Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Wer die Wahrheit sagt, lügt.
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Wer die Wahrheit sagt, lügt.
 
Autor Nachricht
Tom Petervari
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 11.07.2007
Beiträge: 92

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2007 - 00:10:54    Titel:

Vom Verfasser gelöscht.


Zuletzt bearbeitet von Tom Petervari am 08 März 2009 - 14:22:39, insgesamt einmal bearbeitet
BigHug
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 163

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2007 - 01:41:37    Titel:

Woraus in meinem Versuch hierdrüber entnimmst Du, dass die Absicht bestanden habe zu sagen, der den Sinn zerstörende Un-Sinn sei mit dem Unbewussten (dessen Eigendynamik) gleichzusetzen? Diesen Standpunkt vertritt m.E. Schopenhauer, nicht ich. Und so weit ich sehen kann auch nicht Heraklit. Ist für Dich nachvollziehbar, dass sein "Menschen"-Begriff wesensverschieden von der Artbezeichnung "Anthropos" (Göttlicher, Gesunder Homo Sapiens) ist, und auch von dem der "Heroen" (Helden; Heilbar)?

Zitat:

Im Grunde ist der Drang, "Kontakt" zu anderen Menschen zu suchen, nur die Unfähigkeit oder Müdigkeit, sich selbst zu erkennen. Wenn zwei Menschen sich selbst erkennen, ist ihr Kontakt ohne Zweck.

Ja, dass kann eine gute Darstellung der Ansichten jener Gruppierung von "Menschen" i.S. Heraklits sein, die ihrer Problematik wegen zur Eremitage tendieren. (((Der göttliche Anthropos hingegen ist als "soziale" Art evolutioniert - 'Individuen', die sich primär gefühlsmäßig zum mächtigsten Allesfresser-Organismus auf diesem Planet verbünden und nur in diesen im vollen Umfange "selbst" zu erkennen vermögen, da ohne solch sozialen verband ist Selbstverwirklichung undenkbar.)))

Eine alternative Möglichkeit wäre, jene von Dir genannte Müdigkeit oder Unvermögen als die den meisten "Menschen" anhaftende Tendenz zu interpretieren, ständig vergeblich nach Halt (Liebe) in ihren projektiven Gegenübern oder anderen nackten Vorstellungen wie "Der liebe Gott" zu haschen, anstatt sich introspektiv an dem Grunde ihrer Seele zu begeben, dort den eigentlichen Halt in sich selbst suchend und findend nach dem "Durchbrechen". Man muß freilich nietzeanischer "Übermensch" sein (bzw. heraklitischer Heroe), sich von diesem und allen anderen Aspekten des sadomasochistischen Syndroms "Narzißmus" zu lösen. "Menschen" sind dazu unfähig(ge)macht worden...
Tom Petervari
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 11.07.2007
Beiträge: 92

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2007 - 02:57:04    Titel:

Vom Verfasser gelöscht.

Zuletzt bearbeitet von Tom Petervari am 08 März 2009 - 14:18:33, insgesamt 2-mal bearbeitet
BigHug
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 30.05.2007
Beiträge: 163

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2007 - 18:09:39    Titel:

Zitat:
Heraklit hab ich noch nicht intus.


Es wäre gut, wenn Du damit anfingest Dich an den Worten und Werken zunächst der Einleitung seiner Schrift zu erproben, da der dort definierte "Sinn" und die Erklärung des Begriffes "Mensch" die Grundlage meiner Stellungnahmen (24.7.; 5°° morgens) ist. Ich erachte also weder mich noch Heraklit als einen "Menschen" wie Herman Diehls es tut (wenn er Heraklit unterstellt, er habe von den "anderen" Menschen geschrieben - dass sie nicht fähig wären den Sinn zu erfassen), und wie Du es auch machst wenn Du versuchst, mich dadurch zu verstehen dass Du annimmst, ich benützte in meinen Erwägungen ein Urteilskriterium zur Unterscheidung zwischen "gewöhnlichen" und ungewöhnlichen Menschen.

Anbei eine überarbeitete Neuübersetzung der Einführung Heraklits in sein Essay:

Zitat:
Original von Heraklit:

0 Für den Sinn, aus dem diese Schrift entstand, für den gewinnen die Menschen nie ein Verständnis, mögen sie darin nun lesen oder nicht. Denn geschieht auch alles Natürliche gemäß dem Sinn, so bleiben sie doch stets wie Unerprobte, so oft sie sich auch erproben an solchen Worten und Werken wie ich sie erörtere, ein jegliches zerlegend entlang seiner Fugen, und erklärend wie es sich verhält.

1 "Menschen", das ist das Wort zur Benennung der Vielen, die kein Bewusstsein über das gewinnen was sie im Wachen tun, so wie sie auch das Bewusstein verlieren über das was sie im Schlafe taten.

2 Pflicht ist es darum, dem Gemeinsamen zu folgen. Doch obschon der Sinn das Gemeinsame ist: die Einheit aus intuitivem 'Schlaf'- und rationalem 'Wach'-Denken (Intro- & Extrospektion; Träumen und Forschen) –, leben die Vielen, als wäre ihnen ein Privatverstand zu eigen -- geraubt der Natur und abgeschnitten von seinen arteigenen Maßen :

3 Helios hat die Breite eines Fußes. (Symbol der psychischen Eigenständigkeit, des intakten, artgrecht proportionierten "Verstandes")

4 Bestünde das Glück in körperlichen Genüssen, müßte man Ochsen glücklich nennen, fänden sie Erbsen zum Fressen.

5 Heilung suchen die Menschen von ihrem Leiden, indem sie sich immer von neuem mit ihren Glücksauffassungen besudeln, wie wenn einer, der in Kot getreten, sich mit Kot zu reinigen versucht. Für wahnsinnig würden doch die Leute erachten, wen sie bei solch einem Treiben entdeckten. Sie aber bitten da um Hilfe aus ihrer Not die Bilder ihrer Götzen, wie wenn einer ein Gespräch mit Gebäuden zu führen versuchte, nie die Götter erkennend und Heroen als das was sie sind. (Diesen letzteren beiden gilt:

6 Helios ist neu an jedem Morgen / Aufforderung, alles, selbst den tiefsten Aberglaube, jedes Wissen, ab jedem Erwachen der Vernunft erneut zu hinterfragen).
.



Heraklit stellt hierdrin seine Auffassung des "Sinns" zur Diskussion und die davon legalisierte Rechtmäßigkeit seiner Gleichsetzung

der "Menschen" mit Unheilbaren/ Sinnfeinden,

der Heroen mit Heilbaren

und der Götter mit dem gesunden Anthropos.

Nietzsche bedient sich in seinen Begriffen des selben: "Menschen-Übermenschen-Thiere".

Aus: http://philo-welt.de/forum/thread.php?postid=78618#post78618
roman*
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 25.12.2006
Beiträge: 100
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2007 - 14:39:41    Titel:

Ehmm, vieleicht sollte es eher heißen: Wer denkt, dass er die Wahrheit sagt oder gefunden hat, der lügt oder hat sie nicht erkannt ?
murania
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 2602

BeitragVerfasst am: 06 Aug 2007 - 21:13:27    Titel:

roman* hat folgendes geschrieben:
Ehmm, vieleicht sollte es eher heißen: Wer denkt, dass er die Wahrheit sagt oder gefunden hat, der lügt oder hat sie nicht erkannt ?


Und was ist, wenn derjenige doch die Wahrheit gefunden hat?
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Wer die Wahrheit sagt, lügt.
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2
Seite 2 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum