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Wirtschaftsingenieurwesen Diplom oder Master
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Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2007 - 21:57:49    Titel:

Gringo885 hat folgendes geschrieben:
Ändert sich denn wirklich soviel, wenn eine Vorlesung auf Bachelor/Master umgestellt wird ? Ich weiß zwar, das der Bachelor Studiengang etwas praxisorientierter sein soll, kann mir aber nicht vorstellen das sich da extrem viel ändert.

Die Realität ist ganz anders. Vorlesungen werden verschoben und anders strukturiert, Zulassungsvoraussetzungen geändert. Das kann beliebig gemeine Auswüchse haben - an der FH Aachen wird beispielsweise ein Praktikum, das zwingend für das Erlangen des Vordiploms in Informatik vorgeschrieben ist, nicht mehr angeboten. Sprich, wer dieses Praktikum noch nicht absolviert hat, der kann sich beliebig drehen und wenden - er wird sein Vordiplom und damit das Diplom nicht machen können. An anderen Hochschulen werden Vorlesungen vom Wintersemester ins Sommersemester geschoben, was dazu führt, dass Studenten sich umstellen müssen und so das Studium in die Länge gezogen wird. Andere Vorlesungen werden gestrichen, die Klausur aber weiterhin angeboten - darauf vorbereiten muss man sich aber komplett selbst. Und und und... Ich empfehle mittlerweile niemandem mehr, ein Diplomstudium zu beginnen, wenn er die Wahl hat.
Jogo
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Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 742

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2007 - 22:04:40    Titel:

Dem kann ich leider nur zustimmen. Vor einem Jahr hätte ich noch jedem empfohlen auf Diplom zu studieren, doch so langsam schließen sich die Türen. Unter Umständen kann dir der Zeitdruck zum Verhängnis werden und du wärst gezwungen doch noch vor dem Vordiplom auf Bachelor umzusteigen, weil es keine Kurse mehr gibt.
al3ko
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Anmeldungsdatum: 08.11.2006
Beiträge: 3148

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2007 - 22:17:23    Titel:

Vor allem:

Als ob deutsche Ingenieure mit einem Bachelor Abschluss nichts mehr auf dem Kasten hätten...

Der einzige Grund, weshalb ich vom Bachelor abraten würde - und das auch nur erfahrungsgemäß und subjektiv von meiner FH betrachtet:

In den Vorlesungen hinken wir den Laboren hinterher. Das heißt, wo wir in der Theorie gerade mal die Anfänge der Induktion und Wechselspannung hatten, waren wir in den Laboren schon bei Hoch- und Tiefpässen und U-I Diagrammen etc.

Wie die Struktur an anderen Hochschulen/Unis ist, kann ich nicht beurteilen und will deshalb keine allgemeine Aussage treffen. Aber prinzipiell kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen. Bedenke mal, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass es keinen Diplom mehr gibt. Willst du zu einer aussterbenden Rasse gehören? (mal etwas hart ausgedrückt)
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 02 Aug 2007 - 22:33:33    Titel:

Ich, als gelernter Mechatroniker, kann über dieses Geschrei mittlerweile nur noch lachen...

Es ist doch immer das Gleiche, sobald etwas Neues kommt, was der Bauer nicht kennt, wirds nicht gefressen und schlecht gemacht.

War in meiner Ausbildung damals genauso. Erst waren wir pauschal die Flachpfeifen, die nichts richtig können. Bis dann langsam alle Ausbilder festgestellt haben, dass die Person an sich eine Flachpfeife ist und nicht der Beruf dafür verantwortlich ist, dass man nix drauf hat...

Mittlerweile wird die Zahl der Mechatroniker zu Ungunsten der Schlosser und Elektriker aufgestockt...

Was ich damit sagen will:

Es muss nicht zwingend verkehrt sein, wenn man eine altehrwürdige Ausbildungstradition bricht, die Lehrpläne überarbeitet oder gar kürzt, an die heutige Zeit anpasst (Stichwort Schlüsselqualifikationen und Softskills) und damit neue Abschlüsse kreiert...

Jemand der mit einem Bachelorabschluss nix drauf hat, wäre auch mitm Diplom nicht zu gebrauchen gewesen und umgekehrt...
Jogo
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Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 742

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2007 - 07:33:05    Titel:

Es gibt in einigen Ing.-Bereichen immer noch Arbeitgeberverbände, die den Bachelor als unzureichend ansehen. Bspw. im Bauwesen, dazu ein Parlamentarierbrief: http://www.asbau.org/dl/parlamentarierbrief.pdf

Was nun ebenfalls die Bolognese-Titelabschlüsse ad absurdum stellt, seit dem 6. Juni 2007 haben die Wirtschaftsminister und Senatoren der Bundesländer einen neuen Titel in der beruflichen Weiterbildung beschlossen: der "Bachelor Professional".
http://www.dihk.de/index.html?/inhalt/themen/ausundweiterbildung/news/meldung642.html

Dazu schreibt die FTD: Denn mit dem Bachelor (professional) könnten geschäftstüchtige MBA-Anbieter auch Hauptschul-Absolventen, denen bisher selbst der Zugang zu einem grundlegenden Hochschulstudium weitgehend verwehrt war, zum Postgraduate-Studium zulassen. Bisher mussten sie dazu allerlei Tricks - wie fragwürdige Bachelor-Fernstudiengänge in Kooperation mit ausländischen Schulen - anwenden.

http://www.ftd.de/karriere_management/karriere/:Bachelor%20Professional%20Streit/221178.html

Ich glaube, dass durch diese fließende Bachelorisierung der Berufs- und Akademikerwelt der "aussterbende" Very Happy Diplom Ingenieur/Ingenieuse doch einen deutlicheren Stellenwert hatte. Vor allen Dingen besaß er jedenfalls ein Alleinstellungsmerkmal, ohne Verwechselungsgefahr.
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