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Berufsmöglichkeiten nach dem (WiWi-) Studium
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Colorless
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Anmeldungsdatum: 25.09.2006
Beiträge: 146

BeitragVerfasst am: 27 Aug 2007 - 16:31:31    Titel: Berufsmöglichkeiten nach dem (WiWi-) Studium

Hallo Leute!

Ich habe zwar noch ein wenig Zeit "dank" meines Zivildienstes, aber ich mache mir schon ein wenig Gedanken über mein Studium und mein darauf folgendes Berufsleben...

Ich würde gerne WiWi studieren, erstmal Bachelor und danach evtl. nen Logistik Master.
Mit WiWi bin ich mir eig recht sicher, obwohl ich auch gern Sport machen würde, aber dort ist mir der "Berufsmöglichkeitsradius" zu klein, daher lieber WiWi.
Jetzt habe ich aber mal so überhaupt keine Ahnung welche Berufe ich danach ergreifen kann bzw. auf welche Stellenausschreibungen ich mich überhaupt mit diesem Studium melden sollte/kann.
Okay, das Berufsfeld an sich ist mir schon klar, aber welche Berufe genau? zB Wirtschaftsprüfer (wobei man hier ne spezielle Prüfung braucht oder?)

Was ich mir auch total gut vorstellen könnte wäre ein Job bei dem ich viel rumkomme und vlt. sogar auf Messen tätig bin, also als Vertreter einer Firma zB ... meinetwegen auch auf Spielemessen wie der Games Convention.

Es gibt auf manchen Unipages auch eine Beschreibung der Berufsfelder für das jeweilige Fach, allerdings finde ich es immer sehr breit gefächert...

Ich würde schon gerne wissen auf welche Stellenausschreibungen ich mich bewerben kann mit nem Mix aus WiWi und Logistik oder ähnliches...

MfG Color
Labus
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Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beiträge: 2598
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2007 - 09:15:13    Titel: Re: Berufsmöglichkeiten nach dem Studium

Colorless hat folgendes geschrieben:
Ich würde gerne WiWi studieren, erstmal Bachelor und danach evtl. nen Logistik Master. [...]
Jetzt habe ich aber mal so überhaupt keine Ahnung welche Berufe ich danach ergreifen kann bzw. auf welche Stellenausschreibungen ich mich überhaupt mit diesem Studium melden sollte/kann.

War der Master im Bereich Logistik lediglich eine Möglichkeit oder strebst Du den Bereich wirklich an?!
Grundsätzlich kannst Du Dich erst einmal auf alle Stellen bewerben, die ein betriebs- oder wirtschaftswissenschaftliches Studium voraussetzen. Wie hoch Deine Chancen dann stehen hängt auch von Deinem Studium selbst ab - z.B. Vertiefungsfächer, Praktika, Noten etc.

Colorless hat folgendes geschrieben:
Okay, das Berufsfeld an sich ist mir schon klar, aber welche Berufe genau? zB Wirtschaftsprüfer (wobei man hier ne spezielle Prüfung braucht oder?)

Braucht man nicht. Jeder Angestellter eines examierten Wirtschaftsprüfers bzw. einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gilt von gesetzlicher Seite quasi als "Wirtschaftsprüfer" (mit eingeschränkten Rechten und Pflichten natürlich). Als Prüfungsassistent arbeitet man meist so 3 - 5 Jahre. Dann gehen viele über das Steuerberaterexamen und anschließend in das Examen für die Wirtschaftsprüfer. Weder der StB noch der WP sind allerdings verpflichtend. Wer jedoch Karriere in der Wirtschaftsprüfung machen möchte kommt um diese nicht herum.

Weitere Berufe? Schlag man Samstags die FAZ auf oder guck in Jobpilot etc. und such mal...dann findest Du tausende alternativer Positionen.

Colorless hat folgendes geschrieben:
Was ich mir auch total gut vorstellen könnte wäre ein Job bei dem ich viel rumkomme und vlt. sogar auf Messen tätig bin, also als Vertreter einer Firma zB ... meinetwegen auch auf Spielemessen wie der Games Convention.

Tipp - mach mal während des Studiums Praktika in Unternehmen wo viel Reisetätigkeit nötig ist. Dann kannst du mal gucken ob es Dir überhaupt liegen könnte. Das ist nämlich nicht so spaßig wie es sich immer anhört, vor allem wenn Du noch Familie oder einen sehr aktiven Freundeskreis zuhause hast.
Um mal ein paar Stichworte hier fallen zu lassen, was Dich demnach interessieren könnte (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
- Unternehmensberatung
- Messebau
- Eventmanagement
- klassischer Aussendienst (z.B. Pharmareferent (wobei viele Aussendienstler eher einen technischen oder naturwissenschaftlichen Hintergrund haben))

Colorless hat folgendes geschrieben:
Es gibt auf manchen Unipages auch eine Beschreibung der Berufsfelder für das jeweilige Fach, allerdings finde ich es immer sehr breit gefächert...

Was daran liegt, dass die meisten Fächer an Hochschulen ein sehr weites Spektrum an Möglichkeiten eröffnet. Die Beschreibungen dienen lediglich als Orientierung für den Bereich (z.B. BWL, Medizin etc.). Manchmal werden auf den Seiten der jeweiligen Fakultät dann noch auf die angebotenen Schwerpunkte eingegangen (z.B. Finanzen, Logistik, Einkauf). Problem dabei ist z.B. im Bereich FRW, dass die Einsatzmöglichkeiten extrem vielfältig sind. Eine Aufzählung hätte gar keinen Sinn.

Colorless hat folgendes geschrieben:
Ich würde schon gerne wissen auf welche Stellenausschreibungen ich mich bewerben kann mit nem Mix aus WiWi und Logistik oder ähnliches...

Wenn Du ungefähr weißt, was Du als gesamtes Spektrum machen kannst reicht das eigentlich für den ersten Moment. In den Stellenausschreibungen (Zeitungen, Internet etc.) kannst Du Dich einfach mal umsehen und gucken was verlangt wird. Eine kurze Beschreibung der Aufgaben kannst Du dann ja lesen wobei Dir manches nichts sagen wird (muss es auch noch nicht). Im Verlaufe des Studiums erkennst Du dann immer mehr, was für Felder dich wirklich interessieren und was für Stellen für Dich in Frage kommen und wie man suchen sollte.
Helmchen aka Tom
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Anmeldungsdatum: 26.05.2007
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2007 - 10:19:07    Titel:

Wäre Maschinenbau nichts für dich?

Je nach dem was du machst, reist du in die ganze Welt zu den Kunden und kannst dort auch deine Sprachen gebrauchen
Colorless
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Anmeldungsdatum: 25.09.2006
Beiträge: 146

BeitragVerfasst am: 28 Aug 2007 - 17:46:57    Titel:

super, danke Labus!

eig brauch ich schon gar keine Antworten mehr, des war sehr informativ! Smile

Helmchen aka Tom = nee des ist mir zuviel Mathe, Physik und son Kram... da interessiere ich mich so gar nicht für...



Ne kleine Frage habe ich allerdings noch.. ist mir gerade in den SInn gekommen:
Was wäre mit einem Sportstudium/Sportmanagement o.ä. in zB Köln...
was hat man da für Möglichkeiten außer zB Vereine ?!
Labus
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Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beiträge: 2598
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BeitragVerfasst am: 29 Aug 2007 - 08:11:42    Titel:

Klassisches Sportstudium/Sportwissenschaften - viele versuchen dann auch in dem Sport weiterzukommen. Trainer, Therapeut, teilweise Lehramt. Manche lassen sich danach auch bei Sportartikelherstellern anstellen etc. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sollen relativ beschränkt sein im Vergleich zu anderen Studiengängen.

Sportökonomie ist schon etwas anderes. Im Grunde ist es eine Kombi aus Sport und BWL. Hier gibt es natürlich die Möglichkeiten in der gesamten Sportbranche unterzukommen. Also Sportartikelhersteller, Vereinsverwaltung, Sporthotellerie, Fitnessklubs etc. Ist im Grunde eine ähnliche Vertiefung als ob Du jetzt von vornherein z.B. Aviation-Management studierst. Du bist für die Branche dann ausgebildet. Ein Wechsel in eine andere ist zwar möglich, aber u.U. schwierig.
Colorless
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Anmeldungsdatum: 25.09.2006
Beiträge: 146

BeitragVerfasst am: 01 Sep 2007 - 17:49:57    Titel:

Habe mir jetzt nochmal ein paar Gedanken gemacht.

Ich habe mir da etwas zusammengebastelt und würde gerne wissen was für Chancen ich damit auf dem Arbeitsmarkt haben könnte und was auch für euch sinnvoll erscheint.

Zuerst ein WiWi-Bachelor
danach entweder den WiWi-Master
oder einen Master in Logistik.

