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Der Islam und seine Richtungen – Fragen an Muslime
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Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Der Islam und seine Richtungen – Fragen an Muslime
 
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schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4310

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2008 - 20:30:52    Titel:

@Schams-ul-Islam :
Zitat:
Steinigung - ein Zeugenbericht aus dem Iran

Der nachfolgende Zeugenbericht einer Steinigung im Iran wurde im Jahr 2000 niedergeschrieben. Der Name des damaligen Schülers ist der IGFM bekannt. Die Steinigung wurde in der Stadt Abadan vollstreckt, wahrscheinlich im Jahr 1992.

"Eines Tages musste ich mit meiner Schulklasse ins Stadion kommen. Es sollte eine Steinigung vollzogen werden, bei der wir zuschauen mussten. Wir saßen auf den Tribünen und warteten. Sandwich-Verkäufer gingen durch die Reihen und boten ihre Waren an. Dann endlich wurde ein Mädchen ins Stadion geführt. Ich erschrak, denn ich erkannte dieses siebzehnjährige Mädchen. Sie wohnte in unserer Straße, und als Kinder hatten wir miteinander gespielt.

Ein Mullah las ihr das Urteil vor: "Im Namen Allahs, des Barmherzigen, wirst du zum Tode verurteilt durch Steinigung." Das Mädchen weinte, aber es wirkte wie benommen. Sie wurde in ein Loch gestellt, das man in die Erde gegraben hatte. Dann schaufelte man dieses Loch bis zur Brusthöhe des Mädchens zu. Auf den Tribünen johlte der Mob. Dann flogen die ersten Steine, die gezielt neben dem Mädchen auf den Boden fielen. Jedes Mal, wenn der Oberkörper des Mädchens zuckte, um einem Stein auszuweichen, begann das Johlen der jungen Männer von neuem. Es war wie bei einem Fußballspiel, wenn ein ganzes Stadion "Tor" schreit. Dann trafen die ersten Steine. Das ganze Spektakel zog sich hin, bis das Mädchen endlich tot war. Ich musste erbrechen.

Einige Tage später war ich beim Friseur. Neben mir saß ein alter Mann und weinte. Ich fragte ihn: "Väterchen, warum weinen Sie?" Und er antwortete: "Meine Tochter ist tot, eben bekam ich vom Gericht die Papiere, dass meine Tochter, die Jungfrau, in der Nacht vor ihrem Tod mehrmals verehelicht wurde." (Im Iran gibt es die Möglichkeit, eine Ehe auf Zeit zwischen einer Stunde und neunundneunzig Jahren einzugehen.) Ich erkannte nun diesen Mann. Man hatte ihm zu seinem Schmerz über die tote Tochter, die nichts anderes getan hatte, als Flugblätter gegen das islamische Regime zu verteilen, nun auch die letzte Hoffnung genommen. Muslime in unserem Land glauben, dass Jungfrauen, die blutig sterben, gleich ins Paradies eintreten und nicht ins Jüngste Gericht kommen. Weil man dieses Mädchen in der Nacht vor ihrem Tod mehrmals verehelicht hatte, starb sie nicht als Jungfrau und musste nun – nach dem Glauben ihres Vaters – aufs Jüngste Gericht warten.

Ich war entsetzt über diese Art des gewaltsamen Todes und über die zynische Weise des Urteil, dass ein junges Mädchen im Namen Gottes des Barmherzigen gewaltsam auf furchtbare Weise getötet wurde, nachdem man sie in der Nacht vor ihrem Tod gesetzlich korrekt mehrmals vergewaltigt hatte. Aus diesem Grunde kann ich kein Muslim mehr sein."

http://www.igfm.de/?id=477

Gründe wie hier im Iran als sich selbst verstehende islamische Gesellschaft sind nicht nur " Verbrechen " wie Fremdgehen, öffentliches Zina etc - sondern auch politische Arbeit gegen das Regime oder jene, die es führen - und dies ist folgelogisch, denn wer in einer islamischen Gesellschaft deren Regeln oder Repräsentanten offensiv anzweifelt, Flugblätter verteilt etc. , kann schnell zu einem Feind des Islam erklärt werden.

Frage an dich : Wer kontrolliert in einer islamischen Gesellschaft die Kontrolleure ?
Zitat:
Desweiteren ist Steinigung im Quran nicht verankert

Sie entspricht der Sunna des Propheten - und dies ist durch von Muslimen selbst nicht bezweifelte Hadithe belegt. Und Sunna und Koran bilden eine widerspruchsfreie Einheit laut Islam. Streu mir keinen Sand in die Augen !

Freundliche Grüße, schelm
Schams-ul-Islam
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 19 Nov 2008 - 21:06:23    Titel:

@schelm

Glaub mir oder nicht, aber diese Geschichte stößt mich mindestens genauso ab wie dich. Und es ist klar, dass ein derartiges Verhalten, wie ich bereits in meinem Konjunktivbeitrag erwähnt habe, nicht der Schönheit des Vorbildes des Propheten (s) folgt. Auch und vor allem der Punkt mit den Zwangsverheiratungen in der Nacht vor der Steinigung.
Ich weiß nicht, inwieweit der Artikel wahr oder nur Propaganda ist, aber von derartigem Verhalten distanziere ich mich.


@GottistLiebe

Der Vers 4,15 soll nicht heißen, dass man eine Frau, die Ehebruch begangen hat, verhungern lässt: Dort steht vielmehr, dass man sie bis zum Tode einsperren soll (also quasi lebenslänglich). Und außerdem heißt es, dass vier Zeugen diese Straftat bezeugen müssen. Daraus ergibt sich, dass dieser Vers eigentlich nur aussagen will, wie schwerwiegend dieses Vergehen ist, und dass man es einfach nicht zu begehen hat. Und wenn man aus irgendeinem Grund es machen will, dann sollte man es versteckt tun.

Der Grund, warum Jesus (as) das Verhältnis der Pharisäer zum Gesetz als Bigötterei verurteilte war derjenige, weil sie selbst an dem Gesetz herumgewerkelt haben, Hinzufügungen wurden von den Rabbis gemacht und trotzdem bestand man darauf, es sei noch Gottes Gesetz.

Zeitehe ist im Islam nach authentischen Quellen verboten; sie wird von einer Minderheit (vorwiegend Schiiten) praktiziert; ich distanziere mich davon.

Zins oder das Geschäft aus Geld Geld zu machen ist laut Quran nicht einfach eine Sünde, sondern vielmehr ein gegen Gott geführter Krieg. Zinsgeschäfte sind verantwortlich für globale Armut, nationale Verarmung, die meisten Kriege...


@maher

Der Prophet (s) hat vorausgesagt, dass es eine Zeit geben wird, in der es den Muslimen an Führung mangelt; Zeiten, in denen es kein Oberhaupt gibt und keine Gemeinde, der man anhängen kann; er (s) gab den Ratschlag, sollte man diese Zeit (die Zeit der fitna: Verwirrungen) erleben, dann ist es das beste, sich zurückzuziehen und von Wurzeln zu ernähren.

Du hast deinen Imam, x hat einen Imam und y hat den seinigen.

Über den wahren Mahdi heißt es aber, dass er ein Führer und ein Herrscher sein wird, so wie Muhammad (s) ein Führer und Herrscher war.
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4310

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2008 - 04:18:02    Titel:

Schams-ul-Islam schrieb :
Zitat:
Glaub mir oder nicht, aber diese Geschichte stößt mich mindestens genauso ab wie dich.

Nein, das glaube ich dir nicht. Folgt man deinen Aussagen, so stören dich lediglich die Umstände der Steinigung. Vielleicht glaubst du sogar es wäre weniger schlimm für das Mädchen, würde es ohne weitere Zeugen nur von den Henkern zu Tode gequält. Gäbe es in meiner Religion derart verbrieftes Recht, würde ich ihr nicht länger angehören.
Zitat:
Und es ist klar, dass ein derartiges Verhalten, wie ich bereits in meinem Konjunktivbeitrag erwähnt habe, nicht der Schönheit des Vorbildes des Propheten (s) folgt.

Nein, das ist nicht klar. Der Prophet Mohammed selbst lobte und befürwortete eine Steinigung, pries die " Stärke des Glaubens " des Opfers, welches sich selbst dafür meldete. Folge der Gehirnwäsche, ansonsten der schlimmeren Strafe des Barmherzigen ... ausgesetzt zu sein.

Der entsprechende Hadith wird allgemein von Muslimen nicht bezweifelt. Ich sage es dir nochmals : Streu mir keinen Sand in die Augen.
Zitat:
Auch und vor allem der Punkt mit den Zwangsverheiratungen in der Nacht vor der Steinigung.
Ich weiß nicht, inwieweit der Artikel wahr oder nur Propaganda ist, aber von derartigem Verhalten distanziere ich mich.

Nein, dies tust du nicht wirklich. Nur als Lippenbekenntnis. Echte Distanz würde z.B. minimal ... eine Rechtsprechung ablehnen, die Menschen tötet ohne das andere Menschen auf Grund des Vergehens zu Tode kamen, die Reformation der Scharia fordern oder die Religion wechseln.

Du siehst es ja offensichtlich nicht einmal als Problem, das in deiner Vorstellung einer idealen islamischen Gesellschaft die Kontrollinstanzen gegenüber jenen fehlen, die Recht sprechen. Ich hingegen begründete von dir unwidersprochen, warum dies Willkür und Intrigen, das Ausleben des Naf derer ermöglicht, die Machtbefugnisse - oder gute Beziehungen zu Einflussreichen haben und somit verhasste Personen aus ihrem Umfeld " entsorgen " lassen können.

Selbst in unserer Demokratie kannst du gelegentlich derartige - wenn auch natürlich unblutige - Tendenzen registrieren - siehe zum Beispiel der Trip von Fr. Ypsilanti in Hessen, der Umgang mit den Abweichlern..

In einer islamischen Gesellschaft ohne demokratische Kontrolle wird sich dies exorbitant verstärken.

Freundliche Grüße, schelm
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3824

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2008 - 04:58:52    Titel:

Mohammedaner oder Moslem?

Gewiss ein Unterschied! Der eine hört auf den Propheten, der andere hört auf Gott.
Nun kennt der Islam ja eine Unterscheidung zwischen Gott und seinen Propheten. Aber kennen auch die Islam-Angehörigen hier diesen Unterschied? Mitunter wird dann doch vom Mohammed so geredet, als wäre er göttlich.
Das Wort Gottes gilt als unwandelbar, die Worte der Propheten dagegen spiegeln den Zeitgeits wider. Gilt das nun für Mohammed auch, oder gilt es nicht? Ist sein Wort ebenso unwandelbar, wie das Wort Gottes?

Der Moslem sucht nach dem Wort Gottes hinter den Worten der heiligen Schriften. Der Mohammedaner nimmt den Text des Koran selbst als Wahrheit und wörtlich.

Wenn hier das Kopfabschlagen für eine 13-jährige als die bessere Strafe genannt wurde, hat dann ein Moslem oder ein Mohammedaner gesprochen?
Gottes Wille ist es sicherlich nicht! So etwas kann nur menschlichen Hirnen entspringen.

Gruß Dornbusch
KingUltra
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Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2008 - 05:42:53    Titel:

Zitat:
Der Koran hat historisch-lehrende Funktion. In den Religionsbüchern sind für die Menschheit historische Ereignisse dokumentiert und sollen Erkenntnisse erzeugen.
Die Muslime wurden damals aufs Extremste bekämpft und mussten sich dementsprechend verteidigen. Das willst du dem Islam zum Vorwurf machen?

Jeder der meint, dass Kontexte unwesentlich sind, disqualifiziert sich selbst als Diskussionspartner Wissenschaften.


Warum erzählst du die Unwahrheit? Sprichst du aus Unwissenheit oder ist es Taquia, welche dir erlaubt, uns Ungläubige zu belügen? Das Problem ist doch, wie Gott ist Liebe bereits angedeutet hat, dass die islamische Theologie unabhängig von den vielen Strömungen innerhalb des Islams davon ausgeht, dass der Koran Wort für Wort von Allah diktiert worden ist, sei es durch Allah persönlich oder durch Erzengel Gabriel zum Propheten. Deshalb wird jedes Wort, Jeder einzelne Satz als Wort Gottes angesehen. Und folglich behält jeder Satz im Koran für alle Zeiten seine Gültigkeit, und darf nicht geändert werden.
Das bedeutet, dass moderate Moslems, wenn sie es ernst meinen, die Wortwörtlichekit des Korans komplett ablehnen müssen. Wenn sie dies tun, bestreiten sie die dem Islam zugrundeliegende Annahme, dass der Koran DAS Buch der Bücher ist, das schon seit Ewigkeiten exisitert hat und darum Gottes Wort ist.

