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ich verstehe das hartz 4 überhaupt nicht
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> ich verstehe das hartz 4 überhaupt nicht
 
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Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2006 - 21:59:52    Titel:

buerokaufmaennchen hat folgendes geschrieben:
Ich finde es unmöglich, dass man Frisösen oder sogar mich als unqualifizierte Hilfskraft abstempelt, nur weil man meint man wär was besseres wenn man sich ein paar Jahre in einen Hörsaal gesetzt hat.

Keine von einem Deutschen verrichtete Tätigkeit kann mehr als 5000€ brutto wert sein. Ebenso kann keine weniger als 2000€ brutto wert sein. Wer sind wir denn, Chinesen? Polen?...

Wenn ich diese Einstellung hätte, würde jeder heulend aus meinem Büro laufen, aber die Leute machen sich schon selbst genug fertig.
Außerdem gibt es keine ausreichenden Arbeitsplätze mehr. Die meisten Leute hätten wirklich gern Arbeit und sind auch auf irgendeinem Gebiet gut, so dass man sagen kann "Wenns dort ne Stelle gäbe, wär der Kandidat ideal".

Vielleicht verliert man den Bezug zur Realität, wenn man es gewohnt ist jahrelang den Hintern in den Hörsaal zu schleppen.

Außerdem: volle Zustimmung an schlafschaf


Die Ironie, die such ich wohl, allein ich vermag sie nicht zu finden. Wenn jegliche Arbeit offenbar gleich vergütet werden sollte, wähle ich eben nach völlig anderen Kriterien. Weshalb auch Ingenieur wählen, wenn ich dafür ca. sechs Jahre bei Wasser und Brot als Student mein Dasein fristen muss? Warum mit Verantwortung herumquälen? Wenn die Bremse am Auto nicht funktioniert lande ich auf der Straße oder im Knast, wenn sie funktioniert wird das auch nicht entlohnt. Aufsteigen ist auch doof, mehr verdienen darf ich offenbar nicht und ich erhalte dann nur noch weniger Freizeit und noch mehr Verantwortung. Da suche ich mir doch lieber einen gemütlichen Job ohne Verantwortung, mit sehr geregelten Arbeitszeiten und einer sehr kurzen Qualifikationsphase. Dann ist Frisöse vielleicht doch "attraktiver" als Ingenieur.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2006 - 22:03:31    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:
Warum mit Verantwortung herumquälen? Wenn die Bremse am Auto nicht funktioniert lande ich auf der Straße oder im Knast, wenn sie funktioniert wird das auch nicht entlohnt. Aufsteigen ist auch doof, mehr verdienen darf ich offenbar nicht und ich erhalte dann nur noch weniger Freizeit und noch mehr Verantwortung. Da suche ich mir doch lieber einen gemütlichen Job ohne Verantwortung, mit sehr geregelten Arbeitszeiten...


huch dann würden ja alle Lehrer werden Wink

nachdenkliche Grüße
Pauker
Carlo2006
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2006 - 22:25:33    Titel:

Hallo,

etwas mehr an Einfühlvermögen und viele würden das besitzen was man menschliche Grösse nennt.

Der intelektuelle schafft sich den Staat, in einer demokratischen Parlamentarischen Diktatur sorry, Demokratie, den er benötigt (Staat)um sich von dem Gros des restes zu unterscheiden.
Das nennt man auch Erhaltung des Status Quo oder in der Kneipe Vettern, Glüngel oder Klientelwirtschaft.

Der Wert einer Arbeit, Leistung, kann nur dann objektiv bemessen werden wenn er marktwirtschaftlichen Strukturen unterliegt.
Dies ist z.B. in der BRD im Medizinischen Bereich nicht gegeben, Behandlungen werden laut Katalog abgerechnet. D.h. in den Neuen Bundesländern werden medizinische Behandlungen wohl wie im Rest der BRD abgerechnet, aber die erbrachte Leistung der Leistungsbringer anders,geringer, vergütet.

Was viele hier glaube ich ansprechen wollen ist dieses, wenn einer den ganzen Tag in einem Job arbeitet soll er auch von dem Verdienten in der Lage sein sein Lebensunterhalt, ohne Kombilohn oder zuschüsse, zu verdienen, nicht mehr und nicht weniger.
Und auch jeder hier im Land gönnt jedem seine 5 Porsche, Haus in Malibu, oder sonstwo...wenn er so Intelligent ist........soll er sie fahren bzw so Leben kein Problem damit!

