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Artikel nicht angekommen, Recht auf Rückerstattung?
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Soeren04
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Anmeldungsdatum: 07.06.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2007 - 02:40:24    Titel: Artikel nicht angekommen, Recht auf Rückerstattung?

Artikel nicht angekommen (Verkäufer wünschte Versand per normalen Brief) Recht auf Rückerstattung?

Ich habe folgende Frage.

In einem Internetauktionshaus (ebay) verkauft ein Verkäufer einen Artikel und bietet als Versandart Einschreiben oder Expressbrief an.
Der Käufer kauft den Artikel, wünscht aber Versand per normalen Brief.
Der Verkäufer versendet daraufhin Artikel per normalen Brief, erhält bei der Post auch eine Quittung über einen normalen Brief 55 Cent, allerdings werden auf dieser Quittung ja keine Adresse oder sonstiges vermerkt, wie dieses beim Einschreiben der Fall wäre.
Der Artikel kommt nicht an. Nun verlangt der Käufer vom Verkäufer den Artiel nocheinmal zuzuschicken bzw. das Geld zurück zuerstatten
Der Verkäufer hat den Artikel nicht mehr und ist auch nicht bereit das Geld zurückzubezahlen, da er ja Versand per Einschreiben angeboten hat und nur auf ausdrücklichen Wunsch des Käufers per normalen Brief versendet hat.
Hat der Käufer ein Recht darauf, dass der Verkäufer den bezahlten Preis zurückerstattet??? Und gibt es sowas wie eine Beweispflicht des Vekäufers das er den Artikel versendet hat, er kann ja allerdings bei Versand per normalen Brief, der vom Verkäufer gewünscht war, nicht mehr als eine Quittung über 55 Cent haben???

Beim Verkäufer handelt es sich um einen privaten und nicht um einen gewerblichen Verkäufer.


Danke im Voraus & Liebe Grüße
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2007 - 10:20:10    Titel:

Wenn der Sachverhalt wirklich so liegt, daß der Versand durch normalen Brief erfolgen soll und der Verkäufer dies (und somit das seinerseits Erforderliche) getan hat, dann hat der Verkäufer geleistet. Dementsprechend ist auch der Anspruch aus §433 I durch Leistung untergegangen. (Demzufolge auch kein Rückerstattungsanspruch hinsichtlich des gezahlten Kaufpreises)

Andere Frage wär die Beweislast im Prozess. Der Grundsatz ist dort, daß jede Partei die Beweislast für das Vorliegen der tatsächlichen Voraussetzungen der ihr günstigen Rechtsnorm trifft.
Der Verkäufer müßte dort wohl immer noch beweisen, daß er die Ware per Brief abgeschickt hat. (Vorausgesetzt der Kläger hat zuvor schon den Beweis für das zustandekommen des Vertrages erbracht, wenn das nicht der Fall ist braucht der Beklagte nichts mehr zu beweisen. Wär' vielleicht sogar gefährlich dann)
Die Behauptung gilt als bewiesen, wenn das Gericht von ihrer Wahrheit überzeugt ist. Dabei ist aber keine absolute Gewissheit gefordert, sondern ein für das praktische Leben brauchbarer Grad von Gewissheit genügt. (BGHZ 53, 245, 255)
Also würde ich mal davon ausgehen, daß das Gericht bei Waren geringen Wertes (20 Euro oder so) dem Verkäufer vielleicht aufgrund der Postbestätigung glaubt. Wenn es höher wird, müßte wohl schon ein Zeuge aussagen.

Diese Abrede, daß der Verkäufer die Ware einfach per Post verschicken kann, wird dem Verkäufer nicht helfen.
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