Zitat:
Wieso Muslime bestreiten, dass der Islam feindselig ist: Weil der Islam friedfertig ist



Na klar, selbst die sog. "Islamisten" wie zum beispiel der ägyptische Islamwissenschaftler Sayyid Qutb , weisen immer wieder darauf hin, dass der dass der Islam eine Religion des Friedens sei. Wenn man dann in seinen Bücher liest, wird klar warum: Er betont immer wieder,dass das Ziel des Islams eine rein islamische Welt ist. Wenn der Zustand einer islamischen Weltherrschaft erreicht ist, wird nach Sayyid Qutb Frieden einkehren. In diesem Sinne ist der Islam tatsächlich eine Religion des Friedens...
Schams-ul-Islam
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2008 - 07:25:31    Titel:

Ich ändere doch nicht meine Religion oder fordere eine Reformation der Sharia nur weil möglicherweise die Machthaber irgendeines sogenannten islamischen Landes ihrer Verantwortung gegenüber der Göttlichen Schrift und ihrer Mitmenschen nicht nachkommen können/wollen.

Wenn mir ohnehin kein Glauben geschenkt wird hier in diesem Forum, was für einen Sinn macht es, noch weiter zu diskutieren.

Die Sharia ist vollkommen, kann es mit jeder Menschenrechtserklärung locker aufnehmen, und war nebenbei bemerkt historisch gesehen die erste Erklärung dieser Art.

Die Sharia ist ein in sich geschlossenes System: Wenn man nun die Strafe des Handabhackens für zu grob hält, dann sollte mn zunächst über die Schwere eines solchen Vergehens nachsinnen. Im Islam ist es beispielsweise üblich, dass eine Frau im Falle einer Scheidung oder Verwitwung ihre Morgengabe als Altersvorsorge verwendet (der Mann ist in der Regel frei von Unterhaltszahlung); nicht auszudenken, wenn jemand auf Diebestour geht (worunter im Islam das Entwenden einer gut verwahrten Sache gemeint ist) und einer armen Frau die gesamte Vorsorge nimmt.

Die Todestrafe steht laut Sharia auf drei Vergehen aus: Mord, Raub (glaube ich) und Hochverrat. Alles schwerwiegende Gefahren für eine friedliche, funktionierende Gesellschaft.

@schelm

Nicht ich werfe dir Sand in die Augen, sondern ich puste dir in die Augen, damit der Sand, den du dir selbst hinein geworfen hast, wieder rauskommt.

Alles Gute
Ahl as-Sunnah
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Anmeldungsdatum: 10.01.2007
Beiträge: 241

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2008 - 08:07:46    Titel:

Der Islam ist die Religion der Hingabe zu Gott und damit auch die Religion des Friedens. Terror ist der größte Feind des Islams. Und der Islam ist auch seine einzig wahre Lösung. Ein fanatischer Mensch kann unmöglich, wenn er sich den Lehren des Islams stellt, die Oberhand gewinnen. Er ist von Allah zum scheitern verurteilt. Das Wissen was uns Allah im Heiligen Quran herabgesandt hat, beinhaltet ewige Weisheit und die Lösung aller Probleme dieser Welt. Allerdings haben nun die Menschen die freie Wahl, ob sie dies annehmen oder verwerfen möchten. Sie treiben sich mit ihrer Entscheidung nur in ihr eigenes Unheil bzw. Glück.

Hier mal ein Video welches zeigt, wie es enden kann, wenn ein wissender Muslim mit jemandem anderen Muslim debatiert, der tatsächlich meint, wir dürfen Unheil mit Unheil vergelten:

http://www.youtube.com/watch?v=r-zqd7HWkJ0
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4310

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2008 - 08:52:23    Titel:

Schams-ul-Islam schrieb :
Zitat:
Ich ändere doch nicht meine Religion oder fordere eine Reformation der Sharia nur weil möglicherweise die Machthaber irgendeines sogenannten islamischen Landes ihrer Verantwortung gegenüber der Göttlichen Schrift und ihrer Mitmenschen nicht nachkommen können/wollen.

