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Der Islam und seine Richtungen – Fragen an Muslime
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Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Der Islam und seine Richtungen – Fragen an Muslime
 
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Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
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BeitragVerfasst am: 16 Jan 2009 - 22:55:46    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
@Marina85: Prinzipiell hast du ja recht, ABER mit dieser Argumentation kann man jede, wirklich jede Ideologie und ihre Existenz rechtfertigen, egal wie menschlich oder unmenschlich sie auch ist!

Auf eine solche Linie würde ich mich nicht einlassen...


Cyrix


Jedenfalls braucht der Mensch etwas, an dem er festhalten kann, das liegt in seiner Natur. Von daher wird es immer Religionen geben. Und ich persönlich finde das auch gut so. Denn mit dem Glauben wird Vieles einfacher, auch wenn es teilweise psychologisch bedingt ist. Keine Religion darf aber den absoluten Wahrheitsanspruch für sich beanspruchen, das ist das Problem.

Und an diejenigen, die meinen, ohne Religionen gäbe es Frieden auf der Welt: Sicher nicht. Dann gäbe es andere Gründe für Kriege (Machtansprüche entstehen auch aus anderen Gründen). Ohne Religionen würde außerdem die Moral dahinschreiten... (was ja heutzutage schon vielfach so ist, da - auch mangels Religiösität - zunehmend weniger Grundwerte vermittelt werden).

Ist natürlich alles nur meine bescheide Meinung, darf ja jeder anders sehen Smile .
Henrique87
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Anmeldungsdatum: 11.04.2008
Beiträge: 430

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2009 - 10:59:56    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Ohne Religionen gäbe es für viele Menschen in Lebenskrisen aber keinen Halt mehr. Das darf man nicht vergessen...


Ich fände es sinnvoller, wenn Menschen bei anderen Menschen Halt finden würden, und nicht in irgendeiner obskuren fiktiven Figur. Da hat man mehr davon.

Zitat:
Der Glaube z.B. an ein Leben nach dem Tod ist für viele Menschen sehr wichtig und die "Reise dorthin" ist auch eine Erklärung für den Sinn des Lebens.


Es leifert vielleicht eine Erklärung, aber da es den Sinn auf ein Leben NACH dem Tod lenkt, führt es dazu, dass diese Menschen das Leben HIER nicht achten, wie man an den Selbstmordattentätern ganz besonders gut sehen kann.

Zitat:
Jedenfalls braucht der Mensch etwas, an dem er festhalten kann, das liegt in seiner Natur. Von daher wird es immer Religionen geben.


Ja, Dummheit stirbt eben nie aus..

Zitat:
Und ich persönlich finde das auch gut so. Denn mit dem Glauben wird Vieles einfacher, auch wenn es teilweise psychologisch bedingt ist. Keine Religion darf aber den absoluten Wahrheitsanspruch für sich beanspruchen, das ist das Problem.


Weder die Religion noch irgendeine Ideologie noch die Wissenschaft..

Zitat:
Und an diejenigen, die meinen, ohne Religionen gäbe es Frieden auf der Welt: Sicher nicht. Dann gäbe es andere Gründe für Kriege (Machtansprüche entstehen auch aus anderen Gründen).


Wenn du sowohl Kopf- als auch Zahn- und Magenschmerzen hast, würdest du dann nicht wenigstens versuchen EINE von diesen Schmerzen zu lindern, nur weil die anderen immer noch da sind? Rolling Eyes

Zitat:
Ohne Religionen würde außerdem die Moral dahinschreiten... (was ja heutzutage schon vielfach so ist, da - auch mangels Religiösität - zunehmend weniger Grundwerte vermittelt werden).


Lüg doch nicht so rum. Lies dir mal die alten Philosophen durch. Die Religion hat kein Anrecht auf Moral! Mal ganz davon abgesehen, dass Moral auch nicht absolut ist, sondern von jeder Gesellschaft neu definiert werden kann.

Zitat:
Ist natürlich alles nur meine bescheide Meinung, darf ja jeder anders sehen .


Bescheiden in der Tat..
Henrique87
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Anmeldungsdatum: 11.04.2008
Beiträge: 430

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2009 - 11:12:34    Titel:

yesterday hat folgendes geschrieben:
Redet ihr hier eigentlich miteinander oder was ist hier los?
Ich kann doch nicht die letzten zwanzig dreißig Seiten durchlesen um mir ein Bild von dir Henrique zu machen


Du hast doch explizit nach mir gefragt. Lies dir meine Beiträge durch, dann weisst du es. Und wenn du dir das durchliest, was geschrieben worden ist, dann wird das auch einige deiner Fragen beantworten.

Zitat:
und außerdem haben wir irgendwo den Schöpfergott mit den Muslimen gemeinsam ob wir wollen oder nicht...


Ich nicht, weil es ganz einfach keinen Gott gibt. Auch das würdest du wissen, wenn du zuerst den Thread durchgelesen hättest.

Zitat:
lasst doch mal die Diskussion zu...


Und du meinst, in den letzten 200 Seiten hier wurde überhaupt nicht diskutiert? Lies es dir durch!


Zitat:
Und nicht jeder Muslim ist gleich...also bitte erstmal hinhören...sie sind eben echte Gelehrte ihrer Schrift, dass darf man auch mal anerkennen...


Nein! Lies dir den Thread durch und du wirst erkennen, dass die wenigsten Muslime auch nur ein bisschen Ahnung von ihrer Religion haben. Sie behaupten das nur. Genauso wie bei den Christen.


Zitat:
bei uns gibt´s sowas doch fast gar nicht mehr und außerdem ist es auch ne total interessante Kultur und
...ihr füllt hier viele Seiten und sagt nichts find ich


Und, wie viele Seiten hast du durchgelesen, um zu dieser Erkentnis zu kommen? 2? 3?

Du findest also das Steinigen von Mädchen, die vergewaltigt worden sind interessant? Oder die Zwangsverheiratung von 10-Jährigen "Frauen"? Oder die Tatsache, dass du nur mit dem linken Fuß eine Toillette betreten solltest? Oder ...
Da hast du vielleicht recht, das hat schon was von einer Freak-Show..
Daniel84
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 135

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2009 - 12:00:43    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Und an diejenigen, die meinen, ohne Religionen gäbe es Frieden auf der Welt: Sicher nicht. Dann gäbe es andere Gründe für Kriege


Dem kann ich zustimmen. Jedoch schafft es jede Religion, auch ohne Krieg, Millionen Menschen dahin zu raffen. Während unser Augenmerk auf Kriege und die „bösen“ Moslems gerichtet ist kann Ratzinger seine Menschen Vernichtungspolitik frei entfalten. Teufelsaustreibungen, Kondomverbot, Abtreibungsverbot Juden/Moslemhass, die Dinge für die der Papst steht werden gern zu Gunsten solcher Phrasen verdrängt

Zitat:
Ohne Religionen gäbe es für viele Menschen in Lebenskrisen aber keinen Halt mehr.


Auch das einige Religionen schon vom Sinn der Sache Intoleranz gegenüber Andersdenkender verkörpert sollte jedem klar sein. Für viele Juden/Christen/Moslems sind Eheschließungen untereinander völlig Abwegig. Auch kann der Papst nicht oft genug betonen wie gerne er Homosexuelle „Heilen“ möchte. Was mit Homosexuellen im Islam geschieht will ich erst gar nicht wissen.
Nächsten Liebe endet, bei Schwulen/Lesben, allein erziehenden Müttern, Abtreibungswillige, Schizophreniekranken (Teufelsaustreibung), Evolutionsforschern, Menschen die die Bibel/Koran/Tora für ein langweiliges Märchenbuch halten,

Wenn du rot gefärbte Haare hast darfst du in einem katholischem Krankenhaus nicht arbeiten. Damit meine ich nicht knallrot ala Punker sondern Naturrot. Hexen hatten schließlich immer rote Haare. Eine modisch Frisur mit rotstich hat bei einer guten Freundin zur Verwarnung und Androhung von Zwangsurlaub geführt.

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Ohne Religionen würde außerdem die Moral dahinschreiten...


Zitat von Volker Pispers: Kann ich den Witz nochmal in Farbe hören!

Kannst du mir bitte eine (der drei großen)Religionen nennen die deiner Meinung nach Moral/Ethik Humanität verkörpert? Dazu bitte ein aktuelles Beispiel für einen besonders moralischen Verdienst aus den letzte 10 Jahren?

Führt Religion die Menschen zusammen oder Spaltet sie?
yesterday
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Anmeldungsdatum: 09.01.2009
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2009 - 18:00:56    Titel:

Keine Ahnung, Henrique, was du für ein Problem hast mein Lieber...hast du schon mal gehört dass Neue erst das ganze Forum durchlesen müssen bevor sie ne Frage stellen dürfen...ist nun mal leider so, dass ich dümmer bin wie du...

und die Fragen die ihr hier diskutiert gehören auch zu nem anderen Thema oder?...ist der Thread nicht auf Islam bezogen?..und wenn ihr hier keine Fragen mehr habt..also alle beantwortet sind...dann lasst doch mal andere ran..oder..ist doch nur fair
Mr. Green
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2009 - 21:49:29    Titel:

@ Daniel
Seit wann steht der Papst bitte für Juden- und Moslemhass?! Shocked
Zum Thema "Papst gegen Juden":
http://www.katholische-kirche.de/25042.html
Btw.: Vielem, was du schreibst, stimme ich aber zu. Mein Glaube stützt sich ganz und gar nicht nur auf die katholische Kirche. Ich glaube an Gott, aber halte ganz und gar nicht alles für richtig, was die katholische Kirche lehrt. Da stimme ich dir vollkommen zu.
Ich habe eben allgemein und für mich gesprochen, dass der Glaube an einen Gott mir schon öfters im Leben Kraft gegeben hat. Dass ich hinter einer bestimmten Religion vollkommen stehe, habe ich nie behauptet und ich weiß, dass Religionen auch immer viel Unfriede mit sich bringen.
Aber solange ein Glaube an Gott da ist, wird es Religionen geben. Vielleicht habe ich es insofern falsch dargestellt, dass ich es zu sehr auf Religionen bezogen habe und nicht auf Gott selbst.

@ Henri
Du sagst, es gibt Gott nicht. Aber du stellst es als Tatsache hin. Und es ist keine Tatsache, dass es Gott nicht gibt. Du glaubst, dass es ihn nicht gibt. Ich glaube, dass es ihn gibt. Man sollte weder das eine noch das andere als Tatsache darstellen. Es ist eine Hypothese und wird es immer bleiben...
Im Übrigen finde ich es nicht gerade "freundlich", dass du schreibst "Lüg doch nicht so rum" oder "Bescheiden in der Tat". Eine Lüge ist eine vorsätzliche Falschaussage, was man auf eine Meinung überhaupt nicht beziehen kann und die von mir keinesfalls beabsichtigt war. Confused Man kann auch auf einer sachlichen und freundlichen Ebene bleiben, auch dann, wenn man eine andere Meinung vertritt. Kann man andere Meinungen nicht respektieren? Ich denke, auf dieses Niveau werde ich mich nicht weiter herablassen.
Abdallah
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Anmeldungsdatum: 10.08.2007
Beiträge: 660

BeitragVerfasst am: 18 Jan 2009 - 03:31:04    Titel:

Hallo Marina,

vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast und deine beiden verschwundenen Beiträge nochmal zusammengefasst hast. Kann ja in so einem großen Forum auch mal passieren, dass Beiträge ohne ersichtbaren Grund verschwinden. Very Happy

Ansonsten freut es mich sehr, dass dir die bisherigen Infos schon mal ein wenig von Nutzen waren. Und die Kritiken, Befürchtungen und Ansichten auf die du hingewiesen hast, sind für mich völlig nachvollziehbar. Einerseits, weil die Theorie leider nicht immer genauso in die Praxis umgesetzt wird, wie sie es sollte und dadurch Außenstehenden oft ein völlig verzerrtes Bild vermittelt wird. Und andererseits Islaminteressierte ja die Lehren des Islams logischerweise mit zunächst einmal der eigenen moralischen Einstellung und das für ihn/ihr für richtig empfundene Gerechtigkeitsverständis betrachten. Und das führt dann am Ende wohl bei jedem zu einem anderen Ergebnis, je nachdem wie viel oder wenig man sich selbst mit dem Islam und seiner Wertvorstellung identifizieren kann. Daher kann ich es verstehen, wenn gewisse Thematiken im Islam zunächst einem unklar oder fragwürdig erscheinen. Solange man aber versucht, sich sachlich mit diesen Themen auseinander zu setzen, kann man, so denke ich, nur gewinnen und dabei vieles voneiander lernen und auch mehr Empathie entwickeln, um den Andersdenkenden in seiner Sichtweise besser zu verstehen.

Marina85 hat folgendes geschrieben:

Aber ich befürchte, dass dies teilweise in der Welt falsch interpretiert und demzufolge ausgenutzt wird/wurde.


Das stimmt natürlich... Eigenschaften wie Dinge absichtlich falsch zu intepretieren und/oder auszunutzen, liegen auch in der menschlichen Natur und leiten sich als Resultat aus dem freien Willen des Menschen ab. Der Islam ist eine große Religion und sicherlich auch ein gefundenes Zielobjekt für persönliche Motive. Ähnlich erging und ergeht es wohl dem Christentum (in seiner Geschichte).

Zitat:
By the way: Wie weit sind islamische Mehrehen heutzutage in den einzelnen Staaten bzw. in der Welt noch verbreitet?


Das ist im islamischen Raum von Staat zu Staat sehr unterschiedlich. In der Türkei und Tunesien beispielsweise ist die Mehrehe ganz verboten.
Für Muslime in Deutschland ist die Mehrehe islamisch gesehen aber auch haram (unerlaubt). Das, weil laut BGB die Mehrehe in Deutschland verboten ist und Muslime im Koran stets dazu aufgefordert werden, sich an die Gesetze und Verträge des Landes, in dem man mit Recht auf Religionsfreiheit lebt, zu halten.

Zitat:
Weiterhin habe ich noch einige offene Fragen bzgl. Mohammed: Er soll ein "Krieger" gewesen sein, im Gegensatz zu Jesus. Problematisch wäre dann seine Vorbildfunktion. Aber über ihn werde ich mich noch einlesen Smile .


Das wäre am besten. Smile Dazu empfehle ich dir die Prophetenbiographie von Ibn Ishaq, sie ist die erste und wichtigste Mohammed-Biographie im Islam.

Zitat:
Des Weiteren habe ich angemerkt, dass - nach Rücksprache mit einer Freundin, die kath. Theologie studiert - es nicht stimmt, dass Abraham, David und Salomon Propheten sind: Abraham war der Stammesvater des Volkes Israel, David der König Israels und Salomon dessen Nachfolger. Im AT sind teilweise die Übersetzungen falsch. Im Übrigen soll die Mehrehe im AT noch andere Bedeutungen haben (folgt Wink ).


Interessant! Wisst ihr ob diesbezüglich Konsens unter den katholischen Theologen herrscht?
In der islamischen Theologie weiß ich sicher, dass die genannten Namen im Koran als Propheten erwähnt und geehrt werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie von Gott erwählt und als Übermittler beauftragt waren, den Glauben und die Hingabe an dem einen Gott zu lehren.

Viele Grüße,
Abdallah
Abdallah
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Anmeldungsdatum: 10.08.2007
Beiträge: 660

BeitragVerfasst am: 18 Jan 2009 - 04:23:54    Titel:

Henrique87 hat folgendes geschrieben:

"nicht selten" heisst aber mehr als nur einige. Hast du da irgendwelche Zahlen? Und hast du auch irgendwelche Quellen dafür, dass es wegen des Männermangels gemacht worden ist, und nicht etwa nur, weil sie Mädchen als weniger Wert als Jungs erachtet haben?


Genaue Zahlen darüber, wieviele neugeborene Mädchen damals im antiken Arabien nun begraben worden sind, habe ich leider nicht und ich bezweifle auch, dass in solch einer Zeit der Unruhe, wo es nicht einmal Papier gab (die erste Papiermühle wurde Ende des 7. Jahrhunderts in Bagdad errichtet, bis die Technologie aus dem islamischen Reich dann auch nach Europa [Spanien, Italien, Frankreich] 400 Jahre später überfließte und in Deutschland die erste Papiermühle schließlich im 14. Jahrhundert entstand), dies auch so exakt dokumentiert wurde. Vorallem hörte es ja mit zunehmender Durchsetzung des Islams ab, bis es irgendwann mal in den islamischen Gebieten garnicht mehr gemacht wurde und etwas was dann in der islamischen Zeit nicht praktiziert wurde, hielt man ja auch nicht fest.
Einigen wir uns aber darauf, dass ich mit "nicht selten" nicht die ganzen Mädchen meinte, aber auch nicht "nur" ein paar Ausnahmen... Ok? Es wurde im vorislamischen Arabien vollzogen - scheinbar so häufig, dass der junge Islam sich mit dieser Barberei ausseinandersetzen und es schließlich verbieten musste. Und Quellen dafür, "dass es wegen des Männermangels gemacht worden ist, und nicht etwa nur, weil sie Mädchen als weniger Wert als Jungs erachtet haben" kann ich dir auch nicht liefern, WEIL ich nicht behauptete, dass es nur wegen dem einen oder anderen Grund gemacht worden ist... Es traf beides zu; neugeborene Mädchen wurden umgebracht, weil es einerseits aufgrund von Kriegen zu wenig Männer gab und andererseits auch es der lokalen Tradition in Arabien entsprang, dass das erste Kind ein Sohn sein musste (dazu schrieb ich weiter oben auch "ein Sohn galt quasi als der "Stolz" des Vaters)". Dass es überhaupt so etwas wie ein Begraben von neugeborenen Mädchen im antiken Arabien gab, steht außer Zweifel und wird auch von jedem Wissenschaftler der sich auf dem Gebiet der Orientalistik ein wenig auskennt, bestätigt.

Allah sagt im Koran am Anfang der Sure 81 sinngemäß dazu:

und wenn das lebendig begrabene Mädchen gefragt wird:
"Für welch ein Verbrechen wurdest du getötet?"


Der Prophet Mohammed (Allahs Segen und Frieden auf Ihm) sagte dazu:

"Derjenige, dem ein Mädchen geboren wurde und der sie nicht lebendig begraben hat, sie nicht verachtet und seine Söhne nicht bevorzugt, der wird durch den Segen, den sie ihm bringt, in den Garten der Ewigkeit kommen" (überliefert von Abu Dawud und ahmad Bin Hanbal, Band 1, Seite 23)

Zitat:
Wo die Grenzen zwischen Mädchen und Frauen beim Islam ist, ist ja auch ziemlich umstritten. Da wird ganz schnell mal ein 9-jähriges Mädchen zur heiratsfähigen Frau deklariert..


Du solltest dein Unwissen über den Islam schrittweise ausräumen, in dem du dich zunächst über die Fundamente sachkundig machst, bevor du Dinge schreibst, von denen du nicht wirklich Ahnung hast. Zum allgemeinen Thema "Frauen im Islam und deren Stellung" bietet sich dieser Link wohlmöglich ganz gut an, um erstmal überhaupt einige Grundinformationen über diese Thematik zu erhalten.

Zitat:
Komisch. Und ich dachte der Koran hat den Frauen schon damals doch sogar mehr Rechte eingeräumt, als eine Frau in der heutigen westlichen Zivilisation hat.. Ausserdem dachte ich, dass die Lehren des Korans unveränderlich sind. Naja, so kann man sich irren.


Siehst du hier irgendwo einen Widerspruch, den ich noch nicht bemerkt habe, oder was genau willst du mir jetzt sagen?

Zitat:
Was genau sind die Lehren, die der Islam von Jesus übernommen hat? Die Nächsten- und Feindesliebe kann es ja nicht sein.


Wie bereits gesagt: Jesus (Allahs Segen und Frieden auf Ihm) hat nach der islamischen Lehre nichts anderes als den Islam (auf Deutsch übersetzt: "die völlige Hingabe zum einen Gott") gepredigt. Der Islam hat sich mit Jesus (saw) weiterentwickelt und die Juden davor waren seit dem Prophetentum von Jesus (saw) nun auch dazu verpflichtet, ihm zu folgen, ganz gleich was ihre alten Lehren besagten, ganz gleich ob sie ihre alten Lehren besser fanden und ganz gleich was sie von den neuen Lehren, mit denen Allah Jesus (saw) beauftrage sie zu verbreiten, nun hielten. Und es ist wieder unglaublich, wie schnell du unwissend über dieses Thema deine Urteile fällst und so etwas wie Feindes- und Nächstenliebe oder allgemein die Barmherzigkeit des Propheten Mohammed (saw) auch seinen Feinden gegenüber, absprechen möchtest.. Wusstest du, dass die Periode, in der sich der Prophet Mohammed (saw) gegen seine Feinde anfangs überhaupt nicht gewehrt hat und alle möglichen schlimmen Dinge über sich, seiner Familie und seinen Gefährten hat ergehen lassen, 12 Jahre betrug? Bis Allah nach diesen schweren 12 Jahren offenbarte,

"Erlaubt ist es, sich zu verteidigen, denjenigen, die bekämpft werden, weil Ihnen Unrecht geschah und Allah hat fürwahr die Macht, Ihnen zu helfen, jenen, die schuldlos aus ihren Häusern vertrieben wurden, nur weil sie sprachen: "Unser Herr ist Allah." (22:41)

So sagt Allah dazu auch,

"Und wenn sie dem Frieden zugeneigt sind, so seid ihr ihm zugeneigt und vertraut auf Allah, Er ist ja, Er, der Hörende, der Wissende." (8:61)

Der Koran vereint und vollendet die Lehren der Propheten.

Zitat:
Hmm, wie erklärst du dir dann den Hass der Muslime auf die Juden und Christen, der auch schon im Koran zu sehen ist?


Den Hass der Muslime auf Juden und Christen? Du scheinst schon mit jedem Muslim auf dieser Welt gesprochen zu haben, um zu dieser Erkenntnis gelangt zu sein. Frag dich doch mal lieber, wie es nach den 1300 Jahren islamischer Herrschaft dazu kommt, dass heute noch christliche oder jüdische Minderheiten in islamischen Ländern leben (auch wenn ihr Lebensniveau nicht mehr so gut ist wie früher während des Kalifats)? Warum kam nie einer auf die Idee, sie einfach zu vernichten, wenn der Koran Hass gegen sie predigen würde? Und wie kam es sogar dazu, dass jüdische und christliche Minderheiten in islamischen Staaten vollkommene Religionsfreiheit genossen und sogar nach ihren eigenen Gesetzen mit eigenen Richtern richten durften? Jemand der sich diese Fragen selbst beantwortet, erkennt wie falsch es ist, von Hass im Islam gegen Andersgläubige zu sprechen. Und die Taten einiger kann man nun wirklich nicht auf alle übertragen, geschweige denn direkt auf die Lehren der Schrift beziehen.

Zitat:
Also bezieht sich dieser moralischer Gewinn nur auf die Araber?


Nein, er bezieht sich gegenüber allen Menschen - sei es der Araber in der Wüste oder der Eskimo in der Arktis.
Daniel84
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2009 - 09:31:28    Titel:

@Marina85

http://www.focus.de/politik/deutschland/karfreitags-fuerbitte_aid_263383.html

Zitat:
Nach der Wiederzulassung des tridentinischen Ritus für die Heilige Messe in lateinischer Sprache hatte Papst Benedikt eine Neufassung der Karfreitags-Fürbitte vorgelegt. Darin heißt es ins Deutsche übersetzt: „Lasst uns auch beten für die Juden. Dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.“ Im ordentlichen Ritus von 1970 heißt es dagegen: „Lasst uns auch beten für die Juden, zu denen Gott, unser Herr, zuerst gesprochen hat: Er bewahre sie in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen, damit sie das Ziel erreichen, zu dem sein Ratschluss sie führen will...“.



http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Papst-Homosexualitaet;art1117,2691453


Zitat:
Dahinter stehe ein Versuch des Menschen, sich von der Schöpfung zu emanzipieren, sagte Benedikt XVI. Die Gender-Theorie stelle die "Natur des menschlichen Wesens als Mann und Frau" in Frage. Und: "Nicht der Mensch entscheidet, nur Gott entscheidet, wer Mann und wer Frau ist."


http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,437201,00.html

Der Papst zitiert einen byzantinischen Kaiser „Manuel II. Palaeologos“

Zitat:
„Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten."


