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Traumdeutung (Psychoanalyse) - Einstieg in Freuds Lehre
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BigHug
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 162

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2007 - 15:58:09    Titel:

Zitat:
Nun verstehe ich, warum Jung seine Autobiografie erst posthum veröffentlich haben wollte, vermutlich legte er wenig Wert darauf, Kommentare dieser Sorte über sich ergehen zu lassen..

Wäre ihm zur Selbsthilfe zu helfen gewesen, dann hätte er sich mit solchen Hypothesen kritisch befasst und die Konsquenzen gezogen sollte er den Eindruck gewonnen haben, dass an ihnen etwas wahre ist...

Zitat:

Solche Dinge auszuagieren, kann sehr befreiend sein.


Ungefähr ebenso wie das Haschen nach allen anderen Formen unserer "Ersatzbedürfnisse"/ Ventile des Triebstaus imfolge Instinktverdrängung). Sie an Schuldlosen Dritten "auszuagieren" oder genauso gewaltsam ins eigene Unbewusste zu verdrängen, ist immer destruktiv - ethisch unvertretbar und Leiden bei anderen oder sich selbst erzeugend - und von einer kritischen Auseinandersetzung völlig verschieden...


Zitat:
"restlos in Ruhe gelassen" wurden sie nicht... wenn Kinder restlos in Ruhe gelassen werden, entsteht sowas, wie in Goldings "Herr der Fliegen" beschrieben wurde. Oder Jugendgangs in Städten, die nach dem Prinzip des Stärkeren funktionieren. Gesund ist das nicht.


Ich sehe dort keine erzieherischen Eingriffe und auch sonst nichts, was andern Falls von den Erwachsenen in ihrer Familie etwa anhand der Erpressung ihrer von ihnen gefühlsmäßig voll abhängigen Nachkommen mittels "Liebes"-Entzug - der mächtigsten Erziehungswaffe überhaupt - durchgedrückt werden kann, da die Kinder in Summerhill emotionell unabhängig von den Erwachsenen sind, sich für sie gefühlsmäßig kaum interessieren.

Weiherhin: Alle vorhanden Regeln des Zusammenlebens werden per Konsenz beschlossen, wobei die weit in der Minderheit befindlichen Erwachsenen ebenfalls nur je 1 Stimme einbringen können, so wie jedes der Kinder. Womit sie Kraft dessen sich Ruhe verschaffen, ist auch, dass Kinder, die zu schwer psychisch gestört sind als dass sie einen Platz in solcher Gemeinschaft finden könnten, ausgeschlossen werden.

Außerdem: Selbst wenn in der Gemeinschaft Enzelfälle auftreten sollten, die sich mit Gewalt/ Schlägen, Morddrohungen ect.) als tyrannischer Beherrscher und Aubeuter der Masse durchzusetzen versuchen würden, so wäre das eine psychische Entartung, die dem krankmachende Familienleben - mit oder ohne Erziehung - zuzuschreiben ist...
Zitat:
"Gesund ist das nicht"

- Genau!

Ich gebe allerdings zu, dass die in Summerhill anwesenden Erwachsenen gelegentlich ihre körperliche Überlegenheit einsetzten, um solchen fraglos bei jedem Familienkind vorhandenen Tendenzen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das heißt aber nicht, dass ihnen (den Erwachsenen) die gleiche Rolle zugeschrieben werden dürfte wie jenem Marinesoldaten, der im Lord der Fliegen den letzten unbeugsamen Überlebenden der genesungsfähigen Kindergruppe vor der Ermordung durch die unheilbar kranke 'errettet'... Es zeigt nur, dass in der großen Welt 'draussen' die selbe Hölle losgebrochen ist wie in der kleinen der Kinder auf ihrer Insel, und dass der Autor dieses 'Romans' das Konzept von Summerhill: der Ausweg von dieser durch das Familienleben angezettelten Tragödie - nicht kannte...


Zitat:
Gesundheitsmodelle gibts doch, zum Beispiel die .. europäische Elementelehre ...

Ja, das ist zwar kein komplettes Gesundheitsmodell, kann aber der Keim sein, aus dem die intakte Physio-Psyche eines Individuums * erwächst - u.U. gebettet in seine ebenso gesunde Sozialgemeinschaft (Das hängt davon ab, ob das 'Individuum' einer "autark" lebensfähigen oder einer "sozialen" Art angehört). So wie die 4 Elemente von Heraklit dargelegt werden, halte ich das Konzept für sowohl mystisch wie metaphysisch als auch naturwissenschaftlich fundiert:

Zitat:
"Feuers Umwende: Wasser. Vom Wasser aber die eine Hälfte ist Erde (Körper) und de andere Hälfte Luft (Geist).

Die See-le (vom Ur.See bzw. -wasser stammend, in dem "Alles Fließt" ) stellt also ein synthetisches Produkt der beiden sonst auch analytisch separiert denkbaren Elemente (Körper und Geist) dar, und wird konkret, indem sich das Feuer einer noumenalen Energie *zu ihr lustvoll "umwendet". /* Vgl. auch Einsteins "E" und das 'Grenzenlose' "a peiron" Anaximanders, dessen Vorgänger Thales die aus dem a peiron materialisierende Wellt als erster im Wasser (Wahrscheinlichkeitswellenkonzept) verankert hat. Allerdings wohl auf Anregung der sumerischen Genesis...)