Da fällt mit doch die Kaffetasse aus der Hand .... Das Rechtsystem deiner Religion fordert die Todesstrafe und die Art ihres Vollzuges für klar definierte Vergehen. Das ist keine Erfindung der jeweiligen Machthaber, sondern steht in Einheit mit der Sunna des Propheten. Und es ist systemimmanent, das dies nach Belieben ausgelegt und benutzt werden kann durch Menschen, die für die Durchsetzung der Gebote zuständig sind. Es ist immanent, weil jeder ein Ego / Naf besitzt. Jeder Mullah und jeder Schariarichter. Und sie müssen sich nicht demokratisch vorm Volk verantworten. Jeder Widerspruch, jedes Flugblatt etc. bietet einen weiten Interpretationsspielraum dem jeweiligen Richter, dies als " Hochverrat " gegenüber dem Islam auszulegen. Und dieses " Rechtssystem " kann überhaupt nur auf dieser Basis von Ungewissheit und Angst funktionieren - andernfalls würden Anwälte den Schariarichtern stets die Show stehlen bei ihren Interpretationen.
Zitat:
Wenn mir ohnehin kein Glauben geschenkt wird hier in diesem Forum, was für einen Sinn macht es, noch weiter zu diskutieren.

Höre bitte mit dem üblichen Rumgeweine auf, wenn die Argumente ausgehen und Ignoranz sowie blumige Sprüche nicht helfen. Lies nach, was hier alles an sehr durchdachten Einwänden und Fragen steht und reagiere entsprechend.
Mein 4 - jähriger Sohn ist da schon weiter, der hat immerhin bereits verstanden, was ein " Trick 17 mit Selbstverarschung " ist, lacht schelmisch glucksend aarch, wenn ihm ein Mißgeschick passiert und fragt bei jedem Graffiti grinsend ( ! ), ob dies bereits abstrakte Kunst ist, weiß das die Erde eine Kugel ist und kann das jeweilige ambivalente Wort von Begriffen abstrahieren oder im Ursache- Wirkungsprinzip denken. Und wenn er übermütig mir mal Sand in die Augen streuen ... will, dann sagt er ohne das ich sauer wurde : Entschuldige bitte, Papi ..

Vielleicht sollte ich lieber mit ihm die Diskussion fortführen ?

Zitat:
Die Sharia ist vollkommen, kann es mit jeder Menschenrechtserklärung locker aufnehmen, und war nebenbei bemerkt historisch gesehen die erste Erklärung dieser Art.

Würde mein Sohn den Kontext bereits kennen, täte er wie üblich fragen ob du ihn " vergaggeiern " willst ... ** Nur noch den Kopf schüttelnd **
Zitat:
Die Todestrafe steht laut Sharia auf drei Vergehen aus: Mord, Raub (glaube ich) und Hochverrat. Alles schwerwiegende Gefahren für eine friedliche, funktionierende Gesellschaft.

Das nennt man den Bock zum Gärtner zu machen. Die größte Gefahr für eine humane Gesellschaft ist der politische Islam.
Zitat:
@schelm

Nicht ich werfe dir Sand in die Augen, sondern ich puste dir in die Augen, damit der Sand, den du dir selbst hinein geworfen hast, wieder rauskommt.

Ach, echt ? Dann nimms doch mal mit dem Inhalt meiner Beiträge argumentativ auf. Stück für Stück - mit jeden Kontext und jeder begründeten Schlussfolgerung die ich schrieb. Ich warte. Blumige Sprüche die einfach etwas reflektieren - ** gähn **

Müde Grüße, schelm
Abdallah
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Anmeldungsdatum: 10.08.2007
Beiträge: 660

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2008 - 09:58:19    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:

Da fällt einem doch nix mehr ein. Haltet ihr uns alle für kleine Kinder ?


Ich halte euch für missionierende Christen, die jeden kleinen Rechtschreibfehler ausseinander nehmen, und wenn sie keinen finden, einfach irgednwelche einbauen, nur um in der Diskussion gegen Muslime die Oberhand zu haben. Schelm! Springst du nun auch so langsam auf das Niveau von anderen Usern hier über? Schams-ul-Islam hat sich davon distanziert, dass bspw. die Todesstrafe wie sie nach deinem Link angeblich im Iran vollstreckt wurde, so nicht ausgenutzt werden darf, ist das denn wirklich so schwer zu verstehen? Rolling Eyes Das widerspricht doch überhaupt nicht den anderen Aussagen von Schams.

Zitat:
Das Rechtsystem deiner Religion fordert die Todesstrafe und die Art ihres Vollzuges für klar definierte Vergehen. Das ist keine Erfindung der jeweiligen Machthaber, sondern steht in Einheit mit der Sunna des Propheten.


