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Zeigt mir bitte einen Weg auf und gebt mir Ratschläge
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Zeigt mir bitte einen Weg auf und gebt mir Ratschläge
 
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stiegler
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Anmeldungsdatum: 18.07.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2007 - 21:08:06    Titel: Zeigt mir bitte einen Weg auf und gebt mir Ratschläge

Zuerst einmal möchte ich Euch "Hallo" sagen. Finde es toll das es solche Foren gibt und ich hoffe Ihr könnt mir auch helfen.

Ich spiele immer öfter mit dem Gedanken ein Studium zu beginnen bzw. nun möchte ich diesen Schritt machen. Würde Euch gerne meine Situation schildern und vielleicht könnt Ihr mir ein paar Tipps bezüglich der Studienwahl und Finanzierung geben.

Folgende Situation:

Ich bin 24, habe die mittlere Reife als Bildungsabschluss und 2 Ausbildungen (Textilmaschinenführer / Textilmechaniker) im dualen System gemacht. In dieser Branche bin ich seit 7 Jahren (Lehrzeit mitgerechnet) tätig. Nun gefällt mir der Beruf (Programmierer) nicht mehr so ganz bzw. ich merke auch das ich dort an meine Grenzen komme.

Da mir das Abitur fehlt dachte ich mir das es der beste Weg wäre dies in einem "Einjährigen Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife" nachzuholen. Diese Schule: [www.pmh.bl.schule-bw.de]

Interessieren würde ich mich für den Studiengang "Studiengang Textiltechnologie - Textilmanagement". Siehe [www.td.reutlingen-university.de]
Möchte auf alle Fälle im Textilbereich weitermachen.


Soweit so gut! Nun stehe ich aber wie wahrscheinlich die Meisten vor dem Problem mit der Finanzierung.
Einkommenssituation ist folgende:

- Alleinstehend
- eigener Haushalt (keine Unterstützung von außerhalb da restliche Familie 700km weit entfernt)
- erwerbstätig mit normalem Einkommen (würde dann mit dem Studium natürlich wegfallen)
- Mutter Sozialhilfebezieherin
- Vater im Ruhestand
- selber bin ich wegen Epilepsie zu 60% schwerbehindert (aber anfallsfrei)
- kein Vermögen



Wie könnte ich mir am besten meinen Studienwunsch erfüllen? Gibt es neben BAFÖG noch andere Stipendienprogramme die auch reale Chancen bieten?

Bitte beratet mich!

Wie würdet Ihr in meiner Situation handeln?
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2007 - 14:01:17    Titel:

Mir scheint als wärst du auf jeden Fall ein Kandidat für den Bafög-Höchstsatz. Außerdem gibt es noch Stipendien - in deinem Fall wäre die Hans-Böckler-Stiftung wohl die erste Adresse. Nebenbei kannst du ja noch jobben und ein Wohngeldantrag wäre in deiner besonderen Situation auch noch in Erwägung zu ziehen (dafür wendest du dich bitte an die Bafög- und Sozialberatung deiner Wunsch-Uni/FH, denn die sind mit den regionalen Bestimmungen dafür bestens vertraut).

Naja, als Studi hast du nun mal nicht so viel Kohle Wink
MattiB
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Anmeldungsdatum: 03.12.2005
Beiträge: 188

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2007 - 14:21:33    Titel:

Hi,

erstmal: gute Entscheidung! Studium ist super.
Ich bin 25, habe mit 23 mein Studium begonnen. vorher habe ich auch eine Ausbildung gemacht, hab aber das Glück Abitur zu haben.

Zur Finanzierung: Bafög ist zwar sehr wenig, man kann aber mit einem hohen Bafög Satz, den Du bestimmt bekommst, auskommen.
Falls du ein Auto hast, shclage ich Dir vor es SOFORT los zu werden. Ich hatte auch eines, und habe es ein paar monate vor dem Studium verkauft. von dem Geld, was ich durch die nicht getätigten Ausgaben gespart habe (und das Sparen gehört LEIDER dazu), zehre ich heute noch, nach 2 Jahren Studium!
Setz dich am besten Jetzt gleich mit deinen finanzen auseinander. Mach dein Abi an einer Abendschule, so dass Du noch Geld verdienen kannst. Und spar Dir in der Zeit das Feiern, dafür hast du dann auch sicher eh wenig Zeit.
Ohne angespartes Geld wird ein Studium allerdings schwer in deiner Situation. Bedenke, dass Du mit 25 als Student nicht mehr Familienversichert wirst, und kein Kindergeld mehr bekommst.
Das heißt:

Bafög: 450 bis 550 €
Abzüglich Miete, je nach Standort. 250 bis 300€ ? geht sicher auch billiger, vielleicht eine WG?.
Abzüglich Krankenversicherung ca 56€ (überall gleich
Da bleibt nicht viel Übrig. Hast Du aber durchs Arbeiten vielleicht 3000€ zurückgelegt, kannst Du davon auch noch zehren! Bis 5000€ wird es nicht ans Bafög angerechnet.

