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Konflikt zwischen Neigung und Karrierebestreben
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Konflikt zwischen Neigung und Karrierebestreben
 
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alkyone
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 16:43:18    Titel: Konflikt zwischen Neigung und Karrierebestreben

Salut!

Ich hoffe, dass ich hier einige gute Ratschläge bzw. Meinungsäußerungen bezüglich meines Problems bekommen werde.

Dieses besteht in erster Linie darin, dass ich einen Konflikt scheinbar nicht lösen kann. Ich möchte gern studieren, um genau zu sein etwas, das mich erfüllt und meinem Wesen entspricht. An sich fühle ich mich eher als Geisteswissenschaftlerin, mit einem Hang zu allem, was den Menschen, die Philosophie, Kunst und vor allem die Literatur betrifft.
Bei meinen Überlegungen, welches Studienfach ich wählen sollte, wurde mir aber - recht plausibel - begründet, warum es wenig Sinn macht, ein Studium in dieser Richtung zu beginnen. Man kann einfach kaum/schlecht Geld damit verdienen. Und genau da beginnt mein Konflikt - ich würde gern, sehr gern ein gutes Einkommen haben und in gewissem Rahmen Karriere machen. Ich bin engagiert, habe als stellvertretende Schülersprecherin viel Programmarbeit an der Schule betrieben, habe zwei mal am Bundeswettbewerb "Jugend debattiert" sehr erfolgreich teilgenommen, bin Mitglied des DRK und habe sonst viel Spaß bei Nachhilfestunden und in der Kunst-AG sowie unserem Debattierclub gehabt.
Mein Abitur habe ich mit 1,0 gemacht.
Ich bin also durchaus bereit, viel zu arbeiten und viel zu leisten. Allerdings erwarte ich nun auch ein Studium, das mich befriedigt und mir gute berufliche Perspektiven eröffnet.

Daher habe ich mich für BWL an der WFI in Ingolstadt beworben, für Wirtschaftspsychologie an der Universität in Bochum und an der Fachholschule in Wernigerode und schließlich für Philosophie mit Nebenfach BWL an der Humboldt-Universität in Berlin.

Nun ergeben sich daraus folgende Probleme:

1. Entscheide ich mich für BWL, befürchte ich, unglücklich zu werden, weil ich mehr mit Zahlen als mit Menschen machen würde. Einfach zu viel Mathe, zu viel Härte, zu viel Ellenbogen-Atmosphäre für mich.
Andererseits kann ich mich nach dem Grundstudium und besonders später mit dem Master noch spezialsieren (Personal und Organisation würde ich wählen) und so meinen Neigungen Rechnung tragen. Ich hätte ein solides Studium, wäre vielfältig einsetzbar und hätte gute Karrierechancen. Allerdings wäre ich vielleicht auch todunglücklich.

2. Entscheide ich mich für Wirtschaftspsychologie, hätte ich Karriere und Neigung wohl zumindest nahzu vereint. Allerdings könnte das Fach an sich nicht zu guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt führen, weil Wirtschftspsychologen nicht die richtigen Qualifikationen mitbringen, von beiden Fächern zu wenig Ahnung haben oder schlichtweg nicht mehr gefragt sind (Modefach). Zudem ist die Ruhr-Universität sicher nicht eine der besten auf diesem Gebiet und in Wernigerode ist nur eine FH, was mich schon stört, da ich lieber an einer Universität studieren würde.

3. Entscheide ich mich für Philosophie mit NF BWL, wäre ich wahrscheinlich recht glücklich, aber meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt wären - selbst wenn ich sehr, sehr gut bin - wohl immer noch relativ gering, ebenso die Karrierechancen. BWL als Nebenfach wird wohl auch kaum etwas bringen, weil Firmen wohl eher "richtige" BWLer mit soliden Kenntnissen bevorzugen.

Anzumerken ist noch, dass ich den BWL-Platz noch nicht sicher habe, weil ich noch zum Auswahlgespräch muss. Dies stellt eine große Hürde dar, da ich schlichtweg überhaupt keine Ahnung von Wirtschaft und BWL habe.
Über mich kann man sagen, dass ich ein offener Mensch bin, der gern redet, verhandelt, präsentiert, moderiert und debattiert. Ich lehre auch gern und arbeite gern mit (erwachsenen) Menschen. In meinem Studium wäre mir Internationalität sehr wichtig (Auslandsaufenthalte, gern Doppelabschlüsse).

Nach dieser ausführlichen Situationsbeschreibung hoffe ich nun, dass ihr mir Hinweise, kritische Gedanken und Anregungen mit auf den Weg geben könnt. Allein komm ich nämlich nicht mehr weiter.

Merci!
Andi214
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Anmeldungsdatum: 02.12.2005
Beiträge: 418

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 17:08:49    Titel:

Also, ich würde an Deiner Stelle das studieren, was Dir am meisten Spaß macht. Denn für die besten Studenten jedes Faches gibt es immer eine gute Arbeit. Egal, wie knapp es auf dem Arbeitsmarkt zugeht...

Andi
milagros
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Anmeldungsdatum: 24.02.2007
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 17:40:47    Titel:

Für dich käme vllt eine Karriere an der Uni in Frage - als Dozent, Lehrbeauftragter...wird natürlich schwierig, unmöglich ist das aber nicht. Dort könntest du wissenschaftlich arbeiten, dich vertiefend mit Philosophie beschäftigen...Eine Karriere an der Uni würde auch deinem Wunsch, international arbeiten zu können, gerecht werden.

Oder wie wäre es mit Lehramt? Wichtig für Lehramt ist natürlich der Wille, anderen etwas beizubringen, Spaß daran zu haben, wenn andere (also die Schüler) ein Aha-Erlebnis haben..

Das mit der FH solltest du lassen. Ich war auch an der FH und geh jetzt an die Uni -- Wer richtig wissenschaftlich arbeiten will, sollte zur Uni gehen.

---
freddo82
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Anmeldungsdatum: 26.04.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 18:00:13    Titel: Ich würde aufs Herz hören ... unbedingt!

Tu dir das nicht an und studiere was für das du dich nicht begeistern kannst! Ich kenne eine, die hat jetzt BWL abgeschlossen und setzt das Medizinstudium drauf, weil sie auf BWL absolut keinen Bock mehr hat. Es muss dir klar sein, dass der Einsatz der verlangt - insbesondere an Unis - deutlich über dem Niveau von der Schule liegt! Wenn du dich also der Gefahr der Unmotiviertheit aussetzt, dann wird es einerseits zur tortur, anderseits wirst du auch nicht sonderlich gut sein, womit sich die vermeintlich besseren Arbeitsmarktchancen wieder neutralisiert hätten.

Letztlich führen viele Wege nach Rom - und die müssen auch nicht geradlinig sein! Wenn Du als exzellenter GeiWi dann doch interesse an Wirtschaft/business etc. finden solltest, dann nehmen Dich Unternehmensberatungen wie McK auch sehr gerne! Andere, manchmal sehr ungewöhnliche Wege, kenne ich zu Hauf!

Man kann sich im Vorfeld immer den Kopf zermartern - ein Restrisiko bleibt immer! Das Beste was man tun ist auf den Instinkt zu vertrauen, und wenn man erkennt dass man einen fehler gemacht, so schnell wie möglich zu reagieren.

Deine Neigungen können sich auch ändern! Ich bin z.B. vom GeiWi per zufall zum heute überzeugten BWLer geworden! Ja, auch das gibt´s!
ghtj
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Anmeldungsdatum: 06.02.2007
Beiträge: 202

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 19:04:23    Titel:

studiengänge wie kunstgeschichte oder philosophie müssen keine karrierebremse sein. es kommt allerdings darauf an, dass der abschluss, den man macht, wirklich erstklassig ist. wenn du (um mal das optimum zu nennen) in oxford z.b. soziologie studierst, und dann evtl. noch einen mba machst, steht dir die welt offen.
du solltest also versuchen, an einer möglichst prestigeträchtigen uni zu studieren oder zumindest im laufe des studiums dorthin zu wechseln (evlt. auch erst nach dem bachelor). dann sollten sich interessen und karriere problemlos verbinden lassen.
Tomahawk
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Anmeldungsdatum: 20.05.2006
Beiträge: 875

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 19:24:08    Titel:

Was hälst du von Psychologie als Alternative?

Aber:
Mit dem Abi solltest du wirklich das machen, was dich interessiert. Du wirst dort schon einen Weg finden, davon solltest du ausgehen. Lass es mit BWL, verhungern tut hier niemand undsich dort durch zu mühen hast du nicht nötig.

Bei "durchschnittlich" begabten Menschen, die ein geisteswissenschaftliches Studium leicht einem wirtschaftswissenschaftlichen vorziehen, kann man sie durchaus (sinnvollerweise) umstimmen. Aber das solltest du wirklich nicht tun.

Mach das, was du willst und werde lieber glücklich.
alkyone
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 20:32:39    Titel:

Vielen Dank für eure Rückmeldungen.

Eure Antworten erleichtern mich schon ein wenig, da ich bisher sorgenvoll an mein BWL-Studium gedacht hab.

Ich glaube, dass ich innerlich eigentlich längst weiß, dass es Unsinn wäre, nur BWL zu studieren.

Nun gut, also Philosophie. Die Humboldt-Universität in Berlin wurde mir von Rhetorik-Trainern empfohlen, aber habt ihr vielleicht noch andere Anregungen, wo sich ein Philosophie-Studium lohnen könnte? Und meint ihr, dass es trotzdem sinnvoll wäre, BWL beim Kombi-Bachelor als Nebenfach zu wählen?

Und was ist mit der Ruhr-Universität in Bochum und Wirtschaftspsychologie? Das Studium stelle ich mir sehr interessant vor - aber die Reputation der Uni ist nicht so toll. Trotzdem versuchen..?

LG,

Marie
Tomahawk
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Anmeldungsdatum: 20.05.2006
Beiträge: 875

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 20:43:17    Titel:

Bitte kein Mischfach. Mit Psycholgoie hast du, falls es deinen Interessenen entspricht, gute Berufschancen. Allerdings bitte keine Wirtschaftspsychologie.

Die Reputation einer Uni ist "relativ" unwichtig.
J.C.Denton
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 20:56:46    Titel:

Für Philosophie brauchst du noch das Latinum und Graecum. Bei BWL nicht. Das macht es etwas einfacher.
alkyone
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2007 - 22:05:06    Titel:

Tomahawk, warum kein Mischfach?

(Ansonsten ist zu sagen, dass ich das kleine Latinum habe, aber auch nichts dagegen hätte, noch Griechisch zu lernen.)
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