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Strafrecht HA für Vorgerückte Göttingen WS 2007
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gio
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Anmeldungsdatum: 16.03.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2007 - 15:14:43    Titel: Strafrecht HA für Vorgerückte Göttingen WS 2007

Hat schon jemand angefangen?!

Ab diese Woche will ich loslegen.

Also für ein produktiven Ideenaustausch stehe ich zur Verfügung Wink.


Sachverhalt
Radiohändler R ist in Geldnöten, die er mit Hilfe eines fingierten Einbruchs beheben möchte. Zusammen
mit dem Vorbestraften V entwickelt er deshalb folgenden Plan: V soll einen Einbruch in
das Geschäft des R vortäuschen, den R seiner Diebstahlsversicherung melden will. die entwendeten
Elektronikgeräte soll V in das abgelegene Gartenhaus des R bringen und von dort aus verkaufen.
Den Verkaufserlös wollen die beiden sich teilen.
Mit einem Zweitschlüssel, den R ihm übergeben hat, verschafft sich V nun eines Nachts Zugang
zum Radiogeschäft. Nachdem er alle Geräte in seinem Kleinlaster verstaut hat, schlägt er eine
Scheibe an der Rückseite des Gebäudes ein, öffnet diese, um einen Einbruch vorzutäuschen, und
fährt davon. Unterwegs entschließt er sich spontan, eine besonders wertvolle Stereoanlage einschließlich
CD-Player nicht zu verkaufen, sondern seinem 15-jährigen Sohn S zu schenken. Er
zweigt diese Anlage aus der "Diebesbeute" ab und übergibt sie nach seiner Heimkehr mit der Behauptung,
sie besonders günstig erworben zu haben, dem S. S verschweigt seinen Verdacht, dass
die Anlage wieder einmal aus einer Straftat seines Vaters stammen könnte, und stellt sie stolz in
seinem Zimmer auf.
V verkauft in der Folge die Geräte und rechnet den Verkaufserlös mit R ab, wobei er jedoch eine
insgesamt geringere Einnahme behauptet, um die Wegnahme der Anlage für seinen Sohn zu kaschieren.
R seinerseits zeigt am nächsten Tag den "Diebstahl" bei der Polizei an. Von der ursprünglich
geplanten Meldung des Schadens gegenüber seiner Versicherung sieht er wegen der nun folgenden
Ereignisse ab:
Obwohl V nämlich der Meinung war, vorsichtig vorgegangen zu sein, gerät er sehr bald in Verdacht.
Nach einer Wohnungsdurchsuchung, bei der im Zimmer des S ein Stück der angeblichen
Diebesbeute gefunden wird, wird V festgenommen. Um so schnell wie möglich wieder in Freiheit
zu gelangen, bittet er unter Umgehung der Haftkontrollen seinen Sohn, der bisher nicht vorbestraft
ist und von dem er deshalb annimmt, er käme mit jugendrichterlichen Maßnahmen davon, den angeblich
von ihm begangenen Einbruch - die Rolle des R verschweigt er - auf sich zu nehmen. S, der
sich anfänglich sträubt, gibt schließlich den Bitten seines Vaters nach, da er ihn einerseits möglichst
schnell in Freiheit sehen möchte, andererseits sich ihm wegen der geschenkten Stereoanlage verpflichtet
fühlt.
- 2 -
Bei seiner Vernehmung im Rahmen der mündlichen Haftprüfung gibt V nun an, die Tat zwar nicht
begangen zu haben, aber zu wissen, wer es gewesen sei: Man solle doch einmal den fragen, bei dem
ein Teil der Beute sichergestellt worden sei. Daraufhin wird noch im Rahmen der Haftprüfung der S
als zeuge vernommen, der, obgleich gemäß den §§ 52, 55 und 57 StPO belehrt, aussagt, den Diebstahl
zusammen mit einem Kumpel begangen zu haben, um die Freilassung seines Vaters zu erreichen.
Tatsächlich hebt der Haftrichter den Haftbefehl mangels dringenden Tatverdachts auf.
Ungeachtet dieser Entscheidung erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage. Da er fürchtet, dass möglicherweise
sogar die Sicherungsverwahrung gegen ihn angeordnet werden könnte, bittet V den S,
seine falsche Aussage in der Hauptverhandlung zu wiederholen. dieser Bitte kommt der S, obgleich
von der Strafkammer wiederum gemäß den §§ 52, 55 und 57 StPO belehrt, nach. Ungeachtet der §§
60 und 61 StPO wird er sogar vereidigt. Nachdem die Strafkammer S aus dem Zeugenstand entlassen
hat, redet der Vorsitzende, der S keinen Glauben schenkt, dem V ins Gewissen, ob er denn
wirklich seinen minderjährigen Sohn in die Sache hineinziehen wolle. V lässt sich davon überzeugen
und legt ein Geständnis über seine und des R Tat ab. Daraufhin wird S wieder in den Gerichtssaal
gerufen und vom vorsitzenden über die Angaben seines Vaters informiert. Nun stellt auch S
seine Aussage richtig.

Strafbarkeit von R, V und S?
§§ 120, 261, 265 und 266 sind nicht zu prüfen!
gio
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Anmeldungsdatum: 16.03.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2007 - 13:11:17    Titel:

Hat vielleicht jemand eine Idee wie sich der R strafbar gemacht hat?!

Beihilfe zu Diebstahl und Einbruch entfällt ja weil die Elekrogeräte für R nicht fremd sind und er den Zweitschlüssel an V übergibt.

Bisher habe ich nur Vortäsuchen einer Straftat nach § 145d StGB.


Danke für die Hilfe!
MarenK
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2007 - 13:46:31    Titel:

263 StGB ?
gio
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Anmeldungsdatum: 16.03.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2007 - 17:13:50    Titel:

naja er hat es ja nicht bei seiner versicherung angezeigt.


nur bei der polizei.

also käme nur versuchter betrug in frage oder?!
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