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Die Totalüberwachung
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EinstürzendeNeubauten
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Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 358

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2007 - 15:14:29    Titel:

Vanessa S Fan Sarah hat folgendes geschrieben:
KevinNatalie hat folgendes geschrieben:
Videoüberwachung hilft gegen den Terror und vor Verbrechen
Aber einer totalüberwachung stimmeich nicht so ganz zu


Aus welchem Grund denn nicht,ich habe nichts zu verbergen


Wer nichts zu verbergen hat, der stelle sich splitternackt vor die St. Andreaskirche. Rolling Eyes

Mit solch einem Spruch kann man jeden Eingriff in die Privatsphäre rechtfertigen.
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2007 - 15:49:38    Titel:

Gehört es zur Privatsphäre wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegt?
J.C.Denton
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6280

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2007 - 15:59:31    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Ich verrate dir was. Manche Kameras sind nur Fake. Das wirkt aber auch! Smile.


Das nutzt die Polizei schon länger. Erst steht die echt aussehende Atrappe eines Biltzers, dann gehen alle auch die Bremse und später geht es wieder voll aufs Gas. Dann ist der echte Blitzer da. So wird die Kamera auch verwendet.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2007 - 16:02:01    Titel:

dönis hat folgendes geschrieben:
Gehört es zur Privatsphäre wenn man sich in der Öffentlichkeit bewegt?
Auch im öffentlichen Raum genießt jeder Mensch Persönlichkeitsrechte (sogar Promis, wie unlängst vorm EUGH festgestellt wurde). Spezielleres müsste man mal im Juristen-Forum erfragen.
salla
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Anmeldungsdatum: 28.04.2007
Beiträge: 135

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2007 - 21:36:03    Titel:

Das Kameras gegen Drogenverkauf wirksam sind ist logisch. Man sieht gemütlich vor der Kamera sitzend wer da seine Päckchen austauscht. Vereitelung von Verbrechen hilft es trotzdem nicht. Wenn sich dieser Fall auf den Fall Mitja bezieht, merkt man ja, dass man das ganz toll, trotz Kamera verhindern konnte^^
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 31 Mai 2007 - 09:50:54    Titel:

questionable_content hat folgendes geschrieben:
In meiner Stadt gab es diverse Plätze, die für Drogenverkäufe etc. besodners bekannt waren. Seit dort die Videoüberwachung installiert wurde, gab es dort keinen Drogenverkauf mehr.


Weil er in andere Bereiche der Stadt abgewandert ist. Bevorzugt dorthin, wo es keine wohlständigen Apotheker, Juweliere oder Einzelhändler gibt, die solange beim Stadtrat Druck machen, bis dieser für Abhilfe in Form von mehr Überwachung sorgt.

questionable_content hat folgendes geschrieben:
Ebenfalls hört man oft in den nachrichten, wie Hilfreich die Videoüberwachung bei Fahndung sein kann, so konnte z.B. ein Kindsentführer, -vergewaltiger und -mörder aus Leipzig per Straßenbahnkamera identifiziert werden (kam vor ca. ein bis zwei Monaten in den Nachrichten).


Das sind natürlich klassische Lehrbuchbeispiele, mit denen man mehr Überwachung rechtfertigen kann. Wer hat schon was übrig für Kindsentführer?

Was aber, wenn diese Informationen in fünf Jahren nach dem 23. „Sicherheitspaket“ an Privatunternehmen verkauft werden dürften (in GB schon möglich)? Du könntest nicht mal mehr zum Einkaufen gehen, ohne dass jede Institution oder jedes Unternehmen, dass – warum auch immer – daran ein Interesse hat, es nicht mitbekäme.

questionable_content hat folgendes geschrieben:
Allerdings hört der Spaß auf, wenn private Grundstücke o.Ä. überwacht werden.


Warum? Man könnte ja den Begriff des „privaten“ Grundstücks einfach mit der nächsten Gesetzesänderung wegdefinieren. Da bereits heute jedes Grundstück im Grundbuch samt Eigner erfasst ist und die Veräußerung standardmäßig eine Kontrollmitteilung ans Wohnort-Finanzamt des Erwerbers auslöst, gibt es „private Grundstücke“ in der Praxis ohnehin nicht.
salla
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Anmeldungsdatum: 28.04.2007
Beiträge: 135

BeitragVerfasst am: 31 Mai 2007 - 11:12:41    Titel:

"Ebenfalls hört man oft in den nachrichten, wie Hilfreich die Videoüberwachung bei Fahndung sein kann, so konnte z.B. ein Kindsentführer, -vergewaltiger und -mörder aus Leipzig per Straßenbahnkamera identifiziert werden (kam vor ca. ein bis zwei Monaten in den Nachrichten)."
Ja und? Das war ein einziges Mal, womit man begründen kann, dass doch jetzt überall Kameras installiert werden sollen. Und dann? Dann ham wir pro Jahr meinetwegen 50 Fälle wo man im Nachhinein feststellt dass das ja ein Verbrecher war, also dann wenn das Kind garantiert schon tot ist. Dann sind wir aber glücklich. Man hat den Verbrecher identifiziert! Toll! Und das Kind liegt bereits begraben im Wald und der Rest der Bevölkerung wird dann auch noch überwacht, obwohl das keine Verbrechen verhindert und das jeder weiß.

