Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Karlsruhe oder Dresden
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Ingenieurwissenschaften -> Karlsruhe oder Dresden
 
Autor Nachricht
kubaszinski
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 28.07.2007
Beiträge: 1
Wohnort: oberpfalz

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2007 - 12:00:40    Titel: Karlsruhe oder Dresden

HI,

dies ist mein erster beitrag, deswegen entschuldigt, wenn ich irgend einen
fehler gemacht habe.
mein problem ist folgendes:
ich fang dieses jahr mein et-studium an und weiß nicht wo ich studieren soll.
sowohl karlsruhe als auch dresden haben einen guten ruf.
dresden scheint mir jedoch eine schönere stadt zu sein.
zudem stelle ich eine frage , die wahrscheinlich schon 1000-mal gestellt wurde :
ist das bachelor-studium dem diplom vorzuziehen?
vielleicht gibt es ja bei der et irgendwelche besonderheiten bzgl. dieses themas.

ich bedanke mich schon im voraus für jeden rat, da ich wirlich, wirklich ratlos bin.
Whoooo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2007 - 13:20:22    Titel:

Unabhängig von deiner Frage: Wenn du ET an einer möglichst guten Uni studieren willst, dann würde ich dir die RWTH empfehlen. Die größte und in meinen Augen beste ET-Fakultät Deutschlands, vor allem wenn du in den informationstechnischen Bereich willst. Ob Bachelor oder Diplom, das kannst du dir in einem der 1000 anderen Threads ansehen. Ich würde mittlerweile aus vielen praktischen Gründen zum Bachelor raten. Prinzipiell kannst du deinen Bachelor dann an jeder der angesprochenen Hochschulen machen und dann für den Master an diejenige wechseln, die die entsprechenden Vertiefungsrichtungen anbietet. Für genaueres solltest du dir die Inhalte der Studiengänge an den einzelnen Unis ansehen und dir diejenige aussuchen, deren Themen dich am meisten ansprechen. Dinge wie "guter Ruf" nützen dir während des Studiums herzlich wenig, höchstens danach.
M@xxx
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 37
Wohnort: Karlsruhe / Aachen

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2007 - 21:01:05    Titel:

Hi,
ich studiere momentan seit einem Jahr ET/IT an der RWTH, aber ich denke, auch die Uni Karlsruhe und die TU Dresden sind sicherlich sehr gute Hochschulen.
Karlsruhe ist auch eine recht schöne Stadt, finde ich (ich komme von da), und im Gegensatz zur RWTH ist die Karlsruher Uni eine Campusuni, wurde in letzter Zeit auch viel gebaut.
Wie Whoooo schon gesagt hat, hat der Ruf einer Uni iA nichts mit der Qualität der Lehre zu tun. Die Lehrveranstaltungen an der RWTH sind zu 80 % schlecht, mir wurde aber von Freunden berichtet, in Karlsruhe sei das genau so.

Sowohl Karlsruhe als auch Aachen bieten ein breites Spektrum an Vertiefung an, von Hochspannungstechnik und elektrische Maschinen, über Mikroelektronik bis zu Nachrichtentechnik, Akustik, Informationstechnik und Rechnerarchitektur.
Der wesentliche Unterschied besteht meiner Ansicht nach darin, dass man in Karlsruhe im Haupstudium erst mal ein breites Grundlagenspektrum abarbeiten muss (also Maschinen, Elektronik, Feldtheorie für jeden) und dann ein kleines Vertiefungscluster wählt. (etwa 20 zur Auswahl)
In Aachen hat man bis auf drei Pflichtfächer quasi fast freie Wahl, es gibt ab dem WS zukünftig 4 Vertiefungsrichtungen: Energietechnik, Mikroelektronik, Informationstechnik (und Komm.technik) und Technische Informatik und man wählt dann seine Fächer aus verschiedenen Katalogen zusammen.

