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Überqualifikation / "Überqualifikation"
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lisbeth
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Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2007 - 14:32:19    Titel: Überqualifikation / "Überqualifikation"

Hi,

ich lese immer wieder, dass Schüler (meist Abiturienten) keinen Ausbildungsplatz erhalten wegen Überqualifikation. (z.B. als Förster)

Mal angenommen, dass das keine Ausrede sei und mal angenommen, dass der Schüler den angestrebten Beruf tatsächlich nicht "nur" als praktisches Sprungbrett für ein Studium nutzen will - was spricht dann noch gegen Überqualifikation?

Schließlich hat man sich doch wohl vorher mit dem Berufsbild auseinander gesetzt und sollte eigentlich wissen, was auf einen zukommt.
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2007 - 15:03:04    Titel:

Das Problem ist einfach, das die Gefahr unheimlich groß ist, das der Abiturient nach der Ausbildung oder ein paar Jahren Arbeit seinen Hut nimmt und man dann mehrere Jahre umsonst in jemanden investiert hat...

Und diese Gefahr besteht, auch wenn der Abiturient, vor seiner Ausbildung sicher ist, das er nicht studieren möchte...

Das habe ich auch gesagt und von den 8 Leuten, die in meiner Berufsschulklasse mit Abi/FHR saßen, arbeitet ab kommendem Wintersemester/Schuljahr kein Einziger mehr in seiner Lehr-Firma.
Alle studieren oder bilden sich Vollzeit weiter...

Während das große und mittelständische Betriebe noch verkraften können, ist es für ein kleines Unternehmen oder in einer Branche, die mangels Nachwuchs ohnehin schon Probleme hat Azubis zu finden, eine Katastrophe...

Aber mal was anderes:
Muss man als Förster nicht studiert haben?
Gruwe
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Anmeldungsdatum: 24.03.2004
Beiträge: 5286
Wohnort: Saarbrücken

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2007 - 15:06:45    Titel:

dönis hat folgendes geschrieben:

Aber mal was anderes:
Muss man als Förster nicht studiert haben?


Doch. Einer aus meiner FOS-Abschlussklasse geht nun Forstwirtschaft studieren um Förster zu werden! Smile
lisbeth
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Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2007 - 16:16:02    Titel:

dönis hat folgendes geschrieben:

Aber mal was anderes:
Muss man als Förster nicht studiert haben?


Bin mir da jetzt nicht so sicher.
Ich weiß, dass sich einer meiner Mitschüler damals im Bereich Forstwirtschaft mehrfach (fast bundeslandweit) um eine Lehrstelle beworben hat und immer wieder abgelehnt wurde mit derselben Begründung. Schließlich hat er es stecken müssen.
Kann gut sein, dass die Bezeichnung "Förster" hier falsch ist.



dönis hat folgendes geschrieben:

Das habe ich auch gesagt und von den 8 Leuten, die in meiner Berufsschulklasse mit Abi/FHR saßen, arbeitet ab kommendem Wintersemester/Schuljahr kein Einziger mehr in seiner Lehr-Firma.
Alle studieren oder bilden sich Vollzeit weiter...


Welchen Beruf genau machst du bzw. was für eine Berufsschulklasse war deine?
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2007 - 16:28:53    Titel:

Hab Mechatroniker gelernt...
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2007 - 16:57:41    Titel:

dönis hat folgendes geschrieben:
Das Problem ist einfach, das die Gefahr unheimlich groß ist, das der Abiturient nach der Ausbildung oder ein paar Jahren Arbeit seinen Hut nimmt und man dann mehrere Jahre umsonst in jemanden investiert hat...

Während das große und mittelständische Betriebe noch verkraften können, ist es für ein kleines Unternehmen oder in einer Branche, die mangels Nachwuchs ohnehin schon Probleme hat Azubis zu finden, eine Katastrophe...


Aber viele Azubis werden doch eh nicht übernommen, die wurden dann doch auch umsonst ausgebildet bzw. der Betrieb hat ja dann von denen auch nichts mehr! Confused

Es ist ja bei weitem nicht so, dass nur die Abiturienten weggehen, sondern auch die Realschüler mit Ausbildung wechseln den Betrieb, machen FH-Reife nach, werden nicht übernommen und so weiter.

Mal im Ernst: Welcher Betrieb geht davon aus, dass ein Azubi 10 Jahre oder länger in seiner Firma bleibt?? Das gibts ja heutzutage nur noch in Ausnahmefällen. Außerdem will die FIrma ja nicht zwingend immer alle Azubis behalten.

Ich denke mal, Klischée-haft werden eben teilweise Nicht-Abiturienten bevorzugt, weil die einfach einen "besseren (Arbeits-)Ruf" haben. Wobei im kaufmännischen Bereich ja kaum noch jemand eingestellt wird ohne zumindest die FH-Reife zu haben.
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2007 - 17:33:56    Titel:

Zitat:
Ich denke mal, Klischée-haft werden eben teilweise Nicht-Abiturienten bevorzugt, weil die einfach einen "besseren (Arbeits-)Ruf" haben. Wobei im kaufmännischen Bereich ja kaum noch jemand eingestellt wird ohne zumindest die FH-Reife zu haben.

te
halt ich für ein Gerücht. Schau Dir mal die Hochschulzugangsberechtigenquoten von einzelnen Berufen an. Ich habe darüber schonmal mit jemandem diskutiert, daher kenne ich die Zahlen.

Industriekaufmann : Etwa 40 % haben Abi oder Fachabi
Bankkaufmann etwa 50 %
Bürokaufmann 10 - 20 %

diese Zahlen habe ich noch im Kopf, sie sind von 2005.

Du siehst, selbst beim belieben Beruf Bankkaufmann hat nur die Hälfte Abi oder Fachabi.

Allerdings unterscheidet sich das stark von Bundesland zu Bundesland.
In Berlin hätten anscheinend 70 - 80 % der Bankazubis Abi oder Fachabi.

Ansonsten stimmt das was dönis gesagt schon.
Bedenke : etwa 70 % eines Abijahrgangs studiert langfristig gesehen, daher ist die Warscheinlichkeit, vorallem bei guten Abiturienten, sehr groß, dass die nach der Lehre gehen, ein Realschüler hat da deutlich weniger Möglichkeiten.

Und gerade gute Abiturienten haben es daher sogar manchmal schwer eine Lehrstelle zu finden, weil sich viele Chefs eben sagen, dass ein guter Abiturient eben langfristig gesehen doch noch eine akademische Ausbildung möchte.
Markus22
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Anmeldungsdatum: 04.02.2007
Beiträge: 1817

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2007 - 10:36:58    Titel:

also, aus meinen pers umfeld kenne ich das auch, dass als azubis ungern/keine/kaum abiturienten genommen werden, da man damit schlechte erfahrung hat. man führte an, diese seiens chelchter formbar, als zb realschüler, hätten für einen kfm. beruf gegenüner höhern handelssschülern keine ahnung oder vorkenntnisse (muss man ja nicht, aber wenn es gruppen gibt, die welche haben, nutzt man dies auch) oder seiens chlichtweg zu anspruchsvoll und meinen, weil sie Bio lk hätten müßten se jetzt keine ablage machen usw Wink
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2007 - 13:02:00    Titel:

lisbeth hat folgendes geschrieben:
dönis hat folgendes geschrieben:

Aber mal was anderes:
Muss man als Förster nicht studiert haben?


Bin mir da jetzt nicht so sicher.
Ich weiß, dass sich einer meiner Mitschüler damals im Bereich Forstwirtschaft mehrfach (fast bundeslandweit) um eine Lehrstelle beworben hat und immer wieder abgelehnt wurde mit derselben Begründung. Schließlich hat er es stecken müssen.
Kann gut sein, dass die Bezeichnung "Förster" hier falsch ist.

Als Förster muss man studiert haben (ist höherer Dienst). Es gibt natürlich auch Ausbildungen in dem Bereich, kann sein, dass dabei Abiturienten abgelehnt werden, weil die ja Forstwirtschaft studieren können.
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