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Gedicht Atombombe
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Kitkatkit
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Anmeldungsdatum: 22.02.2007
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 16:55:32    Titel: Gedicht Atombombe

Hallo!!

Ich suche dringend ein Gedicht ( muss nicht allzu lang sein), welches sich mit der Entwicklung oder mit der Auswirkung einer Atombombe beschäftigt!!

Kennt irgendjemand vlt ein solches Gedicht??

Schon jetzt vielen Dank!!!
Kitkatkit
Schwester88
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Anmeldungsdatum: 02.04.2007
Beiträge: 147

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 17:12:19    Titel:

»Hiroshima« von Marie Luise Kaschnitz





Der den Tod auf Hiroshima warf

Ging ins Kloster, läutet die Glocken.

Der den Tod auf Hiroshima warf

Sprang vom Stuhl in die Schlinge, erwürgte sich.

Der den Tod auf Hiroshima warf

Fiel in Wahnsinn, wehrt Gespenster ab

Hunderttausend, die ihn angehen nächtlich

Auferstandene aus Staub für ihn.



Nichts von alledem ist wahr.

Erst vor kurzem sah ich ihn

Im Garten seines Hauses vor der Stadt.

Die Hecken waren noch jung und die Rosenbüsche zierlich.

Das wächst nicht so schnell, dass sich einer verbergen könnte

Im Wald des Vergessens. Gut zu sehen war

Das nackte Vorstadthaus, die junge Frau

Die neben ihm stand im Blumenkleid

Das kleine Mädchen an ihrer Hand

Der Knabe, der auf seinem Rücken saß

Und über seinem Kopf die Peitsche schwang.

Sehr gut erkennbar war er selbst

Vierbeinig auf dem Grasplatz, das Gesicht

Verzerrt von Lachen, weil der Photograph

Hinter der Hecke stand, das Auge der Welt
Schwester88
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Anmeldungsdatum: 02.04.2007
Beiträge: 147

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 17:13:54    Titel:

Gedicht: Hiroshima, nie wieder vergessen
Hiroshima, nie wieder vergessen

Ahnungslos, und dann kam sie Hitze überfiel das Land Menschen starben Häuser wurden zerstört, Nur noch Trümmer.

Und dann, Wurde alles wieder aufgebaut, Denkmäler erbaut, Von außen sieht es heil aus, Doch die Menschen werden es nie vergessen, Die Zerstörung, den Tod und die Folgen, Folgen, unter denen sie noch heute leiden.

Nicole Eickmann





Atombombe

Der Himmel ist verdunkelt
Die Sonne verdeckt
Es wird schon gemunkelt
Das Essen versteckt

Die Bombe explodierte
Die Menschen schrien
Niemand weiß, wie's passierte
Plötzlich war's geschehn

Die Herzen sind leer
Die Fäuste geballt
Das Überleben ist schwer
Die Drohung ein jedem galt

Die Überlebenden sind entstellt
Die Kinder allein
Nutzlos das Geld
Das Zusammensein

Was bringt es schon
Nicht einsam zu sein
Undank ist der Lohn
Jedes Herz ist allein

So geht die Welt zugrunde
Es liegt in unsrer Hand
Längst vergessen Gottes Kunde
In dem zerstörten Land

Gedicht von Katrin Pasternack
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 28 Mai 2007 - 18:03:38    Titel:

Noch andere Titel (ob sie im Internet zu finden sind, weiß ich nicht):

Stephan Hermlin: Die Milch

Hannelies Taschau: Tschernobyl? Tschernobyl 1900

Stephan Hermlin: Die Vögel und der Test:
Text und Deutung:
http://www.schoolwork.de/forum/thema_1968.html

Georg Maurer: Neckarbrücke

Hans Cibulka: Losgesprochen

Georg Semmer (1919 - 1967): Atom Atom - es dämmert

Erich Fried: Fragen nach Tschernobyl (1987)
*

Textsammlung:
Claudia Hahm: Bedenkliche Zeiten. Gediche und Texte zu Hiroshima und Nagasaki. Bund Verlag. Köln 1985.
Progressive
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Anmeldungsdatum: 30.09.2006
Beiträge: 3988

BeitragVerfasst am: 30 Mai 2007 - 22:04:59    Titel:

zu dem Gedicht von Schwester88: Ist das so zu verstehen, dass quasi (poetisch) aufgezeigt werden soll, dass der "Täter" ebenfalls ein Mensch ist und ein Leben mit Freude, Familie usw. führt ?

in der Aussage treffender wäre das Gedicht, finde ich, wenn danach nicht explizit zwischen ihm und dem Jungen auf seinem Rücken unterschieden werde würde.. beim erstmaligen Lesen, hatte ich es erst so verstanden, dass quasi ein Rückblick in das Leben des "Täters" gemacht wird, wo man ihn als Kind dann rumtollen sieht..
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