Oder Herr Schäuble meint dass Telefonüberwachung gegen Doping-Bekämpfung hilft. Ja klar doch. Der lässt keine Gelegenheit aus um irgendwo sein Überwachungszeug mit einzubringen. Man merkt doch was der für Ziele verfolgt. Evil or Very Mad
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 31 Mai 2007 - 11:51:25    Titel:

ich denke, die Frage ist : Wesen Freiheit wird den eingeschränkt, wenn Straßenbahnen und öffentliche Plätze von der Polizei mit Kameras überwacht werden ?

Die Daten werden doch ausschließlich für die Aufklärung von Verbrechen genutzt bzw. die Kameras dienen als Prävention.

Wo ist da die Freiheitseinschränkung ? Wenn man so überlegt, weiss z.b. meine Bank mehr über mich. Jedesmal wenn ich Geld abhebe oder elektronisch zahle, weiss die was ich gekauft habe und wo ich war.
Aber meine Bank ist ein Privatunternehmen, wer weiss was die mit diesen Daten macht. Beim Staat hab ich da mehr vertrauen.
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 31 Mai 2007 - 12:21:59    Titel:

Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:
ich denke, die Frage ist : Wesen Freiheit wird den eingeschränkt, wenn Straßenbahnen und öffentliche Plätze von der Polizei mit Kameras überwacht werden ?


Die Benutzer des Platzes.

Persönlich habe ich mit der Kameraüberwachung zentraler öffentlicher Plätze relativ wenig Probleme. Da gibt es in Deutschland bereits bedeutend problematischere Überwachungsformen (z.B. die Zweckentfremdung von Mautdaten oder die immer wieder verlängerten Speicherfristen für Internet-Verkehrsdaten). Zudem bekommt der Nutzer des Platzes einen echten Gegenwert (Verdrängung der Kriminalität in andere Stadtviertel).

Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:
Die Daten werden doch ausschließlich für die Aufklärung von Verbrechen genutzt bzw. die Kameras dienen als Prävention.


Das glaubst Du zumindest. Vielleicht ist das auch heute noch so. Was aber ist in fünf Jahren? Sind die technischen Möglichkeiten erst mal da, wachsen auch die Begehrlichkeiten. Sind Datenbestände erstmal da, findet man auch Möglichkeiten für zusätzliche / andere Verwendungszwecke. Spricht ein Gesetz dagegen, ändert man es eben.

Heute sind es noch Kameras. Mit der nächsten Version gibt es dann eine funktionierende Gesichtserkennung auf Distanz. Dann wird diese an ein kommunales Geoinformationssystem gekoppelt, so dass man von Kamera zu Kamera deinen Weg durch die Stadt verfolgen kann. Dann verbindet man Gesichtserkennung mit einer zentralen Personendatei und hat die Daten der gefilmten Leute. Dann …

Paranoid? Vielleicht. Aber alles schon heute technisch machbar und am Überwachungsmarkt zu kaufen. Oft genug ist die staatliche Geldknappheit der beste und letzte Schutz des Bürgers vor den Politikern. Aber dann privatisiert man eben...

Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:
Aber meine Bank ist ein Privatunternehmen, wer weiss was die mit diesen Daten macht. Beim Staat hab ich da mehr vertrauen.


Ich traue weder der Wirtschaft noch dem Staat allzu weit. Beide tendieren dazu, ihre Rechte auf Kosten der meinen immer weiter auszudehnen. Beide sind korrupt und missbrauchen ihre Macht bei vielen Gelegenheiten. Beide sind in der Praxis kaum effektiv kontrollierbar und steuerbar.
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 31 Mai 2007 - 12:33:55    Titel:

Zitat:
Das glaubst Du zumindest. Vielleicht ist das auch heute noch so. Was aber ist in fünf Jahren? Sind die technischen Möglichkeiten erst mal da, wachsen auch die Begehrlichkeiten. Sind Datenbestände erstmal da, findet man auch Möglichkeiten für zusätzliche / andere Verwendungszwecke. Spricht ein Gesetz dagegen, ändert man es eben.


ja ich glaube, dass die Daten nur zur Verbrechensaufklärung genutzt werden bzw. die Kameras zur Prävention da sind.

Das ist ja ok, mehr soll auch meiner Meinung nach nicht damit gemacht werden.

Man kann darum nicht gegen was sein, nur weil man Angst hat, dass es weiter ausgebaut wird. Sonst müsste man auch gegen die Bundeswehr sein, sie könnten ja wieder zu einer Wehrmacht umgebaut werden und Kriege beginnen.

Darum : Überwachung ja, aber nur wirklich zur Verbrechensbekämpfung und eben nicht in Privaträumen.

Zitat:
Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:
ich denke, die Frage ist : Wesen Freiheit wird den eingeschränkt, wenn Straßenbahnen und öffentliche Plätze von der Polizei mit Kameras überwacht werden ?


Die Benutzer des Platzes.


warum das ? wenn er keine Straftat begeht ? Im Gegenteil, er hat mehr Freiheit, weil er weniger Angst haben muss.

Zitat:
Ich traue weder der Wirtschaft noch dem Staat allzu weit. Beide tendieren dazu, ihre Rechte auf Kosten der meinen immer weiter auszudehnen. Beide sind korrupt und missbrauchen ihre Macht bei vielen Gelegenheiten. Beide sind in der Praxis kaum effektiv kontrollierbar und steuerbar.


ok, ich traue der Wirtschaft dafür kaum über den Weg ( ich besitze auch keine einzige Rabattkarte), dafür habe ich aber in den Staat doch noch sehr viel Vertrauen.
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