Abrunden will ich das ganze mit einem/mehreren Auslandsemster/n,
guten Praktikas (vlt. auch im Ausland).

Jetzt habe ich auch noch zusätzlich einen Beruf als Wirtschaftprüfer in Betracht gezogen, wobei die Möglichkeit des Logistik Masters dann blödsinnig wäre und wegfällt. Wie ist hier das Verhältnis Aufwand für zB WP-Examen zu Gehalt des WP ?! Habe da auch viele negative Sachen gehört wenn man nicht der große Überflieger ist (im Bezug Aufwand/Gehalt).
Lohnt es sich dann nicht eher in die Logistik Branche zu gehen oder ganz woanders hin? Was gibt es dort für Möglichkeiten?

Was habe ich mit einem WiWi-Studium noch für Möglichkeiten? In welche Bereiche kann ich gehen? Werde ich im Studium noch viel damit konfrontiert? Gibt es "Studi meets Unternehmen" Tage bei denen ich mir über einzelne Berufe mehr Infos holen kann oder bin ich auf mich selbst gestellt? Ich frage deshlab, da es im Studium ja viele Module gibt die man auswählen kann (Finazierung/Investition/Unternehmensführung etc) und würde das schon gerne vorher planen bzw mehr über Chancen im späteren Leben wissen.

Ich bin kein Überflieger, habe ein Abi von 2,3 (Grenze 2,4) und gehe auch nicht davon aus das ich an der Uni einer der besten sein werde... ich möchte mich daher mit guter Planung, gutem Englisch und gezielter Orientierung durchsetzen. Deshalb überhaupt so viele Fragen Razz

Wo kann ich mich außerhalb des Internets noch gut informieren? Studentenwerke, Arbeitsagentur? Gute Links?

Dann noch eine kleine Frage zu Auslandssemestern bzw Auslandspraktika.
Darum werde ich mich zwar noch im Studium kümmern, aber man kann ja schonmal fragen Smile.
Wird man für die Zeit des Auslandssemester beurlaubt? Zählen die Noten die man an der zB US-Uni hat mit ins eigene Studium oder kann man auch einfach sowas wie ein "Probesemester" im Ausland machen, wo keine Noten zählen? Wie sieht es mit Praktika aus? Beurlaubung oder lieber in den Semesterferien?
Bringen solche Semester überhaupt etwas oder könnte man das alles auch mit Sprachkursen reinpauken und nur Praktika machen?


Fragen über Fragen ich weiß Smile

Wäre super nett wenn ihr mir wenigstens ein paar davon beantworten könntet Smile

MfG
Color
Labus
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Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beiträge: 2598
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 08:18:45    Titel:

Colorless hat folgendes geschrieben:
Habe mir jetzt nochmal ein paar Gedanken gemacht.
Schön! Very Happy


Colorless hat folgendes geschrieben:
Zuerst ein WiWi-Bachelor
danach entweder den WiWi-Master
oder einen Master in Logistik.

Abrunden will ich das ganze mit einem/mehreren Auslandsemster/n,
guten Praktikas (vlt. auch im Ausland).

Im Moment sucht die Logistik-Branche ganz extrem nach Leuten. Dort sind derzeit noch sehr gute Karrieremöglichkeiten für fähige, vor allem sprachgewandte Bewerber. Auslandserfahrung ist überhall ein Plus, dort sogar ein dickes. Allerdings ist die Branche auch nicht jedermanns(-fraus) Sache. Der Umgangston ist schon ziemlich rauh.

Wenn Du aber weiterhin (um den nächsten Absatz vorweg zu nehmen) darüber nachdenkst auch in eine andere Branche zu gehen, ist der WiWi-Master (oder BWL) schon sinnvoller (Der Gedanke ist Dir ja auch gekommen.). Zudem Du mit dem dann auch ohne weiteres bei den Logistikern unter kommen kannst. Aber jetzt hätte ich erst einmal gesagt, mach den Bachelor und in zwei Jahren kannst du noch einmal anfangen zu überlegen. Dann sieht die Welt schon wieder anders aus.


Colorless hat folgendes geschrieben:
Wie ist hier das Verhältnis Aufwand für zB WP-Examen zu Gehalt des WP ?!
Das WP-Examen hat eine Durchfallquote die durchaus die 80% Marke reißen kann. Das Vollexamen (also ohne Examenserleichterung durch StB oder best. Studiengänge) gilt als das schwerste Examen, was man in Deutschland ablegen kann. Der Aufwand ist entsprechend hoch. Die Gehaltsmöglichkeiten für WP sind allerdings entsprechend. Viele WP bleiben dann meist in den WP-Gesellschaften und versuchen da weiter zu kommen. 6-stellige Jahresgehälter (inkl. Boni & Co.) sind keine Seltenheit. Je höher die Leiter Richtung "Partner" desto deutlicher 6-stellig. Dazu kommt, dass man auch die Möglichkeit hat, sich als WP dann selbstständig zu machen.
Statistisch ist jeder 10te examierte WP Einkommensmillionär.

Die WPG bieten allerdings nicht nur die Möglichkeit der Laufbahn in der Wirtschaftsprüfung sondern auch (neben Tax) in der Unternehmensberatung. Dort ist für die Karriere nicht zwangsläufig ein WP Pflicht (kommt etwas auf den Bereich an).


Colorless hat folgendes geschrieben:
Habe da auch viele negative Sachen gehört wenn man nicht der große Überflieger ist (im Bezug Aufwand/Gehalt).
Lohnt es sich dann nicht eher in die Logistik Branche zu gehen oder ganz woanders hin? Was gibt es dort für Möglichkeiten?

Als WP sollte man schon etwas mehr auf dem Kasten haben (nicht nur als examierter sondern auch als angestellter WP). Es gibt zweifelslos Berufe wo Du ähnliches Gehalt mit weniger Arbeitsstunden bekommst. Die Entwicklungsmöglichkeiten für die Zeit nach der WPG sind allerdings ziemlich gut. Die meisten bleiben nicht einmal bis zu ihrem WP-Examen sondern wechseln vorher in gut dotierte Jobs im Rechnungswesen der Industrie. Wer allerdings Karriere machen möchte und möglichst früh Gehaltsstufen erreichen will wie andere erst mit 40-50 Jahren, der wird sich in jedem Job buckeln müssen.

Die Logistik-Branche biete ähnliche, vielleicht im Moment noch bessere Karrierechance für wirklich gute Leute (wobei "gut" nicht notenmäßig gemeint ist). Der Aufwand ist dort aber nicht kleiner.


Colorless hat folgendes geschrieben:
Was habe ich mit einem WiWi-Studium noch für Möglichkeiten? In welche Bereiche kann ich gehen? Werde ich im Studium noch viel damit konfrontiert? Gibt es "Studi meets Unternehmen" Tage bei denen ich mir über einzelne Berufe mehr Infos holen kann oder bin ich auf mich selbst gestellt? Ich frage deshlab, da es im Studium ja viele Module gibt die man auswählen kann (Finazierung/Investition/Unternehmensführung etc) und würde das schon gerne vorher planen bzw mehr über Chancen im späteren Leben wissen.

Du hast viele Möglichkeiten in Unternehmen mit einem WiWi-Studium. Da es erst einmal einen knappen Rundumschlag bevor man sich überhaupt richtig spezialisieren kann wirst du auch viele Bereiche kennenlernen. Was man dort dann machen kann kommt dann mit dem Stoff. Meist suchen sich Studenten dann den Arbeitsplatz, wo sie den Stoff machen, der ihnen am meisten Spaß gemacht hat. Wenn Du das erst einmal weißt, ist die Suche nicht mehr schwer.
Planen selbst ist schwierig. Geh nachdem, was DIR Spaß macht bzw. machen könnte. Wo DEINE Interessen liegen. Rein vom Fach her. Der Job dazu findet sich schon. Alternativ kannst du auch von Deinem Traumberuf das ganze herunterbrechen, aber den scheinst Du nicht zu haben.

Colorless hat folgendes geschrieben:
Ich bin kein Überflieger, habe ein Abi von 2,3 (Grenze 2,4) und gehe auch nicht davon aus das ich an der Uni einer der besten sein werde... ich möchte mich daher mit guter Planung, gutem Englisch und gezielter Orientierung durchsetzen. Deshalb überhaupt so viele Fragen Razz

Kein Thema...
AG stellen nicht (nur) nach Noten ein. Das Gesamtbild ist das ausschlaggebende. Wer zumindest Durchschnitt oder leicht drüber bist und der Rest stimmt sollte man keine Schwierigkeiten haben.
Bei der Planung (Praktika, Auslandspraktika/-semester usw.) sollte man aber vielleicht nicht vergessen, dass nicht nur die Uni eine Möglichkeit ist sondern sich schon dort eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet. Eine FH könnte vielleicht für Dich durchaus sinnvoller sein. Vielleicht steht Dir auch erst der Sinn nach einer Ausbildung und anschließendem Voll- oder Teilzeitstudium...oder nach einem Studium direkt in einem berufsbegleitenden System (mit Ausbildung oder nach dem ersten Lehrjahr). Das geht je nach Fach an Uni, FH, BA.

Colorless hat folgendes geschrieben:
Wo kann ich mich außerhalb des Internets noch gut informieren? Studentenwerke, Arbeitsagentur? Gute Links?


http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/105400,0.html

Da sind einige gute Links gebündelt...

Colorless hat folgendes geschrieben:
Dann noch eine kleine Frage zu Auslandssemestern bzw Auslandspraktika.
Darum werde ich mich zwar noch im Studium kümmern, aber man kann ja schonmal fragen Smile.
Wird man für die Zeit des Auslandssemester beurlaubt? Zählen die Noten die man an der zB US-Uni hat mit ins eigene Studium oder kann man auch einfach sowas wie ein "Probesemester" im Ausland machen, wo keine Noten zählen? Wie sieht es mit Praktika aus? Beurlaubung oder lieber in den Semesterferien?
Bringen solche Semester überhaupt etwas oder könnte man das alles auch mit Sprachkursen reinpauken und nur Praktika machen?

Es ist etwas unterschiedlich und kommt auch darauf an, wie Du es einfädelst, bzw. es kommt auch auf den Studiengang an. Bei einigen ist ein Auslandssemseter Pflicht und es wird automatisch mit ins normale Studium mit einbezogen. Auf freiwilliger Basis könntest Du Dich theoretisch in D dafür beurlauben lassen, gut ausgesucht könntest Du aber zumindest einen Teil Deiner Fächer ins Ausland verlagern und somit dort die Klausuren schreiben. Das spircht man aber alles am besten mit der Wunschhochschule bzw. mit dem Wunschstudiengang ab.

Das Auslandssemester hat aber schon seinen Charme auch außerhalb des Studiums. Man lernt ungefähr gleichaltrige kennen, kann Bekanntschaften und Netzwerke knüpfen und im gewissen Rahmen eine gute Zeit haben.

Praktika im Ausland haben auch ihren Reiz, im Bereich Bekanntschaften und "Fun-Faktor" stehen diese aber deutlich hinter dem Auslandssemester zurück. Für die Sprache ist vielleicht beides ganz witzig - erst ein Semester und anschließend noch ein Praktikum.

Sprachkurse...vergiss es. Eine Sprache kann man meiner Meinung nur in dem Land ordentlich lernen. Selbst wenn man den Sprachkurs in das Land verlegt, sollte der schon ein entsprechendes Niveau und eine entsprechende Länge haben (ist von Deinem jetzigen Niveau abhängig). Wenn er wirklich etwas bringen soll - kleine Gruppen, teilweise vielleicht Einzelunterricht, gute (ausgebildete) Lehrer, gute Schule ist man schnell zwischen 2000 - 5000 EUR pro Monat los. Das gleiche in D übrigens auch ohne den Reiz des Reisens...und mit dem Nachteil der dt. Umgebung.

Colorless hat folgendes geschrieben:
Fragen über Fragen ich weiß Smile

Wäre super nett wenn ihr mir wenigstens ein paar davon beantworten könntet Smile

Hoffe die Antworten konnten etwas weiterhelfen.
Colorless
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 10:49:24    Titel:

klasse! weiß gar nit wie ich danken soll Smile hat mich wirklich nen ganzen satz nach vorne gebracht Smile

eigentlich habe ich nurnoch eine sache:
im bwl forum habe ich meinen letzten post als thread eröffnet um die meinung von leuten aus der bwl/vwl zu hören (ist hier zwar auch gegeben, aber ich dachte ich schau mal an der "quelle" Razz)

dort kam die antwort warum ich nicht bwl statt wiwi studieren will?! naja ich dachte mir eben, dass durch ein größeres spektrum an bwl/vwl/recht etc auch ein größeres möglichkeitsfeld eröffnet wird. allerdings soll für den beruf WP ein bwl studium besser geeignet sein... außerdem mit 2,3 + 2 Wartesemester bwl? in köln und in münster liegen die werte bei der zvs extrem höher Sad oder gibts auch noch gute unis die nicht so einen hohen nc haben? was meint ihr dazu?
Labus
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BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 11:23:41    Titel:

WiWi eröffnet erst einmal das größere Spektrum, weil Du immer noch Möglichkeiten hast Dich sehr stark auf VWL oder auf BWL zu spezialisieren. Das ist ein Vorteil. Aber auch ein Nachteil. Es gibt durchaus immer wieder Absolventen die sich nahe dem Bereich "50/50" aufhalten (was bestimmt auch reizvoll ist) aber dann in der Konkurrenzsituation bei vielen Stellen sich nicht gegen die Spezialisierteren bzw. den "normal"-VWL/BWLer durchsetzen können.