Und noch was: Meines Wissens machen ja sowohl Karlsruhe als auch Aachen von nun an nur noch Bachelor / Master. In Karlsruhe muss man sich nach dem Bachelor für den Master bewerben, in Aachen bekommt man immer einen Platz.

Was ich allerdings nicht weiß und hier bitte ich auch diejenigen zu antworten, die was Wissen, inwieweit man nach dem Vordiplom die Uni wechseln kann....

Das wird in Karlsruhe im Grundstudium gemacht:
Code:
Höhere Mathematik I, II    16
Experimentalphysik A, B    12   
Digitaltechnik              5   
Mikrorechnertechnik         4   
Lineare elektrische Netze   6   
Höhere Mathematik III       4   
Felder und Wellen           6   
Wahrscheinlichkeitstheorie  3   
Elektronische Schaltungen   4   
Informatik                  4   
Integraltransformationen    3
Festkörperelektronik        3 


In lineare elektrische Netze folgende Themen:
http://www.ibt.uni-karlsruhe.de/len.php

Dagegen wird an der RWTH (trotz der 4 Semester GET) meiner Ansicht nach einiges unterschlagen. z.B. das Maschenstrom oder Knotenstromverfahren zur Berechnung von Netzwerken.....an der FH Aachen oder der TH Karlsruhe wird das gelehrt, an der RWTH nur erwähnt. Überdies kommt es mir so vor, als ob an der TH Karlsruhe der Stoff unserer 4 Semester quasi völlig in dieser einen obigen Lehrveranstaltung abgehandelt wird.
(Ich hab mir mal die Übungen angeschaut).
In GET 2 hatten wir gerade mal die Themen, Kondensator, Spule, transiente Vorgänge, komplexe AC-Rechnung, Trafo, Dreiphasensysteme, Dreiphasentrafo und ein paar wenige Schaltungen.
Zudem wird an der RWTH "elektronische Schaltungen" nicht gelehrt. Ich weiß nicht, inwieweit diese Themen, die in Karlsruhe besprochen werden, im Hauptstudium in Systemtheorie und Bauelemente behandelt werden.

Die Themen an der RWTH:
http://www.picupload.de/download.php?file=78339c3b708e5c5b8575a83a059d8976

Schönen Abend!
Max
Whoooo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2007 - 23:22:32    Titel:

Die RWTH hat in der Tat andere Schwerpunktlegungen. Dinge, die an anderen Hochschulen ausführlich behandelt werden, werden da nur angeschnitten. Offenbar konzentriert man sich dort auf wichtige Dinge und lässt Sachen, die Studenten sich bei Bedarf selbst aneignen können, aussen vor.
Zitat:

Zudem wird an der RWTH "elektronische Schaltungen" nicht gelehrt. Ich weiß nicht, inwieweit diese Themen, die in Karlsruhe besprochen werden, im Hauptstudium in Systemtheorie und Bauelemente behandelt werden.

Schaltungstechnik wird in BE zum Erbrechen gemacht, was dir bis jetzt gefehlt hat, wirst du naher in Überdosos bekommen. Vertiefen kannst du dann bei Gefallen in Vorlesungen wie Integrierte Analogschaltungen oder VLSI-Entwurfstechnik, wenn es eher konzentrierte Bauteile sein sollen dann kannst du Veranstaltungen wie Schaltnetzteile (sehr beliebter Schein im Hauptstudium, DeDoncker hat das Thema voll drauf) besuchen. Systemtheorie ist eher Theorie wie Kybernetik und nicht konkreter Schaltungsbau, sprich Regelkreise, Filter und ähnliche Späße auf abstrakter Ebene. Wenn dir ET4 Spass macht, dann wird es dir gefallen.
Zitat:

Dagegen wird an der RWTH (trotz der 4 Semester GET) meiner Ansicht nach einiges unterschlagen. z.B. das Maschenstrom oder Knotenstromverfahren zur Berechnung von Netzwerken...