Zitat:
"Diese Weltordnung, dieselbe für alle Wesen, schuf keiner der Götter noch der Menschen: sie war immer dar und ist und wird sein ein ewig lebendiges Feuer, erglimmend nach Maßen, wie es nach Maßen erlischt.

Das deckt sich zu 100% mit der TriebEnergie "Libido" und dem davon gespeissten Drei-Instanzen-Modell der Psyche Freuds - dem ES als der seelische Keim des sich aus ihm bildenen 'geistigen' ICHs und des 'körperlichen' ÜBER-ICHs..

/* Vereinigt mit der Biologie eines Einzellers siehe hier: http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell/home.html .)

Mit den "Maßen" macht Heraklit eine Anspielung auf die "Göttliche Proportion" des Goldenen Schnitts, der vom Evolutionsbiologen Goodwin im Zusammenhang des "Morphogenetischen Feldes" - bzw. dem aller Materie immanenten Prinzip der "Selbstorganisation" untersucht wird. Erzieherische Eingriffe jeglicher Art - am schlimmsten die Verunmöglichung einer arteigenen, sonst instinktiv ab dem dritten Lebensjahr angestrebten und verwirklichten Kindergruppe/ ähnlich Summerhill, nur eben konsequenter) bringen es durcheinander, d.h. haben einen seelisch destruktiven Effekt, oft irreversibel...

.
BigHug
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 162

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2007 - 15:18:39    Titel:

Zu Freuds Drei-Instanzen-Modell der Psyche
und seiner Methode der Traumanalyse

Die in diesem Seelenmodell gemachte Unterscheidung nach 3 Intsanzen ( ICH , ÜBER-ICH und ES mit seinen 6 angeborenen Bedürfnissen) finde ich einleuchtend, ebenso auch die Erklärungen zum "Unbewussten".

http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell/pg001.html
http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell/pg003.html
http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell/pg001.html
http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell/home.html
http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell/pg000.html
http://freenet-homepage.de/traumdeutung.fuer.einsteiger/pg001.html

Nicht so klar ist mir nur, wie dieses Seelenmodell auf einen so "biologischen" Sachverhalt wie den 'Einzeller' übertragen werden könne, wie der von einer Skizze illustrierte Text im letzten der 4 Links behauptet. Warum nimmt man nicht den menschlichen Körper zur Grundlage einer Beschreibung des Zusammenspiels im Drei-Instanzen-Modell der Psyche? Kann mir jemand helfen, die Einleitung hierdrunter nachzuvollziehen?

.......................................................................

“Freud“

E I N S T I E G


Die beiliegenden Graphiken und Abhandlungen sind aus verschiedenen Anlässen nach und nach entstanden und entwickelt worden. Hierbei habe ich mir vorgenommen anhand ihrer eine Einführung der Freudschen Lehre zu beginnen, die – wie alle meine bisherigen Arbeiten – sich auf dem Wege einer Diskussion mit den Fragenden und gemäß der Infragestellung ihrer Interessen entwickeln soll...

Diese Einführung beginnt nicht wie üblich mit dem Model der menschlichen Psyche, sondern mit dem des Einzellers, weil Freud als Biologe dieses Model vor der Konzipierung der “Psychoanalyse“ entwarf. Er befaßte sich nämlich zuerst mit dem Lebensphänomen, d.h. den Prinzipien des Geistes und der vom Protoplasma ausgehenden Evolution des Einzellers, erst nach und nach mit der Organisation der höheren Arten und erst ganz zuletzt mit den psychischen Entartungsformen unserer patriarchalischen Gesellschaft. So sind seine ursprünglichsten Fragen philosophisch-metapsychologischer Art gewesen, wurden nach und nach mit den Befunden vom damaligen Stand der naturwissenschaftlichen Forschung abgesichert und gerieten erst zuletzt in Konflikt mit den kulturell-/ historischen Phänomenen unserer pathologischen Gesellschaft, was einen klinischen Ableger in Freuds Lehre erforderlich gemacht hat...

Für die erste Frage: Was ist “Leben“? begab er sich zu der Leib-Seele-Diskussion im antiken Griechenlande und ordnete sich schließlich selber unter die neueren “Lebensphilosophen“/...Kant, Schopenhauer, Bergson); Deren Gemeinsamkeit ist nicht das „theologische“ Model einer vom ‚Körper‘ abtrennbaren, dessen Tod als ‚reiner Geist‘ im „Jenseits“ überlebende ’Seele‘, sondern Aristoteles‘ Lehre einer Psyche, die sich nach 3 Entwicklungsphasen strukturiert /: 1- ‘pflanzlich‘ ernährend, 2- ‘animalisch‘ durch-setz-ungs-fähig und 3- ‘menschlich‘-wissensbedürftig). Als Biologe hat er dieses Model mit den Erkenntnissen Darwins und Mendels ergänzt, als Arzt aber verwarf der die offizielle Psychatrie um anstelle derer Symptombehandlung die Methode der psychoanalytischen Ursachenforschung zu entwerfen, und als Soziologe fragte er nach dem Ursprung der Moral und suchte in den zeitgenössischen Berichten über die totemischen Primitivkulturen, archäologischen Funden und Auslegung der Mythen nach einem anthropologischen Naturmodel des Zusammenlebens von vor dem Beginn des Patriarchats, erkannte jedoch nur die Verankerung unserer Gesellschaft auf dem barbarischen Totemismus...

