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Ingeneurhaftung Werkvertrag und CO
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otten.ma
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Anmeldungsdatum: 08.06.2007
Beiträge: 1
Wohnort: WHV

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2007 - 13:47:23    Titel: Ingeneurhaftung Werkvertrag und CO

Hallo,
habe 30 Fälle zur bearbeitung bekommen. .
Einige bereiten mir da Probleme. Habe mal einige Beispiele eingestellt.
Meine Frage ist nun wie man vorgehen sollte um die Schadenersatzansprüche zu beurteilen?
Zitat:

Fall 8: Fehlerhafte Software

A arbeitet als Ingenieur für Kältetechnik und benötigt für seinen Rechner ein Datensicherungssystem. Er kauft bei Computerhändler B das Programmpaket „Back-up Plus XT 19.0“. Da er selbst trotz seiner technischen Ausbildung keine großen Computerkenntnisse hat, vereinbart er mit B, dass dieser ihm das Programm aufspielt. Hierbei vergisst B, die automatische Back-up-Funktion zu aktivieren, so dass Daten beim nächsten Vollabsturz verloren gehen. Aus welchem Vertrag kann A Schadenersatz verlangen?
1. Abwandlung: Wie wäre der Fall zu beurteilen, wenn B das Programm für A individuell erstellt hätte und es sich um einen Programmierfehler handelte.
2. Abwandlung: A kauft sich ein Programm im Technikmarkt und lässt es lediglich von B aufspielen.
3. Abwandlung: A lässt von B ein umfangreiches Datensicherungskonzept entwickeln. B empfielt nach einer Analyse den Kauf einer bestimmten Standardsoftware, übersieht dabei aber, dass Programm und Hardware nicht kompatibel sind.

Fall 16: Gefälligkeit und Ingenieurleistungen

Beim Bauvorhaben des Bauherrn B treten Mängel auf. B entzieht daher seinem Ingenieur den Auftrag und verlangt wegen fehlerhafter Leistungen Schadensersatz. Bei der Berechnung der Schäden wirkt ein anderer Ingenieur (I) mit. Anlässlich einer Baubesprechung bietet I an, im Rahmen der Fortführung der Baumaßnahmen Ingenieurleistungen zu erbringen. I erbringt entsprechende Leistungen. Es kommt erneut zu Mängeln, weshalb B von I Schadensersatz wegen fehlerhafter Planungs- und Überwachungsleistungen verlangt. Zwischen I und B ist der Umfang der von I erbrachten Ingenieurleistungen streitig. I verteidigt sich gegen die Klage des B aber auch mit dem Einwand, es sei überhaupt kein Architektenvertrag zu Stande gekommen. Kann B von I Schadensersatz verlangen?

Fall 21: Beratung bei einer Altbausanierung

Der Bauherr B sanierte ein altes Mehrfamilienhaus, das sie in Eigentumswohnungen aufgeteilt veräußern wollte. Der beklagte Ingenieur I übernahm für ein Honorar von 1.000,00 € "die beratende und prüfende Ausführung der Sanierungsleistungen" und sollte außerdem einen "Abschlussbericht zur erfolgten Prüfung der fachgerechten Ausführung der Sanierungsleistungen" vorlegen. Diese schlossen die Beseitigung eines Fäulnisbefalls der Holzbalkendecken ein. Mit der Bauüberwachung beauftragte die Bauherrin einen anderen Ingenieur. Der Ingenieur I nahm eine stichprobenartige Überprüfung der Arbeiten vor. Später stellte sich heraus, dass die Holzdecken in allen Wohnungen von Hausschwamm befallen waren. Der Bauherr B macht Schadensersatz in Höhe von rund 830.000,00 € geltend. Der Ingenieur beruft sich u. a. auf eine Haftungsbeschränkung in seinen AGB. Wird das Landgericht den I zum Schadenersatz verurteilen?

Fall 24: Vertragsschluss mit öffentlichem Auftraggeber
Ingenieur I erhielt von einer Stadt Wilhelmshaven den mündlichen Auftrag, die Planung eines Theaters bis zur Entwurfsplanung durchzuführen. Das gesamte Objekt sollte 6 Mio. Euro kosten. Das Objekt sollte durch das Land gefördert werden, wobei die Kommune einen Eigenanteil erbringen musste. Der Ingenieur war im Zusammenhang mit der Bewilligung der Fördermittel tätig und die von ihm erbrachten Planungen wurden in diesem Zusammenhang eingereicht. Die Fördermittel wurden letztendlich trotz Vorlage der entsprechenden Planungen von Seiten des Ingenieurs durch das Land Niedersachsen nicht genehmigt, weil die Kommune die entsprechenden Eigenanteile nicht aufbringen konnte. Der Ingenieur erstellte sodann seine Rechnung, die sich auf insgesamt 120.000 Euro belief. Hat I einen Anspruch auf Vergütung gegen die Stadt?

Fall28: Eine Ingenieurgesellschaft ist mit Planungsarbeiten für Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen beauftragt. Zur Planung der Hausinstallationsleitungen holt sie eine Wasseranalyse des anstehenden Trinkwassers ein. Diese sendet sie an einen Hersteller von Rohrleitungen mit der Bitte, die Einsatzmöglichkeiten verzinkter Rohrleitungen für das Bauvorhaben zu überprüfen. Der Hersteller teilt unentgeltlich per „Kurz-Fax“ mit, dass der Einsatz für möglich gehalten wird. Die Ingenieure planen verzinkte Rohre, die dann auch ausgeführt werden. Die Mitteilung des Herstellers stellt sich nach Fertigstellung des Bauvorhabens als falsch heraus; verzinkte Rohrleitungen sind bei der spezifischen Zusammensetzung des Trinkwassers nicht geeignet. Der Sanierungsaufwand beträgt 1.000.000 Euro. Die Ingenieurgesellschaft begehrt gerichtlich die Feststellung, dass der Hersteller ihr wegen Schlechterfüllung des Beratervertrags sämtliche Aufwendungen und Schäden wegen der Planung und Ausführung der verzinkten Rohrleitungen ersetzen muss.

Hoffe es kann mir jemand helfen.

Danke
Mark
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