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Das vermaledeite V
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Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Das vermaledeite V
 
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Kathlicious
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Anmeldungsdatum: 10.08.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2007 - 17:14:00    Titel: Das vermaledeite V

Gestern beim Tandem wurde ich nach einer Regel gefragt mit der man das als F gelesene V von dem als W gelesenen unterscheiden kann. Wir schrieben eine Reihe von Wörtern zusammen auf, die das V zunächst nur als Anfangsbuchstaben in sich trugen und machten die Feststellung, dass auf die W-Lesung immer ein A folgte. Alsbald fiel uns das Wort "Vater" ein, das eben errungene Erkenntnis wieder zunichte machte.
Hat jemand mehr Ahnung als ich? Sad
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2007 - 20:54:13    Titel:

Faustregel: [v] in Fremdwörtern wie Vase, Vitamine, Vakanz..., [f] in deutschen Erbwörtern germanischen Ursprungs wie Vater, Vogel, viele, Veilchen....

Ich bin gespannt, ob euch Ausnahmen zu dieser Regel einfallen.


Zuletzt bearbeitet von Perceval am 11 Aug 2007 - 11:14:51, insgesamt einmal bearbeitet
just.yuki
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Anmeldungsdatum: 03.05.2007
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 10 Aug 2007 - 23:12:07    Titel:

ich find diese Regel sehr interessant und habe mich gleich mal mit meinem neuen Freund, dem Wörterbuch, auf die Suche nach Ausnahmen gemacht... Laughing nachdem ich all diese Wörter die mit "ver-" beginnen, hinter mir gelassen hatte, bin ich auf "Vesper" (Gebetsstunde des. kath. Breviers gegen Abend und so weiter und so fort spricht das Wörterbuch) gestoßen. Es hat offenbar lateinischen Ursprung und wird laut Lautschrift mit [f] am Anfang ausgesprochen. (http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/index,page=1266812.html) Könnte das eines dieser Ausnahmen sein?

Dann habe ich noch anzubieten:
- Vize [fi, auch vi, lat.] - zumindest fast Smile
- Vlies [flis, ndrl.] - fällt das auch unter Fremdwort oder gehört es zu "deutschen Erbwörtern germanischen Ursprungs "? oo

mehr hat sich auf die schnelle nicht finden lassen..

lg, yuki
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2007 - 11:18:28    Titel:

Mit Vesper hast du zweifellos eine Ausnahme gefunden. Dagegen ist Vlies ja niederländischen, also germanischen Ursprungs.

Hallo, Niederländer oder ihr, die ihr dieser Sprache mächtig seid: Spricht man <vl-> immer [f]? Ich denke schon!
profmk
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Anmeldungsdatum: 02.07.2007
Beiträge: 543

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2007 - 12:15:53    Titel:

Vesper anglizist?
Beau
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 6875
Wohnort: Frankreich

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2007 - 15:21:48    Titel:

profmk hat folgendes geschrieben:
Vesper anglizist?

Nein, profmk, um Gottes Willen! Es gibt schon viel zu viel Anglizismen in meinem geliebten Deutsch:

Vesper, die; -, -n [mhd. vesper, ahd. vespera < (kirchen)lat. vespera = Abend(zeit).

...
Maryanna
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 457

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2007 - 15:28:52    Titel:

beau.becir hat folgendes geschrieben:
Vesper, die


"Die Vesper" habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört (man lernt nie aus); mir ist nur das Vesper bekannt (hier im Schwabenländle "veschpert" man abends).
exphysiker
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 12.04.2007
Beiträge: 1102

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2007 - 16:33:02    Titel:

Wobei das Vesper von "das Vesperbrot" kommt. Richtig ist schon die Vesper.

Wobei auch im portugiesischen wird "véspera" wie w gesprochen. Wieso es sich im Deutschen umgewandelt hat, weiss ich auch nicht. Immerhin gibt es ja auch die Wespe. Also, dass es schlecht klingen sollte, kann auch nicht sein.
Maryanna
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 457

BeitragVerfasst am: 11 Aug 2007 - 17:21:48    Titel:

Habe auch nicht geschrieben, dass es falsch ist. Die Vesper hat ja auch noch eine andere Bedeutung. Wink
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 13 Aug 2007 - 11:04:50    Titel:

@ beau becir: vermaledeit bedeutet so viel wie 'verflucht'. vermaledeien ist eine alte Eindeutschung von lat. maledicere ( = frz. maudire). Der erste Teil des Wortes ist ja auch noch gut erkennbar, der zweite unterlag der frühneuhochdeutschen Diphthongierung (hier: [i:] zu [ei].
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