Knotenpotenzial- und Maschenstromverfahren werden in ET1 auch gemacht. Wahrscheinlich hast du da gepennt (was bei Prof. Mokwas Vortragsweise auch verständlich ist Wink ). Bei uns wird an Sachen wie Messtechnik gespart, dafür hat die RWTH mehr Informatik als andere Hochschulen. Elektrische Maschinen kommen vertieft auch erst im Hauptstudium.
Zitat:
In GET 2 hatten wir gerade mal die Themen, Kondensator, Spule, transiente Vorgänge, komplexe AC-Rechnung, Trafo, Dreiphasensysteme, Dreiphasentrafo und ein paar wenige Schaltungen.

Die Klausur ist am 9.8, also mal nicht den Tag vor dem Abend loben Wink. Letztes Mal lag die Durchfallquote vor Einsicht bei 100% und beträgt in der Regel 60-80%. ET2 und ET3 sind recht schlimme Siebfächer, daher solltest du hier nicht von "nur" reden. Die ersten 2 Semester sind insgesamt noch Eierschaukeln, im 3. bekommst du GeMB und ET3 (und Mathe 3+4, je nach Prof kann das eine Qual werden. Je nachdem, wer Wiegner jetzt ersetzt, wird das unter Umständen sehr heftig), da kannst du dann erst mal zeigen, was du wirklich drauf hast.

Zitat:
Was ich allerdings nicht weiß und hier bitte ich auch diejenigen zu antworten, die was Wissen, inwieweit man nach dem Vordiplom die Uni wechseln kann....

Alle Unis der TU9- Gruppe erkennen ihre Vordiploma gegenseitig an.
http://de.wikipedia.org/wiki/TU9
Wer von der RWTH auf eine andere Uni wechselt, sollte weniger Probleme haben als diejenigen, die zur RWTH wollen.
M@xxx
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 37
Wohnort: Karlsruhe / Aachen

BeitragVerfasst am: 29 Jul 2007 - 01:23:22    Titel:

Zitat:
Knotenpotenzial- und Maschenstromverfahren werden in ET1 auch gemacht. Wahrscheinlich hast du da gepennt (was bei Prof. Mokwas Vortragsweise auch verständlich ist Wink ).

Also ich hab grad nochmal das Skript überflogen und darin nichts zu dem Thema gefunden... naja, in der Klausur werden diese Verfahren ja auch nie gefordert.

Zitat:
Letztes Mal lag die Durchfallquote vor Einsicht bei 100% und beträgt in der Regel 60-80%. ET2 und ET3 sind recht schlimme Siebfächer, daher solltest du hier nicht von "nur" reden.

Oh ja, von ET3 hab ich auch schon viel gehört, wie sich ET2 anfühlt, werd ich dann in 11 Tagen zu spüren bekommen...
Die Klausur mit den 100 % war aber doch die Wiederholungsklausur im WS und die ham in ET ja allgemein einen anspruchsvolleren Ruf.

Zitat:
Die ersten 2 Semester sind insgesamt noch Eierschaukeln, im 3. bekommst du GeMB und ET3 (und Mathe 3+4, je nach Prof kann das eine Qual werden. Je nachdem, wer Wiegner jetzt ersetzt, wird das unter Umständen sehr heftig), da kannst du dann erst mal zeigen, was du wirklich drauf hast.

Also die Klausuren waren bei Herrn Dr. Heep bis jetzt beide total easy, die Frage ist eben, in wie weit der neue Prof. Einfluss auf die HöMa-Klausuren ausübt. Offiziell waren jetzt auch Bemelmans / Maier-Paape Prüfer, haben sich aber nicht in die Klausur "eingemischt". Vielleicht ändert sich das ja, wenn der Lehrstuhl neu besetzt wird.

Zitat:
Alle Unis der TU9- Gruppe erkennen ihre Vordiploma gegenseitig an.

Das freut mich zu hören!