Es klingt zwar erstmal komisch, in wenigen Monaten 3000€ zurück zu legen. Aber: ohne Auto lebt es sich SEHR billig Wink
Bei mir hat es jedenfalls geklappt. Tusätzlich kannst Du auch noch mit der Kaution für diene aktuelle Wohnung rechnen. Denn in Studentenwohnheimen zalht man nichtmal einen Bruchteil dieser Summen. Ich schätze mal, dass deine aktuelle Kaution so 1000€ sein könnte? (schon mal 33% der 3000€ geregelt)

Dir fällt da sicher noch mehr ein!
stiegler
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Anmeldungsdatum: 18.07.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 20 Jul 2007 - 17:10:57    Titel:

Mir ist bewusst das ich als Student nicht sehr viel Geld habe. Damit habe ich auch kein Problem. Es sollte eben nur zum Überleben reichen und dies möchte ich vorab klären.

Habe kein Auto. Deswegen ist dieser Kostenfaktor auch gestrichen. Monatliche Fixkosten habe ich für Wohnung-Warm-Essen ca.450€. Das ist aber schon gut gerechnet.

Angespart habe ich mir über die letzten drei Jahre 15000€. Das ist nicht sehr viel Geld in der heutigen Zeit aber es sollte schon eine Unterstützung sein und mir helfen.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 12:39:35    Titel:

stiegler hat folgendes geschrieben:
ich sehe das nicht als Betrug. Dass ist meine Notreserve. Habe ich mir über Jahre angespart. Das Geld von dem ich jetzt lebe ist aus dem Tagesgeschäft. Außerdem möchte ich nicht wissen wie viele die Kohle bei Ihren Eltern oder Geschwistern deponieren.


Doch, es wäre Betrug. Du beantragst mit BaföG eine Sozialleistung. Solche werden gewährt, wenn man nicht selbst für sich aufkommen kann. Mit 15k kann man das aber eine Weile. Auf Kosten der Allgemeinheit (also z.B. der hier mitlesenden Steuerzahler) zu leben, obwohl man es nicht bräuchte, halte ich aus ethisch-moralischen Gesichtspunkten für verwerflich. Bedenke, dass nur ein Teil zu sehr freundlichen Bedingungen zurückgezahlt werden muss. Der Rest trägt die Gemeinschaft.

Beste Grüße
coffeinjunky
stiegler
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Anmeldungsdatum: 18.07.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 14:32:17    Titel:

Ich kann das moralisch mit meinem Gewissen vereinbaren und würde es auch niemanden ankreiden der sich ähnlich verhält. Aber darum geht es erst einmal gar nicht. Die "paar" Euros die es mehr gibt die sind mit meiner Lohnsteuer bis jetzt schon einmal zum großen Teil abgegolten und nach dem Studium werde ich auch wieder arbeiten.
al3ko
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Anmeldungsdatum: 08.11.2006
Beiträge: 3148

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 14:46:57    Titel:

Und was ist, wenn du eine Riester Rente abschließt und deine Ersparnisse darauf packst? Wenn du irgendwann arbeitslos wirst/werden solltest, ist die Riester Rente mit den Erspranissen unantastbar was das Arbeitslosengeld/Hartz 4 angeht. Ob das beim Bafög analog ist, kann ich dir allerdings nicht genau sagen
stiegler
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Anmeldungsdatum: 18.07.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 15:14:08    Titel:

Ich sehe das so!


Geld das nicht vorhanden ist kann einem auch nicht weggenommen werden!!!
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2007 - 12:29:54    Titel:

Box hat folgendes geschrieben:
someDay, ich glaube Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte das schon so, dass das Geld wirklich aufgeteilt wird. Das geht aber natürlich nur, wenn er sich auf seine Eltern verlassen kann, dass die das nicht aus dem Fenster werfen. So meinte ich das.


In allen Ehren, aber wieso sollte ich vor einem Studium den Grossteil meines ganzen Geldes den Eltern schenken? Entweder bin ich sehr philantropisch veranlagt oder ich will das Geld verstecken und erwarte, das diese mir es geben wenn ich es brauche.

sD.
Box
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Anmeldungsdatum: 29.12.2005
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2007 - 13:08:23    Titel:

Das brauche ich gar nicht erwarten, weil es völlig normal ist, dass die Eltern das Kind finanziell unterstützen wenn nötig. Für sowas gibts doch Notgroschen.

Mein Notgroschen war immer für die ganze Familie gedacht, weil mein Bruder und meine Mutter sich finanziell schlecht standen. Deshalb wäre es verantwortungslos nicht dafür zu sorgen, dass dieser Notgroschen erhalten bleibst, selbst wenn ich über dem Freibetrag(der für eine 'einzelne' Person gedacht ist!) bin.

Aber das gilt nur für mich. Es war halt meine Annahme, dass es beim Threadersteller ähnlich ist (wegen der Familiensituation). Bevor wir weiter reden, sollten wir abwarten ob er noch was dazu sagt.
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