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warum sind wechselwarme tiere in wärmeren gebieten größer?
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Foren-Übersicht -> Biologie-Forum -> warum sind wechselwarme tiere in wärmeren gebieten größer?
 
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nur123
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Anmeldungsdatum: 28.09.2006
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 03 Jun 2007 - 19:41:33    Titel: warum sind wechselwarme tiere in wärmeren gebieten größer?

warum sind wechselwarme tiere in wärmeren gebieten größer als in Kälteren?
neofelis
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Anmeldungsdatum: 20.12.2006
Beiträge: 642

BeitragVerfasst am: 04 Jun 2007 - 07:38:02    Titel:

Redest Du zufällig von der Bergmann'schen Regel? Dann hast Du nämlich etwas durcheinander geworfen.

Gleichwarme Tiere sind in kälteren Gebieten größer als verwandte Arten in wärmeren Gebieten (=> s. bspw. Fennek/Eisfuchs, Sumatratiger/Sibirischer Tiger, Humboldtpinguin/Kaiserpinguin).
Das hängt mit dem Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpermasse zusammen. Ein größeres Tier hat im Verhältnis zu seiner Masse eine kleinere Oberfläche über die es Wärme verliert. Deshalb ist ein größerer Körper in kalten Gebieten von Vorteil.

Für wechselwarme Tiere gilt das meines Wissens nach nicht. Auf diese trifft nur die Van't Hoff'sche-Regel (RGT-Regel) zu: Ein Temperaturanstieg von 10°C sorgt bei ihnen für eine doppelt so schnelle Reaktionsgeschwindigkeit.
Frieder Hummel
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 05 Jun 2007 - 00:01:41    Titel: Re: warum sind wechselwarme tiere in wärmeren gebieten größe

nur123 hat folgendes geschrieben:
warum sind wechselwarme tiere in wärmeren gebieten größer als in Kälteren?

Hallo Nur123,

da die Wechselwarmen (= poikilotherm) von der Umgebungstemperatur abhängig sind,
haben sie in warmen Gebieten bessere Lebensbedingungen,
dort kommen aber auch kleine und kleinste Arten vor.

Deine Frage sollte eigentlich lauten:
Warum kommen große wechselwarme Tiere nur in wärmeren Gebieten vor?

In kälteren Gebieten haben sie keine Überwinterungsmöglichkeiten,
wohl aber die kleineren Reptilien, Amphibien und Insekten:

1) Sie werden in der Sonne oder auf einem Stein schneller aufgewärmt.

2) Sie haben eher die Möglichkeit, kleinere, tiefer gelegene und vor allem frostfreie Winterverstecke zu finden.
Die sind lebensnotwendig, da Wechselwarme bei sinkender Temperatur nicht aus der Winterstarre aufwachen und bei Minus-Graden erfrieren.
Manche können leichten Frost überleben,
zB. überwintert unser einheimischer Wasserfrosch am Grunde von Gewässern, die auch mal kurzzeitig durchgefrieren können.

Bei den Insekten kommt noch dazu, dass die Tracheen-Atmung die Körpergröße begrenzt.
Der Sauerstoff wird im Tracheen-System überwiegend durch Diffusion verteilt.
Mit steigender Temperatur nimmt die Diffusionsgeschwindigkeit zu,
deshalb leben in den Tropen die größten Insekten.
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