Damit ist das Programm einer Einführung der Freudschen Lehre skizziert. Um sie den Bedürfnissen und Ansprüchen des Lesers angebracht zu gestalten, will ich aber auf Deine Kritik, Fragen und Vorschläge abwarten...


Eigentlich ist Freuds Lehre doppelt: Die eine Seite – “ Metapsychologie“
genannt – ist rein theoretisch-philosophischer Art. Sie befaßt sich

>>> mit dem Lebensprinzip, das er „reine Triebenergie“ - auch Libido - genannt hat,
>>> mit dem ES, bzw. der Seele als die Ur-Instanz konkret gewordener Triebenergie, und sowohl mit
>>> dem Geiste/ICH) als auch dem Körper/ÜBER-ICH) als den 2 anderen Instanzen/Sichten) der Seele.
>>> Seine wichtigste Leistung aber ist die Entdeckung und Auseinandersetzung mit dem „Unbewußten“, das dem Bewußtsein ebenso unzugänglich ist wie der Körper, sich aber unserem Ich anhand den noumenalen Botschaften der Träume, Einfälle und “Erleuchtungen“ spontan offenbart.

Das Unbewußte teilte Freud in zwei Gebiete: Das eine von ihnen nannte er „Vorbewußtsein“, ein Bereich, der sich auch als „persönliches Gedächtnis“ bezeichnen läßt, weil in ihm alles vom ‚individuellen‘ Ich selbst Erlebte chronologisch geordnet aufbewahrt - bzw. aus der Sphäre unmittelbarer Wahrnehmbarkeit ‚verdrängt‘ liegt, das aber bewußt daraus hervorgeholt werden kann/ “Erinnerung“) oder auch eigenmächtig aus ihm emportaucht um sowohl die Handlungsimpulse des Es - die Primärinstinkte - als auch die Wünsche des Ichs anhand seiner gesammelten Erfahrung zu testen, sie mit Warnungen begleitend sofern sie problematisch waren oder gar ganz verdrängend, weshalb das persönliche Gedächtnis spontan als mächtiger als das „Ich“ – also als “Über-Ich“- empfunden wird...

In dem anderen, scheinbar unergründlichen ’abgründigen‘ Bereich des Unbewußten, bewahrt offenbar die Psyche sämtliche prägenden Erfahrungen auf, die seit der Entstehung des Kosmos erlebt wurden. Die ursprünglichsten dieser die ‚Individuen‘ durchdringenden, ihr je befristetes Dasein übergreifend wie Perlen auf einer ‚ewig‘ dauernden Kette fädelnden Erfahrungen, befassen sich also mit dem Werdeprozeß der Urteilchen im Licht und der einfachsten Materie, ihrer Verschmelzung zu den Kernen der Atome im Feuer der leuchtenden und explodierenden Sterne, der Zusammenballung ihres im All gesäten Ster-ne--staubs zu Planeten und superkomliziertesten Molekülen, weshalb also die 'Materie‘ identisch ist mit eingefrorener Umwelterfahrung, Gedächtnis, ‘unfließender Erinnerung‘ oder des seiner bedurften Aktua-li-sierung fest harrenden WISSEN... Eine besondere Abteilung dieser Sammlung überlebensnotwendiger Erfahrungen fokussiert sich im „Code“ der DNA-Molekularstruktur, die bei der Zellteilung zur nächsten Generation überreicht wird, weshalb man diese Art Wissen auch als „Erb-Information“ bezeichnet hat...

Mit einer kleinen Betrachtung der Entstehung der ‘belebten und unbelebten‘ Naturen / - eine bei den antiken Lebensphilsophen unbekannte Unter-scheidung -) wird nun der 1. Teil dieser Einführung beginnen, gefolgt vom Entwurf einer erstmaligen Zelle durch das Protoplasma und ihrer ab da beginnenden Evolutionierung/ “Entstehung der Arten“ bis hin zu Superorganismen wie den sozialen Verbänden) und abgeschlossen mit einer anthropologischen Theorie der Entwicklung des Homo sapiens, die psychisch nur dann einwandfrei verlaufen kann, wenn das Kind in das Feld einer naturgemäßen, evolutionsgerechten Beziehungsumwelt geboren wird, darin wachsend und verbleibend. Aus dieser Perspektive dient die anthropologisch-/metapsychologische Theorie als Übergang zu dem Teil 2 dieser Sammlung; Darin ist schwerpunktmäßig nicht mehr die Rede von der gesunden Entwicklung der beiden Geschlechter, sondern von ihrer Entartung infolge ihrer Erziehung anhand des instinktwidrigen Regulatoriums der totemischen Moral und der psychischen Isolation des Kindes ab der Geburt imfolge der Einführung des Familienlebens, so daß dieser Abschnitt sich also mit unserer patriarchalischen Gesellschaft, dem pragmatisch wie theoretisch fundierten „Pathologie“-Abteil in Freuds Lehre und seiner wegweisenden diagnostischen Methode/ Traum- und Mythenauslegung/ Voraussetzung zur heilenden Therapie) befaßt..."