Gute Nacht!
f4ith
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 14.03.2007
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2007 - 18:54:35    Titel:

Dann erzähl ich dir mal was aus Karlsruhe aus erster Hand. Ich bin im 8ten Semester und gerade in meiner Vertiefung. Das Vordiplom wird sich an der Uni Karlsruhe im allgemeinen nicht von dem Vordiplom an einer beliebigen anderen Universität unterscheiden. Das Hauptdiplom beginnt im 5ten und 6ten Semester mit 10 Kernfächern. Die haben es wirklich in sich und sind wohl die dicksten Brocken des ganzen Studiums. Da wären
- Signale und Systeme (Systemtheorie)
- Elektrische Maschinen und Stromrichter
- Systems and Software Engineering
- Systemdynamik und Regelungstechnik
- Halbleiterbauelemente (Physikalische Herleitung der Bauelementeigenschaften)
- Messtechnik
- Nachrichtenübertragung
- Grundlagen der Hochfrequenztechnik
- Passive Bauelemente (Grundlagen der Werkstoffkunde für E-Techs)
- Erzeugung und Verteilung Elektrischer Energie

Diese Kernfächer haben den Sinn uns die Grundlagen für die einzelnen Vertiefungsrichtungen beizubringen. Hier stehen insgesamt 21 Modelle zur Auswahl. http://fachschaft.etec.uni-karlsruhe.de/component/option,com_weblinks/catid,104/Itemid,534/

Ich bin mit dem Studium hier ziemlich zufrieden. Das Vordiplom ist schwer und leider nicht die einzige Hürde. Ich kenn auch einige die an den Kernfächern gescheitert sind. Die Modellfachvorlesungen sind danach ne Erleichterung. Die Aussage, dass das Vertiefungscluster klein ist kann ich nicht ganz Teilen. 33SWS Kernfächern stehen noch 50SWS Vertiefung + Diplomarbeit entgegen. Regelstudienzeit schaffen hier nur ca 10% der Studenten, aber das wird in Aachen wohl auch nicht anders sein.

Meine Aussagen beziehen sich auf den Diplomstudiengang. Mit den Bachelor/Master Studiengängen musst du dich ein wenig früher spezialisieren und es fallen auch einige Kernfächer weg. (Irgendwie musst ja nach 7 Semestern von einem Bereich Ahnung haben). Wenn du aber den Master dransetzt, ändert sich im Endeffekt nicht viel, und vom Bachelor alleine halte ich persönlich fast nichts. Inhaltlich lernst du bei Master/Diplom das gleiche und im Diplom einzusteigen geht heute auch nicht mehr, also bleibt dir nur Master übrig.

Fazit: Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Qualität der Ausbildung in Karlsruhe nicht groß der Qualität in Aachen hinterherstehen wird. Schwierigkeitsgrad schon garnicht, das ist hier ebenfalls schwer genug, glaub mir Smile. Wenn du in München, Aachen, Dresden, Karlsruhe oder Darmstadt studierst bist du mit nem guten Abschluss auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Schau dir nur mal diverse Rankings an, mal gewinnt eine, mal die andere Uni. Die Spitzenplätze teilen sich aber immer unter den 5 Unis auf.
M@xxx
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 37
Wohnort: Karlsruhe / Aachen

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2007 - 11:00:33    Titel:

Zitat:
Die Aussage, dass das Vertiefungscluster klein ist kann ich nicht ganz Teilen. 33SWS Kernfächern stehen noch 50SWS Vertiefung + Diplomarbeit entgegen.

Okay, das hatte ich wohl völlig falsch in Erinnerung. Ich hatte gedacht, die Kernfächer würden den Schwerpunkt der SWS in Karlsruhe ausmachen.
War allerdings nicht mein Auswahlkriterium. Sicherlich sind die Abschlüsse aus TU9 gleichrangig. Da kommts vor allem drauf an, was man selbst kann und macht....
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Ingenieurwissenschaften -> Karlsruhe oder Dresden
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum