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Journalistische Textsorten, wer kann mir helfen?
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BlackGarfield
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 07 Jun 2007 - 15:26:14    Titel: Journalistische Textsorten, wer kann mir helfen?

Ich habe als Aufgabe gestellt bekommen bestimmt journalistische Textsorten zu erklären und unterschiede heraus zu arbeiten. Und zwar für die Nachricht, Reportage, Feature, Rezension, Kommentar und Glosse.

Kannst du mal nach sehen ob das was ich dazu geschieben hab richig ist, oder ob was fehlt oder falsch ist. Wäre super nett, danke schon mal im vorraus. Laughing


Journalistische Textsorten
Grundsätzlicher Anspruch des Journalismus ist Objektivität. Der Journalist muss zwischen Fakten (Nachrichten) und Meinung (Kommentar) unterscheiden. Eine subjektive Meinung sollte in Nachrichten keinesfalls einfließen. Wenn dies dennoch geschieht, so muss diese Meinung gekennzeichnet werden (z.B.: als Kommentar).
Journalistische Textsorten gliedern sich zunächst in:
• Tatsachenbetonte Textsorten: Nachricht, Interview, Bericht, Rezension, Reportage
• Meinungsbetonte Textsorten: Kritik, Karikatur, Glosse, Leitartikel, Kommentar etc.
• Fantasiebetonte Textsorten: Feuilleton, Zeitungsroman etc.

Die wichtigsten journalistischen Textsorten im Vergleich:

DIE NACHRICHT

Eine Information wird erst durch ihren Nachrichtenwert zur Nachricht. D.h. der Sachverhalt muss überraschend oder unerwartet sein, oder und vom allgemeinen Interesse sein (z.b. Promis, lokaler Bezug, Gefühl, Sex, Fortschritt, Konflikt, Dramatik, usw.).
 Aufbau wie eine umgedrehte Pyramide vom Wichtigen zum unwichtigen: Dachzeile, Schlagzeile, Untertitel, Vorspann, Body (Ausführliche Darstellung)
 Ereignisse sachlich und prägnant dargestellt
 Das Wichtigste steht im „Lead“ (Nachrichtenkopf). D.h. In den ersten beiden Sätzen muss die Zentrale Informationen enthalten sein.
 Nachrichten nach Wichtigkeit geordnet (Wichtigstes zuerst)
 Auswahl des Wichtigsten: Was (Ereignis), Wer (Beteiligten), Wann (Zeitpunkt), Wo (Schauplatz), Wie (Art des Geschehens), Warum (Grund, Zweck). Woher
 Im „Body“: detaillierte Fakten, Wichtigstes wieder zuerst.
Unterscheidung zwischen soft und Hartnews: Softnews sind unterhaltende Nachrichten wie z.B. Showbusiness und Hartnews sind informierende News, z.B. Politik

DIE REPORTAGE


Die Reportage, hat ihre Wurzeln im Literarischen Reise und Augenzeugenbericht. Durch ihre dramaturgische Natur wird die Reportage mit der Zeit immer spannender, also nicht so wie in der Nachricht. Die Reportage muss Interesse Wecken, und die Menschen sprechen lassen um die es geht. Es beginnt mit allgemeinen und führt zum besonderen.
 Subjektiv geprägte anschaulich wirkende Berichtsform (Erlebnisbericht) mit vorwiegend informativen Charakter.
 Es soll nicht nur informiert, sondern auch unterhalten werden („soft news“)
 Verarbeitung und Aufbereitung eigener Beobachtungen und Empfindungen eines Reporters. Meinungsbezogene Darstellungsform.
 Einstieg: Reporter kann den Leadstil verlassen und Leser vor ein Rätsel stellen.
 Nach dem Einstieg: Informationen über beteiligte Personen, Zusammenhänge, Umstände, Hintergründe. Am Ende steht manchmal eine Pointe.


Feature

Feature ist eine besonders umfangreiche Reportage. Eine Reportage schildert einen Einzelfall, ein Feature benutzt die Schilderung des Einzelfalls um einen größeren Zusammenhang oder Sachverhalt zu verdeutlichen. Ein Feature darf im Gegensatz zur Reportage den realistischen Rahmen verlassen, und darf alle Register ziehen, um den abstrakten thematischen Schwerpunkt zu illustrieren.

Rezension und Kritik

Kritik ist Informierend, muss nachvollziehbar, inhaltlich und wertend sein. Am Ende soll der der Leser über pro und contra informiert sein und sich eine eigene Meinung bilden können.
Rezension ist die Kurzform der Kritik und meist verwendet in der Literaturkritik.
Kritik und Rezension bewegen sich inhaltlich zwischen Tatsachenbericht und fachlicher, jedoch persönlichen-subjektiver gefärbter Betrachtung und Interpretation In der Regel steht am Beginn der Rezension die Darstellung der Fakten. Die Meinung von Information und Wertung kennzeichnen also die Rezension. .

DER KOMMENTAR
 Subjektive Stellungnahme zu einem Geschehen oder Problem
 Dient der Erläuterung und Herstellung von Zusammenhängen, die eine Nachricht betreffen.
 Informierend, interpretierend, wertend und daher meinungsbildend
 Birgt die Gefahr der Manipulation. ( appellativ, auffordern, warnen)
 Stil: Argumentative Struktur

DER LEITARITKEL
 Im Vergleich zum Kommentar umfangreicher und an besonderer Stelle platziert
 Stellt Stellungnahme des Redakteurs zu bestimmtem Thema dar.
 Folgt gesellschaftlicher oder politischer Linie der Zeitung
 Will meinungsbildend auf Leser wirken.


DIE GLOSSE
 Kurzer als ein Kommentar.
 Überspitzte Argumentation
 Behandelt aktuelle Themen aus sehr subjektiver Sicht.
 Unterton meist ironisch
 Häufig verwendete Stilmittel: Wortspiel, Metapher, Ironie, Satire.
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