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Bayrisches Staatsexamen mehr "wert" als hessisches
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memoryx33
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Anmeldungsdatum: 12.04.2007
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 09 Aug 2007 - 18:29:59    Titel: Bayrisches Staatsexamen mehr "wert" als hessisches

Hi Leute,

ich habe mich für den Studiengang Jura enschieden und überlege ob ich nach Augsburg oder Frankfurt am Main gehen soll.

Habe von einigen Leuten gehört, dass ein bayrisches Staatsexamen bei einem Personalchef mehr Eindruck macht als z.B. eines aus Bremen.

Von anderer Seite bekam ich die Info, dass es nur auf die Note des Staatsexamens ankommt.

Wie schätzt ihr den oben beschrieben Sachverhalt ein? Habe ich mit einem bayrischen (oder baden- württembergischen Staatsexamen) Vorteile? Fals jemand in Frankfurt a. M. Jura studiert würden mich auch seine Erfahrungen interessieren.
jabko83
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Anmeldungsdatum: 11.09.2006
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 09 Aug 2007 - 19:35:39    Titel:

Ein Examen in Bayern oder BW hat halt den Ruf, schwerer zu sein als bspw. das Examen in Bremen oder Hessen. Ich weiß jetzt zwar auch nicht, wie die Personaler das sehen, aber ich würde sagen: wenn die Noten in etwa gleich sind, wird wahrscheinlich schon derjenige mit dem Examen aus Bayern bevorzugt (natürlich meine ich das jetzt allein von den Noten her, aber da spielen ja noch andere Faktoren wie Zusatzqualifikationen, Teamfähigkeit etc mit rein).
Andererseits hätte ich persönlich lieber in Hessen ein Prädikatsexamen als in Bayern 6 Punkte. Wobei ich nicht weiß, ob es in Hessen wirklich so viel leichter ist (kenne jetzt die Statistiken o.ä. nicht).
Zudem kommt es darauf an, wo du später mal hinwillst. m.W.n stellen die Bundesländer im Bereich des öffentlichen Dienstes primär ihre "Landsleute" ein.
memoryx33
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Anmeldungsdatum: 12.04.2007
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 09 Aug 2007 - 20:14:56    Titel:

erstmal danke für deine Antwort.

Würde mich über weitere Meinungen zu dem Thema freuen.
marshmellow
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Anmeldungsdatum: 22.04.2007
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 09 Aug 2007 - 21:22:33    Titel:

jabko83 hat folgendes geschrieben:
(...) m.W.n stellen die Bundesländer im Bereich des öffentlichen Dienstes primär ihre "Landsleute" ein.


Tatsächlich? Das ist ja blöd.... Wie sicher bist du dir denn, dass es so ist?
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2007 - 05:06:59    Titel:

jabko83 hat folgendes geschrieben:
m.W.n stellen die Bundesländer im Bereich des öffentlichen Dienstes primär ihre "Landsleute" ein.

Auf welcher Rechtsgrundlage sollte das denn möglich sein? Es gilt das Prinzip der Bestenauslese, da darf nicht nach Landeszugehörigkeit eingestellt werden...
jabko83
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Anmeldungsdatum: 11.09.2006
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2007 - 11:19:00    Titel:

mhh, hab mich vieleicht ein bißchen schlecht ausgedrückt, sorry! Mit dem Leistungsprinzip in Art 33 II GG ist es natürlih nicht vereinbar, "Einheimische" zu bevorzugen. Bleibt halt die Frage, wie gleichwertig bspw. die Bayern ein Bremer Examen ansehen... Daher würde ich vermuten, dass sie im Zweifel ihre eigenen Absolventen vorziehen, auch wenn das offiziell natürlich nicht damit begründet wird...
woodstock.
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Anmeldungsdatum: 08.08.2007
Beiträge: 2336
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2007 - 11:39:35    Titel:

Hallo,

Ihr überseht bei der Diskussion, daß das Verwaltungsrecht von Bundesland zu Bundesland unterschiedlcih ist. Oder hat einer außerhalb Bayerns schon mal in den Ziegler/Tremel geschaut?

Also im öffentlichen Dienst mit Bezug zum Verwaltungsrecht, wird deshalb der Kandidat genommen, der Ahnung davon hat - fast zwangsläufig also einer, der in dem Bundesland studiert hat.

Meines Wissens gibt es irgendwo eine Tabelle Bonus/Malus der Examensnoten der einzelnen Bundesländer, habe sie aber gerade nicht gefunden.
steiftier
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 255

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2007 - 19:43:28    Titel:

Juchu hab Verwaltungsrecht in 2 Bundesländern gehabt.

Aber mal ganz ehrlich die Personalchefs werden deswegen keinen Bevorzugen. Denn erstens sind die Gesetze fast überall gleich und da ist es dann egal ob HSOG und HVwvfG zwei sind oder alles in ein Gesetz gepackt ist (glaub sachsen war das ).

In Tremel hab ich wirklich noch nie geschaut, aber in Bücher die sich an der Gesetzesgrundlage in Berlien, NRW und Sachsen orientieren. Und ändern tut das rein gar nichts außer der § Nummer und da sollte man flexibel sein wenn man fertig ist, sonst ist man bei Jura eh falsch.
Und selbst wenn es da größere Unterschiede gibt sollte man sich die anneignen können, denkt mal an ein Umzug. AUßerdem würde das bedeuten, daß man sich auch nur Urteile aus dem eigenen Bundesland anschauen kann. Weil man die anderen nicht versteht oder übertragen kann.

Aber zu dem Thema Frankfurt kann ich nur sagen, in höheren Sem. sind die Profs gut, aber Anfängervorlesungen hätte ich nicht in FFM hören möchten. Da ist aber Mainz supi.
Pandur
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 849

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2007 - 10:39:52    Titel:

Für 2005 kann ich ein paar Statistiken fürs 2. Staatsexamen bieten:

Formatierung: Bundesland / 9P und besser in Prozent / Durchfallquote

Baden-Württemberg / 11,9 / 10,7
Bayern / 16,41 / 12,54
Berlin / 15,8 / 16,9
Brandenburg / 10,4 / 21,2
Bremen / 24,42 / 19,8
Hamburg / 37,31 / 7,8
Hessen / 17,96 / 16,0
Meckl.-Vorp. 8,0 / 15,2
Niedersachsen 18,72 / 13,8
Nordr.-West. 17,87 / 15,94
Rheinl.-Pf. 19,84 / 12,6
Saarland 14,29 / 19,5
Sachsen 5,86 / 20
Sachsen-Anhalt 4,43 / 26,5
Schl.-Hol. 23,0 / 10,2
Thüringen 11,74 / 11,3

Bayern ist das einzige Bundesland, indem im 2. Examen 11 Klausuren geschrieben werden, in Sachsen 9 und ansonsten 7 oder 8 Klausuren.

Die Statistik ist im Anwaltsblatt Karriere 1/2007 S. 68ff abgedruckt und enthält noch mehr nützliche Infos, die ich jetzt aber nicht alle abschreiben wollte.

Gruß Pandur
memoryx33
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Anmeldungsdatum: 12.04.2007
Beiträge: 32

BeitragVerfasst am: 12 Aug 2007 - 22:01:58    Titel:

Wenn ich die Tabelle richtig verstehe gibt es in Sachsen am wenigsten Absolventen mit nem Examen über 9 Punkte.

Das kollidiert ja mit der Behauptung, dass das staatsexamen in bayern am meisten "wert" sei. (wenn man allen Absolventen die gleiche Fähigkeit unterstellt müsste Sachsen das schwerste Staatsexamen habe).

Die meisten User hier sind ja wahrscheinlich Jurastudenten. Bekommt ihr davon was mit, dass das bayrische oder das baden- württembergische Staatsexamen am schwersten sei oder ist das eher ein Gerücht, das hochgespielt wird?
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