Ja super, das ist jetzt nichts neues.

Zitat:
Höre bitte mit dem üblichen Rumgeweine auf, wenn die Argumente ausgehen und Ignoranz sowie blumige Sprüche nicht helfen.


Na das ist ja mal lustig... Du redest also vom Ausgehen irgendwelcher Argumente? Von Ignoranz und blumiger Sprache...? Schelm, du übertriffst dich selbst! Wink

Zitat:
Lies verdammt nochmal durch, was hier alles an sehr durchdachten Einwänden und Fragen zu lesen ist und reagiere entsprechend


Durchdacht? Soll ich mal wirklich einige eurer Beiträge rauskramen? Du bringst in Versuchung Schelm! Very Happy Durchdenkt eure Einwände und Fragen bevor ihr etwas schreibt, und liest euch verdammt nochmal durch, was wir euch so schreiben, dann müsst ihr dieselbe Frage auch nicht eintausendmal wiederholen - das erspart beiden Seiten Nerven! Smile

Würde mein Sohn den Kontext bereits kennen, täte er wie üblich fragen
Zitat:
ob du ihn " vergaggeiern " willst ... ** Nur noch den Kopf schüttelnd **


Nein, du findest einfach nichts mehr neues, womit du angreifen könntest. Die alten Sachen (Todesstrafe ect.) sind längst bekannt und inzwischen hat glaube ich jeder der hier mitliest verstanden, dass es nun mal Gesetze im Islam gibt, die nicht mit jedem anderen Gesetz was es hier so auf dem Planeten gibt, harmonieren und das ist auch nicht möglich, denn die Menschenrechte bspw., kamen im Westen auch erst ca. 1350 Jahre nach dem Islam. Das ärgert dich und deshalb die Vergleiche mit deinem (sicherlich putzigen Wink) Sohn.

Übrigens:

Zitat:
Da fällt einem doch nix mehr ein. Haltet ihr uns alle für kleine Kinder ?


Nein, das tust du ja wohl grad. (Übrigens wurde dieser Satz in: "Da fällt mit doch die Kaffetasse aus der Hand ...." umeditiert, nur für den Fall falls ihn jemand vergeblich suchen sollte Smile)


Zitat:
Ach, echt ? Dann nimms doch mal mit dem Inhalt meiner Beiträge argumentativ auf. Stück für Stück - mit jeden Kontext und jeder begründeten Schlussfolgerung die ich schrieb. Ich warte. Blumige Sprüche die einfach etwas reflektieren - ** gähn **


Das war doch jetzt auch grad so ein blumiger Sprucht, Schelm. Wink Wielange soll das jetzt noch so weiter gehen? Ist das euer Zeichen dafür, dass wir Muslime uns nun entgültig aus dieser Diskussion zurückziehen dürfen? Oder hat hier jemand noch ernsthafte Fragen? Dann immer zu! Smile

Liebe Grüße an alle,
Abdallah
Gott ist Liebe
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Anmeldungsdatum: 10.03.2008
Beiträge: 1105
Wohnort: Schweiz, männlich

BeitragVerfasst am: 20 Nov 2008 - 13:20:08    Titel:

Lieber Ahl as-Sunnah

Danke, dass Du als einer der ganz wenigen Muslime hier einen sachlichen Beitrag zur Beantwortung vieler Fragen geleistet hast.

Ahl as-Sunnah hat folgendes geschrieben:
Der Islam ist die Religion der Hingabe zu Gott und damit auch die Religion des Friedens.

Na ja, laut der "Encyclopaedia of Islam" soll das Wort "Islam" als "Unterwerfung (unter Gott) / völlige Hingabe (an Gott)“ übersetzt werden. Dass der Islam darüber hinaus eine Religion des Friedens sei, ist bloss Deine Interpretation. Wenn man sieht, zu welchen Verbrechen der Koran eine Rechtfertigung liefert, dann sind Zweifel an der Friedlichkeit des Islam angebracht, zumal weil der Islam nicht nur eine Religion wie jede andere ist, sondern auch ein ganzes Rechtssystem repräsentiert, ja noch mehr: das Zusammenleben von Muslimen ist durch den Islam politisch, wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich geprägt, was deren Rückständigkeit erklärt und daher alles andere als zu einem Frieden in der Menschheit beiträgt.

