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Mehrere Beteiligte, Unmittelbares Ansetzen, Rücktritt
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Mehrere Beteiligte, Unmittelbares Ansetzen, Rücktritt
 
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hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
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BeitragVerfasst am: 19 Mai 2007 - 23:08:09    Titel:

Denke, daß bezüglich des Raubes der unmittelbarer Ansatz nicht gegeben ist.

Auch A und B wissen, daß sie erst einmal in den Jugendtreff hinein müssen, bevor sie dort eine andere Person bedrohen oder Gewalt auf sie ausüben können.

Das gilt auch für den C. Der denkt vielleicht, daß die beiden anderen in den Jugendtreff gehen werden und dort den D vermöbeln, weiß aber auch, daß sie es bislang noch nicht getan haben.

Bei ihm fällt mir auf den ersten Blick der Wortlaut des §30 II 3. Alt ins Auge .. und dann Rücktritt vom Versuch der Beteiligung , §31. Das müßte man vielleicht prüfen.

Nichtanzeige geplanter Straftaten wäre möglicherweise bei C vielleicht auch zu prüfen, scheidet aber soweit ich weiß im Tatbestand deswegen aus, weil die geplante Tat für den Täter (des §138) eine völlig fremde sein muß. (Apropos wenn es ne Hausarbeit ist, vielleicht den link zum Sachverhalt posten. Man vergißt schonmal etwas bei der Schilderung des Sachverhaltes. )
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2007 - 14:08:57    Titel:

Prüfen mußt de es wohl ohnehin.

Bei der Mittäterschaft werden verschiedene Aufbauvarianten vertreten. Müßtest de vielleicht mal in den Lehrbüchern nachgucken, welcher Aufbau dir geeignetsten erscheint, bevor du diesem folgst und mit der Prüfung beginnst.

Den Aufbau übrigens nicht begründen, er spricht für sich selbst. (Das sagt dir auch dein Korrektor, wenn de es trotzdem machst)

Ich würde sie alle drei zusammen prüfen.

A,B und C können sich durch das Hinfahren und Überprüfen des Jugendtreffs gemäß §§ 249 I, 25 II strafbar gemacht haben.

Tatbestandsmäßigkeit
(Theorien darstellen - "Nach der ... ist Täter, wer")

- formal objektive Lehre
- subjektive Theorien
- Lehre von der Tatherrschaft
- Streitentscheidung (NUR, wenn die Theorien zu unterschiedl. Ergebnissen führen)


Rechtswidrigkeit

Schuld
(Für jeden Beteiligten einzeln feststellen. Es heißt "Die Schuld des Täters ist Grundlage für die Zumessung der Strafe" - §46 I S.1 nicht etwa die Schuld der Täter )

Besonderheiten
- hier ggfls. §24 strafbefreiender Rücktritt


Wenn das vollendete Delikt nicht greift, den Versuch prüfen.

Naja .. glaube in der HA könnten so einige Probleme drin versteckt sein. Ich würd' erstmal ein Tag in den Büchern lesen, welcher Aufbau bei der Mittäterschaft so vertreten werden.
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
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BeitragVerfasst am: 20 Mai 2007 - 14:56:37    Titel:

Leider hab ich von Mittäterschaft so gut wie keine Ahnung... ich hab mein komplettes Studiumswissen zu Beginn der Examensvorbereitung irgendwo abgegeben... Cool
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2007 - 15:15:17    Titel:

Na hervorragend. Das sind (waren) doch beste Voraussetzungen für's Repetitorium. Die sagen doch immer man soll alles vergesen, was einem bislang auf der Uni beigebracht worden ist Smile
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2007 - 15:23:55    Titel:

Hol dir Jäger StrafR aus der UniRep-Reihe.
Lord Pride
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Anmeldungsdatum: 04.08.2005
Beiträge: 221
Wohnort: Bei Frankfurt/Main

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2007 - 15:28:20    Titel:

@hani: Ich würde in einem Fall wie diesem, wo es ersichtlich höchstens auf Versuch hinausläuft und auch sämtliche Probleme in diesem Bereich angesiedelt sind, nicht erst das vollendete Delikt komplett durchprüfen. Da reicht eine kurze Vorprüfung mit der Feststellung, dass keine Vollendung vorliegt, aber der Versuch strafbar ist.
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2007 - 16:23:39    Titel:

@Jensh
Um die Hausarbeit welchen Lehrstuhles geht es eigentlich? Würde den kompletten Sachverhalt gerne mal sehen.
jensh
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Anmeldungsdatum: 19.05.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2007 - 17:57:16    Titel:

Es handelt sich bei dem SV um keine Hausarbeit, sondern um den Anfang einer Klausur, die vor einiger Zeit im Studium zum gehobenen Polizeivollzugsdienst in NRW geschrieben worden ist.

Wenn ich Zeit habe kann ich den Rest noch abtippen, ist leider etwas lang...

Noch eine Frage zu dem Fall:
Wie sieht es eigentlich mit dem Messer aus?
"Es wird verabredet, das C ein Messer mitnehmen soll.... Am vereinbarten Abend machen sich alle Drei auf den Weg. P hatte aber auf ein Messer verzichtet, weil er kein Blutvergießen wollte."

Fragen über Ragen und nochmal Danke!
Schwarze Strümpfe
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Anmeldungsdatum: 01.04.2007
Beiträge: 2082

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2007 - 18:16:12    Titel:

Das ist der Rücktritt von der Qualifikation.
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 20 Mai 2007 - 18:52:22    Titel:

Jep, wenn C denkt, daß schon unmittelbar angesetzt worde.

Wenn nach seiner Vorstellung die Tat im Versuchsstadion ist und er denkt, daß kein Messer vorhanden ist (was man ihm wohl unterstellen kann, wenn er keines mitnimmt), so geht er gedanklich davon aus, daß auch später die Qualifikation des §250 I Nr.1 a) nicht verwirklicht wird.

Übrigens auch ein Umstand, der für A und B relevant werden könnte, da zu dem Zeitpunkt, als der C sie verläßt, auch nach ihren Vorstellungen kein Messer mehr vorhanden war.
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