Das ist aber im Sinne von Hochverrat zu sehen.

Was ist konkret Hochverrat gegenüber dem Islam ? Gibt es einen als Hochverrat gewerteten Akt, der jedoch nur das Wort benutzt, nicht die Waffe ?
Zitat:
Es wurde niemand zu Tode gerichtet, der seinen Glauben unglückseligerweise verloren hat, sondern jemand der hernach zu einem Feind Gottes und der Menschheit wurde.

Was konkret ist minimal nötig zu tun, um als solcher zu gelten ?
Zitat:
Aber im Allgemeinen ist dazu zu sagen, dass es besser ist einen Unruhe- und Unheilstifter zu liquidieren, als ihm die Möglichkeit zu geben, Wurzeln zu schlagen.

Töten ( außerhalb von Notwehr ) ist immer die diktatorische Waffe derer, denen es an der Kraft überzeugender Argumente, Toleranz, Barmherzigkeit und Fähigkeit zur Koexistenz fehlt. Fehlt es dem Islam daran ?

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BeitragVerfasst am: 25 Okt 2008 - 22:21:38    Titel:

Zitat:
Doch. Das beginnt bereits in muslimischen Familien. Kinder von Muslims gelten bereits als Muslime. Damit ist systematisch vorgesorgt, das sie sich nicht frei für oder gegen eine Religion entscheiden können, ohne im ablehnenden Fall harte Sanktionen befürchten zu müssen.


Laut Glaube ist jeder Mensch/Kind bis zu einem bestimmten Lebensjahr (12, 13, oder 14) ein Moslem.

Wie sehn diese Sanktionen aus?
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BeitragVerfasst am: 25 Okt 2008 - 23:26:28    Titel:

Man wünscht ihnen alles Gute, wenn sie sich mit 15 vom Islam abwenden, Minirock tragen, ihren Partner durch Flirten kennenlernen oder die Evangelien predigen. Was hast du denn gedacht, was passiert ?

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BeitragVerfasst am: 26 Okt 2008 - 00:29:13    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:
Man wünscht ihnen alles Gute, wenn sie sich mit 15 vom Islam abwenden


Ein 15 jähriger hat nicht gerade viel mit Religion zutun. Ob Islam oder Christentum, das macht für ihn nicht gerade viel Unterschied in dem Alter. Unwahrscheinlich das man sich so früh abwendet ( ausgeschloßen ist das nicht).
Nicht jeder Vater wünscht seinem Sohn/Tochter alles gute bei sowas, jedenfalls nicht sofort. Ist das nicht verständlich? Ich hab schon von vielen Ex-Christen gehört die in ihrer Familie nicht gerade auf viel Begeisterung getroffen sind als sie ihre Religion wechselten.

Zitat:
Minirock tragen,

Tragen alle nicht-moslems Miniröcke?


Zitat:
ihren Partner durch Flirten kennenlernen


Ich habe jedenfalls nicht vor mich verheiraten zu lassen. Bettgehüpfe hab ich aber auch nicht geplant. Meine Eltern wissen und respektieren das.Selbst wenn dem nicht so wäre, Ich allein darf entscheiden inwieweit sie sich in mein Leben einmischen dürfen.

Zitat:
oder die Evangelien predigen

Wer Anstandt hat, der predigt sowas in der Kirche und nicht im Haus eines Moslems.

Zitat:
Was hast du denn gedacht, was passiert ?

Ich hab nicht um eine gegenfrage gebeten.
schelm
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BeitragVerfasst am: 26 Okt 2008 - 00:32:52    Titel:

Meine letzten 2 Postings waren klar verständlich. Was möchtest du ? Verwirrung stiften ?

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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
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BeitragVerfasst am: 26 Okt 2008 - 00:40:24    Titel:

Ich möchte dadurch herausfinden was du einem Moslems zutrauen würdest.
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4306

BeitragVerfasst am: 26 Okt 2008 - 01:28:09    Titel:

Eine komische Frage. Definiere " Moslem " ! Wen meinst du ? Mohammed Atta ? Die harmlose Muslimin von nebenan ? Den Kalifen von Köln ? Familien in Pakistan, die ihre Töchter töten, wenn sie sich ihren Mann selbst aussuchen ? Muslime, die um einen Ausgleich ihrer Religion mit der Moderne bemüht sind ? Den Zentralrat der EX - Muslime ? Arme Gastarbeiter, die als naive Drogenkuriere in Saudi - Arabien benutzt - und falls erwischt, zur Volksbelustigung öffentlich geköpft werden - von Muslimen ?

Muslimische Mädchen im Iran, die von Muslimen gesteinigt wurden - for nothing ? Oder meinst du jene Muslime, die in Afghanistan Frauen die Finger abhackten, sollten sie lackiert gewesen sein ? Die im Kabuler Fußballstadion in Burka gehüllte Frauen mit Kalaschnikows totschossen ?

Oder jene, die im Iran nach der Revolution gegen den Schah Frauen das Kopftuch annagelten, sollten sie sich beständig geweigert haben es zu tragen ? Oder meinst du jene, die dagegen nicht ihre Stimme vernehmlich in der muslimischen Welt erheben ?

Wer also könnte gemeint sein, dem ich was warum zutraue ?

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Zuletzt bearbeitet von schelm am 26 Okt 2008 - 01:36:14, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 26 Okt 2008 - 01:34:57    Titel:

Zitat:
Eine komische Frage. Definiere " Moslem " ! Wen meinst du ? Mohammed Atta ? Die harmlose Muslimin von nebenan ? Den Kalifen von Köln ? Familien in Pakistan, die ihre Töchter töten, wenn sie sich ihren Mann selbst aussuchen ? Muslime, die um einen Ausgleich ihrer Religion mit der Moderne bemüht sind ? Den Zentralrat der EX - Muslime ? Arme Gastarbeiter, die als naive Drogenkuriere in Saudi - Arabien benutzt - und falls erwischt, zur Volksbelustigung öffentlich geköpft werden - von Muslimen ?

Muslimische Mädchen im Iran, die von Muslimen gesteinigt wurden - for nothing ? Oder meinst du jene Muslime, die in Afghanistan Frauen die Finger abhackten, sollten sie lackiert gewesen sein ? Die im Kabuler Fußballstadion in Burka gehüllte Frauen mit Kalaschnikows totschossen ?



Moslems...


Du musst es ja besser wissen.


Zuletzt bearbeitet von godaime am 26 Okt 2008 - 01:38:07, insgesamt einmal bearbeitet
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