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Das Ansehen in unserer heutigen Gesellschaft
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Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 16:50:13    Titel:

Zitat:
Oder auch Sprüche wie "Lehrer, wer wird denn heute schon noch Lehrer!?" hab ich ebenfalls schon


was sind das dann für Leute, die solche Sprüche klopfen ?
Und auf was bezieht sich der Spruch ? auf das Gehalt ? die Arbeitsbedingungen ? das gesamte Lehrerdasein ?

meistens haben die was gegen Lehrer, die in der Schule schlecht waren.
Vieleicht sind sie darum so drauf.

in meiner Familie haben nur sehr wenige studiert. Da gilt ein Lehrer noch als Respektsperson, wenn jemand Lehramt studiert, dann gilt das eher als ansehnlich.

Wenn ich dagegen sage, ich studiere Wirtschaftsinformatik, werde ich von älteren aus meiner Verwandtschaft eher schief angeschaut ( z.b. "Informatik ? da wird man eh arbeitslos und Wirtschaft macht eh jeder Dubel", Lehramt dagegen wird eher hoch angesehen. Außerdem meinen die meisten, dass man in Informatik am Computer rumschraubt und Programme installiert. Dass man da viel Mathematik betreibt wissen die wenigsten, daher hat das Fach in der Öffentlichkeit oft kein hohes Ansehen )
obwohl die Aussichten für Wirtschaftsinformatiker gut sind.

Hier eine repräsentative Umfrage, über das Ansehen von Berufen.

Da schneidet der Lehrerberuf sehr gut ab :

http://www.ifd-allensbach.de/news/prd_0512.html
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 19:12:23    Titel:

Eine interessante Liste. DAS hätte ich nicht vermutet. Im Wesentlichen kenne ich die Einstellung zu Lehrern schon so...

Halbtagsjob, dauernd Ferien, super Gehalt, unkündbar. Davon ist auch nicht alles wahr, was jeder feststellen kann, der auch als Direkteinsteiger aus der Industrie diesen Job ergreift. Uns verlassen jedes Jahr wieder die Enttäuschten, die bemerken, dass der Job eben nicht ganz sooo ist.

Zum Jammern gibt es keinen Grund. Die Haltung, die uns manchmal entgegenschlägt (siehe z.B. das Lehrerhasserbuch) hat aber m.E. auch damit zu tun, wie eben manche Kollegen sich geben. Also ein wenig selbst schuld...

Gruß
Pauker
Annette89
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Anmeldungsdatum: 15.12.2005
Beiträge: 2228

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2007 - 19:51:19    Titel:

LissBabe hat folgendes geschrieben:
Meine Entscheidung für Deutsch und Geschichte macht das noch schlimmer! Aussagen wie "Deutsch, wie kann man bloß Deutsch machen!" hab ich schon oft gehört. Nicht, dass ich damit nicht leben könnte, mir ist es im Prinzip egal, was andere Leute für eine Meinung über meine Studienwahl haben, aber wie gesagt, ich finde es einfach traurig, dass man sich dafür noch rechtfertigen muss!


Es freut mich wirklich immer sehr zu lesen, wenn jemand Lehramt aus Überzeugung studieren möchte - ich kann dir nur empfehlen, dich nicht über die persönliche Sichtweise einzelner Leute aufzuregen.
Die motivierten, zufriedenen Lehrer genießen eigentlich meistens ein sehr hohes Ansehen - sowohl bei ihren Schülern und deren Eltern, als auch bei ihren Kollegen und in der Gesellschaft. Smile

Dass die Leute so reagieren wenn du ihnen von deiner Fächerkombination erzählst muss man vielleicht ein kleines bisschen verstehen können: Ich kenne sehr viele Leute, für die der Deutschunterricht ein Alptraum war - ich hatte selbst fast meine gesamte Schulzeit hindurch sehr schlechte Deutschlehrer (von denen der Großteil eigentlich nicht Lehrer sondern Schauspieler oder Regisseur hatte werden wollen), bei denen der Unterricht auch alles andere als interessant oder angenehm war.
Dafür hatte ich aber zum Schluss in der Kollegstufe eine hervorragende und superfaire Deutschlehrerin, die mich absolut mit der Spezies Deutschlehrer (das Fach mochte ich trotz der Lehrer immer sehr! Wink ) ausgesöhnt hat - der ganze Kurs war einfach nur begeistert von dieser Lehrerin und ihrem Unterricht. Smile

Das Problem mit dem Lehrer - hinsichtlich Beurteilungen und Vorurteilen zu kämpfen haben - ist eben, dass jeder einmal in die Schule gegangen ist und seine persönlichen Erfahrungen gemacht hat - daher hat auch jeder eine persönliche Meinung zum Thema Lehrer parat.