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Nachtrag: Frage hat sich erledigt. Habe soeben auf der Seite über den Einstieg nach Freud gelesen, dass er als Befürworter der Evolutionstheorie das Drei-Instanzen-Modell von Grund auf in der Biologie verankert hat. Außerdem sich an einem Seelenmodell der antiken Naturphilosophie orientierte, das ebenfalls drei Aspekte unterscheidet: den menschlichen Geist, den zum Tierreiche gehörenden Körper und die Energie des Es (Nahrungsbedürnis), welche die beiden anderen Bereiche ('geistiges' Mensch- und 'körperliches' Tier-Sein) miteinander harmonisch verbindet. Mit dem lateinischen Namen, den Freud dieser Energie gab: die "Libido", auch "Eros" -, versuchte er den Alademikern die "Lust" schmackhaft zu machen, die das Ausleben der Energie in Form unserer angeborenen Grundbedürfnisse begleitet.



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"Sigmund Freud entwickelte die Traumdeutung zu einer Methode, die für ihn zu dem wichtigen Bestandteil seiner Psychoanalyse wurde, anhand derer ihm vieles zu entdecken gelang, sowohl über das gesunde Empfinden und Verhalten als auch über die psychischen Erkrankunge; so wurde die Traumdeutung für ihn der „Königsweg in das Unbewußte“ . Seiner Theorie zufolge fließen zwar Reize der Organe mit in das Geschehen der Träume ein, ebenso auch Anteile von den Erlebnissen des vorherigen Tages und selbst Stücke bewusster Erwägungen. Vorwiegend aber handelt es sich bei unseren Träumen um von beiderlei Art 'äußerer' Vorkommnisse relativ unabhängige, seelische Produkte, die nur im Dienste der Selbsterkenntnis des jeweiligen Träumers stehen.

Die Traumdeutung in der Psychoanalyse verwendet zur Verwirklichung ihrer Aufgabe die Methode der Freien Assoziation, für die der Träumer aufgefordert wird, sowohl spontane, unkritische als auch gezielt beschreibende Einfälle über die Symbole seines Traumes zu gewinnen. Mit Hilfe dieser zusätzlichen Informationen, können die unter der Traumoberfläche verborgen gebliebene Botschaft ausfindig gemacht werden.

Allerdings eignet sich dieser Weg nur für Menschen, die am "Sinn des Lebens" in unserer Gesellschaft zweifeln. Wer nur Rat sucht für die Verwirklichung seiner "Ersatzbedürfnisse", die die Glücksvorstellungen unserer Gesellschaft insgesamt kennzeichnen, und die nach immer mehr verlangen so wie alle "Süchte" ohne je eine wirkliche Erfüllung zu bringen, derjenige also braucht sich nicht an die Traumdeutung wenden. Träume machen falsche Motive bewusst ( z.B., dass erst aus dem Stau der ins Unbewusste verdrängten Grundbedürfnis-Energie das leidensvolle Streben nach ersatzweisem Konsum, Macht und Prestige ausbrechen kann ), so stellt es den Sinn aller seelischen Mitteilungen dar, dem Ich/Bewusstsein des Träumers die Kenntnisse zu vermitteln, die die Befreiung seiner Grundbedürfnisse aus ihrem Gefängnis im Unbewussten ermöglichen.

Hierdrunter ein Brief, der an einem kleinen Beispiel zu zeigen versucht, wie man mit seinem Traum umgehen sollte um ihn vorzubereiten auf den Versuch einer Auslegung. Fragen zu diesem Vorhaben werden wir gerne beantworten."

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Lieber Mark!

Schreibe mal bitte ein Bißchen über Deine Krise und sende mir einen Traum bei. Träume stellen symbolische Botschaften des Unbewußten dar, die über Deine innere Situation berichten, die aber ausgelegt werden müssen; dafür versuche bitte, die in Deinem Traum vorkommenden Symbole zu bestimmen und zu beschreiben was sie machen oder wie sie funktionieren. Außerdem:
Träume stellen kleine Dramen dar, so setze dem Trauminhalt eine gefühlsmäßig passende Überschrift auf. Hierbei ein Beispiel:


Ein Junge träumte, daß er von 3 Ärzten untersucht wurde. Sie stellten fest:
ein Organ liegt schief und sollte operiert werden. Davor aber schickten sie
ihn ein Stockwerk höher zu einem anderen Arzt, der seine Nase untersuchte.
Er entdeckte Polypen sie sollten vorher operiert werden.


Dieser Traum enthält 5 Symbole, die vom Träumer definiert und mit Kommentaren versehen werden sollen. Dabei soll man schreiben was man glaubt. Ob es wissenschaftlich richtig ist oder nicht, ist unwichtig. Auf keinem Falle im Lexikon nach Erklärungen der Symbole suchen; es werden die Einfälle Fremder geboten, die nur mit ihnen zu tun haben...


Ärzte : a) Sie verfügen über Gesundheitsmodelle. Gesundheit: Naturzustand
...............b) Sie erkennen Abnormitäten und beheben sie zwecks Heilung.

Organ : Körperteil mit Fähigkeiten, die der Lebenserhaltung dienen. Leben ...

operieren : Eingriffe machen, die den Körper bei seiner Genesung unterstützen.