Hinter dem islamischen Verständnis steht ein ganz anderes Gottesbild, als es Deinem Propheten Isa (meinem Jesus Christus und Gottessohn) vorgeschwebt hatte. Gemäss dem Islam ist der Mensch so etwas wie ein Söldner Allahs, ein Befehlsempfänger und Vasall, wogegen der Gott der Christen der barmherzige Schöpfergott ist, der seine Schöpfung - und natürlich insbesondere den Menschen - liebt. Gott selber ist die Liebe.

Entsprechend haben die göttlichen Regeln, nach denen sich der Mensch zu halten hat, in Deiner und meiner Religion einen völlig andern Stellenwert. Laut dem christlichem Glauben steht es dem Menschen nicht zu, das Leben göttlicher Geschöpfe auszulöschen. Das ergibt sich aus der Allmacht Gottes, der selber Herr über Leben und Tod ist, sowie aus dem denkwürdigen Satz, den Jesus dem römischen Richter Pilatus sagte: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt". Daher sind wir Christen verpflichtet, jedes göttliche Geschöpft, jeden Menschen zu lieben, und sei er auch unser Feind (christliche Nächstenliebe).

Der Muslim hingegen begibt sich in eine Widersprüchlichkeit, dass er einerseits an die Allmacht Allahs glaubt, anderseits aber meint, dass er sich als Allahs Rächer aufzuspielen und die göttliche Gesellschaftsordnung herzustellen habe, indem er notfalls Menschen umbringt. Im Koran ist ein in sich schlüssiges menschenverachtendes Kriegssystem nachzulesen:
Kampfbefehle Allahs im Koran

Es wird dir daher schwer fallen zu belegen, dass die Koranauslegung, wonach Ungläubige umgebracht werden dürfen/sollen, aus dem Kontext gerissen sei.

Mohammed drückte sich um die Frage, warum Allah nicht selber dank seiner Allmacht fähig sei, für den göttlichen Frieden unter den Menschen zu sorgen. Er meinte, der Mensch werde von Allah geprüft, so dass sich aus dieser Prüfung heraus in Allahs Namen begangene Morde gerechtfertigt sind. Der Mensch muss im Islam regelrecht unter Beweis stellen, wie sehr er sich Allahs Befehlen unterwirft (siehe Wortbedeutung von Islam), um Eingang ins Paradies zu bekommen. Dass daraus kein Frieden entstehen kann, brauche ich wohl nicht weiter zu erklären.

Ahl as-Sunnah hat folgendes geschrieben:
Terror ist der größte Feind des Islams.

Erkläre dann: Warum ist im Koran die Pflicht zu unmenschlichen Terrormethoden ganz konkret vorgeschrieben?
Dein Satz entspricht nicht dem Wortlaut des Koran ... Rolling Eyes

Ahl as-Sunnah hat folgendes geschrieben:
Und der Islam ist auch seine einzig wahre Lösung.

Das ist überheblich und zeugt von einem unbändigen Fanatismus.
Wir nehmen die Auswirkungen eines solchen Denkens heute als islamischen Extremismus wahr. Ein spiritueller Austausch mit andern Religionen, insbesondere der christlichen, wird dadurch zum vornherein verunmöglicht.

Ahl as-Sunnah hat folgendes geschrieben:
Ein fanatischer Mensch kann unmöglich, wenn er sich den Lehren des Islams stellt, die Oberhand gewinnen.

Doch, kann er, siehe Iran, Taliban etc. und im Prinzip alle islamisch regierten Staaten.

Ahl as-Sunnah hat folgendes geschrieben:
Das Wissen was uns Allah im Heiligen Quran herabgesandt hat, beinhaltet ewige Weisheit und die Lösung aller Probleme dieser Welt.

Wir hatten vor ein paar Tagen über die Koranverse diskutiert, wo es heisst, die Erde sei eine Scheibe und der Himmel sei feststofflicher Natur, der von unsichtbaren Säulen bzw. Türmen getragen werde. Schams'-Reaktion zeigt, dass er lieber dem Koran als den überkommenen Erkenntnissen glaubt.

Wenn Du mit dem Koran eine ewige Weisheit verbindest, widersprichst Du malaika, die den Koran historisch ausgelegt haben will.

Damit gelange ich auch an Dich mit meiner Standartfrage: Was berechtigt Dich, die wörtliche Auslegung des Koran durch die Islamisten als unislamisch zu verurteilen?

GIL
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