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Aus Sprache der neuen Wörter
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pluckerwank2
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Anmeldungsdatum: 22.07.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2007 - 16:06:33    Titel: Aus Sprache der neuen Wörter

Hallo zusammen,

da man jetzt viele Wörter anders schreibt, muss man sie ja auch dem entsprechend aus sprechen. Aller Dings habe ich da rüber noch nie Etwas gelesen und Jeder schaut mich komisch an, wenn ich mich in meiner aus Sprache an die neue recht Schreibung an passe. Zum Beispiel, überschwenglich - überschwänglich. Klingt jetzt ein bissßchen seltsam, denn ein Umlaut "ä" klingt Halt anders als ein "e". Oder hat man eine neue aus nahme Regel eingeführt, dass man bei bestimmten Worten nun "ä" wie "e" aus sprechen soll?

Hm, irgendwie krieg ich es sowieso nicht hin, ich nehme mal für den neuen Absatz wieder die alte. Ich meine, die alte Rechtschreibung hat sich an der Aussprache orientiert, die neue an komischen Abstammungsregeln und angeblichen Vereinfachungen (die mir aber verdammt schwer fallen). Ich kann mich erinnern, daß meine Grundschullehrerin uns erklärt hat: Wenn ihr richtig sprecht, dann ist die Rechtschreibung einfach. Schwierige Wörter hat sie uns immer vorgesprochen. Ich meine, die Österreicher und Schweizer machen es doch auch noch so. Aber bei uns geht das jetzt wohl nicht mehr, sondern mann muss sich diese ganzen Regeln merken (wir Deutsche lieben ja Regeln), oder gibt es dafür einen anderen Trick?

Ciao
Stefan
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2007 - 21:09:41    Titel:

Wieso klingt denn der Laut, der <ä> geschrieben wird, anders als der mit <e> bezeichnete? Die offene bzw. geschlossene Aussprache des e-Lauts ist vor allem an die Länge bzw. Kürze gebunden. Bei den Langvokalen stehen sich /e:/ und /ä:/ durchaus in manchen Fällen als Phoneme gegenüber, etwa in Gewehr : Gewähr oder Ehre : Ähre. Dafür verantwortlich ist aber sicher auch das dem e-Laut folgende r, das einen öffnenden Einfluss hat. Nur hier sind echte Minimalpaare zu finden.

Ansonsten hängt die Aussprache auch von der Herkunft des Sprechers ab: Für uns in Norddeutschland kommt ohne folgendes r nur [e:] in Frage, so in Käse - wir sagen [ke:se]. Segen und sägen sprechen wir absolut gleich aus, nämlich [se:gen].

Dagegen ist das kurze e immer offen. Ein Wort wie überschwänglich würde auf keinen Fall mit geschlossenem e gesprochen, egal wie man es schreibt.
pluckerwank2
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Anmeldungsdatum: 22.07.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 25 Dez 2007 - 06:14:15    Titel: ä und e

Hi,

danke für deine Antwort. Du sagst also, überschwenglich und überschwänglich soll man gleich aussprechen? Also ich geb mal ein Beispiel:

ähnlich, ehnlich. Bei ersterem klingt der Vokal wie bei Äther, bei letzterem wie bei eben. Das liegt nicht an lang oder kurz. Es liegt daran, ob das Wort mit "e" oder "ä" schreibt.

Wenn bei der nächsten Reform jemand auf die Idee kommt, es sei aufgrund irgendwelcher Abstammungsgeschichten logischer, das Wort ähnlich nun "ehnlich" zu schreiben, dann müßte man es logischerweise auch anderes aussprechen. Genau das ist bei überschenglich passiert.

Folglich gibt es jetzt viele Wörter, die man eigentlich anderes aussprechen müßte. Beziehungsweise soll man sie nun anders schreiben, als man sie spricht.

Daher halte ich mich an die alte Rechtschreibung, genauso wie die Österreicher und Schweitzer. Du siehst ja an dem ersten Absatz aus meinem ersten Posting: Es gibt Leute, denen es trotz großer Bemühungen (und akademischem Abschluß) verdammt schwer fällt, nach der neuen Rechtschreibung zu schreiben, einfach weil es statt nach der Aussprache (wie meine Grundschullehrerin uns beigebracht hat) nun nach komplizierten Regeln geht.

Q.e.d. Was zwar etwas beweist, aber die Politik nicht interessiert. Warum gibt es in Deutschland mehr Verkehrszeichen, als verkehrstechnisch sinnvoll ist, wie der ADAC feststellt? Weil wir Regeln lieben und liebend gerne Geld dafür ausgeben.

Ciao
Stefan
weaver
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 2472

BeitragVerfasst am: 25 Dez 2007 - 13:18:35    Titel:

die ausspracheunterschiede sind individuell bzw auch egional.



manche sagen ehrlich, im ruhrpott eher ährlich.


meine meinung. und wer ich bin seht ihr unten.
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 25 Dez 2007 - 20:43:19    Titel:

Und wir in Norddeutschland sagen jetzt schon [e:nlich] (entschuldigt die unvollkommene Lautschrift, aber das Zeichen für den ich-Laut ist nicht zu bekommen) mit geschlossenem e.
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