Nase : ein Organ a) zum Luft holen. Luft : ein lebensnotwendiger Stoff.
.............................b) zum Riechen. Riechen: Qualität der Nahrung prüfen. Nahrung

Polypen : verstopfen die Nase.


Wie Du siehst, beim Kommentieren tauchen neue Symbole ( Gesundheit, Luft, Riechen ...) auf, die auch beschrieben und definiert werden sollen. Je mehr ”Freie Assoziationen” Dir zu Deinem Traum einfallen, um so besser... Diesem Traum gab der Junge die Überschrift: “Überraschende unangenehme Entdeckung”.

So viel zu Deiner wichtigen Frage, wie Du ohne weitere Vorkenntnisse und ohne den persönlichen Besuch bei einem Psychoanalytiker damit beginnen könntest, Dich auf Freuds "Königsweg" in das Unbewusste zu begeben. Sobald Du Deinen Traum nach diesem Muster vorbereitet hast, schicke ihn an mich ab; ich werde dann versuchen seine Botschaft zu entdecken und das Ergebnis an Dich zurücksenden, damit Du es Deinerseits überprüfen kannst. Achte während dessen auf Deine Gefühle und teile mir alle sich Dir stellenden Fragen, Bedenken mit, damit wir den Auslegungsversuch gegebenen Falls korrigieren oder vertiefen können.

Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg! "

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Bevor ich meine Frage hinterlegen möchte (s.u.) noch ein weiteres Zitat von der Homepage für die "Einführung in Sigmund Freuds Lehre" (Konzeption der Psychoanalyse / Traumdeutung ) http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell/pg002.html :

" Die beiliegenden Graphiken und Abhandlungen* sind aus verschiedenen Anlässen nach und nachentstanden und entwickelt worden.

/ * http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell/pg001.html ,
. http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell/home.html ).

Hierbei habe ich mir vorgenommen anhand ihrer eine Einführung der Freud'schen Lehre zu beginnen, die sich auf dem Wege einer Diskussion mit den Fragenden und gemäß der Infragestellung ihrer Interessen entwickeln soll... Diese Einführung beginnt nicht wie üblich mit dem Model der menschlichen Psyche, sondern mit dem des Einzellers, weil Freud als Biologe dieses Model vor der Konzipierung der ”Psychoanalyse” entwarf. Er befaßte sich nämlich zuerst mit dem Lebensphänomen, d.h. den Prinzipien des Geistes und der vom Protoplasma ausgehenden Evolution des Einzellers, erst nach und nach mit der Organisation der höheren Arten und erst ganz zuletzt mit den psychischen Entartungsformen unserer modernen Gesellschaft. So sind seine ursprünglichsten Fragen philosophisch-metapsychologischer Art gewesen, wurden nach und nach mit den Ergebnissen vom damaligen Stand der naturwissenschaftlichen Forschung abgesichert und gerieten erst zuletzt in Konflikt mit den kulturell-/ historischen Phänomenen unserer patriarchalischen Gesellschaft, was einen klinischen Ableger in Freuds Lehre erforderlich gemacht hat... (Psychopathologie).

Für die erste Frage: Was ist ”Leben”? begab sich Freud zu der Leib-Seele-Diskussion im antiken Griechenlande und ordnete sich schließlich selber unter die neueren ”Lebensphilosophen” ein/...Kant, Schopenhauer, Bergson..). Die Gemeinsamkeit ihrer Ansichten ist nicht das ”theologische” Model einer 'Seele', die vom 'Körper ‘abtrennbar sein und dessen Tod als 'reiner Geist' im ”Jenseits” überleben könne, sondern Aristoteles‘ Lehre einer Psyche, die sich nach 3 Aspekten strukturiert : 1- ‘pflanzlich‘ ernährend, 2- ‘animalisch‘ durchsetzungsfähig und 3- ‘menschlich‘-wissensbedürftig).

Als Biologe hat Freud dieses Model mit den Erkenntnissen Darwins und Mendels ergänzt, als Arzt aber verwarf der die offizielle Psychatrie um anstelle derer Symptombehandlung die Methode der psychoanalytischen Ursachenforschung zu entwerfen, und als Soziologe fragte er nach dem Ursprung der Moral und suchte in den zeitgenössischen Berichten über die totemischen Primitivkulturen, archäologischen Funde und Auslegung der Mythen nach einem anthropologischen Naturmodel des Zusammenlebens von vor dem Beginn des Patriarchats, erkannte jedoch nur die Verankerung unserer Gesellschaft auf dem barbarischen Totemismus...

Damit ist das Programm einer Einführung der Freudschen Lehre skizziert. Um sie den Bedürfnissen und Ansprüchen des Lesers angebracht zu gestalten, will ich aber Deine Kritik, Fragen und Vorschläge abwarten..."
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Dazu meine Frage: Ich bin dabei mir zu überlegen, Psychoanalyse zu studieren und parallel mich in Behandlung bei der von dieser Fachrichtung angebotenen Traumdeutung (also Traumanalyse) zu begeben. Zur Vorbereitung würde ich mich gerne mit jemandem austauschen, der genügend Kenntnisse besitzt um es beurteilen zu können, ob und wie weit die oben dargelegte Kurzzusammenfassung über das "Programm einer Einführung der Freudschen Lehre" Hand und Fuß hat. Am besten geeignet schiene mir jemand mit philosophischem Überblick auf die verschiedenen oben angesprochenen, wissenschaftlichen Gebiete. Sonst würden mich auch Stellungnahmen freuen, die eher fachspezifisch sind. Besonders hilfreich fände ich einen wissenschaftlichen Laien, der bereits praktische Erfahrung mit der Traumanalyse Sigmund Freuds besitzt und mir ein paar Einblicke in deren Arbeitsweise gewähren mag.

