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sehr wichtig> Atomphysik-bohr/ruhterford
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Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> sehr wichtig> Atomphysik-bohr/ruhterford
 
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oemer1987
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Anmeldungsdatum: 01.09.2006
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2007 - 23:36:53    Titel: sehr wichtig> Atomphysik-bohr/ruhterford

hallo,

warum fallen elektronen nach dem coulobschen gesetz nicht in den kern ? liegt das daran, dass sie durch die zentripetalkraft entgegen wirkt?
armchairastronaut
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 6744
Wohnort: Colonia Claudia Ara Agrippinensis

BeitragVerfasst am: 14 Mai 2007 - 06:47:57    Titel:

dazu gab es unter http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/41679,30.html schon mal eine heftige Diskussion hier im Forum. Ich vermute, du solltest am Besten den Beitrag vom 22.1.2006 lesen.
oemer1987
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Anmeldungsdatum: 01.09.2006
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 14 Mai 2007 - 07:20:44    Titel:

also wirklih, ich verstehe rein gar nichts von der diskussion. ich bin doch nur ein angehender abiturient, der physik als grundkurs belegt hat. wir haben nur grob bohr, rutherford und franck herzt durchgenommen.
und wie kann ich das erklären, in der mündlichen abi-prüfung, dass ein elektron nicht in den kern stürzt. ich muss das so ganz schlicht erklären. ist es doch nicht die zentripetalkraft?
oemer1987
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Anmeldungsdatum: 01.09.2006
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 14 Mai 2007 - 08:06:09    Titel:

habe ich es richtig verstanden?: die elektronen werden durch die Fz abgestoßen. Eigentlich müssten sie nach der elektrodynamik strahlen und Energie verlieren und somit in den Kern stürzen. Tun sie aber nicht, weil Bohr postuliert, dass Elektronen in festen Bahnen nicht strahlen und somit immer in einem stabilen energieniveau sind. so bleibt die Fz erhalten als abstoßende kraft.
Steinbrunn
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 384

BeitragVerfasst am: 14 Mai 2007 - 14:27:40    Titel:

Hi,
hab mir den oben aufgeführten Link nicht durchgeschaut, doch selbst auf die Gefahr, dass ich etwas schon gesagtes wiederhole:
1.
Dass Elektronen in den Kern "fallen" gibt es bei gewissen Kernen (Isotopen) tatsächlich in Form des sog. Elctron Capture "Zerfalls eine dem beta-plus-Zerfall konkurrierende Zerfallsart. Hier frisst ein schwererer Kern ein Elektron aus der inneren Schale und es verwandelt sich dabei ein Proton in ein Neutron (Ladungserhaltung), Da es sich um einen inversen beta-Zerfall handelt wird dabei auch ein Neutrino noch erzeugt.
2.
Dass im allgemeinen Elektronen nicht vom Kern gefressen werden hat mit den resultierenden Energiezuständen zu tun. Es würde ja dabei ein Neutron entstehen, welches jedoch in den meisten so erzeugten Kernen instabil wäre und sich über den beta-minus-Zerfall wieder in ein Proton plus Elektron + Elektronneutrino verwandeln würde. Die schwache Wechselwirkung (=beta-Zerfall) verhindert also aus energetischen Gründen, dass Elektronen im Allgemeinen in den Kern "fallen". Hat nichts mit Zentrifugal- oder ähnlichen makroskopischen Kräften zu tun!
Das Tiefenverständnis der schwache Wechselwirkung ist allerdings für einen Abiturienten oder - wegen mir auch - selbst für einen durchschnittlichen "Allgemeinphysiker" schon ein recht anspruchsvolles Thema.
Grüße.
Xi11
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Anmeldungsdatum: 13.05.2007
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 14 Mai 2007 - 18:24:56    Titel:

hey oemer... du hast es richtig verstanden... Bohr hat das einfach so postuliert... die Ausführungen meiner Vorredner gehen über deinen (unseren) Stoff weit hínaus.
Steinbrunn
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 384

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2007 - 06:40:14    Titel:

Hi,
auch für die beim Elektroneneinfang (Electron Capture) gefressenen Elektronen hat Bohr stabile Bahnen postuliert. Warum werden sie dann trotzdem eingefangen und verschwinden im Kern per inversem Betazerfall. Ganz einfach wegen der in der Zeit nach Bohrs Konzept gewonnenen Erkenntnisse über die schwache Wechselwirkung.
Die Frage stellt sich ob man bei der Erklärung stabiler Elektronenbahnen das "richtige" phänomenologische ex-Cathedra Konzept von Bohr nimmt oder zu dem fortgeschritteneren Kontext der schwachen Wechselwirkung greift.
Vielleicht sollte man beides mischen um auch gegen die hypothetische Frage des Lehrers gewappnet zu sein: wie verträgt sich das Bohr Konzept eigentlich mit dem Phänomen des Elektroneneinfang-"Zerfalls". Letzteres könnte natürlich nur dann der Fall sein wenn der Lehrer überhaupt selbst schon mal von dieser Art Kernumwandlungsart gehört hat.
Viele Grüße.
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