Man sollte auf jeden Fall versuchen, darüberzustehen. Wenn man weiß, dass man den Beruf aus Überzeugung und mit Freude lernen möchte, sollte man sich an den Äußerungen derjenigen, die leider selbst schlechte Erfahrungen machen mussten, nicht stören - man hat ja vor, es besser zu machen, und das wird sicherlich auch mit Erfolg belohnt werden - Schüler wissen guten Unterricht durchaus zu schätzen! Smile
rightaway
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Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 1265

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2007 - 18:21:09    Titel:

LissBabe hat folgendes geschrieben:
"Wie kann man bloß Lehramt studieren!?"

Ein Aspekt, der hier noch nicht erwähnt wurde, ist mögliches Mitleid angesichts der völlig undisziplinierten Schüler.

Um auf dem laufenden zu bleiben, unterrichte ich ab und zu stundenweise in der Hauptschule. Dort wird man neben Disziplinproblemen auch noch mit Konzentrations-, Sprach-, Integrations- und familiären Problemen konfrontiert und natürlich mit gewalttätigen, drogenabhängigen oder psychisch gestörten Schülern konfrontiert. Für mich ist klar: Ein Dasein als Hauptschullehrer würde ich nicht lange durchstehen. Insofern ist es rätselhaft, dass diesen Beruf überhaupt noch jemand ergreifen möchte.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2007 - 18:54:47    Titel:

Dem kann ich auch zustimmen. Ich hatte mal 4 Wochen Praktikum in einer Hauptschule und der einzige Trost für mich war, dass es bald wieder rum ist. Trotzdem sollte jeder einmal diese Erfahrung machen um die Arbeit der Kollegen wert zu schätzen.

Manche Menschen "da draußen" machen sich keine Vorstellungen wie schlimm es z.T. wirklich ist. Selbst für die "abgemilderte Form" an so manchen Berufsschulen erhält man einiges an manchmal verdientem aber auch unverdientem "Mitleid".

Gruß
Pauker
LissBabe
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Anmeldungsdatum: 20.07.2005
Beiträge: 141
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2007 - 01:22:26    Titel:

Ich habe heute einen Bericht im SWR zum Thema Schule gesehen. Da haben sie kleine Filmbeiträge gebracht, wie z. B. einige Schulen den Unterricht anders gestalten. Nach diesen Beiträgen gabs dann noch eine Diskussionsrunde mit unterschiedlichen Leuten. Unter anderem war auch eine Mutter von 4 Kindern da, die ein Buch geschrieben hat und zwar mit dem Titel "Das Lehrerhasserbuch". Krass, oder?
Und zu allem Übel war diese Frau noch der Überzeugung, dass Lehrer eine 27-Stunden-Woche haben und 14 Wochen Ferien. Razz
Kölner_VWLer
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 1616

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2007 - 01:32:54    Titel:

die frau arbeitet wohl selbst lediglich als gebährmaschine Embarassed
h.007
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Anmeldungsdatum: 06.07.2007
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2007 - 09:41:54    Titel:

liebe Hauptschüler bitte wartet auf mich...ich komme
Smile
Mensch leute, ich würde es voll aufregend finden in einer Hauptschule zu unterrichten, da jeden tag etwas anderes los ist(heheh).....schöne Grüße
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2007 - 10:25:23    Titel:

ganz ohne Ironie: es ist toll, dass es Leute gibt, die das gerne machen. Mir wäre das auf Dauer zu doof.

Gruß
Pauker
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2007 - 14:43:59    Titel:

Zitat:
Und zu allem Übel war diese Frau noch der Überzeugung, dass Lehrer eine 27-Stunden-Woche haben und 14 Wochen Ferien.


die Frau war auch mal bei Stern TV und hat über ihr Buch gesprochen.

Meiner Meinung war das eher ein "Kuschelpädagogenhasserbuch".

Es ging z.b. darum, dass zwischen Wandertag und Projekttage kaum noch Zeit für richtiges Lernen blieb. Z.b. würde es in Berlin in der Grundschule reichen, wenn die schüler phonetisch richtig schreiben können. D.h. z.b. "Jeger" würde auch wie Jäger im Diktat als richtig gewertet werden.
In den oberen Klassen wird dann wieder normal bewertet, dann haben die Schüler aber Probleme, da sie nicht gewohnt sind, richtig zu schreiben.

Als Tipp an alle Lehrer oder Lehramtsanwärter : Falls jemand mit Sprüchen wie " Als Lehrer hat man morgens Recht und Mittags frei" sagt ihr am besten "Es steht jedem offen Lehrer zu werden", dies sagte mal ein Lehrer, als einige Schüler in der Pause darüber gesprochen haben, dass Lehrer wenig arbeiten müssten und total überbezahlt seien
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