Wenn Du aber schon ungefähr weißt, was Du willst - z.B. Logistik oder WP - dann ist für Dich die rein volkswirtschaftliche Ausprägung nicht mehr von nutzen. Hier könnte man sich sozusagen tiefer und schneller spezialisieren auf reine BWL.


Thema NC:
Ich glaube keine Wörtergruppe aus dem Bereich "Studium" wird so häufig so missverstanden und überbewertet.

Was sagt ein NC? Der NC ist lediglich ein Grenzwert. Er kann, muss aber nicht zwangsläufig eine Durchschnittsnote sein (Es gibt immer auch einen NC für Wartesemester z.B.). Bei einem Notendurchschnitt sagt er aus, dass der letzte (schlechteste) genommene eben diesen Schnitt hatte (z.B. 2,3). Viele leiten daraus ab, dass NUR Leute mit einem Abi von 2,3 oder besser genommen werden und das ist einfach falsch. Dazu kommt, dass der veröffentlichte NC immer der des Vorjahres ist. Der aktuelle ermittelt sich erst endgültig nach Abschluß des Vergabeverfahrens. Von daher kann der Vorjahreswert immer nur einen Richtwert bilden.


Das am weitest verbreitetste Vergabeverfahren (vor allem in BWL) ist:

1.) 20% aller Studienplätze werden aufgrund der Abiturnote als alleiniges Kriterium vergeben.
2.) 20% aller Studienplätze werden aufgrund der Wartesemester vergeben
3.) 60% aller Studienplätze werden aufgrund eines hochschulinternen Auswahlverfahrens vergeben. Da können dann bestimmte Fächernoten, Berufserfahrung, Tests, Zertifikate usw. eine Rolle spielen (wie eine normale Einstellung bei einem AG)

Jeder nimmt also an DREI Auswahlverfahren teil.

1. - nach Abiturnote. Wenn also dort ein NC von 1,0 steht heißt das lediglich, dass die besten 20% der Studenten (nach Abiturnote) 1,0 haben - 80% sind schlechter! Mit einer 1,1 hätte man in dem Fall keine Chance mehr - nach diesem Kriterium.

2. - nach Wartesemester. Wenn dort ein NC von 5 ist, dann hat der letzte genommene (nach diesem Kriterium) mind. 5 Wartesemester gehabt. Alle anderen entsprechend mehr. 2 Wartesemester reichen auch hier nicht.

3. Wer nach 1. und 2. nicht zum Zuge gekommen ist, kann es noch über den dritten Weg schaffen...und dort kommt es nicht zwangsläufig nur auf die Abinote, sondern auf eine Vielzahl von Kriterien an. Die können allerdings variieren von Hochschule zu Hochschule, von Studiengang zu Studiengang.


Solche Zulassungsbeschränkungen über einen NC haben im Grunde alle Hochschulen, bei denen sich mehr Leute bewerben als Plätze vorhanden sind. Es gibt aber immer wieder Hochschulen, die keinen NC haben.

Abgesehen davon sollte man sich auch nicht die Auswahl selber schwerer machen und einschränken als nötig und nur auf die angeblichen Top-Unis schielen. AG in Deutschland schauen nicht sonderlich stark auf Rankings da das fachliche Niveau in Deutschland verhältnismäßig gleich ist. Egal ob Mannheim oder Mainz. Dazu kommt, dass ich mich gerade in BWL nicht so sehr auf Unis versteifen sondern auch die Fachhochschulen in die Betrachtung mit einbringen würde. Eine Uni kann die bessere Wahl sein, je nach eigenen Vorlieben und Zielen muss es aber nicht so sein.
Colorless
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Anmeldungsdatum: 25.09.2006
Beiträge: 146

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 12:05:40    Titel:

danke dir für die ausführlichen antworten! ich werde sehen was ich damit anfange, aber zumindest habe ich jetzt ein ganzes stück mehr klarheit. ich werde mich auf jedenfall für wiwi und bwl bewerben bei mehreren unis und dann während des studiums weitersehen!
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