Hierfür und auch für Weitervermittlung an Dritte herzlich dankend!







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Zitat:
Wie gesagt, zum Streiten brauchts zwei - und das Paar Freud-Jung war offenbar wie gemacht für diese Art von Vater-Sohn-Konflikt.

Stimmt, zu einem Konflikt wie dem, das auf dem gegenseitigen Abagieren ödipaler Vaterprojektionen basiert, gehören immer zwei - einer der Gründe, wegen denen Freud seine Methode der Traumdeutung entwickelt hat: http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell/pg002.html

Auch trifft zu, dass es Freud mit seinem gewaltigen Geist verlockend
vorgekommen sein muß, einen Machtkrieg auf diesem Gebiet zu entfesseln.

Wie gesagt erachte ich ihn aber als seinerzeit gesund genug, daran dennoch nicht teilgenommen zu haben - und wirklich hat er statt dessen die Gelegenheit genutzt, den "Fall" Jung so lange als möglich, mit im Übrigen viel Sympathie und menschlichem Verständnis zu studieren. Beendet wurde diese Beziehung durch Stillschweigen erst ab dem Moment, da Jung begann, sich mit seiner 'Argumentation' auf ein Niveau zu begeben, das Freud vom 'magischen' Krieg der zwei Zauberlehrlinge Mosis und Pharao schon seit langem zur Genüge bekannt war...


Zitat:
Die Chance ist gross, dass von hundert Kommentaren neunundneunzig nicht über das Niveau von Dreckschleudern herauskommen.

Deine Einschätzung über das zu wünschen übrig lassende Niveau der allermeisten Kommentare muß ich leider teilen. Auch kannst Du Dir dazu gratulieren, einen zu Deinem Niveau ebenfalls gut passenden Begriff wie den fett markierten gefunden zu haben - und das, nachdem es Dir vorher bereits glückte, mir derarten Kommentar zwecks Prüfung zu hinterlegen: "Nun verstehe ich, warum Jung seine Autobiografie erst posthum veröffentlich haben wollte, vermutlich legte er wenig Wert darauf, Kommentare dieser Sorte über sich ergehen zu lassen.."

Mit herzlichem Dank für die Gelegenheit, meine Kenntnisse über die Macht des Ödipuskomplex' zu vertiefen
wünscht weiterhin viel Spaß!

Big


Zuletzt bearbeitet von BigHug am 03 Mai 2008 - 21:00:42, insgesamt 7-mal bearbeitet
LaChatte
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Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2007 - 16:31:45    Titel:

Ich sehe schon, du magst Freud lieber als Jung.

Was die "Dreckschleudern" betrifft, so bin ich wohl ein gebranntes Kind aufgrund eigener Erfahrungen... obwohl ich nie so eindrückliche Erlebnisse hatte, wie Jung sie beschreibt. Aber es reicht schon völlig aus, um so ein Gefühl für diese Sorte Erfahrung zu bekommen.

Ebenfalls ist es kein Geheimnis, dass Freud selbst als Mensch und Charakter nicht unproblematisch war... Da scheint mir Jung der vollständigere Mensch gewesen zu sein. Ich würde doch nicht zu einem Therapeuten gehen, dem an sich selbst nicht gelingt, was er an mir zu machen vorhat? Oder fehlte es Freud womöglich einfach an einem kompetenten Therapeuten? Cool

Zu guter Letzt mag ich mich nicht erinnern, Jung'sche Worthülsen gelesen zu haben. Alles, was ich von ihm bisher las, hat Hand und Fuss. Mir ist alos völlig unverständlich, was du mit den Worthülsen meinen könntest...?
_________________
eritis sicut deus scientes bonum et malum
BigHug
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Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 162

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2007 - 19:06:36    Titel:

"mag mich nicht erinnern" hört sich prächtig an. Damit ist aber gemeint, wenn sich jemand in einer somit kaum weiterführbaren Diskussion dazu berechtigt glaubt, seine Argumente anhand des Zusammenruchs eines Bücherregals für legal zu erklären, der zufällig gleichzeitig im Neberaum stattfand oder auch nur in der megalomanisch aufgeheizten Phantasie eines Psychopathen. Perfider als solch eher Mildeid erregende, hypothetisch paranoide Anwallung, ist freilich das pseudowissenschaftlich-"sophistische" Argument, das Jung gegen Freuds Drei-Instanzen-Modell der Psyche - und das damit seinerzeit im Werden begriffenen Therapie- oder Gesundheitskonzept - einbrachte, es für unwiderleglich erklärend: Nämlich dass das "Modell" falsch sein muss, wenn es seinem Schöpfer nicht gelänge, sich anhand dessen Anwendung auf sich selbst von seinem neurotischen Leiden zu erlösen.

Jung berücksichtigt dafür zweierlei nicht:

a) den Umstand, dass das Drei-Instanzen-Modell von Freud - ein begeisterter Anhänger der Theorie Darwins - von Grund auf in jenem hypothetischen Einzeller verankert wurde, von dem die Evolution ihren Anfang genommen haben müsste.

Hierbei bezichtigte er Freud einfach des "Dogmatismus", allein darum, weil diesem keins der Argumente Jungs einleuchtete, man müsse ein anderes Modell der Psyche verwenden. Jung ignorierte hierbei neurotisch sowohl Darwin als auch den mitlerweile dank Konrad Lorenz belegten Umstand, dass die 3 Instanzen sowohl einwandtfrei geeignet als auch vollkommen ausreichend sind, restlos alle biologischen Phänomene abzudecken: 1- Instinktives Verhalten zwecks Stillung von ebenso angeborenen Grundbedürfnissen [ES]; 2- Bewusste Abstimmung mit den Faktoren der jeweiligen Umgebung [ICH] und 3- Das Abspeichern der während dessen gewonnen Erfahrungen im ÜBER-ICH [Prägungsphänomen].


b) Zeigte sich Jung ignorant gegen Freuds Mitteilung, dass zwar ein Modell der Idealpsyche eines Einzellers existierte: http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell/home.html

- es ihm aber nicht gelungen war, diesen Entwurf zu erweiteren, bzw. brauchbar für die Psyche des Homo Sapiens im Umfeld seiner ebenso gesunden sozialen Gruppe zu gestalten.

Solch ein Modell war anhand der Kulturen Europas (und anderer auf ähnlichem Niveau) nicht zu gewinnen, da in diesen "alle Menschen mehr oder weniger neurotisch sind" (Freud, O-Ton), und ließ sich auch den zeitgenössischen Berichten der Anthropologie über die exotischen Menschheitskulturen nicht anderes als eine entsätzliche Entartung entnehmen. (´Zusammenfassung dieses Studuiums, siehe "Totem und Tabu").

Das verunmöglicht zwar den Entwurf eines fundierten Konzepts zur Therapie aller Neurosen (wobei traumanalytische Klarheit beruhigend ist, aber nicht wirklich heilt). Es ist aber kein haltbares Argument gegen die Fundiertheit des Kerns des ganzen Konzepts /s.o.), zumal Freud sich ausdrücklich sehr viel für dessen weiteren Ausbau von einer künftigen Primatenforschung erhofft hat. So wie dann erst nach Freuds Tode, Konrad Lorenz' Entwurf der Ethologie ermöglichte, E.Eibesfeld, Luis Leakey, Jane Goodall und weitere dazu inspirierend, im Sinne der Frage Freuds zu forschen, wie sich die ursprüngliche, psychisch intakte Urmenschheit verhalten und strukturiert haben mag.

Angesichts dieser Sachverhalte outet sich Jung nicht nur tendenziös und vorheilig mit seiner Argumentation -(ob ich ihn mag oder nicht, tut in der Erwägung seiner Argumente nichts zur Sache)-, sondern schlimmer noch: geradezu zynisch - wie jene, die Jesus am Kreuze verhöhnten, sich nicht selbst davon herab helfen zu können obwohl er Gottes Fleisch gewordener Sohn gewesen ist.

Naturwissenschaftler haben fundierte Gottesauffassungen - z.B. die der noumenalen Triebenergie "Libido"/ - analog Schopenhauers WILLE und Kants DING AN SICH) und glauben nicht an übernatürliche "Wunder", wie sie dem gefolterten Jesus von jenen Sadisten abverlangt wurden, anstatt ihn vom Kreuz zu holen und beizustehen bei seiner Genesung wie der "Barmherzige Samarither".. Wäre Jung ehrlich gewesen, hätte er sich eingestanden, dass Freud selbst sich für "unglaubwürdig" erklärt hätte, würde er versucht haben sich anhand eines Models zu heilen, das er selbst für inkomplett hielt, aber das ist wohl zu viel verlangt von Jung. Leute wie er wissen eben nicht was sie tun... greifen aber als letztes 'Argument' zum 'Stühle rücken' und sonst Beleidigungen...

Zitat:
Was die "Dreckschleudern" betrifft, so bin ich wohl ein gebranntes Kind aufgrund eigener Erfahrungen... obwohl ich nie so eindrückliche Erlebnisse hatte, wie Jung sie beschreibt.

Wenn das als Entschuldigung gemeint sein sollte, oder als Hinweis darauf, dass diese kräftige Bekundung Deiner Antipathien villeicht auf mich gemünzt war aber nicht meine Argumente in den Dreck ziehen wollte, dann bin ich vorerst wieder beruhigt...
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4303

BeitragVerfasst am: 08 Aug 2007 - 19:50:47    Titel:

Hier mal der Einstieg zum Ausstieg aus der Pseudowissenschaft :
http://www.udo-leuschner.de/psychologie/freud.htm

Freundliche Grüße, schelm
_________________
... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich )
Hugooo
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Anmeldungsdatum: 05.07.2006
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2007 - 20:50:07    Titel:

Auch das schon reingeguckt http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/147328,0.html ?

