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LLM- Erfahrungen
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meisterjoda
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Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2007 - 00:52:51    Titel:

http://www.alpmann-schmidt.de/Downloads/Leseproben/99968_web.pdf
Alberthold
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Anmeldungsdatum: 10.05.2006
Beiträge: 195

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2007 - 11:24:09    Titel:

Ich hab mal gelesen, dass die llm-Programme in Australien und Neuseeland nicht so anerkannt sind, da diese als nicht so schwer angesehen werden und die Studienortwahl vermuten lässt, dass man Spass anstatt Qualifikation in den Vordergrund seiner Überlegungen gestellt hat.

Eigentlich schade, weil man in Neuseeland aufgrund eines bilateralen Abkommens mit Deutschland für Postgraduate-Studiengänge nur die Inländergebühren zahlen muss (sind im Vergleich zu UK und USA äusserst gering).
J.C.Denton
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2007 - 12:19:00    Titel:

meisterjoda hat folgendes geschrieben:
Master of Laws ist englisch.

Auf Lateinisch heisst es Legum Magister. Die Abkürzung LL.M. rührt daher, dass LL die lat. Ausdrucksweise für den Plural "Rechte" ist.

Daher heisst es auch: LL.M.


In der Schweiz gibt es doch den MLaw (Master of Law). Ist da ein Unterschied?
iurgefühl
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Anmeldungsdatum: 04.07.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 04 Jul 2007 - 16:45:34    Titel:

Hallo Zusammen,
ich kann hier vielleicht etwas über den LLM in England und den USA erzählen, habe meinen im letzten Jahr in England, Exeter gemacht.

Der grundlegende Unterschied zwischen LLm in England und USA sind tatsächlich zunächst die Kosten. Hier muss man mit Studiengebühren von rund 5T - 10T Pfund in England rechnen. In den USA liegen die Studiengebühren leicht bei 15T $, eher 25T$. Dazu kommen dann noch die Lebenshaltungskosten, Wohnung, Reisekosten, Auto und BÜCHER (sind sauteuer).

Die Wahl des Studienortes / der Universität hängt aber auch stark von der persönlichen Berufsplanung ab. Das wichtigste bei einem LLM ist, dass man nachweisen kann, dass man gut Englisch spricht und sich in fremde Kultur / Materie einarbeiten kann. Wenn man also schon mal in einem angelsächsischem Land unterwegs ist, ist das Fach welches man dann für den LLM belegt, gar nicht mehr so entscheidend. Kann mann aber seine bisherigen Schwerpunkte weiter verfolgen, also zum Beispiel Kartellrecht, M&A oder was auch immer, ist das von Vorteil. In diesem Zusammenhang sollte man also vermeiden an Unis zu landen wo erfahrungsgemäß hunderte von Deutschen unterwegs sind oder die lustigen LLM in Deutschland, selbst wenn der Unterricht auf Englisch stattfindet.

Hat man das Glück mit hervorragenden Leistungen an einer Eliteuni aufgenommen zu werden, sollte man diese Chance wahrnehmen, selbst wenn es einiges kostet. Das macht dann von der Reputation später einiges aus, besonders wenn Karriereziel die Großkanzlei ist.

Eine weitere, praktische Frage ist, wann man sich bewirbt. In den USA ist Bewerbungsende meist im Februar, in England eher Mai/Juni. Die Anmeldung in England ist auch weniger formalistisch. Für die USA müssen meist alle Unterlagen über die eigene Uni verschickt werden, man muss spezielle Übersetzungen haben etc. Insoweit sind die USA nicht wirklich empfehlenswert.

Der Unterricht an den Unis ist unterschiedlich. NAch meiner Kenntnis ist in den USA der Untericht verschulter, also echte Vorlesungen etc. In England hat man eher Seminare. In den Seminaren bereiten die Studenten selber den Stoff des Tages vor und halten Vorträge. Idealerweise haben sich die anderen auch mit dem Thema beschäftigt und man kann nachher diskutieren. Hat bei mir fast nie geklappt. Hierbei ist auch entscheidend, wie alt die Studenten sind. MEin Eindruck ist, dass in England die überwiegende Zahl der LLM Studenten gerade das Erste Staatsexamen haben (bzw. das ausländische Pendant). Gerade bei der Seminarstruktur ist dies nicht hilfreich weil die Themen schon ziemlich spezifisch sind und die meisten schon nicht mit dem entsprechenden Recht ihres eigen Landes zurande kommen. Daher kommt auch kaum ein wirklicher gedanklicher Austausch zustande.
In Amerika sind die LLMs meist älter, insbesondere die Ausländer sind oftmals schon im Beruf gewesen. Daher dürfte das Niveau wesentlich besser sein.

Ein kurzes Fazit von meiner Seite:
Wenn man nicht schon immer ein herausragender Student mit tollen Noten ist, langt ein LLM an einer vernünftigen Uni in England vollkommen aus. Je besser man ist, desto mehr bringt einem eine tolle Uni, aber nur wenn man tatsächlich bei einer entsprechenden Kanzlei später arbeiten kann.

Noch kurz zur steuerlichen Seite: Es ist möglich, die Kosten für den Auslandsaufenthalt für LLM als Werbungskosten geltend zu machen. ISt ein bißchen Überzeugungsarbeit beim Finanzamt, lohnt sich aber.

Gruß
Thomas
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