Ich gebe zu, die Kritik am Islam bzw. die Ablehnung dessen ist nicht plump aber doch erkennbar. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Auslegung und den Folgen dieses Zitats:

http://de.danielpipes.org/article/3985

Das für mich die Auslegung klar ist, kannst du ja an meinem vorher gehenden Beitrag lesen. Weiter unten steht auch, das führende Köpfe des Vatikan sagen Benedikt habe nicht die Absicht gehabt „eine Interpretation des Islam als gewalttätig" zu geben.
Daran glaube ich genauso wie an die Jungfrau Maria. Aber du solltest alle Artikel selbst lesen bzw. auch mal nach neuen Quellen suchen den du vielleicht eher glaubst.
Natürlich kann ich nicht wissen was der Papst hasst, das war übertrieben formuliert. Er verneint auch das dies seine persönliche Meinung ist. Das bezweifle ich aber, für mich ist klar das er den Islam zutiefst verabscheut.
Daniel84
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2009 - 10:45:05    Titel:

Abdallah hat folgendes geschrieben:
Du scheinst schon mit jedem Muslim auf dieser Welt gesprochen zu haben, um zu dieser Erkenntnis gelangt zu sein. Frag dich doch mal lieber, wie es nach den 1300 Jahren islamischer Herrschaft dazu kommt, dass heute noch christliche oder jüdische Minderheiten in islamischen Ländern leben (auch wenn ihr Lebensniveau nicht mehr so gut ist wie früher während des Kalifats)? Warum kam nie einer auf die Idee, sie einfach zu vernichten, wenn der Koran Hass gegen sie predigen würde? Und wie kam es sogar dazu, dass jüdische und christliche Minderheiten in islamischen Staaten vollkommene Religionsfreiheit genossen und sogar nach ihren eigenen Gesetzen mit eigenen Richtern richten durften? Jemand der sich diese Fragen selbst beantwortet, erkennt wie falsch es ist, von Hass im Islam gegen Andersgläubige zu sprechen. Und die Taten einiger kann man nun wirklich nicht auf alle übertragen, geschweige denn direkt auf die Lehren der Schrift beziehen.



Deine Ausführung verschleiert natürlich völlig das dieser Hass existent ist. Das vielmehr religiöse Propaganda dafür verantwortlich ist, als der Koran, mag sein.

Das die Unversehrtheit von Christen und Juden in islamischen Gesellschaften auf Religionsfreiheit basiert ist Augenwischerei. Realitätsnah wäre wohl eher von Duldung zu sprechen als von Freiheit.

Zitat:
Dhimma (arabisch ذمة ‎ dhimma, DMG ḏimma „Schutz“, „Obhut“, „Garantie“) ist eine Institution des islamischen Rechts, die den juristischen Status nichtmuslimischer „Schutzbefohlener“ in islamischen Ländern (genannt „Dhimmi“) festlegt.


Ähnlich wie im Christentum haben sich Muslime diesen Schutz bezahlen lassen, durch Sondersteuern. Duldung durch Unterwerfung. Auch das sie spezielle Kleidung tragen mussten, um erkennbar zu sein, unterschlägst du. Woher kennen wir nur dieses Prinzip? Vielleicht von einem Gelben Davidstern am Revers?

Nennst du das tatsächlich Freiheit? Also ich nenn das Spott!

Von Hass zu sprechen ist natürlich falsch, es ist eher die innere Überzeugung der Minderwertigkeit Anderer. Eine (pseudo)Toleranz erwächst aus der Überzeugung das Andersgläubige Behinderte sind die man bekehren oder heilen muss. Das ist keine Toleranz sonder Mitleid.
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