Armer Max Plank, der da ganz schön abgewatscht wird, weshalb er sich so gar nicht für Dein großspuriges Vorhaben eignet die Psychoanalyse als Pseudowissenschaft zu entlarven.
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4303

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2007 - 21:56:52    Titel:

Hallo BigHug der 2. :

Max Planck behauptet nicht, das es nichts " Unbewußtes " gibt. Er schlussfolgert lediglich, wäre es möglich das Unbewußte als solches zu erkennen, wäre es kein Unbewußtes, sondern Teil des Bewußten.

Das ist ungefähr so wie der Spruch : Die Ferne ist ein schöner Ort, doch wenn man da ist, ist sie fort ...

Max Planck schrieb :
Zitat:
"Zwar spielen sich sicherlich viele Vorgänge, vielleicht sogar die ausschlaggebenden, in unserem Unterbewußtsein ab. Aber diese sind einer wissenschaftlichen Behandlung nicht fähig. Denn eine Wissenschaft des Unbewußten oder Unterbewußten gibt es nicht. Sie wäre eine contradictio in adjecto, ein Widerspruch in sich. Was unterbewußt ist, weiß man nicht. Daher sind alle Probleme, die sich auf das Unterbewußtsein beziehen, Scheinprobleme."


Also bleibt nur die spekulative Deutung von Träumen, deren Inhalten man eine Penis- oder Vaginabezogene ( je nach Form ) Interpretation verpasst.

Die Vergleiche sind willkürlich, ebenso wie die grundsätzlich zugeschobene Bedeutung im Kontext eines Traumes. Sehr oft ist eine Zigarre eben nur eine Zigarre.

Und die meisten sexuellen Träume sind eher lustvoll als Neurosenbildend.
Zitat:
Armer Max Plank, der da ganz schön abgewatscht wird, weshalb er sich so gar nicht für Dein großspuriges Vorhaben eignet die Psychoanalyse als Pseudowissenschaft zu entlarven.

Großspuriges Vorhaben ? Wovon redest du ? Ich halte die freudsche Psychoanalyse schon auf Grund der spekulativen Traumdeutung für unwissenschaftlich. Ich stütze meine Auffassung auf jene, welche von vielen seriösen Wissenschaftlern vertreten wird. Ich erfinde hier nichts neues.

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Hugooo
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BeitragVerfasst am: 10 Aug 2007 - 23:45:09    Titel:

Hab's mal in den passenden Thread verlegt:
http://www.uni-protokolle.de/foren/viewtopic.php?p=1152920#1152920
LaChatte
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BeitragVerfasst am: 11 Aug 2007 - 07:04:02    Titel:

Zitat:
Ich halte die freudsche Psychoanalyse schon auf Grund der spekulativen Traumdeutung für unwissenschaftlich.


Wissenschaftlich zu sein, im Sinn von immer objektivierbar, erwarte ich von einer solchen Methode auch gar nicht. Es geht um die Begegnung zweier Subjekte, jede Situation ist besonders und einzigartigt, und das Austauschen des Therapeuten wird immer auch eine Veränderung in der Therapie selbst zur Folge haben.

Und wenn man dann auch noch die Vielzahl von Werkzeugen nutzt, die es zur Bewusstmachung gibt, so kann oft erfolgreich gearbeitet werden.

Zitat:
Was unterbewußt ist, weiß man nicht. Daher sind alle Probleme, die sich auf das Unterbewußtsein beziehen, Scheinprobleme."


Da macht Planck es sich doch etwas zu einfach... wenn man zum Beispiel an Personen mit Zwangsstörungen denkt, die zwar nicht wissen, warum sie etwas tun, sie empfinden den Zwang aber dennoch und tun es. Sowas ist für mich eindeutig kein "Scheinproblem", sondern ein sehr ernstes Problem.
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schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
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BeitragVerfasst am: 11 Aug 2007 - 15:53:33    Titel:

LaChatte schrieb :
Zitat:
Sowas ist für mich eindeutig kein "Scheinproblem", sondern ein sehr ernstes Problem.

Natürlich ist es das. Wenn ich Planck diesbezüglich richtig verstanden habe, meinte er damit : Wenn es das Unbewußte überhaupt gibt, so können wir nicht eindeutig wissentlich darauf Zugriff nehmen und einfach seine gesendeten Zeichen irgendwie interpretieren, da wir nicht einmal eindeutig wissen können, ob die vermeintlichen Zeichen richtig gedeutet werden oder überhaupt vom Unbewußten stammen.

Also müssen wir auch alternative, ganzheitlichere Therapien in Betracht ziehen.

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LaChatte
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2007 - 18:07:14    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:

Wenn es das Unbewußte überhaupt gibt, so können wir nicht eindeutig wissentlich darauf Zugriff nehmen und einfach seine gesendeten Zeichen irgendwie interpretieren, da wir nicht einmal eindeutig wissen können, ob die vermeintlichen Zeichen richtig gedeutet werden oder überhaupt vom Unbewußten stammen.

Also müssen wir auch alternative, ganzheitlichere Therapien in Betracht ziehen.


Man weiss es vermutlich spätestens dann, wenn das (konkrete und alltägliche) Problem, das Anlass für die Forschung war, gelöst ist. Und Erfahrung mag auch helfen, schneller auf die richtige Spur zu kommen. Sich nur und einzig auf Freud'sche Psychoanalyse zu verlassen, scheint mir eine völlig unnötige Beschränkung zu sein.
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