Aber man muss auch in der Lage sein über den Tellerrand zu schauen und dem kleinen sein bescheidenes Leben in selbstverdienter Arbeit zu gönnen und in dem Rahmen auch zu gestalten ohne Staatliche zuschüsse, wer möchte schon gerne ein ganzes Leben lang bittsteller sein, Akademiker ausgenommen, ........net mehr und net weniger!!!!

Ein Leben in würde auf unterem Niveau........ist das zuviel verlangt??
Die Würde des Menschen ist unantastbar.......steht irgendwo in einem Großen deutschen Buch geschrieben....jetzt muss mann es nur genauso definieren wie es dort geschrieben steht.


Carlo
Cennet
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Anmeldungsdatum: 04.06.2006
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2006 - 22:34:00    Titel:

buerokaufmaennchen hat folgendes geschrieben:
Egal wie qualifiziert, bist du trotzdem auch ein Mensch wie jeder andere. Warum sollten einzelne arm sein weil sie dumm sind und einzelne reich sein weil sie die gerade gefragte Qualifikation haben? Naja, wie auch immer. Das ist ne Grundsatzdiskussion.


Ich bin absolut dafür, dass man zwischen Menschen keinen Unterschied machen soll oder Unterstellungen wie z.B. "Na ja du bist ja nur ein Koch, kannst eher nur kochen, mehr hast du nichts drauf .."

Auf der anderen Seite finde ich es auch nicht tragisch, wenn ein Koch z.B. im Vergleich zu einem Forscher an einer spitzen Universität wenig Geld verdient.

Die Tätigkeiten, die beiden tun, sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht.
Zum Beispiel:
Der Wissenschaftler arbeitet für die ganze Menschheit (okay, natürlich gibts gewisse geldgeile Wissenschaftler), aber stell dir mal vor ein Wissenschaftler hat eine Lösung bzw. Medikament für eine gewisse Krankheit XY erfunden.
Durch seine Arbeit werden die Personen, die an dieser Krankheit leiden, geheilt.

Wegen seiner Arbeit sollte er besser verdienen, aber dies bedeutet nicht, dass er menschlich gesehen mehr Wert als ein Koch oder Putztfrau hat . Rolling Eyes
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2006 - 22:37:30    Titel:

Verstehe ich sicher. Aber das ist, wenns der Markt nicht hergibt, staatliche Aufgabe. Z.B. durch geringere Steuern oder Lohnzuschüsse. Anders geht es nicht. Jeder soll leben können. Ob das allerdings bei mindestens 2.000 Euro liegen muss, wage ich dann doch zu bezweifeln. Und nein: zu einem menschenwürdigen Leben gehört nicht das eigene Haus und das eigene Auto.
Da sind meine Vorstellungen von Menschenwürde etwas niedriger angesetzt. Da verrücken etwas die Maßstäbe.

Gruß
Pauker
Carlo2006
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2006 - 22:47:26    Titel:

Hallo.


Pauker hat folgendes geschrieben:
Verstehe ich sicher. Aber das ist, wenns der Markt nicht hergibt, staatliche Aufgabe. Z.B. durch geringere Steuern oder Lohnzuschüsse. Anders geht es nicht. Jeder soll leben können. Ob das allerdings bei mindestens 2.000 Euro liegen muss, wage ich dann doch zu bezweifeln. Und nein: zu einem menschenwürdigen Leben gehört nicht das eigene Haus und das eigene Auto.
Da sind meine Vorstellungen von Menschenwürde etwas niedriger angesetzt. Da verrücken etwas die Maßstäbe.

Gruß
Pauker



Ja das sehe ich genauso, aber nicht durch staatliche zuschüsse sondern Regulierungen.
Warum soll ich Geld, z.B. zur Miete zuschiessen, und dritten dadurch den Wert ihrer immoblie sichern.......das geht den Staat nichts an....!!!!......oder........????????????
Markt da wo Markt angebracht ist........man kann es nicht...als Staat zulassen das es in BRD Regionen, gibt z.b.: Rhein-Main, das monatsmieten von 700€ gezahlt werden, und gleichzeitig verlangen das man nur 500 verdient........das funzt net.

Denn der Markt gibt das her....nur durch unsere Klientelpolitik nicht.....das ist der einzige Knackpunkt der uns im Globalisierenden Wettberwerb zurück wirft...........Erhaltung des Status Quo

Carlo
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2006 - 23:04:17    Titel:

Carlo2006 hat folgendes geschrieben:
.man kann es nicht...als Staat zulassen das es in BRD Regionen, gibt z.b.: Rhein-Main, das monatsmieten von 700€ gezahlt werden


Das hat nun überhaupt nichts mit Menschenwürde zu tun, wenn Du Menschen bevormundest und ihnen vorschreibst, wieviel ihnen ihr Eigentum wert sein darf.
buerokaufmaennchen
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Anmeldungsdatum: 12.04.2006
Beiträge: 67
Wohnort: RP/BW

BeitragVerfasst am: 21 Jun 2006 - 17:25:38    Titel:

Naja, ihr versteht euch anscheinend hier gut zusammen.

Euer ach so toller freier Markt versagt seit Jahren in mindestens 5 Millionen bewiesenen Fällen.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 21 Jun 2006 - 17:47:33    Titel:

buerokaufmaennchen hat folgendes geschrieben:
Naja, ihr versteht euch anscheinend hier gut zusammen.

Euer ach so toller freier Markt versagt seit Jahren in mindestens 5 Millionen bewiesenen Fällen.


Wo kein Markt, da kann er auch nicht versagen. Die "Bundesagentur für Arbeit" ist eine staatliche Einrichtung ohne Mitbewerber, vor jeglichem Wettbewerb geschützt. Da kann sie sich leisten, 5 Millionen Kunden zu verprellen.
FcKgh15
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Anmeldungsdatum: 31.05.2006
Beiträge: 187
Wohnort: Barcelona

BeitragVerfasst am: 22 Jun 2006 - 08:58:41    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
FcKgh15 hat folgendes geschrieben:
Warum geht denn die Wirtschaft in Deutschland den Bach runter? Na klar, Firmen verkaufen zwar indirekt in Deutschland aber zahlen (keine) Steuern in Costa Rica. Das heisst also nur Reseller zahlen dann in Deutschland die Steuern und die werden dann ja auch wieder abgesetzt fuer irgendwelchen Bloedsinn. Aber die boesen sind ja die Harz IV Empfaenger.


Ich schlußfolgere, dass der Niedergang der deutschen Wirtschaft ein Niedergang der deutschen Kultur darstellt. Während die Amerikaner nicht nur Protektionismus betreiben, betreiben sie auch soziale Kontrolle par excellence. Zahlreiche Unternehmen, die für Endverbraucher produzieren, beklagen, es sei schwer in den Staaten Fuß zu fassen, wenn keine einzige Produktionsanlage auf amerikanischem Boden gebaut ist. Ferner werden sogar bestimmte Unternehmen boykottiert, wenn diese aus "unfreundlichen" Ländern kommen. So geschehen mit deutschen und französischen Unternehmen zur Zeit des Irak-Krieges. Internet-Aufrufe, Hinweisschilder und "picketing" versuchten zu verhindern, dass Amerikaner entsprechende Produkte kauften und waren erfolgreich dabei. Fazit: Das Problem Deutschlands ist nicht, dass es unserer Wirtschaft so schlecht geht, sondern dass unserer Wirtschaft keinerlei Konsumentensouveränität gegenübersteht, die bestimmte Betriebe abstrafen würden. Bestes Beispiel: Deutsche Bank. Hätten wir und unsere deutschen Funktionäre ein sensibleres Verständnis ihrer Rolle in unserer Gesellschaft, so hätten sich viele Kunden von der Deutschen Bank abwenden müssen, nachdem Herr Ackermann sein berühmtes Intermezzo hatte.

Zitat:
Aber die protektistische Politik der USA in einigen Bereichen um ein Beispiel aufzufuehren, hilft doch sehr, die Wirtschaft in Schwung zu halten.


Das sehe ich eher nicht so. Der Protektionismus der Amerikaner führt nur zu Effizienzverlusten. Was aber sehr wohl hilft ist die betont keynsianische Wirtschaftspolitik der USA. Die Lippenbekenntnisse sind gänzlich andere, per "moral suasion" wird eine strikte angebortsorientierte Politik gefordert. All dies ändert aber nichts daran, dass bei Betrachtung bestimmter archetypischer Makro-Daten die entsprechenden Verläufe Lehrbuchhaft an Lord J.M. Keynes erinnern. Wie hieß es noch so schön: An Ihren Taten sollt Ihr sie erkennen...

Auch hier sehe ich also das Problem der Deutschen wieder im kulturellen Bereich. Wir und unsere Lehre sind ausschließend. Entweder das eine oder das andere. Ein sowohl als auch passt nicht in unser Weltbild. In Deutschland herrscht viel zu viel ideologisches Geklüngel und keine vernünftige Problemlösung. Fazit: Die Probleme der deutschen Wirtschaft sind mehr als hausgemacht.

Beste Grüße
coffeinjunky


Guter Punkt, vor der Antwort muss ich erstmal ein wenig nachlesen.... Danke Dir!
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